Medal of Honor Spearhead: Testbericht, Review

Die erste Erweiterung von Medal of Honor erzĂ€hlt die Geschichte des amerikanischen Fallschirmspringers Sergeant Jack Barnes. Noch vor der allierten Landung in der Normandie stĂ¶ĂŸt dieser mit seiner Einheit hinter den deutschen Verteidigungslinien vor. In den Dörfern an der französischen KĂŒste muss die kleine Truppe Sabotageakte durchfĂŒhren um die Nachschubwege der Wehrmacht zu unterbrechen. Aber … weiter

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Medal of Honor Spearhead: Testbericht, Review

Dominik am 16.Dezember 2011 um 20:12:23

Die erste Erweiterung von Medal of Honor erzĂ€hlt die Geschichte des amerikanischen Fallschirmspringers Sergeant Jack Barnes. Noch vor der allierten Landung in der Normandie stĂ¶ĂŸt dieser mit seiner Einheit hinter den deutschen Verteidigungslinien vor. In den Dörfern an der französischen KĂŒste muss die kleine Truppe Sabotageakte durchfĂŒhren um die Nachschubwege der Wehrmacht zu unterbrechen. Aber nicht nur in Frankreich beginnt der Feldzug zur Befreihung Europas. Was Barnes alles erlebt und welche Herausforderungen noch vor ihm liegen erfahrt ihr in unserem Test.

Medal of Honor Spearhead handelt genau wie das Hauptspiel vom zweiten Weltkrieg. Dabei umfasst das Spiel die Kriegsgeschehnisse zwischen dem 6.Juni 1944 bis Ende April 1945. Protagonist ist Jack Barnes, ein Sergeant der 501sten Pionierkorps division. Hinter den befestigten StrĂ€nden von Omaha springt dieser mit seiner Einheit ab, um die Versorgungswege der Wehrmacht zu sabotieren. Dabei mĂŒssen auch hochrangige deutsche Offiziere ausgeschaltet werden. Ist die Landungsoperation erfolgreich geht es fĂŒr Barnes weiter ins belgische Bastogne. Im Schnee und Matsch tobt dort ein Stellungskrieg um die Herrschaft der Ardenen. Nach einem abgewehrten Großangriff der Deutschen schaffen es die amerikanischen Rangers die Wehrmacht aus den belgischen WĂ€ldern zu vertreiben. Nun liegt zwischen Barnes und seiner Heimkehr nur noch ein Hindernis, Berlin das Herz Nazideutschlands. Gemeinsam mit der roten Armee mĂŒssen Geheimdokumente aus dem Reichstag beschafft werden, bevor dieser von den Sowjettruppen gestĂŒrmt wird. Mit dem heftigen Widerstand der deutschen Verteidiger hat jedoch niemand gerechnet und so findet sich der Sergeant in einem erbarmungslosen Panzergefecht wieder . Wird er jemals wieder amerikanischen Boden betreten können ?

Spearhead ist ein klassischer Ego-shooter mit vielen originalgetreuen Waffen aus dem zweiten Weltkrieg. In verschneiten WĂ€ldern, Ackerfeldern oder in den Ruinen Berlins schiessen wir uns den Weg mit K98 Karabinern oder Thompson Maschinenpistolen frei. Die Missionen erfordern abwechselnd die Benutzung verschiedener Waffentypen da man es hĂ€ufig mit ScharfschĂŒtzen, MG Stellungen oder Fahrzeugen zu tun bekommt. Man kann aus der HĂŒfte, im Stehen oder liegen Projektile abfeuern. Genaueres Zielen durch offene Visierung gibt es leider nicht, was die Trefferquote erheblich beeintrĂ€chtigt. Im Duell gegen ScharfschĂŒtzen ist dies ein grĂ¶ĂŸeres Manko, da man meistens mehrere SchĂŒsse abgeben muss um zu treffen. Verlorene Lebenspunkte kann man mit herumliegenden VerbĂ€nden wieder auffrischen. Munition erhĂ€lt man von gefallenen Feinden oder VerbĂŒndeten.

Wie schon bei Allied Assault nutzt auch Spearhead die Quake3 Engine als GrundgerĂŒst. Es gibt weitlĂ€ufige Levelareale wobei die Vegetation etwas zu gering ausgefallen ist. In GebĂ€uden finden sich viele detailreich eingerichtete Zimmer und GegenstĂ€nde. Die Wasserdarstellungen sind fĂŒr DirectX8 niveau in Ordnung. Auffallend ist das wenige kleinere Bereiche sehr genau ausgestattet sind wogegen grĂ¶ĂŸere FlĂ€chen kaum details aufweisen.

Der Einzelspieler bietet 3 Hauptmissionen die in kleinere Akte aufgeteilt sind. Da wĂ€ren die Landung in der Normandie,der Kampf in Bastogne und der Sturm auf den Reichstag. Es gibt sehr viele Skripte die bei Panzerschlachten oder Verfolgungsjagden benutzt werden. Sehr stimmig sind die Missionen in den Ardenen, wenn man mit seinen KI Begleitern in den SchĂŒtzengrĂ€ben vor Artilleriefeuer in deckung gehen muss und es rundherum Granaten hagelt. Schwierige Passagen gibt es selten denn grĂ¶ĂŸtenteils steht die feindliche KI auf den PrĂ€sentierteller. Als Belohnungen fĂŒr unseren Spielfortschritt werden im HauptmenĂŒ Orden verteilt, Ă€hnlich wie den heute populĂ€ren achievements.

Im Mehrspieler gibt es wenig Neuigkeiten zu berichten. Bis auf ein paar neue Karten mit teilweise bedienbaren GeschĂŒtzen, wie etwa einer Flak,  und einem Spielmodus hat sich nichts geĂ€ndert. Weiterhin kann man Deathmatches ĂŒber das Internet oder lokalen Netzwerken spielen. Dazu kommt der Tug of War modus, bei dem die Spielerteams bis zu fĂŒnf AuftrĂ€ge erhalten. Darunter sind Einsatzziele wie das stehlen eines U-Boots oder den Kampf um die Kontrolle Berlins.

Fazit

Spearhead glĂ€nzt mit wenig neuem und bringt kein gutes Addon zu Medal of Honor Allied Assault heraus. Spielerisch hat sich nichts getan, bis auf die eindrucksvollen Missionen in den belgischen Ardenen hat mich kein weiterer Inhalt wirklich vom Hocker gehauen. Die Darstellung des Reichstag fand ich ziemlich misslungen. Bis auf einen GebĂ€udeflĂŒgel war das Parlament kaum zu erkennen, das hat Call of Duty deutlich besser hinbekommen. Wer die alten Moha Teile wieder zocken will kann auf dieses Addon locker verzichten.

neue Missionen im Zeitraum vom Ende des Krieges ausgelaugtes Zweite-Weltkriegs-Setting
abwechslungsreiche Kampagne wenig neue Modelle/Animationen
Fahrzeugmissionen zu kurze und einfache Kampagne
GeschĂŒtze können bedient werden viele Skripteinlagen
neue Multiplayerkarten schlechte GebÀudedarstellungen
Dokumentaraufnahmen als Zwischensequenzen kaum neue Waffen
tolle Synchronsprecher

6,5 /10

 

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Bewertung: 5.0/5 (5)