R√ľckblick: Star Trek Spiele

Qapla‘! Anl√§sslich des Tag des ersten Kontaktes, welcher laut Star Trek am 5. April 2063 stattfinden wird, m√∂chte ich an einige Star Trek Spiele erinnern und diese Vorstellen. Wie immer gilt: Ich beschr√§nke mich auf Spiele, welche ich auch selbst gespielt habe. Als Bonus gibts zudem ein Brettspiel und ein Mod.   Star Trek: 25th … weiter

Star Trek: Deep Space Nine – The Fallen: Test, Review

Wenn es zu Star Trek Spielen kommt, werden die meisten wohl an Star Trek online oder Star Trek- the video game denken, manche vielleicht auch an die Star Trek Eilte Force Serie. Nur wenige haben von The fallen je geh√∂rt, geschweige es selbst gespielt. Es handelt sich hierbei um einen Third-Person-Shooter, wie man dem Titel … weiter

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R√ľckblick: Star Trek Spiele

FloosWorld am 2.November 2018 um 21:11:35

Qapla‘! Anl√§sslich des Tag des ersten Kontaktes, welcher laut Star Trek am 5. April 2063 stattfinden wird, m√∂chte ich an einige Star Trek Spiele erinnern und diese Vorstellen. Wie immer gilt: Ich beschr√§nke mich auf Spiele, welche ich auch selbst gespielt habe. Als Bonus gibts zudem ein Brettspiel und ein Mod.

 

Star Trek: 25th Anniversary (Interplay/1992)

Das erste Spiel in der Liste ist ein Spiel zur Zeit der Originalcrew um Kirk, Spock und co., welches anl√§sslich des 25. Jubil√§ums der Originalserie ver√∂ffentlicht wurde. Ganze acht Episoden, die f√ľr das Spiel geschrieben wurden, k√∂nnen hier gespielt werden. Das Spiel selbst ist ein Point and Click Adventure, beinhaltet aber auch Raumk√§mpfe sowie einen fiesen Kopierschutz, der den Spieler f√ľr das falsche Anfliegen von Sonnensystemen bestraft.

In klassischer Star Trek Manier sind ebenfalls Redshirts bei den Außenmissionen vertreten, welche bei Unachtsamkeit umgebracht werden können, was sich negativ auf die Missionsbewertung auswirkt.

Zu dem Spiel gab es zudem eine Enhanced Edition mit Sprachausgabe, in der alle Schauspieler, mit Ausnahme von Nichelle Nichols, auch ihre Rollen sprechen.

 

Star Trek: Generations (Microprose/1997)

Drei Jahre nach dem siebten Star Trek Film kam das offizielle Spiel zum Film raus. Wie auch schon im Film hat die USS Enterprise den Auftrag Dr. Tolian Soran zu stoppen, der Sonnensysteme vernichtet, um in den sogenannten „Nexus“ zu gelangen.

Das Spiel beinhaltet diverse Schauplätze des Films. Die Handlung des Spiels beginnt bei dem Angriff auf das Amargosa-Observatorium, weicht hier jedoch vom Film ab. So ist man in einer Außenmission alleine als Riker unterwegs und bestimmte Dialogzeilen aus dem Film werden von anderen Personen wiedergegeben.

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass Star Trek: Generations eine Mischung aus Ego-Shooter, Adventure, Raumkampf und Strategie ist.

Ist man nicht auf Raumstation, Planeten und sonstigen Einrichtungen (Ego-Shooter/Adventure) unterwegs, so befindet man sich in der Stellarkartographie und scannt das Universum nach Spuren Sorans ab. Gelegentlich kämpft man gegen feindliche Schiffe. Erwähnenswert ist, dass der Photonentorpedovorrat der Enterprise mit laufendem Spiel sinkt.

Sp√ľrt man Soran irgendwo auf, beamt man mit einem festgelegten Crewmitglied zum Einsatzgebiet. Au√üenmissionen lassen sich in zwei verschiedene Kategorien ordnen: 1.) Soran daran hindern ein Sonnensystem zu zerst√∂ren, indem man seine Waffe umlenkt und 2.) Soran daran hindern sich Nachschub auf dem Planeten zu beschaffen. Zu den Au√üenmissionen z√§hlen, falls man gut genug ist, mehrere Ausfl√ľge im Amargosa-Observatorium, ein Undercovereinsatz in einer romulanischen Geheimeinrichtung oder auch auf einen lebenden Planeten. Soran darf im gesamten Spielverlauf maximal zwei Sonnensysteme zerst√∂ren, ansonsten ist das Spiel vorbei. Tr√∂delt man beim Spielstart mit der ersten Au√üenmission auf das Amargosa-Observatorium, ist das Spiel ebenfalls vorbei..

