Retro-Check: World of Warcraft

Mit World of Warcraft startete im Jahr 2004 ein Videospiel, das den Grundstein f├╝r den heutigen Erfolg vieler MMORPGs legte. Was habe ich mich damals gefreut als endlich wieder ein Spiel im Warcraft-Universum herauskam. Denn nun konnte ich endlich eine Welt, welche ich bereits in Warcraft III kennenlernen durfte, aus der Third-Person-Perspektive meines eigenen Charakters … weiter

Gothic 2: FAQ #01 – Ab welchem Level sollte ich ins Minental?

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Dawn of War II – The Last Stand: Test, Review

Angef├╝hrt durch ihren furchtlosen und ├╝bermenschlichen Imperator hat sich das menschliche Imperium ├╝ber die gesamte Galaxie des 41. Jahrhunderts ausgebreitet. Mit einer aggressiven Expansion Politik kontrolliert das Imperium einen gigantischen Gro├čraum den es gegen pl├╝ndernden Ork Horden, dem Wahnsinn verfallenen Chaos Anh├Ąngern, den ├ťberlebenden des einstigen Eldar Sternenreichs und weiteren fremdartigen V├Âlkern zu verteidigen gilt. … weiter

R├╝ckblick: Gothic (PC)

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» Ork

Retro-Check: World of Warcraft

Dominik am 18.Februar 2018 um 15:02:34

Mit World of Warcraft startete im Jahr 2004 ein Videospiel, das den Grundstein f├╝r den heutigen Erfolg vieler MMORPGs legte. Was habe ich mich damals gefreut als endlich wieder ein Spiel im Warcraft-Universum herauskam. Denn nun konnte ich endlich eine Welt, welche ich bereits in Warcraft III kennenlernen durfte, aus der Third-Person-Perspektive meines eigenen Charakters erkunden und betrachten. Damals war World of Warcraft das erste Spiel, das ich von meinem damaligen Auszubildendengehalt gekauft hatte.  Nun rund 14 Jahre sp├Ąter denke ich, dass es endlich an der Zeit w├Ąre, dieses Schwergewicht nochmals unter einen Pr├╝fstand zu stellen und zu erkl├Ąren, was den Reiz an diesem Spiel, der Classic Version, ausmachte. Wir werden f├╝r diesen Testbericht auf einem privaten Server spielen, da es World of Warcraft Classic offiziell nicht mehr gibt und auch von Seiten des Entwicklers Blizzard keine Server mehr zur Verf├╝gung gestellt werden.

Bildquelle: quirkilicious.deviantart.com

In World of Warcraft haben wir die Auswahl zwischen zwei sich bekriegenden Fraktionen, der Allianz auf der einen und Die wilde Horde auf der anderen Seite. Insgesamt d├╝rfen wir aus 8 unterschiedlichen Rassen unseren Charakter erstellen. Dies sind unter anderem Die Menschen, Zwerge, Nachtelfen und Gnome auf der Allianz Seite w├Ąhrend wir auf Seite der Horde zwischen Ork, Troll, Tauren und Untoten w├Ąhlen k├Ânnen. Wir entscheiden uns f├╝r die Allianz und nehmen einen m├Ąnnlichen Nachtelfen. Jetzt ist es an der Zeit eine Klasse f├╝r unser Schlitzohr fest zu legen. Hierbei haben wir die Auswahl zwischen Krieger, Paladin (nicht f├╝r Nachtelfen), J├Ąger, Schurke, Druiden, Priester, Schamane (nur Hordenseite), Hexenmeister (nicht f├╝r Nachtelfen) und Magier (ebenfalls nicht f├╝r Nachtelfen spielbar).

