Review: Bus Driver Gold

Simulationen, wo man mit einem Bus Passagiere von A nach B transportiert, auch wenn man Haltestellen von A bis Z anfahren muss, gibt es wie Sand am Meer. Simulationen, wo man allerdings mit recht abstrusen und eigenartigen Herausforderungen zu kĂ€mpfen hat, da sie mit einem hohen Grad an SensibilitĂ€t glĂ€nzen, bilden da eher eine Seltenheit. … weiter

Retro-Check: RTL Skispringen 2007

Wisst ihr noch, als Martin Schmitt und Sven Hannawald jedes Jahr im Winter die deutschen Fans begeisterte? Genau das war die Zeit, in der RTL die TV-Rechte fĂŒr die 4-Schanzen-Tournee hatte und jedes Jahr im Winter von 2000 bis 2007 ein Skisprung Spiel fĂŒr PC und Konsolen rausbrachte, da sich das auch gut zu den … weiter

» 2007

Review: Bus Driver Gold

kepu am 4.April 2018 um 14:04:41

Simulationen, wo man mit einem Bus Passagiere von A nach B transportiert, auch wenn man Haltestellen von A bis Z anfahren muss, gibt es wie Sand am Meer. Simulationen, wo man allerdings mit recht abstrusen und eigenartigen Herausforderungen zu kĂ€mpfen hat, da sie mit einem hohen Grad an SensibilitĂ€t glĂ€nzen, bilden da eher eine Seltenheit. Konkret geht es um das Spiel „Bus Driver“, welches 2007 von SCS Software entwickelt wurde. Ja, genau von den Herrschaften, die auch fĂŒr das sehr gute „Euro Truck Simulator 2“ verantwortlich sind. Aber hier geht es nicht um das Original, sondern die drei Jahre spĂ€ter erschienene „Gold“ genannte Version, die neben dem Standard-Umfang ein paar kleinere Extras mitbringt, die man aber hĂ€tte genauso gut in ein Update packen können.

Bei aller MerkwĂŒrdigkeit: das Spiel kommt mit einer netten Aufmachung. Einsame Busse mit Grinse-Smiley statt Liniennummer fahren durch die schicke PrĂ€rie, die die virtuelle Umgebung zu bieten hat. Sonst gibt es ein schlichtes MenĂŒ, welches einen bequem die Möglichkeit bietet, zwischen den 6 Stufen auszuwĂ€hlen (ursprĂŒngliche Version hatte 5), die jeweils 6 Busfahr-Missionen beinhalten. Es gibt ein paar Busse zur Auswahl, doch im Laufe der Zeit kann es vorkommen, dass man den Bus vom Anfang spĂ€ter nochmal hat, jedoch mit einer anderen Route. Es ist allerdings alles von Anfang an freigeschaltet, also kann selbst ein Neueinsteiger mit den schwereren Sachen beginnen. Das nimmt ein bisschen die Spannung auf die spĂ€teren Routen.

Hat man den recht kurzen Ladebildschirm ĂŒberwunden, startet man in den allermeisten FĂ€llen von einem Busbahnhof, wo man vorerst eine gewisse Menge an Leuten abholen muss. Die Passagiere werden abgeholt von Haltestellen, die stark grĂŒn leuchten und mit einem Grinse-Smiley einen zum Anhalten bewegen sollen. Grafische Meisterleistungen darf man hier nicht erwarten, denn die FahrgĂ€ste „beamen“ sich in den Bus rein. Immerhin hat man sich darum bemĂŒht, diese im Bus wieder auftauchen zu lassen.

Die Routen werden allesamt getĂ€tigt in einer recht großen Stadt, die dem Spieler leider nicht die Möglichkeit gibt, diese frei zu erkunden. Es sei denn, man startet eine Route und fĂ€hrt nicht die entsprechende. Man kriegt dabei sĂ€mtliche Gegenden geboten: Industrie, Altstadt, Flughafen, Schnee etc. Dabei gibt es normalen Personentransport, Schulbusbetrieb, Touristenfahrten oder sogar die Beförderung von GefĂ€ngnis-Insassen. Je nach Stufe sind die Routen auch unterschiedlich lang, am Ende erwartet dem Spieler sogar eine komplette Umrundung der Karte.

