Indiana Jones und der Turm von Babel: Test, Review (Retro)

Einleitung In diesem Artikel m√∂chte ich mich mit einem Spiel besch√§ftigen, welches meine Kindheit gepr√§gt und mich bis heute begleitet hat und mit welchem ich zudem eine ganz pers√∂nliche Geschichte verbinde. -> Indiana Jones und der Turm von Babel Obwohl es bereits zahlreiche Reviews zu diesem Spiel gibt, darunter auch bereits einen Artikel hier im … weiter

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Indiana Jones und der Turm von Babel: Test, Review (Retro)

Markus am 31.Mai 2014 um 14:05:04

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Einleitung

In diesem Artikel möchte ich mich mit einem Spiel beschäftigen, welches meine Kindheit geprägt und mich bis heute begleitet hat und mit welchem ich zudem eine ganz persönliche Geschichte verbinde.

-> Indiana Jones und der Turm von Babel

Obwohl es bereits zahlreiche Reviews zu diesem Spiel gibt, darunter auch bereits einen Artikel hier im Forum, ist es mir nun doch ein Anliegen, auch selbst √ľber dieses Game zu berichten.

Persönliche Geschichte

Meine erste Begegnung mit dem Spiel ereignete sich Anfang 2000. Ich war zum damaligen Zeitpunkt gerade mal 11 Jahre alt und großer Indiana Jones Fan. Nach der Schule besuchte ich, gemeinsam mit einem meiner Klassenkammeraden des Gymnasiums, einen Kiosk am Weg zur Bushaltestelle.

Zu damaliger Zeit, war es noch nicht √ľblich, dass jedes Kind in unserem Alter, bereits Konsolen, Computer, Notebooks oder Smartphones zu Hause hatte, oder generell so etwas in der Familie verf√ľgbar war. Somit waren Dinge f√ľr Computerspiele, zu diesem Zeitpunkt, f√ľr mich noch eher unbekannt und nahezu weltfremd. Zudem gab¬†es viele der heutzutage verf√ľgbaren und fast schon selbstverst√§ndlichen,¬†sowie allt√§glichen¬†Technologien, teilweise noch gar nicht, oder sie waren f√ľr private Haushalte zumindest gr√∂√ütenteils unerschwinglich.

Pl√∂tzlich hielt mir mein Mitsch√ľler Sascha,¬†eine Computer Zeitschrift vor die Augen und meinte: ‚ÄúHey cool, schau mal, das neue Indy Game ist nun erh√§ltlich!‚Äú

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Er erw√§hnte dies mit einer Selbstverst√§ndlichkeit, an die ich mich noch gut erinnern kann. Zu diesem Zeitpunkt, war mir noch nicht mal so richtig bewusst, dass man am Computer auch Spiele spielen k√∂nnte, bzw. dass Computer zum Teil sogar von vielen Usern,¬†bzw. Spielern, nahezu ausschlie√ülich daf√ľr benutzt werden, geschweige denn, was ein PC Game und vor allem was 3D ist. Schon gar nicht, dass es bereits Indiana Jones Spiele gab, auf die er, mit dem Attribut „neu“¬†in seiner Aussage,¬†wohl¬†Bezug nahm.

Mein Vater hatte zwar das eine oder andere DOS Game, wie Tom-Long oder Commander Keen, welches ich damals bereits spielen konnte bzw. durfte,¬†f√ľr mich schienen dergleichen Anwendungen aber eher die Ausnahme, als die Regel zu sein. Ich hatte das Feeling derart, als wenn ein paar gute Programmierer¬†eben aus Spa√ü oder Langeweile nebenher auch ein paar Spiele geschaffen h√§tten.

Begeistert jedoch war ich, als er mir erkl√§rte, dass ich in der Lage w√§re,¬†meinen Lieblingshelden auf dem Rechner zu steuern. Die anf√§ngliche Euphorie jedoch wurde ged√§mpft, als ich daran dachte, dass meine Eltern mir den Erwerb des Spiels wohl sicher nicht erlauben w√ľrden, da sie im Generellen gegen jedwede Art von Konsolen- bzw. digitalen Spielen waren, Kinder w√ľrden vor Allem¬†an die frische Luft geh√∂ren. Zudem war das Spiel ja auch nicht gerade billig, damals noch √ĖS 649,00 / DM 89,00 /¬†(sp√§ter: EUR 47,16). Das war zum damaligen Zeitpunkt, schon so einiges an Taschengeld.

In der Hoffnung, meine Eltern w√ľrden in Anbetracht meines Faibles f√ľr Indiana Jones, in diesem Fall eine Ausnahme machen, bat ich meine Eltern nach der Schule darum, mir dieses Spiel zu kaufen. Ich war sehr √ľberrascht, als ich ohne gro√üe Gegenwehr eine Zusage bekam, ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass ich sogar ohne gro√ües Bitten, eine positive Antwort erhielt, eher nach dem Motto: Ja klar, wieso denn auch nicht. Ich habe das, soweit ich mich erinnern kann, nie hinterfragt, nat√ľrlich auch nicht, aus Angst, sie w√ľrden es sich eventuell anders √ľberlegen, aber vielleicht waren meine Eltern hier so nachgiebig, da sie genau wussten, dass ich ein sehr gro√üer Fan war und auch keinen, f√ľr mein Alter ungeeigneten oder verwerflichen Inhalt,¬†in diesem Spiel vermuteten.

Ich geh√∂rte damals zu den Sch√ľlern, welche am Samstag noch zur Schule mussten, so auch am kommenden Tag. Der Samstag war zudem noch der vorrangige Einkaufstag meiner Eltern, umso erfreuter war ich, als meine Eltern angaben, sie w√ľrden im Zuge der morgigen Eink√§ufe, einen Sprung zu Media Markt sehen, ob das Spiel den vorr√§tig sei und mir dieses gegebenenfalls mitbringen. Obwohl ich mir trotzdem eher geringe Hoffnungen machte, war ich am Folgetag in der Schule sehr angespannt, in der Erwartung, wenn ich nach Hause k√§me, k√∂nnte mich mein Spiel erwarten. Am fr√ľhen Nachmittag, war ich kurz vor meinen Eltern zuhause und blickte gespannt in die Einfahrt, wann denn nun meine Eltern vom Einkauf zur√ľckkommen w√ľrden, um vielleicht mein Game in Empfang nehmen zu k√∂nnen. Und tats√§chlich, meine Mutter √ľberreichte mir neben einigen Einkaufss√§cken ‚Äď die Vorr√§te wurden immer f√ľr 2-3 Wochen eingekauft ‚Äď mein gew√ľnschtes Indiana Jones PC Game.

Es war damals das erste Computerspiel, das ich √ľberhaupt je in den H√§nden hielt. Eine sch√∂ne gro√üe wei√üe Box, welche vorne zum Teil auch noch wirklich sch√∂n silbern glitzerte, mit meinem Helden abgebildet. Ich √∂ffnete vorsichtig den Karton und entnahm eine Spielanleitung in Farbe, sowie eine CD-Box mit 2 CD-ROMs. Ich startete meinen Rechner und in weiterer Folge nat√ľrlich die Installation des Spiels unter Anweisung meines Vaters.

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Ich kann mich sogar noch gut erinnern, wie mein Vater hinter mir Stand und mich dabei beobachtete. Ich selbst, hatte ja wenig bis keine Ahnung von Computern, mein Vater wollte wohl einerseits sichergehen, dass ich am Rechner nichts kaputt machte, andererseits wohl sehen, mit welcher Gewissenhaftigkeit ich bei der Installation und Handhabung vorgehen w√ľrde.

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Ich war aus diesem Grund √ľbertrieben vorsichtig und tat alles was am Bildschirm angezeigt wurde, m√∂glichst ruhig und kontrolliert. Ich fing sogar an, die Lizenz Bedingungen¬†zu lesen, da am Monitor ja stand, man m√ľsse diese durchlesen und akzeptieren. Damals wusste ich dergleichen Dinge ja ebenfalls noch nicht, sprich, dass es sowas √ľberhaupt gab und was dies sei, bzw. wie man damit umgehen m√ľsse. Um alles richtig zu machen und meinen Vater nicht zu ver√§rgern, versuchte ich mich auf den Text zu konzentrieren. Man bedenke dabei die √ľbliche L√§nge dieses „Schriftst√ľcks“ und meine Ungeduld zeitgleich, das Spiel endlich zu starten,…

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Nebenbei sei noch erw√§hnt, welcher Hardware ich das Spiel zumutete, oder soll ich eher sagen, welche Hardware ich dem Spiel zumutete? In meinem damaligen¬†Rechnergeh√§use gab es noch den altbekannten und ebenso ber√ľhmten¬†‚ÄěTurbo Button‚Äú, der dem Rechner angeblich stolze 166MHz Taktfrequenz verpasste. Ich wei√ü bis heute nicht ob die Digitalanzeige kaputt war oder diese generell immer das Gleiche anzeigte, eine Leistungssteigerung zu¬†sp√ľren, war in jedem Fall nicht m√∂glich. Am Systemboard arbeitete noch ein Pentium MMX Prozessor. Die Festplatte kann ich glaube ich noch mit 4GB beziffern, das CD-ROM Laufwerk mit 2-4x Geschwindigkeit und den Arbeitsspeicher mit 32MB. Betrachtet man nun die Systemanforderungen f√ľr das Spiel, CPU: 200 MHz, RAM: 32 MB, Grafikkarte: 4 MB, Soundkarte: 16-bit, ist es nicht √ľbertrieben zu behaupten, dass die Rechenleistung etwas mehr als nur knapp bemessen war.

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Dass ich mit dieser These auch damals schon richtig gelegen hätte, wobei ich zu dieser Zeit betreffend Rechnerspezifikationen, bestenfalls aufgrund des IT Jobs meines Vaters, aus Gesprächen heraus aufgeschnapptes, Halbwissen hatte, zeigte eine Fehlermeldung nach Abschluss der Installation:

3D-Beschleuniger erforderlich!

Tja, ich geh√∂rte sogar¬†noch zu den Typen, die damals noch nicht mal eine Grafikkarte mit 3D¬†Beschleunigung¬†verbaut hatten. Vollkommen irritiert, eilte ich zu meinem Vater. Dieser hatte am Ende dann doch auch nicht¬†die Zeit und/oder Geduld, zu warten, bis ich als Elfj√§hriger, mit den Lizenz Bedingungen¬†durch war und verlie√ü mein Zimmer um¬†meiner Mutter beim Verstauen der Lebensmittel zu helfen. Erg√§nzend m√∂chte ich noch erw√§hnen, dass ich nach kurzem √úberlegen, nachdem mein Vater den Raum verlassen hatte, auch das Lesen des ewig langen Textes aufgab. Verstehen worum es da geht, bzw. das Ganze inhaltlich und allgemein in irgendeinen sinnvollen Zusammenhang bringen, konnte ich damals ohnehin nicht, au√üerdem hatte ich ja ohnehin nur die Wahl, zu akzeptieren, sollte ich das Spiel installieren und spielen wollen. Mal abgesehen davon, dass da ja auch noch die Sache mit der Geduld war,¬†welche bei Kindern im Allgemeinen und bei mir als Person im Besonderen, ein sagen wir mal durchaus schwieriges Thema war,…

Die Ern√ľchterung kam, als er mir erkl√§rte, was ein 3D-Beschleuniger¬†ist und vor allem, dass das ein Teil w√§re, das zus√§tzlich kosten w√ľrde und zu verbauen sei. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob mein Gef√ľhlschaos auch nach au√üen drang, innerlich brach jedoch eine Welt in sich zusammen und ich war wahrlich tief entt√§uscht und unglaublich traurig. Einerseits, weil ich das Spiel nun doch nicht (gleich) spielen konnte, andererseits, weil ich ja nicht wissen konnte, ob meine Eltern nun auch noch¬†die ben√∂tigte Komponente¬†organisieren w√ľrden, mit welchem ich das Spiel zum Laufen bringen konnte.

Nun hatte es doch Vorteile, einen Vater zu haben, der in der IT Abteilung eines großen Unternehmens arbeitete und welcher ab und an, gute Teile aus ausgemusterten Rechnern aufbewahrte, anstatt sie gleich zu entsorgen. Er fuhr also extra am Samstagnachmittag gemeinsam mit mir in die Firma und stöberte in den Überresten der alten Computer nach der passenden Hardware. Die Neuanschaffung einer Grafikkarte, hätte das Budget meiner Eltern dann vermutlich doch stark belastet, vor Allem da es absolut ungeplant gewesen wäre. Wobei ich denke, dass die Chance bestanden hätte, dass man in diesem speziellen Fall vielleicht eine Ausnahme gemacht hätte.

Heute vermute ich außerdem, dass es auch etwas damit zu tun hatte, dass der Voodoo 2 Chipsatz ein reiner 3D Chipsatz war, eine zusätzliche seeparate 2D Grafikkarte war erforderlich, der 3D Beschleuniger war eine Zusatzkomponente. Erst mit der Voodoo Banshee, kam eine kombiniertes Modul auf den Markt, ähnlich dessen Vorgänger Modell Voodoo Rush, das die erste Kombokarte mit dem Voodoo (1) Chipsatz darstellte. Nun waren auf dem verbauten Systemboard noch ISA u. PCI Schnittstellen vorhanden, ob es bereits eine AGP Schnittstelle gab, wage ich gar nicht mehr zu sagen. Somit könnte es derart gewesen sein, dass die 2D Karte und der zusätzliche 3D Beschleuniger bereits die beiden PCI Steckplätze nutzten und es keinen AGP Steckplatz gab, den aber eine neue Karte vermutlich benötigt hätte.

Zudem, bzw. in Kombination mit der Problematik der Anzahl der vorhandenen Schnittstellen f√ľr die Karten auf der Hauptplatine, mag auch die AGP Beschleunigung ein Thema gewesen¬†sein, m√∂glicherweise w√§re ein neues Systemboard mit entsprechender AGP Schnittstelle erforderlich gewesen, unterm Strich also ein neuer Rechner, da eventuell die CPU u. die Arbeitsspeicher nicht mehr gepasst h√§tten. Damals waren die jeweiligen AGP Systeme teils nicht (vollst√§ndig) abw√§rtskompatibel.

Abgesehen davon, w√§re zumindest ein Pentium Chipsatz mit 200MHz von N√∂ten gewesen um die Performance des Voodoo 2 Chipsatzes √ľberhaupt sinnvoll nutzen zu k√∂nnen, selbst daf√ľr war die √ľbrige Rechnerhardware also schon zu schwach. Eine neue Karte w√§re daher ohnedies nicht sehr sinnvoll gewesen, zumindest nicht in diesem Computer.

Das h√§tte das Budget dann wohl definitiv √ľberfordert.

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Nun wurde das benötigte Teil zum Upgrade jedoch gefunden und gemeinsam mit meinem Vater, fuhr ich frohen Mutes wieder nach Hause. Das Einbauen der Karte ging schnell, eine 3dfx Vodoo 2 Grafikkarte werkelte nun in meinem System.

An dieser Stelle sei erw√§hnt, dass das Unternehmen, nach finanziellen Schwierigkeiten, im Jahre 2000 von Nvidia √ľbernommen wurde.

Der n√§chste D√§mpfer, lies nat√ľrlich nicht lange auf sich warten… Einerseits erleichtert, die erforderliche Hardware gefunden zu haben, war ich auf der anderen Seite nun noch ein St√ľck ungeduldiger. Doch was kam nun? Die Suche nach dem Treiber.

Was nun ein Treiber sei, war in meinem damaligen Verst√§ndnis f√ľr IT, trotz versuchter Erkl√§rung meines Vaters kaum nachvollziehbar. Ich kann mich noch erinnern, dass die Installation der korrekten Version einige Zeit in Anspruch nahm, bis die Grafikkarte und in weiterer Folge das Spiel, fehlerfrei zu starten war.

Zum Einen, war es damals nicht so einfach, die richtige Treiberversion zu finden, zum Anderen m√∂ge man sich an die Ger√§teinstallationspolitik der¬†zur damaligen Zeit aktuellen Windows Versionen (95, 98, 98SE, ME)¬†zur√ľckerinnern, frei nach dem Motto: ‚ÄěJeder Mausklick, ein Neustart‚Äú.

Im Anbetracht der Gesamtumst√§nde in Kombination mit der Rechnerhardware, wurde meine Geduld schon hart auf die Probe gestellt. Man m√∂ge hierbei auch erw√§hnen, dass ein falscher Ger√§tetreiber wiederum Blue Screens zur Folge haben konnte, welche Neustarts im abgesicherten Modus erforderten,¬†mit Hilfe dessen¬†man den/die Treiber wieder m√ľhsam entfernen musste (was wiederum mehrere Restarts erforderte) nur um wieder mit einem neuen Versuch zu starten. Wenn man gro√ües Pech mit einem Treiber hatte, konnte man das Betriebssystem¬†auf diese Weise¬†auch vollst√§ndig exekutieren, was eine Betriebssystemreparatur oder gar eine Neuinstallation mit Datensicherung etc. zur Folge haben konnte.

