Retro Gaming Rig: Der perfekte Retro-PC f├╝r Spiele unter Windows 98/XP

Die Anleitung und Kaufberatung f├╝r einen alten PC (Retro-PC) f├╝r alte Spiele unter Windows 95, Windows 98 und Windows XP! Was soll ich kaufen? Wir bieten Euch zahlreiche Anleitungen und Programme, um Eure ├Ąlteren Spiele auf den aktuellsten Windows-Systemen bestm├Âglich zum Laufen zu bekommen. Nur irgendwie fehlt doch ein bisschen der Flair und vor allen … weiter

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Retro Gaming Rig: Der perfekte Retro-PC f├╝r Spiele unter Windows 98/XP

Malte am 15.November 2014 um 13:11:13

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Die Anleitung und Kaufberatung f├╝r einen alten PC (Retro-PC) f├╝r alte Spiele unter Windows 95, Windows 98 und Windows XP! Was soll ich kaufen?

Wir bieten Euch zahlreiche Anleitungen und Programme, um Eure ├Ąlteren Spiele auf den aktuellsten Windows-Systemen bestm├Âglich zum Laufen zu bekommen. Nur irgendwie fehlt doch ein bisschen der Flair und vor allen Dingen ist ein problemloses Spielen nicht immer m├Âglich, da zu leistungsstarke Prozessoren und neue Grafikkarten einige Schnittstellen gar nicht mehr unterst├╝tzen oder nur emulieren, was zwangsl├Ąufig zu Kompatibilit├Ątsproblemen f├╝hrt.

In diesem Artikel m├Âchte ich Euch einige Hardwarekomponenten und Zusammenstellungen vorstellen, die mit Windows 98 kompatibel sind, ausreichend leistungsstark f├╝r die ehemaligen Benchmark-Titel sind und zugleich haufenweise auf eBay und anderen Internetauktionsh├Ąusern oder vergleichbaren Plattformen kosteng├╝nstig verf├╝gbar sind.

Priorisiert werden Konfigurationsm├Âglichkeiten insbesondere f├╝r Titel unter Windows 98 bishin zu den Anf├Ąngen von Windows XP. Es ist entscheidend, den Spagat aus Leistung und Kompatibilit├Ąt zu treffen, denn sowohl zu viel, als auch zu wenig Leistung kann ein Problemverursacher sein. DOS-Spiele werden hier etwas vernachl├Ąssigt, denn zugegeben: Jedes DOS-Spiel funktioniert blendend mit der DosBox, die im verlinkten Artikel thematisiert wird.

Bildquelle: DeviantART

Die besten Notebooks f├╝r alte PC-Spiele

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Das einfache Handling und der geringe Platzbedarf geben guten Grund dazu, nach einem entsprechenden Notebook zu suchen, das vermeintlich jegliche Treiber f├╝r Windows 98 oder Windows XP unterst├╝tzt und bestenfalls mit D3D und ausreichend Videospeicher aufwartet.

In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Laptops leistungsm├Ą├čig hinterhinken, gerade damals, aber aus Marketingzwecken die aktuellsten Betriebssysteme vorinstalliert haben sollen, ist nicht zu erwarten, dass nach 2002 noch zahlreiche Produkte auf den Markt geworfen wurden, die volle Unterst├╝tzung f├╝r Windows 98 anbieten. Und das w├Ąre selbst f├╝r ├Ąltere Spiele leider zwingend erforderlich, sofern sie weitgehend fl├╝ssig spielbar sein sollen.

Ein m├Âgliches Suchkriterium w├Ąre nichtsdestotrotz die GeForce 2 Go. Leider wurde diese nur in neueren, leistungsst├Ąrkeren Laptops verbaut, meistens sogar mit Dual-Core-Prozessor und ├╝ber 1 GB Arbeitsspeicher, was Windows 98 SE zwangsl├Ąufig in die Knie zwingt, im Sinne von: WTF, das kann es doch noch gar nicht geben?
Grundlegend laufen die meisten Spiele f├╝r Windows 98 auch unter Windows XP, und das ist in allen rationalen Aspekten die bessere Wahl, nur ist das Betriebssystem eher zweitrangig, denn der Ausl├Âser f├╝r Konflikte ist vielmehr die Hardwareselektion.


