Vorschau: Dungeon Fighter (PC)

SocialPlay ist ein Entwicklerstudio welches im September 2010 in Toronto ( Kanada) gegr√ľndet wurde und sich seitdem auf die Herstellung von Casual sowie Hardcore Spielen spezialisiert hat. Dabei entwickelt das 4 Mann Team f√ľr s√§mtliche g√§ngigen Plattformen Spiele wie Browsergames f√ľr Facebook, Handyspiele f√ľr Android und IOS und nat√ľrlich den heimischen Computer. Eines ihrer neusten … weiter

Beta zu LoA angespielt

Manche verstehen es, andere sehen es nicht. Im Zuge der Bekanntheit von Videospielen werden immer mehr Spielinhalte an den Mainstream angepasst. An Jahresproduktionen wie Call of Duty, Need for Speed¬† oder der zunehmenden¬† Casualisierung von World of Warcraft ist dieser Schritt in der Industrie nicht mehr aufzuhalten. Dabei sind diese Titel wirtschaftlich alles andere als … weiter

» Held

Vorschau: Dungeon Fighter (PC)

Dominik am 14.August 2012 um 14:08:14

SocialPlay ist ein Entwicklerstudio welches im September 2010 in Toronto ( Kanada) gegr√ľndet wurde und sich seitdem auf die Herstellung von Casual sowie Hardcore Spielen spezialisiert hat. Dabei entwickelt das 4 Mann Team f√ľr s√§mtliche g√§ngigen Plattformen Spiele wie Browsergames f√ľr Facebook, Handyspiele f√ľr Android und IOS und nat√ľrlich den heimischen Computer. Eines ihrer neusten Projekte ist der 3D Crawler Dungeon Fighter. An diesem Spiel feilen die Entwickler von SocialPlay bereits seit April letzten Jahres und sind, aufgrund mehrerer gleichzeitig laufender Projekte, bisher noch nicht zum vollst√§ndigen Abschluss gekommen. Doch der aktuelle Fortschritt verspricht mehr als man auf dem ersten Blick vermuten w√ľrde. Denn in der 8 Monatiger Produktionszeit ist ein beeindruckendes 3D Spiel entstanden, das in Kombination mit dem ebenfalls von SocialPlay entwickelten Geb√§ude Simulators Dungeon Forge f√ľr Stundenlangen Mehrspieler Spa√ü sorgen k√∂nnte. Doch was genau ist dieser Dungeon Crawler √ľberhaupt?¬†Wie der Name schon andeutet handelt es sich bei dem Spiel um ein Action Rollenspiel welches nur innerhalb von Gew√∂lben und Verlie√üen stattfindet. Dort muss der Spieler etlichen Fallen wie zB. Gruben mit Stacheln oder B√§renfallen ausweichen und die aggressiven Bewohner bezwingen um den Ausgang zu erreichen. In jedem Dungeon Abschnitt wartet am Ende des Weges au√üerdem noch ein Endgegner der eine Truhe mit n√ľtzlichen Gegenst√§nden wie Waffen oder R√ľstungen bewacht. Momentan sind zwei Spielbare Klassen verf√ľgbar. Neben dem Krieger und Magier planen die Entwickler noch eine weitere Klasse, den Schurken, in ihr Spiel zu integrieren. Insgesamt gibt es im derzeitigen Stand 12 Fertigkeiten f√ľr beide Klassen zum erlernen. Anders wie in anderen Rollenspielen √ľblich bekommt man diese aber nicht durch einen Stufenaufstieg sondern muss die F√§higkeiten mithilfe von Schriftrollen freischalten. Die Entwickler w√ľrzen dieses Talentsystem noch mit der M√∂glichkeit bis zu 5 Fertigkeiten zu kombinieren. Dadurch k√∂nnen unterschiedlich neue Angriffe und Zauber entstehen was die Spieler Charaktere Individuell aussehen l√§sst. Im gesamten Spiel gibt es ca. 50.000 Gegenst√§nde zum sammeln. Mit der Implementierung der in Entwicklung befindlichen Klasse, dem Schurken, soll sich diese Zahl auf weit √ľber 100.000 Items erh√∂hen. Wie f√ľr ein Rollenspiel √ľblich wird es auch ein Berufssystem geben. Dieses wird durch findbare Rezepte erm√∂glichen eigene Schriftrollen herzustellen und somit weitere einmalige F√§higkeiten dem Spielcharakter zu geben.