F├╝r unseren Elfen scheint mir der Krieger am spa├čigsten zu sein. Also werfen wir uns den Gefahren Azeroths in der Haut eines Keulen schwingenden, wilden, naturverbundenen Elfen entgegen. Unser Start ist eine vom Festland abgelegene Insel auf der wir bis zur Stufe 10 unsere Sporen verdienen werden. Die zu erlernenden F├Ąhigkeiten unseres Charakters setzen wir im Gegensatz zu den meisten anderen Klassen mithilfe von Wut punkten um. Diese Energie besteht nicht aus einem Vorrat aus dem wir sch├Âpfen k├Ânnen, wie etwa Mana, sondern muss mittels k├Ąmpfen aufgebaut werden. Mit jedem erhaltenen Wut Punkt k├Ânnen wir unsere unterschiedlichen Fertigkeiten effektiv einsetzen. Beim erreichen der Stufe 10 steht uns zudem der Talentbaum offen. Dieser ist in drei Sparten: Berserker, Waffen und Verteidigung gegliedert. Im Berserker Baum k├Ânnen wir einen m├Ąchtigen K├Ąmpfer gestalten w├Ąhrend der Waffen Krieger ein Spezialist in der Handhabung unterschiedlichster Waffengattungen ist. Der letzte Baum l├Ąsst unseren Charakter den Weg des Tanks beschreiten. Tanks sind in World of Warcraft K├Ąmpfer die mittels Aggro die Gegner an sich binden und somit schw├Ąchere Spieler vor deren Schaden sch├╝tzen. In der Regel k├Ąmpft der Tank mit Einhandwaffe und Schild. Tanks sind vor allem im Spiel bei den Instanzen gefragt. In diesen speziellen Bereichen warten Bosse, Quests und besonders starke Elite Gegner auf uns als Spieler. Da die Elitefeinde sehr viel einstecken und vor allem austeilen k├Ânnen ben├Âtigt eine Instanz Gruppe, in der Regel bestehend aus 5 Spielern, einen Tank sowie einen Heiler. Der Rest der Truppe besteht aus Damage Dealer (abgek├╝rzt DD). F├╝r unseren Nachtelfen w├Ąhlen wir den Weg des Verteidigers. Es wird uns genug Gelegenheit verschaffen in Gruppen f├╝r Instanzen aufgenommen zu werden.

Haben wir alle Quests (Aufgaben) und die Stufe 10 erreicht geht es mittels Fluggreif per Schnelltaxi auch gleich zum Festland wo wir an der Dunkelk├╝ste weiter leveln werden. Mit steigender Stufe und den damit einhergehenden neuen Gebieten fallen mir auch gleich die sehr langen Laufwege auf, die wir nehmen m├╝ssen um zwischen den verschiedenen St├Ądten und Kasernen reisen zu k├Ânnen. Mit genug Silber in der Tasche k├Ânnen wir selbstverst├Ąndlich auch den Reiseweg via Greif beschleunigen und anbei einige h├╝bsche Sehensw├╝rdigkeiten der Landschaft aus der Luft begutachten. Doch daf├╝r fehlt meinen Elfen das n├Âtige Kleingeld. Denn ich habe mich f├╝r einen Beruf entschieden um unseren Krieger auch gleich passende Ausr├╝stung herstellen zu k├Ânnen das verschlingt Geld. Dazu wurde ich Schmied und Bergbauer. Andere Berufe wie Lederer, K├╝rschner oder Schneider sind f├╝r einen Ketten tragenden Nahk├Ąmpfer eher ungeeignet. Bis zur Stufe 40 hei├čt es f├╝r uns erstmal dann wohl weiter umher marschieren bis wir das Gold f├╝r unser erstes Reittier ( einen wei├čen Tiger ) zusammengekratzt haben. Mit dem Reitgef├Ąhrten ist das Reisen gleich mal viel angenehmer. Mit dem Bodentier erreichen wir eine h├Âhere Geschwindigkeit als zu Fuss. Wenn jedoch uns Gegner ├Âfters treffen und wir dadurch kritischen Schaden erleiden k├Ânnen wir auch ganz schnell von unserem Reittier herunter geworfen werden. Sollte das passieren hat dies jedoch keinerlei Auswirkungen auf unser Tier, wir behalten es immer.

