Kurzvorstellung: Annihilate The Spance.

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» Echtzeitstrategie

Kurzvorstellung: Annihilate The Spance.

Dominik am 5.Januar 2022 um 20:01:23

Ein neues Jahr hat begonnen und wir alle sind immer noch Corona geplagt und ich bin gespannt wie es dieses Jahr weiter gehen wird hoffentlich besser als 2021. SelbstverstĂ€ndlich hat sich auch in der Indie Szene viel bewegt. Durch die Lockdowns und AusgangsbeschrĂ€nkungen auf der Welt fanden viele Hobbyentwickler Zeit ihre Projekte fort zu fĂŒhren oder abzuschließen. Heute möchte ich euch ein Strategiespiel vorstellen welches in der Unity Engine erstellt wird. Das Spiel trĂ€gt den Titel Annihilate The Spance und handelt von sich bekriegenden Fraktionen in einem Science Fiction Szenario im Weltraum. Ein Freundeskreis aus drei Personen tĂŒftelt seit 5 Monaten an diesem Spiel. Es ist das erste Spieleprojekt der drei Indies. Da sehr viele Einheiten kommandiert und modelliert werden mĂŒssen fokussiert der Entwickler die Grafik auf Low-Poly Modelle mit wenig Texturen. Das ganze Ausmaß der Schlachten könnt Ihr in den Screenshots erahnen. Das Spiel ist schnell erklĂ€rt. Wir bauen eine Basis in einer 2D Ebene. Das richtige Layout unseres StĂŒtzpunktes wird ausschlaggebend fĂŒr einen spĂ€teren Sieg sein. Die einzelnen Einheiten produzieren wir können diese aber nicht direkt anwĂ€hlen und steuern. Die Schiffe bewegen sich automatisch auf die jeweils feindliche Basis zu und auch das KĂ€mpfen lĂ€uft automatisiert ab. Der gesamte Spielablauf erinnert jedoch weniger an ein RTS. Die Entwickler betonen aber den Staging-Posten sowie das setzen eines Basis Layouts und der richtigen KrĂ€fte also dem produzieren von Einheiten die nach dem Stein Schere Prinzip den Gegner ausschalten sollen.

Zu der Funktionsliste von Annihilate The Spance gehören neben den oben erwĂ€hnten Spielelementen physikbasierte Bewegungen, kraftvolle Explosionsschockwellen, zwei spielbare Fraktionen und Hitscan Laser und Raketenwaffen. Die Indies planen eine umfangreiche Kampagne mit 4 Episoden. Außerdem wird viel darauf verwendet eine fĂ€hige KI zu entwickeln welche ein anspruchsvoller Gegner werden kann. Ein voll funktionsfĂ€higer Schaden fĂŒr alle Waffen wird ebenfalls ins Spiel implementiert. Neben den spielbaren Armeen wird es noch eine dritte Fraktion geben die man als Spieler aber leider nicht steuern darf.

Ich denke ich habe in diesem Artikel bereits einige wichtige Features und Gameplay Inhalte erörtert. Wer Englisch kann sollte sich das erste Video des Entwicklers nicht entgehen lassen. Einer der drei Indies erzĂ€hlt in diesem ausfĂŒhrlich ĂŒber das Projekt und zeigt eine Spielszene samt Basis Aufbau.

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Kurzvorstellung: The Finnish War-Muskete und Frost.

Dominik am 27.November 2021 um 23:11:05

Schon seit lĂ€ngerer Zeit ist keine Neuigkeit mehr auf unserer Seite erschienen und das ist bei dem ganzen Corona und Arbeitsstress auch kein Wunder. Dennoch waren wir natĂŒrlich auch fleißig im Hintergrund aktiv und haben heute ein neues Indie Spiel welches im Februar nĂ€chsten Jahres veröffentlicht werden soll fĂŒr euch heraus gefischt. The Finnish War ist ein finnisches Strategie Survival Spiel welches in dem gleichnamigen Land entwickelt wird. Das Spiel hat seine UrsprĂŒnge bereits in den Jahren 2017 bis Anfang 2018. Es spielt wĂ€hrend der Napoleonischen Kriege und beinhaltet den Konflikt zwischen Finnland und dem russischen Zarenreich. Das Spiel versetzt uns in den skandinavischen Norden und lĂ€sst uns Armeen in dieser rauen Wildnis befehligen. Dabei steuern wir unseren jeweiligen Kommandanten durch die Natur und erkunden neue Wege um unserer Armee einen Vorteil in den bevorstehenden Schlachten zu beschaffen. Die Wildnis selbst ist genauso gefĂ€hrlich wie die feindliche Fraktion und kann schnell zu einen unserer Hauptgegner werden. Im regulĂ€ren Spielmodus mĂŒssen wir mit unserer Hauptfigur Nahrung fĂŒr unserer Armee finden, das GelĂ€nde erforschen und der gegnerischen Truppe Fallen stellen. Am Ende eines jeden Spielzuges kommt es dann zur Konfrontation der beiden Armeen in dessen Verlauf wir mit klassischen Truppen der damaligen Zeit wie Infanterie, Artillerie und Kavallerie in die Schlacht ziehen werden. Trommler und FahnentrĂ€ger werden dabei helfen die Moral unserer Armee aufrecht zu erhalten und unsere Soldaten bei der Flucht zu hindern wĂ€hrend wir mittels der Zahlentasten die jeweiligen Befehle an unseren Einheiten liefern.

The Finnish War ist kein Klick intensives Spiel. Wir steuern unseren Kommandanten mittels der WASD Tasten und erteilen mit den Zahlenziffern befehle an die einzelnen Regimenter. Das Spiel ist auch fĂŒr den Mehrspieler im Splitscreen ausgelegt. In diesem Modus steuert der zweite Spieler seine Armee mit den Pfeiltasten und dem Nummernblock. Das Spielprinzip ist sehr einfach gehalten und wurzelt sehr schnell im Hinterkopf. Es ist leicht zugĂ€nglich auch fĂŒr Neulinge im Strategiespiel Genre. An der bunten farbenfrohen KriegsfĂŒhrung des 19. Jahrhunderts sollte man seinen Spaß haben wenn man mit The Finnish War warm werden möchte. Da wir einen einzelnen Charakter kontrollieren wird das Überlebenselement umso bedeutsamer da der Sieg unserer Armee von dem Charakter der Fraktionen abhĂ€ngig ist. Wenn wir in der Wildnis falsch abbiegen und in einen zugefrorenen See ertrinken oder einen feindlichen SpĂ€htrupp begegnen ohne von LeibwĂ€chtern beschĂŒtzt zu werden ist unsere Armee hilflos ohne FĂŒhrung und damit ist das Spiel auch verloren. Es ist sehr wichtig das wir mit unseren Charakter auf dem Schlachtfeld stehen und unsere Truppen beaufsichtigen und Anweisungen erteilen lassen.

The Finnish War kann dank der Corona Pandemie und dessen Lockdown Auswirkungen als Hobby Projekt zĂŒgiger entwickelt werden als geplant. Bisherige Fortschritte sind eine Kampagne und ein benutzerdefinierter Kampfmodus. Zwei Szenario Typen sind ebenfalls fertig gestellt worden. Da gibt es die Überlebenskarten bei der wir die Natur ĂŒberleben und die feindliche Armee besiegen mĂŒssen. Bei den Schlachtkarten gibt es keine Survival Elemente stattdessen prallen zwei mĂ€chtige Armeen aufeinander. Bisher sind 4 Fraktionen und 20 Einheiten in 4 Kategorien Infanterie, Kavallerie, Artillerie und UnterstĂŒtzungseinheiten vorhanden. Es gibt auch Optionen zur brutalen KriegsfĂŒhrung bei welcher Einheiten zerstĂŒckelt werden können oder voller Panik vom Schlachtfeld flĂŒchten. Als AnfĂŒhrer unserer Armee ist zudem ein kleines Duell Minispiel integriert worden. Wir können den feindlichen ArmeeanfĂŒhrer zu einem Duell herausfordern. Das Duell selbst ist ein reaktion basiertes Minispiel aus der Ego Perspektive. Bei diesem Spiel mĂŒssen wir SchlĂ€ge vom feindlichen General parieren und kontern. Stirbt der Gegner ist die feindliche Armee im Strategiemodus schwĂ€cher und wir haben leichteres Spiel. Sollten wir verlieren ist das Spiel beendet und vorbei. Es wird Perks geben die wir vor einem Duell kaufen können um Vorteile fĂŒr unseren AnfĂŒhrer zu erhalten. ZufĂ€llige KI Verspottungen die darauf basieren welche AnfĂŒhrer sich gegenĂŒber stehen, zufĂ€llige Duell Szenarien und das Publikum das auf das Duell reagiert tragen dazu bei die KĂ€mpfe lebendig zu gestalten.

