Diablo im Browser spielen – so geht’s!

Erinnert sich noch jemand an das erste „Diablo“? Das hochgeblobte Hack’n’Slay erschien Ende 1996 und erfreut sich besonders im zweiten Teil weiterhin großer Beliebtheit. Als tapferer Krieger, JĂ€ger oder Zauberer macht man den dĂ€monischen Monstern den Garaus, bis man sich zum namensgebenden Boss durchgekĂ€mpft hat. 2018 rekonstruierte der Nutzer “GalaXyHaXz” den Quellcode des ersten Teils … weiter

Das Forum stirbt und wir wollen eine Community etablieren.

tl;dr Hier geht’s zu unserer Facebook-Gruppe! Retro wird stetig beliebter und pflegt kein allzu großes Nischendasein mehr wie noch vor ein paar Jahren. Eine zentrale Anlaufstelle, um sich inhaltlich mit anderen Spielern auszutauschen oder seine aktuellen Spielerfahrungen zu teilen, ist so allerdings noch nicht verfĂŒbar. Bisher haben wir mit diesem Unterfangen versagt. Denn in Zeiten … weiter

Kolumne: Wie man den Jugendschutz anpassen sollte.

Seit dem Jugendschutzgesetz von 2003 gelten die USK bzw. FSK Freigaben nicht mehr als Empfehlung fĂŒr den Verkauf, sondern sind gesetzlich verbindend. Ab 12 ist nun auch ab 12. Zudem dĂŒrfen bereits von USK/FSK geprĂŒfte Spiele/Filme nicht mehr durch die BPjM indiziert und durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt werden. Eine sinnvolle Sache, wenn man sich z.B. … weiter

Gaming-Weihnachten 2017: Das sollte auf deine Wunschliste!

Wir bewegen uns gemĂ€chlichen Schrittes auf die besinnlichste Zeit des Jahres zu – Weihnachten 🎄 Bereits seit einigen Wochen können wir die fleißigen Menschen beobachten, die unsere geliebten, aber auch geschĂ€ftstĂŒchtigen, WeihnachtsmĂ€rkte aufbauen und mĂŒhevoll dekorieren. Unsere Wochenenden werden wir demnĂ€chst wieder bei Zeit gemeinsam an Punsch- und GlĂŒhweinstĂ€nden verbringen dĂŒrfen. Doch wir alle wissen: … weiter

LAN-Spiele mit Koop-Modus ohne Steam und Internet! đŸ’©

Oder auch der lokale Multiplayer von damals ohne Internet und Online-Zwang. Welche LAN-Spiele gibt es denn, die man im Koop-Modus spielen kann, ohne Steam im Hintergrund laufen zu haben oder sich einem anderweitigen Online-Zwang beugen zu mĂŒssen? In unserem letzten Artikel zur Medialisierung haben wir Steam als eines der ersten „sozialen Netzwerke“ im Kontext von … weiter

Medialisierung: Ein sozialer Wandel – wir sind das Produkt.

Medialisierung: Ein sozialer Wandel unserer Kommunikation – und wir sind das Produkt. Mit kurzen Titeln hab ich’s nicht so, deswegen in der fettgedruckten Zeile oben nochmal mein plakativer Traumtitel in vollen ZĂŒgen đŸ’© Hier eine kurze Anleitung zur Reflektion einer Sichtweise, nicht nur im Kontext von Gaming. Ja, das war ja schon ziemlich cool damals. … weiter

Spiele-Entwicklung – Chance oder Risiko?

Wir hier auf Replaying berichten neben Retro-Games gerne auch immer wieder ĂŒber Indie Spiele aus deutscher Hobby-Entwicklung. Es ist der große Traum junger und auch Ă€lterer Gamer. Wer reichlich genug zockt und einen kreativen Geist besitzt, der wird sich vielleicht eines Tages sein eigenes Spiel zurecht denken und Vorstellungen davon haben, was er besser als … weiter

Retro Gaming Rig: Der perfekte Retro-PC fĂŒr Spiele unter Windows 98/XP

Die Anleitung und Kaufberatung fĂŒr einen alten PC (Retro-PC) fĂŒr alte Spiele unter Windows 95, Windows 98 und Windows XP! Was soll ich kaufen? Wir bieten Euch zahlreiche Anleitungen und Programme, um Eure Ă€lteren Spiele auf den aktuellsten Windows-Systemen bestmöglich zum Laufen zu bekommen. Nur irgendwie fehlt doch ein bisschen der Flair und vor allen … weiter

Mittlerweile ĂŒber 900 Arcade-Titel auf archive.org im Browser!

UrsprĂŒnglich waren es ca. 25 Titel im Internetarchive, darunter bekannte Klassiker wie Pitfall! oder Choplifter. Mittlerweile wurde dieses Angebot auf archive.org auf ĂŒber 900 Spiele verschiedenster Plattformen erweitert, und zwar direkt emuliert im Webbrowser. Wer also Lust auf ein paar waschechte Retro-Spiele hat, sollte unbedingt einmal vorbeischauen! GegenwĂ€rtig gibt es bei einigen Emulationen jedoch noch … weiter

Top 10: Spiele mit Wintersetting fĂŒr den kalten Winter!

Die kurzen Hosen sind passĂ©, Zeit ist’s fĂŒr die Wintermode. Ein passender Reim ist mir leider nicht eingefallen, aber coole Spiele mit Wintersetting fĂŒr die kalte Jahreszeit lassen sich da bedeutend einfacher finden. Hier meine Top 10: Spiele mit Wintersetting fĂŒr den kalten Winter! Platz 10: Christmas Lemmings Na, wer kennt das? Basierend auf dem … weiter

Lokalisierung von Videospielen – mehr als eine Notwendigkeit

Der Begriff „Lokalisierung“ beschreibt die sprachliche und kulturelle Anpassung an den Zielmarkt. Sie stellt sicher, dass alle Teile eines Videospiels, von der Verpackung bis zur Software, optimal angeglichen sind. Wenn man ein Spiel eines westlichen Herstellers auf den asiatischen Markt bringen will, ist es wichtig zu bedenken, dass es sich hierbei um zwei grundlegend verschiedene … weiter

Spiele(n) auch unter Linux, oder doch Windows?

Ein weiterer Eintrag mit einem komplett neuen Thema: Seit einigen Monaten steht Microsofts neuster SprĂ¶ĂŸling „Windows 8“ im Laden. Ich möchte ungern nun beginnen positiv wie negativ abzuwĂ€gen, da ich mich auch noch sehr gut an „Windows Vista“ erinnerte und die damit verbundenen GerĂŒchte, dass Microsoft OpenGL nicht mehr unterstĂŒtzen will bzw. hier nur eine Schnittstelle zu … weiter

» Spiele

Diablo im Browser spielen – so geht’s!

kepu am 6.August 2019 um 19:08:29

Erinnert sich noch jemand an das erste „Diablo“? Das hochgeblobte Hack’n’Slay erschien Ende 1996 und erfreut sich besonders im zweiten Teil weiterhin großer Beliebtheit. Als tapferer Krieger, JĂ€ger oder Zauberer macht man den dĂ€monischen Monstern den Garaus, bis man sich zum namensgebenden Boss durchgekĂ€mpft hat. 2018 rekonstruierte der Nutzer “GalaXyHaXz” den Quellcode des ersten Teils mit all seinen Macken, um Moddern eine bequemere Möglichkeit zu bieten, auch an einem Diablo-Spiel basteln zu können, welches heutzutage eher ein Schattendasein darstellt.

Nichtsdestotrotz lassen sich mit dem Code einige Sachen anstellen. Der Entwickler “Rivsoft” hat es vor einigen Tagen geschafft, einen Web-Port aus dem rekonstruierten Quellcode zu basteln. Ja, man kann ĂŒber eine Website das erste „Diablo“ spielen. Und das fast ohne EinschrĂ€nkungen. Da können die Arbeitspausen endlich sinnvoll genutzt werden, wo das Mitbringen von DatentrĂ€gern ein Problemchen darstellen könnte. 🙂

Man hat die Qual der Wahl. Wer sofort losspielen möchte, spielt die logischerweise eingeschrĂ€nkte Shareware-Version, die gerade mal 50 MB groß ist. Vorher werden noch ein paar Dateien geladen und schon wirkt es so, als wĂŒrde ein virtuelles Windows 95 das Spiel gerade starten, denn selbst die Videos sind zu sehen. Wer das Original-Spiel besitzt, sei es auf CD oder heruntergeladen von GOG, kann aber auch die Datei “DIABDAT.mpq” auswĂ€hlen, die dann ebenfalls geladen werden muss. Da sollte bei einer GrĂ¶ĂŸe von knapp 500 MB die Leitung entsprechend gut dimensioniert sein. So steht einem die Vollversion zur VerfĂŒgung.

Und schon kann man spielen. Multiplayer ist leider nicht auswĂ€hlbar, weshalb man auf den Singleplayer beschrĂ€nkt ist. Charakterauswahl, Namen eingeben und schon gehts ins Abenteuer. Man kann sich nun mit den Stadtleuten unterhalten, AusrĂŒstung kaufen oder sich im nahe gelegenen Schloss auf Beutejagd machen. Die Tastatur-Shortcuts funktionieren wie gewohnt, solange man den Fokus auf den Tab hat, sonst öffnet man bei F1 nicht etwa die Hilfe in „Diablo“, sondern die Hilfe des Browsers. Auch die Ladezeiten zwischen den einzelnen Passagen sind erfreulich kurz.

Das laufende Spiel lĂ€sst sich sogar speichern und beim spĂ€teren Abruf der Website wieder laden, sofern man die Einstellungen des Browsers nicht irgendwann aus GrĂŒnden bereinigen möchte. Leider ist es nur auf das jeweilige GerĂ€t, auf dem man gespielt hat, beschrĂ€nkt. Nutzt man etwa denselben Google-Account in Google Chrome auf zwei GerĂ€ten, kann man die gespeicherten Spiele auf dem anderen nicht verwenden. Die Möglichkeit, diese zu transferieren, gibt es ebenfalls nicht.

Die Auflösung betrĂ€gt wie beim Original 640×480 Pixel, hier wird es freundlicherweise an die GrĂ¶ĂŸe des Fensters angepasst, so dass man auf einem 4K-Bildschirm nicht mal mehr eine Brille benötigt, um alles erkennen zu können. Andere Auflösungen bot das Spiel ohnehin nicht, erst mit dem Add-On “Lord of Destruction”, welches 2001 fĂŒr den zweiten Teil gab, kam die Auflösung 800×600 Pixel hinzu. Auch die nicht sehr flĂŒssige Cursorbewegung wurde ĂŒbernommen, jedoch gab es wĂ€hrend des Tests keinerlei FrameeinbrĂŒche.

Die Web-Version vom ersten „Diablo“ lies sich in jeder aktuellen Browserversion spielen, sei es das aktuellste Google Chrome oder das aktuellste Mozilla Firefox. Unter dem in Windows 10 installierten Internet Explorer wollte die Seite sich nicht blicken lassen und in Safari 11.1.2 auf einem Mac mini Late 2009 mit dem dort aktuellsten macOS gab es keinen Ton. Da es allerdings Google Chrome fĂŒr macOS gibt, kann man so das Problem mit dem fehlenden Ton umgehen. (Fun Fact: Nutzer eines 90er-Macintoshs mussten nicht auf “Diablo” verzichten, das Spiel erschien 1998 auch fĂŒr PowerPC-basierte Macs).

Auch Linux-Nutzer kommen in den Genuss, selbst wenn es schon vorher mit dem rekonstruierten Quellcode bestens funktioniert hat. Selbst auf einem Raspberry Pi 3B kann sich die Performance durchaus sehen lassen, das Spielgeschehen stockte nur gelegentlich und der Cursor hat etwas mehr geruckelt als sonst, es ist aber in einem so akzeptablen Rahmen, dass man weit entfernt ist vom PrĂ€dikat „unspielbar“.

Man hatte schon bei dem Quellcode, auf dem diese Version basiert, befĂŒrchtet, dass Blizzard einschreiten wĂŒrde, um das Projekt aus dem Netz zu ziehen, wo aber bisher nichts passiert ist. Ob es auch bei dieser Webversion BefĂŒrchtungen dieser Art geben wird, wird sich zeigen.


Auch wenn das erste “Diablo” einen Ă€hnlichen Status aufweist wie “Age of Empires” (erster Teil ist schnell vergessen, zweiter Teil wird heiß geliebt, vom dritten Teil hört man nix), kann man mit der erstaunlich gut laufenden inoffiziellen Browserversion von “Diablo” immerhin seine Festplatte um knapp 1 GB verlorenen Speicherplatz verschonen. Zwar hat man die Savegames nur bei sich hinterlegt und man könnte diese nicht woandershin mitnehmen, aber sonst steht der Spielerfahrung nichts im Wege. Eine willkommene Alternative zu dem, was man sonst so im Browser spielt.

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1 » Retro

Das Forum stirbt und wir wollen eine Community etablieren.

Malte am 17.Juni 2019 um 21:06:05

tl;dr Hier geht’s zu unserer Facebook-Gruppe!

Retro wird stetig beliebter und pflegt kein allzu großes Nischendasein mehr wie noch vor ein paar Jahren. Eine zentrale Anlaufstelle, um sich inhaltlich mit anderen Spielern auszutauschen oder seine aktuellen Spielerfahrungen zu teilen, ist so allerdings noch nicht verfĂŒbar.

Bisher haben wir mit diesem Unterfangen versagt.

Denn in Zeiten von sozialen Medien ist es offensichtlich kaum noch möglich, sich abseits der großen Netzwerke einen Namen zu machen und etwas Neues zu schöpfen. Im Wesentlichen stellen wir  alle notwendigen Instrumente zur VerfĂŒgung: Community-Funktionen, ein Forum, redaktionelle als auch technische Artikel zu zahlreichen Retro-Spielen. Nur findet dies allenfalls moderaten Anklang und fĂŒhrte nie wirklich zu einem Durchbruch.