In World of Warcraft gibt es verschiedene Gegenst├Ąnde und Ausr├╝stungen die farblich voneinander unterschieden werden. Graue oder Wei├če Items stehen f├╝r einen minderwertigen Wert und sind meistens dazu geeignet ein paar Kupfer oder Silberlinge zu verdienen indem man sie verkauft. Gr├╝ne Gegenst├Ąnde geben immer einen Attributbonus, diese Items z├Ąhlen zur Standard Ausr├╝stung im Gegensatz dazu findet man Rare ( Blaue ) Waffen und R├╝stungen meistens in Instanzen bei Bossen oder durch Gl├╝ck auch bei normalen Gegnern. Die letzten epischen ( Lila ) Items gibt es zu 80% nur bei Raid Instanzen. Bei einem Raid besteht die Instanz Gruppe aus 20 bis 40 Spielern. Raids sind der End Content von WoW und finden nur im letzten Level 60 statt. Raid Bosse zeichnen sich besonders durch ihre hochskalierte Gr├Â├če und den starken Attacken aus . Besondere Vertreter dieser Art sind der F├╝rst der Feuerelementare, Ragnaros, sowie der heimt├╝ckische wahnsinnige schwarze Drache Nefarian. Beide Gegner findet man nur in den Schwierigsten Raid Instanzen geschmolzener Kern und Pechschwingen Hort. Bei den weiter oben erw├Ąhnten epischen Items gibt es auch Set Gegenst├Ąnde die, sollte man ein Set vollst├Ąndig haben, sich erg├Ąnzen und sogar Charakter F├Ąhigkeiten verbessern k├Ânnen. Die Sets, namentlich auch Tier Set genannt, sind immer f├╝r eine Klasse zugeordnet. So kann unser Krieger zum Beispiel kein Magier Set tragen. Beim erreichen der Stufe 60 gibt es auch neue Reittiere zum erwerben. Diese epischen und optischen sehr aufgemotzten Modelle erh├Âhen das Lauftempo um ganze 100%. Dementsprechend sind diese Tiere auch sehr Kostenintensiv und m├╝ssen durch Monate langes Gold farmen erwirtschaftet werden. Fernab dieser M├Âglichkeit durch Raids besonders starke Ausr├╝stung zu erhalten gibt es noch den PvP ( Spieler gegen Spieler ) Modus. Was w├Ąre Warcraft ohne den ewigen Konflikt zwischen Horde und Allianz ? Im PvP gibt es bis zu 14 Rangstufen die erspielt werden k├Ânnen. Dies k├Ânnen wir durch Open World Raids zB. Auf St├Ądte der jeweils anderen Fraktion erreichen oder wir besuchen die Schlachtfelder welche eigene PvP Areale untergliedert in Instanzen sind. Bei diesen Instanzen stehen uns die Warsong Schlucht, Das Arathi-Becken und das Alteractal zur Verf├╝gung. Alle drei Gebiete unterscheiden sich in der Zielsetzung f├╝r die Spieler. Im Warsong Gebiet spielen wir einen Capture the Flag Modus, Im Becken m├╝ssen wir S├Ągewerke, Farmen und Minen besetzen um so Punkte zu sammeln und im Tal ist es ein Kriegsspiel von 40 gegen 40 Spielern wobei die Fraktion gewinnt welche den feindlichen Feldmarschall besiegt. Beides ,40 Mann Raids sowie der PvP Modus sind sehr Zeitintensiv und fordern von uns als Spieler eine Menge ab. Ohne eine eng zusammenarbeitende Gilde erreicht man bei beiden F├Ąllen so gut wie gar nichts. 40 Spieler dazu zu bringen erfolgreich Bosse und Elite Gegner zu besiegen fordert viel Planung und soziale Koordination ab. Doch wenn man es schafft erfolgreich zusammen zu spielen macht der End Content umso mehr Spass.

Wie bei bereits beim Vorg├Ąnger, dem Strategie Spiel Warcraft III Frozen Throne, setzt auch das MMORPG World of Warcraft grafisch auf einen bunten Comicstil. Die Figuren besitzen sehr wenig Polygone und Detailtiefe was ein Spielen auch auf einen 1,3 Ghz Pentium mit einer Geforce 4 Ti sowie 512 MB Arbeitsspeicher erm├Âglicht. Die Darstellung von Wasser wird im Spiel ohne, f├╝r damalige Verh├Ąltnisse ├Âfter eingesetzte, Spiegelung angezeigt. Bei den Texturen hielt sich Entwickler Blizzard ebenfalls sehr zur├╝ck. Nahe zu alle Texturen bestehen aus Handgemalten grafischen Darstellungen das man ihnen auch ansieht. Um das Spiel f├╝r m├Âglichst viele Spieler auch mit eher schlechten Rechnern spielbar zu machen wurde auf dynamische Schatten verzichtet und man hat anstatt eines dem Stand der Sonne korrekt dargestellten Schatten nur einen weich gezeichneten schwarzen Punkt unter den Charakteren. Das GUI ist h├╝bsch aufbereitet und bereichert das Interface mit zahlreichen gezeichneten Symbolen von denen manche schon in Frozen Throne eingesetzt wurden. Das Wettersystem zeigt besonders bei Witterungen wie Nebel oder Schnee sich von seiner sch├Ânsten Seite. Zwar verzichtet Blizzard auch hier auf all zu aufgeladene Effekte aber die Beleuchtungen und Lichtpunkte sind sehr gut gesetzt und lassen die Landschaften sehr sch├Ân erscheinen. Hin und wieder gibt es einige Grafik Bugs wie etwa beim Reiten wenn eingesteckte Schwerter oder ├äxte in das Reittier ragen oder ├äste den Charakter durchbohren wenn man an einem Baum vorbei reitet. Nostalgische Warcraft Gef├╝hle erwachen dann wenn man durch die Ruinen von Lordaeron schreitet um die Hauptstadt der Untoten zu besuchen oder das eindrucksvolle Sturmwind betritt. Die Entwickler haben sich besonders viel M├╝he darin gegeben bekanntes aus anderen Warcraft Spielen grafisch aufgewerteter in WoW in Szene wieder zu geben. Das f├Ąngt bei Gegnern wie etwa Gnollen an und h├Ârt bei Ortschaften und Gebirgen auf.

