Age of Empires IV – Test, Review zum Strategie-Hit

Als der vierte Teil der AoE-Reihe im August 2017 auf der Gamescom zusammen mit den Definitive Editions zu AoE 1 – 3 angekĂŒndigt wurde, war die Begeisterung unter der Fangemeinde ziemlich groß. 12 Jahre nach dem letzten Teil, der HD Edition zu AoE 2 und Extended Edition von AoM nun endlich ein neuer Teil! Viel … weiter

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RĂŒckblick: Europa Universalis (PC)

In dem von Paradox geschaffenen Spiel geht es darum eine Nation der bekannten alten Welt zwischen 1492 und 1792 zu Regieren und sich Diplomatisch,Wirtschaftlich sowie MillitĂ€risch von anderen Nationen abzuheben und den Status einer Großmacht bzw. Weltmacht zu erreichen.

» England

Age of Empires IV – Test, Review zum Strategie-Hit

FloosWorld am 25.Oktober 2021 um 09:10:16
Als der vierte Teil der AoE-Reihe im August 2017 auf der Gamescom zusammen mit den Definitive Editions zu AoE 1 – 3 angekĂŒndigt wurde, war die Begeisterung unter der Fangemeinde ziemlich groß. 12 Jahre nach dem letzten Teil, der HD Edition zu AoE 2 und Extended Edition von AoM nun endlich ein neuer Teil! Viel wurde spekuliert, insbesondere ĂŒber das Setting, da der Teaser Trailer viel Raum fĂŒr Interpretationen gelassen hat. „A new Age is upon us“ funktioniert natĂŒrlich als cleverer Teaser zu AoE 4, suggeriert aber auch, dass das Spiel ein neues Setting haben wird. Das berĂŒhmt berĂŒchtigte Artwork aus der Collector’s Edition von AoE 3, welches einen Weltkriegssoldaten zeigt, wurde ebenfalls zu Rate gezogen. 2019 wurde anschließend das Geheimnis gelĂŒftet: Age of Empires 4 wird wie auch Teil 2 im Mittelalter spielen! Vier Jahre und wenige Monate nach der AnkĂŒndigung ist es nun endlich soweit – AoE 4 wird auf die Spielerschaft losgelassen. Die Fragen dabei sind: Was kann der neue Teil? Ist er gut oder wird er die Serie zu Grabe tragen?
Ich selbst durfte AoE 4 bereits in seiner Alpha sowie fĂŒr das offizielle Begleitbuch fĂŒr mehrere hunderte Stunden spielen und möchte nun die im vorherigen Absatz gestellten Fragen beantworten. Da ich das Spiel hauptsĂ€chlich in Englisch gespielt habe, werdet ihr auch vorwiegend die englischen Begriffe finden, ich versuche sie trotzdem zu ĂŒbersetzen.
Vielen Dank an dieser Stelle an Microsoft und Xbox, die mir einen Code fĂŒr die Reviewversion bereitgestellt haben!

Inhalt

Die Standard Version von Age of Empires IV beinhaltet u.a.

  • 8 Völker
  • 4 Kampagnen
  • Die Art of War Missionen
  • 17 Zufallskarten
  • 3 an- und abwĂ€hlbare Siegesbedingungen

Die Deluxe Edition kommt zudem mit einigen Goodies, wie etwa die Digitale Version des Soundtracks und einer Tabelle mit der Übersicht der Einheitenkonter, daher. Gameplay-relevante Vorteile bietet sie nicht.

Gameplay

Age of Empires IV orientiert sich im Gameplay an Age of Empires II und III und nimmt sich Elemente aus beiden Teilen her. Diese Mischung fĂŒhlt sich vertraut und gleichzeitig neu an.

Der Basenbau erinnert vom Ablauf her an Age of Empires II, wird aber durch den Bau von Wahrzeichen aufgepeppt, welche selbst im Prinzip den asiatischen Völkern aus der AoE 3 Erweiterung „The Asian Dynasties“ entnommen sind. Dabei handelt es sich um spezielle GebĂ€ude, die gebaut werden mĂŒssen, um in das nĂ€chste Zeitalter voranzuschreiten. Jedes Volk (mit Ausnahme der Abbasiden Dynastie) hat zwei pro Zeitalter aus denen es wĂ€hlen muss. Die Chinesen können zudem beide Wahrzeichen pro Zeitalter bauen. Die Landmarks selbst erlauben einige strategische Entscheidungen. Will man als Franzose mit dem Bau des Royalen Institutes ab der Ritterzeit lieber alle Spezialtechnologien zu einem gĂŒnstigeren Preis haben oder lieber in die Gildenhalle investieren, die alle 20 Sekunden je 20 Einheiten von einem der vier Rohstoffe (frei wĂ€hlbar!) generiert?

