Perfect Dark – Test, Retro-Review

Was passiert, wenn man James Bond zu einer Frau macht eine Handlung erzĂ€hlt, die aus einem B-Science Fiction Film stammen könnte? Es entsteht Perfect Dark, ein Meisterwerk, das 2000 auf dem N64 erschien und 2010 fĂŒr die Xbox 360 aufpoliert wurde. Was macht den geistigen Nachfolger von Rares GoldenEye 007 zum Meisterwerk? Diese Review entsteht … weiter

GoldenEye: Source – Test, Review

Sein Name ist Bond, James Bond. Er hat die Lizenz zum Töten, die Welt mehrfach gerettet und ist der Pionier der modernen Konsolenshooter. Die Rede ist von GoldenEye 007, dem Spiel zum 1995 erschienenen gleichnamigen Film mit Pierce Brosnan als James Bond. Sowohl Film als auch Spiel gelten als das Beste ihrer Art: der Film … weiter

» Nintendo 64

Perfect Dark – Test, Retro-Review

FloosWorld am 21.Dezember 2019 um 14:12:47

Was passiert, wenn man James Bond zu einer Frau macht eine Handlung erzĂ€hlt, die aus einem B-Science Fiction Film stammen könnte? Es entsteht Perfect Dark, ein Meisterwerk, das 2000 auf dem N64 erschien und 2010 fĂŒr die Xbox 360 aufpoliert wurde. Was macht den geistigen Nachfolger von Rares GoldenEye 007 zum Meisterwerk? Diese Review entsteht auf Basis der Xbox 360-Version.

 

Handlung

Perfect Dark spielt im nicht mehr ganz futuristischen Jahr 2023. Die Hauptfigur ist die Jungagentin Joanna Dark. Aufgrund ihrer exzellenten Ergebnisse in ihrer Ausbildung hĂ€lt Joanna den Titel „Perfect Dark“. FĂŒr ihren ersten Auftrag soll sie bei der dataDyne Corporation einbrechen, um Dr. Caroll, einen ÜberlĂ€ufer zu retten. Im Lauf der Handlung entsteht eine Geschichte rund um den Konflikt von zwei Alienrassen, den Maia und den Skedar. Perfect Dark erzĂ€hlt seine Geschichte in mehrere Level, die in Missionen unterteilt sind.

Zudem gibt es 4 Bonusmissionen, wovon 3 von ihnen sich zwischen den Missionen der Haupthandlung abspielen.

 

Gameplay

Das Gameplay Ă€hnelt dem von GoldenEye: je nach Schwierigkeitsgrad gilt es mehrere und verschieden schwere Aufgaben zu erfĂŒllen. Einige Ziele sind auch an ein Zeitlimit gebunden. In einigen Missionen ist Jo mit zusĂ€tzlichen Gadgets ausgerĂŒstet, die es zu benutzen gilt. Mit dem IR-Scanner kann man z.B. durch WĂ€nde sehen und getarnte Gegner erkennen.

Etwas, das Perfect Dark ebenfalls von seinem VorgĂ€nger ĂŒbernommen hat, ist, dass höhere Schwierigkeitsgrade auch bessere Belohnungen in Aussicht stellen. Das Freispielen von Cheats ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden, etwa das Abschließen eines Levels auf einem bestimmten Schwierigkeitsgrad in einer bestimmten Zeit. Wertvolle Cheats, wie etwa Unverwundbarkeit, sind zwar auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad (Agent) zu erreichen, aber mit einem knapp bemessenen Zeitlimit versehen. Wer alle Cheats möchte, muss sich zwangslĂ€ufig die Positionen der Gegner und andere wichtige Punkte innerhalb eines Levels merken.

Ist ein Cheat aktiviert, wird das deutlich gemacht, indem im HauptmenĂŒ vor jedem MenĂŒpunkt das Wort „Cheat“ steht. Jeglicher Fortschritt ist dann gesperrt, solange die Cheats aktiv sind.