Mein Fazit:

Nach so langer Zeit mal wieder die Festplatte drehen zu lassen und das in die Jahre gekommene WoW Classic wieder zu spielen lie├č einige alte Gef├╝hle und Erinnerungen in mir aufwecken. Es ist nun mal ein ganz anderes Spiel als die heutige Version von World of Warcraft. Vieles ist komplizierter und anstrengender. So f├Ąllt der Gruppen Finder f├╝r das Suchen von Instanz Mitspielern komplett weg und das Reisen ist vor allem von Stufe 1 bis 40 eine Heiden Qual. Possitiv muss ich anmerken dass das Spiel doch wesentlich sozialer abl├Ąuft als es im heutigen Zustand der Fall ist. Man muss sich mit seinen Mitspielern schon ordentlich koordinieren und Absprachen in Gilden halten um vor allem im End Content des Spiels Aufgaben meistern zu k├Ânnen. Das Klassensystem ist sehr individuell auf die jeweiligen Klassen zugeschnitten auch das ist in der modernen Version des Spiels eher eine Ausnahme wo alle Klassen fast die selben Funktionen besitzen. Die Aufteilung von Paladinen und Schamanen in die Fraktionen gibt vor allen diesen beiden Klassen eine sehr einzigartige Rolle als Hybriden. Trotz der vielen sozialen Kompetenzen und der individualisierten Klassen bleibt Classic WoW ein Zeitfresser. Als Sch├╝ler oder Auszubildender ein interessantes Spiel aber wenn es dann doch Richtung Beruf und Studium geht kann ich von diesem Spiel nur abraten. In der Classic Version des Privat Servers auf dem ich gespielt hatte konnte ich zwar das max Level erreichen aber der End Content blieb mir zum gr├Â├čten Teil verwehrt. Daf├╝r fehlte mir einfach die Zeit und es gibt wichtigere Dinge f├╝r mich als WoW zu zocken. Trotz allem erreicht das Spiel bei mir ein sehr gutes Testergebnis. Nicht umsonst war im Jahr 2004 World of Warcraft das erste MMO welches die breite Masse erreichte.

viele Klassen und Rassen sehr lange Laufwege
verschiedene Berufe Zeitfresser
sch├Âne Comicgrafik wenig Polygone, schwache Detailtiefe
interessanter End Content
PvP Modus
Gro├če offene Welt

8 /10

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Bewertung: 5.0/5 (7)

Gothic 2: FAQ #01 – Ab welchem Level sollte ich ins Minental?

Malte am 4.Januar 2013 um 12:01:10

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Das Minental in Gothic 2 birgt viele Gefahren wie starke Orks, Snapperherden oder gar Razor. Daher sollte Euer Char in der Lage sein, folgendes zu erf├╝llen:

  • eine kleine Snapperherde (ca. 3 St├╝ck) sollte f├╝r Euch kein Problem darstellen.
  • Ihr solltet es mit einem Rudel W├Âlfen (ca. 5 St├╝ck) aufnehmen k├Ânnen.
  • ein paar Minecrawler (leicht st├Ąrker als Snapper) m├╝sst Ihr f├╝r eine Quest zwangsl├Ąufig bezwingen. Es w├Ąre von Vorteil, wenn Ihr mit Eurem Char einen einzelnen Minecrawler-Warrior bezwingen k├Ânnt.
  • Ork-Kriegern k├Ânnt Ihr gr├Â├čtenteils aus dem Weg gehen, somit ist es nicht absolut notwendig einen besiegen zu k├Ânnen.
  • Ich empfehle Euch, je nach Gilde und Skillverteilung, einen Char ab Level 9 bis 11 das erste Mal ins Minental zu schicken. Falls Ihr das AddOn „Die Nacht des Raben“ spielt, sollte Euer Char Level 12 erreicht haben.

Viel Spa├č!