Es gibt wieder vier Rohstoffe, die wie bei AoE 1 und 2 wieder in GebĂ€ude eingelagert werden mĂŒssen. Adam Isgreen, der Creative Director hinter Teil 4 sowie den Definitive Editions, meinte zudem, dass man ursprĂŒnglich plante, dass Rohstoffe zuerst verarbeitet werden mĂŒssen, bevor sie nutzbar sind, also Ă€hnlich wie in Die Siedler. Dies wurde aber zugunsten des Tempos gestrichen.

Bereits ab der Feudalzeit lassen sich nun auch Belagerungsrammen und -tĂŒrme bauen sobald man in der Schmiede das „Siege Engineering“-Upgrade erforscht hat. Belagerungsrammen können ausschließlich GebĂ€ude angreifen und sollten unbedingt von Nahkampfeinheiten gedeckt werden. BelagerungstĂŒrme kommen zum Einsatz, um Truppen auf den nun begehbaren Steinmauern zu ĂŒberraschen.

Tiere verwesen nun nicht mehr und können auch problemlos von MilitÀreinheiten getötet werden, was grobe Fehler nun deutlich mehr verzeiht. Dies ist auch bitter nötig, denn die Wildschweine sind hier stÀrker als je zuvor und regenerieren auch ihre Gesundheit.

Zudem lĂ€sst sich die „Professional Scouts“-Technologie erforschen, mit der SpĂ€her nun Rehe tragen und bei Dorfzentrum oder MĂŒhle ablegen können. Schafe folgen bei Sichtkontakt nun dem SpĂ€her und können nicht mehr vom Gegner „gestohlen“ werden.

Ein Tutorial gibt es auch, welches sich sofort beim ersten Spielstart startet. Zudem gibt es ein dynamisches Tutorial, welches interaktiv Tooltips einblendet, sobald das Spiel davon ausgeht, dass man bei bestimmten Punkten Hilfe benötigt. Das dynamische Tutorial lÀsst sich jederzeit abschalten.

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, GebĂ€ude anzuzĂŒnden. Hat ein GebĂ€ude nur noch 25 % seiner ursprĂŒnglichen HP ĂŒbrig, fĂ€ngt es an bis zum Verfall herunterzubrennen und fĂ€llt anschließend in sich zusammen, falls es nicht repariert wird. RTS Veteranen wird diese Mechanik an Cossacks erinnern.

Um Einheiten zu bekehren, mĂŒssen Mönche eine Reliquie in der Hand halten. Bekehrungen richten sich zudem nicht mehr an einzelne Einheiten, sondern finden im Umkreis des Mönchs statt. Somit sind Massenbekehrungen möglich.

Sound & Musik

Das Sounddesign lĂ€sst sich mit einem Wort zusammenfassen: fantastisch. Je nachdem, wo man gerade auf der Karte ist, hört man die Einheiten unterschiedlich laut und auch hallend. Das gleiche gilt fĂŒr KampfgerĂ€usche und Kriegsschreie.

Einen klassischen Soundtrack, wie man ihn in den VorgĂ€ngern hören konnte, gibt es in diesem Sinne nicht. Stattdessen Ă€ndert sich die Musik nun dynamisch je nachdem welches Volk man spielt und in welchem Zeitalter man sich befindet. In diesen MusikstĂŒcken lassen sich aber Referenzen auf die eigene Vergangenheit finden. Die Musik der Imperialzeit der EnglĂ€nder rezitiert beispielsweise das StĂŒck „Felonious Junk“ aus dem AoE 3 Soundtrack. Die berĂŒhmten sechs Noten, welche den Anfang vom Age of Empires Theme bilden, lassen sich ebenfalls im Soundtrack finden.

