Thief – Deadly Shadows: Test, Review

Ich m√∂chte in diesem Artikel meine Gedanken und meine Wertung √ľber das in 2004 erschiene Thief: Deadly Shadows. Entwickelt von Ion Storm Austin, bekannt f√ľr die ersten beiden Deus Ex Titeln und Daikatana. Bei Deadly Shadows handelt es sich um den dritten Titel in der Thief Reihe, welche dieses Spiel zum Ende gef√ľhrt hatte, bis … weiter

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Thief – Deadly Shadows: Test, Review

User am 1.Juni 2014 um 21:06:21

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Ich m√∂chte in diesem Artikel meine Gedanken und meine Wertung √ľber das in 2004 erschiene Thief: Deadly Shadows. Entwickelt von Ion Storm Austin, bekannt f√ľr die ersten beiden Deus Ex Titeln und Daikatana. Bei Deadly Shadows handelt es sich um den dritten Titel in der Thief Reihe, welche dieses Spiel zum Ende gef√ľhrt hatte, bis die Reihe in 2014 rebootet wurde.

Die Thief Reihe war schon immer als Urvater des Stealthgenres bekannt und auch der dritte Teil macht hier keine Ausnahme, ein angriffslustiger oder aggressiver Pfad ist meistens die L√∂sung und eine der obersten Pflicht lautet nicht t√∂ten, obwohl dies als Option enthalten ist. Meistens bricht man in H√§user oder gr√∂√üere Anlagen ein, muss ein Hauptziel erf√ľllen und stiehlt dabei so viel wie m√∂glich, um das Geld den Armen (also sich selbst) zuflie√üen zu lassen.

Verpackung

Thief: Deadly Shadows kommt in der standardisierten DVD-H√ľlle, in der sich heute jedes Spiel befindet. Die Xbox Version des Spieles wurde auch in dieser geliefert, nur mit anderer Farbgebung. Auch existiert eine Premier Collection Version des Spieles, die aber nicht gro√üe Unterschiede in der Verpackung aufwies. Eine Version in einer der kleinen CD-H√ľllen wurde dann, haupts√§chlich zum Gebrauch in der W√ľhlkiste, herausgegeben.

Vor k√ľrzerer Zeit erschien noch eine Squareenix Enix Masterpieces Version, f√ľr 10 Euro und eine Sammlung mit der gesamten originalen Thief Trilogie, die auch wiederum in einer DVD-H√ľlle erschienen. Das Handbuch befindet sich hierbei auf den DVDs.

Grafik und Atmosphäre

Das Spiel benutzt eine stark modifizierte Unreal 2 Engine und es sieht auch heute gut aus. Nat√ľrlich erkennt man auch heute die wenig aufgel√∂sten Texturen und manchmal etwas seltsamen Effekte wie Feuer, aber was Thief 3 nicht mit Grundgrafik schafft, retuschiert es mit Atmosph√§re und Hintergrundmusik, die sich so gut in die Welt einblendet, das man sie √∂fters nicht bemerkt. Laternen fackeln, das Weinen von Kindern ist in einem verlassen Waisenhaus zu h√∂ren, Licht f√§llt durch tr√ľbe Fensterscheiben, Fackeln brennen, man belauscht das Gespr√§ch zwischen zwei Wachen. Das und zusammen mit den Echtzeitschatten wird Thief 3 zu einem wahren atmosph√§rischen Meisterst√ľck. Allerdings bringt der Umstieg von der DarkEngine, die in den letzten 2 Teilen verwendet wurde, auf die Unreal 2 Engine auch Nachteile: Level sind grunds√§tzlich in mehrere Teile unterteilt und mit Ladezeiten verbunden, auch kann Garret aufgrund der Limitationen der Unreal 2 Engine nicht mehr schwimmen.

