Kampf um das Überleben der Menschheit – Teil 2

Wie angedroht, folgt jetzt der Test von Attack on Titan 2. Also wer bisher noch nicht gespoilert wurde: Verrat mir deine Tricks! Letzte Warnung, ab jetzt wird gespoilert. Vor allem im nĂ€chsten Absatz; wer also nicht gespoilert werden will, obwohl die Serie schon mehrere Jahre alt ist, ĂŒberspringt diesen und liest bei der Überschrift weiter. … weiter

Kampf um das Überleben der Menschheit – Teil 1

„Wir haben sie nicht verloren… Diese Soldaten sind nicht einfach so gestorben. Mein Befehl hat sie sterben lassen. Dies ist der Moment, der ĂŒber Fortbestand oder Untergang der Menschheit entscheidet – wenn die Menschheit dank dessen ĂŒberleben kann, ist es mir egal wenn man mich einen Massenmörder nennt.“ DemnĂ€chst kommt der Actiontitel A.O.T. Wings of … weiter

» Koei Tecmo

Kampf um das Überleben der Menschheit – Teil 2

Reddok am 25.April 2018 um 09:04:26

Wie angedroht, folgt jetzt der Test von Attack on Titan 2. Also wer bisher noch nicht gespoilert wurde: Verrat mir deine Tricks! Letzte Warnung, ab jetzt wird gespoilert. Vor allem im nĂ€chsten Absatz; wer also nicht gespoilert werden will, obwohl die Serie schon mehrere Jahre alt ist, ĂŒberspringt diesen und liest bei der Überschrift weiter. Wer keine Ahnung von der Vorlage hat, schaut sich am besten Teil 1 und/oder den Manga/Anime an. Oh, und noch eine Warnung: Der Text ist wieder ziemlich lang und ausfĂŒhrlich.

Bevor ich mit dem eigentlichen Test anfange, möchte ich einen Gedanken aus dem ersten Teil zuendefĂŒhren: Warum ist Eren JĂ€ger so ein toller Charakter? Kurze Antwort: Er stirbt. Na ja, nicht wirklich. Eher sein frĂŒheres Selbst, und zwar als er die Grinsebacke wiedertrifft, der seine Mutter gefressen hat und dieser den Mann verschlingt, der ihn und seine Adoptivschwester das letzte mal gerettet hat. Dieser Titan hat Erens gesamtes Leben also zwei mal umgekrempelt. Anfangs ist er entschlossen, die Menschheit (Gut) von den Titanen (Böse) zu befreien. Je weiter die Story voranschreitet, desto klarer wird, dass es nicht ganz so einfach ist, denn er ist nicht nur selbst ein Titan, sondern 4 andere Mitglieder des 104. Trainingskorps auch. Durch seine schwarz/weiß Moralvorstellung kann er dies nicht nicht akzeptieren und verweigert die Tatsachen, dass einige seiner Kameraden Feinde sind, bis zuletzt. ZusĂ€tzlich kommt hinzu, dass er zwar die wichtigste Person des MilitĂ€rs ist, jedoch nicht weil er besonders ist, sondern weil er eine besondere FĂ€higkeit von seinem Vater aufgedrĂŒckt bekommen hat. Er muss hĂ€ufig tatenlos zusehen, wie Menschen sterben, um ihn zu beschĂŒtzen. Was dermaßen gegen seine Natur ist, dass er einem Plan zustimmt, der ihn umbringen wĂŒrde… Wenn nicht eine andere gewisse weibliche Persöhnlichkeit wĂ€re. Damit ich nicht nochmehr in den Mangabereich abrutsche, fang ich mal lieber an, ĂŒber das Spiel zu schreiben.

GesprÀche, GesprÀche und nochmehr GesprÀche

Zugegeben, der Anfang des Spiels hat mich sehr ĂŒberrascht. Es geht direkt mit der Jagd nach dem weiblichen Titanen los, bevor man wieder in der Zeit zurrĂŒckgeworfen wird. Anstelle wieder verschiedene Charaktere der Serie abwechselnd zu spielen, dĂŒrfen wir diesmal unseren eigenen Soldaten entwerfen (der ein Tagebuch fĂŒhrt, welches stark an die Bonus-Episode Ilse’s Notizbuch erinnert) und zwar mit einem ziemlich guten Charaktereditor, der manche MMO’s blass aussehen lĂ€sst. Aber vorher erfahren wir etwas zu unserer Origin-Story: Wir fliehen mit unseren Eltern aus Shiganshina, also die sĂŒdlichste Stadt, welche gerade angegriffen wird. Hinter uns bricht gerade der gepanzerte Titan durch das Tor, als wir ein paar Meter davor stehen – ein TrĂŒmmerteil erschlĂ€gt unsere Erzeugerfraktion. Wir ĂŒberleben nur knapp, ein Soldat bringt uns auf ein Schiff. Nicht auf irgendein Schiff – auf das gleiche mit dem Eren, Mikasa und Armin evakuieren. Erens wilde Entschlossenheit steckt uns an, sodass auch wir uns dem AufklĂ€rungstrupp anschließen und uns an dem gepanzerten Titanen rĂ€chen wollen.

Zwischen Missionen darf man sich in bestimmten Stadtgebieten bewegen und mit diversen Figuren sprechen. Dazu zÀhlt auch der ruchlose HÀndlerboss und der Pastor des Mauerkults.

Jahre vergehen in einem Wimpernschlag; wir befinden uns bei der Ausbildung, wo der Ausbilder uns zur Schnecke macht. Ich nutze hier mal die Gelegenheit um zu schreiben, dass die Zwischensequenzen in der Ego-Perspektive ziemlich gut gemacht sind. Haben wir unseren Helden erstellt (Samt Vor- und Nachnamen; wenn man die anderen Mah Dude oder Ă€hnliches sagen lassen will, benutzt man am besten den Nachnamen, der Vorname wird relativ selten außerhalb des Kampfes benutzt.), geht es mit dem Training los, bei dem uns die Bewegung- und Kampfmechaniken eingeblĂ€ut werden. Nach einem kleinen Wettkampf sehen wir eine weitere Neuerung gegenĂŒber dem VorgĂ€nger: Wir sammeln Kameradschaftspunkte mit den Soldaten, mit denen wir kĂ€mpfen. Und es geht direkt weiter, denn nach dem Training können wir durch die Kaserne laufen, uns mit allen möglichen Leuten unterhalten und uns mit ihnen anfreunden. Das ist auch ziemlich wichtig, denn unsere Kontakte geben uns Perks; spĂ€ter können wir unsere Attribute im Gruppentraining auch besser mit Freunden steigern, als mit Fremden. Wenn wir genug vom Sozialleben haben, stĂŒrzen wir uns in die nĂ€chste Trainingsmission, bei der wir fortgeschrittene Dinge lernen, wie das Befehligen einer Einheit und das neue Basensystem. Dann quatschen wir wieder ne Runde, was ich dringend empfehle, denn die erste richtige Schlacht steht an und unsere Freunde fangen bereits an, wegzusterben (bereits freigeschaltete Perks behalten wir aber). Bevor das Spiel richtig losgeht, dauert es ca. eine Stunde oder lĂ€nger… zumindest kam es mir so vor.

