GoldenEye 007 – muss das noch indiziert sein?

Dezember 1995: Nach knapp sechs Jahren Abwesenheit kehrte die James Bond-Reihe rund um den gleichnamigen britischen Geheimagenten mit „GoldenEye“ zurĂŒck auf die Kinoleinwand. Hier gab Pierce Brosnan sein DebĂŒt. Der Film gilt sowohl als Brosnans bester als auch einer der besten Bond-Filme aller Zeiten, die Nachfolger kamen bei Kritikern weniger gut weg. Bis 2002 verkörperte … weiter

Perfect Dark – Test, Retro-Review

Was passiert, wenn man James Bond zu einer Frau macht eine Handlung erzĂ€hlt, die aus einem B-Science Fiction Film stammen könnte? Es entsteht Perfect Dark, ein Meisterwerk, das 2000 auf dem N64 erschien und 2010 fĂŒr die Xbox 360 aufpoliert wurde. Was macht den geistigen Nachfolger von Rares GoldenEye 007 zum Meisterwerk? Diese Review entsteht … weiter

RĂŒckblick: James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie (PS1)

„Der Morgen stirbt nie“ ist ein Spiel welches auf dem gleichnamigen Kinofilm von 1997 basiert.

» 007

GoldenEye 007 – muss das noch indiziert sein?

FloosWorld am 31.Juli 2021 um 13:07:04
Dezember 1995: Nach knapp sechs Jahren Abwesenheit kehrte die James Bond-Reihe rund um den gleichnamigen britischen Geheimagenten mit „GoldenEye“ zurĂŒck auf die Kinoleinwand. Hier gab Pierce Brosnan sein DebĂŒt. Der Film gilt sowohl als Brosnans bester als auch einer der besten Bond-Filme aller Zeiten, die Nachfolger kamen bei Kritikern weniger gut weg. Bis 2002 verkörperte Brosnan Bond insgesamt vier Mal.
Das gleichnamige Spiel wurde von Rareware (u.a. Donkey Kong, Banjo Kazooie, Killer Instinct) entwickelt und erschien knapp zwei Jahre nach dem Film im August 1997 auf Nintendos damals aktuellster Konsole – dem N64, nachdem es in der Entwicklung mehrere Phasen durchmachte: vom Donkey Kong Ă€hnlichen Platformer auf dem SNES ĂŒber einem Virtua Cop-Ă€hnlichen Railshooter bis hin zu dem Egoshooter, der das Genre an der Konsole nachhaltig prĂ€gte.
In Deutschland erschien das Spiel nie, aber wurde dennoch im FrĂŒhjahr 1998 indiziert. Deutschsprachige Versionen erschienen wohl in der Schweiz und Österreich, wurden aber mit dem Hinweis versehen, dass diese nicht fĂŒr den deutschen Markt bestimmt seien.
Wie auch schon fĂŒr Unreal Tournament möchte ich deswegen der Frage auf den Grund gehen, ob die Indizierung von GoldenEye nach wie vor gerechtfertigt ist und nochmals darauf hinweisen, dass eine Indizierung kein Verbot per se ist. Spieler ab 18 dĂŒrfen indizierte Medien „unter der Ladentheke“ kaufen, die Medien dĂŒrfen aber nicht „beworben“ (z.B. durch Zeitungsartikel) werden.
Hinweis: Alle Bilder stammen aus dem Xbox 360-Remaster.

Zum Spiel

GoldenEye 007 ist wie eingangs erwÀhnt ein Egoshooter und das Spiel zum gleichnamigen Film. Bis auf wenigen Ausnahmen folgt das Spiel der Handlung des Films recht prÀzise und Umgebungen Àhneln der Kinovorlage deutlich (z.B. Surface mit der Servernaya-Station oder die Verfolgungsjagd im Panzer in Streets).

Es gibt insgesamt 20 Missionen – 18 „normale“, die die Handlung des Films nacherzĂ€hlen und zwei Bonusmissionen, die frĂŒheren Bond-Abenteuern nachempfunden sind.