Strategisches Versagen aufgrund einer persönlichen Evolution rund um Webentwicklung und Marketing, die mit dieser Webseite seit ihrer Entstehung im Grunde genommen einhergeht, steht dabei ganz weit oben. Von nichts kam halt im Mittelstufen-Alter irgendwie etwas. Initial ĂŒbrigens auf einem WordPress-Blog. Weder mit hochkarĂ€tigen Besucherzahlen, geschweige denn irgendwelchen, monetĂ€ren Einnahmen können wir uns seit einem Bestehen von fast 10 Jahren rĂŒhmen. Dieses Projekt existiert seit jeher auf freiwilliger Basis aller Beteiligten. Wir sind mit diesem Ergebnis nicht unzufrieden, denn wir haben Spieler erreicht.

Die Forenkultur stirbt aus.

Ein Blick ĂŒber den Tellerrand verrĂ€t uns: Euer Forum macht keinen Sinn. Denn jeglicher Austausch von Interessengruppen findet heutzutage einzig und alleine ĂŒber soziale Medien statt. Nur die ganz Großen, die gefĂŒhlt seit Bestehen des Internets auf dem Markt vertreten sind, wie ComputerBase oder GameStar, können ihre Communities erhalten. Stellt euch selbst die Frage: Wann habt ihr euch zuletzt auf irgendeiner Plattform angemeldet? Das muss entweder technisch etwas ganz Attraktives oder Neuartiges sein, oder ihr habt nach etwas Bestimmten eine hohe Nachfrage, dessen Bedarf an fundierter Beratung sonst nirgendwo gedeckt wird.

Auch die Vergangenheit von Replaying zeigt ein interessantes PhĂ€nomen. Wir hatten wöchentlich zahlreiche Registrierungen zu verzeichnen, als diese fĂŒr einen Download noch Voraussetzungen waren, da wir einzigartiges Material anbieten. Seitdem die Registriegungspflicht abgeschaltet ist, schwappen im Monat vielleicht noch ein paar Benachrichtigungen ĂŒber Neuanmeldungen ins Postfach rein – und das war’s. 

Trotzdem wollen wir Erfahrungen oder Erlebnisse mehr denn je teilen. Sonst wĂ€re Facebook wohl kaum so erfolgreich, wie es ist. Aber dieses GrundbedĂŒrfnis schlummerte schon immer in uns Menschen. Unsere Großeltern versendeten ihre Portraits vielleicht noch per Post an Freunde mit einer kleinen Nachricht angehĂ€ngt. Wir zeigen sie der ganzen Welt. Dass so etwas technisch seit einiger Zeit möglich ist, kann eine unglaubliche Errugenschaft fĂŒr unser Dasein sein. Mit zuweilen gravierenden Kehrseiten, die allerdings einen eigenen Kommentar fĂŒr sich in Anspruch nĂ€hmen.

Retro-Spiele werden trendy.

Der Trend sagt: Retro ist cool.

Ihr fĂŒhlt euch mit eurem Hobby oder eurem Interesse fĂŒr Retro-Spiele irgendwie alleine gelassen? Das seid ihr nicht, ihr seid im Trend. Seit der Aufzeichnung des Keywords „Retro“ bei Google Trends klettert die kleine Chart fleißig nach oben. Und Google Trends hat recht. Auch meine subjektiven EindrĂŒcke sehen das so. Du wirst mit Retro-Spielen nahezu tĂ€glich konfrontiert. Selbst Sony hat mit der PlayStation Classic vor nicht allzu langer Zeit eine Retro-Konsole auf den Markt gebracht, die sich, trotz ihrer MĂ€ngel, einer enormen Beliebtheit erfreut. Das Ding kennt einfach jeder.

Wir wollen eine Community rund um Retro-Spiele etablieren.

Das ist absurd, denn das ist nahezu unmöglich nach dem bisherigen dictus zu urteilen. Aber es ist der perfekte Zeitpunkt. Wir starten mit einer Facebook-Gruppe. Wir hoffen, irgendwann vielleicht doch noch einmal eine komplette Neuentwicklung als Plattform anbieten zu können, die attraktive Möglichkeiten des Austausches bietet und sowohl technisch als auch inhaltlich in einer AusprĂ€gung umgesetzt wird, wie sie eigentlich nur von grĂ¶ĂŸeren Projekten zu erwarten wĂ€re. Das muss sich in Anbetracht des Aufwandes leider irgendwie lohnen und kann nicht fĂŒr ein paar Mitglieder hochgezogen werden.

Das ist unsere Facebook-Gruppe.

„Werdet ein Teil von uns!“ oder „Wir freuen uns auf euch!“. Zwar ist dem so, allerdings möchten wir euch mit weiterer Marketingsprache durchaus verschonen. Es ist eben eine Facebook-Gruppe, was gibt’s denn da schon großartig zu sagen.

Hier geht’s lang: Retro-Gaming, Spiele, Community, Konsolen & Handel – REPLAYING.de

Ihr könnt:

  • Fragen stellen, Bilder posten, Gaming-Erlebnisse teilen.
  • Wir wollen einen Fokus auf den Handel von Spielen legen. Hierzu wird ein Regelwerk aufgestellt.
  • Bei Nachfrage veranstalten wir virtuelle LAN-Partien mit Retro-Spielen.

Und wir wollen dem grĂ¶ĂŸten Problem der Facebook-Gruppen nachhaltig entgegenwirken: Dem Finden von Informationen. Das ist wohl das grĂ¶ĂŸte Übel des Aussterben des Forums. Abgesehen des gefĂŒhlt inhaltlich und sprachlich Abbaus eines jeden Beitrages. Ich möchte ĂŒber etwas Recherchieren und google. Wie viele Facebook-BeitrĂ€ge einer Gruppe werden da doch gleich angezeigt? Richtig, keiner. Und da Facebook-Gruppen wiederum zu den grĂ¶ĂŸten Austauschplattformen heranwachsen, stehen wir dahingehend vor einem Problem. Wir posten deswegen, sofern es sich irgendwann einmal ergeben sollte, die besten Fragen und Antworten, etwa zu KompatibilitĂ€tslösung, als Artikel auf die Seite. Mit schön viel SEO.

Was lÀuft mit REPLAYING.de so?

Abgesehen der fleißigen BeitrĂ€ge ganz besonders unseres lieben Dominiks, aber auch Kevins, und natĂŒrlich Florians, nicht zu vergessen Reddoks, und einigen, weiteren Autoren, die ihr allesamt immer fleißig unter jedem Artikel gelistet seht, sind erst einmal keine Relaunches, neuen Features oder grĂ¶ĂŸeren Überarbeitungen in Planung. Auch wenn das Design, das seit 7 Jahren bereits in dieser Form online ist (und dafĂŒr noch ganz schick aussieht!), sicherlich einmal ein mobilfreundlichere Variante vertragen könnte.

Anregungen und Kritik sind natĂŒrlich jederzeit willkommen. Sogar sehr willkommen, denn dies sprĂ€che fĂŒr eine Steigerung der Reichweite der Webseite, die uns selbstverstĂ€ndlich freuen wĂŒrde! 😎

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Kolumne: Wie man den Jugendschutz anpassen sollte.

FloosWorld am 7.Juni 2018 um 19:06:22

Seit dem Jugendschutzgesetz von 2003 gelten die USK bzw. FSK Freigaben nicht mehr als Empfehlung fĂŒr den Verkauf, sondern sind gesetzlich verbindend. Ab 12 ist nun auch ab 12. Zudem dĂŒrfen bereits von USK/FSK geprĂŒfte Spiele/Filme nicht mehr durch die BPjM indiziert und durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt werden. Eine sinnvolle Sache, wenn man sich z.B. Command & Conquer: Generals anschaut, welches trotz USK 16 noch indiziert werden konnte, da es kurz vor diesem neuen Gesetz rauskam.

Alles in allem ist der Jugendschutz seit 2003 gut, aber nicht perfekt, da er meiner Meinung nach nicht auf das digitale Zeitalter angepasst ist, um mit Onlineangeboten und Verkauf auf digitalen Plattformen zurechtzukommen. Von daher finde ich, dass man den Jugendschutz an wesentlichen Punkten anpassen sollte, die besonders erwachsene Spieler bzw. Filmfans betreffen. Der Einfachheit halber beschrĂ€nke ich mich bei den folgenden Zeilen auf die Sicht fĂŒr Spieler.

Mir ist zudem bewusst, dass sich hier einige Punkte ĂŒberschneiden, da dies mehrere in meinen Augen sinnvolle AnsĂ€tze fĂŒr modernen Jugendschutz sein sollen.

Die Beschlagnahme abschaffen

Beginnen wir mit dem drastischsten Schritt, den der Jugendschutz zu bieten hat: der Beschlagnahme. Beschlagnahmte Titel unterliegen laut Jugendschutz einem Verkaufsverbot und werden eingezogen.

Ich finde, man sollte die Beschlagnahme abschaffen, da dies eine unnötige HĂŒrde fĂŒr erwachsene KĂ€ufer ist und man sowieso die nötigen Vorkehrungen treffen wĂŒrde, wenn Jugendliche in der NĂ€he wĂ€ren. Klar, der Jugendschutz sollte die oberste PrioritĂ€t haben, allerdings sollte man den Spielern auch in dieser Hinsicht einen respektvollen Umgang mit jugendgefĂ€hrdenden Medien bescheinigen und zutrauen, was eine Beschlagnahme durch die Staatsanwaltschaft ĂŒberflĂŒssig machen wĂŒrde.

Beschlagnahmte Spiele sollten demnach sofort zu indizierten Spielen umgewandelt werden.

Keine Unterscheidungen in den Indizierungslisten

Die BPjM fĂŒhrt nicht-öffentliche Listen mit den Abschnitten A-D. Diese beinhalten geordnet sogenante jugendgefĂ€hrende Medien, welche nicht öffentlich beworben oder verkauft werden dĂŒrfen. Der Kauf erfolgt „unter der Ladentheke“. Bis heute gilt zudem: Spiele auf Liste B können kurz vor der Beschlagnahme stehen.

Diese Listen sollten abgeschafft werden oder allerhöchstens in zwei Listen abgeĂ€ndert werden: eine fĂŒr jugendgefĂ€hrende Offlinemedien und eine fĂŒr jugendgefĂ€hrende Onlinemedien aller Art. Denn indiziert ist indiziert und sollte nicht weiter in mehr oder minder jugendgefĂ€hrdend unterteilt werden. Dies wĂŒrde den Jugendschutz vereinfachen.

ZusĂ€tzliche Altersfreigabe fĂŒr indizierte Medien

Die USK sollte eine zusĂ€tzliche Freigabe zur VerfĂŒgung haben, um indizierte Medien „legal“ verkaufen zu können, etwa „ab 21“. Dies wĂŒrde dafĂŒr sorgen, dass indizierte Spiele nicht mehr unter der Ladentheke verkauft werden mĂŒssen und der Jugendschutz durch die erhöhte Freigabe trotzdem gewahrt bleibt. „Ab 21“-Titel sollten außerdem in NebenrĂ€umen verkauft werden, außer es handelt sich um Ausnahmen, wie etwa Spiele, denen man einen sozialkritischen, satirischen Hintergrund zuordnen kann – die Rede ist hierbei von Spielen wie Postal 2, die die US-Gesellschaft ĂŒberspitzt und schwarzhumorig aufs Korn nehmen.

Verkauf von indizierten Medien im Internet mittels Personalausweis

Eine weitere sinnvolle Idee, wie man als deutscher KĂ€ufer an indizierte Spiele kommen kann wĂ€re, die ID des Personalausweises zu nutzen um bei Plattformen wie Steam, GOG, Origin, Uplay etc. Zutritt zu einem Bereich zu erhalten, der gesperrte Titel dieser Seiten erhĂ€lt. Seiten wie Amazon fĂŒhren einen digitalen Nachweis mittels der ID, um sich damit etwa Keys fĂŒr Spiele kaufen zu können. Steam bietet derzeit den Altersnachweis durch simple Angabe des Geburtsdatums, was leicht umgangen werden kann und dafĂŒr sorgt, dass sich MinderjĂ€hrige „ab 18“ Titel problemlos kaufen können.

Die Sache mit der NS-Symbolik

Seit einem voreiligen Urteil bezĂŒglich des indizierten id Software-Klassikers Wolfenstein 3D (1992) aus dem Jahr 1998 gilt: Spiele mit NS-Symbolik mĂŒssen zensiert in Deutschland erscheinen, da § 86 des StGBs die „Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen“ untersagt. Ausnahme: die sogenannte SozialadĂ€quanzklausel aus Abs. 3, welche das Nutzen verfassungsfeindlicher Symbolik fĂŒr AufklĂ€rung und Kunst erlaubt, so wie man es Jahrelang bei Dokumentationen oder Kinoklassikern wie Indiana Jones sehen durfte. Zudem sei angemerkt, dass Wolfenstein 3D ursprĂŒnglich nicht wegen der NS-Symbolik indiziert wurde.

Der Umgang mit der NS-Symbolik sollte in dem Sinne angepasst werden, dass die Nutzung solcher Symbole grundstĂ€zlich erlaubt ist, solange damit keine Propaganda fĂŒr die Organsiation betrieben wird. Heißt: Medal of Honor – Allied Assault und Airborne, alle Call of Dutys im Zweiten Weltkrieg, die Wolfenstein-Reihe und einige weitere dĂŒrfen legal in ihrer unzensierten Form genossen werden, wĂ€hrend deutlich verfassungsfeindliche Spiele ĂĄ la KZ Manager weiterhin nicht erhĂ€ltlich sind.