Die Story geht in die gleiche Richtung des Ursprungsmaterials, ist jedoch ein bisschen wie eine alternative Version, in der unser Held existiert. Dies ist viel besser umgesetzt, als ich erst gedacht habe, hat aber trotzdem einige Probleme: Die Story bleibt die gleiche, es wird nicht wirklich viel neues hinzugefĂŒgt. Da ich (und viele andere auch), den Anfang der Story schon mehrmals in unterschiedlichsten Versionen erlebt habe, fĂŒhlt es sich nicht gerade frisch an. Das meiste Neue liegt in den GesprĂ€chen mit seinen Kameraden, von dem vieles von den Originalsprechern vertont ist. Die schiere Menge an GesprĂ€chen ist zwar ermĂŒdend, aber sĂ€mtliche Figuren und ihre Motivationen und Eigenschaften sind sehr gut getroffen. So ĂŒberreden wir Jean ‚Jeanbo‘ Kirstein, dass er seiner anhĂ€nglichen Mutter zurĂŒckschreiben soll, liefern fĂŒr Levi die Abzeichen gefallener Soldaten an deren Familien, gehen mit Sascha auf die Jagd und mit Christa ins Lazarett. Es gibt auch spezielle Missionen, die man ab einem bestimmten Freundschaftsrang bekommt, man sollte aber kein Mass Effect erwarten. Es gibt GesprĂ€chsoptionen, die meist in Richtung Fallout gehen… Damit meine ich Fallout 4. Das einzige, was ich an diesem System auszusetzen habe: Es fĂŒhlt sich ein bisschen an wie ein Psychopathen-Symulator; man sagt jedem das, was er hören will und macht ihnen Geschenke, um Freundschaften zu schließen, aus denen man dann Vorteile zieht; jedoch sind alle Charaktere gut getroffen, und ich habe nie gedacht: „Mensch, das passt gar nicht zu ihm.“ Außerdem kommt man in den Genuss sich mit Charakteren zu unterhalten, die im Ursprungsmaterial relativ selten vorkommen, bzw. von denen man nicht so viel mitbekommt, wie Hanji’s Assistent Moblit oder der Oberbefehlshaber Darius Zackly. Warum man sich als Rekrut mit dem Oberbefehlshaber anfreunden kann, erschließt sich mir zwar nicht, aber das ist halb so wild. Zusammengefasst bietet AOT2 im Storysegment eher etwas fĂŒr GesprĂ€chsenthusiasten und Fans der Synchronsprecher (Ich vermute, dass der Großteil des hohen Preises den ganzen Synchronsprechern „geschuldet“ ist…). Allerdings sehen die GesprĂ€che ziemlich steif aus, vor allem Drehungen und die Idle-Animation. GlĂŒcklicherweise spiele ich diese Spiele hauptsĂ€chlich wegen dem Gameplay, fĂŒr die Story habe ich den Manga. Wobei mir das Ende unseres Charakters und die Zwischensequenzen (aus seinen Augen) sehr gut gefallen hat.

Am blauen Himmel tanzen die FlĂŒgel der Freiheit

Kommen wir zum Bewegungs- und Kampfsystem. Wolltet ihr euch schon immer mal spidermanmĂ€ĂŸig durch die LĂŒfte schwingen und Riesen in handliche kleine Teile schneiden? Dann sied ihr hier an der richtigen Adresse. Es ist beinahe unfassbar, wie gut die Entwickler das Bewegungssystem der Vorlage umgesetzt haben. Geschwindigkeit, Steuerung, BeschleunigungsgefĂŒhl, alles passt. Wir zischen intuitiv durch HĂ€userschluchten, klettern auf DĂ€cher oder hĂ€ngen uns an WĂ€nde bzw. BĂ€ume, und das ganze mit 2 Tasten, Richtungswechsel nicht mitgerechnet. Mit X (XBOX Gamepad) schießen wir unsere Anker in erhöhte Positionen (falls vorhanden) und schleudern uns in die Luft, mit dem linken Stick kontrollieren wir unsere Bewegungen. Sobald wir etwas Momentum verlieren, pressen wir X erneut, um uns fortzubewegen oder wir halten einfach die ganze Zeit X gedrĂŒckt. Dann können wir noch A drĂŒcken fĂŒr einen kurzen Sprung oder gedrĂŒckhalten fĂŒr einen Boost. Der Sprung ist um einiges nĂŒtzlicher, als es sich anhört: Sein Hauptnutzen besteht darin, Titanen auszuweichen, kann aber auch fĂŒr schnelle Richtungswechsel, kleine Boosts fĂŒr zusĂ€tzliche Höhe/Fortbewegung oder sich in gewissen Situationen wieder in der Luft zu stabilisieren. Man kann sich aber nicht nur rumschwingen wie Spiderman, sondern auch GebĂ€ude, Mauern und RiesenbĂ€ume erklimmen, an ihnen entlanglaufen oder sich dranhĂ€ngen. DafĂŒr muss man nur einmal X antippen, wenn man z.B. ein paar Meter davor steht bzw. gleitet; Alternativ kann man sich auch mit dem Kopf voran gegen die Wand boosten. Ist man kurz davor, reicht es mit A gegen die Wand zu springen. Allerdings kommt man auch mal in Gebiete, wo man seine 3D-ManöverausrĂŒstung nicht benutzen kann. Dann bleibt einem nichts anderes ĂŒbrig, als mit seinem (gefĂŒhlt extrem langsamen) Pferd ĂŒber die Ebenen zu reiten oder sich die ganze Zeit mit dem Boost durch die Luft zu schießen, was allerdings mit einem enormen Gasverbrauch verbunden ist. Ruinen von HĂ€usern sind aber teilweise fast unĂŒberwindbare Hindernisse, da man nirgendwo seine Anker befestigen kann.

Wenn man sich einen Überblick verschaffen will, kann man sich an OberflĂ€chen hĂ€ngen.

Das Kampfsystem ist nicht so intuitiv; sobald man aber den Bogen raus hat, fĂŒhlt man sich wie ein Badass, der ganze Titanenarmeen im Alleingang platt macht. Wobei das nicht wirklich das Thema der Vorlage ist, solange man sich nicht an Mikasa, bzw. Levi (der stĂ€rkste Soldat der Menschheit) orientiert. Mit [RB] geht man in den Kampf-Modus, bzw. visiert einen Titanen an, was außerdem seine Angriffspunkte hervorhebt, die man mit dem rechten Stick auswĂ€hlen kann. Dabei sollte man beachten, dass das durchschalten immer gleich bleibt, egal wie der Titan zur Kamera steht – oder liegt. Hat man den gewĂŒnschten Schwachpunkt ausgewĂ€hlt, drĂŒckt man Y, um die Haken im Fleisch des Gegners zu versenken. Prompt wird man an die gewĂŒnschte Stelle herangezogen; sobald man nah genug ist drĂŒckt man Y nochmal, um den Körperteil anzugreifen. Dazu muss jedoch die Geschwindigkeit, der Winkel und das Timing stimmen, ansonsten macht man nur seine Schwerter kaputt und bringt sich vielleicht sogar in Gefahr. Um den Winkel nachzujustieren, bewegt man den Linken Stick, sobald man das erste mal Y gedrĂŒckt hat, so kann man den anvisierten Titanen umkreisen und aus dem besten Winkel angreifen. Will man an dieser stelle doch einen anderen Körperteil zerstören, wechselt man wieder mit dem rechten Stick und drĂŒckt erneut Y. Allerdings sollte man darauf achten, dass keine Hindernisse zwischen euch und dem Ziel auftauchen, wie BĂ€ume oder andere Titanen. Besonders beim KĂ€mpfen gegen ganze Gruppen kann dies schnell zum VerhĂ€ngnis werden. Aber auch so kann man die Titanen nicht ewig umkreisen: Je nach Attributen des Charakters und der AusrĂŒstung lösen sich die Haken nach einer kurzen Zeit wieder. Vom stĂ€ndigen Gasverbrauch ganz zu schweigen. Also den linken Stick möglichst schnell wieder loslassen, um das Ziel angreifen. Sollte sich das Ziel plötzlich bewegen (und das passiert stĂ€ndig) bewegt man den Stick wieder, um zu reagieren. Oder man fĂŒhrt einen Sturmsprint aus, indem man A drĂŒckt, wĂ€hrend man auf den Titanen zuschnellt. Das bringt nicht nur einen Schadensboost, sondern auch mehr Geschwindigkeit und Zeitlupe. Man ist Quasi so schnell, dass die Geschwindigkeit (gefĂŒhlt) gleich bleibt, aber alles andere in Zeitlupe ablĂ€uft.
Anders als im ersten Teil kann man sich immer noch mit X bewegen, solange man einen Titanen anvisiert – man sieht nur nicht, wohin.

