Formula Retro Racing – Wer hat die Polygone geklaut? (Test, Review)

Man kombiniere Segas „Virtua Racing“ mit den Spielmechaniken der heutigen Zeit. Heraus kommt ein Rennspiel mit F1-Wagen, womit uns Repixel8 in die frĂŒhen 90er zurĂŒckversetzen möchte. Die britische Indiespiele-Schmiede „Repixel8“ veröffentlichte am 15. Mai 2020 das Rennspiel „Formula Retro Racing“ fĂŒr PC und Xbox One. Es kommt mit acht unterschiedlichen Kursen, drei Spielmodi, „verrĂŒckter Crash-Physik“ … weiter

Insane Pain – entwickelt fĂŒr den Sega Megadrive

Alte Systeme feiern mehr oder weniger ihr Comeback. So geschehen mit der Playstation1 als Mini Version sowie dem Super Nintendo Mini. Immer nur die alten Games fĂŒr solche Retro Kisten zu spielen kann, wenn man die Spiele kennt, auf Dauer anöden. Doch es gibt zu unserem GlĂŒck Entwickler die sich dieser alten Hardware annehmen und … weiter

Night Trap – 25th Anniversary Edition: Test, Review

Kennt ihr das: Ihr schaut einen schlechten Film, möchtet ihn eigentlich nur abschalten, weil er so grauenhaft schlecht ist, aber er fasziniert euch gleichzeitig? So Ă€hnlich verhĂ€lt es sich mit dem FMV-Klassiker Night Trap, der 2017 zum 25-jĂ€hrigen JubilĂ€um neuaufgelegt wurde und fĂŒr PC, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch erschienen ist. Denn: Night … weiter

» Sega

Formula Retro Racing – Wer hat die Polygone geklaut? (Test, Review)

kepu am 8.Juli 2020 um 19:07:33

Man kombiniere Segas „Virtua Racing“ mit den Spielmechaniken der heutigen Zeit. Heraus kommt ein Rennspiel mit F1-Wagen, womit uns Repixel8 in die frĂŒhen 90er zurĂŒckversetzen möchte.


Die britische Indiespiele-Schmiede „Repixel8“ veröffentlichte am 15. Mai 2020 das Rennspiel „Formula Retro Racing“ fĂŒr PC und Xbox One. Es kommt mit acht unterschiedlichen Kursen, drei Spielmodi, „verrĂŒckter Crash-Physik“ und einer Online-Bestenliste. Besonderes Augenmerk gibt es bei der Grafik, die mit einer ungewöhnlich nackten Textur daherkommt. Könnte aber auch daran liegen, dass das Spiel voll und ganz auf Retro getrimmt ist.

Alleine das MenĂŒ zeigt schon, worauf man sich einstellen kann: flotte Rennen mit wenig Polygonen und fröhlich-schnelle Musik. Dabei haben sich die Macher einiges von den Sega-Spielen abgeguckt. Wird eine Modi ausgewĂ€hlt, gibt es bei den folgenden MenĂŒs Countdowns. Innerhalb von 30 Sekunden darf man sich fĂŒr eine Strecke, einen Schwierigkeitsgrad, die Farbe des eigenen GefĂ€hrts und der Gangschaltung (automatisch oder manuell) entscheiden. NatĂŒrlich fĂ€ngt dieser Countdown bei jedem MenĂŒ wieder von vorne an, aber trödeln ist jedenfalls verboten.

Jedes Rennen beginnt mit einem fliegenden Start, bei dem der Spieler schon einen kleinen Vorteil genießen darf: er startet nie als letzter. Im Arcade-Modus mĂŒssen die Rennen wie ĂŒblich absolviert werden, jedoch mit dem kleinen Unterschied, dass es ein Zeitlimit zwischen den Checkpoints gibt. LĂ€uft die Zeit vor einem Countdown ab, ist das Rennen schon frĂŒher beendet. Je höher der Schwierigkeitsgrad ist, desto kĂŒrzer ist die Zeit. Gerade in Kombination mit Computergegnern keine leichte Sache.

