Age of Empires II – Multiplayer via Voobly spielen! – Tutorial

Der Age of Empires-Reihe geht es so gut noch lange nicht – Age of Empires 1-3 erscheinen als „Definitive Edition“; Age of Empires II ist auf dem Weg, sich im Esport einen Namen zu machen (siehe das Red Bull-Turnier) und ein vierter Teil, der mit dem Mittelalter das wohl beliebteste Szenario der Reihe nochmals aufgreift, … weiter

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LAN-Spiele mit Koop-Modus ohne Steam und Internet! đŸ’©

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Age of Empires II – Multiplayer via Voobly spielen! – Tutorial

FloosWorld am 29.Juni 2020 um 13:06:12

Der Age of Empires-Reihe geht es so gut noch lange nicht – Age of Empires 1-3 erscheinen als „Definitive Edition“; Age of Empires II ist auf dem Weg, sich im Esport einen Namen zu machen (siehe das Red Bull-Turnier) und ein vierter Teil, der mit dem Mittelalter das wohl beliebteste Szenario der Reihe nochmals aufgreift, wird gerade bei Relic entwickelt. Das alles wĂ€re ohne eine engagierte Community nicht möglich gewesen. Eine bei der Community recht beliebte Seite ist voobly.com. Deren gleichnamiger Client wurde in der Vergangenheit bis zur Definitive Edition von Age of Empires II genutzt, um Turniere auszutragen, doch auch sonst ist Voobly perfekt dafĂŒr geeignet, um die „alte“ Version von Age of Empires II online zu spielen und gilt unter den Hardcore-AoE II-Spielern teilweise immer noch als die beste Plattform.

Wie man AoE II ĂŒber Voobly spielt und was dazu nötig ist, möchte ich euch nun erklĂ€ren.

 

Vorbereitung 1: Account bei voobly.com erstellen und den Client runterladen

Zuallererst braucht ihr einen Voobly-Account. Die Registrierung ist selbsterklÀrend. Klickt hier, um zur Registrierungsseite zu kommen.

 

Vorbereitung 2: Age of Empires II installieren

Ihr benötigt die CD-Version von Age of Empires II. Diese könnt ihr auf zwei Wege installieren:

  • Disk-Version

Dazu braucht ihr das Hauptspiel (Age of Kings) und die Erweiterung (The Conquerors) in irgendeiner Form auf CD/DVD, z.B. ĂŒber die originalen CDs, oder mit der Collector’s Edition. Folgt einfach den jeweiligen Installationen.

  • Age of Empires II: HD Edition Conversion Tool

FĂŒr diese Möglichkeit benötigt ihr die HD Edition auf Steam, die mittlerweile in „Age of Empires II (2013)“ umbenannt wurde. Ein Fan hat fĂŒr die HD Edition ein Tool geschrieben, mit welchem man sich eine Kopie von The Conquerors erstellen kann. Dieses kann hier heruntergeladen werden.

Voobly installieren und einrichten

Nachdem ihr Voobly installiert habt, loggt ihr euch mit dem frisch erstellten Account ein. Nach der Anmeldung öffnet sich der Spielbrowser, mit dem ihr einer der vielen Lobbys beitreten könnt. Voobly findet in der Regel die AoE II-Installation automatisch und warnt euch vor dem Beitreten eines Spiels, ob die Installation in irgendeiner Art und Weise gepatcht werden muss.

Mods installieren

Auf voobly.com werden Mods gehostet, die sich spielend leicht installieren lassen. Auf dieser Seite sind alle Mod-Kategorien fĂŒr Age of Empires II: The Conquerors aufgelistet.

Um eine Mod zu installieren klickt ihr auf die jeweilige Seite und auf den Button „Download Now“. Je nach Browser öffnet sich nun ein Dialogfenster, mit den ihr den Link bestĂ€tigen könnt. In meinem Fall ist das Firefox.

 

Ein Spiel hosten

Um ein Spiel zu hosten, klickt ihr auf die jeweilige Lobby, der ihr beitreten wollt und dann auf Eröffne Spiel. Geht davor sicher, dass ihr Port 16000 (UDP) in den Einstellungen eures Routers geöffnet habt!

Im erstellten Raum klickt ihr auf Einstellungen, um dort die gewĂŒnschte Mod und Patch einzustellen.