Okay, vielleicht kann man sich das ganze nicht so ganz vorstellen, deswegen beschreibe ich mal theorethisch einen Kampf:
Drei Titanen stehen dicht beieinander auf einer Kreuzung und sehen in meine Richtung. Ich benutze X um zu ihnen zu kommen, allerdings visiere ich sie noch nicht an, sondern warte bis ich an ihnen vorbeigeglitten bin. Sobald ich im RĂŒcken des hintersten bin drĂŒcke ich [RB] um diesen anzuvisieren; da ich mich gerade in einer guten Höhe befinde, wird automatisch der Nacken anvisiert. Ich drĂŒcke Y , lasse mich ranziehen und erledige den ersten mit einem weiteren Druck auf Y. Ich will aber nicht zu Boden sinken, also drĂŒcke ich direkt nach dem Kill A, um mich wieder aufzurichten, dann [RB] um den nĂ€chsten Titanen anzuvisieren. Dummerweise ist diesmal der Arm automatisch angewĂ€hlt, also bewege ich den rechten Stick nach oben, drĂŒcke Y, und da der Titan gerade dabei ist, sich zu drehen, fĂŒhre ich mit A einen Sturmsprint aus, damit ich den Nacken noch rechtzeitig erwische und nicht gegen seine Nase klatsche. Der zweite Titan beißt ins Gras, doch der Dritte hat sich inzwischen ausreichend gedreht, um nach mir greifen zu können. Wie vorher drĂŒcke ich A, dann [RB] und wĂ€hle den Nacken aus, tippe Y erneut an. Ich muss den Titanen jedoch erstmal umkreisen, also mache ich das mit dem linken Stick. Jedoch gerĂ€t ein Hindernis zwischen mir und den Titanen, was den Anker wieder löst. Damit ich nicht wie ein Stein zu Boden falle, drĂŒcke ich A, wĂ€hrend ich in eine grĂŒnstige Richtung lenke und dann erneut Y. Jetzt ist der letzte Titan ein leichtes Ziel. Nach dessen Unterwerfung tippe ich nochmal kurz A an, um in der Luft zu bleiben und X, um mich der nĂ€chsten Gruppe zu nĂ€hern.

Der Sturmangriff lÀsst den Titanen keine Zeit zum reagieren.

Ich weiß nicht, wie gut das rĂŒberkommt, aber es braucht etwas Übung und Konzentration, um das so gut hinzubekommen. Wenn man aber den Bogen raus hat, macht es ziemlich viel Spaß. Was mir aber besonders gefĂ€llt ist, wie die verschiedenen Systeme ineinander greifen: Man kann z.B. mit seinem Pferd auf den Titanen zureiten, ihn anvisieren, um ihn herumreiten und dann vom Pferd aus angreifen. Oder man hĂ€ngt sich an eine Wand oder Ă€hnliches, wartet bis ein Titan vorbeikommt und schlĂ€gt aus dem Hinterhalt zu.

Sollte man ein Ausweichmanöver hinbekommen, wird man mit krassen Moves belohnt.

Apropos Hinterhalt: Es gibt eine weitere Mechanik, die man nur benutzen sollte, wenn man nicht im Sichtfeld eines Titanen ist. Mit [RT] holt man ein Fernglas raus, mit dem man einen Titanen anvisieren kann. Ist dieser erfasst, drĂŒckt man Y um ihn anzugreifen und dann erneut, um ihm den Todesstoß zu geben. Ich wĂŒrde aber erst versuchen, das Kampfsystem zu meistern, denn so einen Hinterhalt ist nur gegen vereinzelte Ziele wirksam – sollte ein Titan einen Spanner erwischen, geht er direkt in den Wutanfall ĂŒber.

Menschlein, ick hör dir tapsen!

Die Titanen versuchen natĂŒrlich ihr bestes, den Spieler von erfolgreichen Angriffen abzuhalten, beabsichtigt oder nicht. Einerseits ist es schon etwas frustrierend, wenn ein Titan sich in einem GebĂ€ude verkeilt; versucht an eine unnereichbare eine Stelle zu springen, was dazu fĂŒhrt, dass er ab und zu durch die Gegend glitcht oder Kopfstand an einer Felswand ĂŒbt; komische Zuckgymnastig macht, weil ihm beide Beine abgeschnitten wurden. Andererseits passt es auch ganz gut zu der unvorhersehbaren Natur der Titanen. Ich will aber nichts schönreden, es kann ziemlich nervig sein, besonders wenn man deswegen abgeblockt wird. Sie haben aber auch andere (beabsichtigte) Methoden, unser Leben schwer zu machen.
Neu in AOT 2 ist das Aufmerksamkeits-System. Solange wir uns nicht im Sichtfeld eines Titanen befinden, bzw. bestimmte Perks und AusrĂŒtsung benutzen, bemerkt uns dieser nicht. Sobald wir bemerkt werden, wird er versuchen die Spielfigur anzugreifen, falls er nicht schon anderweitig beschĂ€ftigt ist. Da er jedoch weiß, dass wir da sind, kann er auch versuchen, unsere Angriffe abzuwehren, indem er die Hand nach uns austreckt oder uns wie MĂŒcken wegscheucht. Außerdem sollte man nicht zu nah am Kopf des Titanen vorbeisausen, sonst wird man möglicherweise aus der Luft genascht.
Sollten wir jedoch in seinem Blickfeld verweilen, staut sich Wut im Bauch des Titanen an, was zu einer Art GegenstĂŒck zu unserem Sturmsprint fĂŒhrt: Alles ist extrem verlangsamt (eigentlich eingefroren), außer der Titan. Unser Charakter kann sich noch bewegen, aber ist langsamer, wĂ€hrend der Titan aktiv wird… Als wĂ€hre ihm plötzlich eingefallen, dass er seine guten NeujjahrsvorsĂ€tze kurz vor Silvester noch nicht umgesetzt hĂ€tte. Nicht nur das, er wird auch zwangsanvisiert. In diesem Zustand sollte man vorsichtig sein, denn man kann nicht „zufĂ€llig“ von anderen Soldaten gerettet werden (gegriffene Soldaten werden automatisch losgelassen, sobald der Titan Schaden nimmt). Um dies zu Überleben muss man entweder durchhalten bis der Wutanfall vorbei ist, den Titanen töten oder eine Blendgranate abfeuern… oder man setzt sein Team ein, was aber je nach Teammitgliedern eine Verschwendung sein kann.

