Age of Empires II: Definitive Edition – 20 Tipps, um besser zu werden

Ich liebe Age of Empires II. In meinen Augen ist das Spiel absolut zeitlos und es gibt immer etwas neues zu finden und zu entdecken, um den eigenen Spielstil zu verbessern. Von daher möchte ich einige meiner Tipps mit euch teilen, welche euch hauptsächlich in 1v1s helfen sollten. Erwartet nicht, dass ihr alle Tipps gleich … weiter

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Age of Empires II: Definitive Edition – 20 Tipps, um besser zu werden

FloosWorld am 12.April 2022 um 16:04:48
Ich liebe Age of Empires II. In meinen Augen ist das Spiel absolut zeitlos und es gibt immer etwas neues zu finden und zu entdecken, um den eigenen Spielstil zu verbessern. Von daher möchte ich einige meiner Tipps mit euch teilen, welche euch hauptsächlich in 1v1s helfen sollten. Erwartet nicht, dass ihr alle Tipps gleich beherrscht, denn: Übung macht den Meister!

Tipp 1: Beherrscht die Grundlagen!

Aller Anfang ist schwer. Doch zum Glück gibt es Tutorials, die einem das Spiel näher bringen. Bei Age of Empires II: Definitive Edition gibt es gleich zwei davon: die William Wallace-Kampagne, welche auch im Original dabei war sowie die mit der Definitive Edition neudazugekommenen Art of War-Missionen.

Besonders letzere richten sich an Leute, die bereits die Grundlagen einigermaßen beherrschen und mehr in die speziellen Dinge des Spiels eintauchen wollen (Frühe Wirtschaft, Schnelle Ritterzeit, Rushen und Rush abwehren, Boomen, Feldschlachten).

Zudem gibt es im Modmanager mit dem Build Order Guide von Cicero ein interaktives Tutorial, dass einem die Grundlagen noch ein bisschen besser als die Art of War-Missionen erklärt und dabei den Spieler benotet. Eine übersetzte Version ist ebenfalls vorhanden.

Tipp 2: Lernt die Völker kennen

Die ersten Spiele mit zufälligen Völkern auf zufälligen Karten bestreiten ist zwar mutig, aber ziemlich riskant, wenn man nicht mit ihnen vertraut ist, selbst wenn die Völker von AoE 2 sich recht ähnlich spielen lassen – Ausnahmen gibt es aber natürlich auch, insbesondere bei den Nord- und Mittelamerikanischen Völkern. Von daher sollte man sich für den Anfang ein Volk aussuchen, mit welchem man sich näher befasst, um seinen Spielstil mit diesem Volk zu perfektionieren. Meine Lieblingsvölker sind da die Franken, Ungarn und Böhmen. Diese sind auch gut für Anfänger geeignet. Im Allgemeinen sind Kavallerievölker sehr Einsteigerfreundlich.

Es empfiehlt sich, die Technologiebäume der Völker zu kennen. Wer diese nicht auswendig lernen möchte, kann sich im Modmanager des Spiels eine Mod herunterladen, welche den Technologiebaum auf der Benutzeroberfläche dauerhaft anzeigt.  Zudem kann man auch über das Wappen des jeweiligen Volkes fahren, um einen schnellen Überblick zu erhalten.

Manche Völker sind in bestimmten Bereichen stärker (z.B. Franken und Ungarn mit der Kavallerie, Goten mit Infantrie und Äthiopier mit Bogenschützen) – bezieht das in euren Aufbau mit ein.

Tipp 3: Kennt die Konter

Die Einheiten in Age 2 agieren nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip. Das bedeutet: Eine Einheit ist besonders stark gegen eine andere, aber wird von einer Dritten geschlagen. Es ist daher gut zu wissen, welche Einheiten wann am Besten eingesetzt werden müssen. Kommt der Gegner mit Pikenieren an, um eure Kavallerie zu attackieren, solltet ihr Bogenschützen bereit haben doch diese werden dann von Plänklern gekontert welche wiederum von Kavallerie und Schwertkämpfern geschlagen werden. Somit entsteht ein tiefgreifendes System.

Die ideale Armee sollte aus drei Einheitentypen bestehen: einer Goldeinheit (= höherwertige Einheiten, die offensiv eingesetzt werden können), einer Trasheinheit (= Einheiten, die kein Gold kosten und häufig als Konter für Goldeinheiten gelten) und einer Belagerungseinheit. Spielt man z.B. als Kavallerievolk gegen ein Bogenschützenvolk, ist davon auszugehen, dass der Gegner als Goldeinheit der Bogenschütze bzw. die Armbrust und als Trasheinheit Speerkämpfer bzw. Pikeniere verwendet werden. Die Belagerungseinheit variiert je nach Situation.

Die in Tipp 1 erwähnte Art of War-Mission zu Feldschlachten befasst sich mit Konter.

Tipp 4: Übt gegen den Computer

Die KI ist verzeiht Fehler, ein Mensch tut es nicht. Bevor ihr euch in den Multiplayer zu 1v1-Spielen in der Rangliste wagt, könnt ihr in aller Ruhe gegen die KI trainieren. Ihr habt dabei 6 verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Verfügung (Einfach, Standard, Mittel, Schwer, Sehr Schwer, Extrem Schwer). Fangt am Besten gegen die leichteste KI an und arbeitet euch stufenweise nach oben. Setzt euch aber realistische Ziele, da es einiges an Geduld und Übung braucht, bis ihr gegen die zwei schwersten KIs ankommt. Die Mittlere KI bietet ein gutes Mittelmaß und sollte die meisten ansprechen. Sie baut zwar langsam auf, agiert aber kompetent und setzt auch gängige Stratiegien, wie z.B. einen Scout-Rush in der Feudalzeit ein, um Druck auf euch auszuüben. Geübtere Spieler können die Mittlere KI überspringen und gleich zur Schweren gehen. Diese setzt häufig auf Bogenschützen und Plänkler. Gegen die zwei schwersten KIs kommt man für gewöhnlich mit einer gut einstudierten Build Order an.