The Finnish War wird in einem eher minimalistischen Grafikstil aus der Isometrischen Perspektive dargestellt. FĂŒr die Duell Minispiele wechselt die Grafik in die Ego Perspektive wo wir auf handgezeichnete Charaktere und ein 2D Interface treffen. Die Spielinhalte und Features zielen auf ein freudiges Spielerlebnis das auch nicht Strategiespieler begeistern soll. Die Steuerung ist recht einfach gehalten und dank des Multiplayer sind spannende und lustige Spielabende vorprogrammiert. Die einfache Grafik ist sicherlich nicht fĂŒr jeden etwas. Ich möchte erwĂ€hnen das The Finish War ein Solo Projekt ist und alles von der Programmierung bis zur Grafikgestaltung von einer einzelnen Person umgesetzt worden ist. Ich bin gespannt was sich der Entwickler bis zum Release noch fĂŒr sein Spiel einfallen lĂ€sst und freue mich eines Tages die Vollversion auf meiner Platte installieren zu dĂŒrfen.

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Age of Empires IV – Test, Review zum Strategie-Hit

FloosWorld am 25.Oktober 2021 um 09:10:16
Als der vierte Teil der AoE-Reihe im August 2017 auf der Gamescom zusammen mit den Definitive Editions zu AoE 1 – 3 angekĂŒndigt wurde, war die Begeisterung unter der Fangemeinde ziemlich groß. 12 Jahre nach dem letzten Teil, der HD Edition zu AoE 2 und Extended Edition von AoM nun endlich ein neuer Teil! Viel wurde spekuliert, insbesondere ĂŒber das Setting, da der Teaser Trailer viel Raum fĂŒr Interpretationen gelassen hat. „A new Age is upon us“ funktioniert natĂŒrlich als cleverer Teaser zu AoE 4, suggeriert aber auch, dass das Spiel ein neues Setting haben wird. Das berĂŒhmt berĂŒchtigte Artwork aus der Collector’s Edition von AoE 3, welches einen Weltkriegssoldaten zeigt, wurde ebenfalls zu Rate gezogen. 2019 wurde anschließend das Geheimnis gelĂŒftet: Age of Empires 4 wird wie auch Teil 2 im Mittelalter spielen! Vier Jahre und wenige Monate nach der AnkĂŒndigung ist es nun endlich soweit – AoE 4 wird auf die Spielerschaft losgelassen. Die Fragen dabei sind: Was kann der neue Teil? Ist er gut oder wird er die Serie zu Grabe tragen?
Ich selbst durfte AoE 4 bereits in seiner Alpha sowie fĂŒr das offizielle Begleitbuch fĂŒr mehrere hunderte Stunden spielen und möchte nun die im vorherigen Absatz gestellten Fragen beantworten. Da ich das Spiel hauptsĂ€chlich in Englisch gespielt habe, werdet ihr auch vorwiegend die englischen Begriffe finden, ich versuche sie trotzdem zu ĂŒbersetzen.
Vielen Dank an dieser Stelle an Microsoft und Xbox, die mir einen Code fĂŒr die Reviewversion bereitgestellt haben!

Inhalt

Die Standard Version von Age of Empires IV beinhaltet u.a.

  • 8 Völker
  • 4 Kampagnen
  • Die Art of War Missionen
  • 17 Zufallskarten
  • 3 an- und abwĂ€hlbare Siegesbedingungen

Die Deluxe Edition kommt zudem mit einigen Goodies, wie etwa die Digitale Version des Soundtracks und einer Tabelle mit der Übersicht der Einheitenkonter, daher. Gameplay-relevante Vorteile bietet sie nicht.

Gameplay

Age of Empires IV orientiert sich im Gameplay an Age of Empires II und III und nimmt sich Elemente aus beiden Teilen her. Diese Mischung fĂŒhlt sich vertraut und gleichzeitig neu an.

Der Basenbau erinnert vom Ablauf her an Age of Empires II, wird aber durch den Bau von Wahrzeichen aufgepeppt, welche selbst im Prinzip den asiatischen Völkern aus der AoE 3 Erweiterung „The Asian Dynasties“ entnommen sind. Dabei handelt es sich um spezielle GebĂ€ude, die gebaut werden mĂŒssen, um in das nĂ€chste Zeitalter voranzuschreiten. Jedes Volk (mit Ausnahme der Abbasiden Dynastie) hat zwei pro Zeitalter aus denen es wĂ€hlen muss. Die Chinesen können zudem beide Wahrzeichen pro Zeitalter bauen. Die Landmarks selbst erlauben einige strategische Entscheidungen. Will man als Franzose mit dem Bau des Royalen Institutes ab der Ritterzeit lieber alle Spezialtechnologien zu einem gĂŒnstigeren Preis haben oder lieber in die Gildenhalle investieren, die alle 20 Sekunden je 20 Einheiten von einem der vier Rohstoffe (frei wĂ€hlbar!) generiert?

Es gibt wieder vier Rohstoffe, die wie bei AoE 1 und 2 wieder in GebĂ€ude eingelagert werden mĂŒssen. Adam Isgreen, der Creative Director hinter Teil 4 sowie den Definitive Editions, meinte zudem, dass man ursprĂŒnglich plante, dass Rohstoffe zuerst verarbeitet werden mĂŒssen, bevor sie nutzbar sind, also Ă€hnlich wie in Die Siedler. Dies wurde aber zugunsten des Tempos gestrichen.

Bereits ab der Feudalzeit lassen sich nun auch Belagerungsrammen und -tĂŒrme bauen sobald man in der Schmiede das „Siege Engineering“-Upgrade erforscht hat. Belagerungsrammen können ausschließlich GebĂ€ude angreifen und sollten unbedingt von Nahkampfeinheiten gedeckt werden. BelagerungstĂŒrme kommen zum Einsatz, um Truppen auf den nun begehbaren Steinmauern zu ĂŒberraschen.

Tiere verwesen nun nicht mehr und können auch problemlos von MilitÀreinheiten getötet werden, was grobe Fehler nun deutlich mehr verzeiht. Dies ist auch bitter nötig, denn die Wildschweine sind hier stÀrker als je zuvor und regenerieren auch ihre Gesundheit.

Zudem lĂ€sst sich die „Professional Scouts“-Technologie erforschen, mit der SpĂ€her nun Rehe tragen und bei Dorfzentrum oder MĂŒhle ablegen können. Schafe folgen bei Sichtkontakt nun dem SpĂ€her und können nicht mehr vom Gegner „gestohlen“ werden.

Ein Tutorial gibt es auch, welches sich sofort beim ersten Spielstart startet. Zudem gibt es ein dynamisches Tutorial, welches interaktiv Tooltips einblendet, sobald das Spiel davon ausgeht, dass man bei bestimmten Punkten Hilfe benötigt. Das dynamische Tutorial lÀsst sich jederzeit abschalten.

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, GebĂ€ude anzuzĂŒnden. Hat ein GebĂ€ude nur noch 25 % seiner ursprĂŒnglichen HP ĂŒbrig, fĂ€ngt es an bis zum Verfall herunterzubrennen und fĂ€llt anschließend in sich zusammen, falls es nicht repariert wird. RTS Veteranen wird diese Mechanik an Cossacks erinnern.

Um Einheiten zu bekehren, mĂŒssen Mönche eine Reliquie in der Hand halten. Bekehrungen richten sich zudem nicht mehr an einzelne Einheiten, sondern finden im Umkreis des Mönchs statt. Somit sind Massenbekehrungen möglich.

Sound & Musik

Das Sounddesign lĂ€sst sich mit einem Wort zusammenfassen: fantastisch. Je nachdem, wo man gerade auf der Karte ist, hört man die Einheiten unterschiedlich laut und auch hallend. Das gleiche gilt fĂŒr KampfgerĂ€usche und Kriegsschreie.

Einen klassischen Soundtrack, wie man ihn in den VorgĂ€ngern hören konnte, gibt es in diesem Sinne nicht. Stattdessen Ă€ndert sich die Musik nun dynamisch je nachdem welches Volk man spielt und in welchem Zeitalter man sich befindet. In diesen MusikstĂŒcken lassen sich aber Referenzen auf die eigene Vergangenheit finden. Die Musik der Imperialzeit der EnglĂ€nder rezitiert beispielsweise das StĂŒck „Felonious Junk“ aus dem AoE 3 Soundtrack. Die berĂŒhmten sechs Noten, welche den Anfang vom Age of Empires Theme bilden, lassen sich ebenfalls im Soundtrack finden.

