RĂŒckblick: KKND Krossfire: Strategie auf der Playstation 1.

Als ich im Jahr 2000 in den kleinen Videospielladen bei mir in der Stadt vorbei schaute gelang ein Strategiespiel fĂŒr die Playstation 1 in meine HĂ€nde welches sehr starke Erinnerungen an Command&Conquer Alarmstufe Rot weckte. Das Spiel taufte sich auf den Namen KKND: Krossfire und war ein isometrisches Strategiespiel welche mit schönen 2D Sprites 3 … weiter

» isometrisches Spiel

RĂŒckblick: KKND Krossfire: Strategie auf der Playstation 1.

Dominik am 26.Mai 2021 um 23:05:13

Als ich im Jahr 2000 in den kleinen Videospielladen bei mir in der Stadt vorbei schaute gelang ein Strategiespiel fĂŒr die Playstation 1 in meine HĂ€nde welches sehr starke Erinnerungen an Command&Conquer Alarmstufe Rot weckte. Das Spiel taufte sich auf den Namen KKND: Krossfire und war ein isometrisches Strategiespiel welche mit schönen 2D Sprites 3 unterschiedliche Fraktionen in den Krieg schickte. Diese drei Gruppen gliederten sich in die menschlichen Überlebenden eines Nuklearen Konflikts, den Mutanten und den ehemaligen Ernterobotern der Serie 9 die eine eigene Armee grĂŒndeten. Durch das nukleare Feuer im Jahr 2079 wurden die Menschen in den Untergrund gezwungen. Dort verharrten sie ganze 40 Jahre ehe sie wieder an die OberflĂ€che gelangten. Die Mutanten sind Menschen die sich zum Zeitpunkt des Nuklearkrieges an der OberflĂ€che befanden. Durch extremer Strahlung verunstaltet kam es zu körperlichen Missbildungen die schließlich zu Mutationen fĂŒhrten. Diese Gruppe hat den technischen Anschluss verloren dagegen aber gelernt die gewaltige Natur zu zĂ€hmen. So nutzen sie statt gepanzerten Fahrzeugen rießige mutierte Tiere wie zum Beispiel Riesenskorpione oder Wespen. Die Mutanten sind in einzelne StĂ€mme gegliedert und fanatisch glĂ€ubig. Sie bezeichnen die ĂŒberlebenden Menschen als Symmetriker und die Serie 9 werden als Seelenlose Maschinen dargestellt. Kommen wir zu der letzten Gruppe, der Serie 9. Diese Fraktion stellt fĂŒr die Spieleserie KKND eine neue dritte Gruppierung da. UrsprĂŒnglich als Erntehelfer und Arbeitsmaschinen eingesetzt wurden die Roboter ihrer Aufgaben durch die kriegerischen Konflikte der Menschen mit den Mutanten beraubt. Nachdem die Felder verwĂŒstet wurden schworen die Maschinen den beiden Gruppen ewige Rache. Um zu einem ebenbĂŒrtigen Gegner zu werden investierten sie viel Zeit in die Adaption moderner Waffensysteme. So wurden aus den landwirtschaftlichen Fahrzeugen der Serie 9 moderne Kriegsmaschinen. Wie das Unkraut das sie einst vernichteten ist es das Ziel der Serie 9 Menschen wie Mutanten auszuschalten.

In verschiedenen GelĂ€ndetypen wie etwa grĂŒnes Hochland oder urbanes Stadtgebiet bekĂ€mpfen sich die drei Fraktionen rund um den Globus. Ähnlich wie bei Command&Conquer errichten wir als Spieler eine feste Basis mit Kasernen und Raffinerien. Rohstoffe fördern und Einheiten ausbilden um die feindlichen Armeen zu bezwingen sind der Kern des Gameplays. Im Einzelspielermodus stehen uns fĂŒr jede Fraktion eine Kampagne zur VerfĂŒgung. Mit je 16 Missionen spielen wir die Geschicke der Menschen, Mutanten und der Serie 9. Auf einer Landkarte können wir die Missionen auswĂ€hlen. Da ich damals nur die Konsolenversion des Spieles hatte konnte ich nur sehr schwer im Mehrspieler gegen andere Mitspieler antreten. Dieser war fĂŒr den Pc mit bis zu 8 menschlichen Spielern ausgelegt. So musste ich mich am Gamepad mit KI Gegnern begnĂŒgen die meine Truppen aber auch ganz schön forderten.

Die zentrale Ressource im Spiel ist das wertvolle Öl. An Ölquellen errichten wir BohrtĂŒrme von denen dann unsere Sammler den Rohstoff zu unseren Raffinerien bringen. Es gab aber auch die Möglichkeit mit anderen GebĂ€uden wie etwa Windturbinen zusĂ€tzliche Einnahmen zu generieren. Es gibt neben Landeinheiten auch Fahrzeuge welche Seen oder das Meer befahren konnten. In Urbanen Landschaften konnte man auch Einheiten hinter GebĂ€uden verstecken und so Hinterhalte planen. Durch Forschungen in entsprechenden GebĂ€uden konnten neue Technologien und Einheiten freigeschaltet werden. So können wir etwa die Förderung von Öl erhöhen, die Kosten fĂŒr weitere Forschungen senken oder AbwehrtĂŒrme errichten. Im HauptgebĂ€ude dem Kern einer jeder Basis können wir eine Karte oder ein Radar freischalten lassen. Maximal können bis zu 5 Stufen konnten erforscht werden.

Mir hat Krossfire damals sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn ich “nur“ die Playstation Version gespielt hatte war es Ă€hnlich wie Westwoods Spiel sehr unterhaltsam die pixeligen 2D Einheiten ĂŒber WĂŒsten und GrĂ€ser zu kommandieren. Vieles war Ă€hnlich wie in Alarmstufe Rot. Errichte eine Basis, sammel die Rohstoffe ein und rekrutiere Truppen um dann mit deiner Armee den Gegner zu zerstören. Auch wenn die Steuerung mit dem Gamepad etwas zögerlich und manchmal auch krampfhaft war konnte mich dieses Spiel Stunden vor meinem Röhrenfernseher fesseln. FĂŒr mich ein Grund einen Artikel zu diesem Spiel hier auf Replaying.de zu schreiben. Ich wĂŒnschte das Genre dieser Spiele hĂ€tte heutzutage wieder so viel Erfolg wie seinerseits Ende der 90er und Anfang der Nuller Jahre. Vielleicht kommt ja mit Age of Empires 4 die RĂŒckkehr der Echtzeitstrategiespiele.

 

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