Viele Wege fĂŒhren zum Sieg

Age of Empires IV hat drei Siegesbedingungen, die sich individuell an- und abwÀhlen lassen:

  • Wahrzeichen: Sieger ist, wer die gegnerischen Wahrzeichen zerstört, aber Vorsicht: Wahrzeichen können repariert werden! Kommt dem klassischen Conquest-Modus am nĂ€chsten.
  • Heilige StĂ€tte: Je nach Karte gibt es unterschiedlich viele Heilige StĂ€tte. Diese sind mit den Ruinen aus Age of Empires 1 vergleichbar. Sie werden durch Mönche erobert und generieren alle 15 Sekunden jeweils 10 Gold. Wer alle hĂ€lt und verteidigen kann, gewinnt.
  • Wunder: Eigentlich selbsterklĂ€rend. Jedes Volk hat in der Imperialzeit Zugriff auf ein Weltwunder. Das Spiel gilt als gewonnen, wenn man das eigene Weltwunder nach dem Bau 10 Minuten lang verteidigen kann.

Zudem gibt es eine vierte, inoffizielle Siegesbedingung mit „Sandbox“. Hier sind alle der obengenannten Bedingungen deaktiviert.

Die Völker

Age of Empires IV hat weniger Völker als Teil 2 es zu Release hatte (13). Es wartet wie auch schon Teil 3 mit acht Völkern im Hauptspiel auf:

  • EnglĂ€nder: Die EnglĂ€nder haben einen starken Fokus auf ihre LangbogenschĂŒtzen, die sie bereits ab der Feudalzeit in der Schießanlage oder einem ihrer Wahrzeichen – der Council Hall – erschaffen können. Letztere beherbergt auch alle dazugehörigen Upgrades und erschafft den Langbogen etwas schneller. Zudem können sie bereits ab der Dunklen Zeit SpeerkĂ€mpfer ausbilden, um gegen feindlichen Kavallerieangriffen gerĂŒstet zu sein.
  • Franzosen: Der Fokus der Franzosen liegt in ihrer Kavallerie, der Wirtschaft und dem Handel. Ihre WirtschaftsgebĂ€ude sind gĂŒnstiger und ihre HĂ€ndler können jeden Rohstoff von anderen MĂ€rkten zurĂŒckbringen. Mit den Royalen Rittern haben sie außerdem ab der Feudalzeit eine gefĂ€hrliche Einheit zur VerfĂŒgung.
  • Heiliges Römisches Reich: Das HRR ist ein Infanterievolk und kann GebĂ€ude, die im Einfluss des Startdorfzentrums gebaut wurden, fernreparieren lassen. Zudem haben sie Zugriff auf dem PrĂ€laten, der Dorfbewohner inspirieren kann. Inspirierte Dorfbewohner arbeiten eine gewisse Zeit lang schneller.
  • Rus: Die Rus generieren Gold durch das Jagen und Töten von Tieren. Zudem haben sie eine zusĂ€tzliche Goldquelle, wenn sie ihre JagdhĂŒtten in der NĂ€he von WĂ€ldern bauen. Mit ihren Kriegsmönchen haben sie eine berittene religiöse Einheit, die auch im Kampf eingesetzt werden kann.
  • Chinesen: Die Chinesen haben die einzigartige Dynastie-Mechanik und können als einziges Volk alle Wahrzeichen bauen. Dies ist auch nötig, um die nĂ€chste Dynastie freizuschalten. Zudem haben sie kostenlosen Zugriff auf die Chemie-Technologie, sobald sie in die Imperialzeit voranschreiten.
  • Mongolen: Als Nomadenvolk mĂŒssen die Mongolen keine HĂ€user bauen und starten bereits mit vollem Bevölkerungslimit. Sie können zudem als einziges Volk so gut wie jedes GebĂ€ude ein- und an anderer Stelle auf der Karte wieder auspacken. Außerdem haben sie Zugriff auf den Ovoo, welcher auf Steinvorkommen platziert wird, dadurch konstant diesen Rohstoff abbaut und GebĂ€ude, die im Einflussbereich gebaut wurden, Zugriff auf stĂ€rkere Varianten der normalen Technologien gewĂ€hrt. Sie sind ebenfalls die einzigen, die weder Palisaden, noch Steinmauern bauen können.
  • Delhi Sultanat: Als einziges Volk kann das Delhi Sultanat seine Technologien komplett gratis entwickeln, aber dies deutlich langsamer als die anderen Völker. Um die Forschungsgeschwindigkeit zu beschleunigen, mĂŒssen Moscheen gebaut und Gelehrte in ihnen einquartiert werden, deswegen haben sie bereits ab der Dunklen Zeit Zugriff auf das GebĂ€ude.
  • Abbasiden Dynastie: Die Abbasiden Dynastie hat Zugriff auf das Haus der Weisheit. Das ist das einzige Wahrzeichen, was das Volk ziemlich verwundbar fĂŒr Angriffe macht. Sie sind zudem die einzigen, die Zugriff auf Kameleinheiten haben. Um ins nĂ€chste Zeitalter voranzuschreiten, entwickeln sie fĂŒr je 2 Minuten einen neuen FlĂŒgel beim Haus der Weisheit.