Das Team von SocialPlay ist mit Dungeon Fighter doch noch nicht am Ende ihrer Innovationen angelangt. Mit dem Sims artigen Spiel Dungeon Forge wird ein weiterer Zusatz geboten welcher das Spiel um einige Features erweitern l√§sst. Forge ist keine Erweiterung oder ein bezahlbarer Zusatz, sondern stellt ein eigenes Spiel welches ebenfalls √ľber Facebook und anderen Plattformen gestartet werden kann da. In diesem Spiel wird es m√∂glich sein eigene Dungeons zu erstellen, die dann in Dungeon Fighter gespielt werden k√∂nnen. Die Herausforderung d√ľrfte darin liegen das die von Spielern erschaffenen Verlie√üe um einiges schwerer ausfallen werden als die Standart Levels der Entwickler. Damit sollen die Kerker auch nicht f√ľr einen Spieler betretbar sein, sondern ganzen Gruppen zug√§nglich gemacht werden. Das Besondere daran ist das der Dungeon Hersteller die Gegenst√§nde von gefallenen Spielern in seinem Gew√∂lbe aufsammeln kann. Diese k√∂nnen dann dazu verwendet werden um die eigenen Monster zu verst√§rken indem man Ihnen Waffen und R√ľstungen besiegter Spieler anlegt. Wer seine Gew√∂lbe Bewohner stark genug empfindet kann auch die aufgehobenen Utensilien in einer Schmiede einschmelzen und von dem dadurch gewonnen Rohstoffen wie zum Beispiel Eisen neue Fallen, T√ľren oder G√§nge¬† bauen lassen. Umgekehrt k√∂nnen Spieler die Gegenst√§nde bei einem Sieg erwerben bzw. wieder zur√ľck bekommen, vorausgesetzt der Dungeon Forge Benutzer hat diese noch nicht eingeschmolzen. SocialPlay bezeichnet dieses Spielsystem als¬† Cross Game Player generated Content, das sie auch in anderen Spielen wie dem Rennspiel Tuner Extreme einbauen werden. Wir finden diese Kombination aus jeweils zwei unterschiedlichen Spielen sehr interessant und ein gutes Feature das in der heutigen Zeit kaum in anderen Spielen Verwendung findet.

Wie so oft wird auch die Unity3D Engine f√ľr die Darstellung von Dungeon Fighter verwendet. Um auch den vollen Umfang an erweiterbaren Plugins und anderen erg√§nzenden Programmen voll auszusch√∂pfen setzen die Mitarbeiter von SocialPlay auf die teuere Pro Version der Game Engine. F√ľr die Modellierungen der Charaktermodelle und den Objekt Gegenst√§nden kommt die OpenSource Engine Blender zum Einsatz. F√ľr das Labyrinth artige Leveldesign und den Texturen wird die Hybridtechnologie von ZBrush genutzt. Dieses Modellierungsprogramm erlaubt die Bearbeitung von 2 Dimensionalen Inhalten mit RGB und Alpha Kan√§len sowie die Erstellung von Polygonbasierten 3D Modellen. Da auch hinter SocialPlay kein gro√üer Geldgeber steckt, musste das Team so kosteng√ľnstig wie m√∂glich arbeiten. Aus diesem Grund wurde die Erstellung der Animationen mit einem Hauseigenen Motion Capture Verfahren ¬†umgesetzt. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus der von der Videospielkonsole Xbox benutzten Kinect Technologie mit einem dualen Capture Studio. Durch diese Mischung der beiden Techniken konnte SocialPlay weit √ľber 15.000 US Dollar einsparen. Die Sprachausgabe wurde komplett von Mitarbeitern des Studios √ľbernommen. Wir finden das die Synchronisation f√ľr Laiendarsteller sehr gut gelungen ist.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 4.9/5 (7)
0 » Indie