Auf freiem Feld kann man sich nicht nur langsam bewegen, anschleichen ist auch fast unmöglich. Das Symbol ĂŒber dem Kopf des Soldaten Zeigt an, dass gerade keine geeigneten Ziele fĂŒr die Haken in Reichweite sind.

in the 41st millennium there is only war

Um der Lage stets Herr zu sein und alle Titanen möglichst schnell und effizient vernichten zu können, sollte man die passende AusrĂŒstung parat haben. Es gibt drei AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde. Mit Pferd vier, aber das hat fast gar keinen Einfluss auf die KĂ€mpfe. Es gibt ausrĂŒstbare Klingen, deren Scheiden und 3D-Manöverapparate. Davon gibt es viele unterschiedliche Sets, die mir persöhnlich meist zu ulkig aussehen (und nicht in der Vorlage vorkommen), weshalb ich bei der Standard-AusrĂŒstung geblieben bin – was mir aber keinen Nachteil bringt, da man sie hĂ€ufiger AufrĂŒsten kann. Außerdem hat jedes Set seine Vor- und Nachteile. Es gibt aber vor allem gegen Ende des Spiels (oder sagen wir, des Story-Modus) interessante Waffen, wie ein KettensĂ€genschwert. Deswegen die Überschrift – man braucht kein Sherlock Holmes zu sein, um zu erraten, aus welchem Franchise dieses Instrument abgekupfert wurde. Die experimentelle AusrĂŒstung, wie ich diese Dinger nenne, hat sich seine extravaganz aber verdient: Jedes Set Ă€ndert das Gameplay, sei es ĂŒber Werte (wie erhöhte Ankerreichweite), oder spezielle Eigenschaften: Z.B. verbesserter Stealth und Angriffe ohne gesehen zu werden garantieren Zerstörung des jeweiligen Körperteils; wenn man aber gesehen wird, macht man weniger Schaden. Man kann AusrĂŒstungen mischen, sollte aber nicht, da jedes Set einen Attributsbonus gibt. Das Standard-Set gibt Beispielsweise StĂ€rke + 3.
AusrĂŒstung lĂ€sst sich beim Austatter bauen, verkaufen (nicht zu empfehlen), aufrĂŒsten (gegen Materialien kann man die Werte verbessern, ab und zu hat man die Auswahl zwischen zwei Upgrades – z.B. Klinge der ersten Generation zu Klinge der zweiten Generation oder zur verstĂ€rkten Klinge) und verstĂ€rken (1-3 andere, gleichwertige Items Opfern um die Werte von einem geringfĂŒgig zu verbessern, wobei ich vermute, dass drei GegenstĂ€nde pro VerstĂ€rkung kosteneffizienter ist).

Das Objekt unserer Begierde: der gepanzerte Titan ist fĂŒr fast jede Schlacht gerĂŒstet.

AusrĂŒstungswerte habe ich ja bereits angesprochen, davon gibt es pro StĂŒck drei: Bei Klingen sind das SchĂ€rfe, KlingenlĂ€nge und Haltbarkeit. SchĂ€rfe erhöht den Schaden; je kĂŒrzer die Klinge ist, um so mehr mĂŒssen wir auf unser Timing achten. Wegen erbitterter KĂ€mpfe gehen Klingen auch mal kaputt und mĂŒssen ausgetauscht werden… Die Haltbarkeit bestimmt logischerweise, wie lange es dauert bis die Klinge zerbricht.
Scheiden haben Klingen- und GaskapazitĂ€t, sowie Gasdruck. Ersteres bestimmt, wie viele Ersatzklingen man mit sich fĂŒhren kann, das zweite, wie viel Gas pro BehĂ€lter enthalten ist. Der Druck bestimmt die Beschleunigung von gasbasierten Manövern.
3D-Manöverapparate haben die Attribute AnkerstĂ€rke, Reichweite und Rollengeschwindigkeit. AnkerstĂ€rke wird nur fĂŒr den Kampf benutzt und bestimmt, wie lange wir uns an Titanen festhalten können. Reichweite erhöht die Distanz, auf die wir unsere Anker benutzen können, was vor allem auf recht leeren Gebieten nĂŒtzlich ist. Rollengeschwindigkeit beeinflusst, wie schnell unser Draht eingeholt wird.

Außer der AusrĂŒstung gibt es noch VerbrauchsgegenstĂ€nde, wie Klingen, Gasflaschen, Blendgranaten, Signale oder Brandbomben. Von diesen kann man insgesamt 8 StĂŒck anlegen und werden mit dem Steuerkreuz benutzt, mit [LT] wechselt man zwischen 2 x 4 Items, da das Kreuz ja nur 4 Richtungen hat. Falls man viel von dem Ramsch verbraucht hat, kann man die VorrĂ€te wieder auffĂŒllen, in dem man zu einer Versorgungsbasis geht. 1x Klingen und Gasflaschen bekommt man auch von Standard-Basen, oder wenn man neue baut (egal um was es fĂŒr eine Basis es sich handelt.)
Basen können an bestimmten Orten gebaut werden, und haben verschiedene Funktionen, wie die eben genannte Nachschubbasis, Automatische- und Manuelle GeschĂŒtze, Bergbau- und ProduktionsgebĂ€ude sowie zwei unterschiedliche GebĂ€ude die Buffs geben.
Eines davon trĂ€gt den glorreichen Namen „Angriff auf die Basis“ und sorgt dafĂŒr, dass Kartenweit den Schaden erhöht wird, je mehr von diesen Propaganda-DenkmĂ€lern rumstehen. Ganz ehrlich, wer sich diesen Pannennamen ausgedacht hat, gehört an die Wand gestellt. Na ja, vielleicht ist es ein Übersetzungsfehler und im Original ergibt das ganze einen Sinn. Oder ein Japaner hat seine mangelnden Englischkenntnisse unter Beweis gestellt und ein anderer hat das Ganze einfach ins Deutsche ĂŒbersetzt.

Basen kann man ĂŒbrigens nur bauen, solange man die passenden Signale vorrĂ€tig hat, man startet mit einem kleinen Vorrat, aber bekommt mehr, wenn man anderen Soldaten auf dem Schlachtfeld hilft.

KĂ€mpft gemeinsam, oder sterbt einsam

Wie ich bereits kurz angesprochen habe, gibt es Teamaktionen. Diese sind abhĂ€ngig von den Charakteren, die man in seinem Team hat. Im Team sind platz fĂŒr 4 Leute. Man startet, je nach Mission, meist mit 1-2 Leuten. Mehr (Soldaten von QualitĂ€t) bekommt man ĂŒber Nebenmissionen, die mit grĂŒnen Rauchsignalen gekennzeichnet sind. Sollte noch Platz im Team sein, bzw. es mit generischen Soldaten gefĂŒllt sein, werden diese automatisch gefĂŒllt oder ausgetauscht. Wenn kein Platz mehr ist, kann man sich zu ihnen stellen, und mit B Soldaten auswechseln. Dann kann man mit [LB]+Steuerkreuz die gewĂŒnschte Aktion ausfĂŒhren.

Der anvisierte Titan kann sich schon mal von seinen zwei Armen verabschieden.

Die Standard-Aktion ist der Angriffsbefehl: Der jeweilige Soldat wird die ausgewĂ€hlte Stelle angreifen. Alle generischen Soldaten besitzen diese FĂ€higkeit, genau wie fast alle Hauptcharaktere am Anfang der Story. Christa ist eine der Ausnahmen, sie heilt auf Befehl und das bis zum Ende des Spiels. Andere feuern eine Blendganate ab, dabei sollte man aber beachten, wo sich der Soldat gerade befindet. Dann gibt es noch zwei Soldaten, die ein Angriffssignal geben können, Armin und Erwin. Dies sorgt dafĂŒr, dass alle Soldaten an verschiedenen Stellen des anvisierten Titanen angreifen und bufft sie und den Spieler gleich mit.
Dann gibt es noch vier koordinierte Angriffe: Ein Doppelangriff auf die Arme (bei großen und starken Exemplaren auf einen Arm), einen Doppelangriff auf den Nacken, und im Fall von Mikasa und Levi einen Angriff der totalen Auslöschung. Dieser greift alle Gliedmaßen mit astronomischen Schadenszahlen an, gefolgt vom Angriff des Protagonisten auf den Nacken, mit weit weniger Schaden. Der vierte ist zum Einfangen der Titanen und wird von Hanji, Moblit und Sascha eingesetzt.
Es gibt noch eine, bzw. zwei weitere Aktionen, die hauptsĂ€chlich nach der Story verfĂŒgbar werden. Dabei ĂŒbernimmt man fĂŒr eine kurze Zeit Kontrolle ĂŒber eine andere Figur.
Koordinierte Angriffe und die als letzte erwÀhnte Art haben den höchsten Cooldown und können relativ selten eingesetzt werden.

