Testbericht: Mission Impossible Playstation 1

Das Action-Adventure Spiel Mission Impossible wurde ursprünglich für das Nintendo 64 System Ende der 90er Jahre entwickelt. Aufgrund der technischen Überschätzung zur Leistungsfähigkeit des N64 wechselte das Entwickler Team und so wurde das Spiel letztendlich von einem neuen Entwickler unter dem Publisher Infogrames für den Windows Pc,N64 und Playstation 1 veröffentlicht. In diesem Test spielen … weiter

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Testbericht: Mission Impossible Playstation 1

Dominik am 24.November 2022 um 14:11:03

Das Action-Adventure Spiel Mission Impossible wurde ursprünglich für das Nintendo 64 System Ende der 90er Jahre entwickelt. Aufgrund der technischen Überschätzung zur Leistungsfähigkeit des N64 wechselte das Entwickler Team und so wurde das Spiel letztendlich von einem neuen Entwickler unter dem Publisher Infogrames für den Windows Pc,N64 und Playstation 1 veröffentlicht. In diesem Test spielen wir die Verkaufsversion aus dem Jahr 1999 für die Playstation 1. Neuheiten in dieser Version sind unter anderem eine Sprachausgabe sowie verbesserte Lichteffekte. Ich hatte bereits vor mehreren Jahren eine kurze Info zu Mission Impossible veröffentlicht. Nun ist es an der Zeit dieses alte Spiel erneut durchzuspielen und seine Stärken und Schwächen zu beleuchten. Mission Impossible wurde seinerzeit als Konkurrent zu GoldenEye gesehen. Das Spiel basiert lose aus dem gleichnamigen 1996 erschienenen Kinohit mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Es gibt einige Parallelen jedoch verfolgt das Spiel einen komplett anderen Ansatz in Bezug auf Story und Vorfälle. Kommen wir zum Test und schauen uns das Spiel genauer an.

Mission Impossible beginnt in einer verschneiten Terroristen Basis in welcher das Oberhaupt der Terroristen plant ehemalige Sowjetische Mittelstreckenraketen in den Nahen Osten zu exportieren. Jim Phelps der Leiter des IMF ( Impossible Mission Force) einer Unterorganisation des amerikanischen CIA wird beauftragt diesen Deal mit seinem Team von Geheimagenten zu verhindern. Bei der Mission Beschreibung durch ein ingame Cinematic wird auf den Film zurückgegriffen. Das Tonband in welchem der Sprecher Phelps den Auftrag erteilt zerstört sich nach wenigen Sekunden nachdem das Band abgesprochen wurde. Im Spiel übernehmen wir die Kontrolle des IMF Agenten Ethan Hunt ( Im Film gespielt von Tom Cruise). Ein Team von anderen Agenten die in jeder Mission getauscht werden begleitet uns durch die insgesamt 20 Missionen. Im Stützpunkt der Terroristen steuern wir Hunt in klassischer Third-person Ansicht durch den Schnee. Mithilfe unseres im Interface angezeigten Handys können wir sekundäre und primäre Mission ziele in Form von farblichen Punkten orten. Das Spiel setzt auf ein langsames und Gewaltfreies Vorgehen auch wenn wir mit Schusswaffen und dergleichen ausgestattet sind. Mithilfe des aus dem Film bekannten Gesichtsimitators können wir die Identität feindlicher Offiziere und anderen wichtigen Persönlichkeiten annehmen und damit Zugang zu Sperrbereichen bekommen, die wir unter normalen Umständen nicht erreichen können. In vielen der Levels müssen wir auch Ausrüstungsgegenstände suchen oder sammeln sie von betäubten oder getöteten Feinden auf.

Um Feinde mit Schusswaffen gezielter ausschalten zu können müssen wir beim Zielen in den „Schussmodus“ wechseln in welchem wir via Fadenkreuz den Gegner besser unter Beschuss nehmen können. Dieser Modus ist in der Steuerung recht schwammig und vor allem in  der Bewegung sehr träge. Natürlich können wir auch ohne dieses Feature Feinde unter Beschuss nehmen was jedoch auch viele Treffer ins Leere bedeuten kann. In der Third-person Perspektive wechselt die Kamera bei Bewegung in offenem Areal in verschiedene Zoom stufen. Das kann die optische Übersicht leicht unübersichtlich gestalten. Unsere Widersacher verfügen ähnlich wie in Metal Gear über einen Sichtradius der für uns jedoch nicht einsehbar ist. Sehr häufig lohnt sich das verstecken hinter Kisten oder Ecken um eine Übersicht zu erhalten da bei diesen Aktionen die Kamera dicht heran zoomt.

