RĂŒckblick: Age of Empires (PC)

Age of Empire sollte der Beginn einer Reihe von Strategiespielen werden, welche auf jeder Festplatte sein zuhause finden wird. SpĂ€testens nach dem zweiten Teil ist der Spieletitel in aller Munde und weit verbreitet. NatĂŒrlich darf auch der erste Teil nicht auf unserem Blog fehlen, mit dem alles angefangen hat. Age of Empire spielt in der … weiter

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RĂŒckblick: Age of Empires (PC)

Dominik am 12.August 2011 um 16:08:53

Age of Empire sollte der Beginn einer Reihe von Strategiespielen werden, welche auf jeder Festplatte sein zuhause finden wird. SpĂ€testens nach dem zweiten Teil ist der Spieletitel in aller Munde und weit verbreitet. NatĂŒrlich darf auch der erste Teil nicht auf unserem Blog fehlen, mit dem alles angefangen hat. Age of Empire spielt in der alten Antike und behandelt den Zeitraum ab Beginn der punischen Kriege bis zum Aufstieg Julius CĂ€sars. Die Spielbaren Völker sind die Karthager, Römer, Griechen, Perser, Ägypter, Babyloner, Sunniten und Japaner ( Yamato ). Die Kampagne beschĂ€ftigt sich hauptsĂ€chlich mit dem Untergang Karhagos sowie der Römischen Expansion in Europa. Insgesamt ist das Spiel von der Steinzeit bis zur Eisenzeit spielbar.

Wir beginnen also als einfache Nomaden errichten ein kleines Dorf dessen Zentrum uns die Ausbildung von Bauern ermöglicht. Um die auf die Spielwelt loszulassen benötigt man aber Nahrung. Also Speer in die Hand und auf zur nĂ€chsten Gazelle. Vegetarier können natĂŒrlich auch den nĂ€chstgelegenen Busch mit Beeren verwenden. ZusĂ€tzlich sollten wir noch einen bescheidenen Hafen, bestehend aus SandbĂ€nken, errichten. Auf hoher See gibt es in unserer Zeit unbegrenzte FischschwĂ€rme. Steht erstmal die Lebensmittelversorgung kann es auch gleich weitergehen ins nĂ€chste Zeitalter. Nach und nach bauen wir eine blĂŒhende Metropole auf. Aus einfachen StrohhĂŒtten werden HĂ€user aus Stein. Farmen , die Ă€hnliche Funktionen haben wie die Getreidefelder aus Age of Empire 2, ersetzen unser frĂŒheres JagdbedĂŒrfniss. Unsere Keulenkrieger entwickeln sich zu schlagkrĂ€ftigen Soldaten in BronzerĂŒstungen. Die Stadt blĂŒht auf, doch dann schlagen Schwere Steine in unsere GebĂ€ude ein. Der Krieg macht auch vor uns nicht halt. Aber wir haben vorgesorgt, denn unsere hochentwickelten Mauern und WachtĂŒrme hat das feindliche Heer, dessen Volk noch in simpler Jungsteinzeit ist,  nichts entgegenzusetzen.

So ungefĂ€hr spielt sich Age of Empire. Und das macht Lust auf mehr! 17 GebĂ€ude einschließlich eines Weltwunders stehen uns im Laufe des Fortschritts zur VerfĂŒgung. Über das Regierungsfundament verbessern wir unsere Truppen, Der Marktplatz dient zur Erforschung verbessertem Handwerks fĂŒr die Wirtschaft ( ĂŒber den Markt kann nicht wie im Nachfolger gehandelt werden). Und der Tempel unserer Götter bildet Priester, die unsere KĂ€mpfer heilen und feindliche Einheiten und sogar GebĂ€ude konvertieren können. Handel zwischen VerbĂŒndeten findet ausschließlich ĂŒber den Seeweg statt. Damit wir aber auch dort gut beschĂŒtzt unseren GeschĂ€ften nachgehen können, verbessern wir erstmal unsere Galeeren zu Tirimen. Forschung und Weiterentwicklung sind ein wichtiger Modifikator. Denn ohne sind wir schnell unseren Kontrahenten unterlegen, und was kann schon ein Steinschleuderer gegen eine Phalanx ausrichten?

Jedes der im Bericht erwĂ€hnten Völker greift im Kriegsfall auf historische Waffen zurĂŒck. Wie etwa die Karthager und Ägypter auf berittene Elefanten und Kamelreiter. Die Griechen kontern die Kavallerie mit ihren langen Phalanxeinheiten. Die Römer ziehen mit Eisenschwertern in den Krieg. Leider ganz im gegensatz zum Nachfolger sind das die einzigsten unterschiede zwischen den Heeren. Denn die meisten Einheiten stehen allen Völkern offen. Besonders schwach das Volk der Yamato. BronzeschwertkĂ€mpfer anstatt Samurai Krieger? Die GebĂ€ude der Japaner sind Volksspezifisch, ihre Armee dagegen nicht. Zum GlĂŒck fĂ€llt diese historische Unkorrektheit nur bei den Yamatos auf alle anderen scheinen da schon glaubwĂŒrdiger rĂŒberzukommen.

Grafik und Sound. Viele Instrumentale Midi`s schmĂŒcken den Hintergrund des Spiels. Meistens aber eher unpassend, da manche MusikstĂŒcke keinen Faden zum behandelten Spielinhalt aufweisen. Die Sound und Animationskulisse ist da schon eher passend umgesetzt. Age of Empire 2 Veteranen werden gemeinsamkeiten finden. Die Grafik besteht aus einer unbekannten 2D Engine die Vergleichsweise der vom zweiten Teil entspricht. Auch das Interface Ă€hnelt dem des Nachfolgers. Leider ist die Auflösung bei 1024×786 begrentzt. Das Spiel lĂ€sst sich aber trotzdem auf Widescreen Monitoren problemlos in vollem Bildschirm spielen. Ein so altes Spiel hat natĂŒrlich auch seine Macken. Bei ÜbergĂ€ngen der Hintergundmusik kommt es gelegentlich zu Rucklern und auch die Wellen im Wasser werden nicht SingemĂ€ĂŸ dargestellt. Anstatt dieser werden nur bunte PixelblĂŒten angezeigt. Im Fazit kann ich jeden AOE2 Spieler empfehlen mal den ersten Teil auszuprobieren, auch wenn er bei weitem nicht den Umfang wie der Nachfolger bieten kann.

Das gefÀllt uns Das gefÀllt uns nicht
+ guter Kompromiss aus Wirtschafts- und Kriegsstrategie – sehr sehr angestaubte Grafik
+ Schwierigkeitsgrad reicht von sehr einfach
bis sehr anspruchsvoll
– eher wenig Einheiten, GebĂ€ude und Ressourcen
+ Storymodus
+ schöne Multiplayerschlachten
+ Editor zum Bauen von eigenen Karten
+ Mitunter Vater aller modernen Echtzeit-Strategiespiele

Age of Empires macht Nostalgikern heute noch durchaus Spaß, gerade im Mehrspielermodus. Alle anderen sollten sich lieber direkt den dritten, hervorragenden Teil anschauen.

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Bewertung: 5.0/5 (4)