Tipp 5: Mauern schenken euch Zeit

Wenn ihr nicht wollt, dass der Gegner euch früh überrennt, dann mauert. Karten wie Dunkler Wald lassen sich leicht mauern, da die eigene Basis von Bäumen umgeben ist. Sichert die Mauern zusätzlich mit Gebäuden ab.

Der Gegner hat somit ein bisschen zu tun, bevor er überhaupt durchbrechen kann. In der Zwischenzeit kann man die Verteidigung zusätzlich stärken und den Gegenangriff vorbereiten.

Apropos Häuser: Diese könnt ihr in einer kreisähnlichen Anordnung um das Dorfzentrum bauen, um so eine Art ersten Wall zu erreichten.

Tipp 6: Die Kunst des richtigen Mauerns

Palisaden und Steinwälle zu bauen ist gut, aber das ist nur die halbe Miete, wenn man sie nicht richtig einsetzt. Lasst auf Karten wie Arabien oder Runensteine den Späher die Gegend erkunden und achtet auf Bauminseln, von den Spielern auch „Wood lines“ genannt. Idealerweise sollte das von euch eingemauerte Gebiet weder zu groß, noch zu klein sein. Verbindet die Bauminseln mit Palisaden, zieht dabei andere Rohstoffvorkommen wie Gold und Stein mit in die Mauer ein, achtet aber rechtzeitig darauf, Lücken zu schließen, wenn eure Dorfbewohner die Rohstoffe an dieser Stelle abgebaut haben. Militärgebäude könnt ihr ebenfalls in die Mauer einbinden und so direkt die ersten Einheiten ins Feld schicken.

Steinmauern sind zwar stark, brauchen aber lange im Aufbau und nicht jedes Volk hat Zugriff darauf. Solltet ihr nicht unbedingt auf eine Boom-Strategie gehen, ist es sinnvoller, Palisaden zu bauen und mit anderen Gebäuden zu schützen.

Tipp 7: Die richtigen Entwicklungen zur richtigen Zeit

Setzt euch nicht unnötig unter Druck, indem ihr allmöglichen Upgrades entwickelt und damit Zeit und – insbesondere Rohstoffe – verliert, die ihr anderweitig hättet einsetzen können. Wenn ihr einen bestimmten Einheitentyp nicht verwenden werdet, dann verschwendet nicht die Rohstoffe für ihn und seine Upgrades.

Genauso ist es aber auch wichtig, die Upgrades, die man für sein Spiel benötigen wird, zur richtigen Zeit zu entwickeln. Denkt dabei daran, was für ein Typ von Volk ihr habt, also ob ihr in der Schmiede bestimmte Upgrades den Vorang geben solltet.

Als Beispiel für das Timing eines Upgrades folgt hier der Webstuhl aus der Dunklen Zeit: Dieser macht die Dorfbewohner wiederstandsfähiger, was besonders bei der Jagd nach Wildschweinen und der Abwehr von Wölfen wichtig ist. Er wird im Dorfzentrum entwickelt, was bedeutet, dass ihr ihn möglichst dann entwickeln solltet, wenn ihr in euren Augen genügend Dorfbewohner (bei einem Standardaufbau 21) habt, ehe ihr zur Feudalzeit voranschreitet. Entwickelt ihr ihn als erstes, sind eure Dorfbewohner zwar schon früh gegen wilde Tiere gerüstet, aber ihr bremst dabei eure Wirtschaft unnötig aus, da der Webstuhl genauso wie ein Dorfbewohner 25 Sekunden zum Entwickeln benötigt. Dies gilt natürlich nicht für die Goten, die den Webstuhl innerhalb einer Sekunde entwickeln und der Schaden an der frühen Wirtschaft damit praktisch nicht vorhanden ist.

Einige Upgrades wie z.B. der zuvorgenannte Webstuhl sind übrigens unabdingbar, egal mit welchem Volk und welcher Strategie ihr spielt. Zu denen gehören Ballistik (Einheiten feuern genauer), Mordlöcher (Gebäude haben keine Mindestreichweite, um jemanden anzugreifen – sehr wichtig, wenn ihr Burgen habt!) und Wehrpflicht (Militäreinheiten werden schneller erschaffen). Wichtige Wirtschaftsupgrades findet ihr zudem im Holzfällerlager und der Mühle. Bei dem Bergarbeiterlager sollte das Goldupgrade Vorrang haben.

Tipp 8: Die Wirtschaft ins Rollen bringen und am Laufen halten

Hand in Hand mit dem vorherigen Tipp geht dieser hier. Erschafft sobald das Spiel losgeht so viele Dorfbewohner wie es eure Nahrung zulässt, baut mit den drei Startdorfbewohnern zwei Häuser und beachtet dabei die 2×1 und 1×1 Regel, d.h. zwei Dorfbewohner bauen das eine und ein Dorfbewohner baut das andere Haus. Lasst den Späher die ersten vier Schafe finden und bringt zwei von ihnen zum Dorfzentrum, die restlichen lasst ihr genauso wie den Späher in einem Bogen von eurer Basis hinweglaufen, bringt diese aber rechtzeitig zum Dorfzentrum zurück, damit keine Engpässe beim Nahrungssammeln entstehen, denn idealerweise sollten Schafe nicht auf einem Haufen stehen!

