Assassin’s Creed – Brotherhood: Test, Review

Im dritten Teil der erfolgreichen Assassinen-Saga stĂŒrzt ihr euch mal wieder mit Ezio in den Kampf gegen die Borgia und mĂŒsst nebenbei auch noch als Desmond vor den Templern flĂŒchten. ErfĂŒllt das neue Assassinen Abenteuer die erhofften Erwartungen, wurde der Multiplayer-Modus interessant integriert, wird die Geschichte vom Meister-Assassinen Ezio spannend weitererzĂ€hlt und bleibt dem Stil … weiter

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Assassin’s Creed – Brotherhood: Test, Review

Dominik am 4.MĂ€rz 2013 um 10:03:16

Im dritten Teil der erfolgreichen Assassinen-Saga stĂŒrzt ihr euch mal wieder mit Ezio in den Kampf gegen die Borgia und mĂŒsst nebenbei auch noch als Desmond vor den Templern flĂŒchten. ErfĂŒllt das neue Assassinen Abenteuer die erhofften Erwartungen, wurde der Multiplayer-Modus interessant integriert, wird die Geschichte vom Meister-Assassinen Ezio spannend weitererzĂ€hlt und bleibt dem Stil von Assassins Creed treu? Viele solcher Fragen kommen auf. Um darauf eine passende Antwort zu geben, sollte man erst einmal genauer ins Detail gehen.

Als Besitzer der vorherigen Teile findet man sich schnell wieder in das Spiel ein. Es knĂŒpft direkt an das Ende vom zweiten Teil an, ist dadurch allerdings auch fĂŒr Neulinge erst einmal etwas verwirrend und benötigt eine Eingewöhnungsphase. Nachdem der Anfang mit zugehörigen Anleitungen und Wiedersehen der Familie ĂŒberstanden ist, wird man direkt in das Spielgeschehen geworfen. Anfangs noch angenehm ĂŒberrascht von seiner Frau, wacht man als Ezio am Morgen auf und muss feststellen, dass die Borgia mit einem gewaltigen Aufmarsch die Stadt angreifen. Zusammen mit seinem Onkel Mario versucht Ezio die Stadt zu verteidigen, bis alle Einwohner geflohen sind. Als dabei euer Onkel vom Borgia-AnfĂŒhrer getötet wird, reist Ezio nach Rom um die Borgia zu stĂŒrzen und sich zu rĂ€chen. â€žDie Borgia: Eine mĂ€chtige Gemeinschaft, angefĂŒhrt von der Borgia Familie die ĂŒber Rom herrscht“

