Age of Empires IV – Test, Review zum Strategie-Hit

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Rückblick: Europa Universalis (PC)

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» Frankreich

Age of Empires IV – Test, Review zum Strategie-Hit

FloosWorld am 25.Oktober 2021 um 09:10:16
Als der vierte Teil der AoE-Reihe im August 2017 auf der Gamescom zusammen mit den Definitive Editions zu AoE 1 – 3 angekündigt wurde, war die Begeisterung unter der Fangemeinde ziemlich groß. 12 Jahre nach dem letzten Teil, der HD Edition zu AoE 2 und Extended Edition von AoM nun endlich ein neuer Teil! Viel wurde spekuliert, insbesondere über das Setting, da der Teaser Trailer viel Raum für Interpretationen gelassen hat. „A new Age is upon us“ funktioniert natürlich als cleverer Teaser zu AoE 4, suggeriert aber auch, dass das Spiel ein neues Setting haben wird. Das berühmt berüchtigte Artwork aus der Collector’s Edition von AoE 3, welches einen Weltkriegssoldaten zeigt, wurde ebenfalls zu Rate gezogen. 2019 wurde anschließend das Geheimnis gelüftet: Age of Empires 4 wird wie auch Teil 2 im Mittelalter spielen! Vier Jahre und wenige Monate nach der Ankündigung ist es nun endlich soweit – AoE 4 wird auf die Spielerschaft losgelassen. Die Fragen dabei sind: Was kann der neue Teil? Ist er gut oder wird er die Serie zu Grabe tragen?
Ich selbst durfte AoE 4 bereits in seiner Alpha sowie für das offizielle Begleitbuch für mehrere hunderte Stunden spielen und möchte nun die im vorherigen Absatz gestellten Fragen beantworten. Da ich das Spiel hauptsächlich in Englisch gespielt habe, werdet ihr auch vorwiegend die englischen Begriffe finden, ich versuche sie trotzdem zu übersetzen.
Vielen Dank an dieser Stelle an Microsoft und Xbox, die mir einen Code für die Reviewversion bereitgestellt haben!

Inhalt

Die Standard Version von Age of Empires IV beinhaltet u.a.

  • 8 Völker
  • 4 Kampagnen
  • Die Art of War Missionen
  • 17 Zufallskarten
  • 3 an- und abwählbare Siegesbedingungen

Die Deluxe Edition kommt zudem mit einigen Goodies, wie etwa die Digitale Version des Soundtracks und einer Tabelle mit der Übersicht der Einheitenkonter, daher. Gameplay-relevante Vorteile bietet sie nicht.

Gameplay

Age of Empires IV orientiert sich im Gameplay an Age of Empires II und III und nimmt sich Elemente aus beiden Teilen her. Diese Mischung fühlt sich vertraut und gleichzeitig neu an.

Der Basenbau erinnert vom Ablauf her an Age of Empires II, wird aber durch den Bau von Wahrzeichen aufgepeppt, welche selbst im Prinzip den asiatischen Völkern aus der AoE 3 Erweiterung „The Asian Dynasties“ entnommen sind. Dabei handelt es sich um spezielle Gebäude, die gebaut werden müssen, um in das nächste Zeitalter voranzuschreiten. Jedes Volk (mit Ausnahme der Abbasiden Dynastie) hat zwei pro Zeitalter aus denen es wählen muss. Die Chinesen können zudem beide Wahrzeichen pro Zeitalter bauen. Die Landmarks selbst erlauben einige strategische Entscheidungen. Will man als Franzose mit dem Bau des Royalen Institutes ab der Ritterzeit lieber alle Spezialtechnologien zu einem günstigeren Preis haben oder lieber in die Gildenhalle investieren, die alle 20 Sekunden je 20 Einheiten von einem der vier Rohstoffe (frei wählbar!) generiert?

Es gibt wieder vier Rohstoffe, die wie bei AoE 1 und 2 wieder in Gebäude eingelagert werden müssen. Adam Isgreen, der Creative Director hinter Teil 4 sowie den Definitive Editions, meinte zudem, dass man ursprünglich plante, dass Rohstoffe zuerst verarbeitet werden müssen, bevor sie nutzbar sind, also ähnlich wie in Die Siedler. Dies wurde aber zugunsten des Tempos gestrichen.

Bereits ab der Feudalzeit lassen sich nun auch Belagerungsrammen und -türme bauen sobald man in der Schmiede das „Siege Engineering“-Upgrade erforscht hat. Belagerungsrammen können ausschließlich Gebäude angreifen und sollten unbedingt von Nahkampfeinheiten gedeckt werden. Belagerungstürme kommen zum Einsatz, um Truppen auf den nun begehbaren Steinmauern zu überraschen.

Tiere verwesen nun nicht mehr und können auch problemlos von Militäreinheiten getötet werden, was grobe Fehler nun deutlich mehr verzeiht. Dies ist auch bitter nötig, denn die Wildschweine sind hier stärker als je zuvor und regenerieren auch ihre Gesundheit.

Zudem lässt sich die „Professional Scouts“-Technologie erforschen, mit der Späher nun Rehe tragen und bei Dorfzentrum oder Mühle ablegen können. Schafe folgen bei Sichtkontakt nun dem Späher und können nicht mehr vom Gegner „gestohlen“ werden.

Ein Tutorial gibt es auch, welches sich sofort beim ersten Spielstart startet. Zudem gibt es ein dynamisches Tutorial, welches interaktiv Tooltips einblendet, sobald das Spiel davon ausgeht, dass man bei bestimmten Punkten Hilfe benötigt. Das dynamische Tutorial lässt sich jederzeit abschalten.

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, Gebäude anzuzünden. Hat ein Gebäude nur noch 25 % seiner ursprünglichen HP übrig, fängt es an bis zum Verfall herunterzubrennen und fällt anschließend in sich zusammen, falls es nicht repariert wird. RTS Veteranen wird diese Mechanik an Cossacks erinnern.

Um Einheiten zu bekehren, müssen Mönche eine Reliquie in der Hand halten. Bekehrungen richten sich zudem nicht mehr an einzelne Einheiten, sondern finden im Umkreis des Mönchs statt. Somit sind Massenbekehrungen möglich.

Sound & Musik

Das Sounddesign lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: fantastisch. Je nachdem, wo man gerade auf der Karte ist, hört man die Einheiten unterschiedlich laut und auch hallend. Das gleiche gilt für Kampfgeräusche und Kriegsschreie.

Einen klassischen Soundtrack, wie man ihn in den Vorgängern hören konnte, gibt es in diesem Sinne nicht. Stattdessen ändert sich die Musik nun dynamisch je nachdem welches Volk man spielt und in welchem Zeitalter man sich befindet. In diesen Musikstücken lassen sich aber Referenzen auf die eigene Vergangenheit finden. Die Musik der Imperialzeit der Engländer rezitiert beispielsweise das Stück „Felonious Junk“ aus dem AoE 3 Soundtrack. Die berühmten sechs Noten, welche den Anfang vom Age of Empires Theme bilden, lassen sich ebenfalls im Soundtrack finden.

Viele Wege führen zum Sieg

Age of Empires IV hat drei Siegesbedingungen, die sich individuell an- und abwählen lassen:

  • Wahrzeichen: Sieger ist, wer die gegnerischen Wahrzeichen zerstört, aber Vorsicht: Wahrzeichen können repariert werden! Kommt dem klassischen Conquest-Modus am nächsten.
  • Heilige Stätte: Je nach Karte gibt es unterschiedlich viele Heilige Stätte. Diese sind mit den Ruinen aus Age of Empires 1 vergleichbar. Sie werden durch Mönche erobert und generieren alle 15 Sekunden jeweils 10 Gold. Wer alle hält und verteidigen kann, gewinnt.
  • Wunder: Eigentlich selbsterklärend. Jedes Volk hat in der Imperialzeit Zugriff auf ein Weltwunder. Das Spiel gilt als gewonnen, wenn man das eigene Weltwunder nach dem Bau 10 Minuten lang verteidigen kann.