Ich denke, dass¬†sich einige derer,¬†die damals auf vergleichbaren oder gar noch √§lteren Systemen arbeiten mussten, an dieser Stelle ein¬†zustimmendes L√§cheln, aufgrund¬†der Erinnerung an vergangene Tage,¬†nicht verkneifen k√∂nnen,¬†und auch¬†in der Lage sind nachzuvollziehen, welche Zerei√üprobe so etwas f√ľr einen 11 J√§hrigen Jungen darstellt, der endlich sein hei√üersehntes Game starten und spielen m√∂chte, im Besonderen wenn er w√§hrend der ganzen bis dahin vergangenen Zeit, nicht mal wei√ü, ob¬†die Bem√ľhungen¬†am Ende¬†√ľberhaupt zum Erfolg f√ľhren¬†w√ľrden.

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber soweit ich das dunkel im Kopf habe, erstreckte sich das Besorgen der Grafikkarte, die Installation und das Troubleshooting, √ľber den ganzen Nachmittag und Abend, sowie in die sp√§te Nacht hinein und bis zum kommenden Vormittag. Wobei ich auch von Gl√ľck sprechen konnte, dass dies ein IT Systemadministrator erledigt hat, der damals bereits seit 20 Jahren im¬†gleichen¬†Gesch√§ft t√§tig war. Nehmen wir mal an, jemand der hier vollkommen unbedarft ist, muss sich dessen annehmen.

Meiner Erinnerung nach, wurde ich dann aber durch das viele dabei Zusehen, wie mein Vater mit dem Rechner k√§mpfte, gelangweilt u. frustriert, bzw. in weiterer Folge m√ľde¬†und ging dann so gegen 23:30 Uhr ins Bett, oder wurde ins Bett geschickt, ich wei√ü es nicht mehr.

Am kommenden Tag war es aber dann endlich soweit, das Spiel konnte gestartet werden.

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Nun mag der Eine oder Andere denken, die Geschichte wäre vorbei,… oh nein, das ist sie definitiv noch lange nicht.

Nach dem Spielstart, empfing mich die ins Bild fliegende LucasArts Logo Grafik¬†nach dem Motto zu¬†Indiana Jones, danach¬†das¬†Intro zum Game – wobei ich nat√ľrlich kein Wort verstanden hatte, da es wie eingangs erw√§hnt mein erstes Game √ľberhaupt war, ich kein Englisch konnte und ich gedanklich mit dem Aufbau eines Spiels im Allgemeinen¬†und der Einleitung eines Games im Speziellen nichts verkn√ľpfen konnte -,¬†im Anschluss daran der¬†Ladebalken des Levels – man denke dabei an die Leistungsdaten des Systems und errechne sich die Ladezeit, die gef√ľhlt nicht enden wollte – und schlie√ülich Indy, nach einer kurzen Einleitung, am Bildschirm.

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Mein erster Gedanke: Hurra!

Mein zweiter Gedanke: Und was nun?

Etwas, oder genauer gesagt, vollkommen unkoordiniert, dr√ľckte ich¬†ziellos¬†auf der Tastatur herum. Ich hatte noch dunkel das Handbuch, welche¬†auch die Beschreibung der Steuerungstasten enthielt, im Kopf, welches ich zwar¬†w√§hrend der Wartezeit sicher an die f√ľnfzig mal durchgebl√§ttert, mir aber wohl keine einziges Shortcut gemerkt hatte.

Ich kramte am Schreibtisch nach der Kartonverpackung, √∂ffnete sie und holte also erneut das Handbuch hervor. Die ben√∂tigten Seiten waren wieder¬†rasch gefunden, die Steuerung fl√ľssig zu erlernen, stellte mich aber auf eine harte Probe und sollte seine Zeit dauern.

Schritt f√ľr Schritt tastete ich mich im wahrsten Sinne des Wortes vor und suchte nach jeder Bewegung im Handbuch nach der entsprechenden zu verwendenden Taste. Nach einigen Versuchen, klappte auch eine Tastenkombination, die mir einen Sprung erm√∂glichte. Wobei hier einige Spr√ľnge daneben gingen, welche in einer Indy Todes Trauer Melodie und einem Neuladen des Levels endeten. Auch hier m√∂chte ich wieder an die Rechnerhardware erinnern…

Das mir zu diesem Zeitpunkt die Funktionalit√§t des Speichers, bzw. des Schnellspeicherns, nat√ľrlich absolut kein Begriff war, m√∂ge man dabei am Rande bedenken. Somit durfte ich mir sicher an die zwanzig bis drei√üig Mal das Intro Video ansehen, bis ich mich im Level vorarbeiten konnte. Dass das Spiel auch mehrmals einfach aufgrund von Fehlern oder des schwachen Rechners, vollkommen abst√ľrzte, wodurch ich mir das vollst√§ndige Intro¬†erneut ansehen durfte – die Funktionalit√§t der Escape, oder generell einer Taste die einen Skip Befehl ausf√ľhrt, war mir ja auch nicht bekannt – war nur die Spitze des Eisbergs.

Zu dem Zeitpunkt war mein Frustlevel aber vermutlich schon an einem Punkt, an welchem mich auch diese Widrigkeiten nicht mehr aus der Fassung bringen konnten, bzw. ich diese bereits in der Lage war, zu ertragen. So stolperte ich dann doch irgendwann √ľber die F5 Taste, die mir zumindest das Schnellspeichern und die F8 Taste, die mir das Schnelladen erlaubte und irgendwann, war das erste Level geschafft, welches mir mit einer netten Cut Scene erkl√§rte, um welche Geschichte es sich in dem Abenteuer √ľberhaupt handeln w√ľrde – die ich nat√ľrlich bestenfalls nur zu einem gewissen Teil verstanden hatte.

Das n√§chste Level – schon wieder der gef√ľhlt nie enden wollende Ladebalken – f√ľhrte mich nach Babylon. Mein erster Gedanke damals war –¬†daran kann ich mich wirklich noch leibhaftig¬†gut erinnern -, cool, das Spiel hei√üt „Indiana Jones und der Turm von Babel“ und ich bin schon in Babylon, jetzt geht’s gleich richtig zur Sache,…

Tja,… wie gesagt,… dachte ich,…

Zuerst suchte ich einige Zeit nach einem Weg, aus der Lehmgrube, in welcher man sich nach dem Levelstart befand, herauszuklettern. Nachdem ich einen m√∂glichen Pfad¬†entdeckt und die Spr√ľnge √ľber die Steins√§ulen nach unz√§hligen Versuchen endlich geschafft hatte, besch√§ftigte mich die Sprungsequenz auf eine Kiste und weiter auf einen steinernen Vorsprung, der mich auf das Dach eines Funkhauses f√ľhren sollte.

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Es ist einer der¬†Spr√ľnge im Spiel, bei welchem man¬†mit Anlauf abspringen, sich auf der anderen Seite festhalten und im Anschluss hochziehen muss. Ich hatte die Steuerung zwar bereits ein klein wenig verinnerlicht und auch schon mehrere Spr√ľnge auf diese Art und Distanz hinter mir, aber in diesem Fall kam noch erschwerend¬†hinzu, dass man eine relativ schmale Stelle auf der anderen Seite anvisieren und treffen muss, an¬†welcher sich der¬†Arch√§ologe festhalten und hochziehen kann. Schaffte man den Sprung nicht, f√§llt man zumindest auf den Boden und musste die Klettereien auf die Kiste und den Felsvorsprung wiederholen.

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Ich wei√ü nicht mehr, wie viele Versuche ich unternahm, diesen Sprung zu schaffen, aber es klappte einfach nicht.¬†Mit Sicherheit √ľber hundert St√ľck, gef√ľhlt sicher zehnmal so oft.¬†Zwar nicht an ein und denselben Tag, sondern verteilt¬†auf mehrere Wochen, aber erfolglos.

Indy prallte, auch wenn man die korrekte Stelle sch√∂n¬†anvisiert und getroffen¬†hatte, am Funkhaus ab und st√ľrzte zu Boden, oder kratzte an der Mauer¬†nach unten, als w√ľrde er daran herunterrutschen und¬†dabei alle ein bis zwei¬†Zentimeter festh√§ngen, was durch einen fehlerhaften Soundeffekt untermalt wurde, der zur Animation des Aufpralls passte. Oftmals erlitt er dadurch sogar Verletzungen, die ihm einen¬†Gro√üteil der vorhandenen Lebensenergie abzogen, oder an welchen er sogar¬†verstarb und¬†tot am Boden auftraf.

Das Ganze f√ľhrte bereits am ersten Tag erfolglosem Probieren sogar¬†dazu, dass meine Mutter zu mir kam, die Steuerung ebenso m√ľhsam lernte – und glaubt mir, das Erlernen der Steuerung an sich, dauert auch schon seine Zeit – jedoch ebenfalls an den Versuchen scheiterte, mein Vater hinzukam, sich ebenfalls mehreren Versuchen bem√ľhte und gleicherma√üen scheiterte.

Meine Familie versuchte mir im Anschluss daran noch beizustehen, indem sie mir die die Nutzung von Online Suchmaschinen erklärten, mit Hilfe derer ich im Internet nach Hinweisen suchen durfte, die mir das Weiterkommen ermöglichen könnten.

Nachdem ich mir auch hier etwas Routine angeeignet hatte, durchst√∂berte ich diverse Suchergebnisse und Foreneintr√§ge zum Spiel, aber zum angesprochenen Fehler, konnte ich nichts finden. Entweder war ich der Einzige der den Fehler generell, oder den Fehler an dieser Stelle hatte, oder es hatte einfach noch niemand im Netz dar√ľber berichtet. Damals war das Internet eben auch noch nicht derart mit Informationen √ľberf√ľllt wie heute, bzw. hatten auch viele Haushalte noch gar keinen Zugang dazu, oder¬†dieser war so teuer, dass er nur f√ľr die wirklich notwendigsten Dinge genutzt wurde.

Bei meinen Recherchen im weltweiten Netz, stie√ü ich auch auf diverse Komplettl√∂sungen zum Spiel, die mir aber auch nicht weiterhalfen. Die Stelle im Spiel war zwar √ľberall beschrieben bzw. wurde als korrekter L√∂sungsweg erw√§hnt, ich war also am richtigen Weg, aber kein Hinweis darauf, dass damit irgendjemand Probleme hatte. Auch kein Hinweis darauf, dass es sich um einen speziell schweren Sprung handeln w√ľrde oder er irgendwie kompliziert zu meistern¬†sei, war zu finden.

Doch dann Рso dachte ich zumindest Рdes Rätsels Lösung,..?!

Ich konnte eine Seite finden, die Cheat Codes enthielt. Was nun Cheats seien, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nat√ľrlich ebenfalls¬†nicht. Eine Suche danach und √úbersetzung des Wortes verwirrten mich noch mehr. Den¬†Begriff „Betrug“ nahm ich ja¬†in diesem¬†Alter noch w√∂rtlich¬†und hatte daher ein¬†schlechtes Gewissen bzw.¬† sogar Angst davor. Die Unbedenklichkeit in diesem Kontext, war mir zu diesem Zeitpunkt nat√ľrlich¬†ebenfalls nicht klar. Eine Nachfrage bei den Eltern schaffte am Ende dann aber¬†Klarheit, sowie Erleichterung – ich durfte dies versuchen.

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Meine Idee lautete wie folgt: Es gab einen Cheat Code,¬†mit dem ich mir alle Waffen freischalten konnte. Nun erinnerte ich mich noch an das oftmalige Durchbl√§ttern des Handbuches und an die darin beschriebene Panzerfaust. Also warum nicht einfach die Mauer hinter dem Geb√§ude wegsprengen und danach weiterlaufen, so w√ľrde ich doch auch auf die andere Seite kommen.

Damals wusste ich nat√ľrlich auch von der generellen Gestaltung eines solchen Games noch nichts. Somit dachte ich, dass ich auf diese Weise vorw√§rts kommen w√ľrde. Aber nat√ľrlich beschr√§nkte sich die Explosionsgewalt dieser Waffe auf Gegner, oder gescriptete, Story relevante Elemente. Geb√§ude oder Mauern, lie√üen sich auch von dieser Sprengkraft, nicht beeindrucken, insofern sie nicht daf√ľr vorgesehen waren.

Ob man es glaubt oder nicht, indirekt half diese Methode, aber Ende dann doch weiter! РWenn auch nicht ganz so wie gedacht.

Ich stand am Ende genervt wieder auf dem Vorsprung, von welchem ich eigentlich das Funkhaus erreichen sollte und ballerte einfach gelangweilt ziellos herum. Ich wollte ausprobieren, wie lange denn die Reichweite der Raketen sei, und wie die Explosionen in der Ferne aussahen. Somit zielte ich auf die H√ľgel im Bereich hinter der Mauer, die mir den Weg versperrte, an welchen die Raketen aufprallten und explodierten.

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Nun muss man wissen, dass nach dem Sprung auf das Funkhaus, eigentlich eine Cut Scene abläuft, in welcher man ein Gespräch zwischen dem Antagonisten Wissenschaftler Dr. Volodnikov und einem seiner befehligten Soldaten belauscht. Ist die Cut Scene vorbei, steht man am Funkbunker und erreicht durch einen Sprung auf die dahinterliegende Mauer, den nächsten Bereich. Dort sind Soldaten positioniert, deren Anwesenheit Indy auch im Zuge einer sehr kurzen gescripteten Cut Scene, auf einer weiteren benachbarten Mauer kommentiert.

Nähert man sich nun den Soldaten, fangen diese ab einem gewissen Punkt an, auf Indy zu schießen. Hier werden im Hintergrund diverse Befehle aktiviert, die auch die KI der Gegner steuern. Unter Anderem öffnet sich aber ab und zu auch das Gittertor, welches sich unten in der ersten Mauer befindet, die man durch den Sprung vom Funkhaus erreicht und den alternativen Zutritt ins Sowjet Lager versperrt. Dieses durchschreitet vermutlich auch Dr. Volodnikov, der sich nach dem Gespräch mit seinem Sowjet Kollegen ja wieder entfernt. Dies kann man im Spiel jedoch nicht sehen.

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Das einzig Weiterf√ľhrende, das ich¬†durch eine¬†von zahlreichen Raketen, die ich vom¬†Vorsprung vor dem Funkhaus¬†aus,¬†in die Richtung des Areals mit den Soldaten schoss, erreichen konnte war,¬†dass die sehr weit entfernt explodierende Rakete, wohl ausreichte, das Script zu aktivieren, welches die sowjetischen Soldaten in den Angriffsmodus versetzte und in weiterer Folge, auch das Gittertor ge√∂ffnet wurde.

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Auf jeden Fall war das Tor, als ich etwas später in dem Bereich ziellos herumrannte und zufällig an der Stelle vorbeikam, plötzlich geöffnet, was mir den Weg, in den nächsten Levelabschnitt ermöglichte.

Ich war √ľbergl√ľcklich endlich weitergekommen zu sein, wobei ich sogar damals bereits wusste, dass dies ein Zufall , bzw. auf jeden Fall nicht derart vorgesehen war,… aber,.. wenig sp√§ter bei einem Sprung auf einen Lastwagen, trat eine √§hnliche Problematik, wie am Funkhaus auf.¬†Indy wollte zwar teils am Lastwagen landen, die Cut Scene, mit welcher der Abenteurer aber durch das Tor fahren sollte, brachte das Spiel zum Absturz, oder Indy starb am Lastwagen und das Spiel st√ľrzte danach ab.

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Viel sp√§ter fand ich durch Zufall heraus, dass man die Cut Scene, welche Indy auf das Dach und durch die anschlie√üende Fahrt durch das Tor, in die n√§chste Zone bef√∂rdert, auch aktivieren konnte, in dem man den Unverwundbarkeits-Cheat aktivierte, sich vor das zu durchschreitende Tor stellte und sich quasi vom LKW √ľberfahren lies. Das entdeckte ich beim gelangweilten herumspielen mit der Engine und der KI. Indy bugt dadurch sozusagen durch den¬†Motorraum¬†in das Auto hinein, da er ja aufgrund des Cheats nicht get√∂tet wird, bzw. werden kann, wird vom Spiel vermutlich¬†als „in der N√§he des Daches des LKW¬īs“ oder als „auf dem Dach des LKW¬īs“ erkannt, die Cut Scene wird erzwungen¬†und er¬†kniet pl√∂tzlich am Dach des LKW¬īs. Das entdeckte ich aber erst Monate oder Jahre sp√§ter, ich wei√ü es nicht mehr genau, und half mir zu dem Zeitpunkt¬†dann nat√ľrlich auch¬†nichts mehr. Mir kam an dieser Stelle nur der Gedanke: Warum habe ich das nicht schon fr√ľher herausgefunden, dann w√§re ich zumindest ein kleines St√ľck weiter gekommen?!

Vorerst, wie erw√§hnt, war aber auf jeden Fall nun endg√ľltig Schluss!

