Kolumne: Diablo 3 wird seinem Hype nicht lÀnger gerecht

Wer hĂ€tte es gedacht?.. Schon im Vorfeld wurde der Onlinezwang des Action Rollenspiels Diablo 3 seitens vieler Spieler bemĂ€ngelt und nun sind bereits 2 Wochen seit der Veröffentlichung vergangen und Blizzards Server haben neben dem Error 37 ( kein Verbindungsaufbau möglich) mit noch ganz anderen Problemen zu kĂ€mpfen. So wurde auf diversen Seiten der Diebstahl … weiter

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Kolumne: Diablo 3 wird seinem Hype nicht lÀnger gerecht

Dominik am 1.Juni 2012 um 20:06:50

Wer hĂ€tte es gedacht?.. Schon im Vorfeld wurde der Onlinezwang des Action Rollenspiels Diablo 3 seitens vieler Spieler bemĂ€ngelt und nun sind bereits 2 Wochen seit der Veröffentlichung vergangen und Blizzards Server haben neben dem Error 37 ( kein Verbindungsaufbau möglich) mit noch ganz anderen Problemen zu kĂ€mpfen. So wurde auf diversen Seiten der Diebstahl mehrerer Account gebundener GegenstĂ€nde bemĂ€ngelt und das Battlenet 2.0 wurde seiner angepriesenen Sicherheit beraubt. Als die ersten Meldungen dieser Hacks bekannt wurden habe ich mir sofort den Mobile Authenticator fĂŒr mein Smartphone besorgt um wenigstens vor Bruteforce Attacken sicher zu sein. Doch was wenn die unbekannten Eindringlinge bereits Zugang zu internen Datenbanken besitzen? Da hilft mir auch der generierte Code der Battlenet App relativ wenig. Hinzu kommt die ernĂŒchternde Erkenntnis dass das in den Himmel gelobte Diablo 3 den Anforderungen seiner VorgĂ€nger nicht mehr gerecht wird und sich bestenfalls in den Reihen weiterer missglĂŒckter Spiele Nachfolger anstellen darf. Bei 3,5 Millionen verkauften Einheiten klingt das eher unberechtigt, doch den meisten Spielern ist mittlerweile klar geworden das Blizzard sein Spiel zu direkt auf die AbhĂ€ngigkeit des Auktionshauses entwickelt hat. Die ersten AnsĂ€tze findet man schon im Lootsystem der Monster. Die Gegner und sĂ€mtliche Bosse dropen so gut wie keine nĂŒtzlichen GegenstĂ€nde fĂŒr den eigenen Heldencharakter. Stattdessen tauchen immer vermehrt AusrĂŒstungen und Edelsteine auf, die auf andere Klassen zugeschnitten sind. So wird das Auktionshaus zum zentralen Bestandsteil von Daiblo3. Teuer die, wenn ĂŒberhaupt, guten Items verkaufen um sich ĂŒberhaupt einen Gegenstand fĂŒr den eigenen Helden leisten zu können. Von einem Einzelspielererlebnis kann hier keine Rede mehr sein. Dazu muss ich sagen das man auf vielen anderen Seiten immer wieder Behauptungen ließt, Diablo sei ein  Singleplayer Spiel oder ein MMO. Nun beides ist so nicht richtig. Der dritte Teil ist wie seine VorgĂ€nger ein Actionrollenspiel oder auch Hack&Slay mit zusĂ€tzlichen Onlinefunktionen. Wobei die Internetanbindung und die extreme Auslagerung auf ein Onlinespiel gewollt ist. RĂŒckblickend war Diablo 2 nicht das Spiel was heute von vielen angenommen wird. Die Internet- und Netzwerkspiele und der daraus florierende Handel mit digitalen GĂŒtern war ein Nebeneffekt der im laufe der Spielzeit bei Diablo2 auftratt. Blizzard hat nun dieses Konzept fest in den dritten Teil der Serie integriert mit dramatischen Folgen fĂŒr uns, die Spielerschaft. Denn sobald das Echtgeldauktionshaus einsatzbereit ist wird es kaum noch Möglichkeiten geben gute Items mit Spielgeld wie gold zu bezahlen. Das vermeintliche leichte Geld verdienen wird tausende vom bisherigen Auktionshaus weglocken. Als Folge wĂŒrden, aufgrund des mit Absicht hohen Schwierigkeitsgrades, erforderliche AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde nur noch gegen echtes Euros zu erwerben sein. Das der VerkĂ€ufer keinen geringen Teil seines Erlöses an den Hersteller sowie externen Dienstleistern wie etwa Paypal abtreten muss sollte hierbei als SelbstverstĂ€ndlich betrachtet werden. Die MindestgebĂŒhr von 1 Euro könnte aber wiederum  die Sicherheit gewĂ€hrleisten das auch nur sehr schwer zu findende GegenstĂ€nde ins Echtgeldauktionshaus gelangen. Andere Sorgen bereitet mir aber in diesem Zusammenhang wieder das Spielgold. Denn es wird auch möglich sein dieses fĂŒr echtes Geld zu bekommen. Da werden GoldhĂ€ndler wie sie vergleichsweise in vielen Onlinespielen vertreten sind sich wieder eine „wahrlich“ goldene Nase verdienen. Die Folge dĂŒrfte wohl vielen klar sein. Der Wert des Spielgeldes wird in den Keller sinken und die bisher normal verlaufende Spielwirtschaft wird komplett zerstört werden. So oder so sehe ich keine Möglichkeit fĂŒr Gelegenheitsspieler in Zukunft in Diablo3 etwas zu erreichen. Was mich aber sehr stört ist die Tatsache das Blizzard das gesamte Spielprinzip zu Lasten durch selektive Drops verĂ€ndert und den Spieler das Auktionshaus regelrecht aufzwingt. Mich wĂŒrde gerne euere Meinung dazu interessieren. Wie findet ihr dieses System mit dem ein Spielen ohne das AH nicht mehr möglich ist und was haltet ihr von dem Echtgeldauktionshaus ? Schreibt doch in den Kommentaren, euere Meinung wĂŒrde mich sehr interessieren.

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