Turm der Gezeiten- neues aus Goldstein

Lange Zeit war es Still um Andreas Betges Hobbyprojekt – Der Turm der Gezeiten. Wir erinnern uns im MĂ€rz 2012 konnten wir eine Demo Version des Spieles antesten und wir waren auf Anhieb vom Gameplay und der sehr atmosphĂ€rischen Stimmung trotz eher unterdurchschnittlicher Grafik ĂŒberzeugt. Betge gab damals bekannt das es eine ĂŒberarbeitete Fassung der … weiter

Vorstellung: Der RPG Maker

Dank reichlich vorhandener Editoren, wie zum Beispiel den RPG Maker , ist es heute relativ einfach sein eigenes Spiel zu erstellen. Vor allem im 2D Bereich gibt es reichlich Ressourcen die man einsetzen kann um ein grafisch ansehnliches Spiel zu erstellen. In diesem Artikel möchte ich auf den oben genannten RPG Maker eingehen und die … weiter

» Hobby Spielentwicklung

Turm der Gezeiten- neues aus Goldstein

Dominik am 6.Dezember 2017 um 19:12:45


Lange Zeit war es Still um Andreas Betges Hobbyprojekt – Der Turm der Gezeiten. Wir erinnern uns im MĂ€rz 2012 konnten wir eine Demo Version des Spieles antesten und wir waren auf Anhieb vom Gameplay und der sehr atmosphĂ€rischen Stimmung trotz eher unterdurchschnittlicher Grafik ĂŒberzeugt. Betge gab damals bekannt das es eine ĂŒberarbeitete Fassung der Demo geben wĂŒrde, den genauen Zeitraum wann er diese veröffentlichen wĂŒrde war damals allerdings noch nicht bekannt. Zwischenzeitlich ist in den vergangenen Jahren einiges passiert. Zum großen Bedauern der Fan Community des Spieles wurde die Webseite des Projektes gehackt und da Betge leider kein backup vorliegen hatte wurde es in der Öffentlichkeit Still um sein Spiel. Doch der Hobby Spieleentwickler hat natĂŒrlich nicht aufgegeben und nach seinem letzten Fehlschlag erst einmal eine Pause vom programmieren und modellieren genommen. Nun gegen Ende dieses Jahres kam neuer Wind in das Turm der Gezeiten Projekt. Der Entwickler ist weg von der A7 Gamestudio Engine, die zugegeben schon damals etwas veraltet wirkte. Anstatt weiter auf uralte Technik zu setzen welche die Rechenleistung moderner Systeme kaum beansprucht sattelte Betge auf die BenutzeroberflĂ€che von GameGuru um. Dieser Maker ist speziell fĂŒr grĂ¶ĂŸere Level Areale ausgelegt. Mit jeder Menge Level of Detail, Cascade shadow mapping, Occlusion Mapping sowie einer realistischen Water plane bietet dieser Game Maker eine Optik welche sich mit der anderer Engines vergleichen lassen kann. Auch der im Programm verankerte Charakter Creator und die Animationen von Fantasy sowie realen humanen und tierischen Wesen und eine integrierte Script Engine bietet Hobby Spiele Entwicklern eine Vielzahl an Werkzeugen um ihre Welten zum Leben zu erwecken. In Kombination dazu hat Andreas Betge die alten Texturen aus seiner virtuellen Stadt Goldstein ĂŒberarbeitet und in höherer Auflösung skaliert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ich korrigiere meinen letzten Satz zum damaligen Projektstand das man die Grafik von der Turm der Gezeiten nicht mit kommerziellen Titeln vergleichen darf. Dank neuer Vegetationstechniken wirkt die Umgebung vor allem in lĂ€ndlichen Gebieten nun schöner und realistischer. Am UI und Inventar System sowie deren 2D Grafiken hat sich leider nichts verĂ€ndert. Schade denn diese hĂ€tten eine Überarbeitung ebenso gut vertragen können. Die Funktionsweise vom Benutzen von GegenstĂ€nden wie den An- und Ablegen von Items und deren grafischer Darstellung am Spieler Charakter und im Interface des Inventars hat sich nicht geĂ€ndert. Dieses Gameplay lastige Element hatte schon in der A7 Version des Spieles sehr gut funktioniert. Ich finde das der Hobby Entwickler einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat. Turm der Gezeiten wirkt nun viel ansprechender als zuvor. Ich hoffe das es bald wieder eine spielbare Demo mit hoffentlich neuen Inhalten geben wird. Wer wissen will was das Spiel sonst noch so alles zu bieten hat der sollte unseren etwas Ă€lteren Artikel zum Projekt noch einmal lesen.