Spielt man die Kampagne auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durch, bekommt man einen neuen, vierten Schwierigkeitsgrad, mit dem sich, wie bei GoldenEye 007 die Gesundheit, Treffsicherheit und Reaktionszeit der Gegner verstellen lĂ€sst. In der ursprĂŒnglichen Version konnte man einige Cheats auch durch das Laden eines Spielstands des Gameboy Spiels mittels des Transfer Paks am N64 Controller freischalten. Da Microsoft keinen Handheld hat wurde das so umprogrammiert, dass man auf der Xbox 360 den Nachfolger „Perfect Dark Zero“ installiert hat. Dementsprechend funktioniert das auf der Xbox One nicht mehr.

 

Steuerung

Die Steuerung wurde fĂŒr die Xbox 360-Version grundlegend ĂŒberarbeitet. Bewegt wird sich, wie in jedem anderen neuen Shooter fĂŒr Konsole, mit beiden Sticks, mit dem linken Trigger wird manuell gezielt und mit dem rechten Trigger gefeuert. „Back“ zeigt das Missionsziel bzw. den Punktestand im Multiplayer an. Nachgeladen wird mit der X-Taste. LB blendet eine Art Waffenrad ein und mit RB wird der Feuermodus gewechselt. DrĂŒckt man den Linken Stick, wechselt man zwischen Ducken und Stehen. Alles in allem lĂ€sst sich das Spiel sehr gut steuern. Es gibt außerdem weitere Steuerungsschema, die fĂŒr LinkshĂ€nder sind, an die Steuerungsweise an der N64 erinnern oder Call of Duty nachempfunden sind.

 

Technik

 

Als das Spiel 2000 fĂŒr den N64 erschien, brachte es die Konsole an die Grenze ihrer Leistung. So wird bei der ursprĂŒnglichen Version die Arbeitsspeichererweiterung (Expansion Pak) benötigt, um ĂŒberhaupt die Kampagne spielen zu können. Die Erweiterung wird außerdem gebraucht, um das Spiel in 640×480 anstelle von 320×240 spielen zu können. Laut der RĂŒckseite der Verpackung stehen ohne der RAM Erweiterung gerade mal 35 % des gesamten Spiels zur VerfĂŒgung.

Die GoldenEye-Engine wurde ĂŒberarbeitet und erweitert. So bietet Perfect Dark nun dynamische Beleuchtung bei Waffengebrauch, Blutspritzer an den WĂ€nden und einen sekundĂ€ren Feuermodus fĂŒr (so gut wie) alle Waffen im Spiel. Dies mag zwar auf den ersten Blick nicht beeindruckend klingen, da die Unreal Engine 1998 auf dem PC bereits Ă€hnliches bot, doch sollte man sich hier vor Augen halten, dass das hier ein N64-Spiel ist dessen Daten auf einer im Speicherplatz begrenzten Cartridge gespeichert werden, im Fall von Perfect Dark sind das 32 MB. Das Xbox-Remaster hingegen ist 735 MB groß.

Neu sind auch Nachladeanimationen fĂŒr jede Waffe. Wie auch in GoldenEye 007 können Waffen doppelt getragen werden, selbst die Sturmgewehre. Allerdings gilt das nicht mehr mit jeder Waffe im Spiel. Neben Cutscenes gibt es nun auch eine Sprachausgabe. Bei GoldenEye 007 wurde ausschließlich ĂŒber Texteinblendungen kommuniziert.

 

 

Das Waffenarsenal

Perfect Dark bietet ein breitgefÀchertes Arsenal an konventionellen und futuristischen Waffen. So gibt es mit dem Dragon ein Maschinengewehr, dass im sekundÀren Feuermodus geworfen werden kann und wie eine AnnÀherungsmine funktioniert. Ebenso gibt es mit der FarSight XR-20 eine Alien-Railgun, die sich im sekundÀren Modus in ein Sniper Gewehr mit Wallhack-Funktion verwandelt. Eine eher ungewöhnliche Waffe lÀsst sich mit der Reaper finden. Im primÀren Modus verhÀlt sich die Waffe wie eine Gatling-Gun und im sekundÀren Modus wird sie zu einer Art tragbarer KreissÀge. Die Granate kann entweder wie gewohnt geworfen werden, oder sich in einen Pinball mit AnnÀherungsfunktion verwandeln.