Zudem gibt es eine vierte, inoffizielle Siegesbedingung mit „Sandbox“. Hier sind alle der obengenannten Bedingungen deaktiviert.

Die Völker

Age of Empires IV hat weniger Völker als Teil 2 es zu Release hatte (13). Es wartet wie auch schon Teil 3 mit acht Völkern im Hauptspiel auf:

  • Engländer: Die Engländer haben einen starken Fokus auf ihre Langbogenschützen, die sie bereits ab der Feudalzeit in der Schießanlage oder einem ihrer Wahrzeichen – der Council Hall – erschaffen können. Letztere beherbergt auch alle dazugehörigen Upgrades und erschafft den Langbogen etwas schneller. Zudem können sie bereits ab der Dunklen Zeit Speerkämpfer ausbilden, um gegen feindlichen Kavallerieangriffen gerüstet zu sein.
  • Franzosen: Der Fokus der Franzosen liegt in ihrer Kavallerie, der Wirtschaft und dem Handel. Ihre Wirtschaftsgebäude sind günstiger und ihre Händler können jeden Rohstoff von anderen Märkten zurückbringen. Mit den Royalen Rittern haben sie außerdem ab der Feudalzeit eine gefährliche Einheit zur Verfügung.
  • Heiliges Römisches Reich: Das HRR ist ein Infanterievolk und kann Gebäude, die im Einfluss des Startdorfzentrums gebaut wurden, fernreparieren lassen. Zudem haben sie Zugriff auf dem Prälaten, der Dorfbewohner inspirieren kann. Inspirierte Dorfbewohner arbeiten eine gewisse Zeit lang schneller.
  • Rus: Die Rus generieren Gold durch das Jagen und Töten von Tieren. Zudem haben sie eine zusätzliche Goldquelle, wenn sie ihre Jagdhütten in der Nähe von Wäldern bauen. Mit ihren Kriegsmönchen haben sie eine berittene religiöse Einheit, die auch im Kampf eingesetzt werden kann.
  • Chinesen: Die Chinesen haben die einzigartige Dynastie-Mechanik und können als einziges Volk alle Wahrzeichen bauen. Dies ist auch nötig, um die nächste Dynastie freizuschalten. Zudem haben sie kostenlosen Zugriff auf die Chemie-Technologie, sobald sie in die Imperialzeit voranschreiten.
  • Mongolen: Als Nomadenvolk müssen die Mongolen keine Häuser bauen und starten bereits mit vollem Bevölkerungslimit. Sie können zudem als einziges Volk so gut wie jedes Gebäude ein- und an anderer Stelle auf der Karte wieder auspacken. Außerdem haben sie Zugriff auf den Ovoo, welcher auf Steinvorkommen platziert wird, dadurch konstant diesen Rohstoff abbaut und Gebäude, die im Einflussbereich gebaut wurden, Zugriff auf stärkere Varianten der normalen Technologien gewährt. Sie sind ebenfalls die einzigen, die weder Palisaden, noch Steinmauern bauen können.
  • Delhi Sultanat: Als einziges Volk kann das Delhi Sultanat seine Technologien komplett gratis entwickeln, aber dies deutlich langsamer als die anderen Völker. Um die Forschungsgeschwindigkeit zu beschleunigen, müssen Moscheen gebaut und Gelehrte in ihnen einquartiert werden, deswegen haben sie bereits ab der Dunklen Zeit Zugriff auf das Gebäude.
  • Abbasiden Dynastie: Die Abbasiden Dynastie hat Zugriff auf das Haus der Weisheit. Das ist das einzige Wahrzeichen, was das Volk ziemlich verwundbar für Angriffe macht. Sie sind zudem die einzigen, die Zugriff auf Kameleinheiten haben. Um ins nächste Zeitalter voranzuschreiten, entwickeln sie für je 2 Minuten einen neuen Flügel beim Haus der Weisheit.

Die Völker unterscheiden sich in ihrer Spielweise deutlicher als noch bei Age of Empires II, erreichen aber nicht komplett den Level an Einzigartigkeit, den die Age of Empires III Völker hatten.

Die Kampagnen

Ein besonders großer Wert wurde dieses Mal auf die Kampagnen gelegt, wie man auch unschwer an dem veröffentlichten Promomaterial erkennen kann. Von denen gibt es vier:

  • The Normans: Die Geschichte über die letzte erfolgreiche Invasion der britischen Insel mit der Schlacht von Hastings (1066) und über die Anfänge der heutigen britischen Monarchie mit Charakteren wie William the Conqueror und seinen Nachfahren.
  • The Hundred Years War: Die 100jährige Auseinandersetzung zwischen England und Frankreich, beginnend mit dem Turnier der 30 über Auftritten von Johanna von Orleans bis hin zur Verwendung von Schießpulver und Artillerie und dem Sieg über England.
  • The Mongols: Die Geschichte des Mongolenreichs und den Auseinandersetzungen mit den Chinesen und Rus aus der Sicht von Persönlichkeiten wie Genghis Khan oder Kublai Khan.
  • The Rise of Moscow: Der Aufbau der heutigen Hauptstadt Russlands, welche unter ständiger Bedrohung seitens der Mongolen stand und die Geschichte, wie aus einer Stadt ein Imperium entsteht.

Die Kampagnen werden aufwändig mittels Einleitungsvideos vor jeder Mission erzählt und sind im Dokumentationsstil gehalten. Die Videos wurden eigens für das Spiel an den jeweiligen Orten gedreht und fügen AR-mäßig Einheiten ein, um so Schlachten und Belagerungen zu zeigen. Die Missionen sind ähnlich aufgebaut und die Stimme der Erzählerin erklärt, was gerade passiert.

Mit fast jeder Mission schaltet man Bonusmaterial frei, wie etwa die „Hands on History“-Videos. Dabei handelt es sich um Minidokus, die verschiedene Aspekte des Mittelalters behandeln, etwa den Burgenbau, das Tribock oder die Chevauchée-Taktik.

Die Missionen sind kürzer als das, was man von den Vorgängern gewohnt ist, dafür gibt es mehrere Missionen pro Kampagne. Sobald man die ersten beiden Missionen der Normannen-Kampagne abgeschlossen hat, sind alle vier Kampagnen in freier Reihenfolge spielbar.

Es gibt 4 Schwierigkeitsgrade: Einfach, Mittel, Schwer sowie Story. Letzterer macht die Missionen noch Einfacher und richtet sich insbesondere an Leute, die nicht allzu sehr in Echtzeitstrategiespielen drinnen sind und einfach nur Geschichte „genießen“ möchten. Das gute Mittelmaß und die Empfehlung der Entwickler ist der mittlere Schwierigkeitsgrad, da hier der Gegner anspruchsvoller ist und den Spieler auch fordert.

Mit „Art of War“ gibt es wie auch schon seit AoE 2 DE wieder eine Minikampagne mit Herausforderungen, welche verschiedene Aspekte des kompetitiven Gameplays testen. In insgesamt 5 Missionen werden hier Dinge wie Einheitenkonter, Boom, Belagerung und Frühe Wirtschaft geübt. Je nach Abschneiden verdient man hier Gold, Silber und Bronze.

XP, Masteries und tägliche Aufgaben

In Age of Empires IV sammelt man Erfahrungspunkte, die man durch verschiedene Aspekte gewinnt, etwa dem abschließen von täglichen Aufgaben. Dabei handelt es sich um fünf zufällige Aufgaben wie „Gewinne ein Spiel“, „Bilde x Einheiten aus“ oder auch „Sammle x Rohstoffe“. Wie der Name schon vermuten lässt, werden diese Aufgaben alle 24 Stunden durch neue Aufgaben ersetzt.