Update: Seit August 2018 verweitert die USK nun nicht mehr automatisch die PrĂŒfung von Spielen mit NS-Symbolik – ein guter Schritt!

Der Umgang mit schwazhumorigen, satirischen Spielen

Spiele wie z.B. Postal 2 bieten neben ihrer Gewalt zudem eines: schwaren Humor und Satire auf reale Ereignisse. Diese Spiele sollten von Grund auf, sofern die Satire deutlich erkennbar ist, nicht indiziert werden und stattdessen mit dem neuen „ab 21“ Siegel bedacht werden, damit die Gewaltdarstellung in dem Spiel auch ihre „WĂŒrdigung“ im angepassen Jugendschutz erhĂ€lt. Da Postal 2 nicht indiziert wird, darf es offen verkauft werden.

Ein weiteres Spiel, welches von dieser Regel betroffen sein wird, ist das beschlagnahmte „Manhunt“ von Rockstar Games. Neben der drastischen Gewaltdarstellung und der Snuff-Thematik ist das Spiel eine satire auf die moderne Medienlandschaft, in der fĂŒr Aufmerksamkeit selbst ĂŒber Leichen gegangen wird. Dieses wĂŒrde ebenfalls nicht mehr beschlagnahmt werden und vom Index genommen werden und dĂŒrfte neben Postal 2 mit einem „ab 21“ offen verkauft werden.

Zusammengefasst heißt das: Mein Vorschlag fĂŒr modernen Jugendschutz seitens des Staates sieht vor, dass dem Spieler deutlich mehr vertraut wird; der Zugang zu indizierten Medien erleichtert wird, ohne, dass Importfahrten ins Ausland gemacht werden mĂŒssen und die zusĂ€tzliche HĂŒrde der Beschlagnahme abgeschafft wird.

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Gaming-Weihnachten 2017: Das sollte auf deine Wunschliste!

Malte am 30.November 2017 um 11:11:23


Wir bewegen uns gemĂ€chlichen Schrittes auf die besinnlichste Zeit des Jahres zu – Weihnachten 🎄 Bereits seit einigen Wochen können wir die fleißigen Menschen beobachten, die unsere geliebten, aber auch geschĂ€ftstĂŒchtigen, WeihnachtsmĂ€rkte aufbauen und mĂŒhevoll dekorieren. Unsere Wochenenden werden wir demnĂ€chst wieder bei Zeit gemeinsam an Punsch- und GlĂŒhweinstĂ€nden verbringen dĂŒrfen. Doch wir alle wissen: Ein paar Tage vor Weihnachten wird’s wieder richtig stressig, denn Familie und Freunde sollen natĂŒrlich auch individuell beschenkt werden 🎁

Ihr zĂ€hlt Euch zu Gamern oder möchtet einen gleichgesinnten beschenken? In Euren Regalen stehen bereits das neue Star Wars Battlefront 2 und alle erdenklichen A-Titel? Dann erfahrt Ihr hier ein paar einzigartige Geschenkideen fĂŒr eine Wunschliste zum Gaming-Weihnachten 2017! 😃

Quelle des Hintergrundbildes: http://www.doublemesh.com/

Slaps & Beans

Fangen wir doch mit etwas an, was unserer Idee einer Retro- und Indie-Plattform auch inhaltlich gerecht wird – Slaps & Beans von Trinity Team! Dieses Indie-Spiel, der Retrowelle entlang reitend mit nostalgischer Grafik, ist ein klassisches Beat ‚em‘ Up mit den glorreichen Halunken Terence Hill und Bud Spencer 😎 Der Release ist pĂŒnktlich zum WeihnachtsgeschĂ€ft auf den 15. Dezember datiert. Also wer mal nach etwas alternativem sucht und vielleicht nicht gerade das aktuelle Star Wars Battlefront auf den Wunschzettel bappen will, kann sich damit beschenken lassen – oder beschenken! 😃 Zwar gibt es entsprechend noch keine Kritiken und Rezensionen, der Trailer lĂ€sst aber durchaus auf eine kleine Perle hoffen:

Clockwork

Wie groß in der rechten Seitenleiste beworben – wir haben seit kurzem eine Facebook-Seite, auf der wir gelegentlich kĂŒrzere, informative BeitrĂ€ge oder eben ein paar unnĂŒtze Memes posten! 😃 Dort haben wir bereits auf eine neue, wie sagt man, Retroware hingewiesen – Clockwork Gameshell! Mithilfe dieses Handhelds im GameBoy-Design könnt Ihr plattformĂŒbergreifend Remakes zahlreicher Retro-Spiele zocken, und auf Basis einer eigenen Entwicklungsumgebung auch programmieren. Zwar mag das relativ wenig mit echter Nostalgie am Hut haben, allerdings ist das Konzept durchaus innovativ:

Outcast – Second Contact

In Fachzeitschriften verrissen, doch hochgelobt bei den User Ratings auf Steam. Ob Outcast – Second Contact einen Blick wert ist, hĂ€ngt wohl in erster Linie von der AffinitĂ€t und Begeisterungen zu Retro-Spielen ab. Serviert bekommt man lediglich das damalige Technikwunder Outcast in zeitgemĂ€ĂŸem Gewand. Wer kein cineastisches Story-Telling erwartet und mit Sci-Fi etwas am Hut hat, kann’s riskieren, denn Outcast ist ein waschechter Klassiker und Pionier der „Voxel-Technik“. DarĂŒber hinaus ist der Protagnist mit der deutschen Synchronstimme von Bruce Willis vertont! Hier ein sehenswertes Vergleichsvideo 😎

Black Mirror (2017)

Begrifflich verknĂŒpft man Black Mirror aktuell eher mit der hervorragend bewerteten SciFi-Serie, die ĂŒbrigens auch schon seit Ewigkeiten auf meiner persönlichen Watchlist leider ungesehen schlummert 😁 Dass eine gleichnamige Adventure-Reihe mit diesem Namen seit 2004 auf unseren heimischen DatentrĂ€gern haust, ist dabei schon in Vergessenheit geraten – dabei erlangte diese unter Spielern vollkommen zurecht einen sehr hohen Bekanntsheitsgrad. Sechs Jahre nach dem Release von Black Mirror III steht nun ganz ohne medialen Rundumschlang ein neuer Ableger vor der TĂŒr, der auf Metacritic mit 65 von 100 Punkten allerdings nur mĂ€ĂŸig rezensiert ist. Mangels Konkurrenz an klassischen Point ’n‘ Click-Adventures dĂŒrfte Black Mirror zumindest einen Blick wert sein sein, denn seit geraumer Zeit beherbergt das Genre eigentlich nur noch Retro-Remakes oder Indie-Adventures.

SpellForce 3

Ein weiteres Revival einer bekannten Spiele-Reihe fabriziert am 07. Dezember 2017 nach ĂŒber zehn Jahren SpellForce 3 , das eine einzigartige Mischung aus RPG und RTS in Fantasy-Setting darlegt. Derweil gelten die beiden VorgĂ€nger als BegrĂŒnder dieser Genre-Mixtur, weshalb die Erwartungen auch aufgrund keinerlei vergleichbarem Titel, der die spielerische Ausgefeiltheit von SpellForce erreichen wĂŒrde, sehr hoch sind. In Erinnerung geblieben ist mir immer die Titelmusik von SpellForce 2, die irgendwie eine beruhigende Note hat. Zum Greifbar nahen Releasetermin werden wir wohl mehr wissen, nach einer EnttĂ€uschung wirkt folgender Trailer allerdings nicht! 😃

The C64 Mini

ZurĂŒck zu ein bisschen Hardware und Retro-Gaming – aber leider auch keinem direkten Weihnachtsgeschenk, denn die Neuauflage der gerne als „Spiele-Brotkasten“ bezeichneten Konsole ist erst auf Anfang 2018 datiert. The C64 Mini wird wie schon die SNES Mini eine Handvoll Retro-Spiele in einem neu-modellierten C64-GehĂ€use emulieren. Die Auswahl aller 64 bereitgestellten Titel findet Ihr hier. Die Konsole ist dabei allerdings nicht auf Erweiterbarkeit ausgelegt und ein in auf Linux basierend, geschlossenes System. FĂŒr knapp 90 € bekommt man also eine gehörige Portion Retro-Feeling, die Liebhabern aber nicht ausreichen wird, denn an klassischen Mechaniken und Handgriffen wird es eben fehlen. FĂŒr alle Anderen oder als cooles (teures) Gadget – auf jeden Fall einen Blick wert! 😊

ELEX

Ich muss gestehen, dass ich ein großer Freund jeglicher Spiele aus dem Hause Piranha Bytes bin, da sie eine individuelle Charakteristik versprĂŒhen – wir begeben uns eben mal nicht ins wunderschöne Einhorn-Fantasy-Mittelalter, sondern werden mit dreckigen Dialogen und schwarzem Humor zugeballert. Schon Gothic hat mich im Kindesalter in seinen Bann gezogen, das eine fĂŒr mein Empfinden unfassbar suchterregende Spielmechanik bot. Mit den Risen-Teilen hat Piranha Bytes einen gelungenen Ableger auf die Beine gestellt, auch wenn mich das gefĂŒhllose Balancing der letzten beiden Teile genervt hat. Mit ELEX schreiten die Entwickler aus Essen nun mal in ein ganz anderes Szenario hinein – Science-Fantasy. Und ja, ELEX spielt sich tatsĂ€chlich wie ein Gothic mit Laserguns. Nur technisch ist ELEX nicht mehr auf der Höhe der Zeit, denn gefĂŒhlt wird seit Gothic 3 die gleiche Engine mit aktuellen DirectX-Features wieder und wieder recycled. Auch wenn mir der Autor dieses fundierten Artikels ĂŒber die technische Entwicklung von Gothic bis ELEX da möglicherweise widersprechen wĂŒrde. Aber wie auch immer – ein tolles Weihnachtsgeschenk bleibt ELEX nichtsdestotrotz fĂŒr Rollenspielliebhaber und letzten Endes insbesondere derer, die traditionelle Gothic-Fans sind! 😍

tbc

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LAN-Spiele mit Koop-Modus ohne Steam und Internet! đŸ’©

Malte am 14.Mai 2017 um 17:05:17


Oder auch der lokale Multiplayer von damals ohne Internet und Online-Zwang. Welche LAN-Spiele gibt es denn, die man im Koop-Modus spielen kann, ohne Steam im Hintergrund laufen zu haben oder sich einem anderweitigen Online-Zwang beugen zu mĂŒssen? In unserem letzten Artikel zur Medialisierung haben wir Steam als eines der ersten „sozialen Netzwerke“ im Kontext von Gaming thematisiert. Heutzutage mag diese Plattform vielleicht zum Standard gehören und es ist quasi ĂŒblich, Spiele ĂŒber Steam zu erwerben und den Client stĂ€ndig im Hintergrund rattern zu lassen. Doch zum Release von Half-Life 2 im November 2004, als bei weitem noch nicht jeder Computer am Netz hing, war der Aufschrei groß, als zwangsweise online eine Aktivierung durchgefĂŒhrt werden musste – ĂŒber Steam.

Jaja, so Ă€ndert sich der Zeitgeist. Der Ursprung von „Multiplayer“ liegt natĂŒrlich nicht in PC-Spielen mit Koop- oder LAN-Modus, sondern wurde vielmehr durch Konsolen geprĂ€gt. Und um mal ganz weit auszuholen: Durch Spielhallen. Das alles ist mit der Zeit auf den PC ĂŒbergeschwappt, der dann wiederum als erste Hardware die Möglichkeit bot, Zocken netzwerkfĂ€hig zu machen.

Und kennt Ihr nicht auch noch die LAN-Sessions und LAN-Partys, bei denen Ihr Euch mit Kumpels an einem sonnigen, wunderschönen Abend getroffen habt, um im Party-Keller bei absoluter Dunkelheit und Bier kompromisslos zu zocken? In diesem Artikel stelle ich Euch eine Reihe von coolen LAN-Spielen vor, die ohne Steam und Internet auskommen und sogar im Coop-Modus gezockt werden können – und da in der Regel besonders viel Spaß machen! 😃

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Will Rock

Na, ist das wem ein Begriff? Nein? Zwar gilt Will Rock nur als ein billiger Serious Sam-Abklatsch, im Coop-Modus hĂ€lt Euch das aber durchaus bei Laune. Viele Waffen, ein cooles Setting im antiken Griechenland und ansehen kann man es sich trotz des Alters noch immer 🙌


Tom Clancy’s Rainbow Six Vegas 2

Wer etwas mit taktischem Anspruch sucht, sollte sich unbedingt Tom Clancy’s Rainbow Six Vegas 2 anschauen. Der gesamte Story-Modus lĂ€sst sich im Koop-Modus zu zweit durchspielen – und das macht durchaus ’ne Menge Laune đŸ’©


No One Lives Forever 2

Der Singleplayer von NOLF 2 ist so großartig, dass der – naja – ebenso großartige Koop-Modus gerne vergessen wird und das Spiel in jeglicher Auflistung leider fehlt â˜č Dabei ist der konzeptionell einfach genial durchdacht: Im Koop-Modus spielen wir nĂ€mlich als Agenten der UNITY, so heißt der fiktive Geheimdienst, fĂŒr den wir im Spiel arbeiten, jene Szenen, die im Story-Modus mit Cate Archer nicht gespielt werden. Also Nebenhandlungen, die im Hauptspiel erwĂ€hnt werden, aber durch uns Spieler dort nie beeinflusst wurden. Am Ende der ersten Mission beispielsweise „stirbt“ Cate Archer und wacht im Krankenhaus aus. Im Koop-Modus ĂŒbernehmen wir als Agenten die Rettung. Also, wenn Ihr Bock habt auf Koop mit etwas Story – spielt das unbedingt. Als Shooter funktioniert No One Lives Forever 2 noch immer super! 😃


Serious Sam

Ja klar – der Klassiker! Wer Spaß an flottem Monster-Metzeln hat zu zweit, der darf, nein sollte sich die gesamte Serious Sam-Reihe anschauen. Seitdem ersten Teil hat Croteam ’nen Koop-Modus integriert, der in jedem Serious Sam gleich, aber eben auch gleich gut funktioniert 😍 Übrigens gibt’s fĂŒr die ersten Teile auch HD-Versionen, die grafisch einigermaßen dem Stand der Dinge entsprechen!