Im Eliminator-Modus werden die Rennen so lange gefahren, bis der Spieler das Ziel mit einer Platzierung zwischen Platz 11 und 20 erreicht. Heißt man muss lange genug in einen der zehn besten Platzierungen bleiben. Mit jeder Zieldurchquerung wird dabei die Geschwindigkeit der Gegner erhöht, was das ganze von Runde zu Runde kniffliger macht. Zudem gibt es noch einen Practice-Modus, wo man die ganzen Strecken ohne Gegner und ohne Zeitlimit fahren kann.

Bei der Streckenauswahl beschrĂ€nkt man sich auf nett anzusehende Rennkurse sowie Rundkurse durch StĂ€dte, StrĂ€nde oder WĂ€lder. Mit „Monaco“ ist sogar eine wiedererkennbare Strecke dabei, in der das Publikum in Form von bunten Quadraten existiert. Von den ganzen Strecken fiel eine auf, die durch ihre Huckelpisten nicht unbedingt fĂŒr F1-Rennautos geeignet ist. Da es keine Wartungsfunktionen fĂŒr die Fahrzeuge gibt, hat keines der Strecken einen Boxenstopp. Nicht mal die Rennkurse.

Zu Beginn sind die letzten drei Strecken gesperrt, diese lassen sich freischalten, indem man Punkte sammelt und in seinem Status immer weiter aufsteigt. Umso höher der Schwierigkeitsgrad ist, desto mehr Punkte gibt es fĂŒr vordere RĂ€nge. Fairerweise gibt es fĂŒr jede Platzierung Punkte, selbst wenn es auf einer Strecke nur fĂŒr einen der hinteren RĂ€nge gereicht hat, kommt nicht ohne Punkte davon. Der Wille zĂ€hlt.

Die Fahrzeugauswahl beschrĂ€nkt sich fairerweise auf ein einziges F1-Rennauto. Entsprechend des Titels glĂ€nzt es nicht gerade mit Details, aber es passt gut zur restlichen Grafik des Spiels. Nur die Motorensounds klingen sehr aufheulend, ziemlich hoch und absolut nicht nach einem guten alten F1-Wagen. Das GerĂ€usch wird unterschiedlich laut, wenn durch die drei Kameraperspektiven gewechselt wird. Maximal 295 Kilometer pro Stunde können die Wagen schaffen, im Windschatten der Kontrahenten können kurzzeitig knapp 330 Kilometer pro Stunde erreicht werden. Das Handling ist sehr gut beherrschbar, aber weit ab von „realistisch“. Stört allerdings ĂŒberhaupt nicht, wenn ohnehin von einem Arcade-Rennspiel gesprochen wird. Ausrutschen ist nur möglich, wenn der Gegner einen rammt.

Die KI ist mitunter einer der eigenartigsten, die ich je in einem Rennspiel gesehen habe. Sie zuckeln nicht nur unruhig auf der Straße, sondern sind dem Spielerfahrzeug gegenĂŒber völlig unfair. Sie nutzen jede Gelegenheit aus, den Spieler von der Straße zu rammen. Wenn deren Plan scheitert, zögern sie plötzlich und ziehen sich vorerst zurĂŒck. Solche Verzögerungen gibt es hĂ€ufig auch in Kurven, die man sonst problemlos mit höheren Geschwindigkeiten bewĂ€ltigen kann. In einem Rennen kam es vor, dass zwei Gegner sich auf der Karte nicht bewegten, aber auch nur, weil sie an einer Wand versuchten weiterzukommen.