Das Spiel läuft in Echtzeit ab und der Handlungsverlauf ist unterschiedlich, jedoch ist der Anfang und das Ende gleich. Wer den siebten Film gesehen hat, der wird wissen, wo sich Soran am Schluss befinden wird. Ausgeliefert wird das Spiel auf 2 CDs zwischen denen je nach Mission gewechselt werden muss.

Teile der Handlung werden in Zwischensequenzen erzählt, welche aus dem Film entnommen wurden, so z.B. das Intro mit der Enterprise B.

Erwähnenswert ist, dass die deutsche Synchronisation Soran komplett anders betont als im Film. So wird sein Name hier eher deutsch betont und sein Sprecher ist ein komplett anderer als im Film.

Star Trek: Starfleet Academy (Interplay/1997)

Wieder ein Spiel aus dem Hause Interplay und wiederum aus der TOS-Zeit, hier allerdings zur Zeit der Kinofilme. Starfleet Academy ist eine Raumkampfsimulation aus dem Star Trek Universum und lässt uns als Kadetten Forester spielen.

Das Spiel beinhaltet 13 Missionen, die auf 5 CDs verteilt sind. Als Kadett Forester hat man das Kommando √ľber eine Kadettencrew und werden diversen Situationen ausgesetzt, wie z.B. der Jagd nach einem getarnten romulanischem Schiff. Neben den Missionen gibt es auch Zwischensequenzen aus der Sternenflottenakademie, in denen der Spieler entscheiden darf, wie Forester reagiert.

Ebenfalls mit dabei: Der Kobayashi Maru Test, welcher im Star Trek Universium als No-Win-Szenario an der Sternenflottenakademie gilt. James T. Kirk war der einzige Kadett, welcher jemals diesen erfolgreich abschließen konnte, nachdem er den Test manipuliert hatte und wie einst Kirk darf hier auch Forester den Simulator so manipulieren, damit er das Szenario gewinnt.

F√ľr das Spiel wurden Zwischensequenzen mit den aus der Originalserie bekannten Darstellern gedreht. Hier geben sich Chekov, Kirk, Scotty usw. die Ehre und leiten in manchen Missionen die Kadetten an.

Neben den Missionen lässt sich auch eine Raumschlacht mit maximal 8 Raumschiffen, die auf 2 Teams verteilt werden können, spielen.

Die deutsche √úbersetzung des Spiels ist an einigen Stellen etwas fehlerhaft. So wird der getarnte Romulaner als „Mantel Romulaner“ genannt und der Phasermodus zum kampfunf√§hig schie√üen als „Deaktivieren“ bezeichnet.

 

Star Trek: Der Aufstand (Activision/1999)

Wiederum ein Spiel zu einem Film, auch wenn das eher weniger stimmt, denn Star Trek: Der Aufstand beinhaltet nicht die selbe Handlung wie der neunte Film, sondern spielt einige Wochen danach. In Deutschland wurde das Spiel wahrscheinlich aus Marketinggr√ľnden mit dem Namen des Films verkauft, w√§hrend das Spiel im englischsprachigen Raum als „Hidden Evil“ bekannt ist.

Man spielt den Halb-Vulkanier Sovok, welcher auf Außenposten 40 im Briar Patch versetzt wurde. Die Kameraperspektive des Spiels ähnelt dem des ersten Resident Evil.

Das Spiel handelt von einem durch Genmanipulation erschaffenen Wesen namens „der Samen“ und beinhaltet 9 Missionen. Die letzte Mission spielt dabei auf der Enterprise E, welche aus Star Trek 8-10 bekannt ist.

Auf der deutschen Verpackung steht zudem „Der Film hat ein Nachspiel“.