Battlefield 2

Auch Battlefield 2 verfĂŒgt ĂŒber einen Koop-Modus, der sich lokal spielen lĂ€sst ohne Internetverbindung. Dabei geht’s mit bis zu vier Spielern auf den kleineren Karten im Koop gegen die gegnerische A.I. Um die großen 64er Maps zu spielen, empfehle ich Euch die Mod: BF2 Ultimate Coop


Daikatana

Okay, jetzt wird’s mal wieder ziemlich speziell. Der Flop Daikatana (sorry) aus dem Jahre 2000 von John Romero ist zwar technisch ĂŒberhohlt, war es auch schon damals, nichtsdestotrotz lĂ€sst sich die gesamte Story auch hier zu zweit durchspielen – und als waschechte Retro-Seite darf das dann natĂŒrlich nicht in unserer Selektion fehlen! 😜


Age of Empires 3

NatĂŒrlich gibt’s nicht nur kompromisslose Action wie bisher – auch Echtzeit-Strategie wie Age of Empires 3 lĂ€dt zum gemĂŒtlichen Zocken im LAN-Modus ein. Entweder im Koop gegen die Gegner K.I. oder gegeneinander! 😁 Age of Empires 3 ist bis heute nahezu unerreicht.


Stronghold Crusader

Und weiter im Text geht’s mit Stronghold Crusader – Burgschlachten mit einer massiven Anzahl an Einheiten. Der Wirtschafts-Teil kommt zwar hier vom Umfang her etwas kĂŒrzer, das Mikromanagement ist aber entscheidender als bei den meisten, anderen Echtzeit-Strategiespielen. Die 2D-Grafik ist bis heute zeitlos, wer mehr Content möchte kann sich bekanntlich auch Stronghold Crusader Extreme anschauen 👍


Dawn of War

Gleiches Genre, aber ein grundverschiedenes Szenario – bei noch höherer Geschwindigkeit als Stronghold Crusader und Age of Empires 3. Dawn of War wird am ehesten einem schnellen ScharmĂŒtzel gerecht. Fast kein wirtschaftlicher Tiefgang, hohes Spieltempo und viel Mikromanagement bei hohen Anforderungen ans Multi-Tasking. HĂ€lt immer bei Laune und macht sĂŒchtig! 😈


Torchlight II

Hack ’n‘ Slay im Stil von Diablo zu zweit – das geht mit Torchlight II und macht unheimlich viel Spaß. Spielt man zusammen, wird man sich allerdings öfter treffen mĂŒssen, denn die Kampagne und Leveln sind durchaus zeitintensiv đŸ€”


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2 » Nerd

Medialisierung: Ein sozialer Wandel – wir sind das Produkt.

Malte am 29.April 2017 um 17:04:49

Medialisierung: Ein sozialer Wandel unserer Kommunikation – und wir sind das Produkt.

Mit kurzen Titeln hab ich’s nicht so, deswegen in der fettgedruckten Zeile oben nochmal mein plakativer Traumtitel in vollen ZĂŒgen đŸ’© Hier eine kurze Anleitung zur Reflektion einer Sichtweise, nicht nur im Kontext von Gaming.

Ja, das war ja schon ziemlich cool damals. Mit ’n paar Freunden zu einer abendlichen LAN-Session verabredet, stundenlang mit der Einrichtung des Netzwerks verbracht bis dann endlich der nicht-funktionierende Switch oder Hub aufgespĂŒrt wurde. Ein Garant fĂŒr einen problembefreiten Abend war das aber noch lange nicht, denn sechs unterschiedliche Spieler hatten zumeist auch sechs unterschiedliche Patch-Versionen des Spiels installiert – also einfach mal zĂ€hneknirschend drauf hoffen, dass es damit getan ist, den aktuellsten Patch aus dem Netz zu laden und bei jedem draufzupacken. All das nur um am Ende abermals weitere Stunden das entstandene Chaos an leeren Pizza-Kartons und BierkĂ€sten und haufenweise Zocker-Equipment aufzurĂ€umen, um den Keller einigermaßen menschenwĂŒrdig zu hinterlassen. Also zumindest so, dass an gesellschaftlichen Standards gemessen von Jedermann vermutet wĂŒrde, dass die letzte Nacht dort „Menschen“ verbracht haben.

Als eine kleine Nerd-Anekdote erinnere ich mich, dass ich als junger Zocker in ein PC-GeschĂ€ft gegangen bin, um mich ĂŒber aktuelle Hardware- und Konfigurationsmöglichkeiten zu informieren – denn ich bekam endlich ’n neuen PC zum Geburtstag, da meine Grafikkarte neuere Spiele (DirectX 9, Pixel Shading und so) nicht einmal mehr starten konnte. Nur hatte ich leider schon ein Haufen dieser „neuen“ Spiele als Geschenke oder durch schmerzlich investiertes Taschengeld erhalten, die ich allesamt nicht spielen konnte. Im GeschĂ€ft wurde mir dann also ein GehĂ€use empfohlen: Mit oben angebrachten Griffen und geringem Gewicht, das ich ja gut zu Freunden tragen könnte, wenn wir uns zu einer LAN-Party verabreden – also sehen wĂŒrden đŸ˜ƒđŸ€”

Die ErzĂ€hlung lĂ€sst sich etwa auf 2006 datieren, also in grob diesem Zeitraum wurden PC-GehĂ€use von einem FachverkĂ€ufer noch damit beworben, dass sie sich leicht zu anderen Mitstreitern tragen lassen, aufgrund eines geringen Gewichtes oder entsprechender Bauweise – Vermarktung eines Scene-Trends. Aber jetzt haben wir ja einen etablierten Standard, Steam, das sich weit vor Facebook & Co. einen Namen gemacht hat. Da nimmt wohl keiner mehr seinen PC irgendwo mithin, denn Steam fungiert quasi als Distributor und Online-Dienst fĂŒr Spiele zugleich, ĂŒber den jeder, der es hat, schreiben, reden und zocken kann. Halt online statt direkt zusammen.

Heute ist alles viel einfacher! 😑

Wer wĂŒrde heutzutage noch einen Computer mit Tragbarkeit bewerben – oder ĂŒberhaupt in ein GeschĂ€ft latschen, um sich diesbezĂŒglich beraten zu lassen? Fast niemand, und das hat auch seine Vorteile. Durch das Internet genießen wir volle Markttransparenz und können an persönlichen BedĂŒrfnissen gemessen einfacher als je zuvor das „beste“ fĂŒr uns rausschlagen. Zahlreiche Reviews, Preisvergleiche, Kundenmeinungen, die vielleicht genau das anfĂŒhren, was uns stört, sind tonnenweise Indikatoren – wir haben es als Verbraucher besser denn je.

„ROPO – Research Online Purchase Offline“.

Also wir suchen online nach Produkten und kaufen sie offline, da wir in der Regel einen besseren Service und persönliche Betreuung in Anspruch nehmen können. Das Prinzip lÀsst sich aber eben auch umgekehrt anwenden, abhÀngig von dem betrachteten Produkt oder der Branche.

Im Hinblick auf die Kommunikation haben Plattformen wie Facebook, YouTube, Instagram, Steam oder Twitch nicht nur unser Zocker-Dasein revolutioniert.

Zu Beginn des Wandels waren Chatrooms, Newsgroups oder Foren gĂ€ngig, um Interessengemeinschaften online zu finden oder zu bilden – aber der Scope ist geradezu vernachlĂ€ssigbar, und von Massentauglichkeit konnte da noch keine Rede sein, denn da da waren halt nur bestimmte Nutzergruppen unterwegs, nicht aber irgendein Otto-Normalverbraucher. Trotzdem boten diese Plattformen Gelegenheiten, Kontakte in solch einer Nutzergruppe, also Gleichgesinnte, zu finden, was fĂŒr den Menschen, der danach sucht, einen soziotechnischen Mehrwert darstellt, auch wenn Akzeptanz und Wertigkeit dafĂŒr erstmal nicht gewĂ€hrleistet sind – denn es ist ja nur „digital“ und „virtuell“. Insbesondere in Online-Rollenspielen oder Foren bilden sich Online-Communities zu einem bestimmten Thema.

Es war nie einfacher, sich mit anderen Menschen in irgendeiner Art und Weise zu verbinden und neue, soziale Kontakte zu knĂŒpfen, die gleiche Interessen und Leidenschaften teilen. Die Reichweite und Möglichkeiten, Menschen zu finden, ist in den letzten Jahren höher als nie zuvor. Aber auch um möglichst persönlich in Kontakt zu bleiben, ĂŒber örtliche Grenzen hinweg: Telefonieren, Memos und Videochat mit der Freundin, die gerade im Ausland ist. Den in die USA ausgewanderten Onkel jederzeit kontaktieren können – what a time to be alive.

Doch zwischenmenschliche Komponenten gehen uns verloren. Wir agieren zunehmend virtuell. Wir sind alleine, bloß vor unserem Schreibtisch oder liegem im Bett, daheim. Kommunizieren durchs Mikrofon oder ĂŒber WhatsApp, sehen uns durch die Webcam oder Frontkamera des Handys, schreiben Nachrichten auf Facebook. Und genau so wollen wir es, denn es ist einfacher, und in unserer Schnellebigkeit manchmal auch gar nicht anders möglich.

Unsere Online-Welt und Offline-Welt verschmelzt zunehmend miteinander, die eine kann nicht mehr ohne die andere, denn erst Online-Plattformen bieten uns Menschen im Hinblick auf VerĂ€ußerung und Darstellung, dessen Bedarf eben aufgrund der Möglichkeiten dazu gesteigert ist (Liegt das in unserer Menschlichkeit?), viel mehr als unser echtes Leben: Einen Status auf WhatsApp posten, GefĂŒhle und Emotionen mithilfe von geteilten Facebook-BeitrĂ€gen Ă€ußern. All das um möglichst viele Menschen zu erreichen, die wir so nie erreicht hĂ€tten.

Wir nutzen diese Software und Plattformen nicht nur im Sinne einer Dringlichkeit oder Erforderlichkeit, wie sie zumindest in ihrem Ursprung angedacht waren. Wir dokumentieren unser Leben online bewusst, um uns zu reprĂ€sentieren, und als wertvollen, erstrebenswerten Menschen zu vermarkten. Um andere an uns teilhaben lassen zu können – also natĂŒrlich nur an den positiven Erfahrungen. Wir heben uns als individuell aus der Masse hervor … mit zum Beispiel … naja … vielen Instagram-Likes! Ja, wenn mein Facebook-Profil oder Instagram-Profil viele Likes und Follower hat, bin ich ja schon ziemlich geil. Etwas Besonderes 😎 Nachgefragt 😏

Es betrachten sich viele innerhalb unseres Zusammenlebens als wertvoller. FĂŒr etwas Besonderes und etwas Besseres halten – aber ohne dabei irgendetwas Nennenswertes geleistet zu haben, was einen fĂŒr diesen Gedanken möglicherweise qualifizieren könnte. Unser SelbstwertgefĂŒhl und das Steigerungspotential erscheinen grenzenlos. „Massentauglich“ – aber ich bin doch gar nicht die Masse! 😡 „Im Durchschnitt“ – ich bin doch gar nicht der Durchschnitt 😡

Wir sind hochgradig individuell und heben uns von der Masse hervor, mĂŒssen uns von nichts und niemandem etwas sagen lassen. Warum sonst sollten wir dutzende Plattformen nutzen, die in erster Linie nur den Gedanken an unsere Selbstverwirklichung und Selbstdarstellung fördern oder befriedigen? „Social Proof“ wird von bestimmten, gesellschaftlichen Schichten nicht selten an Facebook-Likes oder -Freunden gemessen. Es scheint viele nicht zu interessieren, was mit ihnen gemacht wird, solange sie weiterhin eine BĂŒhne fĂŒr ihre Darstellung offeriert bekommen.

Doch der Preis fĂŒr diese Entwicklung ist hoch, denn wir werden instrumentalisiert, und sind uns nicht einmal im Klaren darĂŒber. Oder sind es doch, und es ist uns egal. Ich meine, das klingt ja ziemlich schön, wenn wir als die Nutzer von Plattformen wie Facebook tituliert werden. Wenn uns der coole YouTuber in seinem Video dankt und mitteilt, wie geil wir Zuschauer sind und was „wir“ alles erreicht haben.

Wir sind nicht die Nutzer, wir sind das Produkt đŸ˜±

Ich hoffe, diese harten und distanzlosen Worte tangieren nicht zu sehr – aber wir sind keine Nutzer einer Plattform, sondern derer Produkt.

Die „echten“ Kunden von Facebook, WhatsApp oder Google sind Institutionen oder Unternehmen, die mithilfe unserer Daten Geld verdienen oder anderweitiges Interesse an diesen hegen. Wir werden gekauft, unser Nutzerverhalten wird gekauft – und unsere NaivitĂ€t. Wir werden mit den einfachsten Methodiken von etwas ĂŒberzeugt. Und gekonntes Product Placement ist dabei das Marketingmodell schlechthin, möglichst ohne es offenzulegen.

