Deathtrap Dungeon: Wie ein Fantasy Rollenspiel als Actionspiel den Spielemarkt eroberte!

Deathtrap Dungeon war fĂŒr mich Ende der 90er Jahre das erste richtig blutige Videospiel neben Mortal Kombat.Ich hatte das Spiel damals auf der Playstation da ich einen alten Windows Rechner hatte und mir keinen neuen besseren leisten konnte.Ein ehemaliger Freund von mir hatte das Spiel selbstverstĂ€ndlich auf dem Heimrechner.Überhaupt bin ich beim zusehen erst darauf … weiter

RĂŒckblick: Deathtrap Dungeon (PC)

Deathtrap Dungeon ist ein von Eidos Interactive Entertainment im Jahr 1998 veröffentlichtes mittelalterliches Action-Adventure fĂŒr den Pc sowie der Playstation 1.

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Deathtrap Dungeon: Wie ein Fantasy Rollenspiel als Actionspiel den Spielemarkt eroberte!

Dominik am 6.Juli 2019 um 14:07:10

Deathtrap Dungeon war fĂŒr mich Ende der 90er Jahre das erste richtig blutige Videospiel neben Mortal Kombat.Ich hatte das Spiel damals auf der Playstation da ich einen alten Windows Rechner hatte und mir keinen neuen besseren leisten konnte.Ein ehemaliger Freund von mir hatte das Spiel selbstverstĂ€ndlich auf dem Heimrechner.Überhaupt bin ich beim zusehen erst darauf gekommen mir das Spiel fĂŒr die Konsole zu kaufen.Das Spiel erschien 1998 und war mit seiner third-person Perspektive und dem Kamerawinkel Ă€hnlich wie Tomb Raider spielbar.TatsĂ€chlich stammten beide Spiele aus dem Hause Eidos Interactive.Die beiden Spiele so Ă€hnlich sie sich auch sind unterscheiden sich in Ihrer Entwicklung und deren Verlauf total unterschiedlich voneinander.Beide Titel wurden isoliert entwickelt.

Deathtrap Dungeon gab es in seiner damaligen Form bereits vorher als millionenfach verkauftes Fighting Fantasy-Abenteuer.Spieleentwickler Ian Livingstone veröffentlichte das ursprĂŒngliche Deatthtrap Dungeon bereits im Jahr 1984 als Spielebuch.Als es zum ersten Mal veröffentlicht wurde verkaufte sich das Spielkonzept Deathtrap Dungeon ĂŒber 350tausend mal.Inspiriert wurde das ganze Projekt von einem Urlaub den Livingstone in Thailand verbracht hatte.Im Jahr 1981 war der Spielentwickler in Nordthailand wandern.Er kam durch Fang und ĂŒberquerte den Fluss Kok auf dem Weg in den Dschungel nahe der Myanmarnesischen Grenze.Ian hatte sehr viele Fotos von Dorfbewohnern und Landschaften auf seinem Weg gemacht.Es war fĂŒr Ihn ein unglaubliches Abenteuer und nicht ganz ohne Drama.Denn Ians FremdenfĂŒhrer war damals in stĂ€ndiger Besorgnis das bewaffnete Banditen ĂŒber die Grenze kamen.Die Wanderung hat Livingstone so sehr beeindruckt das er daraus sein erstes Konzept fĂŒr sein Spiel Deathtrap Dungeon vorlegte.

Als dann in spĂ€teren Jahren das Spiel als Vorlage fĂŒr ein Videospiel herhalten musste entschieden sich die Entwickler vom Studio Asylum unter der Leitung von Livingstone anstatt eines Rollenspiels fĂŒr ein Actionspiel mit RĂ€tsel Elementen.Die Geschichte wurde ebenfalls sehr stark verĂ€ndert.So wĂ€hlen wir als Spieler zwischen zwei spielbaren Charakteren einer knapp bekleideten Amazone und einem Kettenhemd tragenden Barbaren.Mit einen dieser beiden mĂŒssen wir uns durch die Verliese des dunklen Barons Sukumvit metzeln um am Ende dieser Odyssee eine fette Belohnung zu erhalten.Deathtrap Dungeon wirft uns dabei allerlei viel Monsterzeugs um die Ohren.Ian Livingstone war maßgeblich an der Festlegung des Level-Designs und des Kunststils des Spiels beteiligt.Besonders wurden die Dungeons durch die Ruinenzeichnungen des italienischen KĂŒnstlers Giovanni Battista inspiriert.Die Ästhetik und die AtmosphĂ€re dieser Zeichnungen faszinierten Ian Livingstone maßgeblich.Der Spielemacher hatte einen sehr hohen Anspruch auf sein Produkt Deathtrap Dungeon.Nach langer Zeit war es fĂŒr Livingstone endlich möglich geworden seine Fantasie zu diesem Spiel als ein 3D Videospiel umzusetzen.