In Multiplayer-Partien ist besonders das Laptopgewehr gleichermaßen verhasst und gefĂŒrchtet, da es im sekundĂ€ren Modus zu einer werfbaren Selbstschussanlage wird. Vom VorgĂ€nger wurden einige Waffen, sowie deren „Nachladeanimationen“ und Fadenkreuze ĂŒbernommen, u.a. auch die unbeliebte Klobb, benannt nach Ken Lobb, die hier Kl01313 genannt wird. In Perfect Dark ist es ebenfalls möglich, Gegner zu entwaffnen, was im Multiplayer fĂŒr einige spannende Momente sorgt, wenn man dem Gegner eine mĂ€chtige Waffe abnimmt.

 

 

Carrington Institut

Zwischen den Missionen kann sich Jo im GebĂ€ude des Carrington Instituts, ihrem Arbeitgeber, frei bewegen. Im Institut können Cheats aktiviert, Hintergrundinfos zur Handlung aufgerufen oder auch der Umgang mit den Waffen am Schießstand geĂŒbt werden. FĂŒr jede Waffe gibt es eine Bronze-, Silber-, und Goldherausforderung. Meistert man jede Waffe, schaltet man eine Bonusmission frei. Zudem kann man einige Klassikerwaffen aus GoldenEye 007 fĂŒr den Einzelspieler freischalten. Bonds PP7, die im Spiel PP9i genannt wird, schaltet man frei, indem man jede Herausforderung mit allen Falcon 2 Varianten abschließt.

Der Kampfsimulator (Multiplayer)

 

Unter dem MenĂŒpunkt „Kampfsimulator“ ist der Multiplayer zu finden. Hier können bis zu vier Spieler an einer Konsole spielen. Neu im sind Bots, die hier „Simulanten“ genannt werden. Bis zu 8 Simulanten können gleichzeitig mit den Spielern auf der Karte unterwegs sein, also gibt es bis zu 12 Spieler. Die Simulanten haben verschiedene Schwierigkeitsgrade und Persönlichkeiten, etwa versucht die „PazifistSim“ alle Waffen auf einer Karte einzusammeln, sodass kein Kampf entstehen kann, wĂ€hrend die „JustizSim“ immer den stĂ€rksten Spieler jagt.

Zudem gibt es Challenges, mit denen weitere Waffen freigeschaltet werden, da das Waffenangebot zu Spielbeginn noch recht ĂŒberschaubar ist. Mit den Challenges werden ebenfalls weitere KI-PlĂ€tze und Typen freigespielt, da man zu Beginn nur mit bis zu 4 KIs spielt. Von GoldenEye 007 wurden drei Karten ĂŒbernommen: Temple, Complex und Facility, welches hier Felicity genannt wird. Die Xbox-Version wurde um eine Anbindung an Xbox Live erweitert.

 

 

Koop und Counter Operative-Modus

Alle Missionen in der Kampagne können auch zusammengespielt werden und das wahlweise mit oder ohne menschlicher UnterstĂŒtzung. Zudem gibt es die Möglichkeit den sogenannten Counter Operative-Modus zu spielen, einen Modus, welchen es bislang selten in einem Egoshooter gab. Dabei schlĂŒpft dann ein Spieler in die Rolle von Joanna und ein anderer wird in die Rolle der Gegner versetzt und hat somit die Aufgabe die Heldin aufzuhalten.

Fazit

Perfect Dark macht seinem Namen alle Ehre, da man es hier mit einem der besten Konsolen-Shooter aller Zeiten zu tun hat. Leider war er 2000 nicht annĂ€hernd so erfolgreich wie sein VorgĂ€nger, der in der ewigen Liste der Verkaufen N64-Spiele auf Platz 3 steht und als erfolgreichstes, nicht Nintendo-eigenes Spiel gilt. Aber gut, die Entwicklungsgeschichte hinter dem Spiel ist eine schwierige. Ein Teil des Teams stieg aus, um mit Free Radical ein eigenes Studio zu grĂŒnden. Deren Timesplitters-Reihe spielt sich recht Ă€hnlich. Ein weiterer Grund fĂŒr die schlechteren Verkaufszahlen dĂŒrfte auch der Zwang vom Expansion Pak sein, um Zugriff auf das ganze Spiel zu bekommen. Rare war zu jener Zeit fĂŒr die Donkey Kong Spiele von Nintendo zustĂ€ndig und lieferte das ein Jahr davor veröffentlichte Donkey Kong 64 mit einem Expansion Pak aus, was bei Perfect Dark nicht der Fall war.