Oben auf Spiel-Optionen können weitere Einstellungen gemacht werden, etwa, dass das Spiel nicht in der Multiplayerlobby, sondern im HauptmenĂŒ starten soll.

Wenn alle bereit sind, klickt ihr auf das Schwert-Symbol rechts neben Einstellungen. (Bei dem Feudal Theme, wie in den Screenshots zu sehen) Anschließend öffnet sich das Spiel, wo ihr dann noch letzte Einstellungen vornehmen könnt (Siegbedingung, Bevölkerungslimit, Karte,
).

 

Interessante Mods

Zum Schluss noch ein paar in meinen Augen interessante Mods.

  • Rome Returns

Eine Mod, welche Age of Empires I in Age of Empires II einfĂŒgt. Diese Mod habe ich in diesem Artikel besprochen.

  • Portuguese Civ Mod

Die Portuguese Civ Mod fĂŒgt mit der Renaissance ein fĂŒnftes Zeitalter hinzu, hat neue Völker im GepĂ€ck und bietet sonst noch einige interessante Dinge. Über Version 2.5 habe ich einen Artikel geschrieben.

  • WololoKingdoms

Mit dieser Mod können die Völker der DLCs der HD Edition auch in der klassischen CD-Version gespielt werden. Wurde in den letzten Turnieren benutzt. Achtung: Ihr braucht die jeweiligen DLCs auf Steam!

  • Forgotten Empires

Die Mod, die alles gestartet hat. Forgotten Empires fĂŒgt das erste DLC der HD Edition zur CD-Version hinzu.

 

 

Übrigens: Voobly kann noch fĂŒr weitere Spiele genutzt werden, z.B. Monstertruck Madness 2, Warcraft 3 oder Rainbow Six Rogue Spear.

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Bewertung: 5.0/5 (3)

Was geht ab LAN?

Dominik am 16.Mai 2020 um 13:05:12

Hey du alter LAN Was machst du immer so Partys? Lange nichts neues veröffentlicht aber diese Seite ist noch lange nicht Tod deshalb mal wieder was neues 🙂

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Bewertung: 5.0/5 (9)
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Empire Earth: LAN & Multiplayer auf Windows 10 spielen!

FloosWorld am 2.MĂ€rz 2018 um 14:03:09

Empire Earth aus dem Jahr 2001 gilt unbestritten als eines der besten Echtzeit-Strategiespiele aller Zeiten. Das Spiel steht dank Rick Goodman ganz im Stil von Age of Empires. Umso mehr schade ist es, dass Activision nach der Übernahme von Sierra die Multiplayer-Server im Jahr 2008 abgestellt hat. Doch nun gibt es seit einiger Zeit einen Mod fĂŒr Empire Earth und seiner Erweiterung Zeitalter der Eroberungen einen von Fans erstellten Patch, der neue Server bereitstellt und zudem einige Probleme behebt, die Empire Earth unter modernen Windows-Systemen wie Windows 10 hat. Wie man den findet und installiert? Das erklĂ€re ich euch nun! 🙂


1. Empire Earth + Addon installieren

Wer noch die CDs zu Empire Earth hat kann das Spiel ĂŒber diesen Weg installieren, allerdings zickt der Installer ab Windows 7 gerne herum. Ich empfehle daher, dass man sich die Gold Edition bei GOG.com kauft (Normalpreis 5,09 €) und falls man das Spiel auf Deutsch haben möchte den Sprachpatch bei validstrategies.com installiert. Somit hat man Hauptspiel und Erweiterung komplett auf Deutsch.

2. NeoEE herunterladen + installieren

Der Mod, welcher Empire Earth und Zeitalter der Eroberungen wieder ihren Multiplayer gibt nennt sich NeoEE. Dieser lÀsst sich hier finden. Vorsicht bei der Installation: Manche Antivirenprogramme, wie z.B. Avast erkennen beim Starten des heruntergeladenen Installers gerne mal einen Virus. Das ist eine Falschmeldung und kann ignoriert werden! Das Antivirenprogramm sollte man trotzdem sicherheitshalber wÀhrend der Installation deaktivieren.