Drei Schwierigkeitsgrade (Agent, Secret Agent, 00 Agent) stehen zur Auswahl, die sich in Anzahl an Zielen und Gegnern, sowie der eigenen WiderstandsfÀhigkeit unterscheiden. Ein vierter Schwierigkeitsgrad (007) wird beim kompletten Durchspielen freigeschaltet. Dieser ist in der Anzahl an Zielen 00 Agent identisch, aber es können noch vier Parameter angepasst werden: die eigene Gesundheit, die Gesundheit der Gegner, die Zielgenauigkeit der Gegner und die Reaktionsgeschwindigkeit der Gegner.

Besonders beliebt ist der Multiplayer, der witzigerweise bis kurz vor Release nicht vorgesehen war und heimlich einprogrammiert wurde. Hier können bis zu vier Spieler sich in diversen Modi herausfordern.

2007 war ein Remaster fĂŒr die Xbox 360 vorgesehen, welches aber aufgrund von Lizenzproblemen mit dem Rechteinhaber MGM/EON sowie einer nicht nĂ€her genannten Person von Nintendo nie offiziell erschien. Anfang Februar 2021 fand GoldenEye 007 XBLA seinen Weg ins Internet und lĂ€sst sich sowohl auf PC als auch auf gemoddeter Originalhardware spielen. Die Hauptmerkmale sind ein flĂŒssiges Gameplay mit 60 Bildern die Sekunde; eine ĂŒberarbeitete Steuerung, die sich beide Analogsticks des 360-Controllers zunutze macht; ein Online Multiplayer ĂŒber Xbox Live (nicht im Leak enthalten) sowie System Link, was ĂŒber Xlink Kai und Ă€hnliche Plattformen ĂŒber ein emuliertes LAN Netzwerk ein Onlinespiel ermöglicht.

Das Spiel zÀhlt mit 8 Millionen verkauften Einheiten als das zweiterfolgreichste N64-Spiel aller Zeiten. Platz 1 belegt Mario Kart 64.

 

Die Gewalt

Die Gegner reagieren auf Beschuss und fassen sich an die jeweilige angeschossene Körperstelle. Ermöglicht wird das durch Motioncapturing. Zudem fÀrbt sich die angeschossene Stelle rot.

Die Auswahl an Todesanimationen ist breit gefĂ€chert, von Gegnern, die schnell auf den Boden fallen bis hin zu sekundenlangem WĂ€lzen ist alles dabei. Getötete Gegner lösen sich Ă€hnlich wie bei der deutschen Version von Half Life nach einigen Sekunden in Luft auf, möglicherweise, um die Konsole nicht zu sehr zu ĂŒberlasten, da das Spiel je nach Situation bei 10-25 FPS ablĂ€uft.

Stirbt man, strömt wie bei der berĂŒhmten Gunbarrel-Szene, die in fast jedem Bond-Film vorkommt, Blut den Bildschirm hinunter.

 

Warum wurde GoldenEye 007 indiziert?

 

Die BPjM urteilte bei ihrer Entscheidung vom MĂ€rz 1998, dass die Aufgaben „stets gleich gelagert“ sind: RĂ€tsel lösen, wie z.B. Sicherheitsanlagen ausschalten, SchlĂŒssel auffinden, Kontakt mit bestimmten Personen aufnehmen oder bestimmte Personen töten.

Negativ wird erwĂ€hnt, dass man Waffen und Munition nur erhĂ€lt, indem man die zahlreichen Gegner im Level tötet. Hauptinhalt sei es, „menschliche Gegner auf unterschiedliche Art und Weise zu vernichten, wobei die TötungsvorgĂ€nge detailfreudig inszeniert sind“.