Im Nachhinein betrachtet,¬†sieht es¬†am Ende in der Tat so aus, als w√ľrde der Sprung auf das Funkhaus, als auch der Sprung auf den Lastwagen, nicht klappen, weil der¬†Computer nicht in der Lage w√§re, den Sprung zu ‚Äěberechnen‚Äú. Auch wenn ich dieses Verhalten technisch nicht nachvollziehen oder sinnvoll erkl√§ren kann, lie√ü die gesamte Symptomatik darauf oder auf Vergleichbares schlie√üen. Auf jeden Fall, finde ich bis heute keine andere Erkl√§rung daf√ľr, bzw. keine die auch nur ann√§hernd plausibel klingt.

Was generell diverse¬†Bugs in Anwendungen oder Spielen betrifft und¬†Patches, die dergleichen beheben sollten, war ich damals nat√ľrlich ebenfalls nicht informiert. Heute wei√ü ich nat√ľrlich, dass das Spiel im Allgemeinen einige Programmfehler hatte und bereits damals teils nur sehr instabil lief. Kurz nach dem Release des Spiels, ver√∂ffentlichte LucasArts zwar einen Patch, der diverse Bugs behob, was die generelle Stabilit√§t des Spiels anging, hatte sich jedoch nicht viel¬†ver√§ndert. Zudem konnte meine schwache Rechnerhardware auch mit Ursache des Fehlers sein, wobei auch diese These im Gesamten betrachtet nur wenig Sinn ergibt. Immerhin hatte ich (√ľberraschenderweise) keine sp√ľrbaren Performance Probleme, sondern kam einfach an einigen Stellen nicht wie vorgesehen voran.

Trotz meiner Ausbildung und darauf hin vielen Jahren im IT Bereich, wei√ü ich bis heute nicht – und werde vermutlich nie herausfinden – was nun tats√§chlich die Ursache f√ľr das Verhalten war. Zur damaligen Zeit jedenfalls, war die anf√§ngliche Euphorie und¬†Freude¬†f√ľr das Spiel, vollst√§ndig zerst√∂rt. Trauer, Entt√§uschung und Zorn waren nur drei der Emotionen die zu dem Zeitpunkt mein Gef√ľhlschaos bestimmten.

Aufgrund der Tatsache, dass ein Weiterkommen im Spiel ja scheinbar unm√∂glich schien, packte ich die Datentr√§ger und das Handbuch in den Karton und das Spiel verschwand f√ľrs Erste im Regal. Ich wei√ü noch, dass ich √ľber Monate hinweg, immer wieder mal danach griff, um es doch noch einmal zu versuchen, immer in der Hoffnung, doch selbst einen Fehler gemacht zu haben und dass es nichts mit dem Spiel zu tun h√§tte und es nach neuerlichem Versuch dann am Ende doch zu schaffen – jedes Mal nat√ľrlich vergebens.¬†Irgendwann, habe ich dann nat√ľrlich auch diese Versuche eingestellt.

Was lange währt, wird endlich gut,…

Da ich auch in den Jahren davor bereits mehrmals ge√§u√üert hatte, in die Fu√üstapfen meines Vaters treten und eine Ausbildung im Bereich Informationstechnologie anstreben zu wollen, schlug mein Vater ein halbes Jahr sp√§ter w√§hrend einer l√§ngeren Autofahrt vor, das n√§chste Rechnersystem, welches ich erhalten sollte, selbst zusammenzubauen. Mit seiner Unterst√ľtzung und unter seiner Aufsicht. Dies sollte zweierlei Zweck¬†erf√ľllen, einerseits wollte er mir dadurch erm√∂glichen, mit der Materie etwas Kontakt zu bekommen und festzustellen, ob ich mir meiner Berufswahl auch tats√§chlich sicher war, andererseits auch die Chance bieten, dabei auch gleich etwas zu erlernen. Zudem konnte er als mein Vater nat√ľrlich auch dabei beobachten, ob ich √ľberhaupt ausreichend Interesse daran zeigen und das n√∂tige Gef√ľhl bzw. Engagement daf√ľr mitbringen w√ľrde, um mir gegebenenfalls Feedback geben zu k√∂nnen, meine Berufswahl aus seiner Sicht eventuell nochmals zu √ľberdenken.

Im ersten Moment war ich nat√ľrlich fasziniert von dieser Idee und vor meinem¬†geistigen Auge sah ich schon einen brandneuen Rechner unter meinem Schreibtisch stehen, im zweiten Moment hatte sich das jedoch bereits wieder erledigt. „Irgendwann“ hie√ü bei meinem Vater keinesfalls gleich, sofort oder in absehbarer Zukunft, sondern bestenfalls im Zuge der n√§chsten (sinnvollen bzw. passenden) Gelegenheit. Entweder hatte er bevor oder w√§hrend er mir den Vorschlag unterbreitete bereits einen Zeitrahmen im Kopf, oder die Vorstellung davon, wurde ihm w√§hrend des Gespr√§ches klar. In jedem Fall wurde mir bewusst, dass es noch dauern w√ľrde, nach ein paar Tagen, hatte ich dies aber bereits gedanklich zur Seite geschoben und f√ľr den Augenblick vergessen.

Der Zeitpunkt war am Ende auf jeden Fall dann das kommende Weihnachten.

Ich wei√ü noch, als ich das erste Paket unter dem¬†Weihnachtsbaum √∂ffnete, und dabei der Karton eines optischen Laufwerks zum Vorschein kam, im ersten Moment war ich etwas verwirrt und konnte mir keinen Reim darauf machen. Eventuell war ja ein anderer Gegenstand einfach nur darin verpackt, weil kein anderer passender Karton zur Verf√ľgung stand. Als ich den Karton allerdings √∂ffnete und tats√§chlich ein Laufwerk zum Vorschein kam, d√§mmerte es mir langsam und ich konnte mich wieder an den Vorschlag meines Vaters erinnern. Nachdem alle Pakete ge√∂ffnet waren, lagen alle erforderlichen Komponenten zum Zusammenbau eines Rechnersystems bereit.

Am folgenden Tag war es also soweit, das Rechnersystem wurde assembliert.¬†Der Zusammebau inklusive¬†diverser Erkl√§rungen, dem Ersetzen einer defekten Komponente (wobei auch hier wieder die R√ľcklagen ausrangierter Rechner weiterhalf), der Betriebssystem-, sowie der Treiberinstallationen dauerte bis in die sp√§ten Nachmittagsstunden.

Sofort nachdem der Rechner dann vollumf√§nglich betriebsbereit war, kam mir nat√ľrlich nach kurzer Zeit die Idee, es nochmals mit dem Spiel zu versuchen. Die Wartezeit w√§hrend der Installation, sowie die dadurch entstandene Spannung war nahezu unertr√§glich, doch sie sollte am Ende endlich belohnt werden, wobei ich mittlerweile nicht mehr besonders viel Hoffnung auf Erfolg hatte. Ich¬†absoliverte das erste Level und auch den Anfangsbereich von Babylon, bis zu besagtem Vorsprung,… und siehe da, der Sprung klappte und zwar sogar auf Anhieb. Auch der Sprung auf den Lastwagen, war kein Thema mehr, hier waren zwar ein bis zwei Anl√§ufe n√∂tig, da ich das Fahrzeug verfehlte, aber als Indiana Jones dann auf dem Dach landete, gab es keinen Spielabsturz, sondern die Cut Scene wurde wie vorgesehen geladen.

Ich muss wohl kaum erw√§hnen, mit welcher Spannung und welchen Gl√ľcksgef√ľhlen ich zu diesem Zeitpunkt konfrontiert wurde. Ich empfand zwar immer noch etwas Unsicherheit, immerhin konnte das Spiel ja erneut an einer anderen sp√§ter folgenden Stelle im Spiel abst√ľrzen. Aber die positiven Emotionen √ľberwiegten. Nat√ľrlich¬†hatte das Spiel auch weiterhin diverse Stabilit√§tsprobleme oder Schw√§chen, jedoch keine,¬†nicht nachvollziehbaren Fehler. Nach jedem Neustart kam ich dann wieder ein St√ľck weiter.

Ich meine mich erinnern zu k√∂nnen, dass ich im dritten Level (Tian Shan Fluss/Tian Shan River), dann aber einem √§hnlichen Fehler, wie zuvor in Babylon am Funkhaus,¬†begegnete und zwar in der M√ľhle, in welcher man eine h√∂her gelegene Platform erreichen muss, in dem man von Mahlwerk zu Mahlwerk springt. Indiana Jones landete nicht auf der jeweils n√§chstgelegenen n√§chsten Plattform, sondern wurde von dem vertikalen Balken des Mahlwerks, abgesto√üen und st√ľrzte zu Boden in den Tod. Ob dies nicht auch noch zuvor mit dem alten Rechner geschah, wobei ich an diese Stelle am Ende vermutlich nur mit dem Laden von SaveGames aus dem Netz und dem √ľberspringen des zweiten Levels kam, oder der Fehler auch bzw. dann erst mit dem neuen Rechner auftrat, wei√ü ich mittlerweile nicht mehr. Ich kann mich nur noch erinnern, dass ich mit dem neuen Computer das Spiel schlie√ülich¬†durchspielen und auch beenden konnte.

Und nach den Strapazen, die¬†gut ein Jahr andauerten, war das ein Erlebnis, dass man mit Worten eigentlich kaum ausreichend beschreiben kann. Level f√ľr Level arbeitete ich mich vor. Es war zur Weihnachtszeit, sprich als ich anfing zu spielen, war es bereits sp√§ter Nachmittag bzw. fr√ľher Abend und es wurde zunehmend dunkel. Das Spiel konnte somit die Mystik, die durch den Sound und die knalligen Farben generiert wurde, vollkommen entfalten. Der¬†damalige¬†CRT (R√∂hren-) Monitor,¬†der zus√§tzlich noch guter Qualit√§t war, verst√§rkte das Erlebnis noch zus√§tzlich.¬†Kombiniert mit den teils knackigen R√§tseln (man¬†bedenke, dass ich zu diesem¬†sp√§teren Zeitpunkt dann immer noch erst 12 Jahre alt war), der Anspannung, ob wieder ein Fehler das Fortkommen behindern w√ľrde, der Freude und der Euphorie, endlich meinen Helden durch das Spiel zu steuern, der Begeisterung des neuen Rechners und vor Allem der Tatsache, dass Schulferien waren und ich somit ohne Unterbrechung spielen konnte, machten dies buchst√§blich zu einem unbeschreiblichen¬†Abenteuer und lie√ü das Spiel auf eine Art auf mich wirken, wie es dies wohl nur bei wenigen tun konnte.

Es wurde zu einem einschneidenden Erlebnis meiner Kindheit und hat aufgrund der Komplexität und Dauer dieser Odyssee bis heute seinen Reiz nicht verloren. Ich erinnere mich immer wieder gerne an diese Zeit, habe schemenhaft davon noch Bilder vor meinem geistigen Auge und spiele das Spiel auch immer wieder mal gerne.

Review

Verpackung und Inhalt

Beginnen wir das eigentliche Review mit der Verpackung, bzw. Verpackungsvarianten des Spiels. Heutzutage wird bereits ein gro√üer Anteil von Spielen, bereits direkt im¬†Internet gekauft und anschlie√üend¬†digital aus dem Netz geladen, der Rest verteilt sich auf den Ewerb von Games im Einzelhandel, wobei die Datentr√§ger hier¬†nahezu auschlie√ülich in DVD H√ľllen (Klasse/Hersteller: „Amaray“), oder in Jewel Cases verpackt vorgefunden werden.

Nur selten kommt man in den Genu√ü, einer sch√∂nen aufwendig gestalteten Kartonbox, die sich von der allgemeinen Massenware abhebt. Im Regelfall passiert dies dann, wenn es sich um sehr bekannte und beliebte Lizenztitel handelt, f√ľr deren Vermarktung entsprechend investiert wurde.

„Indiana Jones und der Turm von Babel“¬†stammt aber noch aus einer Zeit,¬†in der die Kartonverpackung, sowie gedruckte Handb√ľcher, noch eher der Regelfall, als die Ausnahme waren.

Somit kommt die Erstausgabe des Spiels in einer sch√∂n gestalteten gro√üen Kartonbox – auch genannt „Big-Box“.

Zum damaligen Zeitpunkt,¬†waren mir¬†Dinge wie Design und Optik eher gleichg√ľltig. Bei¬†Spielen, f√ľr deren Inhalt ich kein¬†besonderes Faible habe,¬†sind sie das immer noch. Heute bin ich aber sehr froh, √ľber das Design. Der h√ľbsch gestaltete Karton, macht sich gut als herausragendes Sammlerst√ľck.

20160423115849 Indiana Jones und der Turm von Babel - Review - Box u. Inhalt 1

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Des Weiteren befand sich nat√ľrlich eine Anleitung in der Box:

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Bedingt durch die Tatsache, dass¬†f√ľr das Spiel im deutschen Sprachraum niemals eine „Amaray“- Variante erschien, mangelt es im Netz auch an Ersatzcovern, um eine eventuell verschlissene oder kaputte Box, durch eine DVD H√ľlle zu ersetzen. Eine derartige Ausgabe wurde lediglich in Gro√übrittanien, Serie „LucasArts Classic“, ver√∂ffentlicht.

Aus diesem Grund, habe ich mich in den letzten Jahren selbst an die Arbeit und versucht, diesen „Missstand“ zu beheben. Viele der¬†Bilder, stammen von Scans meiner verschiedenen Originalst√ľcke, aus langwierigen Netzssuchen, sowie¬†Nachbearbeitung¬†diverser Dateien. Da ich daf√ľr aber keine anderen Anwendungen als Microsoft Paint und Nero¬†Picture Viewer¬†zur Verf√ľgung hatte – bin leider kein Grafikdesigner – sind die Cover eher schlicht.

Unter folgenden Links, könnt ihr alle Exemplare, sowie zusätzlich noch ein paar Artworks, die ich zusammentragen konnte, in voller Auflösung herunterladen:

Cover: Indiana Jones und der Turm von Babel

Cover: Indiana Jones and the Infernal Machine

Spieleversionen

Zus√§tzlich zur urspr√ľnglichen¬†Erstausgabe von 1999, welche auf den vorhergehenden Bilder ersichtlich ist, erschien das Spiel¬†im Jahre 2000 nochmals¬†als Big Box Variante, mit identischem Inhalt, jedoch ohne gepr√§gter sowie glitzernder Front. Im Jahre 2001, erhielten die Restbest√§nde dieser¬†Version eine neue¬†EAN Nummer und wurden als Classic Version verkauft.

20160818115916 Indiana Jones u. der Turm von Babel Neuauflage u. Classic 2

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20160818120022 Indiana Jones u. der Turm von Babel Neuauflage u. Classic 7

Zudem kam das Spiel damit zeitglich in einer etwas kleineren EURO Box erneut heraus. Beim Druck sind den Publishern hier zwei kleine Fehler unterlaufen. Zum Einen ist der Indiana Jones Schriftzug am Front Cover nicht mehr mittig, sondern etwas zu weit links platziert, zum Anderen wurde das Backcover der Box anders ausgerichtet und dabei wohl vergessen¬†einen „TM“ (TradeMark)- Schriftzug (wieder) zu entfernen (auf den anderen Ausgaben befindet sich dieser nicht auf der R√ľckseite des Kartons), oder an¬†die gew√ľnschte (korrekte) Stelle zu platzieren. Dieser verblieb (sehr klein)¬†mitten im Bild. Diesen Fehler, kann man auch bei meinen Cover Scans sehen, falls jemand daran interessiert sein sollte. Zudem war bei dieser Version¬†kein gedrucktes Handbuch mehr vorhanden, dieses wurde als *.pdf¬†Datei auf die CD-ROM gepackt.

20160818120856 Indiana Jones u. der Turm von Babel EuroBox Software Pyramide 1

Das Handbuch könnt ihr hier herunterladen:

Handbuch: Indiana Jones und der Turm von Babel

Außerdem erschien diese EURO Box Variante mit zwei unterschiedlich bedruckten CD-ROM Datenträgern, sowie unterschiedlichen Jewel Case Covern. Die eine Version enthält am Front Cover des Jewel Cases einen in rot aufgedruckten Hinweis auf das Handbuch im Spiel, die Andere nicht, hier ist die Info lediglich ganz klein rechts mittig auf den Datenträgern zu finden. Die erste Variante wird zudem mit hochglanzbedruckten CD-ROMs ausgeliefert, deren Aufdruck zudem sehr hochwertig wirkt, die zweite Variante mit mattem CD Aufdruck.

Die erste Variante des EURO Box Inhalts, also die Version mit dem in rot gedruckten Handbuch Hinweis am Jewel Case Front¬†Cover, sowie Hochglanzaufdruck auf den CDs, erschien zudem auch zeitgleich als „Jewel Case – only“ W√ľhltruhenversion.