Das Schadensmodell kommt nur bei mittleren bis sehr schweren UnfĂ€llen zum Vorschein. In Form von auseinander fliegenden Teilen. Das wird allerdings soundtechnisch wenig spektakulĂ€r prĂ€sentiert. Sonst gibt es nicht einmal kleine Kratzer oder gebrochene Achsen bei leichten Remplern. Auch kann sich das Spiel nicht ganz entscheiden, welches Fahrzeug bei einem Unfall in tausend Teile zerfallen soll: der Verursacher oder das Opfer. Weil die KI unfair ist, trifft es in den meisten FĂ€llen eher sie. Die Moral sagt „Zurecht.“, die RealitĂ€t sagt „Meh
“.

WĂ€hrend das Spiel an sich durch den Testzeitraum stabil lief, waren es nur kleinere Bugs, die ein wenig den technischen Gesamteindruck trĂŒben. Wo man zu Beginn die ganzen Rennsequenzen sehen kann, dreht gerne die Physik der Flaggen, die wohl das flexibelste Objekt im ganzen Spiel sein dĂŒrften, am Rad und verhĂ€lt sich eigenartig. Manchmal werden diese viel zu groß und verformen sich.

Audiotechnisch gibt es bis auf die Motorensounds nichts auszusetzen. Die Musik ist stimmig und lĂ€sst einen direkt in die 80er katapultieren. Leider gibt es in dem Spiel zu wenig MusikstĂŒcke und diese sind dafĂŒr etwas zu kurz. Selbst an eine Ansagerin wurde gedacht, um den Flair der Sega-Spiele einzufangen. Sei es bei der Auswahl der Gangschaltung wie „Automatic transmission“ oder beim Erreichen eines Checkpoints wie „Time extended“.

Im Spiel gibt es Onlinefunktionen, die sich aber lediglich auf Bestenlisten beschrĂ€nken. So kann man sich anschauen, wie welcher Steam-Nutzer bei dieser und jener Strecke war und auf welchem Platz er in der gesamten Liste ist. Schade, dass es sich nur darauf beschrĂ€nkt, denn ein Multiplayer könnte dem Rennspiel gut tun. Da mĂŒsste man sich nicht mit einer merkwĂŒrdigen KI rumschlagen.

„Formula Retro Racing“ kostet bei Steam 10,79€ und im Microsoft Store 11,99€. Die Macher halten sich mit den Systemvoraussetzungen ziemlich bedeckt und empfehlen lediglich einen 64-Bit-Prozessor und ein 64-Bit-Betriebssystem. Auf dem Testsystem (Intel Xeon E3-1230v3, 16 GB DDR3, nVIDIA GeForce GTX 1050 Ti, Win 10 Home 64-Bit, installiert auf einer HDD) lief das Spiel bei 1080p durchgehend ruckelfrei.

Formula Retro Racing bringt den Charme der Rennspiele der frĂŒhen 90er Jahre erstaunlich gut rĂŒber. Niedrige Polygon-Anzahl, flotte Musik und schnelle Spielbarkeit. Die Spielmodi sind bei höherem Schwierigkeitsgrad durchaus herausfordernd, man hat jedoch mit einer problematischen KI zu kĂ€mpfen, die ĂŒberaus unruhig und unfair ist. Ohne Multiplayer bleibt es nur ein nettes kleines Rennspiel, welches voll auf Retro getrimmt ist.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (4)
1 » Indie