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Bewertung: 5.0/5 (1)

Dawn of War II – The Last Stand: Test, Review

Dominik am 27.August 2012 um 17:08:30

Angef├╝hrt durch ihren furchtlosen und ├╝bermenschlichen Imperator hat sich das menschliche Imperium ├╝ber die gesamte Galaxie des 41. Jahrhunderts ausgebreitet. Mit einer aggressiven Expansion Politik kontrolliert das Imperium einen gigantischen Gro├čraum den es gegen pl├╝ndernden Ork Horden, dem Wahnsinn verfallenen Chaos Anh├Ąngern, den ├ťberlebenden des einstigen Eldar Sternenreichs und weiteren fremdartigen V├Âlkern zu verteidigen gilt. Um die regul├Ąren Truppen der Imperialen Armee und Planetaren Verteidigungseinheiten in ihrem Kampf zu unterst├╝tzen und letztendlich das Kriegsgl├╝ck zu Gunsten des Imperiums zu wenden, wurden aus der Gen Saat des Gott Imperators die Space Marines erschaffen. Diese an mehreren Orden gebundenen Krieger sind mit modernsten Technologien und Waffen ausgestattet um es gegen Feinde aufzunehmen die den normalen Menschen in jeglicher Form ├╝berlegen sind. Die st├Ąndigen Feuerst├╝rme und Gefechte in der Galaxie erm├Âglichen kein gew├Âhnliches friedfertiges Leben f├╝r die imperialen B├╝rger. Und Obwohl das menschliche Imperium immer noch einen Gro├čteil seines Reiches halten kann, br├Âckelt es an allen Fronten und tief in seinem Inneren. Denn die m├Ąchtigen G├Âtter des Chaos manipulieren und beherrschen unz├Ąhlige Welten au├čerhalb des bekannten Raums und warten nur auf Ihre Gelegenheit dunkle Kreuzz├╝ge zu entsenden um das Universum in Schutt und Asche zu legen. Und w├Ąre diese Bedrohung nicht schon genug, erheben sich auch noch alte V├Âlker aus ihren Jahrtausende alten Gr├Ąbern um ihre Anspr├╝che im Schwarzen Raum geltend zu machen.

Nach dem Bahnbrechenden Erfolg des Last Stand Modus im erschienen Dawn of War 2 Retribution Addon entschied der Publisher THQ den Modus als eigenst├Ąndiges Spiel f├╝r gerade einmal 7 Euro im Verkaufsshop der Online Plattform Steam anzubieten. Wir haben bei dieser Gelegenheit zugeschlagen und bereits ├╝ber 150 Spielstunden in der Welt des 41. Jahrhunderts hinter uns gelassen. Ob sich der Kauf gelohnt hat erfahrt ihr in unserem Testbericht.

The Last Stand verfolgt keiner eigenst├Ąndigen Geschichte im Warhammer 40K Universum. Bei diesem Spiel handelt es sich vielmehr um eine Mischung aus Tower Defence mit Hack&Slay Elementen. In diesem kann der Spieler zwischen 6 verschiedenen Charakteren w├Ąhlen, die alle einer anderen Rasse angeh├Âren. Da gibt es den k├╝hnen Space Marine, einen Offizier der Imperialen Armee, einen Hexer des Chaos, Die Runenprophetin der Eldar, einen Schussw├╝tigen Ork sowie einen ├╝bergro├čen Schwarmtyrannten der Tyranniden ( ein Alienhaftes Volk). Als zus├Ątzlicher DLC Inhalt kann noch der Tau Commander erworben werden, den wir in diesem Test mit einbeziehen werden. Jeder dieser Helden verf├╝gt ├╝ber mehrere Fertigkeiten und Waffen die im Verlauf des Spiels bei jedem Stufenaufstieg Frei geschaltet werden. Insgesamt kann ein Charakter 20 Stufen aufsteigen. Wer eine Herausforderung sucht kann auch das gesamte Level zur├╝cksetzen um erneut bei Stufe 1 wieder anzufangen. Einen  spielerischen Vorteil gibt es bei dieser Option nicht. Um seinen Helden aber erstmal auf das Endlevel zu bringen, m├╝ssen mehrere Wellen von verschiedenen Angreifern in den zwei verf├╝gbaren Karten, der Amboss des Khorne und das blutige Kolosseum, besiegt werden. Nach jeder Angriffswelle erscheint eine neue immer gr├Â├čer werdende Gegnergruppe die man vernichten muss. Erfahrungspunkte erlangt man durch das besiegen der einzelnen Gegner. Um die Erfahrungspunkte pro Feind zu erh├Âhen, m├╝ssen zwei Flaggenpunkte gehalten werden. Diese im Spiel als T├╝rme dargestellten Modifikatoren m├╝ssen zu Spielbeginn von den Spielern eingenommen werden. Je l├Ąnger die Spielergruppe die T├╝rme h├Ąlt umso mehr Erfahrung gibt es f├╝r die gefallenen Gegner. Zus├Ątzlich kann der Modifikator durch schnelles Besiegen einer Welle gesteigert werden. Da alle Heldencharaktere ├╝ber mehrere Waffen und Ausr├╝stungstypen im Laufe des Spiels bekommen, kann ein Spieler verschiedene Kombinationen anwenden um ein Spiel zu meistern. Effektiv sollten die Spieler bereits vor Rundenbeginn die spielende Klasse ihrer Helden aufeinander abstimmen um die ├ťberlebenschancen in der Arena zu erh├Âhen.