Zudem gibt es die sogenannten „Masteries“ (Meisterungen). Dabei handelt es sich um eine Reihe von 15 Aufgaben, welche für jedes Volk abgeschlossen werden muss. Die Aufgaben richten sich an völkerspezifische Aspekte, z.B. dem Sammeln von 500 Rohstoffen von inspirierten Dorfbewohnern in der Dunklen Zeit als Heiliges Römisches Reich. Mit jeder abgeschlossenen Meisterung schaltet man Portraits frei, die wie die Profilbilder von AoE 2 DE und 3 DE funktionieren.

Des Kaisers neues Wappen und Monument

Neben den Portraits lässt sich das eigene Auftreten im Spiel noch weiter anpassen. Jeder Spieler in Age of Empires IV hat ein Wappen, welches individuell angepasst werden kann in Form, Farbe und angezeigtem Symbol. Die Symbole für das Wappen werden durch das Abschließen von Meisterungsaufgaben freigespielt. Zudem gibt es einige besondere Symbole wie etwa für Mitglieder des AoE Insiderprogramms. Das Wappen sowie das Portrait werden beim Laden eines Spiels angezeigt.

Eine weitere Form zur Anpassung ist das Monument. Dabei handelt es sich um eine Statue, welche beim Dorfzentrum im Spiel platziert ist. Standardmäßig hat man hierbei eine große Glocke. Monumente werden wie auch die Wappensymbole durch das Abschließen von Meisterungen freigeschalten, zudem bekommen Käufer der Deluxe Version ein spezielles Monument.

Die Liebe zum Detail

Überall lassen sich kleine Details im Sound- und Grafikdesign finden, welche zeigen, wie detailverliebt das Spiel eigentlich ist. So gibt es nun Wälder, in denen sich Einheiten verstecken können (die sogenannten „Stealth Forests“), um gegnerische Einheiten auf offener Fläche zu überraschen. Einheiten, die sich in solchen Wäldern bewegen, flüstern anstatt ihre Befehle laut zu bestätigen.

Jedes der acht Völker hat einen individuellen Architekturstil, der sich an die historischen Gegenstücke anlehnt. Die Burgen der Rus bestehen beispielsweise aus Backsteinen, da dies die vorherrschende Steinart in Osteuropa war. Die Gebäude der Engländer und Franzosen sehen sich teilweise ähnlich, entwickeln sich aber dann doch auseinander, denn Gebäude ändern je nach Zeitalter auch ihr Aussehen.

Auch Einheiten haben ein anderes Modell je nach bereits entwickeltem Upgrade. Die Rüstungen der Einheiten der Imperialzeit sind beispielsweise goldverziert.

Zudem sprechen die Einheiten je nach Zeitalter immer moderner. Während die Sprache der Franzosen in der Dunklen Zeit beispielsweise noch deutlich vom Lateinischen beeinflusst ist, entwickelt sie sich über Feudal-, Ritter- und Imperialzeit immer mehr hin zum modernen Französisch.

Gebäude werden in den Basen nun durch automatisch generierte Straßen miteinander verbunden, was zwar spielerisch keinen Wert hat, aber schön anzusehen ist.

Die Schattenseite…

Das sind ziemlich viele positive Dinge in AoE 4! Gibt es auch Dinge, die kritikwürdig sind…? Ja, die gibt es.

Leider fühlt sich das Spiel in Sachen Bedienung an einigen Stellen unnötig veraltet an, da es auf Funktionen verzichtet, die die Definitive Editions von AoE 1 – 3 bereits hatten, wie beispielsweise die Globale Warteschleife, welche anzeigt, was man gerade entwickelt und erforscht. Um einen Überblick über die eigene Produktion zu haben, muss man also wie in den Originalen der alten Spiele die einzelnen Gebäude durchklicken.

Zudem fehlen essentielle Hotkeys wie die „Gehe zu…“-Hotkeys aus Age of Empires 2. Stattdessen sind die Tasten F1 – F3 standardmäßig mit „Wähle alle Militärgebäude“, „Wähle alle Wirtschaftsgebäude“ und „Wähle alle Technologiegebäude“ belegt und um auf einzelne Gebäude zuzugreifen müssen diese mit der TAB-Taste durchgegangen werden. Andere Hotkeys sind fix belegt und können nicht geändert werden, z.B. das freie Drehen der Kamera mit gedrückter ALT-Taste, welche mich in manchen Spielen irritiert hat. Falls man eine Gamingmaus mit mehreren Buttons hat, muss zudem auf die Software des Mausherstellers zurückgegriffen werden, um überhaupt diese belegen zu können.

Der Kampf gegen die KI ist okay, aber diese fühlt sich vom Sprung auf Mittel zu Schwer zu unausgeglichen an. Während beide ähnliche Upzeiten für die Feudalzeit haben, lässt sich die Mittlere KI viel Zeit bis sie überhaupt in die Ritterzeit voranschreitet. Hier sollte man noch nachbessern.

Weitere fehlende Features sind der Szenarioeditor (wird im Frühjahr 2022 nachgereicht), der Ranked-Modus und Cheats.

Meinung & Fazit

Ich hatte sehr viel Spaß mit Age of Empires IV trotz der im vorherigen Absatz geschilderten Schwächen. Die Kampagnen sind wunderbar inszeniert und die „Hands on History“-Videos haben mich angefixt, um die nächste Mission zu spielen, damit ich weitere freischalte. Um also die zweite Frage zum Anfang zu beantworten: Ich finde durchaus, dass AoE 4 gut ist und die Serie nicht zu Grabe tragen wird. Meiner Meinung nach musste das Spiel im Vorfeld einiges an ungerechtfertigter Kritik seitens der Grafik einstecken. „Comicgrafik“, „Age of Disney“ und ähnliches hat man da gelesen. Das Größenverhältnis der Einheiten und Gebäude wurde bemängelt, die Farben als zu bunt bezeichnet und dabei wurde sich anscheinend nie die Mühe gemacht die anderen Teile anzusehen, um zu erkennen, dass AoE 4’s Stil sich nahtlos bei den Vorgängern einreiht, was auch kein Wunder ist, da Art Director Zach Schläppi in mehreren Interviews meinte, dass er sich Farben aus AoE 1 – 3 herausgepickt hat und man bereits bei Age of Empires 2 Dinge gesehen hat, wie Palisaden, die genauso hoch wie Häuser sind.

Mit Age of Empires IV hat man endlich wieder ein gutes Echtzeitstrategiespiel, dass das Potenzial hat, dem Genre wieder auf die Beine zu helfen. Der Name und der damit verbundene Nostalgiefaktor werden dazu sicherlich beitragen, doch die große Hemmschwelle wird hierbei der AAA-Preis sein, da die Definitive Editions für nur 19,99 € pro Spiel zu haben sind, während man für AoE 4 59,99 € (Standard) bzw. 79,99 € (Deluxe) verlangt. Dieser Vergleich ist allerdings nicht fair, da die Definitive Editions allesamt Remaster sind.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wohin die Reise gehen wird, vor allem, da noch einige wichtige Völker des Mittelalters fehlen und mit hoher Wahrscheinlichkeit als DLC nachgereicht werden. Ich spreche dabei von den Byzantinern, den Spaniern sowie den Azteken und Mayas, die alle ihre Daseinsberechtigung haben.

Kann ich Age of Empires IV also empfehlen? Definitiv ja. Wenn ihr AoE 2 und/oder 3 gespielt habt und Spaß hattet, werdet ihr AoE 4 mögen. Neueinsteiger und Gelegenheitsspieler werden mit den Kampagnen auch ihre Freude haben, da der Story-Schwierigkeitsgrad niemanden wirklich überfordert und sich die Geschichte auch lebendig anfühlt.


Trotz aller Schwächen bekommt Age of Empires IV von mir 7 von 10 Punkte.

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Bewertung: 5.0/5 (2)

Waterloo3D – Unreal Engine machts möglich.