Nachfolgend eine Build Order für einen Standardstart:

  1. Lasst die erschaffenen Dorfbewohner die Nahrung der Schafe abarbeiten und nutzt dazu auch die Dorfbewohner, die vorher die Häuser gebaut hatten.
  2. Nachdem sechs der Dorfbewohner mit den Tieren beschäftigt sind, ist es Zeit die nächsten drei auf Holz zu schicken. Lasst den ersten ein Holzfällerlager bei einer der Waldinseln errichten und die anderen folgen.
  3. Danach wird es Zeit, Wildschweine zu jagen. Lasst den nächsten und siebten Dorfbewohner zuerst ein Haus bauen und dann ein Wildschwein jagen. Nachdem der Dorfbewohner zwei Schüsse mit dem Bogen abgegeben hat, ist es Zeit, zurück zum Dorfzentrum zu laufen, wo die mit Schafen beschäftigten Dorfbewohner ebenfalls das Wildschwein angreifen. Quartiert den Jäger schnell ein und aus, damit das Wildschwein seine Peilung verliert.
  4. Nachdem idealerweise 7-8 Dorfbewohner mit dem ersten Wildschwein beschäftigt sind, ist es Zeit, die nächsten vier an den Beerenbüschen arbeiten zu lassen. Der erste Dorfbewohner baut dazu eine Mühle, die anderen folgen.
  5. Schickt die restlichen Dorfbewohner bis ihr ca. bei 21 seid, auf Holz und errichtet ein zweites Holzfällerlager, um Staus zu vermeiden. Die Faustregel ist hierbei ca. 5 Dorfbewohner pro Holzfällerlager.
  6. Ist von der Nahrung des ersten Wildschweins nur noch ca. die Hälfte übrig, ist es Zeit das zweite Wildschwein genauso wie das erste zu jagen. Dies passiert normalerweise zwischen Schritt 4 und 5. Während die Dorfbewohner mit dem zweiten Wildschwein beschäftigt sind, könnt ihr flexibel zwei von ihnen abziehen, um Felder beim Dorfzentrum zu errichten.

Schafe und Wildschweine sind hier nur Beispiele, da ebenfalls Kühe, Nilpferde, Elefanten und sonstiges vorkommen können.

Vergesst dabei aber niemals, weitere Dorfbewohner zu erschaffen! Und insbesondere nicht, Häuser zu bauen!

Nutzt bei dem Wildschwein ebenfalls den sogenannten „Force Drop-off“, indem ihr alle Dorfbewohner auswählt, ihre Nahrung sofort im Dorfzentrum ablegen und dann sofort am Wildschwein weiterarbeiten lasst, um so immer mindestens 50 Nahrung für weitere Dorfbewohner zur Verfügung zu haben da es normalerweise lange braucht, bis eure Dorfbewohner die Nahrung des Wildschweins einlagern.

Schreitet in die Feudalzeit voran, sobald ihr den Webstuhl entwickelt und 500 Nahrung habt und baut eine Kaserne mit 2-3 Dorfbewohnern, die gerade an Holz arbeiten. Die ideale Zeit, um voranzuschreiten, ist etwa bei 8 Minuten ingame. Wenn die Feudalzeit zu ca. 50 % entwickelt ist, könnt ihr mit 1-2 eurer Dorfbewohnern eine Kaserne bauen lassen, da diese in der Feudalzeit die Schießanlage und den Stall freischaltet.

Im Laufe des Spiels ist es wichtig, weiterhin Dorfbewohner zu entwickeln, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die ideale Balance zwischen Dorfbewohnern und Militär im Spiel sollte bei 50 / 50 von der Gesamtbevölkerung liegen, aber generell gilt es, nie die Dorfzentren untätig werden zu lassen. Nutzt dabei auch das Wegpunktesystem, d.h. setzt den Sammelpunkt des Dorfzentrums auf ein Rohstoffvorkommen und baut weitere Dorfzentren bei Rohstoffen.

Entwickelt in der Feudalzeit zusätzliche Dorfbewohner, schickt diese auf Holz und wechselt sie flexibel auf Nahrung, indem ihr sie Felder bauen lasst. Ein Richtwert sind hier 14 – 16 Felder in der Feudalzeit.

Vergesst ebenfalls das Gold nicht, denn ihr braucht neben den zwei Gebäuden aus der Feudalzeit auch 200 Gold, um in die Ritterzeit voranzuschreiten.

Schubkarre ist eine Technologie, welche eure Dorfbewohner schneller laufen und dabei mehr sammeln lässt. Manche entwickeln sie, kurz bevor man in die Ritterzeit voranschreitet. Allerdings gibt es keine definitive Antwort, wann man sie entwickeln sollte. Baut in der Ritterzeit ein zusätzliches Dorfzentrum, idealerweise bei einem Rohstoffvorkommen. Vergesst aber dabei Stein nicht und zieht ggf. Dorfbewohner von den anderen Rohstoffen ab.

Tipp 9: Hotkeys!

Man kann zwar das Spiel nur mit der Maus spielen, aber dies ist ziemlich umständlich und langsam. Die Standardhotkeys der Definitive Edition sind im sogenannten Gridsystem angeordnet und  leicht zu erlernen, um somit schneller und effizienter zu werden. Spielt ihr mit einer QWERTZ-Tastatur, wie sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz verwendet wird, solltet ihr in den Einstellungen zudem alle Hotkeys, die auf dem Z belegt sind zu Y ändern, da das Spiel davon ausgeht, dass ihr eine QWERTY-Tastatur habt.