Im Selben Jahr wurde zudem noch eine Indiana Jones Spielesammlung mit dem Titel „Indiana Jones – Adventure Kit“ ver√∂ffentlicht. „Indiana Jones und der Turm von Babel“, wurde gemeinsam mit den beiden Vorg√§ngertiteln „Indiana Jones and the Fate of Atlantis“ und „Indiana Jones and the last Crusade“ (in der jeweils deutschen Fassung), als Bundle herausgegeben.

Cover: Indiana Jones – Adventure Kit

2002 erweiterte man diese Spielesammlung um die „Monkey Island“ Teile und ver√∂ffentlichte somit das „LucasArts“-Adventure Pack. Hier¬†wurde der CD¬†seltsamerweise eine andere Dateiversion des Handbuchs von „Indiana Jones und der Turm von Babel“ hinzugef√ľgt. Die Datei wurde auf die H√§lfte der Gr√∂√üe reduziert, die Grafiken der damit 1,2MB kleinen Datei, waren dadurch aber stark unscharf und somit kaum lesbar geworden.

Zudem haben die Datentr√§ger aller Ver√∂ffentlichungsvarianten, mit einziger Ausnahme der Ausgabe(n) mit hochglanzbedruckten CD-ROMs, den kleinen „Fehler“, dass die grafisch an und f√ľr sich identischen Aufdr√ľcke auf den beiden CDs, auf CD-1 dunkler abgedruckt wurden, als auf CD-2. Auf der zweiten CD-ROM scheint der Aufdruck einen massiven Rot- /Gelb Stick aufzuweisen, bzw. der Kontrast etwas zu hoch zu sein. Auch bei den englischen und amerikanischen Varianten ist dies der Fall, dort kann man, aufgrund einer etwas anderen Art der Aufdruckstechnik, den Unterschied sogar noch wesentlich deutlicher sehen.

Mehr Infos zu den Release Versionen, könnt ihr hier finden:

Online Game Database

Kompatibilität

Das Spiel wurde urspr√ľnglich f√ľr Windows 95 und Windows 98 entwickelt, war aber auch auf sp√§teren Windows Versionen spielbar, jedoch zum Teil mit vielen Fehlern, eingeschr√§nkter Funktionalit√§t und einer hohen Menge an Systemabst√ľrzen. Beispielsweise gab es Grafikfehler, welche die Kamera an jedem Levelbeginn, in einem Blick zum Himmel einfrieren liesen, die Benutzung von Waffen mit h√∂herer Feuerkraft, f√ľhrten zu Spielabst√ľrzen oder das Spiel st√ľrzte generell an gewissen Stellen pl√∂tzlich ab, was man wenn √ľberhaupt, nur dadurch beheben konnte, indem man das Level erneut von vorne begann.

Seitens LucasArts wurde bereits kurz nach Ver√∂ffentlichung des Spiels, ein Patch zur Verf√ľgung gestellt, sowie die sp√§ter herausgegebenen Spielversionen mit einer Information im CD-Cover versehen, dass das Spiel eventuell Updates ben√∂tigen w√ľrde um fehlerfrei zu laufen. Jedoch behebt dieser Patch lediglich gewisse Fehler im Spiel an sich, jedoch keinerlei Kompatibilit√§tsprobleme mit Windows Versionen. Sp√§testens f√ľr jene Spieler, welche versuchten das Spiel auf einem 64 Bit Betriebssystem zum Laufen zu bekommen, war definitiv Ende im Gel√§nde. Das Spiel lies sich erst gar nicht mehr installieren, der Installer crashte beim Start und lies keine weitere Interaktion zu.

Zum Gl√ľck konnte replaying.de hiezu einen Installer entwickeln, mit welchem sich das Spiel wieder installieren und im Wesentlichen auch nahezu fehlerfrei spielen l√§sst. Der Installer enth√§lt den offiziellen LucasArts Patch, sowie diverse Optimierungen und macht das Spiel mit 64Bit Betriebssystemen kompatibel, bis einschlie√ülich Windows 8.1, mit welcher ich das Game zuletzt, fehlerfrei bis zu Ende durchspielen konnte. Dieser kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

Installer: Indiana Jones und der Turm von Babel (f√ľr 64Bit Betriebssysteme)

Folgende Beitr√§ge, k√∂nnen euch bei Problemen unterst√ľtzen und bieten zudem noch viele Infos zu den vorangegangenen Problemen und Fehlern im Spiel:

Patch: Indiana Jones und der Turm von Babel

Fehler u. Kompatibilität

Steuerung

Gesteuert wird in erster Linie mit der Tastatur. Optional k√∂nnte man auch die Maus, einen Joystick, oder ein GamePad benutzen. Ich habe im Laufe der vielen Jahre, alle drei anderen Varianten probiert, ich kann euch nur empfehlen, mit der Tastatur zu spielen. Sicher ist die Steuerungsmethode an sich, auch eine Sache der Gewohnheit, in diesem Fall bietet sich aber zudem die Problematik, dass die √ľbrigen Steuerungsmethoden in ihrer Funktionsvielfalt sehr eingeschr√§nkt sind. W√§hrend es f√ľr nahezu jede Waffe, jedes Item und jede Interaktion, auf der Tastatur eine eigene Tastenbelegung (Hot Key)¬†gibt, besteht diese M√∂glichkeit auf alternativen Eingabeger√§ten aufgrund der hohen Anzahl nicht. Entweder nimmt man zus√§tzlich die Tastatur als Unterst√ľtzung, oder nimmt den Weg durch das Inventar, was sich auf Dauer nat√ľrlich als etwas m√ľhsamer darstellt.

Anbei ein Auszug der Tastenbelegungen, der unterstreichen soll, was damit gemeint ist. Die Belegung einer derart hohen Anzahl an Hot Keys am Gamepad oder Joystick ist leider nicht möglich.

InfernalMachine08

Im Generellen gestaltet sich aber auch das Einlernen der Tastatur Steuerung, am Anfang¬†nicht ganz so einfach.¬†Kombiniert mit den¬†jeweils verkn√ľpften¬†Bewegungen der Figur, wirkt diese sehr statisch und tr√§ge. Indiana Jones kann immer nur eine Aktivit√§t zur gleichen Zeit durchf√ľhren, begonnene Bewegungen auch nicht w√§hrend der Ausf√ľhrung abbrechen und sich an Vorspr√ľngen nur dann festhalten, wenn er ansonsten nichts in seinen H√§nden h√§lt, sprich jeder Gegenstand muss zuvor weggesteckt und wieder neu gezogen werden, was sehr nervig sein kann, vor Allem wenn ersichtlich ist, dass man ein und denselben Gegenstand gleich erneut ben√∂tigen wird.

Um Vorspr√ľnge hochzuklettern, muss er definitiv genau und gerade davor stehen um sich nach dem Sprung auch an der Kante festzuhalten, ebenso verh√§lt es sich bei Interaktionen sowie¬†Spr√ľngen √ľber Abgr√ľnde bei denen er sich auf der anderen Seite festhalten muss um sich nach oben zu ziehen und dem Aufheben von Gegenst√§nden. Im Allgemeinen wirken alle¬†Bewegungen¬†sehr starr.

Wie¬†bei allen Games, gew√∂hnt man sich jedoch nach einiger Zeit an die Steuerung, bis man sie jedoch wirklich verinnerlicht hat, dauert es mitunter eine ganze Weile. Das ist gerade anf√§nglich etwas frustrierend, da es dadurch des √Ėfteren vorkommt, dass ein Sprung misslingt, man in Abgr√ľnde st√ľrzt, sich schwer verletzt oder stirbt und die Passage nochmals wiederholen darf, im Besonderen wenn man zuvor vergessen hat einen Spielstand zu sichern. Sind die meistens ben√∂tigten Kombinationen jedoch in Fleisch und Blut √ľbergegangen, im Regelfall gibt es vorrangig bei den weiteren Spr√ľngen Probleme, ist jedoch auch das kein Problem mehr, wobei sich prinzipiell an der Charakteristik der statischen Bewegungen nichts √§ndert.

Story – √úberblick

Das Spiel spielt im Jahr 1947. Der kalte Krieg hat begonnen und Russland durchsucht die ganze Welt nach Artefakten, welche sich als Waffe einsetzen lassen und somit dabei helfen sollen, der UdSSR einen signifikanten Machtvorteil zu verschaffen.

Der Antagonist des Spiels, ist ein sowjetischer Gelehrter und Wissenschaftler namens Dr. Gennadi Volodnikov, welcher meint, in den √úberresten der Ruinen von Babylon, auf etwas gesto√üen zu sein. In der Bibel wird die Sprachverwirrung, welche Gott selbst unter die Menschheit brachte, als Grund f√ľr das Scheitern des Turmbaus zu Babel angenommen. Dr. Volodnikov glaubt jedoch nicht an die Schilderung im Buch der B√ľcher.

Vielmehr deuten Aufzeichnungen und Recherchen darauf hin, dass die Babylonier den Turm selbst eingerissen h√§tten. Der gefl√ľgelte Gott Marduk, h√§tte die Babylonier inspiriert, eine Maschine zu erschaffen, mit welcher man die Grenzen von Raum und Zeit durchdringen k√∂nne. Als die „h√∂llische Maschine“ (siehe auch engl. Titel¬†– „Indiana Jones and the Infernal Machine“¬†– H√∂llenmaschine) fertiggestellt worden war und sich diese mit gewaltigem Donner in¬†Bewegung setzte, war das Volk derart ver√§ngstigt und entsetzt, sodass sie den Turm¬†zerst√∂rten.

Vier von Marduk’s Priestern gelang jedoch die Flucht aus dem dadurch verursachten Chaos, wobei sie¬†vier wichtige Bauteile bzw.¬†Artefakte, die f√ľr den Betrieb der Maschine erforderlich waren,¬†mitnahmen, um Sie¬†in alle vier Himmelsrichtungen an entlegenen Orten auf der ganzen Welt zu verteilen und sie von b√∂sartigen¬†M√§chten bewachen zu lassen, um zu verhindern, dass das Bauwerk jemals erneut in Betrieb genommen werden k√∂nnte.

Aus diesem Grund l√§sst der sowjetische Wissenschaftler in Babylon Grabungen durchf√ľhren, um Nebukadnezar’s Bibliothek freizulegen, welche Inschriften beherbergen soll, die den Aufenthalt der Artefakte preisgeben.

Prinzipiell klingt die Story typisch nach Indy. Wir haben eine Geschichte biblischen Ursprungs, Artefakte die √ľber die Erde verteilt gefunden werden m√ľssen, eine Partnerin, einen Gegenspieler und dessen russische Schergen. Was will man mehr? Mich hat die Story des Spiels schon damals fasziniert und das tut sie heute noch. W√§hrend des ganzen Spiels, bekommen wir immer wieder Zwischensequenzen, welche uns durch die Entwicklung des Spielgeschehens f√ľhren. Es wird storyseitig eigentlich nie langweilig und bleibt durchgehend spannend.

Jedoch st√∂rt mich, wie auch bei „Legende der Kaisergruft“ oder „K√∂nigreich des Kristallsch√§dels“, das absolut irreale Ende. Wir spielen das letzte Level im Aetherium, einer Art Parallelwelt, au√üerhalb der uns bekannten Realit√§t. Wir kennen bereits von „J√§ger des verlorenen Schatzes“ ein eher √ľbernat√ľrliches Ende, auch in „der letzte Kreuzzug“ werden Schusswunden durch die mystischen Heilkr√§fte des Grals geheilt, aber ein Ende, dass wiederum derart weit entfernt von jedem¬†Bezug zur¬†realen Welt¬†entfernt liegt, hat meiner Begeisterung am Ende einen D√§mpfer versetzt. Auch heute, kann ich den letzten beiden Leveln noch nicht so viel abgewinnen, wie dem Rest Spiels.

Zusammenfassend ist die Story jedoch wirklich ganz gut gelungen und kann durchwegs als Indy-konform bezeichnet werden.

Level und Story im Detail

ACHTUNG SPOILER: Dieser Abschnitt beschreibt teils sehr detailliert, die vollst√§ndige Handlung des Spiels. Sollten Sie das Spiel selbst spielen und sich dabei √ľberraschen lassen wollen, sollte dieser Abschnitt vollst√§ndig √ľbersprungen werden.

1 – Canyonlands

Indiana Jones widmet sich erneut¬†seiner T√§tigkeit als Arch√§ologe um den Stress der vergangenen Jahre, welche die Welt im Krieg verbrachte, zu vergessen. Er beginnt in Utah, im amerikanischen S√ľdwesten, den Canyonlands,¬†mit Ausgrabungen. Wenig beeindruckt von den wenigen paar Tonscherben, welche er Anstatt von erhofften wertvollen Sch√§tzen ans Tageslicht holen kann, wird seine Arbeit pl√∂tzlich j√§h unterbrochen, als sich ein Hubschrauber seinem Basislager n√§hert und dort zu landen scheint. Indy macht sich umgehend auf den Weg¬†zur√ľck zu seiner Rastst√§tte, um herauszufinden, wer es so eilig haben k√∂nnte, ihn hier in der entlegenen¬†Ein√∂de ausfindig zu machen.

V√∂llig √ľberrascht trifft er auf Sophia Hapgood, mit deren Hilfe er w√§hrend des zweiten Weltkrieges die verlorene Stadt Atlantis entdeckte und gegen die Deutschen k√§mpfte (siehe auch: Indiana Jones and the Fate of Atlantis).¬†W√§hrend der gemeinsamen Expedition noch selbsternanntes Medium, arbeitet sie¬†seit dem¬†Ende des Krieges f√ľr die OSS (Office of Strategic Services), die im September 1947 in die auch heute bekannte CIA (Central Intelligence Agency) umbenannt wurde.

√úberrascht, dass seine damalige Partnerin nun f√ľr den Geheimdienst t√§tig ist, erf√§hrt Indy, dass sie aktuell mit der Aufkl√§rung ungew√∂hnlicher Vorkommnisse im Zusammenhang mit politischen Gegnern in aller Welt¬†besch√§ftigt ist. So hat der amerikanische Geheimdienst von Ausgrabungen der Sowjets in Babylon, in den Ruinen von Etemenanki,¬†erfahren und versucht jetzt herauszufinden, was diese dort¬†vorhaben, oder glauben an der Stelle zu finden.

Nach diversen Ermittlungen durch CIA Spione scheint klar, dass die russische Forschungsexpedition, unter Leitung des Wissenschaftlers u. Akademikers Dr. Gennadi Volodnikov, glaubt, dort auf etwas gesto√üen zu sein, dass den Machtvorteil zugunsten der UdSSR bedeutend ver√§ndern k√∂nnte. Sp√§testens aber, nachdem die CIA den sowjetischen Arch√§ologen ein Artefakt entwendet konnte (welches Sophia Indy w√§hrend des Gespr√§chs aush√§ndigt), stellt sich heraus, dass Dr. Volodnikov’s Theorie nicht nur¬†auf Hirngespinsten zu basieren scheint.

Bei dem entwendeten Artefakt¬†handelt sich um ein antikes Maschinenbauteil, welches man auf ein Alter von¬†2600 Jahren datieren konnte. Die¬†√§ltesten bislang der Menschheit bekannten Maschinenbauteile der Welt, wurden¬†im Jahre 1900 vor der griechischen K√ľste gefunden und stammten von einem Schiffswrack aus dem Jahre 78 vor Christus. Dieses Teil war jedoch bedeutend √§lter und k√∂nnte somit aus der Zeit des babylonischen Reiches stammen.

Indy nimmt, anfangs etwas widerwillig, den Auftrag an, Sophia und die CIA bei den Nachforschungen zu unterst√ľtzen und nach Babylon zu reisen um der Sache auf den Grund zu gehen.

2 РBabylon

In Babylon angekommen, macht Indy sich auf den Weg in die gut bewachte sowjetische Ausgrabungsst√§tte. Sehr fr√ľh kann er ein Gespr√§ch belauschen,¬†in welchem¬†der russische Wissenschaftler Dr.Gennadi Volodnikov, sich √ľber eine, via Funkspruch vom russischen Ministerium an ihn √ľbermittelte, Nachricht √§rgert, die ihm von seinem f√ľr das Funkger√§t verantwortlichen Soldaten¬†vorgetragen wird. Offensichtlich nimmt die russische Regierung, bzw. seine Auftraggeber, Dr. Volodnikov’s Bem√ľhungen teils nicht besonders ernst, da man die Beweggr√ľnde des Wissenschaftlers, Ausgrabungen in Babylon durchzuf√ľhren,¬†zu diesem Zeitpunkt,¬†noch f√ľr puren Aberglauben oder Glauben¬†an √ľbernat√ľrliche Kr√§fte h√§lt. Volodnikov ist auf der Suche nach Marduk, einem Wesen, welches die Babylonier als ihren Gott verehrten, welches jedoch nicht im Himmel, sondern¬†in einer anderen¬†Dimension der Realit√§t existiere, das Aetherium. Im Saal der Tafeln, wie Volodnikov vermutlich Nebukadnezar’s Bibliothek¬†nennt, meint er die Wahrheit dar√ľber zu finden, was mit dem Turm von Babel wirklich geschah und mit der Maschine die Marduk bauen lies.