FĂŒr die beiden spielbaren Figuren der Red Lotus,die Amazone, und dem Kettenhund,der Barbar,wurden unterschiedliche Spielweisen entwickelt.Red Lotus ist sehr agil und kann akrobatische KunststĂŒcke vollbringen die es ihr gestatten sich geschickt durch die unterschiedlichen Dungeons zu bewegen.Stellenweise erinnern ihre Animationen an die von Lara Croft.Der Kettenhund hingegen ist ein Meister des Kampfes.Überleben in extrem ungĂŒnstigen Bedingungen sind seine StĂ€rken.Im Gegensatz zu Red Lotus sind seine Bewegungen eher zĂ€h und er hat grĂ¶ĂŸere Probleme Hindernissen auszuweichen.FĂŒr die Entwickler war es wichtig das die Charaktere des Spielers auch mit Blut gesprenkelt wurden wenn sie feindliche Monster zerfetzt und zerstĂŒckelt hatten.Dies ging mit den Waffen im Spiel relativ schnell.Livingstone hat in seinem Produkt nicht nur klassische Mittelalter Waffen sondern auch technologisch moderne Waffen wie Granaten-und Raketenwerfer eingebaut.Einige lustige Zugaben konnten sich die Entwickler beim gestalten der Gegner nicht verkneifen.So simulieren die Höllenclowns furze oder die Feinde hetzen mit Sprengstoff bepackte Schweine auf den Spieler.Viele der Orte im Spiel basieren auf tatsĂ€chliche Gegenden in Thailand.So ist der Name der Stadt des Barons Fang von dem Landkreis Amphoe Fang vom nördlichen Teil Thailands inspiriert,

Die AnkĂŒndigung einer Deathtrap Dungeon Videospiel Adaption war keine ĂŒberraschende Neuigkeit.Livingstone machte bereits 1984 seine ersten Schritte in der Spieleindustrie.Zuvor konnte er mit seiner Firma Games Workshop die Tabletop Spiele um das Warhammer Universum auf dem Markt etablieren.Viele andere Games Workshop-Designer und Fantasy-Buchautoren fĂŒhrten bei Deathtrap Dungeon die Übersetzung von Papier zu Polygonen durch. Richard Halliwell, Autor von Warhammer und Space Hulk, wurde zum Hauptdesigner des Spiels gewĂ€hlt.Mit an Bord war auch Jamie Thomson, dessen Fantasy-SpielbĂŒcher seit den 80er Jahren fĂŒr Mikrocomputerspiele adaptiert wurden und der nach wie vor einer der produktivsten Autoren des Genres ist.

Deathtrap Dungeon wurde zum ersten Mal Anfang der 1996er Jahre,zu der Zeit als Eidos Interactive fusionierte,angekĂŒndigt.Zu dieser Zeit war das Spiel Ă€ußert selten in westlichen Magazinen anzutreffen und das trotz der Warhammer Vergangenheit seines Schöpfers.In koreanischen Magazinen hingegen war das Spiel relativ prominent.Die ersten Screenshots zeigten immer noch einen blonden Protagonisten des ĂŒblichen schroffen Helden-Typs, aber innerhalb weniger Monate wurde er durch den hartgesottenen SchlĂ€ger namens Kettenhund ersetzt.Blondie tritt immer noch als Abenteurer auf der PlayStation auf, der von der Medusa in Stein gemeißelt wurde.Erst nach dem großen Erfolg von Tomb Raider widmeten sich die Entwickler dem anderen 3D-Actionspiel von Eidos. Da Deathtrap Dungeon auf einer Ă€hnlich aussehenden 3D-Engine ausgefĂŒhrt wurde, wurde es oft als Gewinn fĂŒr den Erfolg von Core’s Hit-Franchise abgetan. Diese Behauptung hĂ€lt nicht ganz Wasser, da sich das Spiel bereits in der Entwicklung befand, als Lara Crofts erstes Abenteuer noch lange nicht zu Ende war. Die Protagonistin hingegen, die leicht bekleidete Amazone Red Lotus, wurde Anfang der 1997er Jahre, nur wenige Monate nach der Veröffentlichung von Tomb Raider, zu einem recht verdĂ€chtigen Zeitpunkt vorgestellt. Ihr erstes Outfit bestand aus kaum mehr als einem Metallstring und einer Kette, die um ihren Hals hing, um ihre Brustwarzen zu bedecken. Egal, ob Livingstone am Ende die Oberhand gewann oder ob jemand einfach bemerkte, wie lĂ€cherlich es aussah,Red Lotus bekam im letzten Spiel ein etwas keuscheres Ledertrikot.UnabhĂ€ngig davon ist Ian Livingstones Deathtrap Dungeon ein Rohdiamant eines Actionspiels, das die Frage aufwirft, was wohl passiert wĂ€re, wenn es weitere Fighting Fantasy-Adaptionen gegeben hĂ€tte. Aber als die Entwickler sahen, dass Deathtrap Dungeon keine großen Auswirkungen hatte und die Fighting Fantasy-Leute bereits ihre Munition durch Adaptieren des beliebtesten Buches verbraucht hatten, war es nicht verwunderlich, dass es keines gab.