Viele Wege fĂŒhren zum Sieg

Age of Empires IV hat drei Siegesbedingungen, die sich individuell an- und abwÀhlen lassen:

  • Wahrzeichen: Sieger ist, wer die gegnerischen Wahrzeichen zerstört, aber Vorsicht: Wahrzeichen können repariert werden! Kommt dem klassischen Conquest-Modus am nĂ€chsten.
  • Heilige StĂ€tte: Je nach Karte gibt es unterschiedlich viele Heilige StĂ€tte. Diese sind mit den Ruinen aus Age of Empires 1 vergleichbar. Sie werden durch Mönche erobert und generieren alle 15 Sekunden jeweils 10 Gold. Wer alle hĂ€lt und verteidigen kann, gewinnt.
  • Wunder: Eigentlich selbsterklĂ€rend. Jedes Volk hat in der Imperialzeit Zugriff auf ein Weltwunder. Das Spiel gilt als gewonnen, wenn man das eigene Weltwunder nach dem Bau 10 Minuten lang verteidigen kann.

Zudem gibt es eine vierte, inoffizielle Siegesbedingung mit „Sandbox“. Hier sind alle der obengenannten Bedingungen deaktiviert.

Die Völker

Age of Empires IV hat weniger Völker als Teil 2 es zu Release hatte (13). Es wartet wie auch schon Teil 3 mit acht Völkern im Hauptspiel auf:

  • EnglĂ€nder: Die EnglĂ€nder haben einen starken Fokus auf ihre LangbogenschĂŒtzen, die sie bereits ab der Feudalzeit in der Schießanlage oder einem ihrer Wahrzeichen – der Council Hall – erschaffen können. Letztere beherbergt auch alle dazugehörigen Upgrades und erschafft den Langbogen etwas schneller. Zudem können sie bereits ab der Dunklen Zeit SpeerkĂ€mpfer ausbilden, um gegen feindlichen Kavallerieangriffen gerĂŒstet zu sein.
  • Franzosen: Der Fokus der Franzosen liegt in ihrer Kavallerie, der Wirtschaft und dem Handel. Ihre WirtschaftsgebĂ€ude sind gĂŒnstiger und ihre HĂ€ndler können jeden Rohstoff von anderen MĂ€rkten zurĂŒckbringen. Mit den Royalen Rittern haben sie außerdem ab der Feudalzeit eine gefĂ€hrliche Einheit zur VerfĂŒgung.
  • Heiliges Römisches Reich: Das HRR ist ein Infanterievolk und kann GebĂ€ude, die im Einfluss des Startdorfzentrums gebaut wurden, fernreparieren lassen. Zudem haben sie Zugriff auf dem PrĂ€laten, der Dorfbewohner inspirieren kann. Inspirierte Dorfbewohner arbeiten eine gewisse Zeit lang schneller.
  • Rus: Die Rus generieren Gold durch das Jagen und Töten von Tieren. Zudem haben sie eine zusĂ€tzliche Goldquelle, wenn sie ihre JagdhĂŒtten in der NĂ€he von WĂ€ldern bauen. Mit ihren Kriegsmönchen haben sie eine berittene religiöse Einheit, die auch im Kampf eingesetzt werden kann.
  • Chinesen: Die Chinesen haben die einzigartige Dynastie-Mechanik und können als einziges Volk alle Wahrzeichen bauen. Dies ist auch nötig, um die nĂ€chste Dynastie freizuschalten. Zudem haben sie kostenlosen Zugriff auf die Chemie-Technologie, sobald sie in die Imperialzeit voranschreiten.
  • Mongolen: Als Nomadenvolk mĂŒssen die Mongolen keine HĂ€user bauen und starten bereits mit vollem Bevölkerungslimit. Sie können zudem als einziges Volk so gut wie jedes GebĂ€ude ein- und an anderer Stelle auf der Karte wieder auspacken. Außerdem haben sie Zugriff auf den Ovoo, welcher auf Steinvorkommen platziert wird, dadurch konstant diesen Rohstoff abbaut und GebĂ€ude, die im Einflussbereich gebaut wurden, Zugriff auf stĂ€rkere Varianten der normalen Technologien gewĂ€hrt. Sie sind ebenfalls die einzigen, die weder Palisaden, noch Steinmauern bauen können.
  • Delhi Sultanat: Als einziges Volk kann das Delhi Sultanat seine Technologien komplett gratis entwickeln, aber dies deutlich langsamer als die anderen Völker. Um die Forschungsgeschwindigkeit zu beschleunigen, mĂŒssen Moscheen gebaut und Gelehrte in ihnen einquartiert werden, deswegen haben sie bereits ab der Dunklen Zeit Zugriff auf das GebĂ€ude.
  • Abbasiden Dynastie: Die Abbasiden Dynastie hat Zugriff auf das Haus der Weisheit. Das ist das einzige Wahrzeichen, was das Volk ziemlich verwundbar fĂŒr Angriffe macht. Sie sind zudem die einzigen, die Zugriff auf Kameleinheiten haben. Um ins nĂ€chste Zeitalter voranzuschreiten, entwickeln sie fĂŒr je 2 Minuten einen neuen FlĂŒgel beim Haus der Weisheit.

Die Völker unterscheiden sich in ihrer Spielweise deutlicher als noch bei Age of Empires II, erreichen aber nicht komplett den Level an Einzigartigkeit, den die Age of Empires III Völker hatten.

Die Kampagnen

Ein besonders großer Wert wurde dieses Mal auf die Kampagnen gelegt, wie man auch unschwer an dem veröffentlichten Promomaterial erkennen kann. Von denen gibt es vier:

  • The Normans: Die Geschichte ĂŒber die letzte erfolgreiche Invasion der britischen Insel mit der Schlacht von Hastings (1066) und ĂŒber die AnfĂ€nge der heutigen britischen Monarchie mit Charakteren wie William the Conqueror und seinen Nachfahren.
  • The Hundred Years War: Die 100jĂ€hrige Auseinandersetzung zwischen England und Frankreich, beginnend mit dem Turnier der 30 ĂŒber Auftritten von Johanna von Orleans bis hin zur Verwendung von Schießpulver und Artillerie und dem Sieg ĂŒber England.
  • The Mongols: Die Geschichte des Mongolenreichs und den Auseinandersetzungen mit den Chinesen und Rus aus der Sicht von Persönlichkeiten wie Genghis Khan oder Kublai Khan.
  • The Rise of Moscow: Der Aufbau der heutigen Hauptstadt Russlands, welche unter stĂ€ndiger Bedrohung seitens der Mongolen stand und die Geschichte, wie aus einer Stadt ein Imperium entsteht.

Die Kampagnen werden aufwĂ€ndig mittels Einleitungsvideos vor jeder Mission erzĂ€hlt und sind im Dokumentationsstil gehalten. Die Videos wurden eigens fĂŒr das Spiel an den jeweiligen Orten gedreht und fĂŒgen AR-mĂ€ĂŸig Einheiten ein, um so Schlachten und Belagerungen zu zeigen. Die Missionen sind Ă€hnlich aufgebaut und die Stimme der ErzĂ€hlerin erklĂ€rt, was gerade passiert.

Mit fast jeder Mission schaltet man Bonusmaterial frei, wie etwa die „Hands on History“-Videos. Dabei handelt es sich um Minidokus, die verschiedene Aspekte des Mittelalters behandeln, etwa den Burgenbau, das Tribock oder die ChevauchĂ©e-Taktik.

Die Missionen sind kĂŒrzer als das, was man von den VorgĂ€ngern gewohnt ist, dafĂŒr gibt es mehrere Missionen pro Kampagne. Sobald man die ersten beiden Missionen der Normannen-Kampagne abgeschlossen hat, sind alle vier Kampagnen in freier Reihenfolge spielbar.

Es gibt 4 Schwierigkeitsgrade: Einfach, Mittel, Schwer sowie Story. Letzterer macht die Missionen noch Einfacher und richtet sich insbesondere an Leute, die nicht allzu sehr in Echtzeitstrategiespielen drinnen sind und einfach nur Geschichte „genießen“ möchten. Das gute Mittelmaß und die Empfehlung der Entwickler ist der mittlere Schwierigkeitsgrad, da hier der Gegner anspruchsvoller ist und den Spieler auch fordert.

Mit „Art of War“ gibt es wie auch schon seit AoE 2 DE wieder eine Minikampagne mit Herausforderungen, welche verschiedene Aspekte des kompetitiven Gameplays testen. In insgesamt 5 Missionen werden hier Dinge wie Einheitenkonter, Boom, Belagerung und FrĂŒhe Wirtschaft geĂŒbt. Je nach Abschneiden verdient man hier Gold, Silber und Bronze.

XP, Masteries und tÀgliche Aufgaben

In Age of Empires IV sammelt man Erfahrungspunkte, die man durch verschiedene Aspekte gewinnt, etwa dem abschließen von tĂ€glichen Aufgaben. Dabei handelt es sich um fĂŒnf zufĂ€llige Aufgaben wie „Gewinne ein Spiel“, „Bilde x Einheiten aus“ oder auch „Sammle x Rohstoffe“. Wie der Name schon vermuten lĂ€sst, werden diese Aufgaben alle 24 Stunden durch neue Aufgaben ersetzt.