3. KompatibiltÀtseinstellungen Àndern

Die GOG.com-Version von Empire Earth ist standardmĂ€ĂŸig auf Windows XP (Service Pack 2) eingestellt, was unter Windows 10 fĂŒr Probleme sorgen kann (Einfrierendes Spiel, SpontanabstĂŒrze). Von daher sollte man die Einstellung fĂŒr die ee.exe und ee-aoc.exe deaktivieren! Zudem sollte man das Programm nicht als Administrator ausfĂŒhren und die DPI-Skalierung auf System (Erweitert) einstellen!

Wenn alles richtig eingestellt ist, sollte es so wie auf folgendem Screenshot aussehen:

4. Empire Earth starten und Einstellungen Àndern

Besonders unter Windows 10 scheint es Programme zu geben, welche Probleme mit der grafischen Darstellung haben: bestimmte Bereiche des Bildschirms sind verschwommen. Das ist leider auch bei Empire Earth der Fall. Um da Abhilfe zu schaffen, sollte man die Grafikeinstellungen Àndern.

StandardmĂ€ĂŸig ist die 3D-Beschleunigung auf Direct3D eingestellt, was leider zu dem verschwommenen Bild fĂŒhrt. Ich habe daher die Einstellung zu Direct3D Hardware TnL geĂ€ndert, was diesen Fehler auch behebt. Die Grafikkarte kann auf PrimĂ€rer Anzeigetreiber gelassen werden.

Diese Einstellung sollte man sowohl beim Hauptspiel, als auch bei der Erweiterung vornehmen!

5. Multiplayer einrichten

Eine der Funktionen von NeoEE ist, dass dem Spiel ein neuer CD-Key zugewiesen wird, was Multiplayer-Spiele online möglich macht.

Diesen Schritt kann man sowohl beim Hauptspiel, als auch bei der Erweiterung machen: Im HauptmenĂŒ auf Multiplayer klicken und im neuen Multiplayer-MenĂŒ auf die SchaltflĂ€che Neuen Benutzer erstellen klicken. Dort kann man sich dann fĂŒr die NeoEE-Server registrieren mit Nutzername und einer gĂŒltigen Email-Adresse. NeoEE nutzt dann den selben Account sowohl fĂŒr Empire Earth, als auch fĂŒr Zeitalter der Eroberungen.

Hat man sich registriert, kann man mich mit dem Nutzernamen Einloggen und hat nun Zugriff auf die Multiplayer-Lobby.

Ich hoffe, dass euch die Anleitung geholfen hat, Empire Earth wieder online zu spielen! 🙂

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Bewertung: 4.7/5 (14)

LAN-Spiele mit Koop-Modus ohne Steam und Internet! đŸ’©

Malte am 14.Mai 2017 um 17:05:17


Oder auch der lokale Multiplayer von damals ohne Internet und Online-Zwang. Welche LAN-Spiele gibt es denn, die man im Koop-Modus spielen kann, ohne Steam im Hintergrund laufen zu haben oder sich einem anderweitigen Online-Zwang beugen zu mĂŒssen? In unserem letzten Artikel zur Medialisierung haben wir Steam als eines der ersten „sozialen Netzwerke“ im Kontext von Gaming thematisiert. Heutzutage mag diese Plattform vielleicht zum Standard gehören und es ist quasi ĂŒblich, Spiele ĂŒber Steam zu erwerben und den Client stĂ€ndig im Hintergrund rattern zu lassen. Doch zum Release von Half-Life 2 im November 2004, als bei weitem noch nicht jeder Computer am Netz hing, war der Aufschrei groß, als zwangsweise online eine Aktivierung durchgefĂŒhrt werden musste – ĂŒber Steam.

Jaja, so Ă€ndert sich der Zeitgeist. Der Ursprung von „Multiplayer“ liegt natĂŒrlich nicht in PC-Spielen mit Koop- oder LAN-Modus, sondern wurde vielmehr durch Konsolen geprĂ€gt. Und um mal ganz weit auszuholen: Durch Spielhallen. Das alles ist mit der Zeit auf den PC ĂŒbergeschwappt, der dann wiederum als erste Hardware die Möglichkeit bot, Zocken netzwerkfĂ€hig zu machen.