Die Völker unterscheiden sich in ihrer Spielweise deutlicher als noch bei Age of Empires II, erreichen aber nicht komplett den Level an Einzigartigkeit, den die Age of Empires III Völker hatten.

Die Kampagnen

Ein besonders großer Wert wurde dieses Mal auf die Kampagnen gelegt, wie man auch unschwer an dem veröffentlichten Promomaterial erkennen kann. Von denen gibt es vier:

  • The Normans: Die Geschichte ĂŒber die letzte erfolgreiche Invasion der britischen Insel mit der Schlacht von Hastings (1066) und ĂŒber die AnfĂ€nge der heutigen britischen Monarchie mit Charakteren wie William the Conqueror und seinen Nachfahren.
  • The Hundred Years War: Die 100jĂ€hrige Auseinandersetzung zwischen England und Frankreich, beginnend mit dem Turnier der 30 ĂŒber Auftritten von Johanna von Orleans bis hin zur Verwendung von Schießpulver und Artillerie und dem Sieg ĂŒber England.
  • The Mongols: Die Geschichte des Mongolenreichs und den Auseinandersetzungen mit den Chinesen und Rus aus der Sicht von Persönlichkeiten wie Genghis Khan oder Kublai Khan.
  • The Rise of Moscow: Der Aufbau der heutigen Hauptstadt Russlands, welche unter stĂ€ndiger Bedrohung seitens der Mongolen stand und die Geschichte, wie aus einer Stadt ein Imperium entsteht.

Die Kampagnen werden aufwĂ€ndig mittels Einleitungsvideos vor jeder Mission erzĂ€hlt und sind im Dokumentationsstil gehalten. Die Videos wurden eigens fĂŒr das Spiel an den jeweiligen Orten gedreht und fĂŒgen AR-mĂ€ĂŸig Einheiten ein, um so Schlachten und Belagerungen zu zeigen. Die Missionen sind Ă€hnlich aufgebaut und die Stimme der ErzĂ€hlerin erklĂ€rt, was gerade passiert.

Mit fast jeder Mission schaltet man Bonusmaterial frei, wie etwa die „Hands on History“-Videos. Dabei handelt es sich um Minidokus, die verschiedene Aspekte des Mittelalters behandeln, etwa den Burgenbau, das Tribock oder die ChevauchĂ©e-Taktik.

Die Missionen sind kĂŒrzer als das, was man von den VorgĂ€ngern gewohnt ist, dafĂŒr gibt es mehrere Missionen pro Kampagne. Sobald man die ersten beiden Missionen der Normannen-Kampagne abgeschlossen hat, sind alle vier Kampagnen in freier Reihenfolge spielbar.

Es gibt 4 Schwierigkeitsgrade: Einfach, Mittel, Schwer sowie Story. Letzterer macht die Missionen noch Einfacher und richtet sich insbesondere an Leute, die nicht allzu sehr in Echtzeitstrategiespielen drinnen sind und einfach nur Geschichte „genießen“ möchten. Das gute Mittelmaß und die Empfehlung der Entwickler ist der mittlere Schwierigkeitsgrad, da hier der Gegner anspruchsvoller ist und den Spieler auch fordert.

Mit „Art of War“ gibt es wie auch schon seit AoE 2 DE wieder eine Minikampagne mit Herausforderungen, welche verschiedene Aspekte des kompetitiven Gameplays testen. In insgesamt 5 Missionen werden hier Dinge wie Einheitenkonter, Boom, Belagerung und FrĂŒhe Wirtschaft geĂŒbt. Je nach Abschneiden verdient man hier Gold, Silber und Bronze.