Zudem gibt es die sogenannten „Masteries“ (Meisterungen). Dabei handelt es sich um eine Reihe von 15 Aufgaben, welche fĂŒr jedes Volk abgeschlossen werden muss. Die Aufgaben richten sich an völkerspezifische Aspekte, z.B. dem Sammeln von 500 Rohstoffen von inspirierten Dorfbewohnern in der Dunklen Zeit als Heiliges Römisches Reich. Mit jeder abgeschlossenen Meisterung schaltet man Portraits frei, die wie die Profilbilder von AoE 2 DE und 3 DE funktionieren.

Des Kaisers neues Wappen und Monument

Neben den Portraits lĂ€sst sich das eigene Auftreten im Spiel noch weiter anpassen. Jeder Spieler in Age of Empires IV hat ein Wappen, welches individuell angepasst werden kann in Form, Farbe und angezeigtem Symbol. Die Symbole fĂŒr das Wappen werden durch das Abschließen von Meisterungsaufgaben freigespielt. Zudem gibt es einige besondere Symbole wie etwa fĂŒr Mitglieder des AoE Insiderprogramms. Das Wappen sowie das Portrait werden beim Laden eines Spiels angezeigt.

Eine weitere Form zur Anpassung ist das Monument. Dabei handelt es sich um eine Statue, welche beim Dorfzentrum im Spiel platziert ist. StandardmĂ€ĂŸig hat man hierbei eine große Glocke. Monumente werden wie auch die Wappensymbole durch das Abschließen von Meisterungen freigeschalten, zudem bekommen KĂ€ufer der Deluxe Version ein spezielles Monument.

Die Liebe zum Detail

Überall lassen sich kleine Details im Sound- und Grafikdesign finden, welche zeigen, wie detailverliebt das Spiel eigentlich ist. So gibt es nun WĂ€lder, in denen sich Einheiten verstecken können (die sogenannten „Stealth Forests“), um gegnerische Einheiten auf offener FlĂ€che zu ĂŒberraschen. Einheiten, die sich in solchen WĂ€ldern bewegen, flĂŒstern anstatt ihre Befehle laut zu bestĂ€tigen.

Jedes der acht Völker hat einen individuellen Architekturstil, der sich an die historischen GegenstĂŒcke anlehnt. Die Burgen der Rus bestehen beispielsweise aus Backsteinen, da dies die vorherrschende Steinart in Osteuropa war. Die GebĂ€ude der EnglĂ€nder und Franzosen sehen sich teilweise Ă€hnlich, entwickeln sich aber dann doch auseinander, denn GebĂ€ude Ă€ndern je nach Zeitalter auch ihr Aussehen.

Auch Einheiten haben ein anderes Modell je nach bereits entwickeltem Upgrade. Die RĂŒstungen der Einheiten der Imperialzeit sind beispielsweise goldverziert.

Zudem sprechen die Einheiten je nach Zeitalter immer moderner. WĂ€hrend die Sprache der Franzosen in der Dunklen Zeit beispielsweise noch deutlich vom Lateinischen beeinflusst ist, entwickelt sie sich ĂŒber Feudal-, Ritter- und Imperialzeit immer mehr hin zum modernen Französisch.

GebĂ€ude werden in den Basen nun durch automatisch generierte Straßen miteinander verbunden, was zwar spielerisch keinen Wert hat, aber schön anzusehen ist.

Die Schattenseite


Das sind ziemlich viele positive Dinge in AoE 4! Gibt es auch Dinge, die kritikwĂŒrdig sind
? Ja, die gibt es.

Leider fĂŒhlt sich das Spiel in Sachen Bedienung an einigen Stellen unnötig veraltet an, da es auf Funktionen verzichtet, die die Definitive Editions von AoE 1 – 3 bereits hatten, wie beispielsweise die Globale Warteschleife, welche anzeigt, was man gerade entwickelt und erforscht. Um einen Überblick ĂŒber die eigene Produktion zu haben, muss man also wie in den Originalen der alten Spiele die einzelnen GebĂ€ude durchklicken.

Zudem fehlen essentielle Hotkeys wie die „Gehe zu
“-Hotkeys aus Age of Empires 2. Stattdessen sind die Tasten F1 – F3 standardmĂ€ĂŸig mit „WĂ€hle alle MilitĂ€rgebĂ€ude“, „WĂ€hle alle WirtschaftsgebĂ€ude“ und „WĂ€hle alle TechnologiegebĂ€ude“ belegt und um auf einzelne GebĂ€ude zuzugreifen mĂŒssen diese mit der TAB-Taste durchgegangen werden. Andere Hotkeys sind fix belegt und können nicht geĂ€ndert werden, z.B. das freie Drehen der Kamera mit gedrĂŒckter ALT-Taste, welche mich in manchen Spielen irritiert hat. Falls man eine Gamingmaus mit mehreren Buttons hat, muss zudem auf die Software des Mausherstellers zurĂŒckgegriffen werden, um ĂŒberhaupt diese belegen zu können.

Der Kampf gegen die KI ist okay, aber diese fĂŒhlt sich vom Sprung auf Mittel zu Schwer zu unausgeglichen an. WĂ€hrend beide Ă€hnliche Upzeiten fĂŒr die Feudalzeit haben, lĂ€sst sich die Mittlere KI viel Zeit bis sie ĂŒberhaupt in die Ritterzeit voranschreitet. Hier sollte man noch nachbessern.

Weitere fehlende Features sind der Szenarioeditor (wird im FrĂŒhjahr 2022 nachgereicht), der Ranked-Modus und Cheats.

Meinung & Fazit

Ich hatte sehr viel Spaß mit Age of Empires IV trotz der im vorherigen Absatz geschilderten SchwĂ€chen. Die Kampagnen sind wunderbar inszeniert und die „Hands on History“-Videos haben mich angefixt, um die nĂ€chste Mission zu spielen, damit ich weitere freischalte. Um also die zweite Frage zum Anfang zu beantworten: Ich finde durchaus, dass AoE 4 gut ist und die Serie nicht zu Grabe tragen wird. Meiner Meinung nach musste das Spiel im Vorfeld einiges an ungerechtfertigter Kritik seitens der Grafik einstecken. „Comicgrafik“, „Age of Disney“ und Ă€hnliches hat man da gelesen. Das GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnis der Einheiten und GebĂ€ude wurde bemĂ€ngelt, die Farben als zu bunt bezeichnet und dabei wurde sich anscheinend nie die MĂŒhe gemacht die anderen Teile anzusehen, um zu erkennen, dass AoE 4’s Stil sich nahtlos bei den VorgĂ€ngern einreiht, was auch kein Wunder ist, da Art Director Zach SchlĂ€ppi in mehreren Interviews meinte, dass er sich Farben aus AoE 1 – 3 herausgepickt hat und man bereits bei Age of Empires 2 Dinge gesehen hat, wie Palisaden, die genauso hoch wie HĂ€user sind.

Mit Age of Empires IV hat man endlich wieder ein gutes Echtzeitstrategiespiel, dass das Potenzial hat, dem Genre wieder auf die Beine zu helfen. Der Name und der damit verbundene Nostalgiefaktor werden dazu sicherlich beitragen, doch die große Hemmschwelle wird hierbei der AAA-Preis sein, da die Definitive Editions fĂŒr nur 19,99 € pro Spiel zu haben sind, wĂ€hrend man fĂŒr AoE 4 59,99 € (Standard) bzw. 79,99 € (Deluxe) verlangt. Dieser Vergleich ist allerdings nicht fair, da die Definitive Editions allesamt Remaster sind.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wohin die Reise gehen wird, vor allem, da noch einige wichtige Völker des Mittelalters fehlen und mit hoher Wahrscheinlichkeit als DLC nachgereicht werden. Ich spreche dabei von den Byzantinern, den Spaniern sowie den Azteken und Mayas, die alle ihre Daseinsberechtigung haben.

Kann ich Age of Empires IV also empfehlen? Definitiv ja. Wenn ihr AoE 2 und/oder 3 gespielt habt und Spaß hattet, werdet ihr AoE 4 mögen. Neueinsteiger und Gelegenheitsspieler werden mit den Kampagnen auch ihre Freude haben, da der Story-Schwierigkeitsgrad niemanden wirklich ĂŒberfordert und sich die Geschichte auch lebendig anfĂŒhlt.


Trotz aller SchwÀchen bekommt Age of Empires IV von mir 7 von 10 Punkte.

