Age of Empires II: Definitive Edition – 20 Tipps, um besser zu werden

Ich liebe Age of Empires II. In meinen Augen ist das Spiel absolut zeitlos und es gibt immer etwas neues zu finden und zu entdecken, um den eigenen Spielstil zu verbessern. Von daher möchte ich einige meiner Tipps mit euch teilen, welche euch hauptsĂ€chlich in 1v1s helfen sollten. Erwartet nicht, dass ihr alle Tipps gleich … weiter

» Hotkey

Age of Empires II: Definitive Edition – 20 Tipps, um besser zu werden

FloosWorld am 12.April 2022 um 16:04:48
Ich liebe Age of Empires II. In meinen Augen ist das Spiel absolut zeitlos und es gibt immer etwas neues zu finden und zu entdecken, um den eigenen Spielstil zu verbessern. Von daher möchte ich einige meiner Tipps mit euch teilen, welche euch hauptsĂ€chlich in 1v1s helfen sollten. Erwartet nicht, dass ihr alle Tipps gleich beherrscht, denn: Übung macht den Meister!

Tipp 1: Beherrscht die Grundlagen!

Aller Anfang ist schwer. Doch zum GlĂŒck gibt es Tutorials, die einem das Spiel nĂ€her bringen. Bei Age of Empires II: Definitive Edition gibt es gleich zwei davon: die William Wallace-Kampagne, welche auch im Original dabei war sowie die mit der Definitive Edition neudazugekommenen Art of War-Missionen.

Besonders letzere richten sich an Leute, die bereits die Grundlagen einigermaßen beherrschen und mehr in die speziellen Dinge des Spiels eintauchen wollen (FrĂŒhe Wirtschaft, Schnelle Ritterzeit, Rushen und Rush abwehren, Boomen, Feldschlachten).

Zudem gibt es im Modmanager mit dem Build Order Guide von Cicero ein interaktives Tutorial, dass einem die Grundlagen noch ein bisschen besser als die Art of War-Missionen erklĂ€rt und dabei den Spieler benotet. Eine ĂŒbersetzte Version ist ebenfalls vorhanden.

Tipp 2: Lernt die Völker kennen

Die ersten Spiele mit zufĂ€lligen Völkern auf zufĂ€lligen Karten bestreiten ist zwar mutig, aber ziemlich riskant, wenn man nicht mit ihnen vertraut ist, selbst wenn die Völker von AoE 2 sich recht Ă€hnlich spielen lassen – Ausnahmen gibt es aber natĂŒrlich auch, insbesondere bei den Nord- und Mittelamerikanischen Völkern. Von daher sollte man sich fĂŒr den Anfang ein Volk aussuchen, mit welchem man sich nĂ€her befasst, um seinen Spielstil mit diesem Volk zu perfektionieren. Meine Lieblingsvölker sind da die Franken, Ungarn und Böhmen. Diese sind auch gut fĂŒr AnfĂ€nger geeignet. Im Allgemeinen sind Kavallerievölker sehr Einsteigerfreundlich.

Es empfiehlt sich, die TechnologiebĂ€ume der Völker zu kennen. Wer diese nicht auswendig lernen möchte, kann sich im Modmanager des Spiels eine Mod herunterladen, welche den Technologiebaum auf der BenutzeroberflĂ€che dauerhaft anzeigt.  Zudem kann man auch ĂŒber das Wappen des jeweiligen Volkes fahren, um einen schnellen Überblick zu erhalten.

Manche Völker sind in bestimmten Bereichen stĂ€rker (z.B. Franken und Ungarn mit der Kavallerie, Goten mit Infantrie und Äthiopier mit BogenschĂŒtzen) – bezieht das in euren Aufbau mit ein.

Tipp 3: Kennt die Konter

Die Einheiten in Age 2 agieren nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip. Das bedeutet: Eine Einheit ist besonders stark gegen eine andere, aber wird von einer Dritten geschlagen. Es ist daher gut zu wissen, welche Einheiten wann am Besten eingesetzt werden mĂŒssen. Kommt der Gegner mit Pikenieren an, um eure Kavallerie zu attackieren, solltet ihr BogenschĂŒtzen bereit haben doch diese werden dann von PlĂ€nklern gekontert welche wiederum von Kavallerie und SchwertkĂ€mpfern geschlagen werden. Somit entsteht ein tiefgreifendes System.