Auch wenn das Töten an sich nicht der Hauptinhalt ist (abgesehen von Missionen wie Jungle oder Cradle, in denen Xenia und Alec getötet werden mĂŒssen, da das auch in der Filmvorlage so ist), stimme ich der BPjM bei den TötungsvorgĂ€ngen zu. Diese waren fĂŒr die damalige Zeit detailreich umgesetzt. Ebenfalls richtig ist die Angabe zu den Missionszielen. Bei Surface 1 auf Agent muss beispielsweise nur die Kommunikationsanlage gestört und der Zugang zum Bunker gefunden, auf Secret Agent kommt zudem die Suche nach dem Safe Key und dem Diebstahl der BauplĂ€ne fĂŒr die Bunkeranlage hinzu.

Fakt ist aber, dass das Spiel es einem auch erlaubt, stealthmĂ€ĂŸig zu spielen, da Gegner rudimentĂ€r auf GerĂ€uschquellen und Sichtkontakt reagieren, sowie Kameras bei Sichtkontakt Alarmanlagen auslösen können. Waffen können auch in Kisten gefunden werden können, z.B. die RC-P90 in der Mission Train auf Agent. Zudem gibt es Missionen, in denen wenig bis keine Zivilisten, Geiseln oder Wissenschaftler getötet werden dĂŒrfen, z.B. Facility, Silo, Frigate oder auch Streets.

 

Sollte GoldenEye 007 nach wie vor indiziert bleiben?

Nein, ich finde die Indizierung von GoldenEye 007 nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ. Der Grund dafĂŒr ist, dass das Spiel trotz seiner detaillierten Sterbeanimationen nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig blutig und brutal wie andere zeitgenössische Genrevertreter ist, wie z.B. das im gleichen Jahr veröffentlichte Blood, welches deutlich detailfreudiger ist und herausgerissene Herzen zeigt. Turok 2 zeigt sich ebenfalls detailfreudig mit Blutlachen und ausgedehnten Sterbeanimationen und wurde in seiner unzensierten Form nicht indiziert, das Nightdive-Remaster wird auf diversen Verkaufsplattformen wie Nintendos eShop oder auch dem Microsoft Store als USK 18 gelistet.

Andere, noch indizierte Beispiele sind da brutaler, etwa Unreal Tournament.

Ein weiterer Grund ist, dass Perfect Dark, der geistige Nachfolger von GoldenEye 007, Ă€hnlich in seiner Gewaltdarstellung und mit Blutspritzern an WĂ€nden etwas detaillierter ist, aber sonst GoldenEye 007 sehr Ă€hnelt. Anders als der Bond-Shooter wurde das Spiel nie der BPjM zur PrĂŒfung vorgelegt und erhielt mit dem XBLA-Remaster von 2010 mit USK 18 auch eine Altersfreigabe, nachdem das N64-Original ebenfalls nie offiziell in Deutschland erschien. Zudem Ă€hnelt der Gewaltgrad den TimeSplitters-Spielen, die von ehemaligen Rare Mitarbeitern entwickelt wurden.

FĂŒr GoldenEye 007 wĂŒrde ich eine Altersfreigabe ab 16 Jahren als realistisch sehen, falls das Spiel jemals bei der USK geprĂŒft werden sollte. Der Gewaltgrad ist niedriger als bei Perfect Dark und orientiert sich mehr an Doom 1 und 2 sowie Duke Nukem 3D.

Da derzeit nicht klar ist, wer ĂŒberhaupt die Rechte fĂŒr das Spiel hat (Entwickler = Rare, Publisher = Nintendo, Markenrechte = MGM/EON), ist eine vorzeitige Listenstreichung unwahrscheinlich. Die automatische Streichung erfolgt somit im MĂ€rz 2023.

 

Update (30.10.2021): Erfreulicherweise wurde GoldenEye 007 auf Anfrage von Nintendo Europa nach 23 Jahren vom Index gestrichen. Wie es scheint versucht man wohl das Spiel fĂŒr den Hauseigenen Switch Online Dienst zu bekommen.