Und kennt Ihr nicht auch noch die LAN-Sessions und LAN-Partys, bei denen Ihr Euch mit Kumpels an einem sonnigen, wunderschönen Abend getroffen habt, um im Party-Keller bei absoluter Dunkelheit und Bier kompromisslos zu zocken? In diesem Artikel stelle ich Euch eine Reihe von coolen LAN-Spielen vor, die ohne Steam und Internet auskommen und sogar im Coop-Modus gezockt werden können – und da in der Regel besonders viel Spaß machen! 😃

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Will Rock

Na, ist das wem ein Begriff? Nein? Zwar gilt Will Rock nur als ein billiger Serious Sam-Abklatsch, im Coop-Modus hĂ€lt Euch das aber durchaus bei Laune. Viele Waffen, ein cooles Setting im antiken Griechenland und ansehen kann man es sich trotz des Alters noch immer 🙌


Tom Clancy’s Rainbow Six Vegas 2

Wer etwas mit taktischem Anspruch sucht, sollte sich unbedingt Tom Clancy’s Rainbow Six Vegas 2 anschauen. Der gesamte Story-Modus lĂ€sst sich im Koop-Modus zu zweit durchspielen – und das macht durchaus ’ne Menge Laune đŸ’©


No One Lives Forever 2

Der Singleplayer von NOLF 2 ist so großartig, dass der – naja – ebenso großartige Koop-Modus gerne vergessen wird und das Spiel in jeglicher Auflistung leider fehlt â˜č Dabei ist der konzeptionell einfach genial durchdacht: Im Koop-Modus spielen wir nĂ€mlich als Agenten der UNITY, so heißt der fiktive Geheimdienst, fĂŒr den wir im Spiel arbeiten, jene Szenen, die im Story-Modus mit Cate Archer nicht gespielt werden. Also Nebenhandlungen, die im Hauptspiel erwĂ€hnt werden, aber durch uns Spieler dort nie beeinflusst wurden. Am Ende der ersten Mission beispielsweise „stirbt“ Cate Archer und wacht im Krankenhaus aus. Im Koop-Modus ĂŒbernehmen wir als Agenten die Rettung. Also, wenn Ihr Bock habt auf Koop mit etwas Story – spielt das unbedingt. Als Shooter funktioniert No One Lives Forever 2 noch immer super! 😃


Serious Sam

Ja klar – der Klassiker! Wer Spaß an flottem Monster-Metzeln hat zu zweit, der darf, nein sollte sich die gesamte Serious Sam-Reihe anschauen. Seitdem ersten Teil hat Croteam ’nen Koop-Modus integriert, der in jedem Serious Sam gleich, aber eben auch gleich gut funktioniert 😍 Übrigens gibt’s fĂŒr die ersten Teile auch HD-Versionen, die grafisch einigermaßen dem Stand der Dinge entsprechen!


Battlefield 2

Auch Battlefield 2 verfĂŒgt ĂŒber einen Koop-Modus, der sich lokal spielen lĂ€sst ohne Internetverbindung. Dabei geht’s mit bis zu vier Spielern auf den kleineren Karten im Koop gegen die gegnerische A.I. Um die großen 64er Maps zu spielen, empfehle ich Euch die Mod: BF2 Ultimate Coop


Daikatana

Okay, jetzt wird’s mal wieder ziemlich speziell. Der Flop Daikatana (sorry) aus dem Jahre 2000 von John Romero ist zwar technisch ĂŒberhohlt, war es auch schon damals, nichtsdestotrotz lĂ€sst sich die gesamte Story auch hier zu zweit durchspielen – und als waschechte Retro-Seite darf das dann natĂŒrlich nicht in unserer Selektion fehlen! 😜


Age of Empires 3

NatĂŒrlich gibt’s nicht nur kompromisslose Action wie bisher – auch Echtzeit-Strategie wie Age of Empires 3 lĂ€dt zum gemĂŒtlichen Zocken im LAN-Modus ein. Entweder im Koop gegen die Gegner K.I. oder gegeneinander! 😁 Age of Empires 3 ist bis heute nahezu unerreicht.


