Victoria 2 – Tutorial: Arabien formen

Arabien bietet in Victoria 2 eine interessante Option. Zum einen die Möglichkeit, alle arabischen und sunnitischen Nationen unter einem Banner zu vereinen, zum anderen ist es spielerisch eine Herausforderung mit diesem Staat gegen die westlichen MĂ€chte, dem Osmanischen Reich sowie anderen afrikanischen Staaten zu bestehen. Trotzdem habe ich versucht aus den versprengten StĂ€mmen auf der … weiter

» Lawrence von Arabien

Victoria 2 – Tutorial: Arabien formen

Dominik am 15.Dezember 2017 um 11:12:45

Arabien bietet in Victoria 2 eine interessante Option. Zum einen die Möglichkeit, alle arabischen und sunnitischen Nationen unter einem Banner zu vereinen, zum anderen ist es spielerisch eine Herausforderung mit diesem Staat gegen die westlichen MĂ€chte, dem Osmanischen Reich sowie anderen afrikanischen Staaten zu bestehen. Trotzdem habe ich versucht aus den versprengten StĂ€mmen auf der arabischen Halbinsel eine Nation zu formen lange Zeit bevor Lawrence von Arabien die Araber in die UnabhĂ€ngigkeit gegen die Osmanen fĂŒhrte. Wir starten fĂŒr Victoria 2 typisch in den 1830er Jahren mit der Nation Nejd. Uns stehen insgesamt 21k FreischĂ€rler als Soldaten zur VerfĂŒgung. Kein schlechter Start fĂŒr eine Nation die gerade einmal 100k Einwohner hat. Unser großer Nachteil ist eine Alphabetisierung von gerade mal 1 % und eine Wirtschaft die aus Viehzucht und etwas Getreideanbau besteht. Zudem sind wir mit Nejd eine barbarische Nation. Forschungen aus westlichen Technologie BĂ€umen stehen uns somit nicht zur VerfĂŒgung. Außerdem mĂŒssen wir sehr darauf achten nicht Opfer von Kolonialisierung versuchen der europĂ€ischen Reiche zu werden. Unsere Startvoraussetzungen sind somit recht bescheiden. ZunĂ€chst mĂŒssen wir ordentlich in unsere Bildung investieren denn die bringt uns Forschungspunkte mit denen wir in westliche Technologie forschen können. Um das ganze zu beschleunigen setzen wir den Fokus in unserer Bevölkerungsreichsten Provinz, der Hauptstadt, auf Geistliche. Da wir nur einen Fokus einsetzen können belassen wir dies vorerst so. Da wir um Arabien zu grĂŒnden den Hedjaz mit der sunnitischen Stadt Mekka erobern mĂŒssen richten wir unseren Blick auf dieses Land. Der Hedjaz befindet sich im Einflussgebiet des Osmanischen Reiches. Wenn ich nun scharf darauf bin dieses Tutorial so schnell wie möglich zu beenden kann ich auch gleich den Krieg fĂŒhren. Gegen die tĂŒrkischen Truppen haben wir nicht die geringste Chance. Also bleibt uns nichts anderes ĂŒbrig wie die Zeit fĂŒr uns arbeiten zu lassen, irgendwann werden die Osmanen das Interesse an Mekka verlieren. Wir spulen die Zeit vor und investieren derweil in unsere Bildung. 10 Ingame Jahre spĂ€ter haben wir unsere Alphabetisierung um stolze 1 % auf insgesamt 2 % gesteigert und können die ersten Forschungspunkte ausgeben. Wir entscheiden uns fĂŒr den Reiter auslĂ€ndische Waffen. Die erhöhen den Schaden unserer Armee und bieten uns somit einen entscheidenden Vorteil gegen die Truppen Mekkas und Medinas. Das Osmanische Reich befindet sich unterdessen im Krieg mit Ägypten. Der Hedjaz befindet sich nicht mehr in deren EinflusssphĂ€re, unsere Zeit ist gekommen. Wir fungieren den Eroberungskriegsgrund gegen den Hedjaz und starten mit unseren 21 Tausend Soldaten die Invasion. Da die Truppen des Hedjaz in der Unterzahl sind ist es unsere Chance die feindlichen Provinzen schnell zu erobern und nach erfolgreicher Belagerung die feindlichen Milizen vor uns her zu treiben und sie somit daran zu hindern unsere Gebiete zu erobern. Das Konzept geht auf und wir schaffen es mit minimalen Verlusten den Hedjaz und die heilige Stadt Mekka zu erobern. Folgend können wir die Nation Arabien grĂŒnden was wir auch gleich machen werden.