Empfehlungen: Dell Inspiron 8100, Dell Latitude C840, Dell Precision M50, IBM Thinkpad T42


Die Dell-Modelle stammen aus einer Produktfamilie und beinhalten entweder eine GeForce Go 2 oder gar eine GeForce 4 Go 440, die ihren Desktop-Kollegen nat├╝rlich um ein Vielfaches nachstehen, aber ausreichend leistungsstark sind. Als CPU gibt’s einen Intel Pentium mit 1,33 GHz sowie 512 MB-RAM. Ebenso gibt’s einen coolen 15″ Bildschirm mit einer Aufl├Âsung von 1600 x 1200 Pixeln – diese Punktdichte erreichen h├Ąufig nicht einmal neuere Ger├Ąte.

Das IBM Thinkpad T42 ist hingegen die bessere Wahl. Best├╝ckt mit einem Pentium M 1,8 GHz, 512 MB bis 1 GB Arbeitsspeicher und einer Radeon Mobility 9600 sowie voller Treiberunterst├╝tzung f├╝r Windows 98 als auch Windows XP. Die Ausstattung mit W-LAN, USB 2.0 und vielen weiteren, g├Ąngigen Schnittstellen kann sich ebenso sehen lassen. Einzig der Bildschirm mit einer Aufl├Âsung von 1024 x 768 steht dem Dell um einiges nach. Die Radeon Mobility 9600 liegt leistungsm├Ą├čig deutlich ├╝ber der GeForce 2 Go, ist aber nicht zu schnell.

Fazit: Die Dell-Produkte sind f├╝r natives Retro-Spielen empfehlenswert – die Komponenten sind deutlich leistungsschw├Ącher als die des IBM Thinkpad T42, reichen f├╝r einige Benchmark-Titel aus Zeiten von Windows 98 aber noch aus. Bei DirectX 7-Titeln werden die Komponenten an ihre Leistungsgrenze sto├čen. Andererseits d├╝rfte die Kompatibilit├Ąt noch h├Âher sein. Das IBM Thinkpad T42 ist aber der bessere Allrounder, Treiber f├╝r Windows 98 als auch Windows XP, ordentliche Radeon Mobility und einen Pentium M mit 1,8 GHz, der f├╝r die meisten Titel aber noch nicht zu flott sein d├╝rfte.

Die besten Komponenten f├╝rs Bauen oder als Fertig-PC

Vintage_PC

Es ist hierbei erforderlich, das nach ├Ąlteren Hardwareteilen gesucht wird und nicht zu neuen, aber leistungsschw├Ącheren gegriffen wird, da hier mangelnde Treiberunterst├╝tzung f├╝r ├Ąltere Betriebssysteme vorliegt. Zun├Ąchst stelle ich Euch ein paar Hardwareanforderungen ausgew├Ąhlter Titel vor, die ihrer Zeit als durchaus leistungshungrig gegolten haben.

  Carmageddon Need for Speed III Unreal Gold Supreme Snowboarding Tony Hawk’s 3
Jahr 1997 1998 1999 2000 2002
System DOS, Windows 95 Windows 95, Windows 98 Windows 95, Windows 98 SE Windows 98 SE, ME, 2000 Windows 98 SE, ME, 2000
CPU Intel Pentium 90 MHz Intel Pentium MMX 200 MHz Intel Pentium II 233 MHz Intel Pentium II 400 MHz Intel Pentium III 500 MHz
RAM 16 MB-RAM 16 MB-RAM 32 MB-RAM 64 MB-RAM 64 MB-RAM + SWAP
GPU 2 MB SVGA 3dfx, D3D mit 8 MB V-RAM Direct 3D mit 8 MB V-RAM DirectX 7 mit 8 MB V-RAM DirectX 7 mit 16 MB V-RAM

Es handelt sich hierbei um die Mindestanforderungen. F├╝r Spielen in h├Âchster Detailstufe ist unter Umst├Ąnden (deutlich) mehr Systemleistung erforderlich.