Stronghold Crusader

Und weiter im Text geht’s mit Stronghold Crusader – Burgschlachten mit einer massiven Anzahl an Einheiten. Der Wirtschafts-Teil kommt zwar hier vom Umfang her etwas kĂŒrzer, das Mikromanagement ist aber entscheidender als bei den meisten, anderen Echtzeit-Strategiespielen. Die 2D-Grafik ist bis heute zeitlos, wer mehr Content möchte kann sich bekanntlich auch Stronghold Crusader Extreme anschauen 👍


Dawn of War

Gleiches Genre, aber ein grundverschiedenes Szenario – bei noch höherer Geschwindigkeit als Stronghold Crusader und Age of Empires 3. Dawn of War wird am ehesten einem schnellen ScharmĂŒtzel gerecht. Fast kein wirtschaftlicher Tiefgang, hohes Spieltempo und viel Mikromanagement bei hohen Anforderungen ans Multi-Tasking. HĂ€lt immer bei Laune und macht sĂŒchtig! 😈


Torchlight II

Hack ’n‘ Slay im Stil von Diablo zu zweit – das geht mit Torchlight II und macht unheimlich viel Spaß. Spielt man zusammen, wird man sich allerdings öfter treffen mĂŒssen, denn die Kampagne und Leveln sind durchaus zeitintensiv đŸ€”


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Bewertung: 5.0/5 (3)
2 » Nerd

Medialisierung: Ein sozialer Wandel – wir sind das Produkt.

Malte am 29.April 2017 um 17:04:49

Medialisierung: Ein sozialer Wandel unserer Kommunikation – und wir sind das Produkt.

Mit kurzen Titeln hab ich’s nicht so, deswegen in der fettgedruckten Zeile oben nochmal mein plakativer Traumtitel in vollen ZĂŒgen đŸ’© Hier eine kurze Anleitung zur Reflektion einer Sichtweise, nicht nur im Kontext von Gaming.

Ja, das war ja schon ziemlich cool damals. Mit ’n paar Freunden zu einer abendlichen LAN-Session verabredet, stundenlang mit der Einrichtung des Netzwerks verbracht bis dann endlich der nicht-funktionierende Switch oder Hub aufgespĂŒrt wurde. Ein Garant fĂŒr einen problembefreiten Abend war das aber noch lange nicht, denn sechs unterschiedliche Spieler hatten zumeist auch sechs unterschiedliche Patch-Versionen des Spiels installiert – also einfach mal zĂ€hneknirschend drauf hoffen, dass es damit getan ist, den aktuellsten Patch aus dem Netz zu laden und bei jedem draufzupacken. All das nur um am Ende abermals weitere Stunden das entstandene Chaos an leeren Pizza-Kartons und BierkĂ€sten und haufenweise Zocker-Equipment aufzurĂ€umen, um den Keller einigermaßen menschenwĂŒrdig zu hinterlassen. Also zumindest so, dass an gesellschaftlichen Standards gemessen von Jedermann vermutet wĂŒrde, dass die letzte Nacht dort „Menschen“ verbracht haben.

Als eine kleine Nerd-Anekdote erinnere ich mich, dass ich als junger Zocker in ein PC-GeschĂ€ft gegangen bin, um mich ĂŒber aktuelle Hardware- und Konfigurationsmöglichkeiten zu informieren – denn ich bekam endlich ’n neuen PC zum Geburtstag, da meine Grafikkarte neuere Spiele (DirectX 9, Pixel Shading und so) nicht einmal mehr starten konnte. Nur hatte ich leider schon ein Haufen dieser „neuen“ Spiele als Geschenke oder durch schmerzlich investiertes Taschengeld erhalten, die ich allesamt nicht spielen konnte. Im GeschĂ€ft wurde mir dann also ein GehĂ€use empfohlen: Mit oben angebrachten Griffen und geringem Gewicht, das ich ja gut zu Freunden tragen könnte, wenn wir uns zu einer LAN-Party verabreden – also sehen wĂŒrden đŸ˜ƒđŸ€”

Die ErzĂ€hlung lĂ€sst sich etwa auf 2006 datieren, also in grob diesem Zeitraum wurden PC-GehĂ€use von einem FachverkĂ€ufer noch damit beworben, dass sie sich leicht zu anderen Mitstreitern tragen lassen, aufgrund eines geringen Gewichtes oder entsprechender Bauweise – Vermarktung eines Scene-Trends. Aber jetzt haben wir ja einen etablierten Standard, Steam, das sich weit vor Facebook & Co. einen Namen gemacht hat. Da nimmt wohl keiner mehr seinen PC irgendwo mithin, denn Steam fungiert quasi als Distributor und Online-Dienst fĂŒr Spiele zugleich, ĂŒber den jeder, der es hat, schreiben, reden und zocken kann. Halt online statt direkt zusammen.