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Bewertung: 5.0/5 (2)

Age of Empires II: Definitive Edition – Review

FloosWorld am 21.November 2019 um 17:11:47

Zwei Monate nach dem 20-jÀhrigen JubilÀum von Age of Empires II lÀsst es Microsoft zusammen mit Forgotten Empires und der Definitive Editon zum beliebtesten Teil der Echtzeitstrategie-Reihe so richtig krachen. Was kann das Remaster? Was ist gut? Was ist schlecht?

Die Features im Überblick

  •  Alle Inhalte seit 1999*
  • 4K (optional, als kostenloses DLC erhĂ€ltlich, 16 GB Download)
  • Stufenloser Zoom
  • Neue Features: Intelligente Einheitenauswahl, Sicheres Löschen
  • Überarbeitete Kampagnen und Soundtrack
  • Überarbeiteter Netcode, der nun auf serverbasierten Multiplayer ausgelegt ist

* Mit Ausnahme der „El Dorado“-Kampagne, die nun durch eine Inka-Kampagne ersetzt wurde, sowie einigen Szenarioobjekten.

 

Gameplay

Das Gameplay ist so, wie man es von Age of Empires II gewohnt ist und bedarf keiner großen ErklĂ€rung: Basenbau mit Rohstoffabbau, Forschung und Ausbildung von MilitĂ€reinheiten. Interessanter sind dabei eher die Neuerungen.

 

Wie ein FrĂŒhjahresputz

OberflĂ€chlich gesehen hat man hier immernoch das gleiche Spiel von 1999, das Gameplay wurde allerdings mit kleineren QOL-Features verfeinert: Command Queues erlauben es nun Dorfbewohnern genaue Anweisungen darĂŒber zu geben, was sie machen sollen (z.B. zwei HĂ€user bauen, dann in der NĂ€he der MĂŒhle ein Feld anbauen), Felder und Reusen werden nun per Mausklick automatisch erneuert, Reusen haben zudem auch eine Einsaatwarteschleife bekommen, in der Rohstoffleiste steht, wie viele Dorfbewohner gerade welchen Rohstoff abbauen und wie viel von der Gesamtbevölkerung sie ausmachen, unter der Rohstoffleiste wird alles aufgezĂ€hlt, was gerade erforscht und ausgebildet wird. Die Command Queues gelten auch fĂŒr MilitĂ€reinheiten und ermöglichen es, z.B. Mönche, die eine Reliquie aufgesammelt haben sicher durch die Karte zu bewegen. Die Einheiten sind dank der Command Queues auch etwas intelligenter geworden, deutlich fĂ€llt das bei den Tribocken auf, die nun, wenn ein Ziel außer Reichweite ist, sich selbst einpacken und in Reichweite wieder aufbauen. FrĂŒher musste man das Einpacken manuell erledigen.

Das Feature, das am deutlichsten auffallen sollte, ist der Zoom, der es gestattet, nah an das Spielgeschehen heranzukommen. Wer noch weiter reinzommen möchte, kann das sogenannte „Graphic Enhancement Pack“ runterladen, das als kostenloses DLC daherkommt. Das DLC startet einen 16 GB-Download und fĂŒgt die 4K Texturen ein. Leider kam ich nicht in den Genuss das UHD-DLC auszuprobieren, da das Spiel hier nicht wirklich optimiert ist und bei mir im Benchmark hĂ€ngen bleibt. Schade eigentlich, denn mein PC erfĂŒllt die Mindestanforderungen fĂŒr das DLC. Das Benchmark wird fĂŒr die Freigabe der Ranglistenspiele genutzt, dazu muss man mindestens 1000 Punkte erreichen. (Update: Seit ich eine neue Grafikkarte und Monitor habe kann ich das Spiel nun auch mit dem UHD-DLC voll und ganz genießen. Das DLC wurde optimiert.)

Eine kleine Neuerung ist das Scrollen mit der rechten Maustaste.

Einheiten können nun alternativ auch mit defensiver Haltung statt der klassisch aggresiven Haltung erschaffen werden. Das ist insoweit sinnvoll, da es schon mal vorkommen kann, dass eine frisch erschaffene Einheit einem vorbeireitenden SpÀher vom Gegner hinterherlÀuft und nicht locker lÀsst.

Apropos Einheiten: neu ist ebenfalls die intelligente Einheitenauswahl. Diese erkennt automatisch, wenn in einer grĂ¶ĂŸeren Masse Dorfbewohner und andere zivile Einheiten sind und wĂ€hlt diese nicht mit aus.

Wichtige GebĂ€ude wie das Dorfzentrum, die Burg und das Weltwunder können nun auf Wunsch sicher gelöscht werden. Das ist in der Eifer des Gefechts wichtig, wenn man versehentlich auf den Entfernen-Knopf drĂŒckt. Dabei wird man gefragt, ob man das GebĂ€ude wirklich abreißen möchte. Allerdings frage ich mich, warum nicht alle militĂ€rischen GebĂ€ude (Kaserne, Schießanlage und Stall) als „wichtiges GebĂ€ude“ eingestuft werden.

Neu sind auch vier Völker und drei Kampagnen. Die Bulgaren, Litauer, Kumanen und Tataren bringen die Zahl der Völker auf 35. Die Völker sind allesamt auf Kavallerie ausgelegt und bieten einige interesante Aspekte. So haben die Bulgaren mit dem Konnik eine berittene Einheit, die wenn sie getötet wird zu Fuß weiterkĂ€mpft und die Kumanen können ab der Feudalzeit eine Waffenschmiede bauen. Alle Völker haben nun ein spezielles Wappen bekommen, um so leichter erkennbar zu sein.

Die Schlachten der Eroberer und der Vergessenen werden nun als eine einzige Kampagne gefĂŒhrt.

Es gibt zudem eine weitere neue Kampagne, die dem Spieler die „Kunst des Krieges“ beibringen soll und damit als eine Art erweiteres Tutorial gilt. Hier wird dem Spieler in einigen Missionen einiges ĂŒber die Grundlagen des Standardspiels beigebracht und es gibt Ă€hnlich wie in z.B. Trackmania Medallien, die dem Spieler gegeben werden, wenn man das Missionsziel unter einem bestimmten Zeitlimit erfĂŒllt.

Wo Mediallien sind, gibt es auch Achievements und diese sind im Vergleich zu Age of Empires II HD Edition deutlich weniger geworden. Das liegt daran, dass Achievements wie z.B. „Besiege Volk X 10-mal“ komplett entfernt wurden. Neue Achievements sind z.B. 300 Tribocke erstellen oder in den Kampagnen etwas bestimmtes machen (z.B. in der ersten Mission von El Cid alle Reliquien einsammeln). Ist man bei der Steam-Version mit dem Xbox-Account eingeloggt, spielt man die Achievements fĂŒr Steam und Xbox Live frei.

Die Kampagnen selbst wurden ĂŒberarbeitet und bieten nun laut Angabe der Entwickler 200 Stunden Spielzeit. Überarbeitet wurden einzelne Details auf der Karte und die Synchronisation. Die erste Mission von William Wallace verliert z.B. ihre Anspielung auf Ensemble Studios und den britischen Milizsoldaten im Wald, in der letzten Mission von Attila wird Westrom nun durch die Italiener anstatt der Byzantiner reprĂ€sentiert und so weiter. Am deutlichsten wurden die Kampagnen von „The Forgotten“ ĂŒberarbeitet. Die Synchronisation ist mir in den ersten Spielstunden leider negativ aufgefallen, insbesondere bei William Wallace, da der alte Sprecher deutlich energischer war und der neue ungewohnt ruhig und ungestresst klingt. Man gewöhnt sich aber daran.

Anders als bei den vorherigen Versionen werden die Kampagnen nun nicht mehr nach Erweiterungspaket geordnet, sondern nach Kontinent. Die Cutscenes zu den Zwischensequenzen können nun wie bei den Kampagnen von Rise of the Rajas vor- und zurĂŒckgespult werden und man kann, falls man die falsche Mission gewĂ€hlt hat, ohne Probleme in das KampagnenmenĂŒ springen, ohne erstmal das Szenario laden zu mĂŒssen.

An der BenutzeroberflĂ€che hat sich auch etwas getan: Diese ist wie bei AoE 1: DE nun skalierbar. Hohe Skalierungsstufen sind aber nicht zu empfehlen, da man ansonsten u.U. bereits in Auftrag gegebene Forschungen nicht mehr abbrechen kann. Der Button fĂŒr untĂ€tige Dorfbewohner ist nach oben zur Rohstoffleiste gerĂŒckt und unten bei der Karte ist nun ein Button, mit dem der Anzeigemodus der Karte geĂ€ndert werden kann. Man kann hier zwischen der normalen Sicht, einer vereinfachten Sicht, die die Höhenunterschiede grafisch darstellt und einer Sicht ohne alles wĂ€hlen. Das ist unter anderem NĂŒtzlich, um Objekte wie Reliquien (auf der Karte als weißer Punkt dargestellt) schneller finden zu können.