Grafikkarte

Eine Frage von 3dfx oder D3D, von waschechter Nostalgie oder reinem Nutzen.

3dfx Voodoo 4: Sie sind relativ selten und erreichen teilweise Sammlerpreise auf eBay, gerade die neueren Modelle ab der vierten Serie, die f├╝r ein fl├╝ssiges Spieleerlebnis meines Erachtens aber unbedingt zu empfehlen w├Ąren. Zudem ist sie das schw├Ąchste Glied der Komposition.

ATI Rage 128 Pro: Mit 32 MB-RAM und hervorragender Treiberunterst├╝tzung f├╝r Windows 98 SE als auch Windows XP ist die ATI Rage 128 Pro der optimale Mittelweg f├╝r natives Windows 98. F├╝r jegliche, ├Ąltere Titel ist ausreichend Rechenkapazit├Ąt und Direct3D bis DirectX 6 stellt keinerlei Problem dar. Zudem l├Ąsst sich diese Karte hervorragend ├╝ber- als auch untertakten, ein gr├Â├čerer K├╝hler f├╝r Ersteres vorausgesetzt. Als Alternative w├╝rde ich eine Riva TNT 2 empfehlen, die als etwas flotter als eine ATI Rage 128 Pro galt. Zudem haben GeForces den Ruf der besseren Treiber genossen. Die Kosten belaufen sich auf alle genannten Karten auf ca. 10ÔéČ bis 20ÔéČ.

ATI Radeon 7500: Die nachfolgende Generation mit 64-MB VRAM und DirectX7-Unterst├╝tzung. Auf dem Grat zwischen Windows 98 und Windows XP! Wer lieber zur Konkurrenz greifen m├Âchte, sollte sich in dieser Leistungsklasse die GeForce 2 Ti anschauen!

nVidia GeForce 4 Ti 4200: Die GeForce 4 Ti 4200 oder h├Âher stellt mit 128 MB-RAM und Pixel Shader 1.1 aus meiner Perspektive die Leistungsspitze f├╝r einen Retro-Computer dar. ├ältere Direct3D-Spiele stellen die GeForce 4 vor keine gr├Â├čeren Probleme, sie hat gleicherma├čen ausreichend Kraft f├╝r jegliche DirectX 7-Titel und erste DirectX 8-Spiele, mit nativer Unterst├╝tzung f├╝r Pixel Shader und Vertex Shader. F├╝r Treiberunterst├╝tzung ist gesorgt, die Inbetriebnahme ist sowohl unter Windows 98 SE als auch Windows XP problemlos m├Âglich. Eine nVidia GeForce 4 Ti kostet ca. 10ÔéČ bis 20ÔéČ. Meine pers├Ânliche Empfehlung. Konkurrierend ist die ATI Radeon 8000-Serie.

Prozessor

Intel Pentium II 300 MHz: Das Einstiegsmodell mit hoher Verf├╝gbarkeit auf eBay zu g├╝nstigen Preisen. Die Leistung ist f├╝r fr├╝he Direct 3D auf jeden Fall ausreichend, ab DirectX 7 wird’s eng. Ben├Âtigt wird ein Mainboard mit Slot 1, die ebenfalls in der Regel gut verf├╝gbar sind. Zum Vergleich: Die Leistung reicht auch noch f├╝r Spiele wie Tomb Raider IV aus, in Kombination mit einer entsprechenden Grafikkarte.

Intel Pentium II 450 MHz: F├╝r Mehrleistung ist der Griff zum Pentium II abermals empfehlenswert, zumal damals noch vielmehr die reinen MHz ausschlaggebend waren. Die Pentium 2s w├╝rden einen sch├Ânen Retro-Rechner in Kombination mit einer 3dfx Voodoo 4 ergeben.

Intel Pentium III 600 MHz: Der Leistungssprung zum Pentium II ist nicht zu untersch├Ątzen, die Performance ist f├╝r jegliche DirectX 6 Spiele aus den bis Ende der 90er dicke ausreichend. Das passende Mainboard hat Sockel 370. Als Einstiegsrechner eignet sich dieser Prozessor in Kombination mit der ATI Rage 128 Pro.