Nicht, dass die Vermutung aufkommt, ich hĂ€tte etwas gegen YouTuber, ich respektiere die Arbeit von vielen, und es steht hĂ€ufig auch vielmehr Überzeugung als Umsatz dahinter, trotzdem eignet sich das Beispiel „YouTube“ abermals:

Da ist also so ein YouTuber, der ist wieder ziemlich cool, und hat in seinem TĂ€tigkeits- oder Themenbereich einen hohen Scope, also eine hohe Reichweite. Und oftmals gilt diese insbesondere jĂŒngeren Zuschauern, also zwischen schĂ€tzungsweise 14 und 24 Jahren. Also diejenigen, die sich am einfachsten an eine Marke binden lassen, und zugleich auch die Zukunft dieser gestalten. Die sich von etwas ĂŒberzeugen lassen, weniger hinterfragen, die sich mit etwas identifizieren wollen, das in ihre Persönlichkeit passt oder passend erscheint – Selbstfindungsphasen und so.

Jetzt macht der YouTuber ein cooles Video und stellt eine Marke vor, die dieser YouTuber angeblich verdammt geil findet. Also es ist fast alles gut an diesem Produkt, natĂŒrlich muss aber noch der ein oder andere Kritikpunkt erwĂ€hnt werden, um eine ObjektivitĂ€t zu suggerieren, sofern das mit der Produtkplatzierung nicht erwĂ€hnt wird, was ja glĂŒcklicherweise seit kurzem gesetzlich verschĂ€rft wurde.

Dabei agiert das auftraggebende Unternehmen entweder als passiver Teilnehmer, lĂ€sst also nur durch Product Placement ein Produkt im Video bewerben, oder stellt sich in zurzeit eher weniger FĂ€llen, aber mit steigender Tendenz, selbst mit dem YouTuber zusammen vor. Das hat selbstverstĂ€ndlich keinen direkten, finanziellen Profit oder Gewinn fĂŒr das Unternehmen zur Folge, aber durch was ist der Gewinn an Image bei einer „jĂŒngeren Generation“ ĂŒberhaupt zu ersetzen?

Der YouTuber fungiert also in irgendeiner Art und Weise als Medium zwischen Zuschauer und Unternehmen – wobei immer und immer wieder wir das Produkt sind. Also eben kein Nutzer. Denn wir sind die einzig beteiligten, die keinerlei Profit rausschlagen – mit uns wird aktiv gehandelt.

Und das ist kein PhĂ€nomen. Der YouTuber macht das nicht unbeabsichtigt, es gehört zu seinem strategischen Konzept, mit Unternehmen und Marken zu kooperieren, um manipulativ Umsatz zu generieren. Also möglicherweise uns von etwas zu ĂŒberzeugen, wofĂŒr er einfach nur Geld bekommen hat, um es zu tun. Nicht, um uns zu helfen, oder etwas aus eigener Überzeugung nahezulegen. Böse Welt 🌎 … und in vielen Branchen und jeglichen, sozialen Netzwerken Gang und GĂ€be.

Der Unterschied hierbei zu Facebook beispielsweise besteht ĂŒbrigens darin, dass es kein Medium gibt, wir haben also eine direkte Beziehung zu Facebook. Mal abgesehen davon, dass die Datenbeschaffungsrate zu gesamt „YouTube“ nicht vergleichbar ist. Uns wird von Facebook personalisierte Werbung angezeigt, die Datenerhebung dabei erfolgt durch Facebook – und wir feeden es eben freiwillig mit unserem Leben, da es sich als Plattform zur Selbstverwirklichung etabliert hat – und wir Nutzer genau auf diesen „Reach“ oder „Scope“ scharf sind, wie auch die Unternehmen. Nur nicht aus wirtschaftlicher Perspektive, sondern fĂŒr unser persönliches SelbstwertgefĂŒhl. Likes, öffentliche Kommunikation, coole Postings und so.

Aber!!! Facebook und so mag uns doch đŸ€—

Nur weil wir uns jetzt nicht mehr als Nutzer betrachten, sondern als das „Produkt“, bedeutet das natĂŒrlich nicht, dass wir kalt, herzlos und rein materiell behandelt werden. Die Dienstleistungen von Facebook, Google oder WhatsApp sind vollkommen kostenlos und orientieren sich dabei an den NutzerbedĂŒrfnissen, und es gibt immer mal etwas Neues. Es ist unser BedĂŒrfnis, uns darzustellen. Der YouTuber mag uns und lobt uns, weil wir so tolle Zuschauer sind. Hirten kĂŒmmern sich gewissenhaft um ihre Schafe, und sind um ihr Wohlergehen besorgt. Sie werden ĂŒbersichtlich in einer Masse zusammengehalten. Aber was steht fĂŒr die Hirten dahinter? Das eigentliche Wohlbefinden, oder der Ertrag an Wolle und Milch? Also eine Zucht fĂŒr maximale Ausschöpfung?

Ist das nicht eigentlich alles okay und gut so? đŸ˜¶

Wir betrachten alles, was uns soziale Plattformen im Hinblick auf Vernetzung und Selbstverwirklichung bieten, als einen adĂ€quaten Gegenwert fĂŒr Informationen und Manipulationen, mit denen an uns Gewinn erzielt wird – in vielerlei Hinsicht. FĂŒr kein Social-Media-Unternehmen steht das bloße Wohlergehen und Nutzungserlebnis fĂŒr uns als Produkt im Vordergrund. Aber da wir uns im Durchschnitt (Ups) dessen schon lĂ€ngst irgendwie ein bisschen bewusst sind, und es akzeptieren, indem wir es nutzen, um unsere BedĂŒrfnisse dahingehend zu stillen, scheint es ja wohl auch okay zu sein.

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Spiele-Entwicklung – Chance oder Risiko?

Dominik am 26.April 2017 um 17:04:48

Wir hier auf Replaying berichten neben Retro-Games gerne auch immer wieder ĂŒber Indie Spiele aus deutscher Hobby-Entwicklung. Es ist der große Traum junger und auch Ă€lterer Gamer. Wer reichlich genug zockt und einen kreativen Geist besitzt, der wird sich vielleicht eines Tages sein eigenes Spiel zurecht denken und Vorstellungen davon haben, was er besser als die kommerziellen Titel machen könnte. FĂŒr viele ein Traum eines Tages einen Kassenschlager zu veröffentlichen und manche Erfolgsstories fegen den letzten Zweifel dann endgĂŒltig beiseite. Das beste Beispiel dafĂŒr wĂ€re wohl Minecraft oder das Millionenfach verkaufte Stardew Valley. Ja so mancher Entwickler kann sich da durchaus als GlĂŒckspilz fĂŒhlen wenn sein Produkt, dass meistens Grafisch hinter den Leitlinien großer Entwickler liegen geblieben ist, Millionen oder Tausend mal verkauft wird. Doch wie sieht es fĂŒr Hundert anderer Indie Entwickler aus, die neben viel Geld fĂŒr Lizenzen ihre komplette Freizeit fĂŒr die Spielentwicklung opfern? Machen wir uns nichts vor fĂŒr die meisten wird es ein Erfolg wenn ihr Spiel von ein paar Hundert Spielern gespielt wird. Dabei sind es einmalige Einnahmen in den Tausender oder Hunderter Bereichen die diese Entwickler einnehmen. Ein netter Nebenverdienst aber fĂŒr den Lebensunterhalt viel zu wenig. Nebenbei muss ein Spiel so ertragreich sein damit seine Community auch bereit ist ein Nachfolgerprodukt zu kaufen. Eine schwierige Angelegenheit und fĂŒr viele endet der Traum vom eigenen Garagen Entwicklerstudio schon nach dem ersten Spiel. Manch ein Spieleprogrammierer schafft es dann auf dem Mobilfunk Markt durch geschaltete Werbung in seiner Spiele App ein kontinuierliches Einkommen zu erzielen. Aber auch das sind bei den meisten nur geringe Einnahmen.

In der heutigen Zeit lĂ€sst sich so ein Videospiel, trotz vieler HĂŒrden, leicht erstellen. Eine Idee ist schon mal der Grundstein. Um ein fertiges Spiel jedoch umzusetzen braucht man nachhaltige Konzepte und gute Grafiken die neben der Programmierer TĂ€tigkeit die Hauptlast bei der Spiele Entwicklung tragen. Die richtigen Leute dafĂŒr zu finden ist dank diversen Foren in der heutigen Zeit kein Problem mehr. Ein Team mit Geist zu bilden erfordert dann doch einiges mehr als nur gewisse FĂ€higkeiten. Man muss schon einen hohen Grad an Organisationstalent besitzen um selbst ein kleines FĂŒnf Mann Team erfolgreich leiten und koordinieren zu können. Außerdem muss ein Gameplay Konzept vorliegen mit dem alle Entwickler einverstanden sind. Da es sehr hĂ€ufig vorkommt das jeder im Team seine eigenen Wunschvorstellungen zum fertigen Spiel hat. Dank Lizenzen fĂŒr Grafik Engines und ein riesiger Assset Markt ist es selbst ungelernten Leuten möglich beeindruckende 3D Landschaften zu erstellen. Die wirkliche Herausforderung liegt aber im Bereich der Modellierungen von Statischen oder Organischen Figuren und deren flĂŒssigen Bewegungsablauf. Hinzu kommen erforderliche Kenntnisse in diversen Programmier Sprachen um ein abgerundetes Spiel erstellen zu können. Eine der beliebtesten Engines in der Indie Entwicklung ist Unity. Dank ausfĂŒhrlichen Dokumentationen und zahlreichen Tutorials schwenken viele Entwickler auf diese Engine um. Die Nachteile dieser Massenengine sind mir als nicht Programmierer leider nicht bekannt, aber es gibt sie.

Unter den Favoriten der Indie Entwicklung stehen meistens Mehrspieler Spiele. Auch ein Trend zu MMORPG`s ist hĂ€ufig zu beobachten. Die Inspiration dafĂŒr kommt meistens selbst aus eigener Gamer Karriere bei den großen kommerziellen Produkten wie etwa Guild Wars oder World of Warcraft. Es gab viele Indie Studios die aus eigener Tasche die Finanzierung solcher Großprojekte stemmten. Letztlich scheiterten aber sehr viele schon zu Beginn der Entwicklung in der nicht einmal 10% des Spiels erstellt worden sind.

Wer in den letzten Jahren die Entwicklung der Indie Titel auf Plattformen wie Steam verfolgt hat erkennt ganz klar einen Trend in dem der Markt von Spielen nur so ĂŒberflutet zu sein scheint. Und tatsĂ€chlich belegen Studien das JĂ€hrlich 50% mehr Spiele veröffentlicht werden aber die Spieleranzahl nur um 10% steigt. Lohnt sich, wenn man kommerzielle Erfolge erzielen möchte, da noch die Spielentwicklung ? FĂŒr eine geringe Zahl Entwickler sicherlich fĂŒr die Masse eher nicht. Dennoch sollte man nicht von der Entwicklung ablassen denn es ist Leidenschaft und diese bringt neben Spaß auch die Erfahrung die, wenn man gut genug ist, auch einen Job in der großen Spielindustrie ermöglichen kann. Man sagt die Werbebranche und die Branche fĂŒr Kreative allgemein ist fĂŒr die Mehrheit der dort BeschĂ€ftigten ein hartes Pflaster. Doch die Entwicklung von Computerspielen ist ein knallharter Markt der immer stĂ€rker umkĂ€mpft wird und selbst einige Millionenschwere große Entwickler haben Probleme sich in diesem Markt zu behaupten.

 

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Retro Gaming Rig: Der perfekte Retro-PC fĂŒr Spiele unter Windows 98/XP

Malte am 15.November 2014 um 13:11:13

Windows_98_Wallpaper_deviantArt

Die Anleitung und Kaufberatung fĂŒr einen alten PC (Retro-PC) fĂŒr alte Spiele unter Windows 95, Windows 98 und Windows XP! Was soll ich kaufen?

Wir bieten Euch zahlreiche Anleitungen und Programme, um Eure Ă€lteren Spiele auf den aktuellsten Windows-Systemen bestmöglich zum Laufen zu bekommen. Nur irgendwie fehlt doch ein bisschen der Flair und vor allen Dingen ist ein problemloses Spielen nicht immer möglich, da zu leistungsstarke Prozessoren und neue Grafikkarten einige Schnittstellen gar nicht mehr unterstĂŒtzen oder nur emulieren, was zwangslĂ€ufig zu KompatibilitĂ€tsproblemen fĂŒhrt.

In diesem Artikel möchte ich Euch einige Hardwarekomponenten und Zusammenstellungen vorstellen, die mit Windows 98 kompatibel sind, ausreichend leistungsstark fĂŒr die ehemaligen Benchmark-Titel sind und zugleich haufenweise auf eBay und anderen InternetauktionshĂ€usern oder vergleichbaren Plattformen kostengĂŒnstig verfĂŒgbar sind.

Priorisiert werden Konfigurationsmöglichkeiten insbesondere fĂŒr Titel unter Windows 98 bishin zu den AnfĂ€ngen von Windows XP. Es ist entscheidend, den Spagat aus Leistung und KompatibilitĂ€t zu treffen, denn sowohl zu viel, als auch zu wenig Leistung kann ein Problemverursacher sein. DOS-Spiele werden hier etwas vernachlĂ€ssigt, denn zugegeben: Jedes DOS-Spiel funktioniert blendend mit der DosBox, die im verlinkten Artikel thematisiert wird.

Bildquelle: DeviantART

Die besten Notebooks fĂŒr alte PC-Spiele

Vintage_Notebook

Das einfache Handling und der geringe Platzbedarf geben guten Grund dazu, nach einem entsprechenden Notebook zu suchen, das vermeintlich jegliche Treiber fĂŒr Windows 98 oder Windows XP unterstĂŒtzt und bestenfalls mit D3D und ausreichend Videospeicher aufwartet.

In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Laptops leistungsmĂ€ĂŸig hinterhinken, gerade damals, aber aus Marketingzwecken die aktuellsten Betriebssysteme vorinstalliert haben sollen, ist nicht zu erwarten, dass nach 2002 noch zahlreiche Produkte auf den Markt geworfen wurden, die volle UnterstĂŒtzung fĂŒr Windows 98 anbieten. Und das wĂ€re selbst fĂŒr Ă€ltere Spiele leider zwingend erforderlich, sofern sie weitgehend flĂŒssig spielbar sein sollen.