Insane Pain – entwickelt fĂŒr den Sega Megadrive

Dominik am 14.MĂ€rz 2020 um 22:03:37

Alte Systeme feiern mehr oder weniger ihr Comeback. So geschehen mit der Playstation1 als Mini Version sowie dem Super Nintendo Mini. Immer nur die alten Games fĂŒr solche Retro Kisten zu spielen kann, wenn man die Spiele kennt, auf Dauer anöden. Doch es gibt zu unserem GlĂŒck Entwickler die sich dieser alten Hardware annehmen und Spiele fĂŒr die extrem limitierten GerĂ€te herstellen. So wurden auf Kickstarter erfolgreich einige Spiele angekĂŒndigt und auch umgesetzt wie zum Beispiel Tanglewood oder XenoCrisis. Auch der 36 Jahre alte Werbegrafiker Axel alias Mr Edit plant ein Spiel fĂŒr das alte Sega Megadrive. Axel hat bisher schon viele Grafiken und ein GrundgerĂŒst fĂŒr sein Spiel Insane Pain fertiggestellt. Mit dem freien Compiler Second Basic wird das PrĂŒgelspiel programmiert. Insane Pain ist ein Retro Kampfspiel welches mit seiner Grafik sehr stark an die Donkey Kong Country reihe oder dem sehr Ă€hnlichen Killer Instinct erinnert. Doch Axel arbeitet in seiner Freizeit nicht auf sich alleine gestellt an seinem Spiel. Der aus der MUGEN Szene stammende User Ahrimanes sowie der Entwickler Oruam aus Brasilien unterstĂŒtzen den Deutschen bei seinem Vorhaben. Zum Spiel selbst bleibt zu berichten das es ein klassisches 2D Kampfspiel mit 7 spielbaren Charakteren und 8 Stages sein wird. Das Szenario findet in einer Cyberpunk Welt statt. Die Spielfiguren werden als 3D Modelle in Blender erstellt und dann als 2D Bilder gerendert. Durch die EinschrĂ€nkungen durch die Megadrive Hardware besitzt eine Figur nur eine Farbpalette von maximal 15 Farben. Die Bildschirmauflösung betrĂ€gt nur 320×224 Pixel. In einer so beschrĂ€nkten Umgebung ist es fĂŒr die Entwickler eine Herausforderung so viele Details wie möglich einzubauen. Axel sucht noch HĂ€nde ringend nach weiteren Mitstreitern. Vor allem Musikdesigner und Soundspezialisten aber auch 3D Modellierer sind bei dem kleinen Team willkommen. Weitere Informationen diesbezĂŒglich gibt es auf der Webseite des Spiels.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (2)
0 » Indie

Night Trap – 25th Anniversary Edition: Test, Review

FloosWorld am 13.August 2018 um 18:08:42

Kennt ihr das: Ihr schaut einen schlechten Film, möchtet ihn eigentlich nur abschalten, weil er so grauenhaft schlecht ist, aber er fasziniert euch gleichzeitig? So Ă€hnlich verhĂ€lt es sich mit dem FMV-Klassiker Night Trap, der 2017 zum 25-jĂ€hrigen JubilĂ€um neuaufgelegt wurde und fĂŒr PC, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch erschienen ist. Denn: Night Trap ist nicht nur ein schlechter Film – Night Trap ist ein schlechter Film zum Mitspielen. Die Frage hierbei ist: Was bietet die Neuauflage des Klassikers und ist die Neuauflage gerechtfertigt?

Kurzinformationen zu Night Trap

Night Trap gehört zu den sogenannten FMV-Spielen, welche in den frĂŒhen 90ern ziemlich populĂ€r waren. Hierbei laufen Filmsequenzen ab, welche vom Spieler verlangen im richtigen Moment eine Taste zu DrĂŒcken. Der Urvater des Quick Time Events sozusagen. Das Videomaterial zu Night Trap wurde 1987 gedreht und sollte ursprĂŒnglich fĂŒr die geplante Hasbro Konsole Control-Vision (Codename NEMO) erscheinen. Die Control-Vision sollte auf VHS-Technologie basieren und das Band im richtigen Zeitpunkt zu der gewĂŒnschten Stelle spulen. 1989 hat Hasbro das Projekt fallen gelassen. Ehemalige Hasbro-Mitarbeiter grĂŒndeten anschließend 1991 mit Digital Pictures eine eigene Firma und vertrieben Night Trap 1992 ĂŒber Segas CD Erweiterung fĂŒr die Genesis bzw. Mega Drive.