Intel Pentium III 1 GHz: Der Pentium III mit 1 GHz w├Ąre meine pers├Ânliche Empfehlung f├╝r ein High-End-System mit Windows 98 SE in Kombination mit einer ATI Radeon 7500. Dieses System rockt alle erdenklichen Spiele mit DirectX 7 (Sockel 370).

AMD Athlon 1200: Der AMD Athlon 1200 erfreut sich ebenfalls hoher Verf├╝gbarkeit auf eBay. Er hat 1,2 GHz, der Leistungssprung zum Pentium III ist abermals enorm und er l├Ąsst sich auch durch „neuere“ Titel wie The Elder Scrolls 3: Morrowind vor keine gr├Â├čeren H├╝rden stellen (Sockel A 462). Ein ├ädaquat w├Ąre hierf├╝r die genannte GeForce 4 Ti 4200, mit der dank nativer Unterst├╝tzung f├╝r DirectX 8 auch Spiele mit Pixel Shadern und Vertex Shadern problemlos laufen.

Fazit: Je nach Anforderung ist der Pentium III 1 GHz eine vern├╝nftige Wahl. Sollen auch neuere Spiele laufen, w├Ąre der AMD Athlon in Erw├Ągung zu ziehen, wobei dieser f├╝r manche Titel m├Âglicherweise schon zu flott sein k├Ânnte (bspw. Interstate ’76 oder MechWarrior 2).

├ťbrigens: Bei der Auswahl des Netzteils ist vor allen Dingen bei Athlons zu beachten, dass ausreichend Stromst├Ąrke auf der +5V-Leitung liegt. Unter 25A l├Ąuft hier nichts.


Mit CPU und GPU sind die relevantesten Hardwarekonfigurationen abgedeckt.


Zu viel Arbeitsspeicher schadet verglichen mit einer zu hohen Prozessorleistung, die vorzugsweise bei einigen DirectDraw-Spielen zu Bugs und Spielfehlern f├╝hren k├Ânnten, nie, ich w├╝rde trotz teilweise geringerer Systemanforderung nicht weniger als 64 MB-RAM verbauen. Windows 98 verwaltet immerhin maximal 256 MB-RAM, das dahingehend in jeder Lebenslage ausreichend sein d├╝rfte. Zu beachten ist nat├╝rlich die Speicherschnittstelle, ab Pentium IV und AMD Athlon gibt’s DDR-RAM, zuvor sollte nach SDRAM geschaut werden.


Die Geh├Ąuse- und Netzteilwahl kann nach Belieben getroffen werden, das Netzteil sollte jedoch IDE-Anschl├╝sse (4-pin) f├╝r Datentr├Ąger und Laufwerke haben.


Festplatte- und DVD-Laufwerk m├╝ssen zwangsl├Ąufig mit IDE-Anschlussm├Âglichkeiten mit sich bringen, teilweise gibt es diese sogar noch neu auf Amazon.


Als Soundkarte sollte zu einer Creative Soundblaster Live! oder Soundblaster AWE gegriffen werden, die ein hohes Spektrum an Treibersupport zur Verf├╝gung stellen und zugleich h├Ąufig bei eBay inseriert sind. Die AWE bringt ebenfalls DOS-Unterst├╝tzung mit sich, das Mainboard ben├Âtigt jedoch ein ISA-Slot.

Beispielkonfiguration

Komponente Typ Kosten
Prozessor Intel Pentium III 1 GHz 10 ÔéČ
Mainboard ASUS OPBX4 25 ÔéČ
Grafikkarte ATI Radeon 7500 15 ÔéČ
RAM 512 MB SD-RAM 35 ÔéČ
HDD Maxtor Diamond 160 GB IDE 15 ÔéČ
Soundkarte Creative Soundblaster Live! 5.1 10 ÔéČ
Geh├Ąuse Sharkoon VS3-S 25 ÔéČ
Netzteil Xilence RedWing R3 400W (+5V: 25A) 30 ÔéČ
Summe 175 ÔéČ

Viel Spa├č!

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