Ein mögliches Suchkriterium wĂ€re nichtsdestotrotz die GeForce 2 Go. Leider wurde diese nur in neueren, leistungsstĂ€rkeren Laptops verbaut, meistens sogar mit Dual-Core-Prozessor und ĂŒber 1 GB Arbeitsspeicher, was Windows 98 SE zwangslĂ€ufig in die Knie zwingt, im Sinne von: WTF, das kann es doch noch gar nicht geben?
Grundlegend laufen die meisten Spiele fĂŒr Windows 98 auch unter Windows XP, und das ist in allen rationalen Aspekten die bessere Wahl, nur ist das Betriebssystem eher zweitrangig, denn der Auslöser fĂŒr Konflikte ist vielmehr die Hardwareselektion.


Empfehlungen: Dell Inspiron 8100, Dell Latitude C840, Dell Precision M50, IBM Thinkpad T42


Die Dell-Modelle stammen aus einer Produktfamilie und beinhalten entweder eine GeForce Go 2 oder gar eine GeForce 4 Go 440, die ihren Desktop-Kollegen natĂŒrlich um ein Vielfaches nachstehen, aber ausreichend leistungsstark sind. Als CPU gibt’s einen Intel Pentium mit 1,33 GHz sowie 512 MB-RAM. Ebenso gibt’s einen coolen 15″ Bildschirm mit einer Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln – diese Punktdichte erreichen hĂ€ufig nicht einmal neuere GerĂ€te.

Das IBM Thinkpad T42 ist hingegen die bessere Wahl. BestĂŒckt mit einem Pentium M 1,8 GHz, 512 MB bis 1 GB Arbeitsspeicher und einer Radeon Mobility 9600 sowie voller TreiberunterstĂŒtzung fĂŒr Windows 98 als auch Windows XP. Die Ausstattung mit W-LAN, USB 2.0 und vielen weiteren, gĂ€ngigen Schnittstellen kann sich ebenso sehen lassen. Einzig der Bildschirm mit einer Auflösung von 1024 x 768 steht dem Dell um einiges nach. Die Radeon Mobility 9600 liegt leistungsmĂ€ĂŸig deutlich ĂŒber der GeForce 2 Go, ist aber nicht zu schnell.

Fazit: Die Dell-Produkte sind fĂŒr natives Retro-Spielen empfehlenswert – die Komponenten sind deutlich leistungsschwĂ€cher als die des IBM Thinkpad T42, reichen fĂŒr einige Benchmark-Titel aus Zeiten von Windows 98 aber noch aus. Bei DirectX 7-Titeln werden die Komponenten an ihre Leistungsgrenze stoßen. Andererseits dĂŒrfte die KompatibilitĂ€t noch höher sein. Das IBM Thinkpad T42 ist aber der bessere Allrounder, Treiber fĂŒr Windows 98 als auch Windows XP, ordentliche Radeon Mobility und einen Pentium M mit 1,8 GHz, der fĂŒr die meisten Titel aber noch nicht zu flott sein dĂŒrfte.

Die besten Komponenten fĂŒrs Bauen oder als Fertig-PC

Vintage_PC

Es ist hierbei erforderlich, das nach Ă€lteren Hardwareteilen gesucht wird und nicht zu neuen, aber leistungsschwĂ€cheren gegriffen wird, da hier mangelnde TreiberunterstĂŒtzung fĂŒr Ă€ltere Betriebssysteme vorliegt. ZunĂ€chst stelle ich Euch ein paar Hardwareanforderungen ausgewĂ€hlter Titel vor, die ihrer Zeit als durchaus leistungshungrig gegolten haben.

  Carmageddon Need for Speed III Unreal Gold Supreme Snowboarding Tony Hawk’s 3
Jahr 1997 1998 1999 2000 2002
System DOS, Windows 95 Windows 95, Windows 98 Windows 95, Windows 98 SE Windows 98 SE, ME, 2000 Windows 98 SE, ME, 2000
CPU Intel Pentium 90 MHz Intel Pentium MMX 200 MHz Intel Pentium II 233 MHz Intel Pentium II 400 MHz Intel Pentium III 500 MHz
RAM 16 MB-RAM 16 MB-RAM 32 MB-RAM 64 MB-RAM 64 MB-RAM + SWAP
GPU 2 MB SVGA 3dfx, D3D mit 8 MB V-RAM Direct 3D mit 8 MB V-RAM DirectX 7 mit 8 MB V-RAM DirectX 7 mit 16 MB V-RAM

Es handelt sich hierbei um die Mindestanforderungen. FĂŒr Spielen in höchster Detailstufe ist unter UmstĂ€nden (deutlich) mehr Systemleistung erforderlich.

Grafikkarte

Eine Frage von 3dfx oder D3D, von waschechter Nostalgie oder reinem Nutzen.

3dfx Voodoo 4: Sie sind relativ selten und erreichen teilweise Sammlerpreise auf eBay, gerade die neueren Modelle ab der vierten Serie, die fĂŒr ein flĂŒssiges Spieleerlebnis meines Erachtens aber unbedingt zu empfehlen wĂ€ren. Zudem ist sie das schwĂ€chste Glied der Komposition.

ATI Rage 128 Pro: Mit 32 MB-RAM und hervorragender TreiberunterstĂŒtzung fĂŒr Windows 98 SE als auch Windows XP ist die ATI Rage 128 Pro der optimale Mittelweg fĂŒr natives Windows 98. FĂŒr jegliche, Ă€ltere Titel ist ausreichend RechenkapazitĂ€t und Direct3D bis DirectX 6 stellt keinerlei Problem dar. Zudem lĂ€sst sich diese Karte hervorragend ĂŒber- als auch untertakten, ein grĂ¶ĂŸerer KĂŒhler fĂŒr Ersteres vorausgesetzt. Als Alternative wĂŒrde ich eine Riva TNT 2 empfehlen, die als etwas flotter als eine ATI Rage 128 Pro galt. Zudem haben GeForces den Ruf der besseren Treiber genossen. Die Kosten belaufen sich auf alle genannten Karten auf ca. 10€ bis 20€.

ATI Radeon 7500: Die nachfolgende Generation mit 64-MB VRAM und DirectX7-UnterstĂŒtzung. Auf dem Grat zwischen Windows 98 und Windows XP! Wer lieber zur Konkurrenz greifen möchte, sollte sich in dieser Leistungsklasse die GeForce 2 Ti anschauen!

nVidia GeForce 4 Ti 4200: Die GeForce 4 Ti 4200 oder höher stellt mit 128 MB-RAM und Pixel Shader 1.1 aus meiner Perspektive die Leistungsspitze fĂŒr einen Retro-Computer dar. Ältere Direct3D-Spiele stellen die GeForce 4 vor keine grĂ¶ĂŸeren Probleme, sie hat gleichermaßen ausreichend Kraft fĂŒr jegliche DirectX 7-Titel und erste DirectX 8-Spiele, mit nativer UnterstĂŒtzung fĂŒr Pixel Shader und Vertex Shader. FĂŒr TreiberunterstĂŒtzung ist gesorgt, die Inbetriebnahme ist sowohl unter Windows 98 SE als auch Windows XP problemlos möglich. Eine nVidia GeForce 4 Ti kostet ca. 10€ bis 20€. Meine persönliche Empfehlung. Konkurrierend ist die ATI Radeon 8000-Serie.

Prozessor

Intel Pentium II 300 MHz: Das Einstiegsmodell mit hoher VerfĂŒgbarkeit auf eBay zu gĂŒnstigen Preisen. Die Leistung ist fĂŒr frĂŒhe Direct 3D auf jeden Fall ausreichend, ab DirectX 7 wird’s eng. Benötigt wird ein Mainboard mit Slot 1, die ebenfalls in der Regel gut verfĂŒgbar sind. Zum Vergleich: Die Leistung reicht auch noch fĂŒr Spiele wie Tomb Raider IV aus, in Kombination mit einer entsprechenden Grafikkarte.

Intel Pentium II 450 MHz: FĂŒr Mehrleistung ist der Griff zum Pentium II abermals empfehlenswert, zumal damals noch vielmehr die reinen MHz ausschlaggebend waren. Die Pentium 2s wĂŒrden einen schönen Retro-Rechner in Kombination mit einer 3dfx Voodoo 4 ergeben.

Intel Pentium III 600 MHz: Der Leistungssprung zum Pentium II ist nicht zu unterschĂ€tzen, die Performance ist fĂŒr jegliche DirectX 6 Spiele aus den bis Ende der 90er dicke ausreichend. Das passende Mainboard hat Sockel 370. Als Einstiegsrechner eignet sich dieser Prozessor in Kombination mit der ATI Rage 128 Pro.

Intel Pentium III 1 GHz: Der Pentium III mit 1 GHz wĂ€re meine persönliche Empfehlung fĂŒr ein High-End-System mit Windows 98 SE in Kombination mit einer ATI Radeon 7500. Dieses System rockt alle erdenklichen Spiele mit DirectX 7 (Sockel 370).

AMD Athlon 1200: Der AMD Athlon 1200 erfreut sich ebenfalls hoher VerfĂŒgbarkeit auf eBay. Er hat 1,2 GHz, der Leistungssprung zum Pentium III ist abermals enorm und er lĂ€sst sich auch durch „neuere“ Titel wie The Elder Scrolls 3: Morrowind vor keine grĂ¶ĂŸeren HĂŒrden stellen (Sockel A 462). Ein Ädaquat wĂ€re hierfĂŒr die genannte GeForce 4 Ti 4200, mit der dank nativer UnterstĂŒtzung fĂŒr DirectX 8 auch Spiele mit Pixel Shadern und Vertex Shadern problemlos laufen.

Fazit: Je nach Anforderung ist der Pentium III 1 GHz eine vernĂŒnftige Wahl. Sollen auch neuere Spiele laufen, wĂ€re der AMD Athlon in ErwĂ€gung zu ziehen, wobei dieser fĂŒr manche Titel möglicherweise schon zu flott sein könnte (bspw. Interstate ’76 oder MechWarrior 2).

Übrigens: Bei der Auswahl des Netzteils ist vor allen Dingen bei Athlons zu beachten, dass ausreichend StromstĂ€rke auf der +5V-Leitung liegt. Unter 25A lĂ€uft hier nichts.


Mit CPU und GPU sind die relevantesten Hardwarekonfigurationen abgedeckt.


Zu viel Arbeitsspeicher schadet verglichen mit einer zu hohen Prozessorleistung, die vorzugsweise bei einigen DirectDraw-Spielen zu Bugs und Spielfehlern fĂŒhren könnten, nie, ich wĂŒrde trotz teilweise geringerer Systemanforderung nicht weniger als 64 MB-RAM verbauen. Windows 98 verwaltet immerhin maximal 256 MB-RAM, das dahingehend in jeder Lebenslage ausreichend sein dĂŒrfte. Zu beachten ist natĂŒrlich die Speicherschnittstelle, ab Pentium IV und AMD Athlon gibt’s DDR-RAM, zuvor sollte nach SDRAM geschaut werden.


Die GehĂ€use- und Netzteilwahl kann nach Belieben getroffen werden, das Netzteil sollte jedoch IDE-AnschlĂŒsse (4-pin) fĂŒr DatentrĂ€ger und Laufwerke haben.


Festplatte- und DVD-Laufwerk mĂŒssen zwangslĂ€ufig mit IDE-Anschlussmöglichkeiten mit sich bringen, teilweise gibt es diese sogar noch neu auf Amazon.


Als Soundkarte sollte zu einer Creative Soundblaster Live! oder Soundblaster AWE gegriffen werden, die ein hohes Spektrum an Treibersupport zur VerfĂŒgung stellen und zugleich hĂ€ufig bei eBay inseriert sind. Die AWE bringt ebenfalls DOS-UnterstĂŒtzung mit sich, das Mainboard benötigt jedoch ein ISA-Slot.

Beispielkonfiguration

Komponente Typ Kosten
Prozessor Intel Pentium III 1 GHz 10 €
Mainboard ASUS OPBX4 25 €
Grafikkarte ATI Radeon 7500 15 €
RAM 512 MB SD-RAM 35 €
HDD Maxtor Diamond 160 GB IDE 15 €
Soundkarte Creative Soundblaster Live! 5.1 10 €
GehĂ€use Sharkoon VS3-S 25 €
Netzteil Xilence RedWing R3 400W (+5V: 25A) 30 €
Summe 175 €

Viel Spaß!

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Mittlerweile ĂŒber 900 Arcade-Titel auf archive.org im Browser!

Malte am 9.November 2014 um 13:11:37

Internet_Arcade_Retro_Games
UrsprĂŒnglich waren es ca. 25 Titel im Internetarchive, darunter bekannte Klassiker wie Pitfall! oder Choplifter. Mittlerweile wurde dieses Angebot auf archive.org auf ĂŒber 900 Spiele verschiedenster Plattformen erweitert, und zwar direkt emuliert im Webbrowser. Wer also Lust auf ein paar waschechte Retro-Spiele hat, sollte unbedingt einmal vorbeischauen! GegenwĂ€rtig gibt es bei einigen Emulationen jedoch noch Probleme mit der Audiowiedergabe in einigen Internetbrowsern.

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Top 10: Spiele mit Wintersetting fĂŒr den kalten Winter!

Malte am 2.November 2014 um 12:11:24

Die kurzen Hosen sind passĂ©, Zeit ist’s fĂŒr die Wintermode. Ein passender Reim ist mir leider nicht eingefallen, aber coole Spiele mit Wintersetting fĂŒr die kalte Jahreszeit lassen sich da bedeutend einfacher finden. Hier meine Top 10: Spiele mit Wintersetting fĂŒr den kalten Winter!