 

Star Trek: Voyager – Elite Force (Activision/2000)

W√§hrend man im allerersten Star Trek Shooter „Klingon Honor Guard“ aus dem Jahr 1998 noch auf Klingonen ballerte, da man der Ansicht war, dass ein Shooter mit der F√∂deration nicht funktionieren w√ľrde, spielt der von Raven Software entwickelte Shooter aus dem Jahr 2000 auf der Namensgebenden USS Voyager.

Zur Hintergrundgeschichte: Sicherheitschef Tuvok hat zusammen mit Captain Janeway das Hazard-Team gegr√ľndet, welches bei besonders gef√§hrlichen Missionen zum Einsatz kommen soll.

Der Spieler hat die Wahl zwischen Fähnrich Alexander oder Alexandria Munro.

Die Handlung: Die Voyager ist nach der Zerstörung eines Schiffes, welches unprovoziert angegriffen hatte in einem Dämpfungsfeld gefangen. In diesem Dämpfungsfeld befinden sich mehrere ausgeschlachtete Wracks. Ein Schiff, welches die Voyager ausschlachten soll, ist bereits im Anflug.

Das Spiel spielt ca. zur Zeit der f√ľnften Staffel.

Als Munro ist man z.B. in einem Borg-Kubus oder auf einer Raumstation mit einem Bund aus Klingonen, Hirogen, Malonen und Terranern aus dem Spiegeluniversum unterwegs.

Zu Elite Force gab es eine Erweiterung, die als großes Feature eine Tour auf der Virtuellen Voyager beinhaltet.

Die Charaktermodelle der Voyager-Crew sind alle richtig gut getroffen, wenn auch Figuren wie Tuvok etwas seltsam modelliert aussehen.

 

Star Trek: Armada 2 (Activision/2001)

Was darf in keinem bekannten SciFi-Franchise fehlen? Ein Echtzeitstrategiespiel. Star Wars hatte diverse Titel, wie den Age of Empires-Klon „Galatic Battlegrounds“ oder auch Empire At War. Und so ver√∂ffentlichte Activision im Jahr 2000 und 2001 die beiden Spiele der Armada-Reihe. Obwohl ich beide Spiele auch gespielt habe, m√∂chte ich mich hier auf Armada 2 beschr√§nken, da es mehr bietet, als der Vorg√§nger.

Zu den spielbaren Völkern des ersten Teils (Föderation, Klingonen, Romulaner, Cardassianer, Borg) ist nun die aus Star Trek: Voyager bekannte Spezies 8472 dazu gekommen. Ebenfalls neu: Der Warpantrieb, der schnelles Reisen aus der Karte ermöglicht und die Möglichkeit das Weltall tiefer zu machen, das Kämpfe in einer 3D-Umgebung ermöglicht.

Die Handlung der Kampagnen spielt sechs Monate nach den Ereignissen aus Armada 1: Nachdem die Beziehung zwischen den Klingonen und den Romulanern sich langsam wieder beruhigt droht die nächste Gefahr durch Spezies 8472.

Das Gameplay an sich besteht aus Basenbau, Rohstoffabbau, Kolonisation, Forschung und Kampf, so wie man es von RTS wie Age of Empires gewohnt ist. Die Völker an sich gleichen sich ziemlich gut aus, obwohl sich die Schiffe der Föderation nie tarnen können und Spezies 8472 Schiffe nur durch organisches Material erschaffen kann.

Jedes Volk hat ein Spezielgeb√§ude, was f√ľr interessante Momente im Gameplay sorgt. So hat die F√∂deration Zugriff auf eine Temporale Forschungseinrichtung, welche Verzerrungen auf der Karte verursachen kann und gegnerische Schiffe, die sich in dieser Verzerrung befinden, einfrieren l√§sst.

Zu Star Trek: Armada 2 erschien eine Mod namens Star Trek: Fleet Operations. Dieser erneuert die Engine des Spiels und f√ľgt viele Neuerungen und Verbesserungen ein, z.B. Spezialwaffen f√ľr so gut wie jedes Schiff, wie etwa die Trikobaltvorrichtung der Intrepid-Klasse, die man im Pilot zu Star Trek: Voyager sehen konnte.

 

Star Trek: Bridge Commander (Activision/2002)

Nach Star Trek: Klingon Academy aus dem Jahr 2000 folgte 2002 nun die mittlerweile dritte Flugsimulation aus dem Star Trek Universum und lässt den Spieler den Platz des Captains einnehmen.