Weitere kleinere Änderungen sind mehrere Anpassungen in den Übersetzungen. Die byzantinische Spezialeinheit wird nun in der deutschen Version genauso wie in der englischen als „Kataphrakt“ bezeichnet, die Kriegsgalleone ist nun das „Kannonenschiff“ usw.

GebĂ€ude stĂŒrzen wie bei der Definitive Edition zu Age of Empires 1 in sich zusammen, anstatt wie frĂŒher unspektakulĂ€r zu einem Schutthaufen zu explodieren. Getötete Einheiten bluten wahlweise und versinken in den Boden anstatt wie frĂŒher langsam zu einem Skelett zu verwesen.

Unter’m Strich bleibt hier zu sagen, dass sich die Definitive Edition mit einem Regal vergleichen lĂ€sst, dessen Staub entfernt wurde: Das Spiel erstrahlt in neuem Glanz. Vergleichbar ist das ungefĂ€hr mit den Remaster, die Nightdive Studios veröffentlicht.

Das Ohr spielt mit

FĂŒr die Definitve Edition wurde auch schon wie beim ersten Teil der Soundtrack komplett neuaufgenommen. Bemerkenswert ist hierbei, dass erstmals seit der Demoversion auch die beiden StĂŒcke „Bust (Give the Drummer Some Mix)“ und „Gyam Shorts“ enthalten sind, sowie mit „Joey JoJo“ die Variante des bekannten AoE-Themes aus einer der frĂŒhen Betaversionen.

In den Optionen hat man mehrere Möglichkeiten, wie man den Soundtrack abgespielt haben möchte. So kann man beispielsweise völkerspezifische StĂŒcke abspielen lassen.

Die Soundeffekte wurden ebenfalls ĂŒberarbeitet, man erkennt sie aber alle wieder. Leider fehlten zu Release und beim ersten Patch vom 15. November 2019 die Sterbesounds der meisten Einheiten. Überarbeitet wurden ebenfalls die Völkerthemes, die nun eine stolze Gesamtzeit von 30 Minuten haben.

Neu sind MusikstĂŒcke fĂŒr den Kampagnenbildschirm sowie fĂŒr den Multiplayerbereich. Dort war es frĂŒher stumm. Allerdings frage ich mich, warum diese StĂŒcke nicht im offiziellen Soundtrack verkauft werden.

 

Die KI

Die Definitive Edition vereinigt alle offiziellen KIs, die seit 1999 erschienen sind. Die neuste KI nutzt vorallem auf höheren Schwierigkeitsgraden Taktiken, die bei Profispielern bekannt sind und wirkt deutlich intelligenter. Mithilfe der neuen Chatbefehle kann man die KI nun auch diverse Sachen anweisen, wie etwa mit einem Onager bei einem Leuchtsignal eine Schneiße in den Wald zu schlagen oder mit bestimmten Einheitentypen anzugreifen. Die KI chattet hin und wieder auch mit dem Spieler und schreibt am Anfang des Spiels, wo sich laut ihrer Vermutung einer der Gegner befindet. Der sinnvollste Befehl ist wohl 47 (Greife beim Leuchtsignal an).

Laut Entwicklerangaben soll die neue KI anders als die von The Conquerors auch nicht mehr schummeln und keine Rohstoffboni mehr bekommen.

Apropos Schwierigkeitsgrad: mit „Extrem“ ist ein neuer hinzugekommen.

 

Hotkeys

Hotkeys sind der SchlĂŒssel zum schellen Schalten im Laufe einer Partie von Age of Empires II. Die Defintive Edition bietet mit den Layouts von The Conquerors, der HD Edition sowie den neuen drei Verschiedene Hotkeys aus allen Generationen des Spiels.

Die neuen Hotkeys gehen ganz gut von der Hand, allerdings sind diese auf das englische Tastaturlayout ausgelegt und mĂŒssen erstmal von Hand auf das deutsche Layout umgestellt werden. Ich rede hierbei von dem Y und Z, was bei beiden Tastaturen vertauscht ist.

 

Der Multiplayer

Bis zur HD Edition hat Age of Empires II auf das alte Peer-To-Peer System gesetzt. Das bedeutet, dass das Spiel am PC des Hosts gestellt wird und ein laggender Mitspieler das komplette Spiel kippen kann. Zur Definitive Edition wurde der Netcode auf serverbasierten Multiplayer umprogrammiert. Mehrere Server auf der ganzen Welt sowie ein LAN Server stehen nun zur VerfĂŒgung. Lags gibt es hier zwar auch noch, aber sind diese weitaus weniger dramatisch als noch frĂŒher, da diese nur das Spiel verlangsem, aber nicht zum Absturz fĂŒhren. DafĂŒr mĂŒssen die Server wöchentlich gewartet werden.

Der Zuschauermodus nimmt nun keine SpielerplĂ€tze mehr ein und ermöglicht es damit Spiele mit bis zu acht Spielern zu beobachten. Dabei hat der Modus auch einige Features aus dem Userpatch ĂŒbernommen und zeigt live in der Ansicht, wie die Statistiken der Mitspieler sind. Ich sehe hierbei Potenzial bei Turnieren, die ĂŒber die Definitive Edition ausgefochten werden, da man damit wohl dann den Livestream sehen kann und gleichzeitig im Zuschauermodus einen Blick auf alle Mitspieler hat.

Neu ist die Möglichkeit, eigene Clans mit bis zu 50 Mitgliedern zu erstellen. Eine Rangliste ist ebenfalls mit dabei.

Die Definitive Edition unterstĂŒtzt optionales Crossplay zwischen Spielern der Steam-Version und der Windows Store-Version. Allerdings mĂŒssen dafĂŒr beide Versionen auf dem gleichen Stand sein. Xbox Live Spieler werden mit dem Xbox Logo markiert.

Der Ranglistenmodus setzt auf Matchmaking und bietet zwei Spielmodi: normale Zufallskarte und Deathmatch. Die Kartenauswahl wird dabei von den Entwicklern vorgegeben.

Die E3- bzw. Gamescom-Mission

Als kleines Goodie enthÀlt die Definitive Edition die Mission, die man auf der E3 und Gamescom spielen wollte. Hier hat man 300 Jahre (mit Spieleinstellungen ca. 15 Minuten) Zeit, als Byzantiner verschiedene Gegner auf einer Karte auszuschalten. Erreichte man auf der E3 mindestens 4000 Punkte, gab es ein T-Shirt geschenkt. Die Mission ist in den Spieldateien versteckt und muss in den Szenario-Ordner verschoben werden.

 

Wie sieht es mit Windows 7 und Windows 8.1 aus?

Gute Nachrichten! Die Entwickler unterstĂŒzten zwar nur offiziell Microsofts aktuellstes (und letztes) Betriebssystem, haben aber zumindest bei der Steam-Version dafĂŒr gesorgt, dass man mit kleineren Anpassungen unter den Ă€lteren Systemen spielen kann. Testen konnte ich das allerdings nicht, weil mein Windows 7-Laptop die Anforderungen des Spiels nicht erfĂŒllt, wenn man aber den Nachrichten im Steam-Forum glauben darf, funktioniert das Spiel ohne Probleme. Mac-Nutzer berichteten ebenfalls, dass sie das Spiel mit Bootcamp zum Laufen gebracht haben. Wie es bei Linux aussieht, weiß ich nicht.

 

Modsupport ohne Workshop und Advanced Genie Editor

Die Definitive Edition verzichtet offiziell auf Steams Workshop, das beduetet aber nicht, dass sie ohne ModunterstĂŒztung bleibt. Als Ausgleich gibts dafĂŒr eine ins Spiel eingebaute Sektion, auf die Nutzer beider Plattformen gleichermaßen zugreifen können. Das ModmenĂŒ ist wie der Workshop bedienbar. Die Mods werden ĂŒber die offizielle Seite ageofempires.com gehostet und es soll ein Tool geben, mit dem man Szenarien der HD Edition in die Definitive Edition ĂŒbertragen kann. Szenarien der alten CD Version sollen ohne weiteres funktionieren.

In den Spieldateien findet man mit dem Advanced Genie Editor zudem ein mĂ€chtiges Modwerkzeug, mit dem man das Spiel bis aufs Detail verĂ€ndern kann. Der Editor untersĂŒtzt alle Spiele, die auf Ensemble Studios „Genie“-Engine basieren.

 

Performance

Die Definitive Edition macht eine gute Figur – aber nicht bei allen Spielern. Multiplayerprobleme halten Spieler fern das Spiel mit anderen Spielern zu spielen, wĂ€hrend der Einzelspieler bei jedem funktioniert. Andere berichten gar, dass die Definitive Edition bei ihnen ĂŒberhaupt nicht funktioniert und stĂ€ndig crasht. Mal sehen, was da zukĂŒnftige Patches bringen. (Update: Das soll wohl grĂ¶ĂŸtenteils behoben sein.)