Platz 10: Christmas Lemmings

Christmas_Lemmings

Na, wer kennt das? Basierend auf dem Originalspiel Lemmings aus dem Jahre 1991 gab’s von 1991 bis 1994 vier Weihnachts-Spezialausgaben, zunĂ€chst kostenfrei, sozusagen als Freeware, dann kostenpflichtig. Das Spiel wurde spĂ€ter unter dem Namen Holiday Lemmings vermarktet und erschien fĂŒr Amiga, DOS und sogar Macintosh.


Platz 9: Moorhuhn – Winter Edition

Moorhuhn-Winter-Edition

Der insgesamt dritte Teil der nunmehr nicht zĂ€hlbaren Spiele aus der Moorhuhn-Serie war tatsĂ€chlich eine Winter Edition, die 2001 pĂŒnktlich zu Weihnachten auf den Markt – und Computer-Bild-Spiele CD-Roms – gepackt wurde. Als kleinen Vorgeschmack und zur spielerischen Motivation hier das vermeintliche Weltrekord-Video mit 5550 Punkten.


Platz 8: Santa Claus in Trouble!

Santa-Clause-in-Trouble

Santa Claus in Trouble! – eine ebenfalls permanente Beigabe jeglicher Computer-Bild-Spiele Ausgaben als Demo-Version und entwickelt von CDV, den Schöpfern der Coassacks-Strategieserie. Ein wirklich spaßiges Jump ’n‘ Run Spiel. Dazu ein schönes Review von Lazy Game Reviews.


Platz 7: Deer Hunter 2005

Deer_Hunter_2005

Die Jagdzeit startet hĂ€ufig im Herbst und endet im FrĂŒhjahr, abgesehen von ganzjĂ€hrig freigegebem oder geschontem Wild. So könnt Ihr auch in Deer Hunter 2005 den JĂ€ger in Euch wecken und auf Pirsch gehen. Wer weitere Jagdspiele sucht, sollte nach The Hunter 2014, Cabela’s Dangerous Hunts 2013 (Arcade) oder Cabela’s Big Game Hunter Ausschau halten – der Deer Hunter verbleibt jedoch mein persönlicher Favorit.


Platz 6: Dracula 2: Die letzte ZufluchtsstÀtte

Dracula_2

Ehrlich gesagt erachte ich diesen Titel – entgegen der meisten Testberichte und Rezensionen – als ein durchaus gelungenes Adventure. HĂŒbsch gezeichnete HintergrĂŒnde, knackige RĂ€tsel und gruseliger Kult rund um den sagenumwobenen Graf Dracula. Wer auf der Suche nach einem individuelleren Spiel ist, darf sich Dracula 2 gerne einmal anschauen – Winterzeit garantiert!


Platz 5: Syberia 2

Syberia_2

Das 2004 erschienene Syberia 2, geschrieben von BenoĂźt Sokal, ist ein teilweise surrealistisches Adventure-Spiel und nimmt in einem fiktiven Siberien Platz. Wer Zeit fĂŒr lĂ€ngere Spieleabende aufbringen kann und auf zahlreiche Puzzles Wert legt, ist mit Syberia 2 sehr gut beraten. Leider ĂŒberschattet das an sich erzĂ€hlerisch gute Adventure eine konsequente Langatmigkeit.


Platz 4: James Bond: 007 Nightfire

James_Bond_007_Nightfire

TatsĂ€chlich verbringt Ihr in James Bond: 007 Nightfire ĂŒberdurchschnittlich viel Zeit in Winterlevels, erst spĂ€ter im Spiel geht’s nach Japan oder in die Tropen … und dann wieder in den Winter.


Platz 3: Supreme Snowboarding

Supreme_Snowboarding
Bildquelle: gamersglobal.de

Ich mach’s kurz: Das beste Snowboarding-Erlebnis und eines der besten Sportspiele fĂŒr den PC. Wer mit Skating oder Snowboarding im Entferntesten etwas anfangen kann, sollte sich Supreme Snowboarding (engl.: Boarder Zone) unbedingt einmal anschauen, zumal die Grafik fĂŒr 1999 durchaus noch ansehlich ist. Wer’s etwas moderner haben möchte, ist mit Shaun White Snowboarding besser beraten.


Platz 2: Icewind Dale 2

Icewind_Dale_2

Im Rollenspiel Icewind Dale 2 gibt’s wohl so viel KĂ€lte und Winter wie in keinem anderen Rollenspiel. Fans von umfangreicher Taktikschlachten und des Dungeon-&-Dragons-Prinzip kommen zweifelsohne auf ihre Kosten.


Platz 1: Bathman – Arkham City

Batman_Arkham_City
Bildquelle: gameinformer.com

Es ist Winter in Gotham City und Zeit aufzurĂ€umen, denn der anhaltende Schneefall hĂ€lt Schurken und SchlĂ€ger nicht davon ab, die Straßen in unsicheres Pflaster zu tauchen. Batman: Arkham City ist eines der besten Spiele aus dem Jahre 2011.


Gibt’s noch weitere Spiele, die ich vergessen habe, hier aber zurecht hĂ€tten aufgelistet werden mĂŒssen? Dann ab in die Kommentare damit!

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Lokalisierung von Videospielen – mehr als eine Notwendigkeit

Lingo24.com am 25.April 2013 um 15:04:29

Der Begriff „Lokalisierung“ beschreibt die sprachliche und kulturelle Anpassung an den Zielmarkt. Sie stellt sicher, dass alle Teile eines Videospiels, von der Verpackung bis zur Software, optimal angeglichen sind. Wenn man ein Spiel eines westlichen Herstellers auf den asiatischen Markt bringen will, ist es wichtig zu bedenken, dass es sich hierbei um zwei grundlegend verschiedene Kulturen handelt, was sich auch in der Gameszene bemerkbar macht. WĂ€hrend es sich bei westlichen Kulturen um Low-Context Kulturen handelt, sind asiatische Kulturen High-Context Kulturen. Sie unterscheiden sich unter anderem darin, dass westliche Kulturen sehr vom Individualismus geprĂ€gt sind, wohingegen in asiatischen Kulturen der Kollektivismus eine große Rolle spielt. Sie heben sich in weiteren maßgeblichen Punkten voneinander ab, was bei der Lokalisierung eines Videospiels unbedingt zu berĂŒcksichtigen ist.

Der asiatische Markt bietet Unternehmen aller technischen Bereiche vielfĂ€ltige Möglichkeiten. Zum einen lebt mehr als die HĂ€lfte der gesamten Erdbevölkerung auf diesem Kontinent und zum anderen verfĂŒgt ein Großteil ĂŒber einen Internetanschluss. Will man einen der zahlreichen MĂ€rkte auf dem asiatischen Kontinent erobern, muss man sein Unternehmen und seine Produkte darauf abstimmen. Das gilt auch bei der Vermarktung von Videospielen, die mithilfe von Lokalisierungen an den jeweiligen Markt angepasst werden können.

Sprachliche Lokalisierung

Ein erster wichtiger Schritt bei einer Lokalisierung ist die sprachliche Adaption, die unter anderem Verpackungstexte, Produktbeschreibungen und Untertitel umfasst. In Asien werden hunderte von Sprachen gesprochen. Wer sich entscheidet, ein deutsches Spiel in Japan zu veröffentlichen, wird Texte im Videospiel ĂŒbersetzen lassen mĂŒssen. Eine korrekte Übersetzung sollte eigentlich selbstverstĂ€ndlich sein, wenn man im Zielland Eindruck machen will.

Das gelingt jedoch nicht allen Herstellern. Immer wieder unterlaufen den Übersetzern Fehler, die entweder einfach nur falsch oder unfreiwillig komisch sind. „27th of Letzter Samen”, lautet die ĂŒbersetzte Version der Datumsangabe in der deutschen Version des Spiels „The Elder Scrolls 4: Oblivion“. Hier hat der Übersetzer einen Fehler gemacht, die Übersetzung ist einfach falsch. Über solche Fehler kann ein Spieler eventuell noch hinwegsehen, da sie keinen Einfluss auf das SpielvergnĂŒgen haben. Weitaus gravierender sind Fehler, die dem Spieler den Spielspaß verderben, weil er aufgrund der falschen Übersetzung nicht im Stande ist, das Ziel des Spiels zu erfĂŒllen. Wer in „Ravenhearst 2“ einen „Kompass“ sucht, eigentlich aber einen „Zirkel“ finden soll, ist enttĂ€uscht und bricht das Spiel unter UmstĂ€nden ab. Dabei ist dem Übersetzer nicht einmal unbedingt ein Vorwurf zu machen, da das englische Wort „compass“ gleichzeitig „Kompass“ und „Zirkel“ bedeutet.

Wenn es um Spielanweisungen geht, sind diese in Deutschland meist sehr genau, sodass der Spieler diese auch gut befolgen kann. In Asien dagegen, in High-Context Kulturen, ist Kommunikation viel subtiler, was man beim Lokalisierungsprozess auf alle FĂ€lle miteinbeziehen sollte.

Lokalisierung von Animationen, Grafiken, Audio- und Videoinhalten

Ein weiterer Teil der Lokalisierung ist die Zusammenarbeit zwischen Programmierern, Grafikern und Übersetzern. Programmierer sollten Textinhalte nicht hart kodieren, sondern ĂŒber Datenbanken in das Programm einfließen lassen. Das erleichtert die Arbeit des Übersetzers enorm. Auch bei In-game Texten ist die Zusammenarbeit zwischen Übersetzer und Programmierer sehr wichtig. ErhĂ€lt man in einem In-game Text nur noch die HĂ€lfte der ursprĂŒnglichen Spielanweisung, ist das nicht gerade förderlich fĂŒr den Spielspaß. WĂ€hrend ein in Deutschland produziertes Videospiel bei Animationen meist gediegener wirkt, sind ihre angepassten asiatischen Pendants meist reicher an Animationen.

High-Context Kulturen bevorzugen viele Animationen und können mehr grafische Inhalte verarbeiten, da sie sich die benötigten Informationen selbst suchen. Bei Spielcharakteren scheiden sich ebenfalls die Geister. Japaner beispielsweise ziehen kindlichere Charaktere vor, wohingegen westliche Spieler Ă€ltere Figuren bevorzugen. Daher werden Charaktere des westlichen Markts oft einem VerjĂŒngungsprozess unterzogen. Das ist beispielsweise beim deutschen Browserspiel „Grepolis“ der Fall. In Europa fĂŒhrt ein betagter Odysseus durchs Spiel, in Japan dagegen ist es die junge, leichtbekleidete Psyche.

Kulturelle und Rechtliche Anpassungen

Beim Lokalisierungsprozess eines Videospiels sollten auch kulturelle Eigenheiten berĂŒcksichtigt werden. WĂ€hrend in Deutschland Rechtsverkehr herrscht, fĂ€hrt man im Land der aufgehenden Sonne nĂ€mlich links. Bringt man ein Autorenspiel heraus muss man das beachten, um grĂ¶ĂŸten Spielspaß zu garantieren.

Auch historisch behaftete Symbole und Inhalte sollten angepasst werden. In der japanischen Version des Videospiels „Fallout 3“ zum Beispiel wurde aus RĂŒcksicht auf die Opfer der Bombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki die Mission weggelassen, in der eine Stadt durch eine Atombombe zerstört wird. Neben kulturellen Besonderheiten sollte man auch staatliche Rechtsinstanzen stets auf dem Radar haben. Wer als Game-Hersteller staatlich-rechtliche Stellen ignoriert, kann sich seine Umsatzchancen ganz schnell verbauen. Hierzu gehören zum Beispiel AltersbeschrĂ€nkungen, die von Land zu Land variieren und unbedingt beachtet werden mĂŒssen.

Es gibt auch auf dem asiatischen Markt Regeln, an die man sich strikt halten muss. In China beispielsweise ist die Darstellungen von Skeletten und Knochen in Videospielen strengstens untersagt, sie mĂŒssen in China „angezogen“ werden. Will man also ein Videospiel lokalisieren sollte man sich bereits im Voraus genau ĂŒberlegen, welche Teile man adaptieren möchte.


Über den Autor: Christian Arno ist der GrĂŒnder von Lingo24, einem Übersetzungsunternehmen, das sich auf Website-Übersetzung spezialisiert. Folge Lingo24 auf Twitter @l24de.
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Spiele(n) auch unter Linux, oder doch Windows?

throgh am 28.Februar 2013 um 19:02:22

Ein weiterer Eintrag mit einem komplett neuen Thema: Seit einigen Monaten steht Microsofts neuster SprĂ¶ĂŸling „Windows 8“ im Laden. Ich möchte ungern nun beginnen positiv wie negativ abzuwĂ€gen, da ich mich auch noch sehr gut an „Windows Vista“ erinnerte und die damit verbundenen GerĂŒchte, dass Microsoft OpenGL nicht mehr unterstĂŒtzen will bzw. hier nur eine Schnittstelle zu DirectX schaffen will. Ebenso war die Rede von weiteren Maßnahmen, um dem Problem der Raubkopie beizukommen. Nun lang ists her und ich erinnere mich dennoch wie sehr ich gegen die kommenden Windows-Systeme / -Versionen gewettert habe. Und dann? Nun die Neugierde war dann irgendwann doch zu gross und als ich mich bei meinem damaligen Arbeitgeber konfroniert sah schwanden die Vorurteile schnell dahin. Windows 7 habe ich dann schlicht auf dem Wege mitgenommen, weil es schlicht das ausgereiftere System der Zwei war und bis heute ist.