Erw√§hnenswert ist, dass die Entwickler hinter Bridge Commander Totally Games sind, welche in den 90ern f√ľr die Star Wars: X-Wing Serie bekannt waren.

Neben einer Handlung, welche 9 Episoden und Gastauftritte von Picard und Data und der Enterprise umfasst, gibt es auch einen Multiplayermodus mit bis zu 32 Spielern, welcher riesige und taktische Raumschlachten erm√∂glicht. Das Spiel l√§sst sich zudem modden und erm√∂glicht es die etwas winzige Schiffsauswahl individuell zu erweitern. Der Kobayashi Maru Mod ist dabei der bekannteste und f√ľgt neben Schiffen wie der Intrepid Klasse auch noch die Schiffe des 23. Jahrhunderts und Exoten, wie den Bird of Prey aus Star Trek 6 sowie der Scimitar aus dem zehnten Film hinzu.

Das Spiel selbst gibt es nur in einer englischen Sprachfassung, daf√ľr allerdings mit deutschen Untertiteln. Unter den Sprechern ist √ľbrigens Martha Hackett dabei, welche Voyager-Fans ein Begriff sein k√∂nnte, da diese Seska in den ersten beiden Staffeln spielte.

Ebenfalls erw√§hnenswert ist es, dass das Activision zum Zeitpunkt des Erscheinens die Star Trek Lizenz vorzeitig zur√ľck gab und deswegen nur rund 5000 Kopien des Spiels existieren. Wer dabei f√ľr 40 ‚ā¨ das Spiel gebraucht im guten Zustand abgreift, hat Gl√ľck gehabt.

 

Bonus 1: Raumschiff Enterprise: Das Nächste Jahrhundert РEine Klingonische Herausforderung (MB Spiele/1994)

Das einzige Nicht-Computerspiel in dieser Liste ist ein Interaktives Videobrettspiel aus dem Jahr 1993 bzw 1994.

Die Handlung: Die USS Enterprise muss repariert werden und dockt bei der Sternenbasis 74 an. Captain Picard hat der gesamten Crew bis aus den Spielern nat√ľrlich Landurlaub genehmigt. Zur gleichen Zeit beamt sich ein Klingone an Bord, der die Enterprise kapert, einen direkten Kurs auf die klingonische Heimatwelt setzt und mit Warp 9, also der Maximalgeschwindigkeit der Enterprise, dorthin reist. Der Klingone stellt sich bald als Kavok vor, welcher von Robert O’Reilly gespielt wird (Kanzler Gowron aus Star Trek: TNG und Star Trek: DS9). Kavok ist ungl√ľcklich √ľber den momentanen Friedensvertrag zwischen der F√∂deration und den Klingonen, da dieser seiner Meinung nach der klingonischen Kriegernatur nicht w√ľrdig ist. Die Aufgabe der Spieler ist es nun die Kontrolle √ľber die Enterprise wiederzuerlangen, bevor sie die klingonische Heimatwelt erreicht. Dazu hat man 60 Minuten Zeit. L√§uft die Zeit ab, so wird die Enterprise von mehreren Bird of Prey angegriffen und zerst√∂rt (ob das Logisch ist sei mal dahin gestellt, immerhin schafft es ein einzelner Klingone das Flaggschiff der F√∂deration wie bei einem Autodiebstahl einfach so zu stehlen). Allerdings befindet man sich in einer Zeitschleife und erh√§lt dadurch eine zweite Chance, Kavok zu stoppen, also die Star Trek Art einem zu sagen, dass man das Spiel gerne mehrmals spielen kann.

Dem Spiel liegen Kommunikatoren, sowie Rangabzeichen bei, mit denen sich die Spieler ausstatten sollen. Im Laufe der 60 Minuten meldet sich Kavok mehrmals zu Wort. Kavok tut alles, um die Spieler an ihrem Ziel zu hindern, indem er sie in Stasisfelder steckt, in die Arrestzelle beamt und sonstige Gemeinheiten parat hat.

Jeder Spieler hat einen Trikorder, an dem f√ľnf isoliniare Chips angebracht werden m√ľssen, um sich nacheinander Zugriff auf die Waffenkammer und der Br√ľcke zu verschaffen. Die Br√ľcke kann nur mittels der Jeffries-R√∂hren erreicht werden. Ist man in den R√∂hren, muss man den Kommunikator ablegen. Vergisst man das und wird das von den Mitspielern bemerkt, wird man von Kavok direkt in die Arrestzelle gebeamt.