Die Hotkeys sind flexibel änderbar. Ihr müsst nicht zwingend die vom Spiel vorgegeben Hotkeys verwenden, sondern könnt eure eigenen Benutzen, um euch sicherer zu fühlen. Nutzt den Hotkey Trainer von ZeroEmpires, um die Gebäudehotkeys zu üben.

Im Spiel gibt es ebenfalls „Gehe zu [Gebäudetyp]“- und „Wähle alle [Gebäudetyp] aus“-Hotkeys, die bei der Standardbelegung der Definitive Edition umständlich sind. Ändert diese zu etwas, was euch mehr zusagt. Mein Beispiel: Die Kaserne wird mit W+Q gebaut, somit habe ich „Gehe zur Kaserne“ mit Strg+Q und „Wähle alle Kasernen aus“ mit Strg+Shift+Q belegt.

Die Hotkeys sind entweder im Spiel änderbar, oder auch mit Webseiten wie dieser hier.

Tipp 10: Spielt die Kampagnen

Während die Kampagnen von den Meisten nur als Beiwerk angesehen werden, ist ihr Wert nicht zu unterschätzen. Hierbei lernt man nicht nur etwas Geschichte, sondern kann auch in Gefechtssituationen mit ausgewählten Völkern üben.

Achtung Spoiler: Am Deutlichsten bleibt mir da die finale Mission aus der El Cid-Kampagne in Erinnerung, in welcher verschiedene, starke Türme auf einzelnen Inseln zerstört werden müssen. In dieser Kampagne spielt man u.a. als Spanier und sollte somit Gebrauch von den Kriegsgalleonen machen, da diese durch Ballistik beeinflusst schneller und präziser feuern.

Tipp 11: Lasst euch nicht entmutigen!

Eine Niederlage ist nicht gleich eine Niederlage. Ihr könnt aus euren Fehlern lernen. Lasst euch aber nicht durch die Spielweise der Topspieler entmutigen, wenn euer Stil nicht im Ansatz so perfekt aussieht. Wenn ihr merkt, dass ihr in bestimmten Bereiche Probleme habt, dann übt einfach weiter und seid nicht zu hart zu euch selbst, denn am Ende des Tages ist es nur ein Spiel und sollte vorallem eines machen: Spaß!

Solltet ihr euch fit genug gegen den Computer fühlen und euch noch nicht den Stress der Rangliste aussetzen wollen, könnt ihr ein Schnellspiel gegen einen zufälligen menschlichen Gegner wagen, um somit abzuschätzen, wie ein echter Spieler auf euch reagieren würde. Aber vorsicht: das Spiel matcht euch im Schnellspiel auch gerne mal gegen Gegner, deren Skilllevel sehr variabel ist. Somit kann ein Spieler mit 500 Elo auf einen mit 800 Elo treffen.

In der Age of Empires-Community gibt es zudem viele Leute, die euch gerne nochmal einzelne Dinge erklären und auch coachen.

Tipp 12: Der richtige Einsatz von Mangen/Onagern …

Mangen bzw. Onager sind Belagerungseinheiten, welche aufgrund der Tatsache, das sie mehrere Steinbrocken feuern, gerne dafür eingesetzt werden, um gegen kleinere Gruppen an Einheiten vorzugehen. Doch auch an engen Seewegen sind sie besonders dafür geeignet, um Schiffe ausmanövrieren. Der richtige Einsatz ist somit unheimlich wichtig.

Sie gehören neben Belagerungskannonen zu den Einheiten, die auch Friendly Fire haben, also eigene und verbündete Truppen verwunden können, von daher sollte man in Gefechten insbesondere Kavallerieeinheiten vor ihnen hinwegreiten lassen, um entweder dem Wirkungsbereich zu entkommen, oder sie vor Gegenangriffen zu decken. Nahkampfeinheiten wie Pikeniere gehen auch und decken Mangen/Onager vor Kavallerieangriffen.

Auch sollte man Beachten, dass sie nicht von Ballistik beeinflusst werden und somit nicht “vorauszielen”, wenn man ihnen einen einfachen Angriffsbefehl gibt. Von daher sollte man den Einsatz der Attack Ground-Funktion (Standard Hotkey: T) üben und bei Einheitengruppen dorthin zielen, wo sich die Masse hinbewegen wird. Mit mehreren Onagern kann man mit dem richtigen Micromanagement somit den Gegner flankieren.

Tipp 13: … und wie man sie kontert

Mangen bzw. Onager sind zwar stark, aber nicht übermächtig. Sie gehen schnell kaputt, wenn man ihre Mindestreichweite unterläuft. Gekontert werden sie mit schnellen Einheiten, wie z.B. Kavallerie. Ebenfalls sind sie anfällig, wenn man mittels Angriffsformationen ihrem Schuss ausweicht. Das wird unter Spielern als „Split Micro“ bezeichnet, da ihr schnell zwischen der Linien- und Flankenformation wechselt. Wollt ihr eure eigenen Mangen/Onager also retten, solltet ihr Kontereinheiten parat haben.