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Bewertung: 4.6/5 (5)
4 » Indie

Vorstellung: Der RPG Maker

Dominik am 1.Mai 2017 um 13:05:13

Dank reichlich vorhandener Editoren, wie zum Beispiel den RPG Maker , ist es heute relativ einfach sein eigenes Spiel zu erstellen. Vor allem im 2D Bereich gibt es reichlich Ressourcen die man einsetzen kann um ein grafisch ansehnliches Spiel zu erstellen. In diesem Artikel möchte ich auf den oben genannten RPG Maker eingehen und die Vor- und Nachteile dieses Programms erlĂ€utern. Was ist der RPG Maker? Bei dieser Software handelt es sich um ein Programm welches das Erstellen von klassischen 2D Rollenspielen mithilfe von so genannten Tilesets ermöglicht. Dabei werden 2D Grafiken in einem Set zusammengefasst die man spĂ€ter mithilfe des Map Editors platzieren kann. Eine vereinfachte Skriptsprache erlaubt zudem das Programmieren von Event Triggern. ZusĂ€tzlich gibt es noch einen Datenbank Editor welcher das Modifizieren von bestimmten Werten im Spiel ermöglicht. Mithilfe all dieser Werkzeuge lassen sich mit jeder RPG Maker Version Spiele wie die alten Final Fantasy Teile erstellen. Eingefleischte Scripter haben es zudem geschafft den Quellcode so zu verĂ€ndern das auch Spiele anderer Genres programmiert werden können wie zum Beispiel Jump`Runs. Unter dem RPG Maker 2000 kam es in Mode Grafiken von Super Nintendo Entertainment Spielen zu Rippen. Obwohl dies vom Japanischen Entwickler ASCII/Enterbrain Offiziell untersagt worden ist gelangten so massiv Grafiken von SNES Spielen ins Internet. Das Ergebnis dieser frĂŒhen Raubkopien kann man heute in allen gĂ€ngigen  App Stores noch sehen. So ist es kein Wunder das extrem viele Android Spiele 2D Sprites und Tilesets aus zB. Super Mario verwenden. Aktuell befinden sich auf Steam einige Versionen der RPG Maker Reihe im Angebot. FĂŒr welche Version  man sich entscheidet muss jeder fĂŒr sich selbst entscheiden. Wer hohe Grafische Eigenschaften fĂŒr sein Rollenspiel haben möchte der kann die neuste 2015 erschienene Version  RPG Maker MV nutzen. Maker MV bietet eine Auflösung von 816×624 Pixel und erlaubt zudem das Steuern der Spielfigur mit der Maus. Tilesets und Charaktersets sind bei dieser Version jedoch nur eingeschrĂ€nkt verfĂŒgbar. Die Plattform Steam bietet auch kostenpflichtige Ressourcen Packs an. Ich finde die Preise fĂŒr diese Packs sind sehr ĂŒberzogen und jeder Hobby Grafiker oder Musikproduzent sollte sich lieber seine eigenen Spielinhalte erstellen.

Wer nicht in der Lage ist eigene Grafiken, MusikstĂŒcke oder Scriptinhalte zu kreieren der sollte auf den RPG Maker XP oder die alte Maker 2000 Version zugreifen. FĂŒr diese beiden Programme gibt es reichlich kostenlose Inhalte die das Erstellen des eigenen Rollenspiels ermöglichen. Wer jetzt sagt, dass ihm ein 2D Spiel nicht seinen AnsprĂŒchen genĂŒgt der kann auf eine 3D Variante des RPG Makers zugreifen. Allerdings sollte man sich dabei bewusst sein das es hierfĂŒr sehr wenige Grafiken zum implementieren gibt. Außerdem ist die Grafik eher an Anime oder Manga Stil Richtungen orientiert. Ein Westlich anmutendes Rollenspiel lĂ€sst sich mit diesem Programm leider nicht erstellen.

Nachdem ich euch nun die verschiedenen Versionen des Rollenspiel Makers vorgestellt habe bleibt im Schlussstrich zu sagen dass der RPG Maker sich eher an Hobbyentwickler richtet. Es mĂŒssen keine großen ProgrammierfĂ€higkeiten oder grafische Kenntnisse vorhanden sein um ein eigenes Spiel erstellen zu können. Die Limitierungen die das Programm besitzt erlaubt aber auch kein 100%ig individualisiertes Spiel. Die Spiele die mit dieser Software erstellt werden lassen sich auch kaum kommerziell nutzen. Es gibt zwar einige Ausnahmen die es in LĂ€den wie Media Markt oder dem Online Store von Steam schaffen, aber der Großteil der Hobbyspiele werden auf den Community Plattformen kostenlos angeboten. Wer sich in die Scriptsprache des Makers einarbeitet kann aber durchaus sehr ansprechende Spiele entwickeln. Es ist fĂŒr die Hobby Spielentwicklung ein passendes Werkzeug mit dem man seine eigenen TrĂ€ume wahr werden lassen kann. In diesem Sinne viel Spaß beim ausprobieren!

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Bewertung: 4.7/5 (3)