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Bewertung: 4.8/5 (4)

Perfect Dark – Test, Retro-Review

FloosWorld am 21.Dezember 2019 um 14:12:47

Was passiert, wenn man James Bond zu einer Frau macht eine Handlung erzĂ€hlt, die aus einem B-Science Fiction Film stammen könnte? Es entsteht Perfect Dark, ein Meisterwerk, das 2000 auf dem N64 erschien und 2010 fĂŒr die Xbox 360 aufpoliert wurde. Was macht den geistigen Nachfolger von Rares GoldenEye 007 zum Meisterwerk? Diese Review entsteht auf Basis der Xbox 360-Version.

 

Handlung

Perfect Dark spielt im nicht mehr ganz futuristischen Jahr 2023. Die Hauptfigur ist die Jungagentin Joanna Dark. Aufgrund ihrer exzellenten Ergebnisse in ihrer Ausbildung hĂ€lt Joanna den Titel „Perfect Dark“. FĂŒr ihren ersten Auftrag soll sie bei der dataDyne Corporation einbrechen, um Dr. Caroll, einen ÜberlĂ€ufer zu retten. Im Lauf der Handlung entsteht eine Geschichte rund um den Konflikt von zwei Alienrassen, den Maia und den Skedar. Perfect Dark erzĂ€hlt seine Geschichte in mehrere Level, die in Missionen unterteilt sind.

Zudem gibt es 4 Bonusmissionen, wovon 3 von ihnen sich zwischen den Missionen der Haupthandlung abspielen.

 

Gameplay

Das Gameplay Ă€hnelt dem von GoldenEye: je nach Schwierigkeitsgrad gilt es mehrere und verschieden schwere Aufgaben zu erfĂŒllen. Einige Ziele sind auch an ein Zeitlimit gebunden. In einigen Missionen ist Jo mit zusĂ€tzlichen Gadgets ausgerĂŒstet, die es zu benutzen gilt. Mit dem IR-Scanner kann man z.B. durch WĂ€nde sehen und getarnte Gegner erkennen.

Etwas, das Perfect Dark ebenfalls von seinem VorgĂ€nger ĂŒbernommen hat, ist, dass höhere Schwierigkeitsgrade auch bessere Belohnungen in Aussicht stellen. Das Freispielen von Cheats ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden, etwa das Abschließen eines Levels auf einem bestimmten Schwierigkeitsgrad in einer bestimmten Zeit. Wertvolle Cheats, wie etwa Unverwundbarkeit, sind zwar auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad (Agent) zu erreichen, aber mit einem knapp bemessenen Zeitlimit versehen. Wer alle Cheats möchte, muss sich zwangslĂ€ufig die Positionen der Gegner und andere wichtige Punkte innerhalb eines Levels merken.

Ist ein Cheat aktiviert, wird das deutlich gemacht, indem im HauptmenĂŒ vor jedem MenĂŒpunkt das Wort „Cheat“ steht. Jeglicher Fortschritt ist dann gesperrt, solange die Cheats aktiv sind.

Spielt man die Kampagne auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durch, bekommt man einen neuen, vierten Schwierigkeitsgrad, mit dem sich, wie bei GoldenEye 007 die Gesundheit, Treffsicherheit und Reaktionszeit der Gegner verstellen lĂ€sst. In der ursprĂŒnglichen Version konnte man einige Cheats auch durch das Laden eines Spielstands des Gameboy Spiels mittels des Transfer Paks am N64 Controller freischalten. Da Microsoft keinen Handheld hat wurde das so umprogrammiert, dass man auf der Xbox 360 den Nachfolger „Perfect Dark Zero“ installiert hat. Dementsprechend funktioniert das auf der Xbox One nicht mehr.