Sollte man von einem Titanen geschnappt werden und hat keine Lust auf Buttonmashing, kann man einem Teammitglied befehlen zur Rettung zu eilen. Dabei sollte man aber beachten, dass dafĂŒr die gleichen Cooldown-Zeiten wie fĂŒr die normalen Aktionen – also sollte man sich nicht unbedingt von Levi oder Mikasa retten lassen.

Nichts und niemand zÀhmt den Wolf in uns

Nach jeder Schlacht levelt unser Charakter auf, was uns nicht direkt bessere Werte einbringt. Wir erhöhen lediglich seine Fertigkeitspunkte, die wir benutzen um Perks anzulegen. Dieses System gefÀllt mir sehr, denn man kann sich je nach Situation anpassen (geht nicht wÀhrend der Schlacht) oder seinen Charakter so lange optimieren, bis man zufrieden ist. Perks können simple Attributsboni sein, passive Eigenschaften oder neue Angriffsmöglichkeiten.

Der perfekte AnfĂŒhrer: Erwin Smith kĂ€mpft an vorderster Front.

Mikasa bringt uns beispielsweise verbesserte Gas-Sprints sowie die Möglichkeit, diese mehrmals in der Luft einzusetzen, bei. Levi hingegen verleiht uns fortgeschrittene Kampftechniken, wie den Wirbelhieb und den Sturmangriff, mit dem man nach seinem Angriff noch ein paar schnelle, schwĂ€chere Angriffe ausfĂŒhren kann. Bei schwĂ€cheren Titanen kann man so in Sekunden fast alle Arme und Beine abtrennen. LĂ€sst sich aber auch etwas kreativer einsetzen, wofĂŒr ich meinen Theoriekampf von vorhin benutze: Anstelle jeden Titanen einzeln zu erlegen, drĂŒcke ich nach der ersten Unterwerfung (ohne A) [RB] > Y > [RB] > Y und erledige so alle drei auf einen Schlag. FĂŒr sieben reicht diese FĂ€higkeit leider nicht.
Sich frĂŒh mit Christa anzufreunden ist auch empfehlenswert, da sie nicht nur Permanente Boni auf Freundschaftsgewinnung gibt, die man nicht ausrĂŒsten muss, sondern auch „Motivation“ in drei Stufen, die Abklingzeit von Teamaktionen verringert.
Dann gibt es noch Perks, die man je nach Spielstil auswĂ€hlen sollte. Ist man eher HinterhĂ€ltig, sollte man sich mit Ymir anfreunden, die uns Schadensboni gibt, sollten wir nicht entdeckt worden sein. Der Perk „Duellant“ von Gelgar ist eher fĂŒr offene KĂ€mpfe gedacht und verbessert den Schaden gegen Titanen, die den Spieler angreifen.
FĂŒr weniger Klingen- und Gasverbrauch sollte man sich mit Sascha und Connie anfreunden – wobei der Klingenperk spĂ€ter durch Mikasa’s Klingenkunst ausgetauscht werden kann, welches die Klingenabnutzung halbiert, wenn man mit genug Geschwindigkeit angreift.
Dann gibt es noch Perks fĂŒr VerbrauchsgegenstĂ€nde (wie KapazitĂ€t) und besondere Situationen (keine Verlangsamung durch Verletzungen).

Wir mĂŒssen aber nicht unbedingt Fertigkeitspunkte fĂŒr die 6 Attribute (StĂ€rke, Geschicklichkeit, Flinkheit, Konzentration, FĂŒhrung und Gesundheit) ausgeben, sondern können diese auch begrenzt mit Einzel- oder Gruppentraining steigern – sobald wir uns den AufklĂ€rern angeschlossen haben und uns FlĂŒgelabzeichen verdienen können. Falls man diese nicht fĂŒr Erfahrungs-Buffs oder BasenaufrĂŒstung benutzen will, kann man die ohne Gewissensbisse ins Training reinbuttern. Im Einzeltraining können wir mit zusĂ€tzlichen Abzeichen unsere Erfolgschance erhöhen (welche sinkt, je mehr wir trainieren). Gruppentraining kostet immer nur ein Abzeichen, aber man muss sich von 3 zufĂ€lligen Soldaten einen Trainingsparter aussuchen, der den Erfolg des Trainings am besten beeinflussen kann. Dies hĂ€ngt von der Freundschaft und den FĂ€higkeiten des Partners ab und kann in seltenen FĂ€llen auch einen großen Erfolg mit sich bringen.
Jede der 3 Trainingsformen verbessert 2 Werte, eine Leiste die sich fĂŒllt bestimmt unseren Fortschritt – aber keine Angst, die Leiste stellt das maximale Training dar und nicht die Zeit bis ein Attribut verbessert wird. Ist sie voll, können wir mit dem Trainieren aufhören.

Aber was machen die Attribute ĂŒberhaupt? StĂ€rke erhöht den Angriff, Geschicklichkeit verringert den Gasverbrauch und verbessert den Schaden von VerbrauchsgegenstĂ€nden sowie manuellen GeschĂŒtzen, Flinkheit erhöht die Bewegungsgeschwindigkeit (allgemein und beim Umkreisen von Titanen), Konzentration macht kritische Angriffe einfacher (keine Ahnung, ob damit die goldenen Angriffe gemeint sind, oder die Ausweichangriffe, beides ist gegen Ende hĂ€ufiger aufgetreten; keine Ahnung ob es was mit Skill oder diesem Wert zu tun hat), FĂŒhrung verringert die Abklingzeit der Soldaten und erhöht gleichzeitig deren Schaden, Gesundheit verbessert unsere Resistenz gegen Griffe und wir können uns leichter wieder befreien.

Mir gefĂ€llt der Weg vom Rekruten bis zum Elitesoldaten. Wenn man mit einem komplett aufgelevelten und ausgerĂŒsteten Charakter spielt und dann nochmal mit einem neuen, kommt man sich vor wie eine lahme Schnecke.

Schnapp‘ sie dir alle!