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RĂŒckblick: Deathtrap Dungeon (PC)

Dominik am 6.November 2010 um 17:11:34

Deathtrap Dungeon ist ein von Eidos Interactive Entertainment im Jahr 1998 veröffentlichtes mittelalterliches Action-Adventure fĂŒr den Pc sowie der Playstation 1. Der Spieler hat zunĂ€chst von Beginn an die Wahl sich zwischen dem Kettenhund einen BlutrĂŒnstigen Gladiator oder der Roten Lotus einer eleganten SchwertkĂ€mpferin zu entscheiden. Schauplatz des gesamten Spiels findet in den Verließen eines wahnsinigen Barons statt. Dieser versklavte das StĂ€dtchen Fang und bietet Abenteurern nun die Möglichkeit auf enorme ReichtĂŒmer enschließlich der Befreihung der Stadt, falls diese es schaffen sollten durch sein Labyrint des ,im wahrsten Sinne des Wortes, Chaos zu entkommen. Neben zahlreichen Feinden angefangen vom Kranken Chirugen ĂŒber Skelettkrieger bis hin zu Dinosauriern bietet das Spiel neben all seinen „damaligen“ Schockeffekten auch noch eine ganze Palette kniffliger RĂ€tsel. Leider wurde der Spielspaß desöfteren durch die miserable KamerafĂŒhrung gebremst. Wie schon davor bei Tomb Raider verwendete Eidos die Third Person Kamerasicht, welche sich jedoch bei den vielen Massenmetzlereien mehr als Hindernis als Übersichtlichkeit herausstellte. Allgemein brachten die unmengen an RĂ€tseln mehr Verzweiflung als Freude mit sich.Was auch nicht gerade possitiv zu bemerken ist,die beiden spielbaren CharaktĂ€re unterscheiden sich kaum voneinander,Waffen sowie Animationen Ă€hnelten sich und so bestand der einzige Unterschied im Geschlecht der beiden. Trotz allem war Deathtrap Dungeon sein Geld wert. Die KI der Gegner war gut, so reagierten sie auf verschiedene Verhaltensweisen des Spielers was nicht öfters zum eingreisen der Spielfigur fĂŒhrte. Die Grafik war in der Umgebung gut vorgerendert passte aber nicht immer zu den eher Polygonarmen Computergegnern. Eidos fĂŒgte dem Spiel noch einen Multiplayer Modus hinzu. FĂŒr ein paar Stunden Spielspaß reichte dieser aus,um lĂ€ngeren Spielspaß zu garantieren fehlten aber die notwendigen Features wie Teamdeathmatch,Capture the Flag etc. Auch wurden keine Bots integriert was den Multiplayer noch mehr in den Hintergrund stellte. Obwohl frĂŒh angekĂŒndigt stellte Eidos die Publikation Deathtrap Dungeons vorerst in den Hintergrund,das Hauptaugenmerk lag zunĂ€chst an der Vollendung des nĂ€chsten Tomb Raiders, was dazu fĂŒhrte das Deathtrap Dungeon aufgrund mangelnder Nacharbeit der Grafiken bei seiner Veröffentlichung wie ein Spiel der ersten Generation der Playstation wirkte, und das wĂ€hrend die dritte Generation der Playstation 1 bereits am Markt war.

Mein Fazit : Trotz einiger Macken ein gutes Spiel,die vielen Schockeffekte,die zahlreichen RĂ€tsel sowie das endlose Metzeln bereiten eine Menge Spaß. Die passenden Hintergrundsounds sowie dĂ­e Musik allgemein sind gut platziert und sorgen mit dem plötzlichen auftreten der KI fĂŒr eine dem Spiel angebrachten AtmosphĂ€re. Die Grafik wirkt in heutigen Zeiten von Direct X11 sehr plompig und eckig,wenn das niemanden Stört und so kann ich nur empfehlen: probiert es mal aus.

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Bewertung: 5.0/5 (2)