Da The Last Stand ein zus├Ątzlicher Modus im Strategiespiel Dawn of War 2 war, wird das Spiel aus der Sicht der Vogelperspektive dargestellt. Mithilfe von Maus und Hotkeys auf der Tastatur wird das Spiel gesteuert. Ein wichtiger Aspekt ist neben erg├Ąnzenden Ausr├╝stungen, falls vom Level vorhanden, das nutzen von Deckungsm├Âglichkeiten um erlittenen Schaden zu reduzieren. Neben zerst├Ârbaren Mauern und B├╝schen gibt es noch Krater und betretbare Hochst├Ąnde die als Deckung vor feindlichen Beschuss genutzt werden k├Ânnen. Auch die feindlichen Einheiten nutzen dieses Spielfeature, mit Ausnahme der Wacht├╝rme. Zu Beginn des Spiels verf├╝gen die einzelnen Helden ├╝ber wenig Ausr├╝stungsgegenst├Ąnde weshalb es nicht allzu viele M├Âglichkeiten zur Individualisierung gibt. Mit dem Aufstieg jeden Levels k├Ânnen sich neue Kombinationen an F├Ąhigkeiten und Waffen ergeben um verschiedene Vorgehensweisen spielen zu k├Ânnen. Spezialfertigkeiten werden erst ab der oberen Levelgrenze Frei gegeben. Zus├Ątzlich kann jede Heldenklasse noch zwei Errungenschaft Waffen und R├╝stungen f├╝r das Ausf├╝hren von schweren Aufgaben erhalten. Neben einer guten Kombination aus Heldengruppen der Spieler ist das Wiederbeleben von Verb├╝ndeten ein wichtiger Bestandteil des Spiels um vorw├Ąrts zu kommen. Denn ein gefallener Spielercharakter bleibt im Spiel, so fern es kein Verbindungsabbruch gibt, und kann von Mitspielern wieder aufs Schlachtfeld zur├╝ck belebt werden. Einige Charakter klassen besitzen zudem F├Ąhigkeiten um Verb├╝ndete im Kampf zu st├Ąrken, zu heilen oder die St├Ąrke der Gegner, mittels Kampfschreie, zu minimieren. Um ein Scheitern in der Arena vorzubeugen ist es ratsam wie bereits erw├Ąhnt eine gute Klassenkombination aufzustellen. ├ähnlich wie in diversen Rollenspielen k├Ânnen Charaktere mittels Fertigkeiten und Gegenst├Ąnde bestimmte Aufgaben ├╝bernehmen. So eignet sich der Space Marine hervorragend als Heiler, Nahk├Ąmpfer oder Verteidiger w├Ąhrend der Ork Gegner mit schweren Schusswaffen niederhalten oder mit speziellen Minenfallen verlangsamen  kann. Als reine Unterst├╝tzungsklasse ist die Prophetin der Eldar ausgelegt, die durch Massen Teleportation und Schutzschilden verb├╝ndete Spieler sch├╝tzen kann. Der Chaoshexer verf├╝gt ├╝ber m├Ąchtige Kampfzauber und kann sogar feindliche Truppen Klonen. Als etwas Overpowered erweist sich der DLC Zusatz des Tau Commanders. Denn dieser Held ist neben seiner immer einsatzbereiten Mobilit├Ąt auch in der Lage Schutz oder Angriffsdrohnen mit in die Schlacht zu nehmen und verf├╝gt zudem ├╝ber sehr starke Schusswaffen. Aber was will man von einem kostenpflichtigen Content Inhalt auch erwarten?

