Kolumne: Das perfekte Rennspiel

Ich liebe Rennspiele und besonders Rennsimulationen! Obwohl ich nur ein Gamepad und leider keinen Platz f├╝r ein Lenkrad habe, ist es ein regelm├Ą├čiger Nervenkitzel in Simulationen wie rFactor und Project CARS mit einen der vielen Boliden ├╝ber die Strecke zu heizen und der Bestzeit hinterherzujagen. Dadurch, dass ich seit Klassikern wie Grand Prix 2 dabei … weiter

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Kolumne: Das perfekte Rennspiel

FloosWorld am 19.Januar 2019 um 23:01:07

Ich liebe Rennspiele und besonders Rennsimulationen! Obwohl ich nur ein Gamepad und leider keinen Platz f├╝r ein Lenkrad habe, ist es ein regelm├Ą├čiger Nervenkitzel in Simulationen wie rFactor und Project CARS mit einen der vielen Boliden ├╝ber die Strecke zu heizen und der Bestzeit hinterherzujagen. Dadurch, dass ich seit Klassikern wie Grand Prix 2 dabei bin, habe ich meine pers├Ânliche Wunschliste f├╝r das perfekte Rennspiel bzw. der perfekten Rennsimulation erstellt, welche ich nicht vorenthalten m├Âchte.

Menschliche KI

Gleich wieder bei Grand Prix 2 bzw. der kompletten Grand Prix-Reihe: f├╝r mich sollte das perfekte Rennspiel eine KI mit menschlichen Z├╝gen haben und da ist die Reihe aus dem Hause Microprose ganz vorne mit dabei: die Entscheidung zwischen mehreren Reifens├Ątzen am Start (bei Grand Prix 4 sind bis zu sechs verschiedene Reifentypen bei einem Rennstart m├Âglich); Fahrfehler durch aggresive Fahrweise; Kampf mit dem Spieler. Die KI der Grand Prix-Reihe l├Ąsst sich durch Man├Âver in Fehler dr├Ąngen und versucht im Gegenzug genauso den Spieler in einen Fahrfehler zu zwingen um die Position zu behaupten. Ein ├Ąhnliches Muster verfolgen die KIs der Racing Simulation-Reihe von Ubisoft sowie Nascar Racing von Papyrus. Bei diesen KIs hat man tats├Ąchlich das Gef├╝hl gegen Menschen zu fahren, obwohl man sich gerade im Einzelspieler befindet. Die KI von Nascar Racing 2003 beherrscht zudem das sogenannte „Three-Wide-Fahren“ perfekt und reagiert auf kleinere Lenkbewegungen der anderen Fahrer.

Guter Karrieremodus

Ich bin ein Fan des Karrieremodus der F1 Spiele von Codemasters ab 2016, auch wenn diese ihre Schw├Ąchen haben: Zehn Saisons, um das Auto zu entwickeln, wobei sich alle Teams „r├╝ckentwickeln“. Das Bedeutet: Am Anfang hat man als Hinterb├Ąnklerteam ├í la Sauber zwar die M├Âglichkeit vom schlechtesten Team in das obere Mittelfeld oder gar zum Topteam zu werden, allerdings entwickeln die anderen Teams flei├čig mit und somit steht man am Ende des Karrieremodus wieder da, wo man angefangen hat. Ein Zufallsgenerator, der die Leistungen der Teams neubestimmt anhand der Leistungen der vergangenen Saison, w├╝rde da Abhilfe schaffen.

Eine weitere Schw├Ąche des Karrieremodus der Codemasters-Spiele ist, dass Lizenzbedingt (FIA sei dank) nur der Spieler von Team zu Team wandern darf, w├Ąhrend ein Felipe Massa, der 2017 seine letzte F1-Saison hatte f├╝r ewig bei Williams fahren wird, ohne auch mal zur├╝ckzutreten. Sprich: Die Teams bleiben bis zum Karriereende fest. Teamwechsel mit mehr als nur dem Spieler wird es leider weiterhin nur bei Managern geben. FIFA macht es besser, denn dem Fu├čballverband scheint es egal zu sein, ob ein Spieler im gleichnamigen Spiel das Team wechselt, oder bis zu seinem Karriereende f├╝r den 1. FC N├╝rnberg spielt.