Die HUD im Spiel wirkt wie das eigentliche Spiel in Breitbild umschlossen von Schildern. Punkte, Gesamtpunktzahl, Karte mit Distanz zur nĂ€chsten Haltestelle, wie viele Haltestellen noch kommen mit Countdown, wann man an dieser erscheinen soll, wie viele Leute im Bus sind, wie ihre Stimmung ist, Geschwindigkeit in mph und Drehzahlmesser. Bemerkenswert ist da eine Messung der Bremse. Denn hier muss man vorsichtig mit dieser umgehen. Die FĂŒlle an Informationen haut einem dezent um.

WĂ€hrend der Fahrt wird man mit einer derben SensibilitĂ€t des Punktesystems konfrontiert. GefĂŒhlt kriegt man fĂŒr jede positive Kleinigkeit Punkte. Perfektes Anhalten an einer Haltestelle, das simple Losfahren von einer Haltestelle, das Überfahren einer grĂŒnen Ampel, sogar fĂŒr einen Spurwechsel, den man mit Blinken ankĂŒndigt, gibt es Punkte. Gerade dadurch kann man absurd viele Punkte sammeln. Doch man kriegt fĂŒr einige Sachen auch Minuspunkte. Starkes Abbremsen, was zu einer angeblichen Verletzung der Passagiere fĂŒhrt, Überfahren einer roten Ampel, UnfĂ€lle bauen oder Spurwechsel ohne Blinken. Man kann auch an einer Bushaltestelle Passagiere vergessen oder die TĂŒr wĂ€hrend der Fahrt öffnen und es gibt Minuspunkte. Baut man zu viel Mist, wollen von etwa 30 Passagieren nicht etwa 3 an der nĂ€chsten Haltestelle aussteigen, sondern 30, also alle. Entsprechend Ă€ndert sich der Stimmungsbarometer.

Einzige Ausnahme ist da die Beförderung von GefÀngnis-Insassen. Dort gelten die Verkehrsregeln nicht und man wird von der Polizei mit Helikoptern begleitet. Hier hÀlt man auch nicht an Haltestellen, sondern passiert Checkpoints. Die Insassen sind von Beginn an in einer miesen Stimmung, baut man allerdings ein paar UnfÀlle, jubeln diese und die Stimmung geht hoch. Ziemlich dubios.

Einige Routen fĂŒhren durch Schneegebiete, da greift sogar eine Art Fahrphysik. Lenkt man einmal zu krĂ€ftig, schleudert man durch die Gegend und neigt eher dazu, UnfĂ€lle zu bauen. Es gibt allerdings nur Reaktionen, wenn man beim „Schleudergang“ einen Unfall baut oder heftig aufschlĂ€gt. Wenn man das allerdings gut kontrollieren kann, stören sich nicht einmal die stehenden FahrgĂ€ste. Und ja, es gibt stehende FahrgĂ€ste, wenn keine SitzplĂ€tze im Bus frei sind.

Hat man einmal seine Tour beendet, werden die Punkte zusammengezĂ€hlt. Diese ergibt sich aus der Anzahl der beförderten GĂ€ste, der eingehaltenen Zeit, der Boni wĂ€hrend der Fahrt abzĂŒglich der Strafen. Wer eine vierstellige Punktzahl erreicht hat, wird bejubelt und kriegt einen goldenen Stern fĂŒr diese Route verliehen, fĂŒr eine etwas niedrigere Zahl immerhin Applaus und einen blauen Stern. Man mĂŒsste aber außerordentlich viel Mist bauen und einige FahrgĂ€ste vergessen, um ĂŒberhaupt auf negative Punkte insgesamt zu kommen, somit gibt es fĂŒr Pessimisten keinerlei Bedenken, hier irgendwie ans Verlieren zu denken. Selbst wenn man alle FahrgĂ€ste mitnimmt, sich aber nicht so ganz auf die Verkehrsregeln konzentriert, kann man genug Punkte fĂŒr einen blauen Stern kriegen. Richtig schwer klingt das nicht.

Schwerer ist es da lediglich, die FahrgĂ€ste allesamt pĂŒnktlich an ihren Haltestellen ankommen zu lassen. Bemerkt man das ĂŒberempfindliche System, wird man schnell merken, dass man im Laufe der Missionen kaum in der Lage sein wird, ĂŒberhaupt pĂŒnktlich ankommen zu können.