Dominik am 16.Februar 2019 um 18:02:31

Echtzeitstrategie ist in der Indie Szene neben Rollenspielen und Shootern wohl das Genre welches ebenfalls sehr viel Aufmerksamkeit bekommt.Dabei haben schon so manche Solo Entwickler versucht ähnliche Spiele wie die der Macher der Total War Reihe zu kreieren.Ein Studio das sich ein solches Projekt auf die Fahne geschrieben hat ist Plus Infinity Studios. Das Team rund um Chefentwickler Sivakumar Kanakraj plant einen neuen Strategietitel der mit der Unreal Engine realisiert werden soll.

Dazu haben die Entwickler am Code herum geschnibselt um mehr als 30.000 Skelette zu animieren und in Gefechte ziehen lassen zu können.Das Spiel wird Waterloo3D heißen und die schicksalhaften 100 Tage von 1815 nacherzählen. Darin schlüpfen wir in die Rollen der Armeen Napoleons,Großbritanniens oder Preußens.Um die Schauplätze so authentisch wie möglich zu gestalten griff Plus Infinity Studios auf Geodaten der zum damaligen Zeitpunkt finalen Orte zurück.Somit ist alles bis zum belgischen Bauernhaus,welches aus Geschichtsbücher und Bauzeichnungen entnommen wurde,sehr realistisch nachgebildet.Auch im Spiel werden wir unseren Einheiten Taktiken und Märsche erteilen die in den Militärdoktrinen der 1810Jahre üblich waren.Natürlich kann es auch sehr langweilig werden alles historisch korrekt nach zu spielen weswegen es auch so genannte Was-wäre-wenn Kampagnen ins Spiel ihren Platz finden werden.

In diesem Modus soll es sogar möglich werden seine eigene Armee zu erstellen.Wie das jetzt genau ablaufen wird ob man z.B. Truppentypen aus Franzosen und Engländern mixen oder frei erfundene Einheiten aufstellen kann ist uns im aktuellen Stand der Entwicklung nicht bekannt.Neben diesem Modus wird es noch mehrere Dutzend Minikämpfe und Gefechtsszenarien geben.Für Neueinsteiger in dieser Spielmechanik stellt der Entwickler umfangreiche Tutorials ingame bereit.Die Hauptkämpfe werden Waterloo, Quatre Bras und Ligny thematisieren.Wir Spieler werden mehrere kritische Ereignisse und Wendepunkte in der Hauptschlacht als getrennte Minikämpfe spielen können.Mit einem kleinen Kampagne Editor dürfen wir auch eigene Schlachtabläufe und Missionen gestalten.Spieler können 4 Schwierigkeitsgrade für die KI einstellen: Grouchy-Modus, Ney-Modus, Davout Modus und Kaisermodus.

Mit jedem dieser Modi wird die KI progressiv aggressiver und gerissener.Spielerisch kann man Kavallerie-Regimenter außer Kontrolle bringen wenn man mit Schrapnell Ladungen der Artillerie in sie hinein schießt.Man muss die Evolution der Linien verwenden, um ein Bataillon durch ein anderes zu führen (sowohl vorwärts als auch rückwärts).Wenn Infanterie in Rauch gehüllt ist kann sie keine Formationen ausführen.Bei übermäßigen Offiziersverlust können einzelne Regimenter gar keine Angriffs-oder Verteidigungsstellungen mehr machen.Die Entwickler planen einen Stresslevel der Einheiten einzubauen.Steigt der Stress und übersteigt eine gewisse Grenze können Truppen auch ohne Befehle feuern und flüchten.Das finde ich in diesem Bereich eine wirklich sehr sinnvolle Neuerung.Ob das Indie Studio letztendlich mit diesem Projekt Erfolg haben wird und ein paar tausend Verkäufe stemmen kann finde ich schwierig.Der Markt ist in diesem Bereich aufgeteilt zwischen den beiden Führern der Global Strategiespiele Paradox und Creative Assembly.Einen Angriff auf die Spiele der Total War Macher als Indie ist schon sehr gewagt.Trotz Unreal Engine wird da den Entwicklern wohl noch einiges an Arbeit bevorstehen.

 

 

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0.0/5 (0)
0 » Indie

Victoria 2 Tutorial: Wir gründen Großdeutschland!

Dominik am 19.Oktober 2017 um 12:10:13

In diesem Artikel zeige ich allen Spielern wie Ihr in Victoria 2 schnellst möglich das großdeutsche Reich gründen könnt. Großdeutschland was ist das? Nun es war ab dem 19. Jahrhundert die Vorstellung eines vereinigten deutschen Nationalstaats, der auch Österreich einschließen sollte. Dieser historische Plan der in der Realität gnadenlos scheiterte kann in dem Computerspiel Victoria 2 mit etwas politischen Geschick mit dem Staat Preußen umgesetzt werden . Preußen ist in dem Spiel die viertgrößte Großmacht und ein militärisches Schwergewicht. Sicher mit nur 3,57millionen Einwohnern ist es kein Großstaat wie Frankreich, das russische Zarenreich oder eben das Habsburgerische Österreich. Was also sind die Vorteile die wir mit dieser eher kleinen Großmacht nutzen können ? Nun zuerst haben wir den Forschungsbaum „Berufsoffiziere“ gleich zu Spielbeginn freigeschaltet. Mit dieser Option ist die Moral unserer Truppen erst einmal um einiges höher als die der Nachbarreiche, das müssen wir so schnell wie möglich ausnutzen. So bauen wir zuerst neue Truppen 3 Artillerie und 7 Infanterie Regimenter die restlichen verfügbaren Soldaten am besten in Dragoner und Kürassiere investieren. Die beiden letzten Einheiten sind wichtig für die Aufklärung im Feld die wir bitter benötigen werden. Doch bevor das große Schlachten beginnt schauen wir zunächst auf unsere politische und wirtschaftliche Situation. Politisch haben wir außer den Süddeutschen Staaten Baden, Württemberg und Bayern alle anderen kleindeutschen Länder außer Sachsen, Holstein und Hannover in unserer Einflusssphäre. Das ist schon mal sehr gut da wir mit diesen Ländern sehr schnell Militärbündnisse eingehen können. Ihre militärische Stärke entspricht zwar bei weiten nicht der unseres reiches Preußen doch sind sie sehr nützliche Verbündete. Unser erstes Ziel sollte es sein den Norddeutschen Bund zu gründen. Dies wird eine wichtige Vorstufe sein um letztendlich das Großdeutsche Reich gründen zu können. Dazu müssen wir die Staaten Hannover, Sachsen und Holstein in unsere Einflusssphäre aufnehmen. Zusätzlich benötigen wir Flensburg von Dänemark. Da Holstein ein Vasall von letztem ist, dürfte unser erster militärischer Schlag gegen Dänemark gerichtet sein. Da die dänische Flotte der unseren überlegen ist gehen wir ein Militärbündnis mit der großen Seenation Großbritannien ein. Schnell noch das Kriegsziel Marionettenstaat entlassen gegen Dänemark richten und die Kriegsvorbereitungen können beginnen. Um zusätzlich unsere zu diesem Zeitpunkt sowieso schon starke Armee aufzurüsten erforschen wir im Industrie Stammbaum die Option Medizin um unsere Truppen die Eigenschaften „Heeresverlustquote reduzieren“ und „Militärkrankenhäuser“ hinzu zu fügen. Außerdem sorgt das zusätzliche Bevölkerungswachstum für mehr Bürger.