Es ist faszinierend zu sehen, wie die Hardware der N64 an ihre Grenzen getrieben wird, was nur noch von Rares Conker’s Bad Fur Day aus dem Jahr 2001 ĂŒberboten wird.

Wenn ihr Perfect Dark ausprobieren wollt, habt ihr neben der Möglichkeit, euch ein N64 mit dem Spiel zu kaufen, auch weitere Optionen. 2010 erschien ein Remaster fĂŒr Xbox Live Arcade, dass alle Grafiken aufpoliert und fĂŒr stabile 60 FPS sorgt (außer wenn man vor einer Explosion steht). Dieses Remaster kann einzeln fĂŒr knapp 8 € digital gekauft werden und ist auch Bestandteil von Rare Replay, einer Spielesammlung mit 30 Titeln, die von Rare entwickelt wurden, u.a. mit Battletoads, Perfect Dark und Perfect Dark Zero oder auch Conker’s Bad Fur Day in seiner ursprĂŒnglichen Form. Rare Replay kostet 30 €.

 

 

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Bewertung: 5.0/5 (4)

GoldenEye: Source – Test, Review

FloosWorld am 18.Oktober 2018 um 13:10:20

Sein Name ist Bond, James Bond. Er hat die Lizenz zum Töten, die Welt mehrfach gerettet und ist der Pionier der modernen Konsolenshooter. Die Rede ist von GoldenEye 007, dem Spiel zum 1995 erschienenen gleichnamigen Film mit Pierce Brosnan als James Bond. Sowohl Film als auch Spiel gelten als das Beste ihrer Art: der Film als der beste Bond mit Brosnan und das Spiel als die beste Umsetzung eines Kinofilms. UrsprĂŒnglich sollte das Spiel auf der SNES erscheinen, da man aber auf die neue Konsolengeneration warten wollte entschied man sich GoldenEye 007 im August 1997 fĂŒr Nintendos Nachfolgekonsole, der N64, zu veröffentlichen. In Deutschland hingegen erschien das Spiel nicht, wurde aber trotzdem von der BPjS, heute besser bekannt als BPjM, im April 1998 indiziert. Eine Version mit deutschem Bildschirmtext erschien lediglich in Österreich und der Schweiz mit der speziellen Bemerkung, dass das Spiel nicht fĂŒr den deutschen Markt bestimmt sei. Was die BPjS damals dazu veranlasste den Nachfolger Perfect Dark trotz Ă€hnlicher Gewaltdarstellung nicht zu indizieren, bleibt bis heute ein RĂ€tsel.

Was GoldenEye 007 von anderen Spieleumsetzungen zu Filmen unterscheidet ist, dass die Handlung des Spiels bis auf wenige Ausnahmen dem Film folgt. Den technischen EinschrÀnkungen der N64 geschuldet mussten kleinere Details verÀndert werden, was dem Spiel aber nicht geschadet hat.

Von Kritikern wurde GoldenEye 007 sehr gut bewertet. Diese bezeichnen das Spiel trotz seiner SchwĂ€chen – allen voran der Framerate – als einen der besten Shooter aller Zeiten und dies lĂ€sst sich auch in den Verkaufszahlen erkennen, denn GoldenEye 007 ist das drittmeist verkaufteste N64-Spiel aller Zeiten. Gelobt wurde neben dem Einzelspielermodus auch der Mehrspieler. Das Kuriose am Mehrspieler: dieser war ein Last-Minute-Projekt, da das Spiel knapp einen Monat vor der Deadline keinen Multiplayer vorsah. Hier konnten bis zu 4 Spieler an einer Konsole sich in ausgewĂ€hlten Level vom Singleplayer duellieren. Die Framerate ging dabei meistens runter auf bis zu 20 Einzelbilder in der Sekunde.