Heute ist alles viel einfacher! 😑

Wer wĂŒrde heutzutage noch einen Computer mit Tragbarkeit bewerben – oder ĂŒberhaupt in ein GeschĂ€ft latschen, um sich diesbezĂŒglich beraten zu lassen? Fast niemand, und das hat auch seine Vorteile. Durch das Internet genießen wir volle Markttransparenz und können an persönlichen BedĂŒrfnissen gemessen einfacher als je zuvor das „beste“ fĂŒr uns rausschlagen. Zahlreiche Reviews, Preisvergleiche, Kundenmeinungen, die vielleicht genau das anfĂŒhren, was uns stört, sind tonnenweise Indikatoren – wir haben es als Verbraucher besser denn je.

„ROPO – Research Online Purchase Offline“.

Also wir suchen online nach Produkten und kaufen sie offline, da wir in der Regel einen besseren Service und persönliche Betreuung in Anspruch nehmen können. Das Prinzip lÀsst sich aber eben auch umgekehrt anwenden, abhÀngig von dem betrachteten Produkt oder der Branche.

Im Hinblick auf die Kommunikation haben Plattformen wie Facebook, YouTube, Instagram, Steam oder Twitch nicht nur unser Zocker-Dasein revolutioniert.

Zu Beginn des Wandels waren Chatrooms, Newsgroups oder Foren gĂ€ngig, um Interessengemeinschaften online zu finden oder zu bilden – aber der Scope ist geradezu vernachlĂ€ssigbar, und von Massentauglichkeit konnte da noch keine Rede sein, denn da da waren halt nur bestimmte Nutzergruppen unterwegs, nicht aber irgendein Otto-Normalverbraucher. Trotzdem boten diese Plattformen Gelegenheiten, Kontakte in solch einer Nutzergruppe, also Gleichgesinnte, zu finden, was fĂŒr den Menschen, der danach sucht, einen soziotechnischen Mehrwert darstellt, auch wenn Akzeptanz und Wertigkeit dafĂŒr erstmal nicht gewĂ€hrleistet sind – denn es ist ja nur „digital“ und „virtuell“. Insbesondere in Online-Rollenspielen oder Foren bilden sich Online-Communities zu einem bestimmten Thema.

Es war nie einfacher, sich mit anderen Menschen in irgendeiner Art und Weise zu verbinden und neue, soziale Kontakte zu knĂŒpfen, die gleiche Interessen und Leidenschaften teilen. Die Reichweite und Möglichkeiten, Menschen zu finden, ist in den letzten Jahren höher als nie zuvor. Aber auch um möglichst persönlich in Kontakt zu bleiben, ĂŒber örtliche Grenzen hinweg: Telefonieren, Memos und Videochat mit der Freundin, die gerade im Ausland ist. Den in die USA ausgewanderten Onkel jederzeit kontaktieren können – what a time to be alive.

Doch zwischenmenschliche Komponenten gehen uns verloren. Wir agieren zunehmend virtuell. Wir sind alleine, bloß vor unserem Schreibtisch oder liegem im Bett, daheim. Kommunizieren durchs Mikrofon oder ĂŒber WhatsApp, sehen uns durch die Webcam oder Frontkamera des Handys, schreiben Nachrichten auf Facebook. Und genau so wollen wir es, denn es ist einfacher, und in unserer Schnellebigkeit manchmal auch gar nicht anders möglich.

Unsere Online-Welt und Offline-Welt verschmelzt zunehmend miteinander, die eine kann nicht mehr ohne die andere, denn erst Online-Plattformen bieten uns Menschen im Hinblick auf VerĂ€ußerung und Darstellung, dessen Bedarf eben aufgrund der Möglichkeiten dazu gesteigert ist (Liegt das in unserer Menschlichkeit?), viel mehr als unser echtes Leben: Einen Status auf WhatsApp posten, GefĂŒhle und Emotionen mithilfe von geteilten Facebook-BeitrĂ€gen Ă€ußern. All das um möglichst viele Menschen zu erreichen, die wir so nie erreicht hĂ€tten.

