Metal Gear Solid Peace Walker: Testbericht, Review

Metal Gear Solid Peace Walker spielt 10 Jahre nach dem Ende des dritten Teils. Inzwischen konnte sich der ehemalige Foxhound Agent naked Snake vom Einfluss der Patriots Gruppe lösen und damit beginnen eine eigene kleine Söldnertruppe, die MSF (Militaires Sans FrontiĂšres ), aufzustellen. An der Barranquilla KĂŒste wo die MSF ihr Hauptquartier in Kolumbien bezogen … weiter

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Metal Gear Solid Peace Walker: Testbericht, Review

Dominik am 10.Dezember 2011 um 16:12:44

Metal Gear Solid Peace Walker spielt 10 Jahre nach dem Ende des dritten Teils. Inzwischen konnte sich der ehemalige Foxhound Agent naked Snake vom Einfluss der Patriots Gruppe lösen und damit beginnen eine eigene kleine Söldnertruppe, die MSF (Militaires Sans FrontiĂšres ), aufzustellen. An der Barranquilla KĂŒste wo die MSF ihr Hauptquartier in Kolumbien bezogen hat erfĂ€hrt Er durch seinen Stellvertreter Master Miller, das die Regierung von Costa Rica die MSF anheuern möchte um eine interne Bedrohung des Landes auszuschalten. Es ist der 4. November 1974 als ein mit einer Handprotese ausgestatter Mann gemeinsam mit einem jungen MĂ€dchen das Hauptquartier der MSF an der Barranquilla KĂŒste aufsucht. Schnell geben sich die Beiden als Zadornov und Paz aus, sie stammen aus einer FriedensuniversitĂ€t aus Costa Rica. Das Land wird seit 1 Jahr von einer millitanten Gruppierung ,den Sentinels (PS), fĂŒr illegale Operationen missbraucht. Da die Regierung in ihrer Verfassung das Aufstellen einer eigenen Armee verhindert, bitten die Beiden den alten Snake um Beistand. Zögerlich nimmt dieser gemeinsam mit seiner MSF den Auftrag an. Um seine Operationen gegen die PS besser koordinieren zu können stellt Zadornov eine Offshore Basis an der KĂŒste Costa Ricas der MSF zur VerfĂŒgung. Schnell stellt sich heraus das die Sentinels mithilfe der CIA Atomwaffen ins landesinnere schmuggeln. Die Infiltration erreicht ihren Höhepunkt als bekannt wird das der CIA Leiter Zentralamerikas Coldman gemeinsam mit KI Wissenschaftlern in einem Bergkomplex an neuen automatisierten Superwaffen arbeitet. Und wĂ€re das schon nicht genug muss Snake feststellen das seine fĂŒr tot geglaubte Mentorin ebenfalls ihre Finger im Spiel hat.

Das Spiel startet mit der Landung Snakes an der KĂŒste Costa Ricas. In Third person Ansicht steuern wir den alten Agenten, vorbei an schwer bewaffneten Wachen, in die Versorgungsbasis der Sentinels. Wie in der Serie ĂŒblich können wir uns dabei an feindlichen Posten vorbei schleichen oder es gleich direkt mit dem SchaldĂ€mpfer versuchen. Zu Beginn sind wir jedoch relativ spĂ€hrlich ausgerĂŒstet sodass die zweite Variante sehr schwer umzusetzen ist. Feindliche Söldner sind am besten im WĂŒrgegriff außer Gefecht zu setzen. Werden wir entdeckt wird der Alarm modus ausgelöst. Da bleibt uns nur die Wahl schnell das Weite zu suchen oder sich den eintreffenden Sonderkomandos entgegen zu stellen, was nicht zu empfehlen ist. Neue Waffen und AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde können wir mit angeheuerten Entwicklern in der Mother base erforschen. Das Geld hierfĂŒr entnehmen wir aus externen EinsĂ€tzen unserer MSF Truppen. Werden unsere Kameraden verwundet, sollten sie schnell auf die Krankenstation verlegt werden. Frischlinge nehmen wir mithilfe des Fulton-Fallschirmes auf. Dabei muss dieser auf betĂ€ubte Gegner angewendet werden, der Flug bringt diese direkt zum StĂŒtzpunkt. Das ganze geschieht wĂ€hrend wir mit naked Snake unsere Missionen ausfĂŒhren. Denn anders als in den VorgĂ€ngern wird die Story nicht linear erzĂ€hlt. Zwischendurch können wir immer auf die Mother base zugreifen und unsere Einheiten auf anderen Kontinenten in die Schlacht fĂŒhren. Dies wird jedoch nicht Ingame dargestellt sondern in Textmeldungen und einer vereinfachten UI. Ansonsten kann Snake alles was man als Agent eben können muss zB. schleichen. Ist man im spĂ€teren Spielverlauf besser mit Waffen versorgt können auch offene Konfrontationen mit feindlichen Einheiten besser ausgetragen werden.