Beta zu LoA angespielt

Dominik am 28.Juli 2012 um 12:07:49

Manche verstehen es, andere sehen es nicht. Im Zuge der Bekanntheit von Videospielen werden immer mehr Spielinhalte an den Mainstream angepasst. An Jahresproduktionen wie Call of Duty, Need for Speed¬† oder der zunehmenden¬† Casualisierung von World of Warcraft ist dieser Schritt in der Industrie nicht mehr aufzuhalten. Dabei sind diese Titel wirtschaftlich alles andere als unprofitabel. Alleine die Verkaufszahlen von Diablo 3 mit mehr als 6 Millionen Einheiten sprechen f√ľr einen garantierten Erfolg, leider nur auf den Bankkonten der Hersteller. Denn die Urgemeinschaft der Spieler, die schon seit Mitte der 80er Jahre aktiv in diesem Hobby unterwegs ist, werden durch solche Titel immer mehr vergrault. Durch die Zuschneidung der Spiele auf eine m√∂glichst gro√üe Masse an Spielern zieht nachfolgende Konsequenzen im Gameplay und Inhalten mit sich. Das Indie Studio ThreeGates aus Gotland ( Bei Schweden) m√∂chte mit seinem in Entwicklung befindlichen Rollenspiel „Legends of Aethereus“ diesen Trend entgegen wirken und ein komplexeres Spiel gestalten das sich wieder an die sogenannten Core Gamer wendet. Dabei soll das alte Feeling vergangener Rollenspiele wieder erneuert werden. Mit einer Mischung aus Echtzeitk√§mpfen die ein Physik basiertes Kampfsystem beinhalten und Zufalls generierten Welten die unter einem Expeditionssystem laufen werden, soll ein m√∂glichst gro√üer Wiederspielwert erreicht werden.¬†Dazu sollen Spieler die M√∂glichkeit besitzen ihre eigene Stadt ( Nexus City) zu erwerben und nach individuellen W√ľnschen ausbauen zu k√∂nnen. In dieser k√∂nnen dann auch im Coopmodus bis zu vier Spieler spielen und PvP k√§mpfe in einer Stadt internen Arena austragen. Mit speziellen Expeditionsaufgaben k√∂nnen wilde Tiere eingefangen werden die man ebenfalls in der Arena freilassen kann. Dabei soll der Spieler auch die M√∂glichkeit haben mehrere Gegnergruppen aus verschiedensten Monstern zusammenzustellen und dann im PvE Modus gegen diese Feindegruppen anzutreten ( nur in der Arena).

In Legends of Aethereus gibt es 4 w√§hlbare Klassen die alle mit unterschiedlichen Waffen und Fertigkeiten in das Abenteuer ziehen. Zwei davon sind in der offiziellen Beta zum spielen verf√ľgbar. Der mit Fernkampfwaffen um sich schie√üende Inventors sowie dessen Gegenpart, der Officer, welcher mit Schwertern und √Ąxten gegen die Wilden Feinde in den Kampf zieht. Wir haben uns als erstes f√ľr den Officer entschieden und starten mit diesem¬† im Nexus durch. Wobei was ist eigentlich der Nexus? Wie ein paar Zeilen weiter oben schon angegeben beschreibt der Begriff die Startstadt in der Ausr√ľstungsgegenst√§nde, Quests und ein eigenes Wohnhaus erwerbt werden k√∂nnen. Auf den ersten Blick sieht das Spiel wie ein MMO unter vielen aus nur mit dem Unterschied das Legends of Aethereus ein Einzelspielerspiel ist, dass auch mit anderen Spielern Online gespielt werden kann. Die zu l√∂senden Aufgaben werden bei den Nicht Spielercharakteren ( NPC) durch das gewohnte Ausrufezeichen dargestellt. Wie in Online Rollenspielen werden in einem Questlog alle noch nicht abgeschlossenen Aufgaben angezeigt. Bei Bedarf k√∂nnen die Aufgaben auch an einer Leiste im Interface eingeblendet werden. Die Questgebiete sind von der Stadt abgeschottet und k√∂nnen nur √ľber ein Schiff, welches im Hafen ankert, erreicht werden. Hat man in einem bestimmten Gebiet alle Aufgaben erf√ľllt kann man sich zur√ľck in den Nexus Teleportieren um die Belohnungen abzuholen. Stirbt man w√§hrend des Auftrages kann man sich entscheiden die Mission zu wiederholen oder einer anderen nachzugehen. Teilweise sind die Gebiete au√üerhalb der Stadt zufallsgeneriert sodass ein wenig Abwechslung geboten wird. Die von den Entwicklern angepriesene Erneuerungen was das Spiel wieder auf die Komplexit√§t eines Morrowind oder Baldurs Gate bringen soll scheint in Erf√ľllung zu gehen. Denn das Kampfsystem ist neben seiner Echtzeit √ľberaus fordernd. Mit verschiedenen Kombinationen an F√§higkeiten ist es dem Spieler erlaubt mehrere Taktiken anzuwenden um die teilweise gro√üen Gegnerhorden zu besiegen. Braucht man Schutz gegen Fernk√§mpfer kann man sich eine kleine Barrikade aus Schilden errichten die Deckung vor den Schussattacken¬† bietet. Alternativ kann man sich auch hinter Felsen und B√§ume verstecken, wenn welche vorhanden sind. Aus der Distanz kann der Officer Speere werfen die bei einem Kritischen Treffer den Feind sofort ins jenseits bef√∂rdern oder gegen Gr√ľppchen Bildung einfach einen Felsen schleudern. Damit das nicht zu einfach wird ist die Bewegung w√§hrend dieser Attacken eingeschr√§nkt und es m√ľssen H√∂he und Wurfst√§rke eingestellt werden. ¬†Das wichtigste Talent bleibt aber immer noch der Nachkampf bei dem Ausweichen und Kontern ein wichtiger Bestandteil sind. Der Inventorer dagegen konzentriert sich ganz auf seine St√§rke mit der Handhabung von Schusswaffen. So nutzt er Granaten anstatt des Speers und kann Minen legen oder mit einem Raketenwerfer schie√üen. Als Hauptwaffe eignet sich eine Musketenpistole. Da die aber nur √ľber zwei oder weniger Sch√ľsse verf√ľgt sollte man auf jeden Fall ein Schwert oder dergleichen in der Nebenhand tragen. Ganz ohne direkten Kontakt geht es dann auch wieder nicht. Wenn man aber die F√§higkeiten des Inventorers gezielt und in brauchbarer Abfolge einsetzt hat man mit deutlich weniger Feinden im Nahkampf Probleme. Bei einem Stufenaufstieg hat man immer 5 Fertigkeitspunkte zum verteilen auf die Attribute zur Verf√ľgung. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man alle Punkte gleichm√§√üig verteilen sollte¬† anstatt in ein Attribut zu stecken.