In den USA löste Night Trap vorallem eine Debatte ĂŒber gewalthaltige Videospiele aus und wurde zusammen mit anderen Titeln wie Doom und Mortal Kombat an den Pranger gestellt. Ein Kritikpunkt an Night Trap war, dass es möglich sein sollte, den Bösewichten zu helfen, was natĂŒrlich quatsch und nicht so vom Spiel vorhergesehen ist. Das Ergebnis der ganzen Debatten war die GrĂŒndung der amerikanischen Spielefreigabe ESRB. Die 25th Anniversary Edition von Night Trap wurde mit T, also ab 13 bedacht.

Die Handlung

In einem Haus am See (Peter Fox Anspielung nicht beabsichtet) sind in letzter Zeit fĂŒnf Teenager auf unerklĂ€rliche Art und Weise beim Martin Winery Estate, welches Familie Martin gehört, verschwunden. Zur Familie Martin gehören Victor, Sheila und deren Kinder Jeff, Sarah und Cousin Tony. Das Special Control Attack Team, kurz S.C.A.T. hat nach nĂ€heren Untersuchungen herausgefunden, dass das Haus durch ein kompliziertes System mit Überwachungskameras und Fallen verbunden ist, welches es möglich machte, die Teenager gefangen zu nehmen. Das S.C.A.T. hat mithilfe von Undercover Agent Kelly, gespielt von dem verstorbenen Kinderstar Dana Plato, es geschafft, sich in das Sicherheitssystem der Martins zu hacken und kontrolliert nun alle acht Überwachungskameras sowie die dazugehörigen Fallen vom Haus. Kelly ist nun zusammen mit fĂŒnf anderen Teenagern – alle MĂ€dchen –  auf dem Weg zum Anwesen und wird dort das Wochenende verbringen. Das S.C.A.T. erteilt dem Spieler den Auftrag, auf die Überwachungskameras zu achten und notfalls mithilfe der Fallen einzuschreiten.

Im Laufe der Handlung wird das Haus von schwarzen Ninja-Vamipren, genannt Augers, ĂŒberrannt und wir haben alle HĂ€nde damit zu tun diese zu Fangen. Es stellt sich zudem raus, dass die Martins Vampire sind und das Blut aus den MĂ€dchen saugen wollen.

Das Spiel selbst hat eine Laufzeit von ca. 30 Minuten, sollten wir es zum Ende schaffen.

Das Gameplay

Das Gameplay ist denkbar unspektakulĂ€r: Wir steuern wie bereits in der Handlung erwĂ€hnt die Überwachungskameras vom Anwesen der Martins. Sollten wir einen Auger in einer Kamera entdecken, so fĂ€rbt sich das Licht unter der Zeitanzeige in der Mitte Gelb und dann Rot. Ist das Licht Rot, mĂŒssen wir die Leertaste drĂŒcken um den Auger zu fangen. Haben wir den Auger gefangen folgt eine Szene in der der gefangen wird.

Das Spiel selbst ist vollkommen linear bis auf mehrere Stellen, bei denen der Sicherheitscode der Kamera/Fallen-Anlage geĂ€ndert wird. Da dieser Code bei jedem Spiel zufĂ€llig ist, aber immer mit blau beginnt (zu sehen an dem blauen Lauflicht ĂŒber der Possible/Captured-Anzeige) sollte man die Augenblicke, in denen die Martins den neuen Code erwĂ€hnen nicht verpassen. Dann gilt: Den Auger mit dem aktuellen Code fangen und dann zu dem neuen wechseln.

Das Spiel gilt als beendet, wenn wir es schaffen zunÀchst die Auger und danach die Martins auszuschalten. Sollte vorher eines der MÀdchen von den Auger gefangengenommen und getötet werden oder jemand die Verbindung zu den Kameras kappen, haben wir das Spiel verloren.

