Diablo 3: Test, Review

Es herrscht wieder einmal Chaos auf dem Kontinent Sanktuario. Ein Meteor durchschl√§gt den Himmelsph√§re √ľber das Gebiet rund um Tristram. Der einstige Schauplatz an dem Diablo das K√∂nigshaus Leorics verdarb und seine Macht ausbaute wird wieder Zeuge unvorhersehbaren Schreckens. Denn als der Meteorit in die alte Kathedrale einschl√§gt rei√üt er den letzten verbliebenen¬† Horadrim Deckard … weiter

» Hexendoktor

Diablo 3: Test, Review

Dominik am 15.Juni 2012 um 22:06:41

Es herrscht wieder einmal Chaos auf dem Kontinent Sanktuario. Ein Meteor durchschl√§gt den Himmelsph√§re √ľber das Gebiet rund um Tristram. Der einstige Schauplatz an dem Diablo das K√∂nigshaus Leorics verdarb und seine Macht ausbaute wird wieder Zeuge unvorhersehbaren Schreckens. Denn als der Meteorit in die alte Kathedrale einschl√§gt rei√üt er den letzten verbliebenen¬† Horadrim Deckard Cain in die Tiefen der unterirdischen Katakomben des einstigen Palastes des untergegangenen K√∂nigs Leoric. Durch die dadurch freigesetzten Energien wird der verstorbene K√∂nig wieder ins Leben zur√ľckgerufen und mit ihm zahlreiche Untertanen die nun als wandelnde Leichen den neuen Ortsteil von Neu Tristram verw√ľsten. Nur durch Gl√ľck entgeht Cains Nichte Leah den Einschlag des √ľberirdischen Gesteinsbrocken und fl√ľchtet mit letzter Kraft in die nun von Zombie Horden belagerte Stadt. Dieses Ereignis blieb der Au√üenwelt nicht verborgen und unerm√ľdliche Helden machen sich auf dem Weg um sich der neuen Bedrohung zu stellen und Neu Tristram vor dem Untergang zu retten. Wir sind einer von Ihnen.

 

 

 

 

Mit Diablo 3 geht eine mehr als 10 j√§hrige Entwicklung endlich zu Ende. Blizzard hat sich viel Zeit gelassen und einen meiner Meinung nach bisher halbwegs gelungenen Nachfolger zum Hack&Slay Klassiker des Jahres 2000 erschaffen. Neben vielen √Ąnderungen am Talentsystem, dem Spielumfang insgesamt und der Grafik wurden au√üerdem 5 brandneue Klassen dem Spiel hinzugef√ľgt. Vorbei sind die Zeiten des Paladins, Amazonen und der Totenbeschw√∂rer. Stattdessen haben nun der auf Distanzangriffe spezialisierte D√§monenj√§ger, den universal einsetzbare Hexendoktor und der Nahkampf spezifische M√∂nch den Weg in die Pforten Sanktuarios gefunden. Die neuen Klassen bieten nur teilweise einen Kontrast zu ihren Vorspielern aus Diablo 2. So kann der M√∂nch neben zahlreichen Kung Fu Einlagen seine Gef√§hrten heilen und Feinde kurzzeitig au√üer Gefecht setzen. Der Hexendoktor beschw√∂rt mithilfe von Vodoo Zaubern unterschiedliche Gehilfen die Diablos Diener im Nahkampf binden k√∂nnen w√§hrend er selber mit dem Spuckrohr aus der Ferne agiert. Den D√§monenj√§ger sind B√∂gen und Armbr√ľste wichtiger als irgendwelche √Ąxte und Schwerter. Aus dem Hinterhalt √ľberrascht diese Klasse seine Gegner mit Pfeilhageln und Bolzengeschossen. Im direkten Kontakt mit Untergebenden der H√∂lle sieht er aber kein gr√ľnes Licht. Der Handel mit seltenen und wertvollen Gegenst√§nden und Waffen hat bereits Diablo 2 sehr gepr√§gt. So sehr das auf der Handelsplattform Ebay digitale Schwerter f√ľr echte Dollars zu ergattern waren. Blizzard hat dieses Konzept 1:1 in das neue Metzelspiel integriert. An erster Stelle wurde das Auktionshaus als wichtiger Bestandteil des Spieles integriert. Bereits im Vorfeld der Ver√∂ffentlichung hat der Publisher angedeutet das dieses System zum zentralen Spielinhalt des neuen Diablos geh√∂ren wird. Um den Handel zwischen den Spielern effektiver zu gestalten wurden au√üerdem die Droprates an dieses System angepasst. So kommt es sehr selten vor das man beim Spielen n√ľtzliche Gegenst√§nde f√ľr die eigene Charakterklasse findet. Vielmehr muss man sich diese im Auktionshaus f√ľr Spielgeld kaufen. Neu hinzugekommen ist auch noch das Echtgeldauktionshaus. In diesem k√∂nnen Spieler Items f√ľr echte Euros kaufen. Blizzard beh√§lt sich als Plattformanbieter au√üerdem das Recht vor bei einer Geldauszahlung eine¬† teil des Gewinns f√ľr sich zu behalten. Mit der Unterst√ľtzung von Drittanbietern wie Paypal werden die Transaktionen abgewickelt. Bis jetzt sind noch nicht alle digitalen Spielg√ľter f√ľr Euros zu haben. Mit kommenden Hotfix`s werden aber auch diese nachgereicht werden wie etwa zum Beispiel Spielgold. Ich pers√∂nlich hoffe das ein Gro√üteil der Community diesem Bezahlsystem kritisch gegen√ľber steht und die Finger vom Handel mit dem echten Geld l√§sst.