Die ideale Armee sollte aus drei Einheitentypen bestehen: einer Goldeinheit (= höherwertige Einheiten, die offensiv eingesetzt werden können), einer Trasheinheit (= Einheiten, die kein Gold kosten und hĂ€ufig als Konter fĂŒr Goldeinheiten gelten) und einer Belagerungseinheit. Spielt man z.B. als Kavallerievolk gegen ein BogenschĂŒtzenvolk, ist davon auszugehen, dass der Gegner als Goldeinheit der BogenschĂŒtze bzw. die Armbrust und als Trasheinheit SpeerkĂ€mpfer bzw. Pikeniere verwendet werden. Die Belagerungseinheit variiert je nach Situation.

Die in Tipp 1 erwÀhnte Art of War-Mission zu Feldschlachten befasst sich mit Konter.

Tipp 4: Übt gegen den Computer

Die KI ist verzeiht Fehler, ein Mensch tut es nicht. Bevor ihr euch in den Multiplayer zu 1v1-Spielen in der Rangliste wagt, könnt ihr in aller Ruhe gegen die KI trainieren. Ihr habt dabei 6 verschiedene Schwierigkeitsgrade zur VerfĂŒgung (Einfach, Standard, Mittel, Schwer, Sehr Schwer, Extrem Schwer). Fangt am Besten gegen die leichteste KI an und arbeitet euch stufenweise nach oben. Setzt euch aber realistische Ziele, da es einiges an Geduld und Übung braucht, bis ihr gegen die zwei schwersten KIs ankommt. Die Mittlere KI bietet ein gutes Mittelmaß und sollte die meisten ansprechen. Sie baut zwar langsam auf, agiert aber kompetent und setzt auch gĂ€ngige Stratiegien, wie z.B. einen Scout-Rush in der Feudalzeit ein, um Druck auf euch auszuĂŒben. GeĂŒbtere Spieler können die Mittlere KI ĂŒberspringen und gleich zur Schweren gehen. Diese setzt hĂ€ufig auf BogenschĂŒtzen und PlĂ€nkler. Gegen die zwei schwersten KIs kommt man fĂŒr gewöhnlich mit einer gut einstudierten Build Order an.

Tipp 5: Mauern schenken euch Zeit

Wenn ihr nicht wollt, dass der Gegner euch frĂŒh ĂŒberrennt, dann mauert. Karten wie Dunkler Wald lassen sich leicht mauern, da die eigene Basis von BĂ€umen umgeben ist. Sichert die Mauern zusĂ€tzlich mit GebĂ€uden ab.

Der Gegner hat somit ein bisschen zu tun, bevor er ĂŒberhaupt durchbrechen kann. In der Zwischenzeit kann man die Verteidigung zusĂ€tzlich stĂ€rken und den Gegenangriff vorbereiten.

Apropos HÀuser: Diese könnt ihr in einer kreisÀhnlichen Anordnung um das Dorfzentrum bauen, um so eine Art ersten Wall zu erreichten.

Tipp 6: Die Kunst des richtigen Mauerns

Palisaden und SteinwĂ€lle zu bauen ist gut, aber das ist nur die halbe Miete, wenn man sie nicht richtig einsetzt. Lasst auf Karten wie Arabien oder Runensteine den SpĂ€her die Gegend erkunden und achtet auf Bauminseln, von den Spielern auch „Wood lines“ genannt. Idealerweise sollte das von euch eingemauerte Gebiet weder zu groß, noch zu klein sein. Verbindet die Bauminseln mit Palisaden, zieht dabei andere Rohstoffvorkommen wie Gold und Stein mit in die Mauer ein, achtet aber rechtzeitig darauf, LĂŒcken zu schließen, wenn eure Dorfbewohner die Rohstoffe an dieser Stelle abgebaut haben. MilitĂ€rgebĂ€ude könnt ihr ebenfalls in die Mauer einbinden und so direkt die ersten Einheiten ins Feld schicken.

Steinmauern sind zwar stark, brauchen aber lange im Aufbau und nicht jedes Volk hat Zugriff darauf. Solltet ihr nicht unbedingt auf eine Boom-Strategie gehen, ist es sinnvoller, Palisaden zu bauen und mit anderen GebĂ€uden zu schĂŒtzen.

Tipp 7: Die richtigen Entwicklungen zur richtigen Zeit

Setzt euch nicht unnötig unter Druck, indem ihr allmöglichen Upgrades entwickelt und damit Zeit und – insbesondere Rohstoffe – verliert, die ihr anderweitig hĂ€ttet einsetzen können. Wenn ihr einen bestimmten Einheitentyp nicht verwenden werdet, dann verschwendet nicht die Rohstoffe fĂŒr ihn und seine Upgrades.

