Orcs Must Die! 2: Test, Review

Ein flotter Startschuss fĂŒr die zweite Runde der spaßigen Ork-Metzelei „Orcs Must Die“! Knapp ein Jahr ließen sich die Entwickler nun Zeit fĂŒr den Nachfolger zum preisgekrönten ersten Teil. Nun stellt sich natĂŒrlich die Frage, welche Erwartungen ĂŒberhaupt an solch einen „Schnellschuss“ Nachfolger gestellt werden dĂŒrfen. Oder hat das eine Jahr doch fĂŒr eine konsequente … weiter

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Orcs Must Die! 2: Test, Review

Malte am 31.Juli 2012 um 14:07:51

Ein flotter Startschuss fĂŒr die zweite Runde der spaßigen Ork-Metzelei „Orcs Must Die“! Knapp ein Jahr ließen sich die Entwickler nun Zeit fĂŒr den Nachfolger zum preisgekrönten ersten Teil. Nun stellt sich natĂŒrlich die Frage, welche Erwartungen ĂŒberhaupt an solch einen „Schnellschuss“ Nachfolger gestellt werden dĂŒrfen. Oder hat das eine Jahr doch fĂŒr eine konsequente Weiterentwicklung ausgereicht, denn was soll schon großartig am tollen Konzept des ersten Teils geĂ€ndert werden, außer kleinerer Detailverbesserungen? Was Ihr letztendlich fĂŒr 14,99€,- geboten bekommt, erfahrt Ihr in diesem kurzen Testbericht.

Wie spielt sich Orcs Must Die! 2?

Das Spielkonzept von Orcs Must Die 2 ist leicht erklĂ€rt: Die kleinen, grĂŒnen, dĂ€mlichen Orks mit allen Mitteln zurĂŒck in die Hölle befördern! Zu Beginn eines Levels können wir in aller Ruhe, ganz im Stil von Tower Defense, die Winkel und Ecken mit einem natĂŒrlich ausgeklĂŒgelten Fallensystemen ausstaffieren, um Orks und Monster gar nicht erst in die NĂ€he zum Herzen unserer Festung durchdringen zu lassen. Wenn wir die Tore öffnen, stĂŒrmen die fiesen kleinen Gestalten unsere Burg. Sollten die Fallen hierbei einmal versagen, können wir mit unserem Helden oder unserer Heldin aus der 3rd-Person-Ansicht selbst Hand anlegen, mit vielzĂ€hligen Waffen und destruktiven ZaubersprĂŒchen selbst in die Schlacht ziehen. Nachdem Überstehen einer Welle Orks haben wir wieder genĂŒgend Budget zur VerfĂŒgung um unsere Fallen zu reparieren, neue zu platzieren oder spĂ€ter gar Kampfeinheiten wie BogenschĂŒtzen oder Ritter zu rekrutieren. Sollten einmal eine gewisse Anzahl Orks oder Monster die Tore unserer Festung gestĂŒrmt haben, haben wir versagt. War’s das mit dem Spielkonzept? Ja, das war’s, aber genau durch dieses simple System macht Orcs Must Die! 2 unheimlich viel Spaß. Jeder Level stellt eine neue Herausforderung, die aber mit immer demselben Schema gemeistert werden kann. Das mag zwar negativ klingen, zieht aber in einen spielerischen Bann.

Was ist denn neu an Orcs Must Die 2?

Auf den ersten Blick leider fast gar nichts. Beim Spielstart werden wir mit einem Ă€hnlichen MenĂŒ und einer identischen Titelmusik begrĂŒĂŸt. Die erste kleine Neuerung lĂ€sst aber trotzdem nicht lange auf sich warten: Beim Spielstart haben wir nun die Wahl zwischen dem altbekannten Helden „Der Kriegsmagier“, der mit dem Mut der Dummen gesegnet ist, und „Die Zauberin“, die wohl gerne das Sagen hat. Die beiden Charaktere unterscheiden sich im weiteren Spielverlauf faktisch nur optisch, spielerische Vor- und Nachteile? Zumindest nur marginal mit viel Vorstellungskraft. Neu und teilweise „heldenspezifisch“ sind eine kleine Handvoll Fallen und Waffen, die sich in Orcs Must Die 2 ĂŒbrigens mehrstufig verbessern und erweitern lassen – ĂŒber 225 Upgrades stehen, laut Entwickler, insgesamt zur VerfĂŒgung. Eine nette Neuerung, zumal wir uns nun auf ein paar ausgewĂ€hlte Fallen spezifizieren und in sie stĂ€rker investieren können. Die neuen Fallen, Waffen und ZaubersprĂŒche sind jedoch gerade bedingt innovativ und Ă€hneln teils anderen, die meisten sind darĂŒber hinaus aus dem VorgĂ€nger unverĂ€ndert bekannt – Schade.