Nachdem Indiana Jones, teils durch unterirdische, √ľberflutete Tunnel,¬†in das Sowjet Lager vordringen konnte, st√∂√üt er auf Simon Turner, Sophia Hapgood’s Vorgesetzten bei der CIA,¬†als dieser¬†Indy¬†das Leben rettet, in dem er einen russischen Soldaten erschie√üt, der Indiana Jones, in einer f√ľr ihn aussichtslosten Situation, bereits aufs Korn genommen hatte. Turner¬†√ľbergibt Indy einen Schl√ľssel, mit welchem er die T√ľr zum Sprengstoff Lager der Russen √∂ffnen kann. Au√üerdem bittet er den Arch√§ologen, in den Ruinen nach einer antiken Statue zu suchen, welche Turner gerne seiner Privatsammlung hinzuf√ľgen m√∂chte.

Indiana Jones kann durch einen Schuss auf den Sprengstoff und in weiterer Folge dessen Explosion, ein darunter verborgenes Gewölbe freilegen und auf diesem Wege, sowie einem darauf folgenden Aufzug, welchen er durch Sophias Artefakt wieder in Gang setzen kann, tief in die Ruinen von Etemenanki vordringen.

Er gelangt¬†schlie√ülich in Nebukadnezar’s Bibliothek, in welcher er, neben der antiken Statue f√ľr Simon Turner, die ein Abbild des babylonischen Gottes Marduk aus purem Gold repr√§sentiert, drei Bruchst√ľcke einer Steintafel ausfindig machen kann. Nachdem Indiana Jones die drei¬†Bruchst√ľcke korrekt zusammengesetzt in einem Relief platziert hat, welches in eine Mauernische eingelassen wurde, kann er den in Keilschrift verfassten Text √ľbersetzen.

Er erz√§hlt die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Nebukadnezar, ein neubabylonischer K√∂nig, wurde durch die Schrift seines Gottes Marduk befl√ľgelt, die „gro√üe Maschine“ zu erschaffen. Das Volk jedoch w√ľrdigte das Werk nicht wie¬†erhofft und zerst√∂rte den Turm. Vier J√ľnger entkamen dem daraufhin entstandenen Chaos¬†und flohen in alle Himmelsrichtungen, jedoch nahmen sie jeweils ein Relikt des Turmes mit sich um es an einem geheimen Ort zu verbergen. Einer der J√ľnger ging nach Osten, in das himmlische Gebirge, wo Shambala ein m√§chtiges Geheimnis h√ľte.

Nachdem Indiana Jones die Inschrift zu Ende √ľbersetzen konnte, wird¬†hinter einer vergoldeten¬†kreisf√∂rmigen T√ľr¬†eine versteckte Landkarte freigelegt. Der Arch√§ologe blickt darauf und √ľberlegt, ob mit „himmlisches Gebirge“, das Tian-Shan Gebirge gemeint sein k√∂nnte.

Als Dr. Jones die Ruinen mit Hilfe des Aufzuges verlassen und die Oberfl√§che der Grabungsst√§tte erreicht hat, wartet Simon Turner bereits an Indiana’s Jeep auf den Arch√§ologen. Nachdem er Turner sein gew√ľnschtes Relikt √ľberlassen hat, berichtet er √ľber seine neu gewonnen Erkenntnisse. Die versteckte Karte zeigte Zentralasien. An der Grenze zwischen China und Kasachstan erstrecke sich der Tian-Shan Gebirgszug. Tian-Shan hei√üe √ľbersetzt soviel wie „himmlisches Gebirge“. Ein Hinweis darauf, dass Urgon dorthin¬†aufgebochen sein k√∂nnte, um eines der Maschinenteile zu verbergen.

Nachdem er Turner’s Hinweis darauf, dass er sich direkt in das sowjetische Hoheitsgebiet begeben w√ľrde, mit einem Witz abgetan hat, macht er sich mit einem Jeep auf den Weg, die Ausgrabungsst√§tte zu verlassen.

3 РTian Shan Fluss

Nachdem er in Babylon¬†einen Hinweis entdecken konnte, der das Tian-Shan Gebirge, als einen m√∂glichen Aufenthaltsort, eines der vier Maschinenteile, nennt, l√§sst sich¬†Indiana Jones mit einem Flugzeug √ľber den Gebirgszug bringen und springt mit dem Fallschirm direkt an der russischen Grenze zu China ab. Nachdem er sich die letzten Meter zur Grenze vorarbeiten konnte, dringt er in einen Grenzwachturm ein. Dort stellt er fest, dass die Russen scheinbar den Fluss durch Schlauchbot Patrouillen √ľberwachen. Nachdem es an der Stelle nichts weiter zu finden gibt, macht Indiana Jones sich auf den Weg, den Fluss nach weiteren Hinweisen abzusuchen. Daf√ľr benutzt er ebenfalls ein Schlauchboot, welches er im Bunker finden konnte.

Der Arch√§ologe st√∂√üt schlie√ülich auf einen vierarmigen Kerzenhalter, in der n√§he einer Art horizontalen Zugbr√ľcke, die ge√∂ffnet und somit nicht √ľberquerbar ist.¬†Eine Inschrift am Kerzenhalter besagt: „Bete zu den vier Winden“. Etwas verwirrt macht Indiana sich auf den Weg, die¬†Umgebung weiter zu untersuchen. Im Zuge der Fahrt √ľber den Tian Shan Fluss, kann Indy dann mehrere Landestellen ausmachen, nach deren Auskundschaftung¬†er jeweils eine gro√üe Kerze aus Bienenwachs findet. Schnell wird klar, dass die Kerzen in Verbindung mit dem Kerzenhalter weiter oben stehen. Nachdem Dr. Jones vier Kerzen finden konnte, setzt er diese in den Kerzenhalter und z√ľndet sie mit seinem Feuerzeug an. Dadurch wird ein Mechanismus aktiviert, welcher die Br√ľcke schlie√üt und das Fortkommen erm√∂glicht.

4- Heiligtum von Shambala

Nachdem Indy die Br√ľcke √ľberquert hat, f√ľhrt in ein Pfad zum Eingang eines kleinen Nebenturmes, eines alten Klosters. √úber das Dach des Turms, gelangt er in einen gro√üen Innenhof. Indiana Jones mustert das Kloster, kann sich jedoch keinen Reim darauf machen, wen man hier huldigen w√ľrde. Weitere Klettereien bringen Indy in das Innere des Glockenturms, sowie des Uhrenturms des Klosters. Durch den Uhrenturm kann Indy in ein verborgenes Gew√∂lbe vordringen, wo er einen Mechanismus wieder in Gang setzen kann, der das Kloster durch Wasserkraft wieder mit Energie versorgt.

Dadurch ist es Indiana Jones möglich das Uhrwerk und die Glocke zu nutzen, um die Wächterin des Klosters zu rufen. Eine (scheinbar) alte und gebrechliche Frau, die Indiana Jones sofort um Hilfe bittet, damit sie ihre waren Kräfte entfalten und wiederum dem Abenteurer auf der Suche nach dem Artefakt helfen könne.

Indy macht sich auf den Weg durch die Schatzkammer des Klosters, um der alten Dame ihren Wunsch zu erf√ľllen. Nachdem er einige Fallen √ľberwinden, sowie R√§tsel l√∂sen und sich auch den Russen erfolgreich erwehren konnte, kehrt der Arch√§ologe mit seiner Ausbeute zur W√§chterin zur√ľck, einer Blumenzwiebel mit Knospe. Was anfangs unbedeutend erscheint, hat f√ľr die¬†gebrechliche Person¬†eine wichtige Bedeutung. Auf wundersame Weise ist es ihr m√∂glich, die Knospe zum Erbl√ľhen zu bringen und sich dadurch in ihr j√ľngeres Ich zur√ľck zu verwandeln. Durch ihre wieder erlangte Kraft, √∂ffnet sie Indiana Jones eine gut verschlossene, gewaltige T√ľr, zu den Tiefen einer Grotte, in welcher Urgon das Artefakt beherbergt und durch ein grauenvolles Monster sch√ľtzen l√§sst.

Indy sieht sich pl√∂tzlich einer gro√üen Kreatur aus Eis konfrontiert, welche er besiegen muss. Gegen herk√∂mmlichen Schaden immun, scheint der wirbelnde G√∂tze jedoch anf√§llig gegen Schockwellen. Diese kann der Abenteurer mit Urgon’s Artefakt erzeugen und aussto√üen, welches er gut versteckt in der Grotte finden kann. Nach einigen Angriffen, ist die Kreatur zerst√∂rt und Indiana Jones kann eine Barriere √∂ffnen, durch welche er das Kloster verl√§sst¬†und die W√§chterin erneut trifft.¬† Indy m√∂chte der Herrin des Klosters das Artefakt √ľbergeben, diese reagiert jedoch mit Respekt und Angst gegen√ľber der¬† Gewalt des Maschinenteils und bittet ihn, dieses von ihr fernzuhalten. Au√üerdem gibt sie ihm einen Tipp, wo er seine Reise fortsetzen k√∂nne.

W√§hrend „Urgon“ in Shambala verblieb, reiste sein Begleiter „Taklit“ in ein Gebiet im √∂stlichen Ozean, zu einer tropischen Insel namens „Palawan“, wo er den Wissensdurst eines Volkes zu seinem Vorteil ausnutzte. Die W√§chterin √∂ffnet Indy eine weitere, scheinbar magische Pforte, die Indiana aus dem vereisten Kasachstan, offensichtlich direkt in das tropische Zielgebiet versetzt. Nachdem der Arch√§ologe dem Pfad folgt, verschwindet die W√§chtern pl√∂tzlich, indem sie sich mit einem grellen Blitz in Luft aufl√∂st.

5- Lagune von Palawan

Indiana Jones landet auf einem einsamen Sandstrand mitten im Pazifik. Nachdem er sich etwas umgesehen hat, st√∂√üt er auf ein altes zerst√∂rtes Kriegsschiff. Auf dem Schiff, findet er einen Z√ľndmechanismus f√ľr einen japanischen Torpedo. Am Strand liegt ein scheinbar noch funktionierendes Exemplar, in welches er den Z√ľnder einsetzt, um damit ein Loch in den Bauch des Kreuzers zu sprengen.

Mit Hilfe diverser Ausr√ľstung, welche er im Inneren des Wracks finden kann, gelangt Indiana Jones auf einen h√∂heren Bereich auf einem H√ľgel. Dort kann er einen Mechanismus freilegen, der eine, unter Wasser und Sand verborgene, Pforte √∂ffnet. Durch diese¬†T√ľr, die er durch einen versteckten Schalter √∂ffnen kann, gelangt er in den Vulkan von Palawan.

6- Vulkan von Palawan

Nachdem Indiana Jones den Vulkan betreten hat, trifft er auf die Begr√§bnisst√§tte von „Taklit“, welcher auf einem Totenschiff, auf einem unterirdischen See im Vulkaninneren bestattet wurde. Er kann den sterblichen √úberresten des Priesters einen Schl√ľssel entnehmen, mit dessen Hilfe er weiter in das Innere des Vulkans vordringen kann. Dort kann der Arch√§ologe rasch feststellen, dass der Vulkan, anders als erhofft, nicht erloschen, sondern noch aktiv ist. So muss er sich¬†immer wieder¬†durch Terrain aus fl√ľssiger Lava k√§mpfen um zum Tempel des Vulkans vorzudringen, wo Taklits Artefakt versteckt sein soll.

W√§hrend seinen Forschungen st√∂√üt Indy auf Sophia, die von den sowjetischen Soldaten¬†festgenommen wurde und anschlie√üend gefangen gehalten wird. Die Russen m√ľssen bereits fr√ľher in den Vulkan vorgedrungen und dort ein Expeditionslager eingerichtet haben.

Nachdem Indiana Jones Sophia Hapgood befreien konnte, hilft diese ihm eine Pforte zu durchschreiten, um seinen Weg fortzusetzen. Weiter im Inneren kann Indy √ľber eine von den Soldaten errichtete Seilbahn eine Schlucht √ľberqueren und in den Tempel von Palawan vordringen

7- Tempel von Palawan

Indy findet sich in einem gro√üen mit Lava gef√ľlltem Gew√∂lbe wieder. Nachdem er das hei√üe fl√ľssige Gestein √ľberwinden konnte, gelangt er in einen Bereich im Freien, wo er durch das √úberqueren diverser H√§ngebr√ľcken einen Schl√ľssel findet. Mithilfe des Schl√ľssels und zwei weiteren Tiki Statuten, gelingt es ihm schlie√ülich, in den Tempel vorzudringen.

Dort bewacht eine aus fl√ľssiger Lava bestehende Kreatur, Taklits Artefakt. Eine Inschrift macht darauf aufmerksam, dass man mit Hilfe dieses Artefakts in der Lage ist, sich unsichtbar zu machen. Mit Hilfe dieses taktischen Vorteils, kann Indiana Jones einen Weg an dem Gegner vorbei finden und ein gro√ües mit Wasser gef√ľlltes Becken entdecken. Er kann durch das Aktivieren eines Schalters, das Becken entleeren und das Wasser in das Gew√∂lbe umleiten, dass die Lava Kreatur zum Erstarren bringt und somit besiegt. Durch die ebenfalls erstarrte Lava, kann Indy nun zum nicht mehr bewachten und versperrten Ausgang des Tempels laufen.

8- Jeep Trek

Indy gelangt aus dem Tempel und findet das von den russischen Soldaten, sowie von Sophia und Turner verlassene Zelt auf. Mit Hilfe eines Jeeps kann Indy sich auf den Weg machen, das Gebiet des Vulkans von Palawan zu verlassen. Auf seinem Weg muss er von den sowjetischen Angreifern fl√ľchten, die ihn¬†mit einem¬†schwer bewaffnetem LKW verfolgen. Nachdem er sich durch ein umfangreiches Labyrinth aus Wegen, die teilweise nicht passierbar sind, schlagen konnte, gelingt es, mithilfe von Sophia, die einen Hubschrauber ergattern konnte, zu fliehen.

Sophia erz√§hlt, dass die Russen die Zelte in Palawan mittlerweile abbrechen und zum Sonnentempel in Teotihuacan Mexiko unterwegs seien, welcher von einem babylonischen Priester namens „Azerim“ errichtet wurde. Da die Russen mit dem Schiff reisen, gelingt ihnen somit ein Vorsprung, um vor Ihnen vor Ort zu sein.

9- Teotihuacan

Im Sonnentempel angekommen, findet Indiana Jones alles noch verlassen vor. Es gelingt ihm, sich ins Innere des Tempels vorzuarbeiten, in welchem sich eine alte Maschine befindet, mit welcher Azerim den Zugang zu einem versteckten Tal verbergen konnte. Mithilfe diverser Artefakte, die der Abenteurer in verschiedenen Abschnitten des Tempels finden und in Schreinen platzieren kann, gelingt es ihm schließlich die Maschine zu aktivieren.

W√§hrend seiner Suche, treffen jedoch auch wieder die sowjetischen¬†Gegner ein, die ab sofort durch Spezialeinsatzkr√§fte der sowjetischen Armee, den GRU SpezNas, unterst√ľtzt werden.

Nachdem Indy die entdeckten Artefakte,¬†in Form von Statuen, in einem Schrein platzieren konnte, wird jeweils ein Mechanismus aktiviert, der einen der Steinb√∂den des in turmform errichteten Tempels √∂ffnet. Anschlie√üend¬†dringt auf diese Weise¬†Sonnenlicht von Au√üen, bis an den Boden des Gew√∂lbes vor,¬†welches dort geb√ľndelt und durch einen auf einer von Indy auf einer Statue platzieren Spiegel umgelenkt werden kann. Durch die geb√ľndelte Energie, kann ein Mechanismus an einer T√ľr aktiviert werden, der Indiana Jones erm√∂glicht, den Sonnentempel zu verlassen und in ein verborgenes Tal vorzudringen.

10- Tal der Olmeken

Indiana Jones gelangt nach verlassen des Sonnentempels in ein bislang verborgenes, offensichtlich noch nicht kartographiertes Gebiet, welches scheinbar von der olmekischen Kultur bevölkert worden war.

Dr. Jones gelingt es schlie√ülich, durch die Aktivierung von in den Boden eingelassenen Schaltern, mehrere von den Olmeken errichtete¬†Br√ľcken zu schlie√üen, um sich seinen Weg durch das Tal zu bahnen. Nach kurzer Zeit kommen auch hier die Russen wieder hinterher und erschweren das Fortkommen.