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Ich m√∂chte noch ein paar Worte zu den Ladebildschirmen finden. Grunds√§tzlich sind die Ladezeiten ca. 40-50 Sekunden lang, auf einem PC schwankt das aufgrund der Leistung des Computers, aber auf meinem, wohl gemerkt schlechten, Laptop dauerten die Ladezeiten ungef√§hr 10 Sekunden, was nicht sonderlich lang ist. Auch werden die Ladebildschirme meiner Meinung nach gut ausgen√ľtzt. Oft wird in den Ladezeiten kleine Ausschnitte aus verschiedenen Gedichten und Texten pr√§sentiert, meistens sind diese sogar recht brutal oder unheimlich gestaltet und kriechen auch manchmal unter die Haut.

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Steuerung

Thief: Deadly Shadows steuert sich √§hnlich wie ein normaler Ego-Shooter, WASD zum Bewegen, Maus zur Steuerung der Kamera. Man hat die Wahl zwischen der Egosicht und Third-Person-Perspektive, das Spiel sollte aber haupts√§chlich in der Ego-Perspektive gespielt werden, f√ľr Anf√§nger ist die Third-Person-Sicht empfehlenswert, da man hier mehr Kontrolle und Sicht √ľber den Spielcharakter hat. Da das Herumschalten zwischen den zwei Sichten sehr schnell verl√§uft, empfiehlt es sich sogar an manchen Stellen die Ansicht zu wechseln, besonders empfiehlt sich die Third-Perspn-Ansicht beim Klettern mit den Kletterhandschuhen.

 

Mit x kriecht man und mit der linken Maustaste schl√§gt man mit Dolch oder Kn√ľppel bzw. spannt man den Bogen. Gegen√ľber dem Vorg√§ngern wurde Garrets Schwert gegen einen Dolch ersetzt um den Stealtheindruck zu verst√§rken. Neu ist es, dass man ein kleines Minigame absolvieren muss, um Schl√∂sser zu knacken.

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Gameplay

Das Spiel beginnt mit einem Turtorial, das penibel genau die Steuerung erkl√§rt. Thief 3 ist ein Schleichspiel, das hei√üt Gegner m√∂glichst ausweichen, in den Schatten bleiben, zuschlagen und verschwinden, Fackeln l√∂schen, leise sein, den Lichtedelstein, am unteren Rand des Bildschirm im Auge behalten, Leichen verstecken. Thiefs Gameplay ist leicht zu verstehen aber schwer zu meistern, so wird man einige Stunden damit verbringen sich zu verbessern. Ich erinnere mich das erste Mal wie ich Thief 3 gespielt habe. Ich habe die Wachen immer frontal attackiert und viel zu viele Gegner get√∂tet, ich √ľberstand die ersten Stunden des Spielens nur mit sehr viel Neuladen und Gl√ľck.

Auf dem Turtorial folgt die 1. Mission, man bricht in eine Burg ein und schl√§gt sich mit den Wachen herum. Nachher wird man in die namenlose Stadt entlassen und erf√ľllt Auftrage der H√ľter um weiter in der Story voran zu kommen.

Ein cooles Feature ist dass man sich mit Gruppen verb√ľnden kann, indem man verschiedene Auftr√§ge erf√ľllt, wie das T√∂ten von riesigen K√§fern oder das Bek√§mpfen von Untoten. Die Stadt ist bev√∂lkert von verschiedenen Gegnern, Freunden und Neutralen, die einem wirklich das Gef√ľhl geben in einer gro√üen Metropolis zu sein, leider grenzen die kleinen Gebiete dieses Gef√ľhl wieder ein.

Was wäre Thief ohne stehlen, der Namen sagt`s schon, was man hier auch tun wird. Nämlich Gold, Silber und Edelsteine stehlen und dann an Hehler verkaufen, damit man sich neue Waffen und andere Gegenstände leisten kann.