Die wohl schönste Neuerung ist der Koop-Modus, in dem wir uns mit einem Freund oder Mitspieler ĂŒber Steam zu zweit in die Schlacht stĂŒrzen dĂŒrfen. Im neuen Endlos-Modus metzelen wir, wahlweise auch mit einem Freund, so viele Runden, wie wir ĂŒberleben. Hierbei rennt alle vier bis fĂŒnf Wellen ein Oger („Endgegner“) durchs Level, der uns‘re SchĂ€delkasse mĂ€chtig fĂŒllt, vorausgesetzt wir fangen ihn ein. Der Endlos-Modus lĂ€uft hierbei parallel zu unserer Kampagne, weshalb wir die durch diesen gewonnenen SchĂ€del in unseren Charakter oder unsere Waffen investieren können. Moment, Charakter? Ja, immerhin stehen vier freischaltbare Outfits zur VerfĂŒgung, die Orks schon beim Anblick unseres Heldens das FĂŒrchten lehren sollen. Ob sich diese weitere Neuerung nun tatsĂ€chlich auswirkt sei dahingestellt. Maßgebend unterscheidet sich der Endlos-Modus leider nicht von der klassischen Kampagne und stellt nur bedingt eine grĂ¶ĂŸere, abwechslungsreichere Herausforderung. Wo wir bei „abwechslungsreichere“ sind: Die Level sind im Vergleich zum VorgĂ€nger leider so gut wie gar nicht „abwechslungsreicher“. Wieder einmal haben sich die Orks wohl einzig und allein auf die unterirdischen Festungen versteift, wo es doch auch so viele, schönere Festungen ĂŒberirdisch als Domizil geben könnte. Sonst was Neues? Leider Fehlanzeige. Neben einem leicht verĂ€nderten Aussehen des Helden aus dem ersten Teil gibt’s so gut wie gar keinen nennenswerten, weiteren Neuerungen. Vieles bleibt eben beim Alten.

Fazit

Das unverĂ€nderte Spielkonzept geht auch nach einem Jahr auf: Orcs Must Die! 2 macht einfach großen Spaß. Die Möglichkeit, das gesamte Spiel zusammen mit einem Freund zu meistern ist eine wirklich nette Dreingabe, zumal sich die taktische VielfĂ€ltigkeit dadurch automatisch erhöht. Mit Neuerungen tut sich Orcs Must Die 2 allerdings Ă€ußerst schwer: Zwar haben wir nun immerhin die Möglichkeit Waffen, Fallen, ZaubersprĂŒche (und den eigenen Helden) mehrstufig zu verbessern, substanziell neu ist aber wenig. Die Level spielen sich zumeist unterirdisch ab. Ein paar Festungen ĂŒberirdisch, in vielfĂ€ltigerem Terrain hĂ€tte dem Abwechslungsreichtum sicherlich sehr gut getan, zumal die Kampagne verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig schnell durchgespielt ist. Trotz einiger Kritik: Keine Empfehlung fĂŒr dieses Spiel auszusprechen wĂ€re ein Unding, fĂŒr 15€ kommen Fans von Tower Defense und 3rd-Person-Action nĂ€mlich voll auf ihre Kosten. Auch KĂ€ufer und Fans des ersten Teils können bedenkenlos zuschlagen, auch wenn sie keine große Innovation erwarten dĂŒrfen.

spaßige Metzelei, das Konzept geht auf! sehr wenige Neuerungen gegenĂŒber dem ersten Teils
viele Waffen, ZaubersprĂŒche, Fallen teils abwechslungsarme, unterirdische Level
zwei Charaktere spielbar, 225 Upgrades Grafik nicht mehr auf der Höhe der Zeit
toller Koop-Modus
witzige Musik, SprĂŒche des Helden

7 /10

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Bewertung: 5.0/5 (7)