Genauso ist es aber auch wichtig, die Upgrades, die man fĂŒr sein Spiel benötigen wird, zur richtigen Zeit zu entwickeln. Denkt dabei daran, was fĂŒr ein Typ von Volk ihr habt, also ob ihr in der Schmiede bestimmte Upgrades den Vorang geben solltet.

Als Beispiel fĂŒr das Timing eines Upgrades folgt hier der Webstuhl aus der Dunklen Zeit: Dieser macht die Dorfbewohner wiederstandsfĂ€higer, was besonders bei der Jagd nach Wildschweinen und der Abwehr von Wölfen wichtig ist. Er wird im Dorfzentrum entwickelt, was bedeutet, dass ihr ihn möglichst dann entwickeln solltet, wenn ihr in euren Augen genĂŒgend Dorfbewohner (bei einem Standardaufbau 21) habt, ehe ihr zur Feudalzeit voranschreitet. Entwickelt ihr ihn als erstes, sind eure Dorfbewohner zwar schon frĂŒh gegen wilde Tiere gerĂŒstet, aber ihr bremst dabei eure Wirtschaft unnötig aus, da der Webstuhl genauso wie ein Dorfbewohner 25 Sekunden zum Entwickeln benötigt. Dies gilt natĂŒrlich nicht fĂŒr die Goten, die den Webstuhl innerhalb einer Sekunde entwickeln und der Schaden an der frĂŒhen Wirtschaft damit praktisch nicht vorhanden ist.

Einige Upgrades wie z.B. der zuvorgenannte Webstuhl sind ĂŒbrigens unabdingbar, egal mit welchem Volk und welcher Strategie ihr spielt. Zu denen gehören Ballistik (Einheiten feuern genauer), Mordlöcher (GebĂ€ude haben keine Mindestreichweite, um jemanden anzugreifen – sehr wichtig, wenn ihr Burgen habt!) und Wehrpflicht (MilitĂ€reinheiten werden schneller erschaffen). Wichtige Wirtschaftsupgrades findet ihr zudem im HolzfĂ€llerlager und der MĂŒhle. Bei dem Bergarbeiterlager sollte das Goldupgrade Vorrang haben.

Tipp 8: Die Wirtschaft ins Rollen bringen und am Laufen halten

Hand in Hand mit dem vorherigen Tipp geht dieser hier. Erschafft sobald das Spiel losgeht so viele Dorfbewohner wie es eure Nahrung zulĂ€sst, baut mit den drei Startdorfbewohnern zwei HĂ€user und beachtet dabei die 2×1 und 1×1 Regel, d.h. zwei Dorfbewohner bauen das eine und ein Dorfbewohner baut das andere Haus. Lasst den SpĂ€her die ersten vier Schafe finden und bringt zwei von ihnen zum Dorfzentrum, die restlichen lasst ihr genauso wie den SpĂ€her in einem Bogen von eurer Basis hinweglaufen, bringt diese aber rechtzeitig zum Dorfzentrum zurĂŒck, damit keine EngpĂ€sse beim Nahrungssammeln entstehen, denn idealerweise sollten Schafe nicht auf einem Haufen stehen!

Nachfolgend eine Build Order fĂŒr einen Standardstart:

  1. Lasst die erschaffenen Dorfbewohner die Nahrung der Schafe abarbeiten und nutzt dazu auch die Dorfbewohner, die vorher die HĂ€user gebaut hatten.
  2. Nachdem sechs der Dorfbewohner mit den Tieren beschÀftigt sind, ist es Zeit die nÀchsten drei auf Holz zu schicken. Lasst den ersten ein HolzfÀllerlager bei einer der Waldinseln errichten und die anderen folgen.
  3. Danach wird es Zeit, Wildschweine zu jagen. Lasst den nĂ€chsten und siebten Dorfbewohner zuerst ein Haus bauen und dann ein Wildschwein jagen. Nachdem der Dorfbewohner zwei SchĂŒsse mit dem Bogen abgegeben hat, ist es Zeit, zurĂŒck zum Dorfzentrum zu laufen, wo die mit Schafen beschĂ€ftigten Dorfbewohner ebenfalls das Wildschwein angreifen. Quartiert den JĂ€ger schnell ein und aus, damit das Wildschwein seine Peilung verliert.
  4. Nachdem idealerweise 7-8 Dorfbewohner mit dem ersten Wildschwein beschĂ€ftigt sind, ist es Zeit, die nĂ€chsten vier an den BeerenbĂŒschen arbeiten zu lassen. Der erste Dorfbewohner baut dazu eine MĂŒhle, die anderen folgen.
  5. Schickt die restlichen Dorfbewohner bis ihr ca. bei 21 seid, auf Holz und errichtet ein zweites HolzfÀllerlager, um Staus zu vermeiden. Die Faustregel ist hierbei ca. 5 Dorfbewohner pro HolzfÀllerlager.
  6. Ist von der Nahrung des ersten Wildschweins nur noch ca. die HĂ€lfte ĂŒbrig, ist es Zeit das zweite Wildschwein genauso wie das erste zu jagen. Dies passiert normalerweise zwischen Schritt 4 und 5. WĂ€hrend die Dorfbewohner mit dem zweiten Wildschwein beschĂ€ftigt sind, könnt ihr flexibel zwei von ihnen abziehen, um Felder beim Dorfzentrum zu errichten.

Schafe und Wildschweine sind hier nur Beispiele, da ebenfalls KĂŒhe, Nilpferde, Elefanten und sonstiges vorkommen können.

Vergesst dabei aber niemals, weitere Dorfbewohner zu erschaffen! Und insbesondere nicht, HĂ€user zu bauen!

Nutzt bei dem Wildschwein ebenfalls den sogenannten „Force Drop-off“, indem ihr alle Dorfbewohner auswĂ€hlt, ihre Nahrung sofort im Dorfzentrum ablegen und dann sofort am Wildschwein weiterarbeiten lasst, um so immer mindestens 50 Nahrung fĂŒr weitere Dorfbewohner zur VerfĂŒgung zu haben da es normalerweise lange braucht, bis eure Dorfbewohner die Nahrung des Wildschweins einlagern.

Schreitet in die Feudalzeit voran, sobald ihr den Webstuhl entwickelt und 500 Nahrung habt und baut eine Kaserne mit 2-3 Dorfbewohnern, die gerade an Holz arbeiten. Die ideale Zeit, um voranzuschreiten, ist etwa bei 8 Minuten ingame. Wenn die Feudalzeit zu ca. 50 % entwickelt ist, könnt ihr mit 1-2 eurer Dorfbewohnern eine Kaserne bauen lassen, da diese in der Feudalzeit die Schießanlage und den Stall freischaltet.

Im Laufe des Spiels ist es wichtig, weiterhin Dorfbewohner zu entwickeln, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die ideale Balance zwischen Dorfbewohnern und MilitÀr im Spiel sollte bei 50 / 50 von der Gesamtbevölkerung liegen, aber generell gilt es, nie die Dorfzentren untÀtig werden zu lassen. Nutzt dabei auch das Wegpunktesystem, d.h. setzt den Sammelpunkt des Dorfzentrums auf ein Rohstoffvorkommen und baut weitere Dorfzentren bei Rohstoffen.

Entwickelt in der Feudalzeit zusĂ€tzliche Dorfbewohner, schickt diese auf Holz und wechselt sie flexibel auf Nahrung, indem ihr sie Felder bauen lasst. Ein Richtwert sind hier 14 – 16 Felder in der Feudalzeit.

Vergesst ebenfalls das Gold nicht, denn ihr braucht neben den zwei GebÀuden aus der Feudalzeit auch 200 Gold, um in die Ritterzeit voranzuschreiten.

Entwickelt Schubkarre, wenn ihr bei ca. 42 Dorfbewohnern seid und baut in der Ritterzeit ein zusÀtzliches Dorfzentrum, idealerweise bei einem Rohstoffvorkommen. Vergesst aber dabei Stein nicht und zieht ggf. Dorfbewohner von den anderen Rohstoffen ab.

Tipp 9: Hotkeys!

Man kann zwar das Spiel nur mit der Maus spielen, aber dies ist ziemlich umstĂ€ndlich und langsam. Die Standardhotkeys der Definitive Edition sind im sogenannten Gridsystem angeordnet und  leicht zu erlernen, um somit schneller und effizienter zu werden. Spielt ihr mit einer QWERTZ-Tastatur, wie sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz verwendet wird, solltet ihr in den Einstellungen zudem alle Hotkeys, die auf dem Z belegt sind zu Y Ă€ndern, da das Spiel davon ausgeht, dass ihr eine QWERTY-Tastatur habt.