Dem Spiel ist eine VHS-Kassette mit einer Laufzeit von 60 Minuten beigelegt, den Inhalt kann man sich in diesem Video ansehen. Durchaus empfehlenswert, wenn auch etwas hektisch.

Funfact: Es waren weitere dieser interaktiven Videobrettspiele geplant, das Videomaterial f√ľr ein zweites Spiel, das Q und die Borg beinhalten sollte, wurde bereits abgedreht. Allerdings entschied man sich gegen eine Ver√∂ffentlichung.

Bonus 2: Stellaris – Star Trek: New Horizons Mod (2016)

F√ľr Stellaris vom schwedischen Entwickler Paradox Interactive gibt es ein Mod, welcher das Star Trek Universum ab 2150 einf√ľgt. Hier erlebt man die Anf√§nge der gro√üen Reiche und Imperien des Star Trek Universums und die Gr√ľndung der F√∂deration.

Das Spiel berechnet √§hnlich wie Europa Universalis 4 t√§glich, ohne dabei wie in Hearts of Iron die Stunden zu ber√ľcksichtigen.

Während bei Armada schnelle und taktische Kämpfe im Vorderung standen, spielt bei New Horizons auch der Handel, die Schiffskonstruktion und die Erforschung der Galaxie eine große Rolle.

Mit einer der neueren Versionen ist es auserdem möglich als Borg zu spielen, sowie ein Spiel im Spiegeluniversum zu starten.

Meine Empfehlung: Beim ersten Start den leichten Modus auswählen, dazu den Soundtrack von Star Trek: Enterprise (ebenfalls als Mod im Steam-Workshop erhältlich) anmachen und sehen, wie die Föderation entsteht.

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Bewertung: 5.0/5 (3)
6 » Retro