Hm, ich glaube ich mĂŒsste so langsam zum Ende kommen. Habe ich etwas noch nicht erwĂ€hnt? Ach ja, noch ein paar Dinge, das erste ist die Titanenforschung. Ab einer bestimmten Story-Mission kann man Titanen fangen und so seine Labor-Level (bis Stufe 10, dafĂŒr muss man nicht jede Variation einfangen) verbessern. Das bringt zwei Perks fĂŒr mehr Schaden, einen fĂŒr mehr Gegenstandsschaden (soweit ich weiß, gibt es nur die Brandbombe, und den fliegenden Klingenwechsel (Klingen in der Luft benutzen, Levi Perk. Wow, ich bin schon bei verschachtelten Klammern!), welche Schaden verursachen, keine Ahnung ob der Perk fĂŒr letzteres wirkt.) und verschiedene GegenstĂ€nde, wie Rauchbomben (versteckt uns) oder Glitzerpulver (macht uns attraktiver).
Um das Labor-Level zu erhöhen muss man Titanen fangen, die man noch nicht hat. Ich habe erst versucht, mir die Gesichter und ihre Statur zu merken, aber wenn man wÀhrend einer Schlacht die Karte öffnet und sich die Titanenliste anzeigen lÀsst, sieht man ob der jeweilige Titan schon gefangen ist, oder nicht. Ziemlich fummelig, ich hÀtte vielleicht ein zusÀtzliches UI-Element neben das Titanen-Icon gemacht, wie z.B. eine Lupe oder ein Netz, wenn man das Exemplar schon hat. Wo wir gerade dabei sind, das UI ist ganz schön voll, wie man es aus vielen japanischen Spielen kennt. Man kann aber vieles an und ausschalten. Nicht die Missionsmarkierungen, was dÀmlich ist, denn eigentlich kann man sich auch prima an den Rauchsignalen orientieren.
ZurĂŒck zum Fangen: Um einen Titanen zu fangen mĂŒssen wir diesen je nach GrĂ¶ĂŸe schwĂ€chen – die kleinen nicht, die sind immer fangbar. Die Mittleren mussen um ihre Beine und die GrĂ¶ĂŸten um all ihre Gliedmaßen erleichtert werden. Wenn man einen JĂ€ger im Team haben sollte, braucht man sich nicht darum kĂŒmmern. Nur bei den bizarren Titanen (Variationen der Bossgegner im Storymodus) muss man trotzdem alle Gliedmaßen zerstören. (Da fĂ€llt mir ein, ich habe auch noch gar nicht ĂŒber die BosskĂ€mpfe geschrieben…) Es gibt außerdem einen Perk von Hanji, der das Fangen erleichtert.
Das Einfangen hat noch einen anderen Vorteil: man bekommt seltene Materialien. Allerdings sollte man es nicht ĂŒbertreiben, denn wenn man zu viele FĂ€ngt hat das negativen Einfluss auf die Auslöschungs-Wertung.

Endgame

Ca. 20 Stunden habe ich fĂŒr die Story gebraucht, zusammen mit 51% der AufklĂ€rungsmissionen. Dabei gibt es zwei letzte Story Missionen, die erste ist ein Abschluss der normalen Geschichte (Ende Staffel 2 im Anime), die zweite ein Abschluss fĂŒr unseren Helden. Moment mal, ich habe inwischen schon doppelt so viel Zeit mit dem Spiel verbracht. Warum?
Nun, nach der Story wird einiges freigeschaltet, zum einen der Inferno-Modus, welches nochmal der normale Story Modus ist, nur Hardcore. Hab mich damit noch nicht befasst und weiß nicht genau, was die Unterschiede sind, ist aber der einzige Modus wo man genĂŒgend Zeug bekommt um seine AusrĂŒstung auf die höchste Stufe zu bringen (falls man sich nicht totgrinden möchte).
Zum anderen kann man nach der letzten Mission den Story-Modus mehr oder weniger normal weiterspielen. Damit meine ich, dass man alle Missionen wiederholen und seine Freundschaften weiterpflegen kann. Aber warum sollte man das wollen?

Grund 1: Man kann das Schicksal von einigen Soldaten Ă€ndern und sie retten. Neue Nebenaufgaben tauchen in Story-Missionen auf, bei denen wir den Totgeweihten helfen, dem Sensenmann von der Schippe zu hĂŒpfen. Mit denen können wir dann auch unsere Beziehungen verbessern und sie auf AufklĂ€rungsmissionen mitnehmen. Bestimmte Charaktere bekommen außerdem neue FĂ€higkeiten, ĂŒber die man erst nach der letzten Mission gebieten kann.
Grund 2: Sollte man außerdem alle Nebenaufgaben pro Schlacht abschließen, kommt ein zusĂ€tzlicher Titan aufs Schlachtfeld, ein sogenanntes Ziel fĂŒr eine fatale Vernichtung. Dieser wird auch nicht einfach nur reingeworfen, in Story-Missionen kommentieren die verschiedenen Leute das Ganze auch. Sollte man die Schlacht auf Rang S abschließen und die fatale Vernichtung erfĂŒllen, bekommt man den S+ Rang und bekommt bessere Materialien, mit denen man sein Zeugs noch weiter aufrĂŒsten kann.
Grund 3: Keine Ahnung wie es anderen geht, aber mir wird das Kampfsystem nicht langweilig. Ich springe immer mal gern fĂŒr ein bis zwei Stunden rein, um Titanenblut ĂŒber HĂ€userfassaden zu verteilen.

Abschluss und noch ein paar nicht so tolle Dinge

Ich könnte noch ĂŒber den Multiplayermodus reden, oder die technische Umsetzung – das werde ich aber unter den Tisch fallen lassen, da ich bisher keinen Multiplayer gespielt habe und mein Rechner ziemlich gute Technik drin hat und mir deswegen vermutlich keine grĂ¶ĂŸeren Probleme wie Performance-EinbrĂŒche aufgefallen sind. Ich werde jedoch einige Kritikpunkte auffĂŒhren die noch nicht genannt worden sind:

Jep, das ist eine Kanonenkugel. Automatische GeschĂŒtztĂŒrme schießen ohne Unterbrechung.

Der Anfang macht dei Übersetzung. Eigentlich ist sie grĂ¶ĂŸtenteils ganz gut gelungen, wobei ich viele Texte wĂ€hrend der Action nicht lesen konnte. Allerdings scheint das Spiel ein Problem mit Einzahl und Mehrzahl zu haben. Keine Ahnung ob das ein Fehler der Übersetzung ist, oder vom System (wie die Schrift angeordnet wird). So kommen Titanenen hĂ€ufiger vor (manchmal stimmt es aber komischerweise…) und auch einmal „eine Gruppe Erenen“. Schon, im Vergleich zur deutschen Version von Salt & Sanctuary, wo SĂ€tze stellenweise gar keinen Sinn ergeben, ist das noch recht in Ordnung und Deck13 hat bei der Übersetzung von Lords of the Fallen (zumindest hab ich das so in Erinnerung) ins Chinesische keine Übersetzung bekommen, sondern eine Excel-Tabelle mit Chinesischen Zeichen a lĂĄ „Hier, mach mal.“ Keine Ahnung, ob das hier Spiegelverkehrt der Fall war… Trotzdem handelt es sich um ein Vollpreisspiel, wo man eine ordentliche Übersetzung schon mal erwarten darf.
Außerdem macht das Spiel relativ wenig neu. Das Meiste kommt von den vielen neuen Dialogen. Karten sind teilweise wiederverwertet, haben vielleicht einen zusĂ€tzlichen Winterskin bekommen. Bin mir nicht ganz sicher, ob es Wintermissionen schon im VorgĂ€nger gab.
BosskĂ€mpfe laufen in der Regel nach dem gleichen Schema ab, nur die Bewegungen und Angriffe der Titanen Ă€ndern sich. Die einzigen Ausnahmen sind zwei KĂ€mpfe gegen den kollossalen Titanen, die aber spielerisch total Stumpf sind – der Zweite fĂŒhlt sich aber wenigstens ziemlich Episch an und ist auf andere weise fordernd, da man mehrere Stellen gleichzeitig verteidigen muss.
Apropos fordernd: Bisher hat es nur der Tier-Titan geschafft mich umzubringen. Allerdings habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht die schwersten AufklÀrungsmissionen gespielt.
BosskĂ€mpfe laufen folgendermaßen ab: GrĂŒne Stellen angreifen, bis der Titan keine Ausdauer mehr hat, dann wird er verwundbar. Im VorgĂ€nger musste man noch das Fell des Tier-Titanen verbrennen, um ihn angreifen zu können.

Ich gebe siebenundzwanzig Eltern von neunundreißig zerquetschten Personen.