Es ist endlich soweit. Der Kriegsgrund gegen Dänemark ist abgelaufen: Es ist an der Zeit den Krieg zu erklären. Wir mobilisieren zusätzlich noch Reservetruppen um schnell mit einer großen Armee in den Küstenstaat einzufallen. Sämtliche kleindeutschen Verbündeten folgen den Ruf zu den Waffen auch Großbritannien erklärt den Dänen den Krieg. Die englischen Schiffe spielen dabei eine Schlüsselrolle um die dänische Flotte zu vernichten und unseren preußischen Soldaten den Übergang nach Kopenhagen zu gewährleisten. Schnell sind wir in diesem ersten Krieg die Sieger. Die dänische Armee ist unserer deutsch- preußischen Übermacht nicht gewachsen. Auch die mit den Dänen verbündeten Holsteiner werden schnell kapitulieren. Am Ende unsere ersten Kampagne haben wir Holstein aus den Klauen Dänemarks befreit und Flensburg annektiert. Perfekt, doch die wahren Gefechte mit weitaus größeren und stärkeren Gegnern stehen uns noch bevor.

Jetzt starten wir einen Krieg gegen einen Feind der noch im vorherigen Kapitel unser Verbündeter war. Großbritannien besitzt Hannover als Satellitenstaat und hat diesen in seiner Einflusssphäre. Erst einmal müssen wir unser Bündnis zu den Briten beenden und die politischen Beziehungen verschlechtern. Um den Norddeutschen Bund gründen zu können brauchen wir Hannover als freien Staat in unserem Einfluss. Aus diesem Grund machen wir einen „Marionettenstaat entlassen“ Kriegsgrund gegen die Engländer. Während dieser läuft erforschen wir in der Zwischenzeit die Technologie „Vorderlader“. Mit neuen Gewehren und der verbesserten Moral + den Medizin Vorteilen dürfte unsere Armee noch Leistungsfähiger sein. Bei einem erneuten Blick auf die politische Landkarte ist uns dabei ein neuer entscheidender Vorteil zu gute gekommen. Die Briten haben sich nach dem Ende unseres Bündnisses die Österreicher als Verbündete genommen. Im Grunde gar nicht so schlecht denn um Großdeutschland gründen zu können brauchen wir auch Österreich in unserer Einflusssphäre. Da Österreich aber eine Großmacht ist müssen wir dafür sorgen das der Staat zu einer normalen Nation wird. Dies können wir nur dadurch erreichen indem wir das Land so lange besetzen bis seine Industrie so abschwächt das es aus der Liste der Großmächte verschwindet. Das bedeutet für uns aber auch einen zwei fronten Krieg. Den Vorteil denn wir daraus ziehen müssen ist Hannover schnell zu besetzen und dann eine Gegenoffensive gegen Österreich zu führen. Die Briten werden unsere Handelsrouten zur See blockieren und versuchen irgendwie an Land zu kommen. Sie können aber mit nur sehr wenigen Truppen landen weswegen wir die Engländer erst einmal ignorieren und uns mehr auf den Landkrieg gegen Hannover und Österreich konzentrieren werden.Den Seekrieg werden wir ohnehin nicht gewinnen können. Der Kriegsgrund ist fertig und wir erklären Großbritannien den Krieg mit dem Ziel „Hannover zu befreien“ und die Österreicher aus ihrem Großmachtstatus zu fegen. Bevor wir den Krieg erklären mobilisieren wir die Bevölkerung. Die zusätzlichen Armeen dienen zur Abwehr gegen die zu erwartende österreichische Offensive. Unsere Berufstruppen überfallen derweil Hannover. Der zukünftige Expo Staat ist schnell besiegt, uns standen nur 14 tausend Soldaten zur Gegenwehr. Jetzt gilt es schnell die hannoverischen Provinzen zu besetzen und unseren Reservisten gegen die Österreicher zu helfen. Denn gegen die Berufsarmee jener ziehen unsere bewaffneten Bauern den kürzeren. So verlieren wir große Teile Schlesiens und müssen darauf achten die von den Österreichern besetzten Provinzen mit unseren Reservisten zurück zu erobern. Beim Eintreffen unsere preußischen Hauptarmee sehen die österreichischen Truppen alt aus. Die Computer KI welche die Österreicher steuert hat wohl nicht so viel in die Militärtechnologie investiert wie wir. Selbstverständlich kämpfen auch unsere kleindeutschen Vasallen mit uns an der Front. Doch deren Hilfe fällt gegen die Österreicher gering aus. Wir brauchen Sie nun eher um die Provinzen des rießigen Reiches zu erobern. Doch der von mir weiter oben erwähnte eingriff der Briten ist gekommen. Während unser gesamtes Heer in Österreich kämpft landen englische Armeen an unseren Küsten. Es gilt nun die Armee aufzuspalten und etwa 2 Regimenter an die Küste zu entsenden. Die Engländer mögen die überlegene Seemacht sein doch zu Land dürfte die KI genau so wenig in seine Truppen investiert haben wie der österreichische Computerwurm. Und genau so ist es auch gekommen, unsere Abwehrtruppen können die britische Armee wieder auf ihre Schiffe jagen. Doch wie sieht es derweil mit unseren Eroberungen in Österreich aus? Ja Sapperlot da haben sich ereignisse aufgetan die wir ganz übersehen haben. Wir konnten mit der Hilfe unsere kleindeutschen Verbündeten zwar ganz Österreich erobern aber dort ist nun eine offene Revolte ausgebrochen. Die nördliche Provinz Böhmen hat sich abgespaltet und unabhängig erklärt ein Nachteil den wir später spüren werden, denn Großdeutschland ohne die böhmisch tschechischen Provinzen ist keine großdeutsche Lösung. Da unsere Armeen zum großteil abgezogen sind und die österreichische Armee nicht mehr existiert sowie deren Wirtschaft ebenfalls ruiniert ist, ist das Land in den von uns gewünschten Rang einer normalen Nation abgerutscht. Das bedeutet wir können es in unsere Einflusssphäre aufnehmen. Um dies zu erreichen erweitern wir einfach die Kapitulationsbedingungen um den entsprechenden Reiter. Die österreichische KI springt sofort darauf ein und Österreich wird einer unserer Vasallen. Damit ist ein Frontabschnitt befriedet. Weiter geht es gegen Hannover und die Briten. Letztere können es nicht sein lassen und versuchen immer wieder unsere Strände zu stürmen. Doch mit der gestärkten preußischen Armee können es die roten Truppen nicht aufnehmen. Kurzzeitig komme ich nun zu einem anderen wichtigen Thema das existentiell für diesen Kriegsausgang ist. Solltet ihr selbst versuchen so zu spielen pumpt alle Forschungspunkte in den Militärbaum. „Vorderlader geschütze“, „bessere Verteidigung“ und „Militärpläne“ sind entscheidend für einen erfolgreichen Feldzug. Um die Wirtschaft voran zu treiben den Fokus in der Industriemetropole Berlin auf Facharbeiter setzen gleichzeitig in Königsberg Kapitalisten fördern. Den Zoll solltet Ihr bei 43 bis 54% lassen, noch ist nicht die Zeit den Freihandel zu wählen. Kommen wir aber nun weiter zu unserem Krieg. Die Briten werden noch einige versuche unternehmen Hannover zurück zu gewinnen. Hier gilt es einfach die Invasoren so lange abzuwehren bis die Kriegspunkte immer mehr zu unseren gunsten stehen. Steht den Briten eine 50% Niederlage bevor werden sie schließlich auf unsere Forderungen eingehen und Hannover in unsere Einflusssphäre lassen. Der zweite Krieg zum großdeutschen Reich ist gewonnen. Und nun können wir ein Ereignis anwählen das für den letzten noch bevor stehenden Krieg sehr entscheidend ist. Wir gründen den norddeutschen Bund. Alle deutschen Staaten außer Württemberg, Baden und das Königreich Bayern vereinen sich unter unserer Führung zu einem Banner. Somit haben wir im Spieljahr 1850 eine Bevölkerung von rund 5,74millionen Einwohnern. Um unsere Landwirtschaftsleistung zu optimieren erforschen wir nun die „Anorganische Chemie“ sowie die „Eisenbahn“ um die Fabriken effektiver zu machen. Politisch hat sich die Landkarte radikal verändert. Das russische Zarenreich hat uns Österreich als einflussstaat geklaut und Böhmen hat sich mit den Russen verbündet. Durch diesen Einschnitt müssen wir erst mal dafür sorgen das die süddeutschen Länder in unseren Einfluss gelangen. Das ist die Voraussetzung um das deutsche Kaiserreich zu gründen. Da wir aber Großdeutschland gründen möchten brauchen wir noch die Österreicher sowie das Elsass von Frankreich das ebenfalls mit Russland verbündet ist. Uns steht ein Krieg in bisher nie gekannten ausmaß bevor.