Das neue der 25th Anniversary Edition

Die Neuauflage hatte keinen leichten Weg: eine gescheiterte Kickstarter-Kampagne, welche das Spiel in einer höheren Auflösung remastern sollte. Nach einigem hin und her schaffte man es 2017 doch noch durch Limited Run Games fĂŒr PC und allen gĂ€ngigen Konsolen zu veröffentlichen.

Im OptionsmenĂŒ des Spiels sehen wir zudem die neuen Funktionen: Es ist möglich in drei der vier Klassikerlayouts zu spielen (das fĂŒr die DOS Version fehlt leider) oder gleich das neue 2017er Layout zu benutzen. Die FilmqualitĂ€t ist davon aber nicht betroffen. Zudem ist es möglich die Raumsymbole wie im Original statisch zu lassen oder sie gleich beweglich zu machen. Letzteres erleichtert das Spiel ungemein.

Die Neuauflage hat ein deutlich klareres Bild, was man durch Vergleichsbilder mit der Sega CD Version am Deutlichsten sieht.

Zudem wurde in die Handlung einige „Deleted Scenes“ eingebaut, fĂŒr die es Achievements gibt, falls wir diese entdecken und uns komplett ansehen. Tipp: Das Intro mit der ErklĂ€rung durch S.C.A.T. Lt. Simms  ist eine davon. Apropos Achievments: Machen wir bestimmte Dinge im Laufe des Gameplays, wie etwa die extrem kontroverse Szene im Badezimmer anzusehen, gibt es dafĂŒr eines.

Wo es Untote gibt, gibt es auch einen Hordenmodus und den hat Night Trap nun durch den „Survivor“-Modus bekommen. Wie im „Hauptspiel“ achtet man auf die Überwachungskameras und drĂŒckt im richtigen Moment die Leertaste. FĂŒr jede Welle gibt es einen neuen Sicherheitscode. Das Videomaterial besteht hauptsĂ€chlich aus Szenen, in denen Augers im Anwesen herumwandern.

Unter dem MenĂŒpunkt „Basement“ gibt es jede Menge Bonusmaterial, etwa eine Dokumentation ĂŒber die Anhörung im US Kongress zu der Zeit, als Night Trap an den Pranger gestellt und aus dem Laden genommen wurde oder auch eine spielbare Version des Night Trap Prototypen „Scene of the Crime“. Der Prototyp wird erst durch ein perfektes Spiel bei Night Trap freigeschaltet. Zudem gibt es eine Sammlung mit allen fĂŒr Night Trap gedrehten Videos, welche erst freigeschalten werden, wenn wir diese im Gameplay sehen.

Fazit

Um an die Anfangs gestellte Frage zurĂŒckzukehren: Ja, ich wĂŒrde schon sagen, dass die Neuauflage gerechtfertigt ist, zumindest, wenn man sich Night Trap in einem Sale kauft. Der Vollpreis (14,99 €) ist meiner Meinung nach zu hoch. Da kann die Nostalgie nicht darĂŒber hinwegsehen.

Night Trap ist vorallem fĂŒr diejenigen geeignet, die die Zeit der FMV-Spiele nicht mitbekommen haben und eines der prĂ€gensten Spiele dieser Zeit nachholen möchten. Und auch fĂŒr Trash-Fans, welche Night Trap als Einleitung fĂŒr einen Trash-Film Abend verwenden möchten. Die Schauspielerei der einzelnen Darsteller ist zum Teil grauenhaft und an Overacting nicht zu ĂŒberbieten. Den grĂ¶ĂŸten Trash-Faktor erhĂ€lt man dabei durch die Augers, welche durch die Szenerie humpeln. So richtig gruselig ist das nicht.

Wer sich einen Blick auf das Spiel machen möchte, kann sich das Spiele mit Bart von Rocket Beans ĂŒber Night Trap ansehen.

7 /10

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (6)