Die Hotkeys sind flexibel Ă€nderbar. Ihr mĂŒsst nicht zwingend die vom Spiel vorgegeben Hotkeys verwenden, sondern könnt eure eigenen Benutzen, um euch sicherer zu fĂŒhlen. Nutzt den Hotkey Trainer von ZeroEmpires, um die GebĂ€udehotkeys zu ĂŒben.

Im Spiel gibt es ebenfalls „Gehe zu [GebĂ€udetyp]“- und „WĂ€hle alle [GebĂ€udetyp] aus“-Hotkeys, die bei der Standardbelegung der Definitive Edition umstĂ€ndlich sind. Ändert diese zu etwas, was euch mehr zusagt. Mein Beispiel: Die Kaserne wird mit W+Q gebaut, somit habe ich „Gehe zur Kaserne“ mit Strg+Q und „WĂ€hle alle Kasernen aus“ mit Strg+Shift+Q belegt.

Die Hotkeys sind entweder im Spiel Ànderbar, oder auch mit Webseiten wie dieser hier.

Tipp 10: Spielt die Kampagnen

WĂ€hrend die Kampagnen von den Meisten nur als Beiwerk angesehen werden, ist ihr Wert nicht zu unterschĂ€tzen. Hierbei lernt man nicht nur etwas Geschichte, sondern kann auch in Gefechtssituationen mit ausgewĂ€hlten Völkern ĂŒben.

Achtung Spoiler: Am Deutlichsten bleibt mir da die finale Mission aus der El Cid-Kampagne in Erinnerung, in welcher verschiedene, starke TĂŒrme auf einzelnen Inseln zerstört werden mĂŒssen. In dieser Kampagne spielt man u.a. als Spanier und sollte somit Gebrauch von den Kriegsgalleonen machen, da diese durch Ballistik beeinflusst schneller und prĂ€ziser feuern.

Tipp 11: Lasst euch nicht entmutigen!

Eine Niederlage ist nicht gleich eine Niederlage. Ihr könnt aus euren Fehlern lernen. Lasst euch aber nicht durch die Spielweise der Topspieler entmutigen, wenn euer Stil nicht im Ansatz so perfekt aussieht. Wenn ihr merkt, dass ihr in bestimmten Bereiche Probleme habt, dann ĂŒbt einfach weiter und seid nicht zu hart zu euch selbst, denn am Ende des Tages ist es nur ein Spiel und sollte vorallem eines machen: Spaß!

Solltet ihr euch fit genug gegen den Computer fĂŒhlen und euch noch nicht den Stress der Rangliste aussetzen wollen, könnt ihr ein Schnellspiel gegen einen zufĂ€lligen menschlichen Gegner wagen, um somit abzuschĂ€tzen, wie ein echter Spieler auf euch reagieren wĂŒrde. Aber vorsicht: das Spiel matcht euch im Schnellspiel auch gerne mal gegen Gegner, deren Skilllevel sehr variabel ist. Somit kann ein Spieler mit 500 Elo auf einen mit 800 Elo treffen.

In der Age of Empires-Community gibt es zudem viele Leute, die euch gerne nochmal einzelne Dinge erklÀren und auch coachen.

Tipp 12: Der richtige Einsatz von Mangen/Onagern …

Mangen bzw. Onager sind Belagerungseinheiten, welche aufgrund der Tatsache, das sie mehrere Steinbrocken feuern, gerne dafĂŒr eingesetzt werden, um gegen kleinere Gruppen an Einheiten vorzugehen. Doch auch an engen Seewegen sind sie besonders dafĂŒr geeignet, um Schiffe ausmanövrieren. Der richtige Einsatz ist somit unheimlich wichtig.

Sie gehören neben Belagerungskannonen zu den Einheiten, die auch Friendly Fire haben, also eigene und verbĂŒndete Truppen verwunden können, von daher sollte man in Gefechten insbesondere Kavallerieeinheiten vor ihnen hinwegreiten lassen, um entweder dem Wirkungsbereich zu entkommen, oder sie vor Gegenangriffen zu decken. Nahkampfeinheiten wie Pikeniere gehen auch und decken Mangen/Onager vor Kavallerieangriffen.