Unsere Startvoraussetzungen für den letzten entscheidenden Krieg könnten nicht schlechter sein. Wir sind sprichwörtlich von Feinden umzingelt also brauchen wir Verbündete. Da bieten sich die süddeutschen Staaten an die wir nun in unserem Einfluss aufnehmen konnten. Diese akzeptieren unsere Bedingungen und wir sind militärisch schon einmal etwas stärker gewappnet. Ein weiterer Verbündeter wird das von der KI neu gegründete Italien sein. Mit diesem Bündnis können wir eine breitere front gegen Frankreich eröffnen, wie wir die russischen Truppen abwehren können ist noch ein großes Fragezeichen. Denn das Zarenreich hat die größte Armee von allen Großmächten. Groß in der Mannstärke aber schwach in der Ausrüstung. Frankreich hingegen dürfte eine Armee haben die unserer gleich kommt. Also brauchen wir bereits vor der Kriegserklärung eine relativ große Armee um beide Frontabschnitte bedienen zu können. Zuerst wählen wir also den Kriegsgrund „Provinz Erobern“ gegen Frankreich aus und starten die Mobilmachung bereits bei 78% Fortschritt der Erklärung. Um diese für unsere Verhältnisse große Armee finanzieren zu können schrauben wir die Steuern für Unterschicht, Mittelschicht sowie Oberschicht auf das Maximum. Eine Aufstiegsgesellschaft mittels niedrigerer Steuern können wir uns bei einem so großen Krieg nicht leisten. Gegen beide Gegner werden die vorherigen Kriege wie mückenstiche wirken. Als Technologie erforschen wir während dessen den „Hinterlader“. Dieser erhöht nochmal den Schaden den unsere Regimenter austeilen. Da ich vermute das die französische KI mehr Forschungspunkte in den Handel und die Wirtschaft steckt spekuliere ich wieder auf eine überlegene Armee auf unserer Seite. Wir geben unsere Kriegserklärung ab und pausieren das Spiel. Der nun folgende Feldzug muss wohl durchdacht sein. Unser Plan lautet folgendermaßen : An der Westfront schnell mit der Armee ins Elsass und die Pariser Vorstädte einfallen und die direkte Konfrontation mit den französischen Truppen suchen.Im Osten hingegen auf einen Verteidigungskrieg gegen Russland pochen und die russische Armee Kriegsmüde machen. Das Gefecht erfolgt und da uns die süddeutschen Armeen gemeinsam mit den Italienern unterstützen verläuft der Plan für den Westfeldzug hervorragend. Einziges Hindernis dürfte die Schweiz sein. Das in der realen Welt neutrale Land hat uns im Spiel an der Seite Frankreichs den Krieg erklärt und bindet die italienischen Truppen in den Alpen. Die Kämpfe zwischen unseren Norddeutschen und den feindlichen französischen Truppen verlaufen Kräfte verzehrend. An der Ostfront überrennt uns Russland mit seiner zahlenmäßig viel größeren Armee. Wir müssen die angeschlagenen Regimenter nach Berlin zurück ziehen um eine Zermürbung zu verhindern. Dank den Hinterladern und der „Armee Entscheidungsfreiheit“ Forschung sind unsere Soldaten den Französischen nun überlegen wodurch wir Armeen in den Osten abziehen können. Die Französische KI hat kaum noch Regimenter um erfolgreich Feldzüge führen zu können, deshalb belassen wir es beim Halten der eroberten Elsass Gebiete. Nun erfolgt eine aufwendige klick Arbeit im Osten unseres Bundesstaates. Wir müssen unsere Truppen solange gegen die russischen Angreifer führen und Siege davon tragen bis das Schlachtglück zu unseren Gunsten fällt und die Siegespunkte aufgrund mehrerer Niederlagen von der russischen KI abgezogen wird. Einen Eroberungskrieg gegen Russland sollten wir vergessen. Das Land ist zu weitläufig um kontrolliert erobert werden zu können. Steigt die Anzahl der Siegespunkte für unsere Kriegspartei ist es endlich soweit. Frankreich tritt das Elsass an uns ab. Noch befinden wir uns im Krieg gegen das russische Zarenreich aber wir können jetzt mit geballter Kraft gegen diesen Feind vorgehen. Nacheinander besiegen und vernichten wir die russischen Einheiten bis Russland auch unseren Siegesbedingungen zustimmt und Österreich aus seiner Einflusssphäre entlässt. Automatisch gelangt nun dieses in unserem Einfluss und nun können wir unter dem Reiter „Deutschland gründen“ das Großdeutsche Reich ins Leben rufen.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Tutorial einen Einblick geben was Ihr im Spiel machen müsst um Großdeutschland gründen zu können. Der Weg ist vor allem für Neulinge steinhart. Erfahrene Victoria 2 Spieler dürften es auch nicht so einfach haben dieses Spielereignis ins Leben zu rufen. Doch wenn man erst mal Großdeutschland gegründet hat und auf wirtschaftlicher Basis in den Freihandel samt von Kapitalisten betriebenen Fabriken umsteigt ist man quasi unaufhaltsam. Man hat eine Bevölkerung die es mit der von Russland aufnehmen kann, dazu eine zahlenmäßig ebenso große Armee aber mit technologischer Überlegenheit. Selbst einen Krieg gegen alle anderen Großmächte, bei denen man zwischen den ersten und zweiten Platz liegen sollte, ist mit Großdeutschland kein Problem. Ich hatte mehrere anläufe gebraucht um dieses Tutorial in der jetzigen Form erstellen zu können. Es ist einfach unfassbar schwierig den richtigen Weg zu finden um schnellstmöglich einen Krieg gegen so viele Gegner führen und gewinnen zu können.

Victoria 2: Savegames von Großdeutschland
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Victoria 2: Test, Review

Dominik am 12.März 2013 um 17:03:35

Neben seinem Strategie Schwergewichten Europa Universalis und Hearts of Iron präsentieren die Schwedischen Entwickler von Paradox mit Victoria 2 eine Strategie Simulation die das Zeitalter der Industrialisierung bis zum Ende des ersten Weltkrieges behandelt. Wie von dem Studio gewohnt sind ausnahmslos alle Nationen des damaligen Weltbildes spielbar. Über das Britische Imperium zu den Sibirischen Steppen des Russischen Zarenreiches, von der Wüste Teherans bis zu dem mit Wäldern bedeckten Lothringen sind alle Völker spielbar. Natürlich zählt neben Militärischer Stärke, guter Infrastruktur und Zufriedenheit der unterschiedlichen Bevölkerungsschichten auch der Aufschwung von Wirtschaft und Forschung. Denn ohne diese beiden letzten Elemente ist euere Nation nur eine unter vielen aufstrebenden Staaten der Westlichen und Östlichen Hemisphäre. Ob sich ein Einstieg mit dem kaiserlichen Japan wohl eher lohnt als gleich mit den Franzosen die Wüsten Afrikas zu kolonisieren klärt unser Ausführlicher Test.

