Alone In The Dark 4: Test, Review

Allein auf Shadow Island. Gutes oder schlechtes „Allein sein“ ? Nach mehreren Jahren Pause kehren die Entwickler „Infogrames“ mit Alone in the Dark IV zurĂŒck. Wie gut oder schlecht dieses Comeback ist, erfahrt Ihr in diesem Test. Wie auch Resident Evil setzt Alone in the Dark auf 2D-HintergrĂŒnde. Das heißt, die Entwickler haben die Hintergrundbilder … weiter

» Edward Carnby

Alone In The Dark 4: Test, Review

Malte am 30.MĂ€rz 2010 um 11:03:23

Allein auf Shadow Island. Gutes oder schlechtes „Allein sein“ ? Nach mehreren Jahren Pause kehren die Entwickler „Infogrames“ mit Alone in the Dark IV zurĂŒck. Wie gut oder schlecht dieses Comeback ist, erfahrt Ihr in diesem Test. Wie auch Resident Evil setzt Alone in the Dark auf 2D-HintergrĂŒnde. Das heißt, die Entwickler haben die Hintergrundbilder per Hand gezeichnet, und sie dann im Spiel verwendet. Modelliert wurden lediglich die Charaktere sowie Objekte, mit denen man interagieren kann. In dunklen RĂ€umen leistet die Taschenlampe Abhilfe, mit der Ihr die RĂ€ume dynamisch ausleuchten könnt. Durch die Grafik-HintegrĂŒnde wirkt das Design von Alone In The Dark IV beinahe zeitlos.

Darkworks hat das Spiel mit gut inszenierten Zwischensequenzen vollgestopft. Die Musik untermalt die Szenarien sehr gut. Sie besteht hauptsĂ€chlich aus zusammengesetzten Tönen, worauf die Audio-Dateien schließen lassen. Somit sehr individuell unterhaltend. Carnby, Aline und die restlichen Charaktere haben gut synchronisierte, deutsche Sprecher. FeuergerĂ€usche oder andere KlĂ€nge sind nicht gut gelungen. Diese wirken ziemlich dumpf, schwache QualitĂ€t, und die Waffen klingen allesamt recht identisch. Die meiste Zeit des Spiels verbringt Ihr in einem Herrenhaus. Die Entwickler ließen sich stark vom ersten Resident Evil inspirieren, in allen Belangen – an manchen Passagen nahezu identisch mit Resident Evil. Gegen Ende des Spiels dĂŒrft Ihr auch allerdings auch desöfteren das Umland erkunden, was sich allerdings schnell als öde herausstellt: Das Herrenhaus ist wesentlich abwechslungsreicher und detaillierter gestaltet. Die Außenlevel Ă€hneln sich sehr, behalten den kargen und finsteren Stil des Spiels bei sich. Am Anfang des Spiels habt Ihr die Möglichkeit den weiteren Verlauf mit Edward Carnby oder Aline Cedrac fortzusetzen. Ihr erlebt das Spiel mit beiden Charakteren aus zwei völlig unterschiedlichen Situationen. Mit Carnby dĂŒrft Ihr desöfteren zur Wumme greifen, mit Aline Cedrac hingegen ist Alone In The Dark IV auf RĂ€tselspaß gewichtet. Dadurch, dass man das Spiel eben zweimal durchspielen kann, hat man die Möglichkeit, Shadow Island aus zwei Perspektiven zu erkunden und zu erleben. Die Story ist natĂŒrlich dieselbe, der Unterschied besteht darin, wie Ihr vom Spiel durch die Story geleitet werdet. Zudem ĂŒberrascht sie ein immer wieder mit Wendungen oder neuen Erkenntnissen. Tiefgehend ist die Story zwar nicht, aber sie wirkt ziemlich realitĂ€tsgetreu, und das in so einem fiktivem Szenario. An sich ist das Spiel eher aufs RĂ€tseln ausgerichtet. Die Beurteilung der Langzeitmotivation fĂ€llt mir bei diesem Titel sehr schwer. Ich verfĂŒge ĂŒber vier SchlĂŒssel im Inventar, aber keiner Passt in die acht TĂŒren. Solche Situationen nerven, das Erfolgserlebnis beim AufspĂŒren ist aber umso schöne; motiviert werdet Ihr mit schönen Zwischensequenzen oder eben, ja, noch mehr SchlĂŒsseln oder anderen GegenstĂ€nden. Spaß und Adrenalin erwecken hingegen die Überraschungsmomente. Ja, fĂŒr mich ist Alone in the Dark IV einer der gruseligsten Adventures ĂŒberhaupt, wahrscheinlich durch den skurillen Grafikstil

Heute noch spielbar

Ansichtssache. Mag man den Retro-orientierten Grafikstil? Ist genug Motivation vorhanden, einen Titel durchzuspielen, der nie zu den Top-Spielen zĂ€hlte? Das muss jeder fĂŒr sich entscheiden.

Wertung

schön gezeichnte HintergrĂŒnde Objekte schlecht modelliert
gute, deutsche Sprecher wenig Animationen
schöne Storyline dumpfe Soundeffekte
aus zwei Perspektiven spielbar … … die sich elementar nicht voneinander unterscheiden
chronisches GruselgefĂŒhl hakelige Steuerung
Überraschungsmomente langweilige Außenareale
detailliertes Herrenhaus

6,5 /10

Gepunktet wird mit Grusel, Adrenalin und Story. Alle weiteren Faktoren entsprechen leider nur einem gerade noch durchschnittlichen Video- oder Horrorspiel oder wurden sechs Jahre zuvor bei Resident Evil gesehen.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 4.7/5 (3)