Auch sollte man Beachten, dass sie nicht von Ballistik beeinflusst werden und somit nicht “vorauszielen”, wenn man ihnen einen einfachen Angriffsbefehl gibt. Von daher sollte man den Einsatz der Attack Ground-Funktion (Standard Hotkey: T) ĂŒben und bei Einheitengruppen dorthin zielen, wo sich die Masse hinbewegen wird. Mit mehreren Onagern kann man mit dem richtigen Micromanagement somit den Gegner flankieren.

Aufgrund der Tatsache, dass höhergelegene Einheiten 25 % mehr Schaden austeilen und dabei 25 % mehr einstecken, sieht man hin und wieder, wie Profis ihre Onager im richtigen Moment löschen, da die Projektile damit „vergessen“, dass sie von weiter unten gefeuert wurden.

Tipp 13: … und wie man sie kontert

Mangen bzw. Onager sind zwar stark, aber nicht ĂŒbermĂ€chtig. Sie gehen schnell kaputt, wenn man ihre Mindestreichweite unterlĂ€uft. Gekontert werden sie mit schnellen Einheiten, wie z.B. Kavallerie. Ebenfalls sind sie anfĂ€llig, wenn man mittels Angriffsformationen ihrem Schuss ausweicht. Das wird unter Spielern als „Split Micro“ bezeichnet, da ihr schnell zwischen der Linien- und Flankenformation wechselt. Wollt ihr eure eigenen Mangen/Onager also retten, solltet ihr Kontereinheiten parat haben.

Tipp 14: Strategien erlernen durch Build Order

In Age of Empires II gibt es bestimmte Strategien, die unter Spielern als Build Order bekannt sind. Dabei handelt es sich, wie der Name schon vermuten lĂ€sst, um Baureihenfolgen, um möglichst schnell und effizient an das gewĂŒnschte Ziel zu kommen. Bei den Art of War-Missionen gibt es ein Interaktives Tutorial fĂŒr die sogenannte Fast Castle-Strategie, die darauf abzielt, dass ihr möglichst schnell in die Ritterzeit gelangt, indem ihr in der Dunklen Zeit 27 Dorfbewohner auf Nahrung, Holz und Gold aufteilt und die Feudalzeit nahezu „ĂŒberspringt“, um so den Gegner mit mĂ€chtigen Einheiten unter Druck setzt. Zudem gibt es, wie in Tipp 1 erwĂ€hnt, einen Build Order Guide, der verschiedene Spielweisen in interaktiven Szenarien erklĂ€rt. Zudem gibt es eine Seite, in der verschiedene Build Order samt AusfĂŒhrung mit Videos gesammelt werden, welche von der Community betrieben wird.

Übt Strategien eurer Wahl und perfektioniert sie, um so noch mehr von der Spieltiefe zu verstehen.

Tipp 15: Schaut eure Replays

Age of Empires II hat nicht umsonst ein Replayfeature, das euch das komplette Spiel aus Sicht von euch und anderen nochmal anschauen lĂ€sst. Achtet dabei auch auf die Spielweise eures Gegners, um abschĂ€tzen zu können, was ihr in diesem Spiel noch hĂ€ttet besser machen können. Wie aus Tipp 11 gilt: Nicht entmutigen lassen! Nutzt dabei auch CaptureAge, um genauere Einblicke zu bekommen. Die kostenfreie Variante von CaptureAge hat bereits einige nĂŒtzliche Statistiken mit an Board wie z.B. die Zeit, in der eure Dorfzentren untĂ€tig waren oder wie Effizient eure Dorfbewohner in der letzten Ingame Minute waren.

Tipp 16: Seid mutig!

Wagt euch auch mal an mutige Strategien, wie z.B. einen „Castle-Drop“ in der Basis eures Gegners. Schickt dabei in der Ritterzeit möglichst viele entbehrbare Dorfbewohner zu eurem Gegner und lasst eine Burg errichten (idealerweise an einem Rohstoffvorkommen) und deckt die Bauarbeiten mit MilitĂ€reinheiten. Ist eure Burg fertig, könnt ihr damit wunderbar euren Gegner nerven und durch die Spezialeinheit eures Volkes oder Petarden weiteren Druck ausĂŒben. Wenn im Hintergrund weitere Dorfbewohner an Steinen arbeiten, könnt ihr auf diese Art und Weise noch 2-3 weitere Burgen hinzufĂŒgen. Ein Volk, welches sich dafĂŒr besonders eignet, sind die Franken, da deren Burgen nur 488 statt 650 Stein kosten. Ein Fast Castle mit Castle-Drop ist also eine der besten Strategien der Franken.