Das GoldenEye 007 bis heute beliebt ist zeigt die Fangemeinde um das Spiel herum: Von Fans programmierte Level fĂŒr das Originalspiel, welche man im Emulator spielen kann; der Versuch den Multiplayer ĂŒber Emulator zu betreiben und auch die erstmals 2005 erschienene GoldenEye: Source Mod, welche unter der Namensgebenden Source-Engine (Counter Strike: Source, Half Life 2) lĂ€uft.

GoldenEye: Source nimmt den Multiplayer aus dem N64-Original und verfrachtet ihn in eine zeitgemĂ€ĂŸe Optik. Wie sich das Spielen lĂ€sst? Zeit, es herauszufinden.

Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist GoldenEye: Source 5.0.6 die aktuellste Version. Zum Vergleich mit dem Original wurde Project64 benutzt.

Das Wichtigste in aller KĂŒrze

GoldenEye: Source lĂ€sst sich ĂŒber ModDB herunterladen und ĂŒber Steam starten, sofern Source SDK Base 2007 installiert ist (auffindbar unter „Werkzeuge“ beim Punkt „Bibliothek“ in der Desktop-Anwendung). Die Mod ist kostenlos und setzt keine anderen Spiele auf Basis der Source-Engine voraus.

Die Mod bietet:

  • Originalgetreue Nachbauten der Multiplayer-Level aus dem Original und neugestaltete Varianten so gut wie aller in GoldenEye 007 vorhandenen Level
  • SĂ€mtliche Waffen, auch jene, welche nur mit Cheats verfĂŒgbar waren
  • Originalgetreues HUD, samt Lebens- und Munitionsanzeige
  • Figuren aus dem Original mit Ausnahme von Xenia und Natalya
  • Sowohl Original-Soundtrack als auch Remix
  • KI-UnterstĂŒtzung
  • Online- und LAN-Multiplayer
  • Klassische Multiplayermodi
  • Errungenschaften

Die PrÀsentation

GoldenEye: Source ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet – und das Merkt man bereits, sobald man das Spiel startet und die Titelkarte mit den Copyright-Hinweisen erscheint. Diese Ă€hnelt derer vom N64-Original. Auch das Intro ist eine Hommage an GoldenEye 007 und beinhaltet genauso wie im Spiel und im Film die berĂŒhmte Gunbarrel-Szene.

Das HauptmenĂŒ ist so, wie man es von Spielen mit der Source-Engine gewohnt ist: alle MenĂŒpunkte sind auf der linken Seite zu finden. Neben dem Erstellen oder Beitreten eines Servers kann man hier sich das Introvideo nochmal anschauen, ein Blick auf die Mitwirkenden werfen oder den aktuellen Stand der Errungenschaften abfragen. Im HauptmenĂŒ selbst lĂ€uft abwechselnd ein Remix der HauptmenĂŒ-Musik oder aus dem PausemenĂŒ.

Von denen gibt es 120 StĂŒck und deren Namen sind zum Teil Anspielungen auf die James Bond Filme. Es gibt beispielsweise die Errungenschaft „Goldfinger“ – diese wird freigeschaltet, sobald man jemanden, der die Golden Gun hat, mit den HĂ€nden tötet.

Weitere Hommagen lassen sich im laufenen Spiel finden: das mit der TAB-Taste aufrufbare Scoreboard Ă€hnelt optisch der Uhr aus dem PausenmenĂŒ und zeigt zudem die aus dem N64-Original ĂŒbernommene Lebensanzeige.

Auch im Gameplay wurden einige Details aus dem Original ĂŒbernommen: bei beiden Schrotflinten lassen sich je nach Munitionsstand bis zu fĂŒnf Patronen an der Munitionshalterung erkennen (sammelt man Munition auf und lĂ€dt nach erscheinen die anderen Patronen aus dem Restmagazin an der Halterung – funktioniert aber nur, wenn man weniger als 5 Patronen hat!); die Munitionsanzeige wurde aus dem Original ĂŒbernommen; im HUD wird ein Radar angezeigt, welches an den geistigen Nachfolger Perfect Dark erinnert.

Optische Details, wie etwa das herunterlaufende Blut sobald man getötet wurde, lassen sich auch finden.

Eine besondere ErwĂ€hnung gilt dem Soundtrack: dieser ist – je nach Karte – entweder direkt von der N64 ĂŒbernommen worden, oder ist ein Remix. Spielt man auf Facility Classic hört man genau den selben Soundtrack, den man auf der N64 hören wĂŒrde.