K.I. und Gegner

Die h√§ufigsten Gegnern werden die einfachen Wachen seinen, sie sind mit einem Schwert bewaffnet und patrollieren in Herrenh√§user und in den Stra√üen der Stadt. Das Gegnerraster von Thief 3 ist recht hoch gesteckt, es werden √∂fters neue Gegner erscheinen, die immer neue Taktiken erfordern, wenn man also den einen Gegner genau kennt und ihn gut austricksen kann, kommt schon der n√§chste und man muss sich das alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Garrets Waffen, wie Blitzbomen, Minen und √Ėlflaschen und sein Bogen mit verschiedener Munition kommen ihm genau richtig. Meine pers√∂nliche Lieblingsfeinde waren die Gargoyles und die Puppen. Die Gargoyles sind sehr aggressiv und m√§chtig und verlangen ein sehr gekonntes Schleichen, die Puppen sind genauso gef√§hrlich, nur dass sie auch noch Grusel mit sich f√ľhren und man leicht eine G√§nsehaut bekommt. Thief 3 wechselt die Gegner oft genug um das Gameplay nicht ein trocknen zu lassen und es f√ľhlt sich auch am Ende frisch an.

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Die K.I. ist grunds√§tzlich gut, sie durchk√§men das Dunkle nach Garret sollte ihnen etwas verd√§chtig vorkommen. Sie reagieren auf den Charakter und die Ger√§usche die er verursacht, genauso auf verlorene Gegenst√§nde und offene T√ľren. Sie sind nicht sehr nachgiebig und teilweise richtig schlau. Auch f√ľhlen sie sich realistisch an, sie wollen leben, nicht wie andere Gegner in anderen Spielen, die in ihren Tod laufen. Sie fliehen wenn verletzt rufen um Hilfe und alarmieren so andere Wachen. Leider hat die K.I. so ihre Aussetzer, sie k√∂nnen manchmal Treppen nicht heraufsteigen, reagieren zu langsam und sehen Garret manchmal nicht obwohl er sehr sichtbar ist. Auch sind den Wachen ein paar F√§higkeiten nicht programmiert wurden, wie Leitern erklettern und schwimmen. Letzteres kann auch Garret nicht, da die Unreal 2 Engine, das nicht erm√∂glicht.

Story

Die Story f√§ngt an, damit dass Garret eine Burg ausraubt und einen Opal erbeutet. Bald darauf bitten die H√ľter ihn um Hilfe, damit Garret eine Prophezeiung zu Ohren kommt muss er Aufgaben f√ľr sie erf√ľllen. Das Geschehen steigert sich immer mehr und man entdeckt Geheimnisse und Verschw√∂rungen im H√ľterorden, eine antike Macht, ein f√ľrchterliches Gesch√∂pf lauert im Dunklen‚Ķ

Weiter und genauer erz√§hlen w√§re schade, f√ľr jeden der das Spiel noch nicht gespielt hat. Die Story ist wirklich gut, sie √ľberschl√§gt sich und wendet sich ein paar mal. Man wird auch in einige wirklich gute Levels geschickt. Die H√∂hepunkte sind eindeutig, die Shalebridge Wiege und das Strandhaus. Beide geniale Level, die Shalebridge-Wiege ist unheimlich und entf√ľhrt einem in lange vergangenen Zeiten und das Strandhaus ist d√ľster und hat einen sehr interessanten Flair, den man irgendwie mit Gruselhaus trifft Melancholie trifft untreue Dienerschaft und Witwe vergleichen kann. Die Story ist wirklich gut und endet auch gut, die Thieftrilogie wird w√ľrdevoll zu Ende getragen und das mit dem besten Soundtrack, den ich je vor dem Abspann geh√∂rt habe.

Fazit

Thief 3 ist ein grandioses Spiel, genauso gut wie alle anderen Teile der Serie, wenn nicht besser. Allerdings kann man sich wohl nicht genau entscheiden welcher nun der Beste ist, sie alle sind einfach nur zu gut um genau eine Entscheidung zu treffen. Ja, es mag sein, dass Thief3 seine Schw√§chen hat, aber das macht es wett mit Atmosph√§re, einem tollem Gameplay, guter Story‚Ķ. F√ľr jeden Stealth und Thieffan ein Muss, aber auch Neulinge werden ihren Spa√ü haben, nur wei√ü ich nicht ob ich die Xbox Version empfehlen soll, da diese einen unbehbaren Bug besitzt, der dien Schwierigkeitsgrad resettet.

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Bewertung: 5.0/5 (4)