Wir nutzen diese Software und Plattformen nicht nur im Sinne einer Dringlichkeit oder Erforderlichkeit, wie sie zumindest in ihrem Ursprung angedacht waren. Wir dokumentieren unser Leben online bewusst, um uns zu reprĂ€sentieren, und als wertvollen, erstrebenswerten Menschen zu vermarkten. Um andere an uns teilhaben lassen zu können – also natĂŒrlich nur an den positiven Erfahrungen. Wir heben uns als individuell aus der Masse hervor … mit zum Beispiel … naja … vielen Instagram-Likes! Ja, wenn mein Facebook-Profil oder Instagram-Profil viele Likes und Follower hat, bin ich ja schon ziemlich geil. Etwas Besonderes 😎 Nachgefragt 😏

Es betrachten sich viele innerhalb unseres Zusammenlebens als wertvoller. FĂŒr etwas Besonderes und etwas Besseres halten – aber ohne dabei irgendetwas Nennenswertes geleistet zu haben, was einen fĂŒr diesen Gedanken möglicherweise qualifizieren könnte. Unser SelbstwertgefĂŒhl und das Steigerungspotential erscheinen grenzenlos. „Massentauglich“ – aber ich bin doch gar nicht die Masse! 😡 „Im Durchschnitt“ – ich bin doch gar nicht der Durchschnitt 😡

Wir sind hochgradig individuell und heben uns von der Masse hervor, mĂŒssen uns von nichts und niemandem etwas sagen lassen. Warum sonst sollten wir dutzende Plattformen nutzen, die in erster Linie nur den Gedanken an unsere Selbstverwirklichung und Selbstdarstellung fördern oder befriedigen? „Social Proof“ wird von bestimmten, gesellschaftlichen Schichten nicht selten an Facebook-Likes oder -Freunden gemessen. Es scheint viele nicht zu interessieren, was mit ihnen gemacht wird, solange sie weiterhin eine BĂŒhne fĂŒr ihre Darstellung offeriert bekommen.

Doch der Preis fĂŒr diese Entwicklung ist hoch, denn wir werden instrumentalisiert, und sind uns nicht einmal im Klaren darĂŒber. Oder sind es doch, und es ist uns egal. Ich meine, das klingt ja ziemlich schön, wenn wir als die Nutzer von Plattformen wie Facebook tituliert werden. Wenn uns der coole YouTuber in seinem Video dankt und mitteilt, wie geil wir Zuschauer sind und was „wir“ alles erreicht haben.

Wir sind nicht die Nutzer, wir sind das Produkt đŸ˜±

Ich hoffe, diese harten und distanzlosen Worte tangieren nicht zu sehr – aber wir sind keine Nutzer einer Plattform, sondern derer Produkt.

Die „echten“ Kunden von Facebook, WhatsApp oder Google sind Institutionen oder Unternehmen, die mithilfe unserer Daten Geld verdienen oder anderweitiges Interesse an diesen hegen. Wir werden gekauft, unser Nutzerverhalten wird gekauft – und unsere NaivitĂ€t. Wir werden mit den einfachsten Methodiken von etwas ĂŒberzeugt. Und gekonntes Product Placement ist dabei das Marketingmodell schlechthin, möglichst ohne es offenzulegen.

Nicht, dass die Vermutung aufkommt, ich hĂ€tte etwas gegen YouTuber, ich respektiere die Arbeit von vielen, und es steht hĂ€ufig auch vielmehr Überzeugung als Umsatz dahinter, trotzdem eignet sich das Beispiel „YouTube“ abermals:

Da ist also so ein YouTuber, der ist wieder ziemlich cool, und hat in seinem TĂ€tigkeits- oder Themenbereich einen hohen Scope, also eine hohe Reichweite. Und oftmals gilt diese insbesondere jĂŒngeren Zuschauern, also zwischen schĂ€tzungsweise 14 und 24 Jahren. Also diejenigen, die sich am einfachsten an eine Marke binden lassen, und zugleich auch die Zukunft dieser gestalten. Die sich von etwas ĂŒberzeugen lassen, weniger hinterfragen, die sich mit etwas identifizieren wollen, das in ihre Persönlichkeit passt oder passend erscheint – Selbstfindungsphasen und so.

Jetzt macht der YouTuber ein cooles Video und stellt eine Marke vor, die dieser YouTuber angeblich verdammt geil findet. Also es ist fast alles gut an diesem Produkt, natĂŒrlich muss aber noch der ein oder andere Kritikpunkt erwĂ€hnt werden, um eine ObjektivitĂ€t zu suggerieren, sofern das mit der Produtkplatzierung nicht erwĂ€hnt wird, was ja glĂŒcklicherweise seit kurzem gesetzlich verschĂ€rft wurde.

