Call of Duty 2: Testbericht, Review

Und wieder versetzt uns Infinity Ward in den zweiten Weltkrieg. Mit Call of Duty 2 flackert wieder der Monitor und erneut zieht man mit den Sowjets und den Allierten gegen das dritte Reich. Gleiches setting wie schon beim ersten Teil heißt aber nicht unbedingt gleiches Spielprinzip. Es hatte sich einiges verĂ€ndert seit dem DebĂŒt des … weiter

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Call of Duty 2: Testbericht, Review

Dominik am 20.Dezember 2011 um 19:12:00

Und wieder versetzt uns Infinity Ward in den zweiten Weltkrieg. Mit Call of Duty 2 flackert wieder der Monitor und erneut zieht man mit den Sowjets und den Allierten gegen das dritte Reich. Gleiches setting wie schon beim ersten Teil heißt aber nicht unbedingt gleiches Spielprinzip. Es hatte sich einiges verĂ€ndert seit dem DebĂŒt des VorgĂ€ngers. Neben neuer DirectX 9 GrafikoberflĂ€che wurden viele neue Waffen und Features eingefĂŒhrt. Der Mehrspieler modus wird nach wie vor von vielen aktiv genutzt, und das bei einer Serie wo fast ( mittlerweile ) jĂ€hrlich neue Nachfolger erscheinen. Viele Fans sehen in Call of Duty 2 den letzten richtigen Teil der Reihe. Wir haben uns das Spiel nochmals angeschaut und möchten diesen Mythos nĂ€her erlĂ€utern.

Es ist Winter 1941 als private Vasili Koslov eingezogen wird. Durch den rasanten Vormarsch der Deutschen durch deren Blitzkriegtaktik steht die Wehrmacht kurz vor Moskau. Die rote Armee ist verstreut und zerrieben, so bleibt es nur den jungen ĂŒbrig gebliebenen Rekruten ĂŒberlassen ihre Hauptstadt zu verteidigen. Der Versuch glĂŒckt und Koslov wird nach Stalingrad versetzt. Zur gleichen Zeit tobt in Nordafrika der Krieg zwischen dem britischen Commonwealth und dem deutschen Afrika Korp. Hier muss sich Sergeant Davis unter dem Kommando von Captain Price den Invasoren des WĂŒstenfuchs stellen. Die Schlacht um El Alamein und der Vorstoß der 7. Panzerkompanie auf Tunesien bildet den Höhepunkt dieses Kapitels. Die Deutschen sind zwar in Afrika geschlagen aber noch lange nicht vernichtet. Dieses Unternehmen muss das zweite Ranger Bataillon um Corporal Bill Taylor einleiten. Die Amerikaner landen am D-Day an den französischen Klippen von pointe du Hoc. Auf dem Boden der Normandie angekommen wechseln in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden strategisch wichtige Positionen den Besitzer. Und fast gelingt es der Wehrmacht die zukĂŒnftigen Befreiher Europas wieder in den Ärmelkanal zurĂŒck zu schicken.

Call of Duty 2 ist spielerisch fast wie sein VorgĂ€nger, mit einigen unterschiedlichen Neuheiten. Eine davon ist die Rauchgranate. Schon sehr frĂŒh wĂ€hrend dem Tutorial lernt der Spieler diese geschickt einzusetzen, um MG42 Stellungen und Panzern die Sicht zu vernebeln und somit ohne SchĂ€den vorrĂŒcken zu können. Das ganze funktioniert wunderbar nur kann nach dem durchqueren der Rauchschwade auch eine böse Überraschung auf uns warten. Denn wir sehen nicht wie sich die feindliche KI hinter den Rauch verhĂ€lt. Und wenn wir schon bei der KI sind gibt es auch dort einige kleine Ă€nderungen. Denn die Soldaten gehen taktischer vor und nutzen hĂ€ufiger Deckungsmöglichkeiten. Ist man im direkten Feindkontakt stĂŒrmen die Krauts auch im Nahkampf auf den Spieler zu. Hier sollte man sehr schnell handeln, denn nach drei Kolbenhieben kann das Spiel sehr schnell vorbei sein. Vom ersten Teil nicht ĂŒbernommen ist das freie Speichern. Stattdessen werden automatisch Speicherpunkte gemacht. Die sind dafĂŒr sehr gut gesetzt, sodass man nie das ganze Level von vorne beginnen muss. Auch BenzinfĂ€sser sind in Call of Duty 2 neu zu entdecken. Besonders dazu geeignet um feindliche Mörserstellungen in Brand zu setzen. Negativ dagegen ist der Waffenwechsel, welcher nicht mehr durch das Mausrad betĂ€tigt werden kann.