 

Steuerung

Die Steuerung wurde fĂŒr die Xbox 360-Version grundlegend ĂŒberarbeitet. Bewegt wird sich, wie in jedem anderen neuen Shooter fĂŒr Konsole, mit beiden Sticks, mit dem linken Trigger wird manuell gezielt und mit dem rechten Trigger gefeuert. „Back“ zeigt das Missionsziel bzw. den Punktestand im Multiplayer an. Nachgeladen wird mit der X-Taste. LB blendet eine Art Waffenrad ein und mit RB wird der Feuermodus gewechselt. DrĂŒckt man den Linken Stick, wechselt man zwischen Ducken und Stehen. Alles in allem lĂ€sst sich das Spiel sehr gut steuern. Es gibt außerdem weitere Steuerungsschema, die fĂŒr LinkshĂ€nder sind, an die Steuerungsweise an der N64 erinnern oder Call of Duty nachempfunden sind.

 

Technik

 

Als das Spiel 2000 fĂŒr den N64 erschien, brachte es die Konsole an die Grenze ihrer Leistung. So wird bei der ursprĂŒnglichen Version die Arbeitsspeichererweiterung (Expansion Pak) benötigt, um ĂŒberhaupt die Kampagne spielen zu können. Die Erweiterung wird außerdem gebraucht, um das Spiel in 640×480 anstelle von 320×240 spielen zu können. Laut der RĂŒckseite der Verpackung stehen ohne der RAM Erweiterung gerade mal 35 % des gesamten Spiels zur VerfĂŒgung.

Die GoldenEye-Engine wurde ĂŒberarbeitet und erweitert. So bietet Perfect Dark nun dynamische Beleuchtung bei Waffengebrauch, Blutspritzer an den WĂ€nden und einen sekundĂ€ren Feuermodus fĂŒr (so gut wie) alle Waffen im Spiel. Dies mag zwar auf den ersten Blick nicht beeindruckend klingen, da die Unreal Engine 1998 auf dem PC bereits Ă€hnliches bot, doch sollte man sich hier vor Augen halten, dass das hier ein N64-Spiel ist dessen Daten auf einer im Speicherplatz begrenzten Cartridge gespeichert werden, im Fall von Perfect Dark sind das 32 MB. Das Xbox-Remaster hingegen ist 735 MB groß.

Neu sind auch Nachladeanimationen fĂŒr jede Waffe. Wie auch in GoldenEye 007 können Waffen doppelt getragen werden, selbst die Sturmgewehre. Allerdings gilt das nicht mehr mit jeder Waffe im Spiel. Neben Cutscenes gibt es nun auch eine Sprachausgabe. Bei GoldenEye 007 wurde ausschließlich ĂŒber Texteinblendungen kommuniziert.

 

 

Das Waffenarsenal

Perfect Dark bietet ein breitgefÀchertes Arsenal an konventionellen und futuristischen Waffen. So gibt es mit dem Dragon ein Maschinengewehr, dass im sekundÀren Feuermodus geworfen werden kann und wie eine AnnÀherungsmine funktioniert. Ebenso gibt es mit der FarSight XR-20 eine Alien-Railgun, die sich im sekundÀren Modus in ein Sniper Gewehr mit Wallhack-Funktion verwandelt. Eine eher ungewöhnliche Waffe lÀsst sich mit der Reaper finden. Im primÀren Modus verhÀlt sich die Waffe wie eine Gatling-Gun und im sekundÀren Modus wird sie zu einer Art tragbarer KreissÀge. Die Granate kann entweder wie gewohnt geworfen werden, oder sich in einen Pinball mit AnnÀherungsfunktion verwandeln.

In Multiplayer-Partien ist besonders das Laptopgewehr gleichermaßen verhasst und gefĂŒrchtet, da es im sekundĂ€ren Modus zu einer werfbaren Selbstschussanlage wird. Vom VorgĂ€nger wurden einige Waffen, sowie deren „Nachladeanimationen“ und Fadenkreuze ĂŒbernommen, u.a. auch die unbeliebte Klobb, benannt nach Ken Lobb, die hier Kl01313 genannt wird. In Perfect Dark ist es ebenfalls möglich, Gegner zu entwaffnen, was im Multiplayer fĂŒr einige spannende Momente sorgt, wenn man dem Gegner eine mĂ€chtige Waffe abnimmt.