Letztendlich findet er eine gro√üe Stufenpyramide, die er durch einen versteckten Zugang an deren Spitze betreten kann. Im Inneren der Pyramide befinden sich zwei gro√üe Steintore, die Indy √∂ffnet um in einem davon Azerims Artefakt zu finden, welches dem Tr√§ger die M√∂glichkeit bietet, in Kombination mit den „Kristallen des Himmels“, f√ľr kurze Zeit zu schweben und somit gro√üe H√∂hen zu √ľberwinden. Sofort als der Abenteurer die zweite T√ľr ge√∂ffnet hat, bermerkt er, dass er das Artefakt auch dringend ben√∂tigt. Dieses wird n√§mlich durch die¬†gewaltige gefiederte Schlange Quetzalcoatl, die einst als Gott verehrt wurde, bewacht, welche auch nicht einen Moment z√∂gert, ihren Dienst zu tun und Indiana Jones anzugreifen.

Mithilfe des Artefaktes ist es Indiana Jones m√∂glich, jeweils eine der vier h√∂her gelegenen Plattformen zu erreichen, auf welchen er durch Bodenschalter Speerfallen aktivieren und das Monster bek√§mpfen kann. Nachdem Quetzalcoatl besiegt werden konnte, kann Indiana Jones die Pyramide durch die Decke verlassen, wird jedoch √ľberraschenden von den Sowjets gefangen genommen. Dr. Volodnikov taucht auf und nimmt dem Arch√§ologen die erbeuteten Artefakte wieder ab, um ihn anschlie√üend auf das russische Forschungs- und Transportschiff zu bringen.

11- V.I. Pudovkin

Nachdem Indy bet√§ubt und auf das russische Schiff, die V.I. Pudovkin gebracht wurde, wacht er benommen in einer Kabine auf, die verschlossen wurde und bewacht wird. Durch einen Trick, kann der Arch√§ologe die Wache austricksen und sich befreien. Auf seinem Weg durch den Bauch des Schiffes, kann Indiana Jones seine Waffen, sowie seine Ausr√ľstung und die entwendeten Maschinenteile zur√ľck ergattern.

W√§hrend seiner Flucht, belauscht er dabei ein Gespr√§ch von Dr. Gennadi Volodnikov, welches er mit seinem Steuermann f√ľhrt. Er ist unterwegs in den anglo-√§gyptischen Sudan, nach Nubien, auch das K√∂nigreich der Kusch genannt, wo ein babylonisches Geheimnis mit K√∂nig „Nub“ begraben worden sein soll. Bislang soll es noch keinem gelungen sein, den Schatz zu bergen, da er vermutlich zu gut versteckt oder die Suche zu gef√§hrlich ist. Abergl√§ubisch betrachtet, bestehe auch die M√∂glichkeit, dass bisherige Entdecker von Fl√ľchen befallen worden sein k√∂nnten und daher nie mehr gesehen wurden. Der sowjetische Wissenschaftler denkt, dass Nub der vierte J√ľnger Marduk’s gewesen sein k√∂nnte, welcher nach √Ągypten floh und im S√ľden des Landes, das K√∂nigreich Nubien errichtet. Dort soll auch seine Begr√§bnisst√§tte liegen, welche auch das vierte verlorene Artefakt beherbergt.

Indiana Jones gelingt es schließlich aus dem Bauch des Schiffes zu fliehen und sich an Deck zu begeben. Dort kann er sich mithilfe eines Beibootes absetzen und das Schiff verlassen. Schnell macht er sich auf den Weg nach Nubien, um vor den Kontrahenten vor Ort zu sein.

12- Meroe

Volodnikov vermutet das vierte Artefakt im K√∂nigreich Nubien, dessen fr√ľherer K√∂nig „Nub“, das vierte und letzte Artefakt entwendet und verborgen, sowie anschlie√üend ebenfalls bewachen haben lassen soll. Indiana Jones beginnt daher seine Suche in Meroe, wo sich die Pyramidengr√§ber der nubischen K√∂nige befinden. Nach seiner Ankunft findet Indiana Jones die √úberbleibsel einer deutschen Bergbaugesellschaft, die von dem Deutschen Heinrich H√∂rner betrieben wurde. Dieser behauptet, in Meroe die legend√§ren „Minen des K√∂nig Salomons“ entdeckt zu haben und begann in den zwanziger Jahren¬†daher dort mit Ausgrabungen. Nach einem tragischen Unfall kam dieser jedoch ums Leben, woraufhin die Erforschung der Gr√§ber eingestellt und das Gebiet verlassen wurde. Anfangs h√§lt Indiana Jones die Existenz dieser Minen noch f√ľr einen Mythos, er sollte aber bald eines Besseren belehrt werden.

In Meroe trifft er auf einen nubischen Jungen, welcher sehr von Industrialisierung der Europ√§er angetan ist. Dieser versteckt sich in einen eingest√ľrzten Minenstollen, da er panische Angst vor den dort heimischen Hy√§nen hat. Mithilfe des Jungen gelangt Indy in Besitz¬†eines massiven Edelsteins, der wie ein Auge gearbeitet wurde.

Anschlie√üend dringt Indiana Jones in die Pyramidengr√§ber vor, die durch ein unterirdisches Netz aus G√§ngen und¬†Kammern miteinander verbunden und mit unz√§hligen R√§tseln, Geheimg√§ngen und Fallen versehen¬†sind. Im Inneren der vier Pyramiden, befindet jeweils an der Spitze des Bauwerks eine Kammer, die einen Sockel mit Feuerholz enth√§lt. Nachdem Indiana Jones die Holzhaufen mit Hilfe seines Feuerzeugs anz√ľndete, setzten sich jeweils ein Mechanismus in Bewegung,¬†der die Feuerstelle durch eine kastenf√∂rmige Konstruktion aus Metall abdeckt, in deren Seitenwand ein prismenf√∂rmiges Auge eingelassen ist, welches das Licht b√ľndelt und durch ein Loch in der Mauer der Pyramide auf den W√ľstenboden wirft.

W√§hrend Indys Entdeckungen r√ľcken auch die russischen Soldaten, angef√ľhrt von Dr. Volodnikov nach und beginnen Indiana Jones zu folgen. Dieser setzt sich erfolgreich zur Wehr, um die Stellen zu untersuchen, wo die Strahlen im Freien auf den Boden treffen. Nach Betreten der markierten Stellen, fahren Statuen aus dem Boden, in welche er f√ľr kurze Zeit den zuvor aufgefundenen Edelstein einsetzen kann, um den Lichtstrahl zur√ľckzuwerfen und so einen Mechanismus zu aktivieren, der eine gro√üe schwer verschlossene T√ľre in einer der Pyramiden √∂ffnet.

Hinter dieser T√ľr, kann Indiana Jones Geleise, sowie eine Lore entdecken, welche er mit einem zuvor aufgefundenen Ersatzrad, sowie etwas Benzin aus seinem Jeep, wieder flott macht. Er benutzt anschlie√üend die Lore, um den Sowjets zu entkommen und in die Minen vorzudringen

13- König Salomons Minen

In den Minen eingetroffen, findet Indy rasch ein Weichenstellwerk, dass Heinrich H√∂rner wohl errichtet hat, um von dort aus seine Geleise zu steuern. Nachdem Indiana Jones eine Ersatzsicherung finden konnte, kann er die elektrisch betriebene Anlage wieder in Betrieb setzen. Er macht sich auf die Erkundung der einzelnen Bereiche der unterirdischen Gew√∂lbe und st√∂√üt dabei auf drei von K√∂nig Salomons gut versteckte und durch zahlreiche Fallen gesicherte Diamanten, nat√ľrlich sind ihm dabei auch die Russen wieder auf den Fersen, die ebenfalls mittels Lore auf den Schienen unterwegs sind und versuchen Indy zuvor zu kommen, bzw. ihn auszuschalten.

Au√üerdem findet Indy unterwegs einen Schl√ľssel, mit dem er einen versteckten Aufzug freilegen kann. Mithilfe der Diamanten, gelingt es ihm anschlie√üend den Aufzug wieder in Betrieb zu setzen und damit noch tiefer in die unterirdischen Gew√∂lbe vorzudringen.

14- Nubs Grabkammer

Als Indiana Jones den Aufzug verl√§sst, findet er sich in einem teilweise eingest√ľrzten alten Bauwerk wieder. Nachdem er die Ruinen durchqueren konnte, st√∂√üt er auf eine gro√üe verschlossene T√ľr, die wohl den Eingang zur Begr√§bnisst√§tte von K√∂nig Nub versperrt. Nachdem Indy den Schlie√ümechanismus wieder in Gang setzen konnte, betritt er die Grabkammer,¬†wo er sofort mit seltsamen mechanischen Wesen konfrontiert wird, gegen welche er sich zur Wehr setzen muss. Au√üerdem findet er¬†einen weiteren Aufzug vor, der jedoch nicht betriebsbereit ist. Es fehlt ein Zahnrad, sowie elektrische Energie. Im selben Moment¬†treffen auch erneut die Sowjets ein.

Indiana Jones kann Dr. Volodnikov dabei beobachten, wie er eine im Boden versteckte Treppe √∂ffnet, diese benutzt um in einen geheimen Bereich darunter zu gelangen und diese wieder verschlie√üt. Der Arch√§ologe folgt dem Wissenschaftler prompt und sieht, wie dieser einem mechanischen Apparat ein Zahnrad entnimmt und fl√ľchtet. Indy kann Volodnikov schlie√ülich aufhalten, stellen und ihm das Bauteil wieder abnehmen. Da der Kontrahent unbewaffnet ist und sich ergibt, l√§sst Indiana Jones ihn¬†laufen. Anschlie√üend gelingt es ihm, mit Hilfe des Zahnrades die Mechanik des Aufzuges wieder zu vervollst√§ndigen. Da jedoch nach wie vor die elektrische Energie fehlt, beschwert er den Aufzug mithilfe eines Felsblocks und benutzt er die seitlich angebrachten Gegengewichte um nach unten vorzudringen.

Dort betritt er ein weiteres gro√ües Gew√∂lbe, in welchem sich eine gro√üe elektrisch betriebene Maschine befindet, welche Blitze ausst√∂√üt, die f√ľr den Arch√§ologen eine lebensbedrohliche Situation darstellen. Um die Anlage n√§her zu untersuchen, macht Indy sich daran, die Maschine abzuschalten. Als dies schlie√ülich gelingt, kann Indiana Jones an deren Spitze das vierte und letzte Artefakt entdecken, welches eine Art elektrischen energiegeladenen Kondensator, oder elektrische Batterie darstellt, welche als Energiequelle dienen kann.

Da Indiana Jones nun Besitz aller Artefakte ist, macht er sich auf dem Weg zur√ľck zur Oberfl√§che, da er nicht¬†auf dem Weg nach au√üen gelangen kann, durch den er die Grabkammer betreten hat, muss er nach einem alternativen Weg suchen um ins¬†Freie zu gelangen und¬†Meroe zu verlassen.

Mittels des Artefaktes kann er den Aufzug wieder mit Energie versorgen und nachdem er den Felsblock wieder von der Aufzugsplattform entfernt hat, damit zur√ľck nach oben fahren. Dieser bringt Indy zum Gl√ľck noch ein St√ľck weiter nach oben, wo¬†er die Hauptgrabkammer gelangt, in welcher sich auch Nubs sterbliche √úberreste befinden. Als er den Sarg des K√∂nigs √∂ffnet, findet neben der Leiche, auch einen gro√üen Diamanten vor. Indy sieht sich um und entdeckt eine Vorrichtung im Boden, in welche er den Stein einsetzen kann. Anders als erhofft, √∂ffnet dies jedoch keinen Ausgang, sondern aktiviert eine gewaltig gro√üe, roboter√§hnliche, elektrisch betriebene, Kreatur, welche beginnt, Indiana Jones mittels hochenergiegeladener t√∂dlicher Blitze anzugreifen.

Nachdem Dr. Jones den Roboter stoppen konnte, klettert er auf eine Plattform um dort mittels Schalter eine T√ľr zu √∂ffnen, um in einen Gang zu gelangen, der scheinbar nach drau√üen f√ľhrt. Einige Meter weiter, √∂ffnet sich pl√∂tzlich eine gro√üe Luke in der Decke, durch welche Tageslicht ins Innere dringt.

Sophia und Turner erscheinen am oberen Ende der √Ėffnung und fordern im Namen der Regierung die Herausgabe der Artefakte, um damit zur√ľck nach Babylon zu reisen und die babylonische Maschine nun endlich wieder in Betrieb zu nehmen. Volodnikov r√ľckt ebenfalls nach¬†und versucht Indiana Jones zu beschwichtigen, ihm die Artefakte anstelle seiner Kammeraden auszuh√§ndigen, die Indy nicht vollumf√§nglich zu trauen scheinen bzw. bef√ľrchten der Arch√§ologe k√∂nnte bei der weiteren Herangehensweise andere Absichten haben, als sie selbst. Au√üerdem bezichtigt er Turner, ein Gangster zu sein.

Indiana Jones befindet sich in einer Zwickm√ľhle, entscheidet sich jedoch noch f√ľr das geringere der beiden √úbel und h√§ndigt die Artefakte Turner aus, welcher anschlie√üend gemeinsam mit Sophia, nachdem¬†diese Indy als kleine Gegenleistung eine Strickleiter nach unten geworfen hat, verschwindet.

Volodnikov holstert seine Waffe und versucht Indy aufzuheitern, indem er behauptet, dass Sophia und Turner diesen kleinen Verrat mit Ihrem Leben bezahlen w√ľrden. Indy kann die Vorstellung an dieser Stelle nicht unbedingt bes√§nftigen, aber er lauscht weiterhin den Worten des sowjetischen Wissenschaftlers. Die Amerikaner h√§tten keine Ahnung von Babel, er jedoch h√§tte Babylon studiert und wisse, dass unter den Fundamenten des Turms, der Ursprung alles biblischen Chaos darauf warte, sein Werk an der Menschheit zu vollenden. Der Gott Marduk selbst trat aus dem Aetherium, um die babylonischen Priester zu inspirieren. M√§chtig und b√∂se bis zum heutigen Tage, wird er seine Rache an denjenigen vollstrecken, welche die gro√üe Maschine entweiht haben.

Dr. Volodnikov benennt sich und Indiana Jones als Gelehrte aus Leib und Seele, welche zu erfahren, und vielleicht ein klein wenig zu √§ngstlich, seien um sich derart leicht verf√ľhren zu lassen um die Maschine machthungrig wieder in Betrieb zu setzen. Indy hat genug geh√∂rt, will das Gespr√§ch abbrechen um die Grabkammer mithilfe der Strickleiter zu verlassen.

Es scheint, als h√§tte Volodnikov seine Einsch√§tzung erst gemeint und aus Gr√ľnden von Demut, der Zur√ľckhaltung,¬†und des Respekts vor dem Unbekannten, tats√§chlich resigniert, da er Indy hinterher sarkastisch hinterher ruft, Indiana Jones w√ľrde wohl nach Hause zur√ľckkehren, um sich wieder B√ľchern und Tee zu widmen.

15- Turm von Babel

Zur√ľck in Babylon, f√§hrt Indiana Jones mit dem, bei seinem ersten Besuch aktivierten, Aufzug wieder nach unten. Dort findet er die¬†kreisf√∂rmige T√ľr, an welcher die Karte mit dem Hinweis auf das Tian Shan Gebirge, angebracht war, herausgerissen und am Boden liegend vor. Sophia und Turner m√ľssen bereits hier gewesen sein. Er betritt den Bereich dahinter und kann entdecken, dass eine Leiter nach unten in die Ruinen des Turms f√ľhrt. Unten angelangt, wird der Arch√§ologe sofort erneut von mechanischen Maschinen bedroht. Nachdem er sich derer erwehren konnte, kann er durch einen versteckten Eingang in den Turm von Babel gelangen.

Dort trifft er erneut auf Sophia und Turner, welche gerade versuchen die Maschine wieder in Betrieb zu nehmen, indem sie die Artefakte an den daf√ľr vorgesehenen Vorrichtungen platzieren. Indys Einw√§nde, dies sachte anzugehen und vorerst alles gr√ľndlich wissenschaftlich zu untersuchen, lehnt Turner¬†ab. Er hat vor die Macht der Maschine eigenm√§chtig¬†unter seine Kontrolle zu bringen, um den Gott Marduk zu kontaktieren und dessen Macht mit den USA zu verb√ľnden. Mithilfe von Taklits Artefakt gelingt es ihm eine schwebende Kugel zu erzeugen, mit Hilfe derer¬†man in das Aetherium¬†√ľbertreten kann. Er zwingt Sophia diese Aufgabe zu √ľbernehmen, indem er sie kurzerhand in die Kugel st√∂√üt, wodurch sie darin in schwebendem Zustand gefangen wird. Anschlie√üend benutzt Turner das Artefakt um sich unsichtbar zu machen und verschwindet durch eine nahegelegene T√ľr. Indiana Jones bleibt also nichts anderes √ľbrig, als zu versuchen, Sophia zu befreien.