Ein gutes Beispiel, wie man einen Karrieremodus aufbauen sollte, l├Ąsst sich bei Project CARS und seinem Nachfolger finden: Ein Jahreskalender mit (leider) festen Veranstaltungen aber daf├╝r viele Klassen zur Auswahl – vom Kart bis zur Formel 1.

Gute Moddingm├Âglichkeiten

rFactor 1 und 2 leben von Mods, da die Simulatoren in der Grundversion stark abgespeckt ist, rFactor 2 verzichtet zudem komplett auf eigene Inhalte und l├Ąsst die Community mittels Steam-Workshop eigene Strecken und Autos von realen oder fiktionalen Rennserien ins Spiel bringen. Die Grand Prix-Reihe bietet insbesondere f├╝r Teil 2 und 3 die M├Âglichkeit mittels Fanerstellter Editoren das Spiel bis auf die kleinste Schraube zu ├Ąndern, von Kleinigkeiten wie den Menuhintergr├╝nden bis zu den Lackierungen der Boliden.

Das f├╝r mich perfekte Rennspiel sollte demnach gut editierbar sein und auch Einsteiger ermutigen, eigene Inhalte zu produzieren.

Rennleitungsmodus

Wer kennt es nicht: Eine schlechte Programmierung einer Strecke, welche dazu f├╝hrt, dass nicht nachvollziehbare Strafen durch Abk├╝rzen o.├ä. entstehen. Oder auch Kontrahenten, welche in einen crashen, man selbst aber die Strafe abbekommt. W├Ąre es da nicht praktisch, wenn man selbst die Rennleitung ├╝bernehmen k├Ânnte, um solche Momente zu vermeiden?

Das f├╝r mich perfekte Rennspiel sollte einen Rennleitungsmodus enthalten, bei dem man die ├ťbersicht ├╝ber alle Fahrer im Rennen haben sollte, um selbst zu entscheiden, ob diese Person bestraft werden sollte, oder nicht. Da man als einzelne Person unm├Âglich die ├ťbersicht behalten kann, sollten mehrere Leute, vielleicht bis zu vier die Rolle der Rennleitung ├╝bernehmen, welche auch das Safety Car ausl├Âsen d├╝rfen, um Ruhe in das Rennen zu bringen. Andere Signale, wie Blaue Flaggen oder auch Rote Flaggen (die viel zu selten simuliert wird), sollten auch manuell ausgel├Âst werden d├╝rfen.

Insbesondere Rennliegen w├╝rden von diesem Modus profitieren, da zwar schon mit eigenen Regeln gefahren wird, man aber immernoch den Regeln des Spiels unterstellt ist.

Nachvollziehbares, realistisches Schadensmodell

W├Ąhrend fr├╝her es kein Problem war, wenn sich Autos in alle Einzelteile bei Unf├Ąllen zerlegen lie├čen, haben Autohersteller heutzutage immer mehr etwas dagegen, wenn ihre virtuellen Boliden Schaden nehmen. In den F1 Spielen von Codemasters geht das so weit, dass sich der Heckfl├╝gel nicht mehr kaputtfahren l├Ąsst.

Das perfekte Rennspiel sollte ein Schadesmodell beinhalten, dass realistischer ist, aber auch nicht alles kaputt geht, sodass Autohersteller nichts zu kritisieren haben.

Einsteigerfreundlich und gleichzeitig fordernd

In der modernen Spielelandschaft gibt es eigentlich nur eine Sim-Reihe, welche Einsteiger und Profis anspricht: Project CARS. Der Titel l├Ąsst sich sowohl von Einsteigern mit Fahrhilfen perfekt bedienen, fordert aber auch Profis, die hier ihre virtuellen Meisterschaften austragen. In der Vergangenheit waren Simulationen auch darauf bedacht Einsteigern einen guten ├ťberblick ├╝ber die Sim-Racing Welt zu bieten, allen voran Geoff Crammonds Grand Prix-Reihe.

Das perfekte Rennspiel sollte daher die M├Âglichkeit bieten, das Spiel zu seinen pers├Ânlichen Vorlieben anzupassen, um so f├╝r alle f├╝r ein ideales Rennerlebnis zu sorgen.

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Bewertung: 5.0/5 (3)
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