 

 

Carrington Institut

Zwischen den Missionen kann sich Jo im GebĂ€ude des Carrington Instituts, ihrem Arbeitgeber, frei bewegen. Im Institut können Cheats aktiviert, Hintergrundinfos zur Handlung aufgerufen oder auch der Umgang mit den Waffen am Schießstand geĂŒbt werden. FĂŒr jede Waffe gibt es eine Bronze-, Silber-, und Goldherausforderung. Meistert man jede Waffe, schaltet man eine Bonusmission frei. Zudem kann man einige Klassikerwaffen aus GoldenEye 007 fĂŒr den Einzelspieler freischalten. Bonds PP7, die im Spiel PP9i genannt wird, schaltet man frei, indem man jede Herausforderung mit allen Falcon 2 Varianten abschließt.

Der Kampfsimulator (Multiplayer)

 

Unter dem MenĂŒpunkt „Kampfsimulator“ ist der Multiplayer zu finden. Hier können bis zu vier Spieler an einer Konsole spielen. Neu im sind Bots, die hier „Simulanten“ genannt werden. Bis zu 8 Simulanten können gleichzeitig mit den Spielern auf der Karte unterwegs sein, also gibt es bis zu 12 Spieler. Die Simulanten haben verschiedene Schwierigkeitsgrade und Persönlichkeiten, etwa versucht die „PazifistSim“ alle Waffen auf einer Karte einzusammeln, sodass kein Kampf entstehen kann, wĂ€hrend die „JustizSim“ immer den stĂ€rksten Spieler jagt.

Zudem gibt es Challenges, mit denen weitere Waffen freigeschaltet werden, da das Waffenangebot zu Spielbeginn noch recht ĂŒberschaubar ist. Mit den Challenges werden ebenfalls weitere KI-PlĂ€tze und Typen freigespielt, da man zu Beginn nur mit bis zu 4 KIs spielt. Von GoldenEye 007 wurden drei Karten ĂŒbernommen: Temple, Complex und Facility, welches hier Felicity genannt wird. Die Xbox-Version wurde um eine Anbindung an Xbox Live erweitert.

 

 

Koop und Counter Operative-Modus

Alle Missionen in der Kampagne können auch zusammengespielt werden und das wahlweise mit oder ohne menschlicher UnterstĂŒtzung. Zudem gibt es die Möglichkeit den sogenannten Counter Operative-Modus zu spielen, einen Modus, welchen es bislang selten in einem Egoshooter gab. Dabei schlĂŒpft dann ein Spieler in die Rolle von Joanna und ein anderer wird in die Rolle der Gegner versetzt und hat somit die Aufgabe die Heldin aufzuhalten.

Fazit

Perfect Dark macht seinem Namen alle Ehre, da man es hier mit einem der besten Konsolen-Shooter aller Zeiten zu tun hat. Leider war er 2000 nicht annĂ€hernd so erfolgreich wie sein VorgĂ€nger, der in der ewigen Liste der Verkaufen N64-Spiele auf Platz 3 steht und als erfolgreichstes, nicht Nintendo-eigenes Spiel gilt. Aber gut, die Entwicklungsgeschichte hinter dem Spiel ist eine schwierige. Ein Teil des Teams stieg aus, um mit Free Radical ein eigenes Studio zu grĂŒnden. Deren Timesplitters-Reihe spielt sich recht Ă€hnlich. Ein weiterer Grund fĂŒr die schlechteren Verkaufszahlen dĂŒrfte auch der Zwang vom Expansion Pak sein, um Zugriff auf das ganze Spiel zu bekommen. Rare war zu jener Zeit fĂŒr die Donkey Kong Spiele von Nintendo zustĂ€ndig und lieferte das ein Jahr davor veröffentlichte Donkey Kong 64 mit einem Expansion Pak aus, was bei Perfect Dark nicht der Fall war.