Auf seinem Weg durch den Turm, muss er unz√§hlige Fallen √ľberwinden, die √ľberhaupt erst dadurch entstanden sind, dass Turner die Artefakte falsch platziert hat. Dieser konnte wohl die Inschriften nicht korrekt √ľbersetzen und somit dessen Bedeutung nicht eindeutig verstehen. Nachdem Indiana Jones drei der Artefakte finden und an den Korrekten Stellen einsetzen konnte, trifft er auf Turner, der das letzte Artefakt nach wie vor daf√ľr benutzt sich zu verbergen. Nachdem der Arch√§ologe ihn erneut nicht zur Aufgabe bewegen kann und auch Turner Indiana Jones nun als Kontrahenten sieht und beginnt ihn anzugreifen, bleibt Indy nichts anderes √ľbrig, als ihn auszuschalten, um das letzte Maschinenteil unter seine Kontrolle zu bringen und somit Sophia zu befreien und eine Katastrophe zu verhindern.

Indiana Jones findet an der Spitze des Turms zudem noch ein weiteres Artefakt, den Kopf von Marduk, den er im unteren Bereich, auf den Rest des K√∂rpers des Gottes, in Form eines mechanischen gefl√ľgelten Pferdes, setzen kann. Anders als geplant, gelingt es Indy auf diese Weise jedoch nicht die Maschine abzuschalten, sondern diese erneut in Betrieb zu setzen. Auf diese Weise wird Sophia durch den Boden des Turms in das Aetherium bef√∂rdert. Durch das Beben im Turm, st√ľrzt auch Indy √ľber die Plattform, an dessen Kante er sich gerade noch so festhalten kann¬†und l√§uft Gefahr, ebenfalls nach unten zu st√ľrzen. Da er sieht, dass seine einzige Chance Sophia zu befreien, darin besteht, ihr in das Aetherium zu folgen und er ansonsten auch keinen anderen Auswege finden kann, l√§sst er los und st√ľrzt in die Tiefe.

16- Aetherium

Indy landet im Aetherium, einer anderen Ebene der Dimension, bzw. Existenz, die im Grunde nichts anderes, als eine einzige riesige Maschine darstellt, bzw. die Energieform einer Maschine. In vielen Bereichen kann Indy diese Dimension nur durch Aetheriumströme durchqueren, in welchen er schwerelos wird und somit durch diese schwimmen kann, wie in Wasser.

Diese Form der Realit√§t ist f√ľr Indy jedoch auf lange Dauer gesundheitssch√§digend, da sie voll fremdartig ist und den Verstand vernebelt, sowie den Bezug zur Realit√§t verlieren l√§sst, wenn man sich zu lange darin aufh√§lt. Indy gelingt es ein Artefakt zu finden, mit welchem er Barrieren √∂ffnen kann, die teilweise den Zugang zur Realit√§t wiederherstellen und zu Abschnitten der Orte f√ľhren, an welchen die Artefakte des Turmes verborgen waren. Durch den teilweisen Bezug zur Wirklichkeit, kann Indiana Jones sich jeweils etwas erholen.

Auf seinem Weg durch das Aetherium kann Indy auf diese Weise erneut zu Abschnitten in K√∂nig Salamons Minen gelangen, um¬†dessen Diamanten in die fremde Dimension zu holen. Nachdem Indiana Jones auf Marduk trifft und diesen bek√§mpfen musste, wobei die Begegnung bestenfalls unentschieden ausging, kann der Abenteurer mithilfe der Edelsteine, drei gro√üe T√ľren √∂ffnen, die¬†ebenfalls¬†Kontakt¬†zur Realit√§t herstellen. Auf diese Weise dringt die Materie der waren Existenz in die Maschine ein und schw√§cht dadurch Marduk, der unter Anderem Besitz von Sophia √ľbernahm, um sich zu st√§rken und Indiana Jones in anderer Daseinsform anzugreifen.

Indiana Jones kann schlie√ülich den bereits geschw√§chten Gott mithilfe von Elektrizit√§t und seiner Peitsche besiegen, welcher anschlie√üend¬†neutralisiert wird¬†und dadurch auch Sophia wieder freigibt. Durch das Dahinscheiden Marduks, gewinnt die Realit√§t, die nach wie vor durch die ge√∂ffneten Pforten in das Aetherium eindringt, die Oberhand, und die fremde Diemension beginnt sich aufzul√∂sen. Indy kann durch eines der Realit√§tstore zur√ľck in die Ruinen von Babylon fliehen, welche durch die Verbindung mit dem Aetherium ebenfalls beginnen einzust√ľrzen.

Im letzten Moment gelingt es Indiana Jones die Oberfläche zu erreichen, wo er erneut auf Dr. Volodnikov trifft, der ihm jedoch freundlich gesinnt ist. Gemeinsam mit Sophia und Volodnikov, verlässt er Babylon mit der Frage an den russichen WIssenschaftler, ob er nicht etwas sozialistischen Wodka bei sich hätte.

17- Zur√ľck nach Peru

Dieser Abschnitt geh√∂rt nicht zur Hauptgeschichte des Spiels und stellt eine Art Bonuslevel dar. Dieses Level kann man bereits w√§hrend des Hauptspiels erreichen, indem man $ 2500,00 durch das Auffinden von Sch√§tzen anspart und in der Handelsstation die geheime Karte kauft. Tut man dies nicht, wird anstatt des Abspannes des Spiels, welcher die √ľblichen Credits und Danksagungen enth√§lt,¬†automatisch und kostenfrei das Zusatzkapitel geladen. Hat man das Bonuslevel jedoch bereits w√§hrend der Hauptgeschichte absolviert,¬†ist das Spiel nach Abschlie√üen von Abschnitt sechzehn und Anzeige der Credits zu Ende.

Indiana Jones gelangt zur√ľck nach Peru, an den Ort, an welchem er am Anfang des Filmes „Indiana Jones – J√§ger des verlorenen Schatzes“ auf Schatzsuche war. Er macht sich via Schlauchboot √ľber den Fluss auf den Weg, um das Gebiet nach weiteren Sch√§tzen zu durchsuchen¬†und kann erneut die Stelle erreichen, wo er vor einem¬†gro√üen rollenden Stein¬†fl√ľchten und nur knapp den H√∂hlen entkommen konnte, bevor der franz√∂sische Kontrahent ihm seine davor erk√§mpfte Beute wieder abnahm. Nachdem der Eingang nach wie vor durch den gro√üen Felsen versperrt wird, taucht Indy in die Tiefe und kann einen unter Wasser versteckten Eingang finden.

Dadurch erreicht er auch erneut die Stellen, an welchen die todbringenden Fallen angebracht sind, die bereits¬†seinem Vorg√§nger und Konkurrenten Forrestal, sowie seinem fr√ľheren Begleiter Satipo nach dessen Diebstahl, das Leben kosteten, sowie das Podest, auf dem die erste goldene Statue urspr√ľnglich stand. Nach Erkundung der Ruinen, findet Indiana Jones verborgene, mit Fallen versehende G√§nge, die ihn in einem abseits gelegenen Gew√∂lbe zu einer weiteren Statue f√ľhren. Indy nimmt auch diese an sich und kann unbeschadet aus den Tempeln und H√∂hlen fliehen, wobei er auch hier erneut von einem gro√üen rollenden Stein verfolgt wird.

 

Grafik/Sound

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Wie man an der kleinen Collage bereits unschwer erkennen und angesichts des Alters des Spiels auch erahnen kann, ist die Grafik aus heutiger Sicht bereits etwas in die Jahre gekommen. Aber auch f√ľr die damalige Zeit, konnte das Spiel hier nicht gerade mit H√∂chstleistungen punkten. Die Grafikengine siedelte sich im Mittelma√ü an, grafisch aufwendigere Spiele waren jedoch bereits durchaus verf√ľgbar. Die Texturen sind sehr eckig und kantig gehalten, auf Detailgetreue bei Emotionen und Gesichtsz√ľgen hat man nahezu vollkommen verzichtet, einzige der Mund bewegt sich bei den meisten Charakter.

Bewundernswert ist und sehr eindrucksvoll, gestaltet sich jedoch zum Gro√üteil die Farbenvielfalt und Farbenpracht des Games, vor Allem und im Besonderen in besonders mystischen Orten, in Kombination mit wirklich gut gew√§hltem und platziertem Sound, wird das Spiel des √Ėfteren zum besonderen Erlebnis. Genau diese Kombination war es fr√ľher auch, die ausschlaggebend daf√ľr war, bei mir einen derartigen Eindruck zu hinterlassen. Ich f√ľhlte mich derart mystisch gepackt und gefesselt, dass ich mich nahezu in das Game hineingezogen f√ľhlte und alles Andere um mich ausblendete.

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Trotz der altbackenen Grafik, kann das Spiel durchaus Adventure und Mystik Feeling vermitteln. Gerade auch Nostalgiker, kommen mit Sicherheit auf ihre Kosten.

 

Gameplay

Besonders im Gameplay, kann das Spiel die Stärken unter Beweis stellen und mit Abwechslung punkten. Eine Quicksave und Quickload Funktion, runden das Ganze ab.

Wir steuern Indiana Jones durch insgesamt sechzehn, plus ein optionales, Level. Das optionale Level, l√§sst sich durch das Erwerben einer „geheimen Karte“ freischalten, diese kann gegen virtuelles Geld erworben werden, dass wir durch das Sammeln von Sch√§tzen erhalten. Diese geheime Karte, f√ľhrt uns zur√ľck nach Peru und an den Ort, den wir schon vom Vorspann aus „J√§ger des verlorenen Schatzes“ kennen.

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Das Spiel beginnt in den Canyonlands, einem Tutorial Level, dass dem Spieler die Steuerung n√§her bringen soll und gegen Ende, als Einleitung zur eigentlichen Geschichte des Adventures dient. Am Ende des ersten Levels, begegnen wir einer alten Bekannten von Indiana Jones, Sophia Hapgood. Sie begleitete unseren Arch√§ologen bereits in „Fate of Atlantis“, Mittlerweile arbeitet sie f√ľr die CIA. Sie berichtet von den Vorkommnissen in Babylon und schickt uns dorthin auf die Reise, um Untersuchungen vorzunehmen und gegebenenfalls den Russen zuvorzukommen um Schlimmeres zu verhindern.

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Von Babylon aus geht es weiter ins Tian Shan Gebirge, zur sowjetischen Grenze zu China, in Kasachstan, wo wir nach einer aufregenden Flussfahrt, in einem alten Kloster aushelfen d√ľrfen, nur um uns augenblicklich darauf, in einer Lagune des Inselgebietes Palawan wieder zu finden. Kurz danach durchstreifen wir Tempel- und Vulkananlagen, um weiter nach Teotihuacan in Mexiko zu reisen und ein verstecktes Tal zu entdecken. Daraufhin werden wir von den Russen unter Arrest gestellt, nur um wieder daraus entkommen zu m√ľssen und weiter ins sandige Meroe zu reisen um dort die Pyramidengr√§ber der nubischen K√∂nige zu durchforsten.

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Wie sich unschwer erkennen l√§sst, reisen wir um die ganze Welt und bekommen durch die unterschiedlichen Schaupl√§tze auch massig Abwechslung. Wir haben in jedem Level die M√∂glichkeit, zehn Sch√§tze zu entdecken, die mal mehr, mal weniger gut versteckt sind. Jeder Schatz bringt uns eine unterschiedlich hohe Geldmenge ein, au√üerdem wird unser IQ (in diesem Fall Indy-Quotient) erh√∂ht. Letzterer dient wie bereits in den Vorg√§ngerspielen dazu, unser Spielverm√∂gen anhand einer Highscore zu messen. Anders als bei „der letzte Kreuzzug“ und „Fate of Atlantis“, haben wir jedoch keine M√∂glichkeit auf optionale L√∂sungswege, welche mehr IQ Punkte einbringen.

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Am Ende jedes Levels, gelangen wir in eine Handelsstation. Hier k√∂nnen wir mit Hilfe, des durch die Sch√§tze gewonnenen Geldes, Ausr√ľstung, Munition sowie Gegenst√§nde, die unsere Gesundheit verbessern, erwerben. Die geheime Karte k√∂nnen wir f√ľr 2500 Dollar erstehen. Ein sehr teurer Preis, daher lohnt es sich, entsprechend etwas an Geld zusammen zu sparen. Wer mit dem Bonuslevel jedoch auch geduldig bis zum Ende des Spiels warten kann, darf sein Geld ruhig anderweitig investieren. Nach Abschluss der sechzehn Hauptkapitel, gelangen wir automatisch nach Peru.

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Indiana Jones und der Turm von Babel, bietet au√üerdem eine Quicksave Funktion, die es erm√∂glicht, durch das Dr√ľcken einer vordefinierten Taste, den aktuellen Spielstand zu sichern, Voreinstellung daf√ľr ist F5. Mit der voreingestellten Taste F8, k√∂nnen wir eben diesen Spielstand auch wieder schnell Laden. Der vorangegangene Quicksave Speicherstand, wird durch neuerliches Speichern, mit Hilfe der QuickSave Funktion, √ľberschrieben. Gerade bei gef√§hrlichen Spr√ľngen oder Stellen mit vielen und/oder starken Gegnern, ist dies eine n√ľtzliche und gerne gesehene Hilfe. Nahezu alle aktuellen Spiele, bieten generell keine manuelle und somit individuelle Speicherm√∂glichkeit mehr, was sehr frustrierend sein kann, wenn man oftmals ganze Level oder Levelabschnitte wiederholen muss, weil man an einer schwierigen Stelle nicht vorankommt. „Legende der Kaisergruft“ hat hier beispielsweise einiges an Gameplay Sympathie eingeb√ľ√üt, wie ich auch bereits in meinem Review dazu, berichten konnte.

Aber in diesem Adventure am Meisten ausgereift und somit auch zum Genre passend, sind die R√§tsel. Anders als bei „Legende der Kaisergruft“ oder „Stab der K√∂nige“ ist der Spielverlauf hier nicht durchg√§ngig linear, sondern bietet so einiges an Abwechslung. In manchen Levels kann man sich durchaus verlaufen, Dinge in falscher oder nicht optimaler Reihenfolge erledigen oder gar ganz vergessen, nur um dann pl√∂tzlich nicht mehr weiter zu kommen, oder Wege von Anfang an neu gehen bzw. wiederholen zu m√ľssen. Au√üerdem sind die R√§tsel oftmals nicht offensichtlich und/oder gut versteckt. Man muss dazu Dinge finden und untersuchen, gedanklich kombinieren, Vorarbeiten leisten, oftmals logisch denken, Schriftz√ľge an W√§nden richtig interpretieren und entsprechend handeln. Hier ist wirklich richtig Indy Feeling vorhanden. Absolut TOP!

Zum Teil sind die R√§tsel jedoch sogar etwas √ľbertrieben schwer und k√∂nnen Frust ausl√∂sen, da man schon einige Zeit mit der L√∂sungsfindung besch√§ftigt ist. Aber immerhin wird das Game auf diese Art, auch f√ľr eingefleischte Adventure Spieler, nicht sofort langweilig. Die gr√∂√ütenteils besonders langen Level, verst√§rken dieses Feeling noch zusehends. Gerade als Spieler, welcher das Game zum ersten Mal spielt, ist man in manchen Abschnitten sicher mehrere Stunden unterwegs.

ACHTUNG SPOILER: Der folgende Abschnitt beschreibt teils sehr detailliert, einen kleinen¬†Teil der Handlung, bzw. einen Level¬†des Spiels. Sollten Sie das Spiel selbst spielen und sich dabei vollkommen √ľberraschen lassen wollen, sollte dieser Abschnitt √ľbersprungen werden.

Was ich damit jedoch konkret meine, möchte ich mit einem detailliert beschriebenen Beispiel veranschaulichen (man bedenke dabei auch die Altersfreigabe des Spieles):

  • In Kapitel 12, muss man Hy√§nen t√∂ten, damit ein Junge, der sich in einem eingest√ľrzten Minenschacht versteckt, dem Spieler behilflich ist. Damit er jedoch hilft, m√∂chte er als Gegenleistung, eine Uhr. Damit wir an ben√∂tigen Gegenstand kommen, m√ľssen wir in einem Ger√§teschuppen gelagertes Dynamit, durch einen Schuss, zur Explosion bringen, um ein Loch in den Schuppen zu sprengen, nur um darin, neben einem leeren h√∂lzernen Eimer, eine Antriebskette f√ľr eine alte F√∂rderanlage zu finden. Damit k√∂nnen wir diese wieder in Gang setzen um sie als Aufzug zu verwenden, um so in eine Grube zu fahren, um dort eine im Sand liegende Taschenuhr zu finden und wieder nach oben zur√ľckzukehren, wobei wir von unten noch das Rad einer kaputten Lore mitnehmen. Nachdem wir dem Jungen, durch Betreten einer gescripteten Stelle, die Uhr √ľberreicht haben, holt er uns einen Edelstein, durch balancieren √ľber ein Eisenbahngleis, welches √ľber einen Abgrund f√ľhrt, welcher uns nach unterirdischer Erkundung von vier Pyramiden, voller weiterer R√§tsel und todbringender Fallen, durch Reflexion von Lichtstrahlen dabei helfen wird, eine T√ľr zu √∂ffnen. Der zuvor entdeckte Eimer wird dabei ebenfalls f√ľr die Umleitung einer Reflexion ben√∂tigt, indem er dazu benutzt wird, Wasser aus einer Wasserquelle zu sch√∂pfen. Das daraus gesch√∂pfte Wasser wiederum, wird dazu verwendet einen Lichtstrahl zu brechen und dadurch umzulenken. Das Rad der Lore ben√∂tigen wir, um eine andere Lore, ganz am Ende des Levels wieder in Stand zu setzen.

