Gun (PC): Test, Review

In der Wildnis rund um die Rocky Mountains w√§chst der junge Colton White unter seinem Ziehvater, dem Trapper Ned, zu einem Wildj√§ger heran. Als die beiden in ihrem Revier an Bord¬† eines Dampfschiffs gehen um ihre letzte Beute zu verkaufen √§ndert sich sein Leben schlagartig. Psychopathische abtr√ľnnige Soldaten √ľberfallen den Dampfer und ermorden die gesamte … weiter

» Colton White

Gun (PC): Test, Review

Dominik am 21.März 2012 um 18:03:45

In der Wildnis rund um die Rocky Mountains w√§chst der junge Colton White unter seinem Ziehvater, dem Trapper Ned, zu einem Wildj√§ger heran. Als die beiden in ihrem Revier an Bord¬† eines Dampfschiffs gehen um ihre letzte Beute zu verkaufen √§ndert sich sein Leben schlagartig. Psychopathische abtr√ľnnige Soldaten √ľberfallen den Dampfer und ermorden die gesamte Besatzung. Um Colton zu retten opfert sich sein Pflegevater und wei√üt ihn an nach Dodge City zu reisen um dort Kontakt mit seiner alten Bekanntschaft, der Dirne Jenny, aufzunehmen. Im Alhambra einem Freudenhaus der Stadt kann Colt das M√§dchen aus der Gewalt betrunkener Banditen befreien und gemeinsam suchen sie nach Antworten auf Neds M√∂rder. Doch Dodge City befindet sich im Notstand, da wilde Indianer den Zugang zur Au√üenwelt abgeschottet haben. Um die Blockade zu durchbrechen und den Hintergrund des √úberfalls aufzukl√§ren mutiert Colton zum Revolverheld und l√§sst die Kugeln sprechen.


Gun besteht aus einer gro√üen fast frei Erkundbahren offenen Welt, die zwischen der Staatsgrenze von Kansas zu Mexiko angesiedelt ist. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Regionen voneinander. Vom trockenen Canyon √ľber weitl√§ufige Pr√§rien bis zu dichten W√§ldern ist alles vertreten. Durch Eisenbahnstrecken werden die beiden St√§dte Dodge und Empire City verbunden. Um schnelleres Reisen zu erm√∂glichen d√ľrfen in diesem Wild West Spiel selbstverst√§ndlich keine Pferde fehlen. Die sind auch vorhanden und k√∂nnen vom Spieler benutzt werden. Durch Hufschl√§ge k√∂nnen die Pferde zum sprinten angespornt werden, weshalb auch ein flottes Tempo erreicht werden kann. Jedoch sollte man dabei den Ausdauerbalken seines Reittieres nicht au√üer Acht lassen. Denn zu viele Schl√§ge k√∂nnen das Pferd sch√§digen und im Extremfall zum Tod f√ľhren. Und ohne ein passendes Reitgef√§hrt steht man schnell auf dem Punkt. Neben der eigentlichen Story gibt es noch viele Nebenaufgaben abzuschlie√üen. Man kann auch ohne diesen Nebenjobs das Spiel abschlie√üen muss somit aber einige Abz√ľge bei Schussfertigkeiten und Waffenverbesserungen in Kauf nehmen. Denn das Erledigen von Rancharbeiten, Deputy Aufgaben oder Pony Express Botschaften wird mit Dollars belohnt. Und ohne Geld kommt man bei den Ladenbesitzern, die diese Verbesserungen anbieten, nicht weit. Ein weiterer Vorteil w√§re die mit Geld zu erwerbende Spitzhacke. Mit der ist n√§mlich das Gold sch√ľrfen, dessen Vorkommen auf der ganzen Welt verteilt sind,¬† m√∂glich.

Den ganzen Ganoven, Indianern und korrupten Gesetzesh√ľtern die Stirn zu bieten ist nicht leicht. Deshalb greifen wir auf viele Waffen zur√ľck die in sieben Hauptkategorien untergeordnet sind. Dazu geh√∂ren neben klassischer Pistolen und Gewehren auch Scharfsch√ľtzengewehre, B√∂gen und Wurfwaffen. Im Verlauf des Spiels bekommt man immer besser werdende Versionen dieser Waffen um den Feind auch weiterhin gleichberechtigt entgegenzutreten. Als interessante Abwechslung bietet der Revolver als einzige Schusswaffe den Schnellziehen Modus. Sobald dieser gestartet wurde werden das Geschick und die Reflexe des Spielers erh√∂ht, was einen Zeitlupen√§hnlichen Zustand erlaubt. Durch die Schnellziehen Anzeige ist aber auch dieser Modus begrenzt. Das Bezwingen von Feinden durch genauere Treffer oder durch Entwaffnen kann die Zeit verl√§ngern. Munition kann neben gefallenen Gegnern auch an Versorgungsk√§sten aufgeladen werden. Die meisten befinden sich in den beiden St√§dten oder auch auf der Ranch, der Rest ist in der Welt verteilt.

Technisch punktet Gun vor allem wegen der sehr dichten Atmosph√§re durch sch√∂ne Hintergrundmusikst√ľcke, von denen auch einige der amerikanischen Country Szene angeh√∂ren. Dazu gesellt sich eine liebevoll gestaltete Welt die wunderbar den Wilden Westen widerspiegelt. Die Animationen von Tieren und Menschen beiderseits ist sehr gut gemacht worden. Die Reitbewegungen wirken realistisch und auch das sonstige Verhalten von Pferden, B√ľffeln und K√§lbern bringt einen gro√üen Grad an Realismus auf den Monitor her√ľber. Texturen sehen vor allem bei Charaktermodellen sehr detailtreu aus. Auch der Einsatz von Effekten und Partikeln fiel nicht unter dem Sparhammer und sieht dementsprechend gut aus. Die Sichtweite konnte man in den Grafikeinstellungen zwar erh√∂hen aber es dauerte meistens sehr lange bis sich manche Regionen in Bilder aufgebaut hatten. Dieser Prozess f√ľhrte teilweise zum Absturz des Spieles wenn man beritten in diesem Bug war. F√ľr ein Spiel aus dem Jahr 2005 sah das Wasser nicht aktuell auf damaligen technischen Stand aus. Es fehlten Spiegelungen und realistische Str√∂mungen. Im Gegensatz dazu sind aber die Wasserf√§lle sehr gut gebaut worden.

Mein Fazit:
Gun war mein erstes Computerspiel welches im Wilden Westen angesiedelt war. Mich hatte die dichte Story und die dazu passende Atmosph√§re sehr mitgenommen. Das Kundschaften der Welt bot mir au√üerdem genug Motivation um die vielen Nebenaufgaben zu bew√§ltigen. Ich finde das diese unbedingt gemacht werden sollten, da nur f√ľr sich genommen die Hauptgeschichte nicht lang genug ausf√§llt um alle Ecken in der Welt gesehen zu haben. Die vielen Ballereien haben dank dem Schnellziehen viel Spa√ü gemacht und der Zeitbeschr√§nkte Lieferservice als Pony Express war eine nette Abwechslung zwischendurch. Klare Empfehlung zum Spielen!

offene Spielwelt Bug beim laden neuer Bereiche
sehr dichte Atmosphäre Missionen wiederholen sich häufig
interessante Charaktere
Nebenjobs
Reiten macht Spaß
viele unterschiedliche Waffen
spannendes Szenario
viele Verbesserungsmöglichkeiten

 

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