Eine weitere mutige, aber auch riskante Strategie ist der „Persian Douche“. Dabei spielt ihr als Perser, löscht euer Startdorfzentrum und baut es bei eurem Gegner in unmittelbarer nĂ€he seines Dorfzentrums oder Rohstoffvorkommens wieder auf.

Zu viel Mut kann aber auch nach hinten losgehen, etwa, wenn ihr versucht mittels einer All-In-Taktik, wie den Tati Rush, euren Gegner bereits in der Feudalzeit aus dem Spiel zu werfen und dieser eure Angriffe kontert oder auch, wenn euer Castle-Drop bemerkt wird. GeĂŒbte Gegner werden sich zwar dann unter Druck fĂŒhlen, werden aber versuchen ihr Spiel so gut es geht weiterzuspielen, um den Spieß umzudrehen.

Eine Fast Castle-Strategie ist ebenfalls mutig, macht euch aber fĂŒr Angriffe verwundbar, da ihr lĂ€nger in der Dunklen Zeit bleibt. Gelingt sie aber, könnt ihr noch deutlich vor eurem Gegner mĂ€chtige Einheiten wie den Ritter auf das Feld schicken. GeĂŒbte Spieler können die Fast Castle-Strategie mit einem Drush, also einem Rush in der Dunklen Zeit verbinden. Eine Variante ist der sogenannte Pre-Mill Drush. Dazu lĂ€sst man den 10. Dorfbewohner zwei HĂ€user und eine Kaserne errichten, bevor ĂŒberhaupt eine MĂŒhle gebaut wird. In der Kaserne erschafft ihr dann drei Milizsoldaten und stört dabei euren Gegner beim Aufbauen. Achtet aber dabei darauf, ob euer Gegner bereits den Webstuhl entwickelt hat, was daran zu erkennen ist, dass Dorfbewohner 40 statt 25 Lebenspunkte haben.

Tipp 17: Seid flexibel!

Eine beliebte Weisheit aus der Welt des Sports ist „Kein Spiel ist wie das andere“ und das lĂ€sst sich auch auf Age of Empires 2 anwenden. Je nach Situation mĂŒsst ihr anders denken. Mit der Zeit enwickelt ihr ein GefĂŒhl fĂŒr die Strategie eures Gegners und könnt so flexibel euch auf die Gegebenheiten einstellen. Spielt ihr z.B. gegen Goten, könnt ihr euch auf ein Spiel mit Huskarlen einstellen. Um die Huskarl-Produktion am Laufen zu halten, mĂŒssen die Goten Boomen, somit ist eure Chance den Gegner zu schlagen zwischen der Feudal- und frĂŒhen Ritterzeit. Das gleiche gilt fĂŒr Karten. WĂ€hrend ihr in Arena durch die Steinmauern vor Angriffen geschĂŒtzt seid, werdet ihr auf offenen Karten wie Goldgrube euch auf heftige KĂ€mpfe in der Kartenmitte einstellen mĂŒssen da dort das wertvolle namensgebende Gold lauert.

Auch wird es so sein, dass ihr eine erlernte Build Order nicht immer zu 100 % wie erhofft durchspielen könnt, da euch der Gegner zuvor kommt, etwa mit einem Men-at-Arms Rush am Anfang der Feudalzeit.

Tipp 18: Die richtige Karten/Völker-Kombination finden

Hand in Hand mit Tipp 17 geht dieser hier. Versucht die passende Kombination in Sachen Volk- und Karte zu finden. Da es auf Arena selten bis gar nicht in der Feudalzeit zu KĂ€mpfen kommt, dominieren hier die Völker, welche mittels (Wirtschafts-)boni schnell in die Ritterzeit gelangen, etwa Franken durch kostenfreie Feldupgrades, Böhmen durch kostenfreie Bergarbeiterlagertechnologien oder Khmer, die als einziges Volk keine bestimmten GebĂ€ude benötigen, um in die nĂ€chste Zeit zu gelangen. Auf offenen Karten sind die Spanier auch eine gute Fast Castle-Wahl, da deren Konquistadoren in kleinen Massen bereits große SchĂ€den anrichten können.

Auf MegazufĂ€llig oder auch Nomadenkarten wie Afrikalichtung empfhielt es sich, die Byzantiner zu nehmen, da deren Trasheinheiten (= Einheiten, welche kein Gold kosten) gĂŒnstiger sind, und sie vergĂŒnstigt in die Imperialzeit kommen.