Tipp 14: Strategien erlernen durch Build Order

In Age of Empires II gibt es, wie in jedem RTS, bestimmte Strategien, die unter Spielern als Build Order bekannt sind. Dabei handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um Baureihenfolgen, um möglichst schnell und effizient an das gewünschte Ziel zu kommen. Bei den Art of War-Missionen gibt es ein Interaktives Tutorial für die sogenannte Fast Castle-Strategie, die darauf abzielt, dass ihr möglichst schnell in die Ritterzeit gelangt, indem ihr in der Dunklen Zeit 27 Dorfbewohner auf Nahrung, Holz und Gold aufteilt und die Feudalzeit nahezu „überspringt“, um so den Gegner mit mächtigen Einheiten unter Druck setzt. Zudem gibt es, wie in Tipp 1 erwähnt, einen Build Order Guide, der verschiedene Spielweisen in interaktiven Szenarien erklärt. Zudem gibt es eine Seite, in der verschiedene Build Order samt Ausführung mit Videos gesammelt werden, welche von der Community betrieben wird.

Übt Strategien eurer Wahl und perfektioniert sie, um so noch mehr von der Spieltiefe zu verstehen.

Tipp 15: Schaut eure Replays

Age of Empires II hat nicht umsonst ein Replayfeature, das euch das komplette Spiel aus Sicht von euch und anderen nochmal anschauen lässt. Achtet dabei auch auf die Spielweise eures Gegners, um abschätzen zu können, was ihr in diesem Spiel noch hättet besser machen können. Wie aus Tipp 11 gilt: Nicht entmutigen lassen! Nutzt dabei auch CaptureAge, um genauere Einblicke zu bekommen. Die kostenfreie Variante von CaptureAge hat bereits einige nützliche Statistiken mit an Board wie z.B. die Zeit, in der eure Dorfzentren untätig waren oder wie Effizient eure Dorfbewohner in der letzten Ingame Minute waren.

Tipp 16: Seid mutig!

Wagt euch auch mal an mutige Strategien, wie z.B. einen „Castle-Drop“ in der Basis eures Gegners. Schickt dabei in der Ritterzeit möglichst viele entbehrbare Dorfbewohner zu eurem Gegner und lasst eine Burg errichten (idealerweise an einem Rohstoffvorkommen) und deckt die Bauarbeiten mit Militäreinheiten. Ist eure Burg fertig, könnt ihr damit wunderbar euren Gegner nerven und durch die Spezialeinheit eures Volkes oder Petarden weiteren Druck ausüben. Wenn im Hintergrund weitere Dorfbewohner an Steinen arbeiten, könnt ihr auf diese Art und Weise noch 2-3 weitere Burgen hinzufügen. Ein Volk, welches sich dafür besonders eignet, sind die Franken, da deren Burgen nur 488 statt 650 Stein kosten. Ein Fast Castle mit Castle-Drop ist also eine der besten Strategien der Franken.

Eine weitere mutige, aber auch riskante Strategie ist der „Persian Douche“. Dabei spielt ihr als Perser, löscht euer Startdorfzentrum und baut es bei eurem Gegner in unmittelbarer nähe seines Dorfzentrums oder Rohstoffvorkommens wieder auf. Dies ist möglich, da die persichen Dorfzentren doppelt so viele HP haben.

Zu viel Mut kann aber auch nach hinten losgehen, etwa, wenn ihr versucht mittels einer All-In-Taktik, wie den Tati Rush, euren Gegner bereits in der Feudalzeit aus dem Spiel zu werfen und dieser eure Angriffe kontert oder auch, wenn euer Castle-Drop bemerkt wird. Geübte Gegner werden sich zwar dann unter Druck fühlen, werden aber versuchen ihr Spiel so gut es geht weiterzuspielen, um den Spieß umzudrehen.

Eine Fast Castle-Strategie ist ebenfalls mutig, macht euch aber für Angriffe verwundbar, da ihr länger in der Dunklen Zeit bleibt. Gelingt sie aber, könnt ihr noch deutlich vor eurem Gegner mächtige Einheiten wie den Ritter auf das Feld schicken. Geübte Spieler können die Fast Castle-Strategie mit einem Drush, also einem Rush in der Dunklen Zeit verbinden. Eine Variante ist der sogenannte Pre-Mill Drush. Dazu lässt man den 10. Dorfbewohner zwei Häuser und eine Kaserne errichten, bevor überhaupt eine Mühle gebaut wird. In der Kaserne erschafft ihr dann drei Milizsoldaten und stört dabei euren Gegner beim Aufbauen. Achtet aber dabei darauf, ob euer Gegner bereits den Webstuhl entwickelt hat, was daran zu erkennen ist, dass Dorfbewohner 40 statt 25 Lebenspunkte haben. Der Drush funktioniert natürlich auch nachdem man eine Mühle gebaut hat.

Eine extreme Drush Variante ist der sogenannte Instant Drush, der mit den Litauern gemacht werden kann. Diese starten mit +150 Nahrung und können dementsprechend statt zwei Häusern zuerst eines und eine Kaserne bauen. Diese Strategie erfordert aber ein hohes Maß an Genauigkeit.

Tipp 17: Seid flexibel!

Eine beliebte Weisheit aus der Welt des Sports ist „Kein Spiel ist wie das andere“ und das lässt sich auch auf Age of Empires 2 anwenden. Je nach Situation müsst ihr anders denken. Mit der Zeit enwickelt ihr ein Gefühl für die Strategie eures Gegners und könnt so flexibel euch auf die Gegebenheiten einstellen. Spielt ihr z.B. gegen Goten, könnt ihr euch auf ein Spiel mit Huskarlen einstellen. Um die Huskarl-Produktion am Laufen zu halten, müssen die Goten Boomen, somit ist eure Chance den Gegner zu schlagen zwischen der Feudal- und frühen Ritterzeit. Das gleiche gilt für Karten. Während ihr in Arena durch die Steinmauern vor Angriffen geschützt seid, werdet ihr auf offenen Karten wie Goldgrube euch auf heftige Kämpfe in der Kartenmitte einstellen müssen da dort das wertvolle namensgebende Gold lauert.