Die neugestalteten Level orientieren sich mehr an der Filmvorlage und sehen dementsprechend fantastisch aus. Besonders merkt man das bei der neuen Facility Backdoor Karte, welche der Kinovorlage in nichts nachsteht. Es gibt zudem einen Bonuslevel, der auf Casino Royale basiert.

Spielmodi

GoldenEye: Source ĂŒbernimmt alle Spielmodi aus GoldenEye 007 und fĂŒgt auch neue hinzu. Diese wollen wir uns nun im Detail ansehen:

DeathMatch ist ein Modus, welcher selbsterklĂ€rend ist: Jeder gegen Jeden. Ab 12 Spielern wird der Modus automatisch zum Team DeathMatch. Eine abgewandelte Form ist Dr. No Armor – hier wird ebenfalls DeathMatch gespielt, allerdings werden die Schutzwesten auf der Karte entfernt.

Capture the Flag war im Original nicht vorhanden, ist aber genauso selbstredend: 2 Flaggen, 2 Teams, die gegnerische Flagge stehlen und zur eigenen Basis bringen.

You Only Live Twice ist namentlich an den gleichnamigen Film angelehnt. Hierbei gilt: wer zweimal stirbt, verliert. Sind nur noch zwei Spieler ĂŒbrig, werden alle Schutzwesten entfernt.

Arsenal ist bei anderen Shootern als „Gungame“, „WettrĂŒsten“ oder „Waffenmeister“ bekannt: Ziel ist es sich durch Kills auf Level 10 hochzuarbeiten um beim finalen Level durch einen Kill mit dem Messer zu gewinnen. Auf jedem Level gilt es mit anderen Waffen eine bestimmte Zahl an AbschĂŒssen zu sammeln um Aufzusteigen. Kills mit den HĂ€nden setzen die Gegner um einen Level herab.

A View To Kill ist ebenfalls namentlich an den gleichnamigen Film angelehnt. Hierbei lĂ€uft ein ZĂ€hler, der anzeigt, wie lange man schon „am Leben“ ist. AbschĂŒsse bringen zusĂ€tzliche Zeit auf das Konto. Ist man schon eine gewisse Zeit am Leben, wird man vom Spiel deutlich auf dem Radar gekennzeichnet. Tötet man einen markierten Spieler gibt sich besonders viel Zeit. Wird man getötet, fĂ€ngt der ZĂ€hler wieder bei 0 an. Sieger ist, wer es schafft am lĂ€ngsten am StĂŒck zu ĂŒberleben.

License to Kill ist wiederum eine Abwandlung vom DeathMatch-Modus. In diesem Modus ist jeder Schuss tödlich.

The Man With the Golden Gun ist wiederum ein Filmzitat und eine DeathMatch-Abwandlung: Im Level liegt irgendwo deutlich markiert die Golden Gun. Nimmt man sie auf, wird die Sicht auf dem Radar eingeschrĂ€nkt und man erscheint fĂŒr alle anderen Spieler als goldener Punkt. Hier werden alle AbschĂŒsse gezĂ€hlt, auch wenn hierbei natĂŒrlich die Golden Gun die gefĂ€hrlichste Waffe ist.

The Living Daylights ist eine Capture the Flag Variante: auf der Karte liegen verschiedene Flaggen. Ziel ist es, eine dieser Flaggen zu finden und zu verteidigen. Punkte gibt es hierbei nur, wenn man die Flagge hÀlt.

GunTrade ist ein neuer Modus. Hier startet jeder mit einer Waffe und es gilt: TĂ€ter und Opfer tauschen die Waffe, von daher sollte man als TĂ€ter aufpassen, wen man gerade abschießt, nicht dass man dann eine „undankbare“ Waffe, wie die Klobb oder eine Handgranate bekommt.

GoldenEye: Source brandmarkt zudem in allen Spielmodi „Camper“, welche nur auf der Karte rumstehen.