XP, Masteries und tÀgliche Aufgaben

In Age of Empires IV sammelt man Erfahrungspunkte, die man durch verschiedene Aspekte gewinnt, etwa dem abschließen von tĂ€glichen Aufgaben. Dabei handelt es sich um fĂŒnf zufĂ€llige Aufgaben wie „Gewinne ein Spiel“, „Bilde x Einheiten aus“ oder auch „Sammle x Rohstoffe“. Wie der Name schon vermuten lĂ€sst, werden diese Aufgaben alle 24 Stunden durch neue Aufgaben ersetzt.

Zudem gibt es die sogenannten „Masteries“ (Meisterungen). Dabei handelt es sich um eine Reihe von 15 Aufgaben, welche fĂŒr jedes Volk abgeschlossen werden muss. Die Aufgaben richten sich an völkerspezifische Aspekte, z.B. dem Sammeln von 500 Rohstoffen von inspirierten Dorfbewohnern in der Dunklen Zeit als Heiliges Römisches Reich. Mit jeder abgeschlossenen Meisterung schaltet man Portraits frei, die wie die Profilbilder von AoE 2 DE und 3 DE funktionieren.

Des Kaisers neues Wappen und Monument

Neben den Portraits lĂ€sst sich das eigene Auftreten im Spiel noch weiter anpassen. Jeder Spieler in Age of Empires IV hat ein Wappen, welches individuell angepasst werden kann in Form, Farbe und angezeigtem Symbol. Die Symbole fĂŒr das Wappen werden durch das Abschließen von Meisterungsaufgaben freigespielt. Zudem gibt es einige besondere Symbole wie etwa fĂŒr Mitglieder des AoE Insiderprogramms. Das Wappen sowie das Portrait werden beim Laden eines Spiels angezeigt.

Eine weitere Form zur Anpassung ist das Monument. Dabei handelt es sich um eine Statue, welche beim Dorfzentrum im Spiel platziert ist. StandardmĂ€ĂŸig hat man hierbei eine große Glocke. Monumente werden wie auch die Wappensymbole durch das Abschließen von Meisterungen freigeschalten, zudem bekommen KĂ€ufer der Deluxe Version ein spezielles Monument.

Die Liebe zum Detail

Überall lassen sich kleine Details im Sound- und Grafikdesign finden, welche zeigen, wie detailverliebt das Spiel eigentlich ist. So gibt es nun WĂ€lder, in denen sich Einheiten verstecken können (die sogenannten „Stealth Forests“), um gegnerische Einheiten auf offener FlĂ€che zu ĂŒberraschen. Einheiten, die sich in solchen WĂ€ldern bewegen, flĂŒstern anstatt ihre Befehle laut zu bestĂ€tigen.

Jedes der acht Völker hat einen individuellen Architekturstil, der sich an die historischen GegenstĂŒcke anlehnt. Die Burgen der Rus bestehen beispielsweise aus Backsteinen, da dies die vorherrschende Steinart in Osteuropa war. Die GebĂ€ude der EnglĂ€nder und Franzosen sehen sich teilweise Ă€hnlich, entwickeln sich aber dann doch auseinander, denn GebĂ€ude Ă€ndern je nach Zeitalter auch ihr Aussehen.

Auch Einheiten haben ein anderes Modell je nach bereits entwickeltem Upgrade. Die RĂŒstungen der Einheiten der Imperialzeit sind beispielsweise goldverziert.

Zudem sprechen die Einheiten je nach Zeitalter immer moderner. WĂ€hrend die Sprache der Franzosen in der Dunklen Zeit beispielsweise noch deutlich vom Lateinischen beeinflusst ist, entwickelt sie sich ĂŒber Feudal-, Ritter- und Imperialzeit immer mehr hin zum modernen Französisch.

GebĂ€ude werden in den Basen nun durch automatisch generierte Straßen miteinander verbunden, was zwar spielerisch keinen Wert hat, aber schön anzusehen ist.

Die Schattenseite


Das sind ziemlich viele positive Dinge in AoE 4! Gibt es auch Dinge, die kritikwĂŒrdig sind
? Ja, die gibt es.