Für welche Nation soll ich mich entscheiden? Diese Frage dürfte sich wohl jeder stellen der beim Anblick der Weltkarte, im Startmenü, über die Kontinente mit dem Mauszeiger schwebt und dabei Volksentscheidende Themen wie zivilisierte Nationen und Teilverwestliche Länder vorfindet. Generell macht gerade dieser Umstand den Unterschied aus. Während Europa und große Teile Amerikas bereits zu Spielbeginn mit dem Forschen von Hinterladern, Fließbändern und Dampfschiffen beginnen können und ganz nebenbei Sozial und Politikreformen einleiten, kriechen Nationen wie Ägypten, China oder Afrika noch am unteren Ende ihrer Industrialisierung und müssen Ausländische Investoren und Militärberater ins Land einladen um wenigstens einen Teil ihrer maroden Volkswirtschaft retten zu können. Denn ohne den Bau von Fabriken und des damit einher gehenden Wachstums können keine Armeen und Provinzen ausgebaut werden. Während Frankreich nationale Schwerpunkte wie etwa die Förderung von Kapitalisten und Facharbeitern voran treibt benötigen Völker wie jene des nahen Ostens vor allem Geistliche Wissenskraft um Forschungspunkte für ihre Verwestlichung zu ergattern. Um den Bau von Fabrikanlagen erstmal zu ermöglichen bedarf es einer Umsumme an Geld und Material, die wir nur mit Steuererhöhungen und Regulierung der Zölle erreichen können. Als nächsten Schritt sollte gut überlegt werden wo das geplante Wirtschaftswunder überhaupt erstellt werden soll. Kolonien eignen sich hierzu überhaupt nicht da ihre Bevölkerungen nicht in der Lage sein werden die mit 10.000 Arbeitsplätze benötigte Raffinerie zu besetzen. Im Fall von Frankreich direkt im Mutterland und in Regionen mit hoher Population platzieren. Der letzte Schritt besteht nun lediglich darin eine in Planung befindliche Fabrik der erforderlichen Ressourcen anzupassen. Sind diese im eigenen Land nicht vorhanden sollte man auf den Bau verzichten und sich eine geeignetere  Anlage suchen. Der Besitz mehrerer Industrieller Komplexe verändert neben dem Geldbeutel vor allem die, in den jeweiligen Regionen, vorhandenen Arbeitskräfte. So werden aus Landarbeitern und Handwerkern schnell Facharbeiter die vor allem zu Beginn der neuen Ära sehr selten anzutreffen sind. Neben diesen beiden Nebeneffekten steigert die Organisierte Produktion auch unser Weltansehen und ehe man sich versieht landet man auf einen der insgesamt mit Acht Plätzen belegten Weltrangliste der Großmächte. Damit spielt nun Frankreich eine fundamentale Rolle im Geplänkel um Macht und Einfluss in Europa.

Doch machen wir uns nichts vor, nur alleine durch Angebot  und Nachfrage kann man kein Reich und vor allem die Welt regieren. Dazu benötigt es Soldaten und zwar eine menge Soldaten. Je nachdem wie weit unsere Forschung im Waffensektor voranschreitet verändert sich, simuliert dargestellt, die Vorgehensweise unserer Armeen. Vorbei sind die Zeiten von Vorderladern und Bajonetten. Jetzt sind Maschinengewehre und schwere Artillerie gefragt. Denn mit modernen Truppen lässt sich schnell Land gewinnen. Damit das ganze nicht außer Kontrolle gerät und auf den Globus ein einziges Feuerwerk veranstaltet wird, gibt es Richtlinien die den Krieg realistisch wirken lassen sollen. Ohne Kriegsrechtfertigung marschiert nicht ein Gefreiter ins feindliche Land, zufällige Events ausgeschlossen. Unberechtigte Überfälle steigern den Infamie Wert unseres Staates ins unermessliche. Ist eine gewisse Obergrenze überschritten kann ein Großbündnis verschiedener Länder schnell zur Abrüstung zwingen. Und das ist für eine große Nation wie Frankreich Existenz entscheidend . Befolgen wir stattdessen die Richtlinien kann die Nation im großen Umfang wachsen und neue Bevölkerungsgruppen und Religiöse Minderheiten assimilieren. Deren Alttagsbedürfnisse sollten zufriedenstellend gestillt werden sonst stehen Revolten bevor, wenn man sie nicht vorher durch Unterdrückungspunkte verhindert. Rebellionen sind für Nationen schädlicher wie jeder andere Krieg. Kurzerhand können neue Regierungssysteme etabliert werden. Aus Demokratien werden Absolute Monarchien oder Diktaturen. Aus Monarchien werden Bürgerherrschaften, Faschisten lösen Liberale ab, Konservative werden durch Kommunisten gestürzt. Knapp Formuliert, alles was wir bisher Poltisch in der Welt gesehen haben hat Paradox in Perfektion in Victoria 2 eingebaut.

Wie bei den anderen Titeln nutzt auch Victoria 2 eine verbesserte Version der Clausewitz Engine. Dabei sollte man vor allem den grafischen Umfang nicht mit anderen Game Engines, die beeindruckende Grafik samt Effekten erzeugen können, vergleichen. Die einzigen im Spiel dargestellten Dreidimensionalen Objekte sind die recht Polygon armen Armeemodelle. Der Rest wird in einer sehr übersichtlichen 2D Weltkarte präsentiert. Ohne diese würde sehr schnell die Übersichtlichkeit von Land einnahmen und Kolonialisierungen verloren gehen. So ist die gesamte Ansicht Grafisch etwas schlicht gehalten bietet aber eine beachtlich Genauigkeit und Details. Von den Alpen bis zu den Rocky Mountains ist die Welt eins zu eins nachgebildet worden. Paradox setzt dabei nur einige spielwichtigen Elemente bildlich um. Das Versorgungslimit von Provinzen wird in einer Tabelle gemeinsam mit den anderen Eigenschaften des Gebiets angezeigt. Bessere Nachschubsrouten sind vor allem durch Eisenbahnnetze ersichtlich. Den Überblick behält man aber letzten Endes durch das Einschalten von verschiedenen Ansichten die die kulturellen Regionsunterschiede, Die Reichsgrenzen (oder das Reichsterritorium) und die Effektivität von Verwaltungsorganen anzeigen. Etwas komplizierter dagegen ist trotz fein gegliederten Reitern das Wirtschafts- und Welthandelssystem. Buchhalter dürften am wenigsten Probleme damit haben die Spielinternen Statistiken auszuwerten. Ein Großteil des Spiels wird so durch die eigene Fantasie dargestellt. Dies betrifft auch die Gefechte im Spiel. Außer Moral und Versorgungsbalken sind es lediglich aufflackernde Zahlen die den Status der Armeen wiedergeben. Schlachten wie in einem Total War Spiel zu führen ist bei Paradox Speielen generell nicht möglich.

Um das Spiel noch zu versüßen haben die Entwickler aus dem kalten Norden Victoria 2 mit einem Mehrspielermodus ausgestattet. Neben den immer vorhandenen LAN Modus kann man seine Weltherrschaftsfanatasien noch auf den Hauseigenen Metaservern ausleben. An dieser Stelle sei erwähnt das sich die Community zu diesem Nischen Publisher sehr eigenstirnig verhält und man ohne Offiziellen Absprachen in den Foren kaum auf Mehrspielerpartien trifft. Dies hat den Hintergrund das bedingt durch die Spielbarkeit nur sehr wenige große Nationen zur Verfügung stehen denen eine breite Masse an schwachen Staaten gegenüber steht. Um so ein vom Spiel nicht vorgelegtes Gleichgewicht zu bewahren werden vor den Partien eigene Spielregeln aufgestellt, die bei Nichtbeachtung sehr schnell den eigenen Ruf ruinieren. Da bei diesem Spiel nur wenige hundert Spieler vorhanden sind die tatsächlich bereit sind im Online Modus gegen Unbekannte anzutreten ist es nur ratsam sich an diese individuellen Regelwerke zu halten. Die Geschwindigkeit des Zeitraffers kann nur vom Host festgelegt werden. Dadurch entsteht eine gewisse Art Rundenstrategie.