 

Meinung & Fazit

Mir gefĂ€llt die Definitive Edition richtig gut. Wie auch schon bei der Definitive Edition zum ersten Teil ist es Forgotten Empires gelungen, den Klassiker in neues Gewand zu stecken und damit das Spiel richtig frisch aussehen zu lassen. Und abgesehen von Performanceproblemen macht das Spiel nach wie vor genauso Spaß wie auch schon vor 20 Jahren.

Ich kann die Definitive Edtion uneingeschrĂ€nkt jedem empfehlen, der Age of Empires 2 mal in irgendeiner Art und Weise gespielt hat, sowie Neulingen im Genre. Die Lernkampagne tut wie auch schon 1999 ihren Dienst und erklĂ€rt alles, was man wissen muss, um Anfangs Partien gegen den Computer auf niedrigeren Schwierigkeitsgraden zu spielen. Experten werden mit der „Art of War“-Kampagne ihre Freude haben, da sie dort ihre FĂ€higkeiten unter Beweis stellen können.

Vor Release konnte man die Definitive Edition mittels Cupon, der Besitzer der HD Edition ausgehĂ€ndigt wurde mit einem Rabatt in Höhe von 25 % kaufen. Seit dem 14.11.2019 bekommt man die Definitive Edition allerdings immernoch fĂŒr den gleichen Preis, wenn man entweder das Bundle mit der HD Edition oder mit Age of Empires 1 kauft. Wer sich fĂŒr den VorgĂ€nger interessiert, kann letzteres kaufen.

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Bewertung: 5.0/5 (3)

Age of Empires II: Rome Returns – Review

FloosWorld am 30.September 2019 um 14:09:32

Rom ist untergegangen und die Welt wieder zu haben? Von wegen!

Was passiert, wenn man versucht Age of Empires I mit Age of Empires II zu kombinieren? Man erhĂ€lt die Rome Returns Mod, eine Modifikation fĂŒr Age of Empires II: The Conquerors.

Das Wichtigste in KĂŒrze

Rome Returns kommt mit folgenden Features:

  • Alle Inhalte aus Age of Empires I und The Rise of Rome
  • Vorteile aus dem Age of Empires II Gameplay
  • Zwei neue Einheiten
  • Bevölkerungsgrenze bei 250
  • MIDI Soundtrack aus Rise of Rome

Gameplay

Rome Returns lĂ€sst sich so spielen, wie man es normal von Age of Empires II kennt: drei Dorfbewohner und ein berittener SpĂ€her am Beginn. Da es beim ersten Age of Empires keine Schafe o.Ä. gab, sind diese logischerweise auch nicht vorhanden.

 

Achtung – lasst euch nicht verwirren! Die Button im Userinterface der Dorfbewohner sind noch so wie bei Age of Empires II angeordnet (d.h. in zivile und militĂ€rische GebĂ€ude unterteilt). Die GebĂ€ude selbst sind allerdings so, wie sie im ersten Age of Empires in der Bauliste vorkamen angeordnet – die Kaserne ist also auf Seite 1.

 

Wer Age of Empires II gespielt hat, wird sich schnell einfinden, auch wenn dem Szenario geschuldet einige GebĂ€ude fehlen oder andere Funktionen erfĂŒllen: Die Lagergrube ist fĂŒr Holz, Stein, Gold und Nahrung von gejagten Tieren zustĂ€ndig und ermöglicht ab der Jungsteinzeit (Tool Age) die Erforschung diverser RĂŒstungstechnologien, wĂ€hrend es bei Age 2 dafĂŒr das HolzfĂ€llerlager, das Bergarbeiterlager und die Schmiede gibt. Dies bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass man mehr Rohstoffe zur VerfĂŒgung hat, da man keine zusĂ€tzlichen GebĂ€ude bauen muss.

Die Mod gibt es ĂŒbrigens nur auf Englisch.

Was die Mod besser als die Definitive Edition macht 


WĂ€hrend die Definitive Edition darum bemĂŒht ist, Spieler von Age of Empires II mit diversen Komfortfeatures abzuholen, ohne aber den Geist des Originals ganz zu vergessen, geht Rome Returns noch einen Schritt weiter.

 

Zuerst dĂŒrfte einem Auffallen, dass wie bei der Definitive Edition der Technologiebaum vorhanden ist, der bei AoE 2 von Anfang an dabei war. Dieser bietet eine Übersicht ĂŒber die Technologien, Einheiten und GebĂ€ude, die die im Spiel vertretenen Völker entwickeln, ausbilden und bauen können.

 

Zudem wurden weitere Funktionen aus AoE 2 ĂŒbernommen: Die Alarmglocke und das damit verbundene Einquartierungsfeature sind nun mit dabei und im Kornspeicher lassen sich die Bauernhöfe in die Einsaatwarteschleife packen. HĂ€user stocken das Bevölkerungslimit um 5 auf, bei AoE 1 sind das nur 4 pro gebauten Haus.

Ein großer Kritikpunkt am ersten Age of Empires ist, dass man zu einem spĂ€ten Zeitpunkt des Spiels ohne Rohstoffe dastehen kann, ohne Chance den Rohstoffhaushalt auszugleichen und das selbst bei Teamspielen, da das Handelsschiff ziemlich nutzlos ist. Dem ist nun nicht mehr so, denn hier wurde auch das Marktplatzsystem aus AoE 2 mit ĂŒbernommen. Rohstoffe lassen sich durch erwirtschaftetes Gold kaufen und verkaufen. Gold lĂ€sst sich auch durch den Handel mit anderen HĂ€fen und MarktplĂ€tzen generieren, entsprechende Einheiten sind auch dabei.

Neu ist zudem der Elite-Slinger, die verbesserte Version des in der Kaserne entwickelbaren Steinschleuderers.

Durch das Fehlen von Formationen laufen die Einheiten bei AoE 1 generell ungeordnet durch die Gegend – nervig fĂŒr grĂ¶ĂŸere Schlachten, bei denen man die Übersicht behalten muss. Rome Returns bietet nun auch die aus AoE 2 bekannten Formationen, sodass ArmeeschlĂ€uche der Vergangenheit angehören. Die vier verschiedenen AggresivitĂ€tszustĂ€nde (Aggresiv, Defensiv, Stellung Halten, Passiv) sind ebenfalls mit dabei.

 

Es dĂŒrfte den einen oder anderen auch freuen, dass hier sĂ€mtliche Kampagnen aus Age of Empires I und Rise of Rome nachgebaut und eingefĂŒgt wurden. Anders als bei der Definitive Edition verzichtet die Hethiter-Kampagne dabei nicht auf die ersten zwei Szenarien und das Battle Showcase aus der AoE 1 Demo ist ebenfalls dabei.

 


 und was gleich bleibt

Ja, das sind tatsÀchlich ziemlich viele Vorteile, die Rome Returns bietet. Doch gibt es auch etwas negatives? Jein.

Je nach dem wie man es sieht, ist es entweder schade, oder Teil der ursprĂŒnglichen Erfahrung, dass Tore nach wie vor fehlen, womit man nach wie vor auf LĂŒcken in der eigenen Verteidigung achten muss. Aber gut, dafĂŒr kann man dann auch die fehlenden Tore durch starke Nahkampfeinheiten und TĂŒrmen ausgleichen.

Die aktuelle Version der Mod ist schon ein wenig Ă€lter, aber Tore wurden fĂŒr eine zukĂŒnftige Version versprochen. Mal sehen, was da kommt. Ansonsten ist mir die Mod durchweg positiv aufgefallen.

Wer erhofft, dass das Ingame Lexikon ĂŒberarbeitet wurde, um so einen Überblick ĂŒber die Antike zu bieten, wird leider enttĂ€uscht, denn hier kann man nach wie vor nur ĂŒber die AoE 2 Völker bis The Conquerors lesen. Klickt man aber auf die einzelnen Völker, so hört man neue Erkennungsmelodien, welche fĂŒr die AoE 1 Völker genutzt werden.

Ebenso wird man enttĂ€uscht sein, wenn man erhofft, dass hier Team Boni fĂŒr die AoE 1 Völker dabei sind.

Wie sieht es mit den Cheats aus?

Ob man bei Rome Returns auch cheaten kann? Ja, aber die breite Auswahl an Schummeleien aus dem Original ist leider nicht vorhanden.

Rome Returns nutzt die Rohstoffcheats aus Age of Empires II. In der aktuellen Version ist zudem der schwarze Chevy Camaro aus dem ersten Teil dabei, den erschafft man aber durch den Cheat fĂŒr den blauen Shelby Cobra aus AoE II (howdoyouturnthison).