ThreeGates beschloss das Crafting ( Berufe) wichtiger ins Spiel zu integrieren als in anderen Rollenspielen. Dadurch besteht die Beute von feindlichen Kreaturen fast ausschlie√ülich aus Baumaterialien und anderen Handwerksgegenst√§nden. Waffen und R√ľstungen werden sehr selten fallen gelassen. Das Herstellen von Schilden, Waffen und R√ľstungsteilen wird dadurch zu einem wichtigen Faktor im Spiel. Alternativ kann man nat√ľrlich immer noch beim H√§ndler ben√∂tigte Utensilien erwerben die aber sehr teuer ausfallen k√∂nnen. So Individuell wie Legends of Aethereus beschildert wird gibt es auch etliche Schw√§chen. In der uns vorliegenden Betaversion spielen sich alle Aufgaben ausnahmslos identisch. Meistens muss man eine bestimmte Anzahl von besonderen Gegnern vernichten oder von einem Wegpunkt zum anderen wandern. Die Schwierigkeit besteht gr√∂√ütenteils aus St√§rker werdenden Monstern die nach einem bestimmten Schema vorgehen. Oftmals muss man eine gewisse Zeit lang gegen eine √úbermacht antreten bist der Countdown abgelaufen ist und die Aufgabe beendet wird. Die KI bietet in diesem Sinne nichts neues. Auch der bisherige Stand der zufallsgenerierten Gebiete ist noch Ausbau bed√ľrftig. Zwar wird Abwechslung im Sinne der Levelarchitektur geboten doch die Inhalte √§hneln und wiederholen sich zu sehr. So verwundert es nicht das immer die selben Objekte mit anderer Platzierung dargestellt werden. Zu Beginn der Beta mag dies nicht als ein St√∂rfaktor wahrgenommen werden aber nach einigen Stunden Spielzeit f√§llt die eint√∂nige Monotonie des Level Designs durchaus auf. Die St√§rken von¬† Legends of Aethereus liegen aber zweifellos in den fordernden K√§mpfen und dem Berufsystem. Wenn die Entwickler noch die zufallsgenerierten Level Abschnitte verbessern h√§tten sie ein passendes Core Gamer Spiel kreiert.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (10)
0 » Previews