Aber man schaut sich immer wieder um, lernt dazu und versucht sich neu zu erschaffen. Daher galt und gilt die Frage: Kann ein Linux-System ein Windows ersetzen? Sicherlich wĂŒrden nun die Kenner sagen. Aber gilt dies auch fĂŒr den „Spieler“? Hier wird es dann schwierig. Ja, es gibt Spiele fĂŒr Linux. Ja, einige von ihnen sind prominenterer Natur wie z.B. „Sacred“ und wurden von Unternehmen portiert. Großteils aber fand der kleine Pinguin bis heute keine so große Beachtung bei den Spielern. Unverdient im Grunde genommen wie ich nun nach einiger Zeit erfreut feststellen konnte. Die Zeiten, in denen man mit Knoten in den Fingern einen X-Server einrichten und entsprechende Treiber kompilieren muss sind lĂ€ngst vorbei. Linux ist weit mehr inzwischen und von daher möchte ich in dem nachfolgenden Text die Relation und die Möglichkeiten vom heutigen Stand nĂ€her beleuchten. Wie immer gilt hier: Meine Meinung erhebt keinen Anspruch auf absolute VollstĂ€ndigkeit und ist ebenso kein Alleinstellungsmerkmal wie sie auch nicht in Stein gemeißelt ist. Wenn also Kritik oder Anmerkungen im Raume stehen, so schreibt sie als Kommentar auf. Umso besser kann man spĂ€ter nachvollziehen, wenn Informationen noch fehlen sollten oder Korrekturen vorgenommen werden mĂŒssen.

Also nochmal: Warum das Ganze? Ich könnte auch bei „Windows 7“ bleiben und glĂŒcklich sein. Nun es gibt viele BeweggrĂŒnde, mitunter wĂ€re der Eine, dass wie schon einige Male zuvor und auch im letzten Blogeintrag erwĂ€hnt die Hersteller immer rigider mit der Kundschaft umgehen. Dies gilt jetzt nicht nur fĂŒr Microsoft, sondern fĂŒr die komplette Branche zum Teil. SchĂŒtzenswertes Gut ist Software ohne Frage, aber man sollte die Kunden nicht einfach nur als Durchlaufverkehr ansehen, welchen man jedes Jahr erneut auf eine neue Version lenken muss. Der Kunde möchte mitgenommen werden. Sicherlich nicht Jeder, aber es ist von meinem Empfinden her weit interessanter wie auch schöner, wenn man konkret weiß welche Vorteile die neue Version bringt und das auch hinter der schönen Welt der OberflĂ€che, also unter der Haube. Statt die Kunden nun wirklich mitzunehmen, fingiert man immer neue Systeme. In „Windows 8“ lĂ€sst Microsoft eine Liste von installierter Software erstellen, der sog. Smartfilter. Hier gilt es den Nutzer wohl auch vor Schadsoftware zu schĂŒtzen. Kritisch beachtet nimmt man dem Anwender jedoch nun eine ganze Menge ab. Nun könnte er sich auf das Wesentliche konzentrieren. Allerdings wĂ€re es gar nicht schlecht wenn der Anwender nun sein System auch kennen wĂŒrde. Mir schwebt da immer eine Art von Horrorvision einer Welt vor, in welcher man sein System nunmehr gar nicht kennt und nur noch durch die Unternehmen mit Inhalten versorgt wird. Da kann man mich paranoid nennen, aber ich bin ein Freund der freien Wahlmöglichkeit. Vor allem auch was ich wie und wo installiere. Jetzt erwische ich mich gerade wieder dabei wie ich doch teils in Detailfragen ĂŒber das kommende Windows beginne zu schimpfen. Wenden wir uns also lieber dem eigentlichen Thema zu: Linux oder Windows? Kann Linux Windows aus der Perspektive eines Spielers ersetzen?

Die klare Antwort hier kann ich nicht geben, da Jeder fĂŒr sich entscheiden muss. Allerdings kann ich Empfehlungen nach meinen Tests aussprechen: Ich habe die aktuelle Version von Ubuntu Linux ausprobiert. In dem Falle ist es die Version 12.04 in der 64bit-Variante. Viele Anwender werden durch die Vielfalt an sog. Linux-Distributionen oder auch Derivaten abgeschreckt. Aber ganz so schlimm wie man es sich vorstellt ist das im Grunde nicht. Viel eher ist jede Distribution fĂŒr sich eine kleine oder auch große Anwendergemeinschaft. Man kann hier schnell viele Antworten finden und vor allem wird einem auch freundlich geholfen bei schwierigen Problemen. FĂŒr jeden Anwendertyp gibt es eine Distribution. Ubuntu ist in dem Falle schnell installiert und bietet fĂŒr die gĂ€ngigen Anwenderfragen eine Lösung an. Vor allem ist es auch stark in der KompatibilitĂ€t: Im Test wurde das Medion-Notebook direkt mit allen notwendigen Treibern versehen, die Webcam wurde erkannt und auch die Grafikkarte wurde in GrundzĂŒgen erkannt. Hier kam ich doch direkt zu einer ersten kleinen HĂŒrde: Grafikkarte – UNBEKANNT? Zumindest sagte mir das die zentrale Systeminformation. Hier war guter Rat erstmal teuer: Doch das zuvor beschriebene elendige Treiberproblem? WĂ€re ja nicht so als wĂ€re dies mein erster Versuch mit Linux gewesen. Die Antwort hierauf: Es ist ein kleiner Anzeigefehler in der aktuellen Distribution. Mit dem Kommando „sudo apt-get install mesa-utils“ löste sich mein Problem sehr schnell und die Ivy-Bridge hatte den Intel-Treiber erkannt. Überhaut wird der Befehl SUDO schnell zum besten Freund, ebenso wie in allen anderen Distributionen. OberflĂ€che hin oder her, Linux lĂ€sst sich auch leicht in der Konsole bedienen. FĂŒr den reinen Windows-Anwender ohne tiefere Kenntnis nun etwas ungewohnt. Aber hier sei versichert: Man gewöhnt sich hieran sehr schnell und lernt dies auch zu schĂ€tzen. Tja und nun? Nach der ersten Euphorie kam die ErnĂŒchterung: Was mache ich denn nun mit meinem Linux? Man sollte hier nicht nach einem Grund zum Wechsel suchen sondern schlicht beginnen zu „arbeiten“. FĂŒr so ziemlich jeden Einsatz gibt es eine entsprechende Applikation: DVD und Videos lassen sich wunderbar ĂŒber VLC abspielen, die MP3-Sammlung findet auch ein entsprechendes Zuhause und Bildersammlungen können archiviert werden. Dokumente können bequem mit dem vorinstallierten LibreOffice bearbeitet und erstellt werden.

Und die Spiele? Jetzt wird es interessant: FĂŒr Spiele jeder Art gibt es verschiedenste Wege. Am Einfachsten sind natĂŒrlich die nativen Versionen: Warzone 2100 zum Beispiel lĂ€sst sich einfach wie bequem ĂŒber das Software-Center installieren und ist sogleich auch einsatzbereit. Schwieriger wird es nun mit den reinen Windows-Spielen. Denn hier gibt es zwar WINE. Aber allein die Installation von WINE hilft hier nicht. Viel eher muss man das Konzept hier erst lernen zu verstehen. Unter http://www.winehq.org/ finden sich alle notwendigen Informationen. Wenn man nun in der App-DB etwas recherchiert wird schnell klar: Nicht JEDES Spiel funktioniert unter WINE und einige Spiele brauchen ganz spez. Versionen. Jetzt ist auch der entscheidende Punkt erreicht: VerstĂ€ndlich ist es wenn nun der Anwender sagt: „Ich bin doch nicht verrĂŒckt. Unter Windows so einfach? Und nun so kompliziert? Ich wechsele wieder.“ Ja das ist leider so und ein Resultat einer absoluten Konzentration auf das System von Microsoft. Das ist nicht als Vorwurf gedacht, allerdings gestaltet sich nun so ein Wechsel als nahezu unmöglich. Nun ja: FAST! Es gibt Mittel und Wege. Mit etwas Muße und Suche fndet sich ein Helferlein. PLAYONLINUX ist eine Skriptsammlung, welche viele Dinge abnimmt und zugleich auch eine der zentralen StĂ€rken ausspielt, welche man mit WINE nutzen kann: Die sog. WINEPREFIX-Definitionen. Dies muss man sich quasi als eine Art Sandkasten vorstellen. Jeder PREFIX ist eine eigene, autarke Windows-Installation und Version. Ebenso kann jeder PREFIX mit Paketen bestĂŒckt werden: DIrectX 9, PhysX, VC-Runtime-Bibliotheken und selbst Steam wie auch Origin finden sich hier. Daneben bietet PLAYONLINUX dann die Möglichkeit fĂŒr jeden PREFIX eine entsprechende WINE-Version zu installieren. Unter der folgenden URL findet man das schöne Werkzeug: http://www.playonlinux.com/en/.

So gelang es mir Spiele wie „Mass Effect“, „Mass Effect 2“ oder „Aquanox“ zum Laufen zu bringen. Und sie funktionieren wirklich wie auch ĂŒberraschend gut. Keine Beanstandungen bisweilen, von einigen Nachladerucklern vielleicht abgesehen.
Leider ist das aber noch nicht die komplette Geschichte. Denn ich sprach zuvor ja von einem Notebook. Und wie wir ja wissen haben gerade auch Notebooks mit einem NVIDIA-Chipsatz die sog. Ivy- oder Sandy-Bride-Technologie, auch OPTIMUS genannt. Klingt erstmal vielsagend und auch nett, denn die Technik soll fĂŒr Stromsparmaßnahmen sorgen. Also sind defakto ZWEI Grafikkarten am Werke. Eine Intel-Grafikkarte, die den normalen Desktop-Betrieb ĂŒbernimmt und dann die NVIDIA-Grafikkarte mit dediziertem Speicher. Unter Windows funktioniert die Installation des Systems und dessen Betrieb nachhaltig gut. Unter Linux ist das derzeit ein Problem: Es gibt hier nur marginale UnterstĂŒtzung seitens NVIDIA. Auch wenn das Unternehmen das anders sehen mag. Aber Hilfe bekommt die Linux-Gemeinde nur wenig bei der Entwicklung. Teils sicherlich auch auf sog. Unternehmensinterna zurĂŒckzufĂŒhren, vielleicht auch verstĂ€ndlich, immerhin möchte NVIDIA Wissen und Eigentum nicht komplett offenlegen. Aber Ă€rgerlich ist es dennoch! Und so sah es noch vor der Installation von PLAYONLINUX so aus als wĂŒrde mein Versuch hieran scheitern. Und doch: Mit BUMBLEBEE gibt es ein Projekt, welches sich dem annimmt und das Problem quasi anders versucht zu lösen. Etwas vereinfacht gesagt: Die Lösung ist hier eine Art virtuelle Treiberschicht. BUMBLEBEE leitet einfach Anfragen auf die zweite Grafikkarte um und nutzt dann die entsprechenden Treiber als Basis. Als Daemon auf Systemebene aktiv lĂ€sst sich BUMBLEBEE natĂŒrlich auch konfigurieren. Unter der folgenden URL findet man weitere Informationen zu dem Projekt: http://www.bumblebee-project.or g/! FĂŒr Ubuntu und ArchLinux gibt es auch direkt von den Entwicklern erstellte Pakete. Hier sollte man immer darauf achten die sog. STABLE-Version zu nutzen, ebenso wie bei allem Anderen auch unter Linux versteht sich. Einfach auch weil der Entwickler diese Versionen als stabil markiert hat und diese so am Ehesten fĂŒr den produktiven Einsatz gedacht sind.

Bevor ich es noch vergesse: Neuste ChipsÀtze von NVIDIA könnten mit BUMBLEBEE noch ein Problem haben. Die FERMI-Architektur wird nicht durchgehend erkannt! Hierzu ein entsprechender Artikel bei den Entwicklern von BUMBLEBEE selbst: https://github.com/Bumblebee-Pr oject/Bumblebee/issues/216. Hier kann man auch hervorragend sehen wie schnell und auch freundlich geholfen wird, denn besagte Meldung stammt eben von mir bei meinem Versuch eben Linux zu testen.

Zusammenfassung

Langer Text, viele Informationen und was steht nun als ResĂŒmee? Alles und nichts. Linux ist ebenso wie Windows schlicht ein Betriebssystem mit Ecken und Kanten. Es gibt hier kein BESSER oder SCHLECHTER. Linux ist eben ANDERS vom Einsatz her und lĂ€sst sich dennoch gut bedienen. Mit etwas Einarbeitung wird man hier fĂŒndig und kann ein neues „Zuhause“ fĂŒr seine Daten finden. FĂŒr Spieler ist Linux heute schon zwar einsatzfĂ€hig, aber man muss mit Abstrichen leben können. Nicht jedes Spiel lĂ€sst sich durch PLAYONLINUX und WINE zum Laufen bewegen. Aber doch finden sich viele alte Klassiker, die wunderbar funktionieren und DOS-Spiele sind bereits durch die bekannte DOSBox vertreten und damit lauffĂ€hig. Windows ist also quasi der fertige Porsche, wĂ€hrend Linux erst noch zusammengebaut werden muss. ABER sobald man hier die Teile gut abgestimmt hat, kann man auch unter Linux hervorragend hochtourig laufen. Ich fĂŒr meinen Teil laufe seit dem Experiment nun zweigleisig und bin stolzer Besitzer eines Linux-Systems. Und demnĂ€chst wird auch einmal mit FEDORA die Linux-Distribution des Herstellers „Red Hat“ in einer virtuellen Maschine probiert. Mal sehen was mich hier erwartet!

Übrigens: PLAYONLINUX bietet fĂŒr viele GOG-Spiele bereits fertige Skripte an!

Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare, Kritiken oder Anmerkungen. WĂ€re nur schön wenn bewertet wird dies auch entsprechend zu begrĂŒnden. Nur so lĂ€sst sich nachvollziehen was man vielleicht das nĂ€chste Mal besser beschreiben oder recherchieren kann. Danke!

von throgh
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