Es ist faszinierend zu sehen, wie die Hardware der N64 an ihre Grenzen getrieben wird, was nur noch von Rares Conker’s Bad Fur Day aus dem Jahr 2001 ĂŒberboten wird.

Wenn ihr Perfect Dark ausprobieren wollt, habt ihr neben der Möglichkeit, euch ein N64 mit dem Spiel zu kaufen, auch weitere Optionen. 2010 erschien ein Remaster fĂŒr Xbox Live Arcade, dass alle Grafiken aufpoliert und fĂŒr stabile 60 FPS sorgt (außer wenn man vor einer Explosion steht). Dieses Remaster kann einzeln fĂŒr knapp 8 € digital gekauft werden und ist auch Bestandteil von Rare Replay, einer Spielesammlung mit 30 Titeln, die von Rare entwickelt wurden, u.a. mit Battletoads, Perfect Dark und Perfect Dark Zero oder auch Conker’s Bad Fur Day in seiner ursprĂŒnglichen Form. Rare Replay kostet 30 €.

 

 

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Bewertung: 5.0/5 (4)

RĂŒckblick: James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie (PS1)

Dominik am 23.November 2010 um 19:11:23

Hersteller: Black Ops

Release: 1999

Produktionsjahr: Unbekannt

Platformen: Playtsation 1

Genre: Third-Person-Shooter

Basierte Engine: Unbekannt

Handlung \ Spielverlauf \ Informationen: „Der Morgen stirbt nie“ ist ein Spiel welches auf dem  gleichnamigen Kinofilm von 1997 basiert. Wir ĂŒbernehmen als Spieler die Kontrolle ĂŒber den MI6 Geheimagenten James Bond, Codename 007. In dessen Haut erlerben wir die Strapazen die bereits Pierce Brosnan im Film zu erleiden hatte, mit einem Unterschied! Das Spiel reicht bei weitem nicht an den Erfolg des Filmklassikers heran. Alles beginnt damit das der Medienmogul Elliott Carver einen Krieg zwischen dem Vereinigten Königreich Großbritannien und der Volksrepublik China mithilfe seines Stealth Bootes anzetteln will,um die Informatische Weltherrschaft an sich zu reißen. Doch der MI6 durchschaut dessen Intrigen und sendet Bond, alias uns als Spieler,los um den ganzen Treiben ein Ende zu setzen. Dabei durchlaufen wir mehrere Etappen ĂŒber Carvers Pressezentrum in Hamburg,Shaigon, Dem Hotel Atlantik usw. bis wir uns zum Stealthboot durchgeschlagen haben. Das Spiel verknĂŒpft geschickt Szenen aus dem Film ins Spiel,die meistens am Ende oder Beginn einer Mission abgespielt werden. In Third-Person Ansicht steuern wir Bond und metzeln uns durch zahlenlose Feinde wie Carvers Schurken,Soldaten,Russische WaffenhĂ€ndler und Auftragsmörder. Uns zur Seite steht der Chinesische Nachrichtendienst was eigentlich im Spiel selbst keine tragende Rolle spielt. Abwechslung findet sich in Fahr- und Skisimulationen. Wobei man in diesen nur die Waffen bedienen kann,die Steuerung ĂŒbernimmt der Computer. Automatisches Zielen sorgt dafĂŒr das auch jeder Schuss ordentlich sitzt,was wĂ€re ein 007 der niemals trifft. Wer auf Ballern und schnelle kurze Aktion steht macht mit diesem Spiel keinen Fehler,doch einmal durchgespielt wird es seine nĂ€chsten Jahrhunderte eher auf dem Dachboden als im Regal verbringen. Trotzdem dank der Original Stimmen vom Film gut in Szene gesetzt das wĂ€re aber auch schon alles 🙂

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Bewertung: 4.7/5 (3)