Grafisch macht the Last Stand einen sehr guten Eindruck. Die Hochaufl├Âsenden Polygon Modelle sehen f├╝r ein ( Urspr├╝ngliches) Strategiespiel mehr als ausgezeichnet aus und man sieht dem Spiel seinen Dawn of War Touch erheblich an. Die Effekte spielen ebenfalls in der oberen Liga mit. Sch├Âne Partikelfilter und in mehreren Farben schillernde Explosionen und Effekte verursachen ein Feuerwerk auf dem Bildschirm, dass nicht nur imposant aussieht, sondern auch ordentlich am Grafikchip frisst. Mit dem Einsatz von Shader Model 3.0 lohnt sich das Spiel erst ab einer Grafikleistung von einer Nvidia 7800 GT oder h├Âher zu kaufen. Die Animationen laufen fl├╝ssig und entsprechen dem jeweiligen Modelltyp ( Alien oder Mensch). Das GUI ( Spielerinterface) ist ├╝bersichtlich gestaltet und man verliert selten den ├ťberblick, mit Ausnahme von der Anwesenheit vieler Feinde in den Gefechten. Physikalisch reagiert die Umgebung realistisch auf Effekte und anderer ├Ąu├čeren Einfl├╝sse. Bei Explosionen bilden sich tiefe Krater, die Gegner werden durch Fl├Ąchenschadenden Angriffen korrekt durch die Luft gewirbelt. Und auch Geb├Ąude fallen in realistischen Z├╝gen bei Besch├Ądigungen auseinander. Bei all dieser Perfektion verwundert es das zerst├Ârte Pflanzen v├Âllig unschl├╝ssig zersetzt werden. Die UV Texturierung von Modellen und Objekten wirken wie aus einem Guss und passen stimmig zusammen. Abz├╝ge machen die Texturen von Hintergrund und Umgebung. Trotz Hoher Breitbild Aufl├Âsung wirken diese eher verwaschen und sind nur aus gro├čer Distanz ansehnlich. F├╝r ein mittlerweile eigenst├Ąndiges Spiel macht The Last Stand einen grafisch zusammenpassenden Eindruck der durch das flotte Spielgeschehen zu gro├čer Form verkommt.

6 spielbare Heldenklassen Hohe Ladezeiten
viele Klassen Kombinationen m├Âglich h├Ąufige Verbindungsabbr├╝che
Team orientiertes Spiel DLC Inhalte erwerbbar
Eindrucksvolle Zauber und Effekte nur 2 Levels
gro├če Auswahl an Waffen etc.  
Teilweise lustige F├Ąhigkeiten  
Hohe Motivationskurve  
viele unterschiedliche Feinde  
Errungenschaften verf├╝gbar  
   

Fazit

The Last Stand trumpft mit einer viel zahl an Kombinationsm├Âglichkeiten die keine W├╝nsche offen l├Ąsst. Spielt man einen Unterst├╝tzer oder doch lieber den schwer gepanzerten Hammerschwingenden Nahk├Ąmpfer? Einen Heldencharakter auf Stufe 20 zu bringen bedeutet nicht gleichwohl das Ende des spielens f├╝r die jeweilige Klasse. Denn gerade im Endlevel Bereich w├Ąchst die Herausforderung mit so wenig Verlusten wie m├Âglich eine Arena zu meistern. Dank der sehr gro├čen Auswahl an Waffen, R├╝stungen und Fertigkeiten lassen sich verschiedene Rollenspieltypen kreieren. Der Schwierigkeitsgrad ist angemessen und erh├Âht sich kontinuierlich mit den steigenden Wellen von Angreifern. Ein Duell mit Spiegelbildern des eigenen Helden (Klonen ) w├╝rzt das ganze Spielgeschehen gerade zu ab. Mager f├Ąllt dagegen die Levelauswahl von lediglich zwei Karten aus. F├╝r 7 Euro darf man aber eben auch kein Vollpreistitel erwarten. Das Spiel, oder eher der Modus, erf├╝llt aber alle Erwartungen welche ich seit Erwerb gehabt hatte. Besonders Empfehlenswert ist es, dass Spiel mit Freunden und Bekannten zu spielen. Denn nur mit der richtigen Klassenkombination lassen sich sehr starke Helden in die Schlacht schicken. The Last Stand ist sehr Teamorientiert, Einzelspieler sollten eher einen Bogen machen, denn ohne die Zusammenarbeit mit anderen Spielern l├Ąsst sich das Spiel kaum bewerkstelligen.