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Wenn man das Alles weiß, ist es ja kein Problem. Aber sehen wir das mal aus der Sicht eines neuen Spielers, der das Level ohne Heranziehen einer Komplettlösung zum ersten Mal spielt:

  • Man muss ausreichend Hy√§nen t√∂ten, genaugenommen alle, welche man finden kann. Solange bis ein kurzes Indy Theme ert√∂nt, als Hinweis daf√ľr, dass man gen√ľgend Tiere get√∂tet hat, damit der Junge behilflich ist. Wer soll das wissen? Im Regefall l√§uft man nicht als Massenm√∂rder durch die Gegend, nur um alles zu t√∂ten, was man so vor die Flinte bekommt. Zumindest nicht die Tierwelt, die sich zum Teil weiter entfernt bewegt. Au√üerdem kommen viele der Hy√§nen erst dann hinzu, wenn man bereits einmal mit dem Jungen gesprochen hat (Script), ansonsten l√§uft man zum Teil unn√∂tig im Kreis, ohne weitere Gegner zu finden. Auf diese Art l√§uft man Gefahr, den Versuch den Jungen zu befreien, soweit √ľberhaupt entdeckt, irgendwann aus Frust aufzugeben, was jedoch das Weiterkommen verhindert.
  • Wie soll man auf die Idee kommen, mitten im verlassenen W√ľstengebiet, im Sand nach einer Taschenuhr zu suchen? Man bekommt zwar einen Hinweis darauf, dass der Junge eine Uhr m√∂chte, aber auch erst nach Aktivieren eines Scripts. Nur wie soll man erahnen, wo das Teil zu finden sein mag?
  • Das Dynamit im Schuppen, muss erst von au√üen erkannt werden. Man ist von den vorangegangenen Kapiteln eigentlich eher gewohnt, m√ľhsam Schl√ľssel f√ľr T√ľren zu finden, unter anderem auch f√ľr solche T√ľren, die grafisch die gleiche Textur aufweisen, wie die T√ľr des vorhandenen Schuppens. Dass man in diesem Fall das Dynamit als „T√ľr√∂ffner“ zu benutzen hat, muss man erst mal richtig erkennen.
  • Die Antriebskette im Schuppen, kann man mit dem Aufzug gedanklich kombinieren, wenn man diesen bereits vorher entdeckt hat. Den Eimer nimmt man jedoch nur zuf√§llig mit, nachdem man probiert hat ihn aufzunehmen, da es der erste und auch der einzige Eimer im ganzen Game ist, mit dem man √ľberhaupt interagieren kann bzw. in diesem Fall muss. Hier kann es leicht passieren, dass man das Ding stehen l√§sst und sp√§ter vergeblich sucht.
  • Nachdem die Taschenuhr in der Grube entdeckt wurde, k√∂nnte man das Rad an der Lore vergessen. Auf welche Weise auch gedanklich mit etwas verbinden, dass darauf hindeuten w√ľrde, dass man das Rad mitnehmen m√ľsse? Was wenn wir den Teil mit der Grube vor dem T√∂ten der Hy√§nen, absolviert h√§tten, der Junge der uns darauf hinweist, ist ja schwer zu finden, woher nun wissen, was mit der Uhr zu tun sei?
  • Wir erhalten einen Edelstein von dem Jungen der uns hilft. Man w√ľrde davon ausgehen, diesen eventuell wo benutzen zu m√ľssen, dass er jedoch erst gegen Ende des Levels relevant wird, wissen wir ja zu dem Zeitpunkt noch nicht.
  • Beispielsweise suchen wir nun nach dem Ort, an dem wir den Eimer platzieren m√ľssen, haben noch derart unglaublich viel Gl√ľck und finden die passende Stelle (der Ort liegt innerhalb einer der Pyramiden, es gibt mehrere Abzweigungen dorthin, man k√∂nnte die Richtige auch ganz am Ende erwischen und sich zuvor den Weg durch die Pyramiden bahnen), woher sollen wir wissen, dass wir den Eimer an einer Sch√∂pfanlage montieren m√ľssen, um damit Wasser zu sch√∂pfen? Und selbst wenn wir darauf noch kommen, woher wissen wir wozu das Ganze hilfreich sein soll?

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Fassen wir zusammen: Im schlimmsten Fall, geben wir das T√∂ten der Hy√§nen zu fr√ľh auf (oder erkennen dies √ľberhaupt erst gar nicht als m√∂glichen L√∂sungsweg), erhalten somit keinen Hinweis auf eine Uhr, bekommen dadurch auch keinen Edelstein, gelangen nicht in den Schuppen und somit auch nicht in die Grube und geben verzweifelt auf. Gerade in diesem Level habe ich schon einige Blind LetsPlayer gesehen, die eine Komplettl√∂sung brauchten.

SPOILER ENDE

Nun gut, das angesprochene Beispiel, ist zugegeben, auch eines der komplexeren Kapitel des Spieles, soll aber zeigen, wie individuell die Wegefindung sein kann und wie viele Optionen sich bieten k√∂nnen. Das trifft auch auf viele andere Abschnitte des Spiels zu, komplexe R√§tsel, gibt es in der Tat zur Gen√ľge. Hier lassen die Entwickler zum Teil schon heftig raten.

Was also den Adventure Faktor und das Indy Feeling betrifft, kann das Game eindeutig punkten. Betrachtet man allerdings die Altersfreigabe und die Zielgruppe, ist das Spiel zum Teil schon wirklich grenzwertig schwer. Hier kann jedoch auch die Karte weiterhelfen, die bei entsprechender Einstellung im Optionen Men√ľ, auch durch ein Kreuz den n√§chsten Wegepunkt anzeigt, den man untersuchen sollte. Das Benutzen der Karte, kostet jedoch IQ Punkte (maximal zehn pro Level). Diese kleine Hilfe kann man aber wirklich gut gebrauchen, gerade in derart komplexen Leveln, kann man sonst f√ľr lange Zeit festh√§ngen.

Fazit

Fassen wir nun zusammen. Was am Ende an Negativem bleibt, ist die etwas unflexible Steuerung und die altbackenen Grafiktexturen. Daf√ľr gibt es auch einen guten Punkt Abzug. Jedoch macht das Game diese Mankos, durch mystisches Grafikdesign, untermalt mit fesselndem Sound und knackigen R√§tseln definitiv wieder wett. Das Spiel bietet so einiges an Adventure Feeling, dass vielen anderen Adventure Spielen, oftmals bei Weitem fehlt und fordert, aufgrund der Anzahl und L√§nge der Levels, so einiges an Spielzeit.

Eine klare Empfehlung meinerseits, nicht nur f√ľr Indiana Jones Fans und Adventure Spieler, sondern f√ľr alle Gamer in R√§tsellaune.

8  /10

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Bewertung: 4.9/5 (27)

Ultima 9: Ascension im Retro-Test (Review)

throgh am 2.März 2013 um 11:03:49

„Avatar, wachen Sie auf!¬†Der Guardian ist in Britannia eingefallen, und Lord British hat Sie zu Ihrem letzten Abenteuer gerufen!“

Tja, da sind wir: Frisch aufgestanden und vielleicht noch etwas verschlafen.¬†Zumindest stehen wir mit unserem Alter Ego, dem Avatar, in entsprechend leichtem Nachtgewand neben dem Bette.¬†Nebst der doch sehr h√∂flich wie f√∂rmlichen Anrede des Erz√§hlers werden wir durch illustres Vogelgezwitscher von drau√üen und dem anbrechenden Tage geweckt.¬†Hat man es bereits am Titel erkannt?¬†Ja, in diesem Blogeintrag geht es um Eines der letzten Werke der Firma „Origin“.¬†Basierend auf der Idee von Richard Garriott alias „Lord British“¬†erschuf das Unternehmen die Welt von „Ultima“, in deren Erz√§hlung wir als Erdenb√ľrger in einer anderen Welt den Einwohnern gegen die M√§chte der Finsternis zu Hilfe eilen.¬†Nun ist der letzte Teil der Saga auch auf GOG erh√§ltlich und somit auch Anlass f√ľr ein kurzes Res√ľmee.

Inhalt

Wie im Intro bereits angek√ľndigt: Der Guardian als finsterer Gegenspieler des Avatars hat es erneut geschafft Britannia in arge Bedr√§ngnis zu bringen.¬†In diesem Fall sind die acht Tugenden gef√§hrdet wie auch korrumpiert.¬†Auf uns als „Avatar“wartet also die Aufgabe die Schreine und verbundene Tugenden zu reinigen.¬†Wie jetzt, das war es schon?¬†Nein, keineswegs.¬†Vorweg sei gesagt, dass „Ultima 9“¬†gleich zu Beginn eine ordentliche Portion Freiheit anbietet.¬†Man kann schon allein das Haus des Avatars mit Geduld erkunden und entdeckt allerlei Andeutungen und Verweise auf andere Spiele von Origin und EA.¬†Etwas traurig hierbei ist allerdings, dass „Origin“¬†auch zugleich der Name der DRM-Ma√ünahme wie auch Onlineplattform seitens EA geworden ist.¬†Die eigentliche Firma hat hiermit aber nichts mehr zu tun.¬†Deren Erbe findet sich eben hier in diesem Spiel.

Was erwartet mich denn √ľberhaupt in „Britannia“?¬†Das kann man so adhoc gar nicht einmal sagen.¬†Vielleicht w√ľrde es am Besten passen, wenn man schlicht erw√§hnt, dass es reichlich Abenteuer und Entdeckungen gibt.¬†„Ultima 9“¬†ist hierbei ganz und gar nicht linear und bietet auch einfach nur M√∂glichkeiten durch die Landen zu streifen.¬†Was es dann mit dem Guardian und den verdorbenen Schreinen wie auch Tugenden auf sich hat, erf√§hrt man durch die Gespr√§che mit den Einwohnern.¬†Und man entdeckt wirklich ungeheuerliche Dinge.¬†So besuchen wir im Verlauf der Geschichte eine Stadt der Magie, werden Zeugen einer Zivilisation der Gargoyles am Rande der Vernichtung und folgen den Spuren der Vernichtung eines Drachen.¬†Und das sind nur einige H√∂hepunkte.¬†Hatte ich schon die gute Raven nebst dem Dorf der Piraten in einer Bucht erw√§hnt?¬†Und das Schiff des Avatars, mit welchem wir uns √ľber weitere Entfernungen bewegen?¬†„Ultima 9“¬†ist ein wundersch√∂ner Klassiker mit einer eher klassisch angehauchten Atmosph√§re.¬†F√ľr Freunde der schnellen „Action“¬†vielleicht nur bedingt geeignet, jedoch f√ľr den Genie√üer umso mehr.¬†Man sollte also auch etwas Zeit mitbringen, um „Britannia“¬†kennenzulernen.

Atmosphäre und Spielmechanik

Wie zuvor erw√§hnt: „Ultima 9“¬†ist ein Spiel f√ľr Genie√üer.¬†Schnelle Action findet sich hier vielleicht in den K√§mpfen, aber ansonsten kann man sich auch etwas Zeit nehmen.¬†Gerade bei dem Erkunden der „Dungeons“¬†und der dort lauernden Fallen ist auch dies nicht gerade unwichtig.¬†Direkt noch auf der guten alten „Erde“¬†wird man schon mit einem der zentralen Elemente konfroniert: Der Entscheidung.¬†Das Spiel legt hier gro√üen Wert auf die Entscheidung des Spielers bzw.¬†Avatars und signalisiert dies auch bei der Art der Charaktererstellung, die nicht durch Werte an sich, sondern durch eine Zigeunerin geschieht.¬†Die Dame stellt entsprechende Fragen, zu welchen man entsprechende Antworten geben kann.¬†Hieraus resultiert dann quasi die Charakterklasse.¬†Das Spiel ist somit auch ein wirkliches ROLLENSPIEL.¬†Nat√ľrlich machen Werte auch einen Bestandteil eben besagten Genres aus.¬†Jedoch ist ein Rollenspiel nicht gekennzeichnet durch das Streben nach eben besseren Werten, sondern durch das Erleben der Welt durch die Augen eines Charakters.¬†So nimmt „Ultima 9“¬†dies dem Spieler aus der Hand.¬†Keine gute Entscheidung?¬†Nun in meinen Augen die Beste, die „Origin“¬†hier treffen konnte.¬†Es gibt zwar auch reichlich Kleidungsst√ľcke, aber auch Gegenst√§nde haben nicht den Stellenwert, wie sie es bei modernen Vertretern unter Umst√§nden haben.¬†Jedem bleibt selbst √ľberlassen, wie er sich der Spirale an Gegenst√§nden hingeben m√∂chte.¬†Allerdings ist in „Ultima 9“¬†erkunden und erforschen an der Tagesordnung.

So bestaunt man schlicht die m√§chtige Architektur der Stadt der Gargylen oder zieht das Schwert in einem finsteren Kellerloch in Erwartung furchtbarer Fallen und Gegner um die Ecke.¬†Das Spiel gewinnt seine Atmosph√§re durch die vielen kleinen Details.¬†Ich kann mich durchweg daran erinnern damals noch mit einer 3DFX-Karte ger√ľstet mehrfach nur auf einer Klippe gestanden und die Bahnen der virtuellen Sonne beobachtet zu haben.¬†Das allein f√ľr mehrere Stunden mit offenem Mund und dem leisen Wort „WAHNSINN“¬†auf den Lippen.¬†Nun ja, die Zeit ist vergangen und doch hat das Spiel bis heute nichts davon einb√ľ√üen m√ľssen.¬†Vielleicht hierzu noch ein Video aus der damaligen Ausgabe der GameStar?

Nein, keine Sorge: Das Spiel ruckelt nicht mehr auf heutigen PCs. Im Gegenteil läuft es außerordentlich gut.

Grafik und Sound

Auch „Ultima 9“¬†ist definitiv ein „Good Old Game“.¬†Die Sch√§rfe der Texturen ist im Vergleich zu heutigen Spielen auch kaum ein Vergleich.¬†Ist das Spiel deswegen jetzt h√§√ülich?¬†Nein, die vielen kleinen Details und die liebevolle Ausgestaltung der Welt machen direkt von Angebinn bis zum Ende des Spiels Freude.¬†Ja auch die etwas altert√ľmlich erscheinende Musik ist ein Genu√ü.¬†Auch wenn dies im GameStar-Video anders erscheinen mag.¬†„Ultima 9“¬†ist nat√ľrlich kein „Skyrim“, aber die durchweg sch√∂ne Spielwelt und eine gute Vertonung machen das Spiel zu einem echten Erlebnis.

Res√ľmee

Das waren noch Zeiten, so m√∂chte ich jetzt allerdings nicht enden.¬†Viel eher mit einer weiteren Empfehlung: Jeder Cent ist gut investiert in „Ultima 9“.¬†Man kann sich in der Welt verirren, kann aber auch jederzeit wieder auf den allg.¬†Weg zur√ľck finden.¬†Nebenher sei auch erw√§hnt, dass die Geschichte des Spiels sehr tief erz√§hlt wird.¬†Also auch mit fein animierten Zwischensequenzen und das Ende, welches ich hier an dieser Stelle nicht verrate, l√§sst doch die eine oder andere Tr√§ne flie√üen.¬†So war es zumindest bei mir als ich mit meinem Avatar dann kurz vor Abschluss stand und sich all die Weggef√§hrten, welche man √ľber wirklich mehr als 80 Spielstunden getroffen hat, nochmals zum Abschied versammelt hatten. Eindringlich erz√§hlt und der Titel „Ascension“¬†wurde auch nicht umsonst gew√§hlt.¬†So verbleibt die Wahl, denn „Ultima 9“¬†bietet auch als Originalverpackung reichlich Extras.

Allein deswegen nenne ich das Spiel immer auch bei Vergleichen zu heutigen Standards, bei welchen man schon froh sein kann ein d√ľnnes Handbuch in der DVD-Verpackung zu bekommen.¬†Ich bin froh, dass ich den Schritt gemacht und mir damals noch die Originalverpackung zugelegt habe.¬†Allein die Landkarte ist wundersch√∂n.¬†Und nur zu gern habe ich die Fassung von GOG erworben.¬†Der Grund?¬†Schlicht und einfach: Meine Fassung ist deutsch.¬†Die von GOG ist nat√ľrlich Englisch und nichts ist sch√∂ner als auch einmal den Vergleich zu haben.

8,5 /10

Einen tollen Videopodacst rund um Ultima gibt es auch diesmal auf StayForever: Hier klicken!

Link zur GOG-Gamecard „Ultima 9: Ascension“

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Bewertung: 4.0/5 (4)