Fazit

Nach ein paar Runden Rome Returns muss ich sagen, dass mir diese Mod richtig gut gefĂ€llt, denn sie lĂ€sst die restlichen UmstĂ€ndlichkeiten des Originals mit dem Age of Empires II Gameplay verschwinden. So hĂ€tte Age of Empires 1 eigentlich sein mĂŒssen! Verbuggt ist hier lediglich die Rome_Only_DM KI, welche aus irgendwelchen GrĂŒnden sofort aufgibt.

Wer die Mod selbst ausprobieren möchte, kann sich die entsprechenden Dateien auf den bekannten Modseiten wie moddb.com und aok.heavengames.com holen. Eine Voobly-Version ist ebenfalls vorhanden. Reinspielen lohnt sich!

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Bewertung: 5.0/5 (2)

Age of Empires: Definitive Edition – Re-Review

FloosWorld am 21.August 2019 um 16:08:48

Es war ein wenig ĂŒberaschend, aber sehr erfreulich: Microsoft kĂŒndigte an, dass die Definitive Edition von Age of Empires 1, sowie fĂŒr Age of Empires 2 und 3 und das neue Age of Empires 4 nun doch fĂŒr Steam erscheinen werden, nachdem man sich wohl mit Valve einigen konnte. Kurz nach der E3-Presentation und dem AnkĂŒndigungstrailer zu Age of Empires 2: Definitive Edition gingen auch die Steamstore-Seiten fĂŒr AoE 1 und AoE 2 online und die beiden Spiele konnten zunĂ€chst mal in die Wunschliste hinzugefĂŒgt werden. Bei den Veröffentlichungsdaten  standen jeweils „Coming Soon“ und „Fall 2019“ und in einem GesprĂ€ch wurde bestĂ€tigt, dass Age of Empires: Definitive Edition noch im August 2019 erscheinen wird. Am 19.08.2019 war es nun soweit: AoE 1: DE wurde veröffentlicht und AoE 2: DE erhielt mit dem 14.11.2019 ein Veröffentlichungsdatum!

Es ist nun mittlerweile ein Jahr her, als ich eine Review zur Definitive Edition verfasst habe. Warum also diese Re-Review? Es hat sich ein bisschen was seitdem verÀndert. Vor meiner Re-Review solltet ihr aber auf jeden Fall nochmal einen Blick in die Review vom Mai 2018 werfen. Der Ausgangspunkt dieser Re-Review ist die Steam-Version.

Verbesserungen am Gameplay

Nachdem das Spiel updatemĂ€ĂŸig fĂŒr lĂ€ngere Zeit stillstand, hatte man vor dem Release auf Steam ein wenig nachgebessert.

Das Verhalten der KI bezĂŒglich der Wegfindung wurde leicht verbessert, auch sie immernoch nicht perfekt ist. Mal sehen, was da zukĂŒnftige Updates bringen.

Die Einheitenwarteschleife wurde verbessert: Wie bei Age of Empires 2 können nun unterschiedliche Einheiten in die Warteschleife gestellt werden. Neu ist, das nun auch Technologien in die Warteschleife gepackt werden können. So kann man nun z.B. im Dorfzentrum in die nĂ€chste Zeit voranschreiten und dabei gleichzeitig 5 Dorfbewohner in die Schleife packen. Dies ist ein Feature, das man bereits durch Mods von Voobly kennt und was auch bei der kommenden Definitive Edition fĂŒr Teil 2 dabei sein wird.

Ebenfalls neu: Icons unterhalb der Rohstoffanzeige, die anzeigen, was gerade Entwickelt und Erforscht wird. Klickt man auf das jeweilige Icon, kommt man direkt zum GebÀude. Auch diese Neuerung wird ebenfalls bei Age of Empires 2: Definitive Edition enthalten sein.

 

Apropos Rohstoffanzeige: Hier wird nun unterhalb der Rohstoffe angezeigt, wie viele Dorfbewohner gerade welchen Rohstoff abbauen. Klickt man auf den Rohstoff, so wechselt man zwischen die jeweiligen Dorfbewohner durch.

Bauernhöfe können nun im Kornspeicher in eine automatische Warteschleife gestellt werden. Wenn aktiviert, erneuern die Dorfbewohner den Bauernhof sofern genĂŒgend Holz vorhanden ist. Dieses Feature ist Ă€hnlich bereits aus Age of Empires 2 bekannt und nennt sich dort „Einsaatwarteschleife“. Wie auch schon bei den anderen Neuerungen gilt hier: das kommt auch fĂŒr die Definitive Edition vom Nachfolger.

Kleine Änderung im Detail: Bei der Version im Windows Store nutzte man im Einzelspieler den Accountnamen vom eingeloggten Xbox Konto. Dem ist nun nicht mehr so. Bei Spielen auf Zufallskarten wird man wie im Original 1997 als „Sie selbst“ bezeichnet. Im Kampagnenmodus wird nun der aktuelle Name im Steamaccount benutzt.

 

Crossplay & Multiplayer

Eine der großen Neuerungen der Definitive Edition ist das Crossplay zwischen Nutzern der Steam- und Windows-Store-Version. Dies beduetet, dass der Onlinemultiplayer der Steam-Version nicht ĂŒber die Server von Valve laufen, von daher bleibt hier ein Xbox Live Konto weiterhin Pflicht.

Interessant ist, dass das Crossplay optional ist, sodass KĂ€ufer beider Stores weiterhin unter sich bleiben können. Dazu kann man im OptionsmenĂŒ nun einstellen, ob man Crossplay zulassen möchte, oder nicht. Ich empfehle aber, die Option aktiviert zu lassen, da man ohne Crossplay bis jetzt kaum Spieler findet.

Spiele lassen sich nun nach Regionen filtern, damit man abschÀtzen kann, wie hoch der Ping sein wird.

Offlinemodus

Auch wenn es eigentlich selbstverstĂ€ndlich sein sollte: die Steam-Version der Definitive Edition bietet einen Offlinemodus. Wer das Spiel ĂŒber die Windows-Store-Version startete, konnte das ohne eine Internetverbindung gar nicht machen.

Bei Steam im Offlinemodus hat man Zugriff auf den Einzelspieler.

Ein wenig unverstĂ€ndlich: der LAN-Modus funktioniert weiterhin nur, wenn man bei Steam online ist. Dabei sollte dieser eigentlich dafĂŒr gedacht sein im Lokalen Netzwerk ohne Internet spielen zu können.

Synchron mit Xbox Live

Spielt man mit eingeloggtem Xbox Account, so werden die Errungenschaften, die man in der Steam-Version erhĂ€lt (und die gleichen wie im Windows Store sind) mit dem Account synchronisiert. Das bedeutet: Spielt man z.B. eine Kampagne durch, fĂŒr die man noch nicht die jeweilige Errungenschaft bekommen hat, erhĂ€lt man diese gleichzeitig bei Steam und Xbox.

Sammelkarten bei Steam

Die Definitive Edition enhĂ€lt nun auch bei Steam die fĂŒr die Plattform typischen Sammelkarten, aus denen sich Abzeichen herstellen lassen. Abgesehen vom Offlinemodus ist dies das einzige Exklusive an der Steam-Version.

Wie siehts mit Windows 7 und 8.1 aus?

Auch wenn die offiziellen Anforderungen sagen, dass Windows 10 nach wie vor Pflicht bleibt, wird im Steam-Forum berichtet, dass das Spiel auch unter Windows 8.1 lĂ€uft, was man von Windows 7 bisher leider nicht sagen kann. FĂŒr 8.1 sind kleinere Anpassungen nötig, da das Spiel ansonsten ohne Ton lĂ€uft.

Fazit

Mit den Updates und dem Steam-Release wurde ein gutes Remaster noch ein StĂŒckchen besser gemacht. Wenn man aber Age of Empires 2 gewohnt ist, merkt man immernoch, wie UmstĂ€ndlich eigentlich der Serienerstling war: keine Formationen, keine Tore und kein Rohstoffkauf bzw. -verkauf. Tipp von mir: die Rome Returns Mod fĂŒr Age of Empires 2. Die fĂŒgt Age of Empires 1 ins Spiel ein und profitiert von den Verbesserungen des Nachfolgers.

Es bleibt zu hoffen, dass wie auch fĂŒr Age of Mythology und Age of Empires 2 neuer Inhalt in Form von neuen Völkern und Kampagnen folgen wird.

Es wird sich ebenfalls zeigen, wie sich das Spiel nun auf Steam entwickelt, da die ExklusivitÀt den Verkaufszahlen sicherlich nicht gut getan hat.

Den besten Preis fĂŒr die Definitive Edition erhĂ€lt man derzeit im Bundle mit Age of Empires 2: Definitive Edition. (29,98 €). Somit erhĂ€lt man beide Spiele fĂŒr ca. 15 €.

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Bewertung: 4.0/5 (4)