Meine Meinung: FĂŒr Hardcore-Fans und Leute die den ersten Teil nicht gespielt haben in Ordnung bis gut, im Zweifel warten bis es billiger wird.

7 /10

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Bewertung: 5.0/5 (1)

Kampf um das Überleben der Menschheit – Teil 1

Reddok am 19.MĂ€rz 2018 um 13:03:01

„Wir haben sie nicht verloren… Diese Soldaten sind nicht einfach so gestorben. Mein Befehl hat sie sterben lassen. Dies ist der Moment, der ĂŒber Fortbestand oder Untergang der Menschheit entscheidet – wenn die Menschheit dank dessen ĂŒberleben kann, ist es mir egal wenn man mich einen Massenmörder nennt.“

DemnĂ€chst kommt der Actiontitel A.O.T. Wings of Freedom 2 raus und obwohl der VorgĂ€nger ziemlich durchwachsen war, kann dieser fĂŒr mich als Attack on Titan-Fan trotzdem eines der besten Spiele 2018 werden. Aber was ist Attack on Titan, oder wie der richtige Titel lautet, Shingeki no Kyojin, eigentlich? Ich will es versuchen ohne Spoiler zu erklĂ€ren, fĂŒr diejenigen, die es nicht kennen. Denn der richtige Test (was dann Teil 2 ist) wird vermutlich eine Spoiler-Apokalypse. Wer die Anime/Manga-Serie noch nicht kennt und unvoreingenommen genießen möchte, sollte außerdem die Trailer zu den Spielen vermeiden… Allerdings gibt es den Manga bereits seit Ende 2009 und die Animationsserie seit 2013, also bin ich mir nicht ganz sicher, ob die ungespoilerte Zielgruppe, die ich bedienen möchte ĂŒberhaupt existiert. Ich vermute mal, das hier zu lesen lohnt sich vermutlich nur, wenn man entweder selten oder gar keine Anime-Serien schaut, bzw. Manga liest.

Fun Fact: Shingeki no Kyojin heist soviel wie Angriff der Riesen – was im Prinzip das Gegenteil von Attack on Titan ist…

 

Der Mann hinter Attack on Titan

Die 10 besten Soldaten des 104. Trainingskorps. Dieses Bild wird auf den RĂŒcken der Manga abgebildet. Sobald einer stirbt, fehlt er in der nĂ€chsten Ausgabe.

Hajime Isayama, der Zeichner und Kopf hinter Shingeki no Kyojin, hat mal in einem InternetcafĂ© gearbeitet und ist auf einen betrunkenen Kunden gestoßen. Isayama war erstaunt darĂŒber, dass sie nicht miteinander kommunizieren konnten, obwohl sie der gleichen Art angehören. In dem Moment kam ihm der Gedanke, dass der Mensch sowohl die vertrauteste, als auch die furchteinflĂ¶ĂŸendste Kreatur auf der Welt ist. Dieser Gedanke wurde zu einer Inspiration fĂŒr die Titanen, welche man vermutlich am ehesten als Kreuzung von Riese und Zombie verstehen kann.

Isayama hat des öfteren an Manga-Wettbewerben teilgenommen, wo seine Zeichnungen als hĂ€sslich und schlecht galten. Mit Attack on Titan landete er jedoch einen Hit, welcher sogar International extrem erfolgreich war und den Manga-Platzhirschen konkurrenz machte. Isayama war ĂŒberwĂ€ltigt davon. Er wollte seinen Manga eigentlich mit einem extrem tragischen Ereignis abschließen und alle Hauptcharaktere sterben lassen. Die plötzliche PopularitĂ€t ließ ihn jedoch umdenken. Er wollte seinen Fans ein befriedigenderes Ende verschaffen. Was nicht heißt, dass alle Figuren sicher sind. Als Isayamas Editor das Schicksal seines Lieblingscharakters sah, brach dieser in TrĂ€nen aus, schloss sich zum weinen auf der Toilette ein und flehte Isayama an, diesen noch etwas leben zu lassen. Isayama Ă€nderte zum GlĂŒck seine Meinung, und verschonte diese Person… vorerst.

Was ist schlimmer als Zombies? Riesige, fast unverwundbare Zombies.

So sehe ich Leute an, die denken, dass Anime fĂŒr Kinder ist. Lasst euch von den hellen Visuals nicht tĂ€uschen – auch wenn AOT ein Action-Anime ist, liegen seine Wurzeln im Horror-Genre.

Aber warum ist Attack on Titan so beliebt geworden? Nun, manche bezeichnen es als Game of Thrones aus Japan, bzw. der Zeichentrickserien. Ich persönlich empfinde diesen Vergleich nicht ganz passend, aber er kommt auch nicht von ungefĂ€hr. Die Story der Serie ist dicht, fĂŒhlt sich sehr gut vernetzt an. Alles ist miteinander verbunden. Charaktere haben ihre Motivationen, Geschichten, GrĂŒnde warum sie an dem Ort sind, wo sie sind. Dinge und Figuren, von denen man dachte, dass ihre Rollen ausgeschöpft sind, kommen zurĂŒck und tragen sinnvoll zum Gesamtwerk bei. So habe ich mich erst geĂ€rgert, das die Deutsche Synchro einen Synchronsprecher mehrmals verwendet. Etwas spĂ€ter kam dann ein neuer Manga-Band raus, der zu einer viel spĂ€teren Zeit spielt und klar macht, dass das, was ich fĂŒr zwei unterschiedliche Charaktere hielt, eigentlich ein und der selbe ist – was mein Hirn zum explodieren gebracht hat.

Wichtige Szenen, die den Verlauf des Plots mehrere Folgen vorher anteasern sind in der Regel schnell vergessen, weil man geschickt abgelenkt und nicht wieder daran erinnert wird. Die Serie bricht nicht nur Storytelling-Regeln, sondern auch seine eigenen – funktioniert aber trotzdem, da sie und ihre Figuren einfach gut geschrieben ist. Teilweise ist die Darstellung der Charaktere ĂŒbertrieben dramatisch, wie das einfache Essen einer Kartoffel (Nicht so sehr wie “Ich nehme einen Kartoffelchip – UND ESSE IHN!”), dass man komplett ĂŒberrumpelt wird, wenn eine wichtige Information – welche die gesamte erste Staffel in anderem Licht erscheinen lĂ€sst – beilĂ€ufig im Hintergrund erwĂ€hnt wird wĂ€hrend im Vordergrund andere GesprĂ€che gefĂŒhrt werden. Viele Dinge verstecken sich direkt vor den Augen des Zuschauers, der sich blöd vorkommt, wenn er realisiert, dass er alles die ganze Zeit vor der Nase hatte. Allerdings kann man auch Dinge voraussehen, wenn man aufmerksam ist. Jetzt wo ich darauf hingewiesen habe, ist die Wahrscheinlichkeit dafĂŒr wohl gestiegen.

In AOT bleibt kein Stein auf den anderen.

Der Hauptcharakter von Shingeki no Kyojin ist genial. Er ist kein AuserwĂ€hlter,  nur eine gewöhnliche Person mit einer schwarz-weiß Moral und freiheitsliebend wie ein Texaner, der seinen Colt fĂŒr den morgendlichen Gang zum BĂ€cker umschnallt. Nun denkt ihr euch vielleicht: “Was ist daran genial?” Nun, ich kann nicht darauf Antworten, ohne zu Spoilern, deswegen werde ich das in Teil 2 fortsetzen. Allerdings merkt man als reiner Serien-Schauer davon nur wenig.