Doch wie kann man das Spiel technisch bewerten? Beim Test erwies es sich als stabil, vor allen Dingen die Ladezeiten sind erstaunlich kurz. Grafisch ist es keine Wucht, allenfalls durchschnittlich, aber nicht allzu unterirdisch. Die erste Version beinhaltete nur eine einzige Third-Person-Perspektive, wodurch man allerdings die vorderen Fahrzeuge bzw. die Haltelinie an einer Ampel nicht erkennen konnte, was vom Spiel allerdings durch eine vorĂŒbergehende Transparenz des Busses gelöst wurde. In der Gold-Version gibt es nun eine Art Frontscheiben-Perspektive, die vom Spiel allerdings als „Fahrerperspektive“ bezeichnet wird. Sonderlich spannend wirkt sie nicht unbedingt, sie umgeht lediglich das Sichtproblem. Steuern kann man die Kamera nicht.

Die akustische AtmosphĂ€re ist sogar recht gut gelungen, bei entsprechenden Umgebungen passt die Soundkulisse. Am Flughafen hört man Flugzeuge, im Industriegebiet das Zischen der Schornsteine und so weiter. Steigen bzw. „beamen“ sich Kinder in den Bus, hört man auch lachende Kinder. Selbst die Busse klingen außerordentlich realistisch. Nur das BlinkergerĂ€usch ist recht eintönig.

Und die KI? Die macht einen eigenartigen Eindruck. Zwar ist der Verkehr in einigen Teilen recht belebt, selbst andere Busse fahren durch die Gegend. Doch es ist ĂŒberaus bemerkenswert, wie alle Verkehrsteilnehmer sehr flott an einer Ampel bremsen können. Alleine die Busse praktizieren diese seltsam flotte Bremstechnik, wo bei uns sich die Passagiere ĂŒber Verletzungen beklagen und panisch rumschreien wĂŒrden. Selbiges beim Anfahren von einer Ampel, selbst gleich schwere Fahrzeuge wie unseres besitzen fabelhafte Beschleunigungswerte, als wĂŒrden die einen leichten Kleinstwagen mit sehr vielen PS fahren. Immerhin wechseln sie hin und wieder realistisch die Spur. Nur halten die anderen Busse nicht an den Bushaltestellen. Und Personen? Die sieht man einzig und allein nur an den Bushaltestellen, weshalb nur die Straßen, aber nicht die Gehwege belebt sind.

Fazit

Im „Busfahrer“ genannten Spiel sind wir ein Busfahrer. Nicht mehr, nicht weniger. Man befördert Personen von A nach B und sammelt durch viele Kleinigkeiten Punkte. Da die ganzen Routen bis auf die Beförderung der GefĂ€ngnis-Insassen kaum Abwechslung bei der Aufgabe bieten, ziehen sich die insgesamt 36 (im Original 30) Routen wie Kaugummi. Man fĂ€hrt zwar durch nett aussehende und abwechslungsreiche Gegenden, doch man tut immer das Gleiche. Und in den Missionen passiert auch nichts Spannendes. FĂŒr den Durchschnittsspieler ist dieses Spiel nur eine eher langweilige Herausforderung, fĂŒr Fans von Simulationen dĂŒrfte das Spiel gerade wegen der SensibilitĂ€t und dem Umfang der Routen schon eher ihren Geschmack betreffen. Der Frust kommt dann eher durch die verschwendete Zeit, nicht durch die spielerischen Macken, die dieses Durchschnittswerk beherbergt.

6 /10

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Bewertung: 5.0/5 (5)

Retro-Check: RTL Skispringen 2007

FloosWorld am 21.Januar 2018 um 17:01:32

Wisst ihr noch, als Martin Schmitt und Sven Hannawald jedes Jahr im Winter die deutschen Fans begeisterte? Genau das war die Zeit, in der RTL die TV-Rechte fĂŒr die 4-Schanzen-Tournee hatte und jedes Jahr im Winter von 2000 bis 2007 ein Skisprung Spiel fĂŒr PC und Konsolen rausbrachte, da sich das auch gut zu den deutschen Erfolgen verkaufen lies, besonders 2002 als man mit Martin Schmitt auf dem Cover warb. Heute soll es um die letzte Ausgabe von RTL Skispringen gehen, welches 2007 erschien und von 49 Games (Torino 2006, diverse andere RTL Wintersportspiele) entwickelt wurde.