Ein Call of Duty aus dem Jahr 2005 setzt in der Grafik selbstverstĂ€ndlich DirectX 9 voraus. FĂŒr damals schwĂ€chere Computer gab es auch die Möglichkeit auf DirectX 7 umzustellen.Die Vorteile von Polygon-Meshes und verbesserten AblĂ€ufen bei Animationen kamen auch im Spiel zum Einsatz. Die Gesichter der KI Darsteller waren um ein vielfaches detailreicher als beim ersten Teil. Der neue volumetrische Rauch ĂŒberbot zur damaligen Zeit alles dagewesene. Auch Bump Mapping und Vertex Shader wurden verstĂ€rkt eingesetzt. Der gewaltige Grafiksprung war beim Wasser leider nicht festzustellen. Die Wellen und die sonstige Darstellung wurden unbearbeitet aus COD 1 ĂŒbernommen. Zusammengefasst kann man sagen das der zweite Teil eine grafische Aufarbeitung des VorgĂ€ngers war.

Und Wieder besteht die Kampagne aus einer nicht zusammenhĂ€ngenden Geschichte. Diesmal hat man den Ablauf umgekehrt. Man startet als russischer Rekrut absolviert die KĂ€mpfe um Stalingrad und wechselt dann nach Nordafrika zu den Briten. Die Missionen des Commonwealth stellen den lĂ€ngsten Teil des Einzelspielers da. In Lybien, Ägypten und Tunesien verbringt man den grĂ¶ĂŸten Teil des Spielinhaltes. Den Abschluss macht man als amerikanischer Ranger in Frankreich und Deutschland. Die gesamte Kampagne bietet sehr viel Unterhaltung. Man befindet sich stets im Mittelpunkt sĂ€mtlicher Gefechte und muss Aufgaben wie zB. das Ausschalten feindlicher Mörserteams mit einem ScharfschĂŒtzengewehr, mit einer Flak88 deutsche Stukas vom Himmel holen, Ortschaften einnehmen und vor Gegenangriffen sichern usw. ausfĂŒhren. Die KI Kameraden und feindlichen Truppen geben zur Situation passend Kommentare ab. So warnt ein VerbĂŒndeter wenn die Gegener versuchen uns von der Seite anzugreifen. Was in Medal of Honor bereits Standart war fand auch in Call of Duty 2 seinen Weg in das Szenario. Es gab endlich synchronisierte Zwischensequenzen, die aus Dokumentaraufnahmen bestanden. Teilweise wurden auch Einzelbilder zur jeweiligen Mission passend in den LevelĂŒbergĂ€ngen eingeblendet. Bei soviel beeindruckenden Darstellungen im Spiel hat mich besonders das Ende ĂŒberrascht. Denn ganz so spektakulĂ€r wie man es sich vorgestellt hatte verlĂ€uft dieses doch nicht.

Sonstiges:

Der in den britischen Missionen auftauchende Captain Price hat das selbe Erscheinungsbild wie der gleichnamige Hauptprotagonist aus Modern Warfare. Außerdem wurde fĂŒr diese Figur derselbe Synchronsprecher verwendet. Einer der russischen KI Begleiter heißt private Makarov. Diesen Name trĂ€gt der Hauptfeind aus den neuen Modern Warfare teilen.

Mein Fazit:

Im Vergleich zum ersten Teil wurde außer der Grafik nicht viel verĂ€ndert. Die neuen Rauchgranaten und BenzinfĂ€sser sorgten zwar fĂŒr etwas mehr Abwechslung, aber unterm Strich blieb das Gameplay mit Ausnahme von noch mehr Gegnerwellen realtiv gleich. Der neue Schauplatz in Nordafrika und dessen Missionen haben mir in der Kampagne am besten gefallen. Der ganze Einzelspieler wird dermaßen spektakulĂ€r in Szene gesetzt das man den Schlussteil gar nicht bemerkt. Technisch war das Spiel damals einer der Hingucker schlechthin und ich finde das die Grafik auch fĂŒr heutige VerhĂ€ltnisse noch recht gut ausschaut. Der Multiplayer wird noch gut besucht und es gibt einige Mods die den Spielspass dort mehr oder weniger ankurbeln. Ob es nun das beste Call of Duty ist darĂŒber lĂ€sst sich mit Sicherheit streiten

 

spektakulÀre Effekte nur 2 Waffen können getragen werden
neue möglichkeiten durch Rauchgranaten Waffenwechsel nicht mehr durch Mausrad möglich
Granatenwarnung unfertig wirkendes Ende
neue Waffen zB. Gewehr 43, PPs42, SVT40 Gewehr
DirectX 9 Grafik
neues Zielsystem bei ScharfschĂŒtzengewehren
gute Zwischensequenzen
sehr gute Musik, Sounds und Synchronsprecher

8 / 10

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Bewertung: 4.2/5 (12)