Geschichtlich spielt das neue Diablo einige Generationen nach dem letzten Teil. Seit die drei gro√üen √úbel Diablo, Mephisto und Baal von einer Heldengruppe besiegt und vernichtet wurden kehrte f√ľr l√§ngere Zeit Frieden in Sanktuario ein. Bis ein Feuer vom Himmel dieser Idyllischen Ruhe ein Ende bereitete und ein Meteor in die alte Kathedrale der Ruinen von Tristram einschl√§gt. Deckard Cain der letzte verbliebene Magier des vom Erzengel Tyrael gegr√ľndeten Horadrim Ordens wird bei dem Aufprall in die Tiefen gerissen und nur seine Nichte Leah schafft es dem Einschlag zu entgehen. Die durch den Meteor freigesetzten Str√∂me bringen neues Unheil √ľber die Bev√∂lkerung von Neu Tristram. Der gefallene K√∂nig Leoric wurde wieder in die Welt der Lebenden geholt und mit ihm eine ganze Horde Untoter verschiedener Dimensionen. Der Terror des einstigen Tyrannen entflammt erneut auf und die √úberreste der Lebenden verschanzen sich in der belagerten Stadt. Die eigentlich Bedrohung der Welt geht jedoch nicht von Leoric und seinem Gesindel aus. In den weiten W√ľsten von Kehjistan, in der Kaiserlichen Handelsmetropole Caldeum lauert im Untergrund eine weitaus gr√∂√üere Gefahr. Das vergessene B√∂se hat sich erneut erhoben und ist bereit die Welt mit Flammen zu √ľberziehen.