RTL Skispringen 2007 beinhaltet:

  • Einzel- und Mehrspieler (Hotseat, LAN, Online)
  • 3 Verschiedene Ligen (Nachwuchs, Amateur, Profi)
  • Je 72 Springer pro Liga
  • Alle offiziellen Schanzen der Saison 2006/07 (plus Turin)
  • Namenseditor

Spieleinstieg

Nach den ĂŒblichen Intros begrĂŒĂŸt RTL Skispringen 2007 den Spieler im HauptmenĂŒ. Von hier aus kann man die Verschiedenen Modi anwĂ€hlen. Wer eine Karriere starten will, muss allerdings zuerst einen Springer erstellen. Das geschieht unter dem Punkt „Springer“. Beim Erstellen kann man zwischen 3 Schwierigkeitsgraden wĂ€hlen, welche uns, je nach gewĂ€hltem Schwierigkeitsgrad, bestimmte Vorteile dazugibt oder wegnimmt. Startet man auf Schwer, so hat man keine Extrapunkte zu vergeben und startet ohne Geld in die Karriere.

Bei der Karriere kann man sich zwischen der Springerkarriere (mit bis zu 4 Springern) und der Bundestrainerkarriere (4 Springer notwendig) entscheiden. Bei der Springerkarriere startet man mit dem frisch erstellten Springer als 15-jĂ€hriger in der Nachwuchsklasse. Wer in die höheren Klassen möchte, muss sich in der Nachwuchs- und AnfĂ€ngerklasse beweisen, da man nur dadurch die Lizenz fĂŒr den Aufstieg erhĂ€lt. Je nach Klasse stehen unterschiedliche Springen auf dem Programm. Im Profiweltcup springen wir auf allen 27 Austragungsorten der 2006/07 Saison mit allen Wettbewerben, wie dem Skifliegen oder der 4-Schanzen-Tournee – der FIS-Lizenz sei Dank. Allerdings deckt die Lizenz nicht die Springernamen ab, da wir hier ausnahmslos mit Fantasiespringern springen. Der Namenseditor macht es aber möglich, den Springern reale Namen zu verpassen.

Die Karriere

In der Karriere startet man in der Nachwuchsklasse. Hier stehen 8 Hauptspringen an, sowie mehrere Wettbewerbe, welche Parallel zum Weltcup laufen. Der BlĂŒtencup z.B. ist das GegenstĂŒck zur 4-Schanzen-Tournee. In der AnfĂ€ngerklasse stehen 14 Springen an und bei den Profis 27 Springen plus das Team- und das Sommerspringen.

Neben einer Gage, die wir fĂŒr jedes Springen kassieren können wir auch (je beliebter wir sind) lukrative SponsorvertrĂ€ge abschließen, die uns zusĂ€tzlich Geld fĂŒr jedes Springen in die Kasse bringen. Preisgeld fĂŒr bestimmte Platzierungen gibt es ebenfalls.

Geld ist wichtig, denn damit wird neue AusrĂŒstung gekauft, die sich auf die Aerodynamik auswirken und uns noch weiter springen lassen. Zudem lassen sich damit Wachsmeister und Trainer bezahlen, die je nach FĂ€higkeit unterschiedliche GehĂ€lter haben.

Wachsmeister nehmen uns die Aufgabe des Wachsens ab. Gut gewachste Skier sorgen fĂŒr bessere Geschwindigkeiten beim Absprung und können einige Meter im Flug ausmachen.

Der Trainer ist hilfreich, um den Springer in Form zu bringen. Man kann an der Sprungkraft, der Fitness, der Motivation und dem BMI arbeiten. Ein niedriger BMI ist wichtig, da Springer generell leichter sind, um besser in der Luft zu liegen. Unterschreitet man das Mindestgewicht, wird man mit einer Geldstrafe und SkikĂŒrzung bestraft. Generell hat man 40 Trainingspunkte, welche man auf die 4 Kategorien verteilen kann, mit dem Extra Training kommen 40 Punkte dazu. Um diese zu erhalten mĂŒssen verschiedene vom Trainer vorgegebene Ziele erreicht werden, z.B. zwischen einer bestimmten Weite landen, oder eine bestimmte Punktzahl mit Telemarklandung zu erreichen.