Fazit

Als langjähriger Fan von Paradox Monstersimulationen konnte auch ich der Versuchung nicht widerstehen in der Welt Anfang des 19. Jahrhunderts Fuß zu fassen. Der Einstieg war mit einer 90 Grad steilen Bergwand zu vergleichen. Die ersten Stunden endeten meistens im totalen Desaster, da ich keine Ahnung hatte was ich alles auf meiner Aufgaben Liste zu erledigen hatte. Erst durch die Zuhilfenahme von Let’s Plays und einiger Tutorials war es mir möglich, mich in diesem Komplexen Spiel zurecht zu finden. Daher kann ich den Kauf nur jeden Abraten der Ungeduldig ist und lieber ein schnelles Spiel sucht. Für Geschichtsstudenten und Historie begeisterte ist auch dieser Paradox Teil das gelobte Produkt. Grafikfetischisten dürften an Victoria 2 ohnehin durch die etwas rückständig wirkende Engine keinen Gefallen finden.

6,5 /10

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Bewertung: 5.0/5 (11)

Europa Universalis 3: Testbericht, Review

Dominik am 5.Dezember 2011 um 18:12:59

Hersteller: Paradox Interactive

Release:  25. März 2011

Produktionsjahr:  Unbekannt

Platformen: Pc (Windows)

Genre: Strategiespiel

Basierte Engine: Clausewitz Engine

Die Hearts of Iron Macher sind bekannt, die besten Strategiespiele bezogen auf die Geschichte der Erde herauszubringen. Eines davon ist die neu aufgelegte Chronik von Europa Universalis III. Damit bietet sich die Möglichkeit in den Epochen zwischen 1399 und 1820 alle historischen Nationen zu spielen.

Egal ob wir einen kleinen Staat wie die Schweiz oder Großmächte wie England, Frankreich oder Ming (früheres China) übernehmen, Ziel des Spieles ist es ein neues Reich zu erschaffen. Ob wir dabei millitärisch oder diplomatisch vorgehen bleibt jedem selbst überlassen.

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Bewertung: 4.8/5 (5)

Rückblick: Final Fight II (SNES)

Dominik am 14.Februar 2011 um 19:02:32

Hersteller: Capcom

Release: 22. Mai 1993

Produktionsjahr: Unbekannt

Plattformen: SNES

Genre: Beat èm up

Basierte Engine: Unbekannt

Handlung \ Spielverlauf \ Informationen: Es sind nun Jahre seit dem Sieg Haagers über die Mad Gear in Final Fight vergangen. Doch nun hat sich die für aufgelöst geglaubte Verbrecherbande neu Organisiert und plant Vergeltung an den einstigen Helden. So entführen die Mad Gears die Schwester sowie den Vater von Maki,außerdem nehmen sie einen der Helden des ersten Teils Guy ebenfalls als Geisel. Daraufhin wendet sich Maki an Hike Haager dem Bürgermeister der in Metro City wieder für Ordnung sorgte. Dieser eilt zusammen mit seinem Freund ,dem Schwertkämpfer Carlos Miyamoto, seiner Freundin zu Hilfe. Die Reise führt diesmal nicht wie im Vorgänger durch eine Stadt sondern um die Halbe Welt. In 6 Levels prügeln wir uns von Hong Kong durch Holland nach Paris und anschließend wieder zurück nach Japan. Das Ambiente ist wieder gut gelungen auch sorgt der neue 2 Spieler Part für mehr Spaß und ein wenig Abwechslung. Zwischendurch spendiert das Spiel noch einige Bonus Passagen die zusätzliche Punkte einbringen. Es gibt wieder reichlich Waffen zum sammeln und benutzen und auch die KI Gegner haben neue Vorgehensweisen entwickelt. So gibt es Muskelöse Riesen welche eher Defensiv ausgelegt sind während die Stärken nicht so stark HP Besetzter Feinde auf Überraschungsangriffen aus der Luft liegen. Es gibt 3 Spielbare Charaktere Maki,Haager und Carlos. Bis auf diese paar Neuerungen ist Final Fight 2 seiner Linie treu geblieben so wie ein Beatèm up sein muss. 🙂

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Bewertung: 0.0/5 (0)

Rückblick: Europa Universalis (PC)

Dominik am 25.November 2010 um 19:11:12

Hersteller: Paradox interactive

Release:14.März 2000 / 12.November 2001

Produktionsjahr: Unbekannt

Platformen: Pc (Windows)

Genre: Echtzeit Strategiespiel

Basierte Engine: 2D Basierende Grafikengine

Handlung \ Spielverlauf \ Informationen: Ich möchte an dieser Stelle Europa Universalis I und II zusammenfassen,da beide Spiele die gleiche Grafik technologie verwenden sowie sich Spielerisch gar nicht voneinander unterscheiden. In dem von Paradox geschaffenen Spiel geht es darum eine Nation der bekannten alten Welt zwischen 1492 und 1792 zu Regieren und sich Diplomatisch,Wirtschaftlich sowie Millitärisch von anderen Nationen abzuheben und den Status einer Großmacht bzw. Weltmacht zu erreichen. Dies sind jedoch nicht vorgegebene Ziele sondern jediglich einige der Möglichkeiten wie man Europa Universalis spielen kann. Zu Beginn hat man mehrere Möglichkeiten ,entweder man entscheidet sich für ein Freies Spiel welches 1492 startet oder man wählt zwischen bestimmten Historischen Szenarien wie etwa dem 30 Jährigen Krieg,der Französischen Revolution, oder den Nordeuropäischen Kriegen. Zur Auswahl stehen geschichtlich Korrekt alle Nation der Erde in den jeweiligen Epochen zum spielen zur Verfügung. So kann man sämtliche Europäischen Fürstentümer,Königreiche oder Stadtstaaten , Amerikanische Ureinwohner,Indische Fürstentümer, Russische Kosakenreiche,Arabische und Afrikanische Stämme oder Asiatische Nationen Ihrer Zeit kontrollieren. Das Spiel selbst wird von einer 2D Karte aus der Vogelperspektive gesteuert. Die einzelnen Reiche unterteilen sich in Provinzen wovon es über 1000 auf dem Globus gibt. Wie ich schon weiter oben geschrieben habe gibt es außer den Szenarien keine festen Ziele. Man kann eine gewählte Nation je nach Lust und Laune spielen ,dazu kann man Kolonialreiche oder ein Handelsimperium erschaffen. Einzig Historische Ereignisse tauchen immer mal wieder auf ,welche man auch noch beeinflussen kann. So kann man die Reformation Martin Luthers verhindern oder den Ausgang der Französischen Revolution verändern. Der Wirtschaftspart im Spiel unterscheidet sich in verschiedene wichtige Bereiche wie Infrastruktur,Stabilität,Handel,Kolonisation und Fortschritt. Ein teil der Steuereinnahmen aus den Provinzen beeinflusst gleichmässig diese Gebiete. Je mehr Provinzen oder Großstädte man besitzt,desto mehr kann man seine Investitionen erhöhen. Zusätzlich liefern Kolonial Provinzen wertvollere Waren welche den Handel und die Steuereinnahmen in die Höhe schiessen lassen. Bündnisse und Kriege gehören ebenso wie die Wirtschaft zu Europa Universalis. Man hat aber auch ohne diese zahlreiche Möglichkeiten andere Staaten in seine Kontrolle zu bringen zB. Durch Vasallisierung. Doch Aufgepasst ! Das führen vieler Eroberungen ohne Kriegsgründe kann ein Reich zum Hassfeind Nummer Eins werden lassen . Das bedeutet das im schlimmsten Fall mehrere Länder eine Allianz schmieden und gemeinsam angreifen werden.

Paradox Spiel lässt Geschichte verändern und das macht am meisten Spaß. Wer geschickt und Taktisch vorgeht kann auch ein Schottisches England oder ein japanisches Australien erschaffen. Zudem lernt man automatisch sehr viel Weltgeschichte,ganz nebenbei 🙂 Ein gutes Spiel dessen Fortsetzungen sich für Weltstrategen ebenso gut sehen lassen kann.

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