Die Missionen sind sehr vielseitig gestaltet und orientieren sich teilweise an der Film Vorlage. So gibt es ebenfalls eine Mission in der russischen Botschaft in Prag bei deren ersten Abschnitt wir ganz ohne Gewalteinsatz die Mission beenden. In anderen Missionen müssen wir uns an einem Stahlseil durch die Decke zu dem am Boden befindlichen IMF Zentralcomputer herabseilen und dabei Laserstrahlen ausweichen. Als Scharfschütze wechseln wir zwischen zwei Charakteren um einen Agenten an einem Bahnhof vor Attentätern zu schützen. Bei diesem Level nutzen wir ausschließlich die Zieloptik der Gewehre. Vor allem gegen Ende des Spiels nimmt die Action deutlich zu und wir müssen öfters Gewalt anwenden. Um einen Verräter in einem fahrenden Zug zu schnappen setzen wir ausschließlich auf den Einsatz von Schusswaffen. Im Keller der russischen Botschaft werden wir mit Giftbecken und zerstörbaren Kisten und Containern konfrontiert. In dem Level Abschnitt sind einige Jump Passagen eingebaut. Bei der Flucht aus dem Gewahrsam der CIA müssen wir an anderer Stelle Kameras ausweichen um nicht das Wachpersonal zu alarmieren. Um die Mission Ziele und Nebenaufgaben regelmäßig kontrollieren zu können, können wir diese im Hauptmenü einsehen.

Die Grafik von Mission Impossible wurde ursprünglich für den Verkauf Start des Nintendo 64 angepasst. Bereits viele Monate bevor die Konsole veröffentlicht wurde ist das Spiel angekündigt worden. Wie ich bereits zu Beginn des Artikels beschrieben hatte wurden jedoch die technischen Möglichkeiten des N64 vom Entwickler überschätzt. So enthielten die Charakter Modelle einer sehr frühen Version bereits 350 Polygone. Es waren sogar Versionen für Sega Saturn und das Super Nintendo geplant. Dabei wurde die Grafik typischerweise auf 2D beschränkt. Um den damals komplexen Anforderungen der Gegner gerecht zu werden wurde eine neue künstliche Intelligenz geschaffen um mehrere Befehle abrufen zu können. Diese äußern sich unter anderem in der Wahrnehmung des Spielers als Feind oder Freund (Stichwort: Gesicht Imitator). Ursprünglich planten die Entwickler das Gesicht des Schauspielers Tom Cruise für den Protagonisten Ethan Hunt zu verwenden. Da Cruise jedoch ablehnte wurde eine selbst erstellte Textur des Gesichtes erstellt. Die Portierung für die Playstation 1 übernahm das deutsche Entwickler Studio Y-Ample Architectures. Die Speichergröße des Spiels für die N64 Version betrug 12MB. Die Playstation Version nutzte technische Eigenschaften welche das Nintendo 64 nicht liefern konnte. Dazu zählen die Cinematics, dynamisches Licht sowie modernere Soundeffekte und Musik und eine Sprachausgabe für jeden im Spiel relevanten Charakter. Mit einem hohen einstelligen Millionenbudget wurde Mission Impossible damals beworben.

Mein Fazit:

Als der Film Mission Impossible seiner Zeit in den Kinos kam wurde ich Zeuge der VHS Ausgabe. Ich wurde ein großer Fan des Films was sich aber im Laufe der Zeit wieder legte. Umso erfreulicher war für mich damaligen Jungspund das Spiel welches ich schon zu dieser Zeit auf der Playstation 1 zockte. Aus heutiger Sicht unterhält mich das Spiel immer noch auf seine Weise. Die Grafik und auch die MIDI Sounds sind natürlich nicht mehr Zeitgemäß. Inhaltlich überzeugt eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte die auch dann zu unterhalten weiß wenn man die Filmvorlage auswendig kennt. Es war eines der ersten 3D Spiele welche Schleichpassagen anstatt den rohen Einsatz von Gewalt ermöglichte. Sein größter Konkurrent war das Spiel GoldenEye. Um sich davon abheben zu können mussten einige Gameplay Elemente verworfen werden da beide Spiele ähnliches thematisierten. Mir gefällt das Mission Design und auch die intelligente Gegner KI die aus heutiger Sicht natürlich nichts Besonderes mehr ist aber dem Spiel eine gewisse Tiefe in der Spielmechanik ermöglicht. Negativ finde ich hingegen die Steuerung im Schussmodus und das Zoomen während der Bewegung. Abschließend möchte ich erwähnen das ich mich riesig freuen würde wenn sich fleißige Moder daran machen würden einige Grafik Updates für das Spiel bereit zu stellen da ich den Unterhaltungswert abseits der Optik auch heute noch sehr ansprechend finde.

 

eine sehr abwechslunsgreiche Geschichte Schussmodus zu schwamig
für damalige Verhältnisse super Gegner KI Manche Level Abschnitte zu kurz
Schöne Texturen der Gesichter Zoom stufen schlecht skaliert
vielseitige Missionen  Gegner sind sehr häufig Klone
Schleichen statt Ballern
Am Film angelehnte Features
flüssige Sprachausgabe
großes Gagdet Arsenal
Mission Impossible 1 Flair

7,2 /10

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Bewertung: 4.9/5 (10)