Metal Gear Solid Peace Walker versetzt uns in die Zeit des kalten Krieges. Als die Sowjetunion und die westlichen Allierten um Machteinfluss auf der ganzen Welt ringten. Das Spiel ist in den  1970er Jahren angesiedelt. Allerdings wirkt das Szenario aufgrund ziemlich moderner Waffensysteme und Fahrzeugen nicht zeitgemĂ€ĂŸ, was zusĂ€tzlich durch die Frisuren der Charaktere unterstreicht wird. Auch die AusrĂŒstung wie panzerungen oder uniformen tragen ihren Teil dazu bei.

Das Spiel schöpft in der grafischen Darstellung das volle Potential der Playstation Portable aus. Objekte und Modelle sind sehr gut dargestellt und auch die Texturen können sich sehen lassen. Das das Spiel nicht wie andere Teile der Serie auf ein rießiges Areal ohne Ladezeiten verzichten kann dĂŒrfte angesichts der Portable Harware verstĂ€ndlich sein. Somit Bewegt man sich in kleinen Teilbereichen eines Levels die durch ÜbergĂ€nge miteinander verbunden sind. Der Dschungel wird von allen Leveln am besten dargestellt. Zwar sind einzelne Objekte in dem Urwald ziemlich stark verpixelt aber im gesamteindruck kommen desen Levels am stimmungsvollsten herĂŒber.

Hideo Kojima`s Team hat bei der ErzĂ€hlung der Kampagne wieder einmal hervorragende Arbeit vollbracht. Anfangs fĂŒhrt man noch einfache infiltrationen gegen die Sentinels und ihren Einrichtungen aus. Im Verlauf dieser Missionen lernt Snake immer neue VerbĂŒndete kennen die ihn mit Informationen ĂŒber die VorgĂ€nge der PS aufklĂ€ren. Spannend wird es dann wenn die CIA auftaucht und selbst der alte Snake an den Geschichten von Zadornov zweifelt. Dazu gesellen sich dann noch KI Waffen und versprengte Rebellengruppierungen. Unerwartete wendungen und Einblicke nie erkannten Ausmaßes wechseln sich ab hĂ€lfte des Spiels regelmĂ€ĂŸig ab. Die eigentliche Story scheint aus dem Ruder zu laufen und neue PrioritĂ€ten werden aufgestellt. So spannend sind eben nur die Metal Gear Geschichten welche nicht davor zurĂŒck scheuen eine Tragödie nach der anderen zu offenbaren. In RĂŒckblicken werden außerdem noch die Erreignisse aus Metal Gear Snake Eater erlĂ€utert. Damit verstehen auch sehr schnell AnfĂ€nger die Vorgeschichte und deren Auswirkungen in Peace Walker.

Fazit

Die Metal Gear Solid Reihe sind die einzigen Spiele welche ich auf modernen Konsolen spiele. Als ich Peace Walker anspielte reitzte mich das neue Szenario und die Charaktere in der Geschichte kaum. Einige Stunden spĂ€ter erkannte ich wieviel Innovation in Peace Walker eigentlich steckte. Die Idee mit der Mother base und den ganzen SchnickSchnack damit machen das Spiel zwischen den Missionen um einiges abwechslungsreicher. Das man diesmal Snake auch durch offenes Terrain fĂŒhrt erzeugt viel Stimmung. Die Flash Sequenzen die die Geschichte vorantreiben sind gut umgesetzt und fordern teilweise den Spieler auf selbst aktiv zu werden, indem man bestimmte Tasten kombinationen betĂ€tigen muss um ein Erreignis auszulösen. Die Story fesselt bis zum Schluss und darĂŒber hinaus. Ich freue mich auf den nĂ€chsten Metal Gear Teil

spannend erzÀhlte Geschichte zu kleines Leveldesign
Einsatz der Mother base manche Objekte zu verpixelt
verschiedene Uniformen Paz Love Mission ??
ForschungsmenĂŒ streng Linear aufgebaut
reallistisches Gegnerverhalten AusrĂŒstung nicht zeitgemĂ€ĂŸ der 70er Jahre
Zusatz Missionen Frisuren nicht zeitgemĂ€ĂŸ der 70er Jahre

8,5 /10

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Bewertung: 5.0/5 (8)