Neben dieser Hauptmission stehen euch einige Nebenmissionen, SchĂ€tze und Auftragsattentate, sowie der Wiederaufbau Roms zur VerfĂŒgung. Im Vergleich zu seinen VorgĂ€ngern, seid ihr in Assassins Creed Brotherhood nicht mehr auf euch allein gestellt, sondern mĂŒsst im Verlauf der Missionen Assassinen-Rekruten ausbilden. DafĂŒr stehen in ganz Rom Taubenposten verteilt, ĂŒber die ihr eure Rekruten auf Missionen schickt und ausbildet. Bis sie schließlich ebenfalls zu Meister-Assassinen aufsteigen. Damit stehen euch im Vergleich zu den ersten zwei Teilen neue Möglichkeiten zur VerfĂŒgung, so könnt ihr beispielsweise mit sechs verfĂŒgbaren Rekruten einen Pfeilhagel auf eure Feinde anfordern oder einzelne Rekruten rufen, um euch im Kampf zu unterstĂŒtzen. Allerdings habt ihr durch den Angriff der Borgia alles verloren und mĂŒsst euch in Rom hocharbeiten. Dabei kann man vielseitig vorgehen. In erster Linie muss man den Einfluss der Borgia in der Stadt senken und kann dadurch die besetzten GebĂ€ude kaufen, die dann wiederrum euer verdientes Geld (alle 20 Minuten) steigern. Neben alltĂ€glichen GebĂ€uden wie Schneidereien, Schmieden etc. sind auch bekannte Bauwerke wie das Kolosseum kĂ€uflich. Dabei darf man sein eigentliches Ziel nicht vergessen – VerbĂŒndete fĂŒr sich gewinnen. Söldner, Kurtisanen und die Diebesgilde gilt es dabei fĂŒr euren Kampf zu ĂŒberzeugen und eine anfĂ€ngliche Hilfe zu bieten. Diese liefern euch im Gegenzug wichtige Informationen und sind in den Straßen Roms anzuheuern. Falls man sich eine Pause vom Assassinen-GetĂŒmmel gönnen will, kann man jederzeit den Animus verlassen und als Desmond die Gegenwart erkunden, sich mit den anderen „Teammitgliedern“ unterhalten oder Emails ĂŒber die aktuelle Lage in der Gegenwart lesen. â€žAnimus: Ein Stuhl, der ausgestattet ist mit allerlei Technik und somit eine Reise in die Vergangenheit ermöglicht)“ Wem das alles zu langweilig ist, kann auch den Singleplayer Modus komplett auslassen und sich direkt in den Multiplayer stĂŒrzen. Die Maps sind von 17 verschiedenen Charaktermodellen bevölkert. Jeder menschliche Spieler schlĂŒpft in die Haut eines dieser Charaktere. Nun bekommt jeder einen Spieler zugewiesen, den es zu eliminieren gilt. Man ist also gleichzeitig JĂ€ger und Gejagter. Dabei gewinnt nicht zwangslĂ€ufig der Spieler mit den meisten Kills. Wer sich verhĂ€lt wie ein echter Assassine, unauffĂ€llig und hinterhĂ€ltig, der bekommt mehr Punkte fĂŒr seine Aktionen, als jemand, der blindwĂŒtig auf sein Ziel zustĂŒrmt. Neben dem Jeder-fĂŒr-sich-Modus gibt es auch noch einen Teammodus, in dem ihr als Gruppe oder in Zweierteams gegeneinander antretet.

Sound & Grafik: Ebenso wie die VorgĂ€nger passt die Stimmungsvolle Musik, allerdings kann es bei leistungsschwĂ€cheren Computern zu Synchronfehlern bei Charakteren kommen, so das teilweise Spannung etwas schlecht rĂŒber kommt. Die Grafik fĂŒgt sich gut ein, hat sich aber auch nicht sonderlich verĂ€ndert, nur fĂŒr KĂ€ufer mit Leistungsstarken Computern im Detail zu entdecken, schönere Licht Animationen, realistische Schatten und saubere KantenglĂ€ttung

Steuerung & Gameplay: Nachdem der erste Teil ziemlich einseitig aufgebaut war und sinnvolle NebentĂ€tigkeiten fehlten, wurde schon im zweiten Teil einiges verbessert und im dritten nun durch die Ausbildung von Gefolgsleuten optimiert. Dennoch kommt es auf der PC-Version öfter mal zu Steuerungsschwierigkeiten, so das man Ezio leicht von hohen HĂ€usern Richtung Erdboden steuert anstatt auf das nĂ€chstgelegene Haus. Ansonsten lĂ€uft es flĂŒssig und die einseitigen Konter-KĂ€mpfe von den VorgĂ€ngern wurden beseitigt, indem man nur noch einen Konterangriff erfolgreich ausfĂŒhrt, nachdem man im richtigen Moment zuschlĂ€gt.

Fazit:

Assassins Creed spiegelt erfolgreich den typischen Stil der Assassinen-„Saga“ wieder, schließt damit allerdings auch eine etwas wirre Geschichte ein, die wieder einmal den Spieler mit einem Fragezeichen ĂŒber dem Kopf zurĂŒck lĂ€sst. FĂŒr Perfektionisten ist es eher eine EnttĂ€uschung. Es stehen zwar viele Möglichkeiten zur VerfĂŒgung, die allerdings mit zunehmender Zeit eher mit QuantitĂ€t statt QualitĂ€t glĂ€nzen. Zusammengefasst ist Assassins Creed Brotherhood ein Meisterwerk aus Ideen und Vielseitigkeit, bei dem es allerdings teilweise an vollendeten AnsĂ€tzen und einer guten Umsetzung der Umgebung von Desmond mangelt.

7,5 /10

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Bewertung: 5.0/5 (4)