Auch wird es so sein, dass ihr eine erlernte Build Order nicht immer zu 100 % wie erhofft durchspielen könnt, da euch der Gegner zuvor kommt, etwa mit einem Men-at-Arms Rush am Anfang der Feudalzeit.

Tipp 18: Die richtige Karten/Völker-Kombination finden

Hand in Hand mit Tipp 17 geht dieser hier. Versucht die passende Kombination in Sachen Volk- und Karte zu finden. Da es auf Arena selten bis gar nicht in der Feudalzeit zu Kämpfen kommt, dominieren hier die Völker, welche mittels (Wirtschafts-)boni schnell in die Ritterzeit gelangen, etwa Franken durch kostenfreie Feldupgrades, Böhmen durch kostenfreie Bergarbeiterlagertechnologien oder Khmer, die als einziges Volk keine bestimmten Gebäude benötigen, um in die nächste Zeit zu gelangen. Auf offenen Karten sind die Spanier auch eine gute Fast Castle-Wahl, da deren Konquistadoren in kleinen Massen bereits große Schäden anrichten können, sie eigentlich aber auch dank ihres schnelleren Aufbaus perfekt für Arena.

Auf Megazufällig oder auch Nomadenkarten wie Afrikalichtung empfhielt es sich, die Byzantiner zu nehmen, da deren Trasheinheiten (= Einheiten, welche kein Gold kosten) günstiger sind, und sie vergünstigt in die Imperialzeit kommen.

Tipp 19: Probiert verschiedene Spielmodi aus

Das Standardspiel wird im Modus „Zufallskarte“ gespielt, es ist aber auch ratsam, sich weitere Modi anzuschauen, da diese verschiedene Bereiche des Spiels voraussetzen und man somit nachhaltig seine Fähigkeiten verbessert. Nachfolgend also zwei wichtige Modi, die ihr neben der Zufallskarte spielen könnt – es gibt aber natürlich auch weitere:

  • „Empire Wars“ oder „Reichskriege“ ist eine Variante der Zufallskarte, in der das Spiel in der Feudalzeit mit einer bereits laufenden Wirtschaft startet. 21 von 27 Dorfbewohnern sind auf Holz, Nahrung und Gold verteilt, 6 stehen noch untätig vor einem Schaf bzw. Schwein beim Dorfzentrum. Eine Kaserne sowie eine Schmiede sind bereits gebaut. Der Modus legt Wert auf das Mid-Game und ist bereits von Sekunde Null an actiongeladen, wird aber im späteren Spiel etwas ruhiger und ähnelt der normalen Zufallskarte.
  • „Deathmatch“ fühlt sich radikal anders zur Zufallskarte an. Das Spiel startet in der Post-Imperialen Zeit, alle Technologien sind also erforscht. Um das Dorfzentrum sind wie bei der Zufallskarte 3 Dorfbewohner, die auf weitere Aufgaben warten. Die Karte ist erkundet, allerdings gibt es auch noch den Nebel des Kriegs. Der Schlüssel zum Erfolg bei Deathmatch ist das sehr frühe Bauen und Erschaffen von Militärgebäuden und -einheiten. Den einfachsten Einstieg hat man hier mit den Hunnen, da die keine Häuser bauen müssen und unmittelbar Einheiten aufs Feld jagen können. Deathmatch legt seinen Fokus auf das Late-Game und ist mit 2.0-facher Geschwindigkeit schneller als Zufallskarte und Empire Wars, welche beide mit 1.7-facher Geschwindigkeit gespielt werden.

Tipp 20: Das richtige Rushen

Im Laufe der Zeit hat es sich etabliert, dass man bereits ab der Feudalzeit mittels verschiedener Einheiten (Späher, Bogenschützen, Schwertkämpfer), den Gegner stört, ihn also „rusht“. Das Rushen ist eine effektive Strategie, um die gegnerische Wirtschaft lahmzulegen und den Gegner zu weiteren Investitionen zu zwingen, damit sich die Ritterzeit für den Gegner nach hinten schiebt. Der Späher ist die einzige offensive Trasheinheit für einen Rush, aber dafür mit 80 Nahrung wiederum nicht ganz günstig. Am Effizientesten sind Bogenschützen, da diese in kleinen Massen einzelne Dorfbewohner mit einem Gruppenschuss töten können und den Gegner damit in Panik versetzen. Am Häufigsten wird man aber den Rush mit Schwertkämpfern sehen – den Man-At-Arms Rush.

Für das ideale Rushen ist es wichtig, den Gegner zu scouten, d.h. zu wissen, wo die Rohstoffvorkommen sind. Ideale Ziele sind Dorfbewohner, die weit genug von Rohstoffgebäuden weg sind. Wenn alles gut geht, könnt ihr so bequem in die Ritterzeit voranschreiten, eure Einheit upgraden und damit noch effizienter den Gegner angreifen.