Tipp 19: Probiert verschiedene Spielmodi aus

Das Standardspiel wird im Modus „Zufallskarte“ gespielt, es ist aber auch ratsam, sich weitere Modi anzuschauen, da diese verschiedene Bereiche des Spiels voraussetzen und man somit nachhaltig seine FĂ€higkeiten verbessert. Nachfolgend also zwei wichtige Modi, die ihr neben der Zufallskarte spielen könnt – es gibt aber natĂŒrlich auch weitere:

  • „Empire Wars“ oder „Reichskriege“ ist eine Variante der Zufallskarte, in der das Spiel in der Feudalzeit mit einer bereits laufenden Wirtschaft startet. 21 von 27 Dorfbewohnern sind auf Holz, Nahrung und Gold verteilt, 6 stehen noch untĂ€tig vor einem Schaf bzw. Schwein beim Dorfzentrum. Eine Kaserne sowie eine Schmiede sind bereits gebaut. Der Modus legt Wert auf das Mid-Game und ist bereits von Sekunde Null an actiongeladen, wird aber im spĂ€teren Spiel etwas ruhiger und Ă€hnelt der normalen Zufallskarte.
  • „Deathmatch“ fĂŒhlt sich radikal anders zur Zufallskarte an. Das Spiel startet in der Post-Imperialen Zeit, alle Technologien sind also erforscht. Um das Dorfzentrum sind wie bei der Zufallskarte 3 Dorfbewohner, die auf weitere Aufgaben warten. Die Karte ist erkundet, allerdings gibt es auch noch den Nebel des Kriegs. Der SchlĂŒssel zum Erfolg bei Deathmatch ist das sehr frĂŒhe Bauen und Erschaffen von MilitĂ€rgebĂ€uden und -einheiten. Den einfachsten Einstieg hat man hier mit den Hunnen, da die keine HĂ€user bauen mĂŒssen und unmittelbar Einheiten aufs Feld jagen können. Deathmatch legt seinen Fokus auf das Late-Game und ist mit 2.0-facher Geschwindigkeit schneller als Zufallskarte und Empire Wars, welche beide mit 1.7-facher Geschwindigkeit gespielt werden.

Tipp 20: Das richtige Rushen

Im Laufe der Zeit hat es sich etabliert, dass man bereits ab der Feudalzeit mittels verschiedener Einheiten (SpĂ€her, BogenschĂŒtzen, SchwertkĂ€mpfer), den Gegner stört, ihn also „rusht“. Das Rushen ist eine effektive Strategie, um die gegnerische Wirtschaft lahmzulegen und den Gegner zu weiteren Investitionen zu zwingen, damit sich die Ritterzeit fĂŒr den Gegner nach hinten schiebt. Der SpĂ€her ist die einzige offensive Trasheinheit fĂŒr einen Rush, aber dafĂŒr mit 80 Nahrung wiederum nicht ganz gĂŒnstig. Am Effizientesten sind BogenschĂŒtzen, da diese in kleinen Massen einzelne Dorfbewohner mit einem Gruppenschuss töten können und den Gegner damit in Panik versetzen. Am HĂ€ufigsten wird man aber den Rush mit SchwertkĂ€mpfern sehen – den Man-At-Arms Rush.

FĂŒr das ideale Rushen ist es wichtig, den Gegner zu scouten, d.h. zu wissen, wo die Rohstoffvorkommen sind. Ideale Ziele sind Dorfbewohner, die weit genug von RohstoffgebĂ€uden weg sind. Wenn alles gut geht, könnt ihr so bequem in die Ritterzeit voranschreiten, eure Einheit upgraden und damit noch effizienter den Gegner angreifen.

Behaltet beim Rushen im Kopf, dass es zwar gut ist, feindliche Dorfbewohner zu töten, weil das den Gegner zu weiteren Ausgaben zwingt, um in Sachen Wirtschaft wieder aufzuholen, ihr aber primĂ€r nerven wollt – die bloße Anwesenheit eures Trupps reicht meist aus, um Panik auszulösen, weswegen er sich dazu entscheidet, die Dorfbewohner in das Dorfzentrum einzuquartieren oder mittels sogenantem „Quickwalling“ vor euren Truppen retten will, was indirekt dazu fĂŒhrt, dass er nicht am Sammeln von Rohstoffen arbeiten kann.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (3)