KI

Auf der N64 musste GoldenEye leider ohne Bots auskommen – diese kamen mit Perfect Dark hinzu. Umso erfreulicher, dass man bei GoldenEye: Source mit bis zu 16 Bots, welche nicht besetzte PlĂ€tze auffĂŒllen, spielen kann. Dass dies auf den Classic Karten nicht ganz so gut ist, ist dabei selbstredend.

Leider ist die KI auf den meisten Karten, insbesondere auf den Remake Versionen reines Kannonenfutter, egal auf welcher Schwierigkeitsstufe diese eingestellt ist. Am Besten funktioniert sie auf Facility Classic und sucht dort auch regelmĂ€ĂŸig den Kampf.

Apropos Schwierigkeitsstufe: Diese entsprechen dem Schwierigkeitsgrad von GoldenEye 007 und sind dementsprechend so benannt worden.

Das Gameplay

Vor dem Spiel können noch diverse Einstellungen getĂ€tigt werden: RundenlĂ€nge, die Zeit bis zum Kartenwechsel, Spielmodus, Waffenset etc. Wie im Original kann man sich die fĂŒr die Runde gewĂŒnschten Waffen nicht selbst aussuchen, sondern nur aus Presets wĂ€hlen. Meine Empfehlung: ZufĂ€llige Presets – das macht die Runden spannender!

Ist ein Level ausgewĂ€hlt, wird geladen und eingestiegen. Besonders schön: Es stehen so gut wie alle Charaktere aus dem originalen Multiplayer zur VerfĂŒgung, selbst der unter Spielern verhasste Oddjob ist mit dabei. Kann man sich nicht entscheiden, kann man das Spiel auch zufĂ€llig einen Charakter auswĂ€hlen lassen.

Je nach dem, ob man sich entschieden hat mit oder ohne Waffe zu starten, kann man die auf dem Boden liegenden Waffen samt Munition und RĂŒstung aufsammeln.

Schönes Detail: DrĂŒckt man die rechte Maustaste bei gezĂŒckter Waffe erscheint das Fadenkreuz aus dem N64-Spiel.

Zum Gameplay an sich lĂ€sst sich nicht viel sagen – wenn man Spiele wie Counter Strike gewohnt ist, ist man schnell drinnen.

WĂ€hrend einer Partie kann man jederzeit mit der F- und C-Taste Informationen ĂŒber die aktuelle Waffe und das Waffenset abrufen.

Das N64-Original war in Sachen Gewaltdarstellung fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse fĂŒhrend und GoldenEye: Source braucht sich da auch nicht zu verstecken: neben Blutspritzern an den WĂ€nden gibt es auch Ragdoll-Effekte.

Fazit

GoldenEye: Source ist rundum gelungen und schafft es perfekt die Mehrspieler-Momente aus dem Original in ein modernes Gewand zu stecken. Stabile 60 FPS tun zusammen mit der Grafikpracht der Source-Engine ihr ĂŒbriges und machen die Mod zu einem guten Erlebnis.

Das Einzige, was der Mod fehlt ist der Einzelspieler. Dieser ist laut Entwickler derzeit nicht geplant. Aber sei’s drum – der Multiplayer ist fantastisch, wenn auch die Spielerzahl auf den Servern etwas dĂŒrftig ist.

GoldenEye: Source ist fĂŒr mich auch ein gutes Trostpflaster dafĂŒr, dass Nintendo ein Xbox 360-Remaster von Rare und Microsoft aufgrund von Lizenzstreitereien verhindert hat. Zur Info: GoldenEye 007 sollte zum 10. Geburtstag 2007 sowohl auf der Xbox 360 als auch auf Nintendos Wii erscheinen. GrĂŒnes Licht gab es damals offiziell von Activision, welche die James Bond Lizenz inne hatten. Selbst Nintendo hatte nichts dagegen, bis kurz vor Release. Die BegrĂŒndung: GoldenEye 007 ist ein Nintendo-Spiel und sollte nur auf einer Nintendo-Konsole erscheinen. Da Nintendo die GoldenEye Lizenz 2018 endgĂŒltig verloren hat, da sie nicht verlĂ€ngert wurde stehen die Chancen auf ein Remaster garnicht so schlecht.

Meine Empfehlung: Schnell runterladen und spielen und hoffentlich damit die Server wieder fĂŒllen!

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Bewertung: 4.8/5 (5)