Behaltet beim Rushen im Kopf, dass es zwar gut ist, feindliche Dorfbewohner zu töten, weil das den Gegner zu weiteren Ausgaben zwingt, um in Sachen Wirtschaft wieder aufzuholen, ihr aber primär nerven wollt – die bloße Anwesenheit eures Trupps reicht meist aus, um Panik auszulösen, weswegen er sich dazu entscheidet, die Dorfbewohner in das Dorfzentrum einzuquartieren oder mittels sogenantem „Quickwalling“ vor euren Truppen retten will, was indirekt dazu führt, dass er nicht am Sammeln von Rohstoffen arbeiten kann.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (3)

Diablo 3: Test, Review

Dominik am 15.Juni 2012 um 22:06:41

Es herrscht wieder einmal Chaos auf dem Kontinent Sanktuario. Ein Meteor durchschlägt den Himmelsphäre über das Gebiet rund um Tristram. Der einstige Schauplatz an dem Diablo das Königshaus Leorics verdarb und seine Macht ausbaute wird wieder Zeuge unvorhersehbaren Schreckens. Denn als der Meteorit in die alte Kathedrale einschlägt reißt er den letzten verbliebenen  Horadrim Deckard Cain in die Tiefen der unterirdischen Katakomben des einstigen Palastes des untergegangenen Königs Leoric. Durch die dadurch freigesetzten Energien wird der verstorbene König wieder ins Leben zurückgerufen und mit ihm zahlreiche Untertanen die nun als wandelnde Leichen den neuen Ortsteil von Neu Tristram verwüsten. Nur durch Glück entgeht Cains Nichte Leah den Einschlag des überirdischen Gesteinsbrocken und flüchtet mit letzter Kraft in die nun von Zombie Horden belagerte Stadt. Dieses Ereignis blieb der Außenwelt nicht verborgen und unermüdliche Helden machen sich auf dem Weg um sich der neuen Bedrohung zu stellen und Neu Tristram vor dem Untergang zu retten. Wir sind einer von Ihnen.

 

 

 

 

Mit Diablo 3 geht eine mehr als 10 jährige Entwicklung endlich zu Ende. Blizzard hat sich viel Zeit gelassen und einen meiner Meinung nach bisher halbwegs gelungenen Nachfolger zum Hack&Slay Klassiker des Jahres 2000 erschaffen. Neben vielen Änderungen am Talentsystem, dem Spielumfang insgesamt und der Grafik wurden außerdem 5 brandneue Klassen dem Spiel hinzugefügt. Vorbei sind die Zeiten des Paladins, Amazonen und der Totenbeschwörer. Stattdessen haben nun der auf Distanzangriffe spezialisierte Dämonenjäger, den universal einsetzbare Hexendoktor und der Nahkampf spezifische Mönch den Weg in die Pforten Sanktuarios gefunden. Die neuen Klassen bieten nur teilweise einen Kontrast zu ihren Vorspielern aus Diablo 2. So kann der Mönch neben zahlreichen Kung Fu Einlagen seine Gefährten heilen und Feinde kurzzeitig außer Gefecht setzen. Der Hexendoktor beschwört mithilfe von Vodoo Zaubern unterschiedliche Gehilfen die Diablos Diener im Nahkampf binden können während er selber mit dem Spuckrohr aus der Ferne agiert. Den Dämonenjäger sind Bögen und Armbrüste wichtiger als irgendwelche Äxte und Schwerter. Aus dem Hinterhalt überrascht diese Klasse seine Gegner mit Pfeilhageln und Bolzengeschossen. Im direkten Kontakt mit Untergebenden der Hölle sieht er aber kein grünes Licht. Der Handel mit seltenen und wertvollen Gegenständen und Waffen hat bereits Diablo 2 sehr geprägt. So sehr das auf der Handelsplattform Ebay digitale Schwerter für echte Dollars zu ergattern waren. Blizzard hat dieses Konzept 1:1 in das neue Metzelspiel integriert. An erster Stelle wurde das Auktionshaus als wichtiger Bestandteil des Spieles integriert. Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung hat der Publisher angedeutet das dieses System zum zentralen Spielinhalt des neuen Diablos gehören wird. Um den Handel zwischen den Spielern effektiver zu gestalten wurden außerdem die Droprates an dieses System angepasst. So kommt es sehr selten vor das man beim Spielen nützliche Gegenstände für die eigene Charakterklasse findet. Vielmehr muss man sich diese im Auktionshaus für Spielgeld kaufen. Neu hinzugekommen ist auch noch das Echtgeldauktionshaus. In diesem können Spieler Items für echte Euros kaufen. Blizzard behält sich als Plattformanbieter außerdem das Recht vor bei einer Geldauszahlung eine  teil des Gewinns für sich zu behalten. Mit der Unterstützung von Drittanbietern wie Paypal werden die Transaktionen abgewickelt. Bis jetzt sind noch nicht alle digitalen Spielgüter für Euros zu haben. Mit kommenden Hotfix`s werden aber auch diese nachgereicht werden wie etwa zum Beispiel Spielgold. Ich persönlich hoffe das ein Großteil der Community diesem Bezahlsystem kritisch gegenüber steht und die Finger vom Handel mit dem echten Geld lässt.

Geschichtlich spielt das neue Diablo einige Generationen nach dem letzten Teil. Seit die drei großen Übel Diablo, Mephisto und Baal von einer Heldengruppe besiegt und vernichtet wurden kehrte für längere Zeit Frieden in Sanktuario ein. Bis ein Feuer vom Himmel dieser Idyllischen Ruhe ein Ende bereitete und ein Meteor in die alte Kathedrale der Ruinen von Tristram einschlägt. Deckard Cain der letzte verbliebene Magier des vom Erzengel Tyrael gegründeten Horadrim Ordens wird bei dem Aufprall in die Tiefen gerissen und nur seine Nichte Leah schafft es dem Einschlag zu entgehen. Die durch den Meteor freigesetzten Ströme bringen neues Unheil über die Bevölkerung von Neu Tristram. Der gefallene König Leoric wurde wieder in die Welt der Lebenden geholt und mit ihm eine ganze Horde Untoter verschiedener Dimensionen. Der Terror des einstigen Tyrannen entflammt erneut auf und die Überreste der Lebenden verschanzen sich in der belagerten Stadt. Die eigentlich Bedrohung der Welt geht jedoch nicht von Leoric und seinem Gesindel aus. In den weiten Wüsten von Kehjistan, in der Kaiserlichen Handelsmetropole Caldeum lauert im Untergrund eine weitaus größere Gefahr. Das vergessene Böse hat sich erneut erhoben und ist bereit die Welt mit Flammen zu überziehen.