Die musikalische Untermalung als episch zu bezeichnen, ist fast untertrieben. Die Animationen sehen vor allem in Kampfszenen dynamisch aus und vereinfachen den hĂŒbschen Artstyle nicht zu sehr. Und auch das CGI fĂŒgt sich meistens ziemlich gut in das Gesamtbild ein. Ich wĂŒrde sogar so weit gehen und AOT als einer der hĂŒbschesten Anime bezeichnen – von dem, was ich gesehen habe sieht nur Violet Evergarden (Kann ich auch empfehlen.) besser aus – meiner Meinung nach. Wir reden hier immerhin von einer 5 Jahre alten Serie. Aber naja, das ist Geschmackssache.

Negative Dinge: Das Pacing ist ĂŒberall und nirgends – gepaart mit CliffhĂ€ngern aus den Tiefen der Hölle. Ist aber im Zeitalter des Bingens halb so wild. Außerdem bleiben durch die aufwendigen Animationen einige Szenen auf der Strecke und werden als einfache Standbilder dargestellt, vor allem in der ersten Staffel. Dabei handelt es sich allerdings um vereinzelte GesprĂ€che. Meckern auf hohem Niveau: Wie immer denken sich Japaner komische europĂ€ische Namen aus, fĂŒr sie reicht es wohl, dass sie exotisch klingen.

Die FlĂŒgel der Freiheit

„In Diesem Augenblick erinnerte ich mich. Dass ich diesen Anblick seit meiner Geburt schon unzĂ€hlige, UNZÄHLIGE male… gesehen hatte. Ich hatte es so oft gesehen. Immer und immer wieder. Aber ich hatte immer so getan als hĂ€tte ich es nicht gesehen. Es ist wahr: Diese Welt ist ein grausamer Ort!“

Das plötzliche Auftauchen der Titanen hat die Menschen an den Rand der Ausrottung getrieben. Die letzten Reste der Menschheit leben seit 100 Jahren inmitten von 3 Mauern: Maria, Rose und Sina. Diese 50 Meter hohen Bauwerke werden mittlerweile als Göttinnen verehrt. Über die Titanen ist nicht viel bekannt. Sie sind unterschiedlich groß, meist 3-15 Meter hoch. Sie können Menschen spĂŒren und fressen Sie, haben aber keine Möglichkeit sie zu verdauen und kotzen sie wieder aus. Ihre Energie kommt vom Sonnenlicht, jedoch hĂ€lt jeder Titan unterschiedlich lange ohne Sonne aus. Es gibt außerdem noch abnorme Exemplare, die meist ungewöhnliches Verhalten an den Tag legen. Diese erkennt man an ihren seltsamen und unpraktischen Fortbewegungsmethoden. Alle Titanen haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind fast untötbar und regenerieren Verletzungen innerhalb von Minuten, selbst Enthauptungen. Der einzige Schwachpunkt liegt direkt im Nacken, von dem ein ganzes StĂŒck herausgeschnitten werden muss, um sie vom regenerieren abzuhalten.

Die Soldaten kĂ€mpfen in der Regel nicht, weil es ihnen Befohlen wurde, sondern weil ihnen keine andere Wahl bleibt. Die meisten wĂŒrden eine Exekution wegen Desertierens dem Kampf gegen Titanen vorziehen.

Aber genug von den Titanen, was machen die Menschen so? Das MilitĂ€r der Menschheit ist in drei Divisionen unterteilt: Mauergarnison, MilitĂ€rpolizei und AufklĂ€rungstrupp. Die Erste hĂ€lt was der Name verspricht, sie bewachen die Mauern und reparieren sie, falls nötig. ZusĂ€tzlich dazu kĂŒmmern sie sich um neue Rekruten und bilden sie aus. Außerdem kĂ€mpfen sie meist mit stationĂ€ren GeschĂŒtzen, die allerdings nur Trostspender sind. Was die MilitĂ€rpolizei angeht, sind sie hauptsĂ€chlich in inneren Bezirken stationiert, wo sie fĂŒr Ordnung sorgen und die Adligen bewachen; Luntenschlossgewehre sind die Waffen ihrer Wahl. Der AufklĂ€rungstrupp ist der interessanteste. Sie erforschen die Äußeren Gebiete, studieren die Titanen und entwickeln neue Kampftechniken sowie -technologien, wie den 3d-Manöverapparat und die dazugehörigen auswechselbaren Klingen. Dieser katapultiert die Soldaten mit Gas in die Luft und verwendet zwei Enterhaken, sowie das eben erwĂ€hnte Gas zur Fortbewegung. Seit diese Technologie in Massenproduktion gegangen ist, wurden auch die anderen Divisionen damit ausgerĂŒstet, wobei die MilitĂ€rpolizei diese nur zu ausgewĂ€hlten AnlĂ€ssen benutzt. Allerdings haben sich auch einige dieser GerĂ€te auf den Schwarzmarkt und in GaunerhĂ€nde verirrt.

Der hundertjÀhrige Frieden nimmt mit dem Auftauchen des kolossalen Titans ein jÀhes Ende.

Im sĂŒdlichsten Äußeren Bezirk Shiganshina lernen wir den Protagonisten Eren JĂ€ger kennen, wo er mit seiner Adoptivschwester Mikasa Holz sammelt. Man merkt schnell, dass sie sehr auf ihn fixiert ist und alles fĂŒr ihn tun wĂŒrde. Sie möchte ihm ausreden, sich dem AufklĂ€rungstrupp anzuschließen, da deren Expeditionen meist nur die HĂ€lfte der Leute zurĂŒck kommt. Warum er das trotzdem machen will? Erens Kindheitsfreund hat Armin ihm diese Flausen in den Kopf gesetzt; mithilfe eines alten Buches ĂŒber die Außenwelt weckte er Erens Neugier. Seitdem möchte er die Welt sehen, echte Freiheit erleben, nicht wie Vieh im KĂ€fig sein Dasein fristen – selbst wenn es ihn umbringt. Diese PlĂ€ne werden jedoch in weite Ferne gerĂŒckt, als der Kolossale Titan urplötzlich vor dem Tor steht und dieses Kurzerhand zerstört. Chaos breitet sich aus, denn die normalen Titanen nutzen die Gelegenheit um in die Stadt einzudringen. Zu allem Überfluss Zerstört der gepanzerte Titan das Innere Tor, was dazu fĂŒhrt, dass sich die gesamte Menschheit hinter die Mauer Rose zurĂŒckziehen muss. Ähnlich bescheiden geht es Eren und Mikasa, denn ihre Mutter wurde in den TrĂŒmmern ihres Hauses eingequetscht. Eine der dramatischsten Szenen ĂŒberhaupt spielt sich ab, als Erens Mutter sich mit letzter Kraft davon abhĂ€lt, die Kinder anzuflehen bei ihr zu bleiben (nachdem sie diesen befohlen hatte sie zurĂŒckzulassen), wĂ€hrend ein Freund der Familie Eren und Mikasa vor einem besonders diebisch grinsenden Exemplar rettet, der dann die Mutter verspeist. Daraufhin schwört Eren, sĂ€mtliche Titanen vom Antlitz der Welt zu tilgen. So viele werden es dann aber doch nicht.

Soviel zu meiner allgemeinen Zusammenfassung. Falls du, lieber Leser, jetzt Blut geleckt haben solltest, rate ich dringend dazu die Serie anzusehen, bzw. den Manga zu lesen. Auf keinen Fall die Filme ansehen, egal ob Live-Action oder nicht! Die 2. Staffel gibt es allerdings noch nicht komplett auf Deutsch. Der AOT 2 Test wird kommen, und dann wird gespoilert bis der Arzt kommt – was nicht heißt, dass ich jegliches Detail der Story (die momentan verfĂŒgbar ist) erklĂ€ren werde – es sei denn, das wird gewĂŒnscht.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (3)
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