Arabien ist gegrĂŒndet und wir konnten weitere Forschungspunkte in MilitĂ€rtechnologien investieren. Wir sind noch immer eine unzivilisierte Nation die sich hĂŒten sollte zu schlechte Beziehungen zu den europĂ€ischen MĂ€chten zu haben. Auch mĂŒssen wir darauf achten die Osmanen nicht zu sehr zu reizen. Ein Vorteil fĂŒr unseren WĂŒstenstaat ist nun das wir Kernprovinzen in allen Nordafrikanischen Staaten haben. Das bedeutet das wir beliebig oft den Krieg fĂŒr Eroberungen fĂŒhren können ohne unseren Infamie Wert dabei zu steigern. Dies ist deshalb wichtig da wir bei einem Infamie Wert von ĂŒber 24 Punkten ohne KriegsgrĂŒnde von auslĂ€ndischen MĂ€chten angegriffen werden können. Als NĂ€chstes setzen wir unsere arabische Expansion fort. Wir wollen erst mal die komplette Halbinsel in unseren Besitz bekommen. Dazu mĂŒssen wir die Staaten Abu Dhabi, Jemen und den Oman erobern. Wir beginnen mit dem Golfstaat Abu Dhabi. Mit einem Heer von gerade mal 3 Tausend Mann ist dieser Gegner ein leichtes Ziel fĂŒr uns. Aber auch wir haben Verluste erlitten. Aus unseren stolzen 21 Tausend FreischĂ€rlern sind uns gerade mal, aufgrund von Versorgungsproblemen, 6000 Soldaten geblieben. Dank unserer Forschungspunkte in die militĂ€rischen FĂ€higkeiten sind diese aber westliche Infanterie Einheiten anstatt irgendwelcher Kamelreiter. Wir brauchen keinen Kriegsgrund erschaffen wir stellen einfach die Ordnung in den Provinzen wieder her und ĂŒberfallen das kleine Land. Die Gefechte sind zĂ€h und zerren an unseren Truppen. Letzten Endes allerdings gibt Abu Dhabi freiwillig auf und ĂŒberlĂ€sst uns sein Territorium. Anschließend erklĂ€ren wir dem Oman den Krieg. Da dieser eine Allianz mit dem uns ĂŒberlegenen Ägypten eingegangen ist mĂŒssen wir sehr darauf achten das diese nicht ihre Armee ĂŒber unsere Grenzen sendet. Da aber glĂŒcklicherweise die Osmanen den GrenzĂŒbergang blockieren können wir uns in aller Ruhe gegen den Oman wenden. Dieser ist ein ebenfalls sehr schwacher Gegner und wir gewinnen schnell die Oberhand. Vom Jemen benötigen wir militĂ€rischen Zugang um auch die omanischen Kolonien um das afrikanische Sansibar erobern zu können. Die Eingliederung des Omans in unseren arabischen Staat verschafft uns einen leichten Bevölkerungsschub. Wir sind inzwischen von 100 auf ĂŒber 400k Bevölkerung gewachsen. Um unsere Investitionen in Bildung und MilitĂ€r aufrecht zu erhalten geben wir die nĂ€chsten Forschungspunkte in eine Landreform aus. Das steigert unsere landwirtschaftliche Effizienz um ganze 25 % was uns mehr Steuereinnahmen beschert. Obwohl wir uns inzwischen reichlich vergrĂ¶ĂŸert haben besteht unsere Wirtschaft nach wie vor aus Viehzucht und Getreide. Im Vergleich zu anderen Staaten haben wir eine sehr schwache Wirtschaft. Immerhin können wir mit 9 % Alphabetisierung etwas punkten. Durch der mit dem Bildungsstand verbundenen PluralitĂ€t bekommen wir mehr Forschungspunkte. Um weiter zu expandieren und damit schließlich unseren Forschungsmodifikator zu erhöhen mĂŒssen wir noch den Jemen erobern. Dieser ist der letzte freie Staat auf der arabischen Halbinsel. Uns stehen nach wie vor nur 6000 Soldaten zur VerfĂŒgung. Aber letztendlich schaffen wir es auch mit dieser in der Unterzahl befindlichen Armee die technologisch schwĂ€cheren jemetischen StreitkrĂ€fte zu besiegen. Mit der Eroberung des Jemen konnten wir ein gesetztes Kernziel schon einmal erreichen, die Eroberung der Halbinsel.