Wie auch in den beiden Vorg√§ngern ist Diablo3 ein Hack&Slay Spiel bei dem es darum geht immer bessere Ausr√ľstung zu sammeln um immer st√§rker werdende Gegner schneller zu besiegen. Dabei k√§mpft man nicht gegen einzelne Feinde sondern steht fast immer einer gro√üen Gruppe gegen√ľber. Neben der richtigen Ausr√ľstung spielt noch das Talentsystem in Form von Runen eine wichtige Rolle. Nach einem Stufenaufstieg hat der Spieler die M√∂glichkeit neue Runen mit Fertigkeiten auszuw√§hlen. Darunter gibt es viele Spezialisierungen. So kann man sehr starke Zauber wirken die besonders gegen schwer gepanzerte oder besondere Gegner effektiv sind. Dann gibt es noch F√§higkeiten deren St√§rke in der Anwendung auf Fl√§chen basiert. Neben diesen Angriffsfertigkeiten sind noch Runen zu entdecken die Ausweichman√∂ver, verst√§rkende R√ľstungen oder das Beschw√∂ren von Gehilfen erm√∂glichen. Alle diese F√§higkeiten k√∂nnen beliebig kombiniert werden um besondere Taktiken zu entwickeln. Der Gro√üteil des Spielspa√ües ist auf den Mehrspielermodus ausgelegt. In diesem werden die Feinde je nach Anzahl der Spieler st√§rker oder schw√§cher und seltene Rare Gruppen bieten auf den vier Schwierigkeitsgraden immer neuere Herausforderungen. Allerdings sind viele dieser Bossgruppen auf h√∂heren Stufen sehr schwer zu bezwingen. Im letzten Schwierigkeitsmodus, dem Inferno, ist es wenigen Spielern bisher gelungen das erste Drittel des Spiels erfolgreich zu meistern. Im Einzelspieler gibt es Begleiter die den Spieler im Kampf unterst√ľtzen k√∂nnen. Darunter sind ein Templer, eine andere Version des Paladins, ein Schurke und eine Zauberin. Diese vom Computer gesteuerten Charaktere k√∂nnen mit dem Spieler neue Level aufsteigen, ausger√ľstet werden und besitzen sogar ein eigenes kleines Talentsystem. Als Spieler kann man aber nur einen von den Drei mit nehmen. Der Wechsel zu einem anderen Begleiter kostet kein Gold jedoch sollten diese optimal ausger√ľstet sein damit sie gegen die H√∂llenbrut ihre St√§rken ausspielen k√∂nnen.

Technisch ist Diablo 3 wie fast jeder Titel von Blizzard kein Meilenstein in der grafischen Darstellung. Es wurde auf eine Dreidimensionale Umgebung verzichtet und die Spielmodelle sind bei genauerem betrachten recht Polygonarm gehalten. Die Welt wird in einer vorgerenderten 2D Grafik pr√§sentiert. Diese ist sehr Detailverliebt gestaltet und bietet mit seiner Farbenfrohen Darstellung den ein oder anderen Hingucker. Durch den Einsatz mehrerer Farbpaletten ist Diablo 3 bunter als sein Vorg√§nger und damit weniger d√ľster was der Atmosph√§re aber keinen Abbruch tut. Denn insgesamt ist die Grafik an sich sehr stimmig und es gibt keinen Moment in den man das Zusammenspiel von Bildhintergrund und Geschichte missversteht. Leider gibt es nur eine begrenzte Zoomfunktion. Drehen oder H√∂henverstellungen mit der Kameraansicht sind nicht m√∂glich. Damit schafft es Blizzard Low Polymodele geschickt zu verwischen um Ecken und Kanten an Figuren nicht bemerkbar zu machen. Bei Effekten wurde hingegen weniger gespart. Partikel und Explosionen wirken wie aus einem Guss. Damit wird bei Gruppenk√§mpfen so manches Feuerwerk auf dem Bildschirm gezaubert. Sehr nett anzusehen, bei brenzligen Situationen jedoch eher ein St√∂rfaktor. Das GUI ( Benutzerinterface) sieht mit seinen beiden Globes sehr gut umgesetzt aus und auch die malerische Darstellung von Inventar, Items und anderen Gegenst√§nden passt wunderbar zusammen. Am beeindruckendsten sind aber die Cinematic Sequenzen. Deren Hollywood reife Inszenierung zeigt mal wieder das Blizzard es versteht spannende Momente in Szene zu setzen. Gemeinsam betrachtet stimmt die Optik √ľberein und zeigt der Branche wieder mal sehr deutlich das High end Grafik nicht in allen Genrebereichen von gro√üer Bedeutung ist.

massiv Items zum Sammeln und verkaufen Droprate zu niedrig
sehr viele Monster und Gegnertypen Berufe bringen kaum Vorteile
neue gut spielbare Klassen Talentsystem nicht Individuell genug
Film reife Cinematic Sequenzen Echtgeldauktionshaus
schöne detailverliebte Umgebung AH steht zentral im Game Design
Event Dungeons AKT III und Akt V bieten zu wenig Umfang
4  herausfordernde Schwierigkeitsgrade Online Zwang als DRM Maßnahme
gut inszenierte Geschichte Aktbosse zu einfach gehalten
Stabile Server Inferno Modus teilweise zu schwierig
gute deutsche Synchronisation
ausreichend Speicherpunke
sehr guter Soundtrack

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Bewertung: 4.6/5 (11)