Leider fĂŒhlt sich das Spiel in Sachen Bedienung an einigen Stellen unnötig veraltet an, da es auf Funktionen verzichtet, die die Definitive Editions von AoE 1 – 3 bereits hatten, wie beispielsweise die Globale Warteschleife, welche anzeigt, was man gerade entwickelt und erforscht. Um einen Überblick ĂŒber die eigene Produktion zu haben, muss man also wie in den Originalen der alten Spiele die einzelnen GebĂ€ude durchklicken.

Zudem fehlen essentielle Hotkeys wie die „Gehe zu
“-Hotkeys aus Age of Empires 2. Stattdessen sind die Tasten F1 – F3 standardmĂ€ĂŸig mit „WĂ€hle alle MilitĂ€rgebĂ€ude“, „WĂ€hle alle WirtschaftsgebĂ€ude“ und „WĂ€hle alle TechnologiegebĂ€ude“ belegt und um auf einzelne GebĂ€ude zuzugreifen mĂŒssen diese mit der TAB-Taste durchgegangen werden. Andere Hotkeys sind fix belegt und können nicht geĂ€ndert werden, z.B. das freie Drehen der Kamera mit gedrĂŒckter ALT-Taste, welche mich in manchen Spielen irritiert hat. Falls man eine Gamingmaus mit mehreren Buttons hat, muss zudem auf die Software des Mausherstellers zurĂŒckgegriffen werden, um ĂŒberhaupt diese belegen zu können.

Der Kampf gegen die KI ist okay, aber diese fĂŒhlt sich vom Sprung auf Mittel zu Schwer zu unausgeglichen an. WĂ€hrend beide Ă€hnliche Upzeiten fĂŒr die Feudalzeit haben, lĂ€sst sich die Mittlere KI viel Zeit bis sie ĂŒberhaupt in die Ritterzeit voranschreitet. Hier sollte man noch nachbessern.

Weitere fehlende Features sind der Szenarioeditor (wird im FrĂŒhjahr 2022 nachgereicht), der Ranked-Modus und Cheats.

Meinung & Fazit

Ich hatte sehr viel Spaß mit Age of Empires IV trotz der im vorherigen Absatz geschilderten SchwĂ€chen. Die Kampagnen sind wunderbar inszeniert und die „Hands on History“-Videos haben mich angefixt, um die nĂ€chste Mission zu spielen, damit ich weitere freischalte. Um also die zweite Frage zum Anfang zu beantworten: Ich finde durchaus, dass AoE 4 gut ist und die Serie nicht zu Grabe tragen wird. Meiner Meinung nach musste das Spiel im Vorfeld einiges an ungerechtfertigter Kritik seitens der Grafik einstecken. „Comicgrafik“, „Age of Disney“ und Ă€hnliches hat man da gelesen. Das GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnis der Einheiten und GebĂ€ude wurde bemĂ€ngelt, die Farben als zu bunt bezeichnet und dabei wurde sich anscheinend nie die MĂŒhe gemacht die anderen Teile anzusehen, um zu erkennen, dass AoE 4’s Stil sich nahtlos bei den VorgĂ€ngern einreiht, was auch kein Wunder ist, da Art Director Zach SchlĂ€ppi in mehreren Interviews meinte, dass er sich Farben aus AoE 1 – 3 herausgepickt hat und man bereits bei Age of Empires 2 Dinge gesehen hat, wie Palisaden, die genauso hoch wie HĂ€user sind.

Mit Age of Empires IV hat man endlich wieder ein gutes Echtzeitstrategiespiel, dass das Potenzial hat, dem Genre wieder auf die Beine zu helfen. Der Name und der damit verbundene Nostalgiefaktor werden dazu sicherlich beitragen, doch die große Hemmschwelle wird hierbei der AAA-Preis sein, da die Definitive Editions fĂŒr nur 19,99 € pro Spiel zu haben sind, wĂ€hrend man fĂŒr AoE 4 59,99 € (Standard) bzw. 79,99 € (Deluxe) verlangt. Dieser Vergleich ist allerdings nicht fair, da die Definitive Editions allesamt Remaster sind.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wohin die Reise gehen wird, vor allem, da noch einige wichtige Völker des Mittelalters fehlen und mit hoher Wahrscheinlichkeit als DLC nachgereicht werden. Ich spreche dabei von den Byzantinern, den Spaniern sowie den Azteken und Mayas, die alle ihre Daseinsberechtigung haben.