7,5 /10

 


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Bewertung: 5.0/5 (8)

R├╝ckblick: Gothic (PC)

Dominik am 16.Februar 2011 um 13:02:07

Im K├Ânigreich Myrtana tobt ein gnadenloser Krieg zwischen Orks und den Menschen unter K├Ânig Rhobar II. Das Magische Erz aus der Insel Khorinis k├Ânnte einen Sieg entscheiden und so versetzt der K├Ânig eine Strafkolonie auf die einsame Insel. Dort l├Ąsst er jeden Gefangenen seines Reiches in den Erzminen schuften um sich somit seine Armeen ausr├╝sten zu lassen. Um jede Fluchtversuche von vorneherein auszuschlie├čen l├Ąsst sich der K├Ânig mithilfe von Magiern der unterschiedlichsten Zirkel eine magische Barriere um das Minental errichten. Doch der Vorbereitungszauber schl├Ągt fehl und am Ende haben sich die Magier selbst in der Strafkolonie eingeschlossen. In diesem Moment kam es zum Aufstand der Gefangenen,innerhalb k├╝rzester Zeit ├╝bernahmen sie die Kontrolle ├╝ber das Isolierte Minental. Von nun hatten die sogenannten Erzbarone das Sagen. Um seiner Niederlage zu entgehen schlie├čt der K├Ânig ein Handelsabkommen mit den Str├Ąflingen. Im Gegenzug zum magischen Erz liefert er den Minental Bewohnern alles was sie zum Leben brauchten.

Nun wird ein weiterer Gefangener mit der n├Ąchsten Lieferung an G├╝tern nach Khorinis gebracht. Ein Namenloser Held in dessen Haut wir schl├╝pfen werden. Noch Bevor man uns ins Tal wirft erhalten wir von einem Magier den Auftrag eine Botschaft an den Obersten Feuermagier ,welcher ebenfalls in der Kolonie eingeschlossen ist zu ├╝berreichen. Von nun sind wir f├╝r die weiteren Schritte im Minental verantwortlich. Nach einem sehr unangenehmen Empfang treffen wir auf den Meisterdieb Diego welcher uns von der Lage der Strafkolonie berichtet. So haben wir die M├Âglichkeit uns f├╝r 3. Fraktionen zu entscheiden,darunter das ├älteste Alte Lager, ein neugegr├╝ndetes Lager unter F├╝hrung des Wasserzirkels oder einer Mysteri├Âsen Sekte welche sich im Sumpf niedergelassenen hat. Doch um die Angeh├Ârigkeit in einem dieser Lager zu erreichen ist es noch ein weiter Weg. So klopfen wir uns erst mal durch die W├Ąlder und f├╝hren erste Kontakte mit den Tal Bewohnern. Die Steuerung ist eine Kombination aus Keyboard und Maus wobei diese sehr gew├Âhnungsbed├╝rftig ist. So lohnt sich zuerst ein Blick ins Handbuch bevor man die ersten Kampfhandlungen vornimmt. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlichster Gegner die alle einen Individuellen Kampfstil besitzen. So gibt es die Strauss ├Ąhnlichen Scavanger welche bei Bedrohung meistens Hilfelaute von sich geben um letztendlich im Rudel anzugreifen. Auch gibt es Einzelk├Ąmpfer wie die Riesigen Trolle oder Luker. Gothic wartet mit einer gro├čen Auswahl von Entscheidungsquests auf uns. So haben wir immer wieder die Wahl bestimmte Personen zu bestechen oder unsere Auftragsgeber zu verraten. Der Realistische Wechsel von Tag und Nacht beeinflusst das Leben der Lagerbewohner womit die Spielwelt glaubhafter und vor allem Lebendiger r├╝ber kommt.Es gibt eine gro├če Auswahl an Waffen und Zaubern die wir aber erst dann effektiv nutzen k├Ânnen wenn wir deren Umgang gelernt und gemeistert haben. Bei einem Stufenaufstieg sammeln wir anstatt von Attributsverbesserungen Erfahrungspunkte,welche wir bei den vielen Lehrern gegen eine zB. Bessere Handhabung von Waffen oder neuen Zauberkreisen einl├Âsen k├Ânnen. Da es immer unterschiedliche L├Âsungen und Aufgaben gibt wie etwa der Zugeh├Ârigkeit eines Lagers,kann man das Spiel ohne Probleme mehrfach durch spielen. Das Ende allerdings l├Ąsst sich hingegen nicht beeinflussen. Schade das Piranha Bytes dem Spiel damals keinen Mehrspielerpart mitgegeben hatte, denn Gothic war ein einmaliges Spiel an dessen Freiheiten kein anderes seiner Zeit mithalten konnte.

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Bewertung: 4.7/5 (10)