Gewinnt man die Nachwuchsklasse, erhĂ€lt man die Lizenz fĂŒr die AnfĂ€nger. Gewinnt man dann den AnfĂ€ngerweltcup, darf man bei den Profis antreten.

Als Springer darf man maximal bis 40 Jahre springen.

Das Gameplay

RTL Skispringen 2007 lĂ€sst sich simpel spielen: mit einem Controller, der Maus oder der Tastatur mĂŒssen wir eine Kugel möglichst mittig ĂŒber einen Balken halten und im richtigen Moment die Absprungtaste drĂŒcken. Anschließend muss man sofort in die V-Stellung ĂŒbergehen und sich möglichst mittig halten, falls man nicht unbedingt frĂŒhzeitig runterkommen will.

Kurz vor der Landung muss man in die Parallel-Stellung zurĂŒckgehen und mit der Absprungtaste wieder Landen. Im Idealfall sollte man fĂŒr Extrapunkte einen Telemark landen. WĂ€hrend man in den Hang gleitet, sollte man weiterhin den Balken mittig halten, da man sonst nachtrĂ€glich stĂŒrzt, was AbzĂŒge bei den Punktrichtern zur Folge hat.

Jedes Springen besteht aus 3 SprĂŒngen: Der Qualifikation und den beiden HauptdurchgĂ€ngen. Qualifiziert sind die ersten 50 und weiter in den 2. Durchgang kommt man nur unter den ersten 30. Die Quali startet WetterunabhĂ€ngig von Luke 1, der 1. Durchgang aus Luke 2 und der 2. Durchgang aus Luke 3. Hierdurch geht leider etwas Realismus verloren.

Im Weltcup ist man ab dem 2. Wettbewerb automatisch gesetzt, wenn man sich unter den Top 15 der Rangliste befindet.

Jeder Wettbewerb wird mehr oder weniger passend kommentiert. Als Co-Kommentator agiert ein französischer Skispringer, welcher verletzungsbedingt ausfallen muss und dies natĂŒrlich in jedem Springen von sich geben muss. Die SprĂŒche des Kommentatorenduos wirken aber trotzalledem oft völlig unpassend, besonders, wenn man im Weltcup mit einem großen Vorsprung fĂŒhrt und etwas schwĂ€chere SprĂŒnge zeigt.  Ebenfalls störend sind die krampfhaft auf witzig getrimmten SprĂŒche des Hauptkommentators, welcher den ein oder anderen Flachwitz abgibt („Das Sie so humorlos sind, das konnte ich wirklich nicht Ahonnen!“).

Nichtsdestotrotz wird dadurch eine Art TV-AtmosphĂ€re geschaffen, besonders dadurch, dass man den anderen Springern bei ihren SprĂŒngen zuschauen kann.

Die Schanzen sind gut detailliert und haben Wiedererkennungswert. Das Publikum hat fĂŒr jeden Springer Banner dabei, um sie anzufeuern. Feuerwerk ist ebenfalls mit dabei und vorbeifliegende Hubschrauber und Flugzeuge.

Etwas störend ist aber die Klonarmee der Zuschauer, welche man besonders bei den Siegerehrungen sieht: 4-5 gleiche Zuschauer werden mehrmals im Publikum platziert. Das soll zwar AtmosphÀre schaffen, tut es aber eher weniger.

Fazit

RTLs letzter Ausflug in den Skisprungsport ist gelungen, auch wenn kleinere Dinge, wie das Kommentatorenteam und die Klonzuschauer die AtmosphĂ€re drĂŒcken. FĂŒr Sportfans ist der Titel trotzalledem empfehlenswert, da man ihn im Winter immer wieder auspacken kann. Man sollte sich aber darauf einstellen, dass man nach 4-5 Saisons immer mit großen Vorsprung alles gewinnt, wenn man alles richtig macht. Fans von realistischeren Sportspielen sollten aber eher zu Deluxe Ski Jump 3 oder 4 greifen.

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Bewertung: 5.0/5 (1)