Dabei agiert das auftraggebende Unternehmen entweder als passiver Teilnehmer, lĂ€sst also nur durch Product Placement ein Produkt im Video bewerben, oder stellt sich in zurzeit eher weniger FĂ€llen, aber mit steigender Tendenz, selbst mit dem YouTuber zusammen vor. Das hat selbstverstĂ€ndlich keinen direkten, finanziellen Profit oder Gewinn fĂŒr das Unternehmen zur Folge, aber durch was ist der Gewinn an Image bei einer „jĂŒngeren Generation“ ĂŒberhaupt zu ersetzen?

Der YouTuber fungiert also in irgendeiner Art und Weise als Medium zwischen Zuschauer und Unternehmen – wobei immer und immer wieder wir das Produkt sind. Also eben kein Nutzer. Denn wir sind die einzig beteiligten, die keinerlei Profit rausschlagen – mit uns wird aktiv gehandelt.

Und das ist kein PhĂ€nomen. Der YouTuber macht das nicht unbeabsichtigt, es gehört zu seinem strategischen Konzept, mit Unternehmen und Marken zu kooperieren, um manipulativ Umsatz zu generieren. Also möglicherweise uns von etwas zu ĂŒberzeugen, wofĂŒr er einfach nur Geld bekommen hat, um es zu tun. Nicht, um uns zu helfen, oder etwas aus eigener Überzeugung nahezulegen. Böse Welt 🌎 … und in vielen Branchen und jeglichen, sozialen Netzwerken Gang und GĂ€be.

Der Unterschied hierbei zu Facebook beispielsweise besteht ĂŒbrigens darin, dass es kein Medium gibt, wir haben also eine direkte Beziehung zu Facebook. Mal abgesehen davon, dass die Datenbeschaffungsrate zu gesamt „YouTube“ nicht vergleichbar ist. Uns wird von Facebook personalisierte Werbung angezeigt, die Datenerhebung dabei erfolgt durch Facebook – und wir feeden es eben freiwillig mit unserem Leben, da es sich als Plattform zur Selbstverwirklichung etabliert hat – und wir Nutzer genau auf diesen „Reach“ oder „Scope“ scharf sind, wie auch die Unternehmen. Nur nicht aus wirtschaftlicher Perspektive, sondern fĂŒr unser persönliches SelbstwertgefĂŒhl. Likes, öffentliche Kommunikation, coole Postings und so.

Aber!!! Facebook und so mag uns doch đŸ€—

Nur weil wir uns jetzt nicht mehr als Nutzer betrachten, sondern als das „Produkt“, bedeutet das natĂŒrlich nicht, dass wir kalt, herzlos und rein materiell behandelt werden. Die Dienstleistungen von Facebook, Google oder WhatsApp sind vollkommen kostenlos und orientieren sich dabei an den NutzerbedĂŒrfnissen, und es gibt immer mal etwas Neues. Es ist unser BedĂŒrfnis, uns darzustellen. Der YouTuber mag uns und lobt uns, weil wir so tolle Zuschauer sind. Hirten kĂŒmmern sich gewissenhaft um ihre Schafe, und sind um ihr Wohlergehen besorgt. Sie werden ĂŒbersichtlich in einer Masse zusammengehalten. Aber was steht fĂŒr die Hirten dahinter? Das eigentliche Wohlbefinden, oder der Ertrag an Wolle und Milch? Also eine Zucht fĂŒr maximale Ausschöpfung?

Ist das nicht eigentlich alles okay und gut so? đŸ˜¶

Wir betrachten alles, was uns soziale Plattformen im Hinblick auf Vernetzung und Selbstverwirklichung bieten, als einen adĂ€quaten Gegenwert fĂŒr Informationen und Manipulationen, mit denen an uns Gewinn erzielt wird – in vielerlei Hinsicht. FĂŒr kein Social-Media-Unternehmen steht das bloße Wohlergehen und Nutzungserlebnis fĂŒr uns als Produkt im Vordergrund. Aber da wir uns im Durchschnitt (Ups) dessen schon lĂ€ngst irgendwie ein bisschen bewusst sind, und es akzeptieren, indem wir es nutzen, um unsere BedĂŒrfnisse dahingehend zu stillen, scheint es ja wohl auch okay zu sein.

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