Kann ich Age of Empires IV also empfehlen? Definitiv ja. Wenn ihr AoE 2 und/oder 3 gespielt habt und Spaß hattet, werdet ihr AoE 4 mögen. Neueinsteiger und Gelegenheitsspieler werden mit den Kampagnen auch ihre Freude haben, da der Story-Schwierigkeitsgrad niemanden wirklich ĂŒberfordert und sich die Geschichte auch lebendig anfĂŒhlt.


Trotz aller SchwÀchen bekommt Age of Empires IV von mir 7 von 10 Punkte.

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Bewertung: 5.0/5 (2)

Europa Universalis 3: Testbericht, Review

Dominik am 5.Dezember 2011 um 18:12:59

Hersteller: Paradox Interactive

Release:  25. MÀrz 2011

Produktionsjahr:  Unbekannt

Platformen: Pc (Windows)

Genre: Strategiespiel

Basierte Engine: Clausewitz Engine

Die Hearts of Iron Macher sind bekannt, die besten Strategiespiele bezogen auf die Geschichte der Erde herauszubringen. Eines davon ist die neu aufgelegte Chronik von Europa Universalis III. Damit bietet sich die Möglichkeit in den Epochen zwischen 1399 und 1820 alle historischen Nationen zu spielen.

Egal ob wir einen kleinen Staat wie die Schweiz oder GroßmĂ€chte wie England, Frankreich oder Ming (frĂŒheres China) ĂŒbernehmen, Ziel des Spieles ist es ein neues Reich zu erschaffen. Ob wir dabei millitĂ€risch oder diplomatisch vorgehen bleibt jedem selbst ĂŒberlassen.

Kompletten Beitrag lesen

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Bewertung: 4.8/5 (5)

RĂŒckblick: Final Fight II (SNES)

Dominik am 14.Februar 2011 um 19:02:32

Hersteller: Capcom

Release: 22. Mai 1993

Produktionsjahr: Unbekannt

Plattformen: SNES

Genre: Beat Ăšm up

Basierte Engine: Unbekannt

Handlung \ Spielverlauf \ Informationen: Es sind nun Jahre seit dem Sieg Haagers ĂŒber die Mad Gear in Final Fight vergangen. Doch nun hat sich die fĂŒr aufgelöst geglaubte Verbrecherbande neu Organisiert und plant Vergeltung an den einstigen Helden. So entfĂŒhren die Mad Gears die Schwester sowie den Vater von Maki,außerdem nehmen sie einen der Helden des ersten Teils Guy ebenfalls als Geisel. Daraufhin wendet sich Maki an Hike Haager dem BĂŒrgermeister der in Metro City wieder fĂŒr Ordnung sorgte. Dieser eilt zusammen mit seinem Freund ,dem SchwertkĂ€mpfer Carlos Miyamoto, seiner Freundin zu Hilfe. Die Reise fĂŒhrt diesmal nicht wie im VorgĂ€nger durch eine Stadt sondern um die Halbe Welt. In 6 Levels prĂŒgeln wir uns von Hong Kong durch Holland nach Paris und anschließend wieder zurĂŒck nach Japan. Das Ambiente ist wieder gut gelungen auch sorgt der neue 2 Spieler Part fĂŒr mehr Spaß und ein wenig Abwechslung. Zwischendurch spendiert das Spiel noch einige Bonus Passagen die zusĂ€tzliche Punkte einbringen. Es gibt wieder reichlich Waffen zum sammeln und benutzen und auch die KI Gegner haben neue Vorgehensweisen entwickelt. So gibt es Muskelöse Riesen welche eher Defensiv ausgelegt sind wĂ€hrend die StĂ€rken nicht so stark HP Besetzter Feinde auf Überraschungsangriffen aus der Luft liegen. Es gibt 3 Spielbare Charaktere Maki,Haager und Carlos. Bis auf diese paar Neuerungen ist Final Fight 2 seiner Linie treu geblieben so wie ein BeatĂšm up sein muss. 🙂

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0.0/5 (0)

RĂŒckblick: Europa Universalis (PC)