Star Trek: Deep Space Nine – The Fallen: Test, Review

User am 18.Mai 2014 um 11:05:12

Wenn es zu Star Trek Spielen kommt, werden die meisten wohl an Star Trek online oder Star Trek- the video game denken, manche vielleicht auch an die Star Trek Eilte Force Serie. Nur wenige haben von The fallen je geh√∂rt, geschweige es selbst gespielt. Es handelt sich hierbei um einen Third-Person-Shooter, wie man dem Titel entnehmen kann, im Star Trek Universum spielt und zwar mit Charakteren der Fernsehserie Star Trek Deep Space Nine. Erschienen 2000 f√ľr Windows und Mac, entwickelt von The Collective Inc. und ver√∂ffentlicht von Simon and Schuster. Es ist ein durchaus gutes Spiel, mit ein paar verpassten Gelegenheiten, und da es recht gut auf modernen Betriebssystemen l√§uft, und deshalb auch heute kein Fehlgriff ist. Nach der Installation versucht man das Spiel zu starten, damit es dazu kommt, muss man zuerst etwas in den Dateien herumfummeln und manchmal die Kompatibilit√§t ver√§ndern. Nun startet das Spiel, bei mir gibt es einen Fehler beim Spielstarten, das die CD anscheinend nicht richtig erkannt wird, ungef√§hr beim 6ten Mal wird sie einlesen und das Spiel startet. Nach dem die Entwickler Logos durch das All geflogen sind, folgt eine Sequenz, die schon ein kleinen Vorgeschmack auf die Story gibt und man ladet im Men√ľ. Wie viele Andere √ľberpr√ľft man zuerst die Grafikeinstellungen, aber man sollte die Aufl√∂sung aber nicht zu hoch einstellen, sonst st√ľrzt das Spiel ab. Wenn man ein neues Spiel startet, darf man zwischen drei Charakteren, Lt. Sisko, Kira Nerys und Worf, die alle verschiedene Level und Missionsziele besitzen. Die Story wird in Zwischensequenzen weitergef√ľhrt, aber ehrlich gesagt, die Geschichte des Spieles hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen, den sie ist eher auf dem Niveau der Fernsehserie, was nicht hei√üen soll die Story der Serie sei schlecht, aber w√§hrend den Zwischensequenzen, wo man die arg pixelige Grafik besonders stark erkennt, f√ľhlt man sich als w√ľrde man sich die Serie anschauen. Auf dem TV-Bildschirm funktioniert das gut, aber im Spiel f√ľhlt es sich etwas seltsam an. Die Story beginnt mit einem R√ľckblick in die Vergangenheit, die Bajoraner glauben an drei mystische Drehk√∂rper, die ein Wurmloch √∂ffnen, womit sie mit ihren G√∂ttern kommunizieren k√∂nnen. Bei der Untersuchung eines dieser Drehk√∂rper, unter der Wissenschaftlerin Terell, kommt es zu einem Aussto√ü von Energie und zwei ihrer Wachen werden in die Wand gebrannt. Sie verlassen die Raumstation, auf dem sie arbeiteten und verriegeln das Labor. Die F√∂rderation √ľbernimmt die Station und nennt sie in Deep Space Nine um. Sechs Jahre sp√§ter wird ein F√∂rderationsraumschiff angegriffen und Cap. Sisko l√§sst sich an Bord beamen. Er rettet die √úberlebenden, w√§hrend die U.S.S. Defiant von einem Raumschiff angegriffen wird. Sie k√∂nnen fliehen. Sisko und seine Begleiter sind aufgebrochen um auf einem alten Planeten Informationen √ľber die Drehk√∂rper zu finden und kehren, nachdem er sich mit Tieren und Soldaten geschlagen hat, zur√ľck. Die zwei Wachen, die einst durch den Drehk√∂rper verbrannt wurden, werden entdeckt und Terell erscheint, und gibt vor sie untersuchen zu wollen. Sie stiehlt den Drehk√∂rper und flieht, trotz Bem√ľhungen sie zu fassen‚Ķ Gameplay besteht aus dem √ľblichen Repertoire eines Schulter-shooters, haupts√§chlich schie√üen, kleine R√§tsel und Klettereinlagen. Die Steuerung geht gut von der Hand und man findet sich schnell zurecht. Auch ist es bewundernswert, welch tolles Spielgef√ľhl geschaffen wurde, man rast blitzschnell √ľber die Landschaft, zerlegt Gegner mit schnellen Handfeuerwaffen. Auch Klettern und Springen f√ľhlt sich meistens genau an, nur hin und wieder vermasselt man einen Sprung. DS9 the fallen benutzt, auf den Normaleinstellungen, ein Auto-Aim-Prinzip, man kann das aber frei √§ndern, so wird das Spiel aber auch etwas schwerer. Zu den Waffen muss man sagen, dass die Entwickler wohl nach dem Prinzip Qualit√§t √ľber Quantit√§t gegangen sind. Es gibt nicht sehr viele Waffen, daf√ľr sind sie aber alle brauchbar, nur der Granatenwerfer ist etwas schwer zu steuern. Die KI der Gegner ist eigentlich grunds√§tzlich gut, sie verhalten meistens so wie sie sollen, und ich kann nie genug davon kriegen, wie Gegner schreiend zu Asche zerfallen, wenn sie von einem Phaser getroffen werden. Nur automatische T√ľren machen manchmal √Ąrger f√ľr die KI. Die Atmosph√§re von DS9 the fallen ist genial, das Licht der Taschenlampe des Spielers huscht durch einen dunklen Gang, V√∂gel schreien auf einer Alienwelt, das riesige Wrack eines Raumschiffes verfault im Wasser eines Planeten. Ich w√ľnschte ich k√∂nnte das selbe √ľber die Grafik sagen, besonders in den Zwischenseuenzen, erkennt man die pixelige Grafik sehr. Auch im Spiel sieht man wenn man eine kleine Zwischenpause von Soldaten in Asche verdampfen einlegt, das es echt kein Grafikwunder ist, nur manche Explosionen und Gl√ľheffekte k√∂nnen √ľberzeugen, aber es ist eigentlich unfair ein altes Spiel wegen schlechter Grafik zu tadeln. Fazit: Star Trek Deep Space Nine ist ein gutes Spiel, nicht grandios, aber sehr gut. Es hat die richtige Atmosph√§re und ein spa√üiges Gameplay. Nervig ist nur manchmal die Grafik, die Story riss mich leider nicht mit und das ewige Schl√ľssel f√ľr T√ľren suchen kann auf die Nerven fallen. Wenn man Star Trek mag, kann man getrost zu schlagen.

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Bewertung: 5.0/5 (4)