NatĂŒrlich ließ es nicht lange auf sich warten das wir nach unseren Erfolgen nun derbe RĂŒckschlĂ€ge zu erleiden haben. Wir sind noch immer eine unzivilisierte Nation und damit das Ziel europĂ€ischer Expansionen im Nahen Osten. So haben die verdammten Spanier uns den Jemen streitig gemacht wĂ€hrend Portugal unsere afrikanischen Kolonien in Sansibar geklaut hat. Doch trotz dieser Misserfolge konnten wir Arabien zivilisieren und in eine westliche Nation verwandeln. Mit dem Bau einer, eher wenig ertragreichen, Beton Fabrik und dem Ausbau eines Schienennetzes haben wir die ersten Grundsteine fĂŒr eine Industrialisierung gelegt. Das große Problem dĂŒrften die mangelnden Ressourcen sein. Wir besitzen kaum Arbeiter. Der Großteil unserer Bevölkerung besteht aus Bauern und Schafhirten. Soldaten haben wir sehr wenige, eigentlich haben wir gar keine richtige Armee. Zudem mangelt es an HĂ€fen und Festungen um unsere Provinzen zu verteidigen. Auch politisch und Sozial steht es mit unserem Arabien auf keinem guten Stern. Wir sind eine absolute Monarchie mit keinen BĂŒrgerrechten und keinem staatlichen Bildungssystem. Die Alphabetisierung betrĂ€gt zwar mittlerweile ganze 13% aber noch immer viel zu wenig um Facharbeiter oder Angestellte auszubilden. Und so schließe ich schweren Herzens dieses Tutorial mit einem Spielstand im Jahre 1881. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr das Spiel mit dem weiter unten verfĂŒgbaren Savegame weiter fĂŒhren. Ich kann euch nur sagen das es sehr sehr schwierig sein wird Arabien noch großartig zu erweitern. Das Beste dĂŒrfte wohl sein auf den Fund der Ölquellen zu warten da euch diese zusĂ€tzliche Einnahmen beschert, die ihr auch dringend brauchen werdet. Politisch gesehen könnt ihr, ohne einen Infamie Kriegsgrund zu erleiden, allen Staaten von PalĂ€stina bis zum Maghreb den Krieg erklĂ€ren. Das Problem dĂŒrfte sein das fast alle diese Regionen entweder von GroßmĂ€chten besetzt sind oder sich in deren EinflusssphĂ€re befinden. Demnach kann ich nur raten sich VerbĂŒndete zu suchen die stark genug sind damit diese Provinzen eingenommen werden können. Mir hat trotz allem dieses Tutorial viel Spaß gemacht, auch wenn es mich hin und wieder Nerven gekostet hat dieses Arabien halbwegs ohne grĂ¶ĂŸere Verluste zu formen. Ich wĂŒnsche allen die diesen Spielstand weiterspielen möchten ein erfolgreiches Weiterkommen.

Victoria 2: Savegames Arabia
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Veröffentlichungsdatum15-12-2017
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