Dominik am 25.November 2010 um 19:11:12

Hersteller: Paradox interactive

Release:14.MĂ€rz 2000 / 12.November 2001

Produktionsjahr: Unbekannt

Platformen: Pc (Windows)

Genre: Echtzeit Strategiespiel

Basierte Engine: 2D Basierende Grafikengine

Handlung \ Spielverlauf \ Informationen: Ich möchte an dieser Stelle Europa Universalis I und II zusammenfassen,da beide Spiele die gleiche Grafik technologie verwenden sowie sich Spielerisch gar nicht voneinander unterscheiden. In dem von Paradox geschaffenen Spiel geht es darum eine Nation der bekannten alten Welt zwischen 1492 und 1792 zu Regieren und sich Diplomatisch,Wirtschaftlich sowie MillitĂ€risch von anderen Nationen abzuheben und den Status einer Großmacht bzw. Weltmacht zu erreichen. Dies sind jedoch nicht vorgegebene Ziele sondern jediglich einige der Möglichkeiten wie man Europa Universalis spielen kann. Zu Beginn hat man mehrere Möglichkeiten ,entweder man entscheidet sich fĂŒr ein Freies Spiel welches 1492 startet oder man wĂ€hlt zwischen bestimmten Historischen Szenarien wie etwa dem 30 JĂ€hrigen Krieg,der Französischen Revolution, oder den NordeuropĂ€ischen Kriegen. Zur Auswahl stehen geschichtlich Korrekt alle Nation der Erde in den jeweiligen Epochen zum spielen zur VerfĂŒgung. So kann man sĂ€mtliche EuropĂ€ischen FĂŒrstentĂŒmer,Königreiche oder Stadtstaaten , Amerikanische Ureinwohner,Indische FĂŒrstentĂŒmer, Russische Kosakenreiche,Arabische und Afrikanische StĂ€mme oder Asiatische Nationen Ihrer Zeit kontrollieren. Das Spiel selbst wird von einer 2D Karte aus der Vogelperspektive gesteuert. Die einzelnen Reiche unterteilen sich in Provinzen wovon es ĂŒber 1000 auf dem Globus gibt. Wie ich schon weiter oben geschrieben habe gibt es außer den Szenarien keine festen Ziele. Man kann eine gewĂ€hlte Nation je nach Lust und Laune spielen ,dazu kann man Kolonialreiche oder ein Handelsimperium erschaffen. Einzig Historische Ereignisse tauchen immer mal wieder auf ,welche man auch noch beeinflussen kann. So kann man die Reformation Martin Luthers verhindern oder den Ausgang der Französischen Revolution verĂ€ndern. Der Wirtschaftspart im Spiel unterscheidet sich in verschiedene wichtige Bereiche wie Infrastruktur,StabilitĂ€t,Handel,Kolonisation und Fortschritt. Ein teil der Steuereinnahmen aus den Provinzen beeinflusst gleichmĂ€ssig diese Gebiete. Je mehr Provinzen oder GroßstĂ€dte man besitzt,desto mehr kann man seine Investitionen erhöhen. ZusĂ€tzlich liefern Kolonial Provinzen wertvollere Waren welche den Handel und die Steuereinnahmen in die Höhe schiessen lassen. BĂŒndnisse und Kriege gehören ebenso wie die Wirtschaft zu Europa Universalis. Man hat aber auch ohne diese zahlreiche Möglichkeiten andere Staaten in seine Kontrolle zu bringen zB. Durch Vasallisierung. Doch Aufgepasst ! Das fĂŒhren vieler Eroberungen ohne KriegsgrĂŒnde kann ein Reich zum Hassfeind Nummer Eins werden lassen . Das bedeutet das im schlimmsten Fall mehrere LĂ€nder eine Allianz schmieden und gemeinsam angreifen werden.

Paradox Spiel lĂ€sst Geschichte verĂ€ndern und das macht am meisten Spaß. Wer geschickt und Taktisch vorgeht kann auch ein Schottisches England oder ein japanisches Australien erschaffen. Zudem lernt man automatisch sehr viel Weltgeschichte,ganz nebenbei 🙂 Ein gutes Spiel dessen Fortsetzungen sich fĂŒr Weltstrategen ebenso gut sehen lassen kann.

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