Wie auch in den beiden Vorgängern ist Diablo3 ein Hack&Slay Spiel bei dem es darum geht immer bessere Ausrüstung zu sammeln um immer stärker werdende Gegner schneller zu besiegen. Dabei kämpft man nicht gegen einzelne Feinde sondern steht fast immer einer großen Gruppe gegenüber. Neben der richtigen Ausrüstung spielt noch das Talentsystem in Form von Runen eine wichtige Rolle. Nach einem Stufenaufstieg hat der Spieler die Möglichkeit neue Runen mit Fertigkeiten auszuwählen. Darunter gibt es viele Spezialisierungen. So kann man sehr starke Zauber wirken die besonders gegen schwer gepanzerte oder besondere Gegner effektiv sind. Dann gibt es noch Fähigkeiten deren Stärke in der Anwendung auf Flächen basiert. Neben diesen Angriffsfertigkeiten sind noch Runen zu entdecken die Ausweichmanöver, verstärkende Rüstungen oder das Beschwören von Gehilfen ermöglichen. Alle diese Fähigkeiten können beliebig kombiniert werden um besondere Taktiken zu entwickeln. Der Großteil des Spielspaßes ist auf den Mehrspielermodus ausgelegt. In diesem werden die Feinde je nach Anzahl der Spieler stärker oder schwächer und seltene Rare Gruppen bieten auf den vier Schwierigkeitsgraden immer neuere Herausforderungen. Allerdings sind viele dieser Bossgruppen auf höheren Stufen sehr schwer zu bezwingen. Im letzten Schwierigkeitsmodus, dem Inferno, ist es wenigen Spielern bisher gelungen das erste Drittel des Spiels erfolgreich zu meistern. Im Einzelspieler gibt es Begleiter die den Spieler im Kampf unterstützen können. Darunter sind ein Templer, eine andere Version des Paladins, ein Schurke und eine Zauberin. Diese vom Computer gesteuerten Charaktere können mit dem Spieler neue Level aufsteigen, ausgerüstet werden und besitzen sogar ein eigenes kleines Talentsystem. Als Spieler kann man aber nur einen von den Drei mit nehmen. Der Wechsel zu einem anderen Begleiter kostet kein Gold jedoch sollten diese optimal ausgerüstet sein damit sie gegen die Höllenbrut ihre Stärken ausspielen können.

Technisch ist Diablo 3 wie fast jeder Titel von Blizzard kein Meilenstein in der grafischen Darstellung. Es wurde auf eine Dreidimensionale Umgebung verzichtet und die Spielmodelle sind bei genauerem betrachten recht Polygonarm gehalten. Die Welt wird in einer vorgerenderten 2D Grafik präsentiert. Diese ist sehr Detailverliebt gestaltet und bietet mit seiner Farbenfrohen Darstellung den ein oder anderen Hingucker. Durch den Einsatz mehrerer Farbpaletten ist Diablo 3 bunter als sein Vorgänger und damit weniger düster was der Atmosphäre aber keinen Abbruch tut. Denn insgesamt ist die Grafik an sich sehr stimmig und es gibt keinen Moment in den man das Zusammenspiel von Bildhintergrund und Geschichte missversteht. Leider gibt es nur eine begrenzte Zoomfunktion. Drehen oder Höhenverstellungen mit der Kameraansicht sind nicht möglich. Damit schafft es Blizzard Low Polymodele geschickt zu verwischen um Ecken und Kanten an Figuren nicht bemerkbar zu machen. Bei Effekten wurde hingegen weniger gespart. Partikel und Explosionen wirken wie aus einem Guss. Damit wird bei Gruppenkämpfen so manches Feuerwerk auf dem Bildschirm gezaubert. Sehr nett anzusehen, bei brenzligen Situationen jedoch eher ein Störfaktor. Das GUI ( Benutzerinterface) sieht mit seinen beiden Globes sehr gut umgesetzt aus und auch die malerische Darstellung von Inventar, Items und anderen Gegenständen passt wunderbar zusammen. Am beeindruckendsten sind aber die Cinematic Sequenzen. Deren Hollywood reife Inszenierung zeigt mal wieder das Blizzard es versteht spannende Momente in Szene zu setzen. Gemeinsam betrachtet stimmt die Optik überein und zeigt der Branche wieder mal sehr deutlich das High end Grafik nicht in allen Genrebereichen von großer Bedeutung ist.

massiv Items zum Sammeln und verkaufen Droprate zu niedrig
sehr viele Monster und Gegnertypen Berufe bringen kaum Vorteile
neue gut spielbare Klassen Talentsystem nicht Individuell genug
Film reife Cinematic Sequenzen Echtgeldauktionshaus
schöne detailverliebte Umgebung AH steht zentral im Game Design
Event Dungeons AKT III und Akt V bieten zu wenig Umfang
4  herausfordernde Schwierigkeitsgrade Online Zwang als DRM Maßnahme
gut inszenierte Geschichte Aktbosse zu einfach gehalten
Stabile Server Inferno Modus teilweise zu schwierig
gute deutsche Synchronisation
ausreichend Speicherpunke
sehr guter Soundtrack

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Bewertung: 4.6/5 (11)