Call of Duty – World War 2: Mehrspieler unter der Lupe!

Call of Duty World War 2 ist nun seit einiger Zeit ver├Âffentlicht und wurde schon mehrfach einigen Updates und Mappacks unterzogen. Da der Einzelspieler bereits bei vielen Online Magazinen getestet wurde m├Âchte ich in diesem Artikel auf den Mehrspielermodus eingehen der sich im Laufe der Zeit etwas ver├Ąndert hat. Wie bereits bei den Vorg├Ąngerteilen wurde … weiter

R├╝ckblick: Der Sezessionskrieg in Videospielen

Der amerikanische B├╝rgerkrieg, auch Sezessionskrieg, genannt war der zweite und letzte Krieg der auf dem Territorium der vereinigten Staaten von Amerika ausgetragen wurde. Allgemein bekannt ist er vor allem bei uns in Europa zwischen dem Konflikt der Industriellen Nordstaaten mit den L├Ąndlich gepr├Ągten S├╝dstaaten um die Frage der Sklaverei, welche in den S├╝dstaaten um Virginia … weiter

Victoria 2: Test, Review

Neben seinem Strategie Schwergewichten Europa Universalis und Hearts of Iron pr├Ąsentieren die Schwedischen Entwickler von Paradox mit Victoria 2 eine Strategie Simulation die das Zeitalter der Industrialisierung bis zum Ende des ersten Weltkrieges behandelt. Wie von dem Studio gewohnt sind ausnahmslos alle Nationen des damaligen Weltbildes spielbar. ├ťber das Britische Imperium zu den Sibirischen Steppen … weiter

R├╝ckblick: Force 21 (PC)

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Call of Duty – World War 2: Mehrspieler unter der Lupe!

Dominik am 8.Mai 2018 um 10:05:25

Call of Duty World War 2 ist nun seit einiger Zeit ver├Âffentlicht und wurde schon mehrfach einigen Updates und Mappacks unterzogen. Da der Einzelspieler bereits bei vielen Online Magazinen getestet wurde m├Âchte ich in diesem Artikel auf den Mehrspielermodus eingehen der sich im Laufe der Zeit etwas ver├Ąndert hat. Wie bereits bei den Vorg├Ąngerteilen wurde auch in World War 2 ein Klassensystem integriert. Diese sind unterteilt in folgende Divisionen: Infanterie ( kann einen Bajonettangriff ausf├╝hren lassen ), Luftlandedivision ( kann einen Schalld├Ąmpfer f├╝r Mp`s einsetzen ), Panzerdivision ( Zweibein f├╝r Maschinengewehre ), Gebirgsj├Ąger ( Experte im Umgang mit Scharfsch├╝tzengewehren ), Expeditionsstreitkr├Ąfte ( Brandmunition bei Schrottflinten ) und die Widerstandsdivision ( Profi im Gebrauch von Pistolen und Messer ). Bei der Auswahl jeder Division ├Ąndert sich neben den Fertigkeiten auch das Aussehen unserer Spielfigur. Denn alle Divisionen besitzen unterschiedliche Uniformen die man mithilfe von Lootboxen freischalten kann. Weitere kosmetische Gegenst├Ąnde wie Helme sind nicht an die Divisionen gebunden und k├Ânnen frei gew├Ąhlt werden. Wie auch bei den Uniformen so k├Ânnen wir auch die Hauben nur durch das ├ľffnen von Kisten erhalten, wobei bei Spielbeginn alle den gleichen Standard Kopfschutz- und Uniform besitzen. Ein gro├čer Unterschied zu Black Ops 3 oder gar Infinite Warfare ist nat├╝rlich auch im Mehrspieler von Cod ww2 das Setting. Statt Hightech Waffen und Jetpacks benutzen wir typische Karabiner und Sturmgewehre der 1940er Jahre. Auch in den Ausstattungen und Verbesserungen f├╝r die Waffen macht sich der geschichtliche Hintergrund bemerkbar. Einzige Ausnahme d├╝rfte das Rotpunkt Visier sein welches wir schon relativ fr├╝h frei schalten k├Ânnen. Die Waffen verhalten sich allerdings nicht realit├Ątsgetreu. Zumindest haben die Entwickler versucht die Waffen in ihrer Balance an die historischen Vorbilder anzupassen. Jedoch macht mich das Verhalten von Zielgenauigkeit etc bei einigen Waffen sehr stutzig. So ist im Vergleich zu vielen anderen Weltkriegsshootern die Thompson Maschinenpistole erst im letzten Level Bereich einsatzf├Ąhig und ist, wieder im Vergleich mit fr├╝heren WW2 Shootern, nur auf sehr kurze Entfernung effektiv. Auf gro├čer Distanz schneidet die Waffe, auch mit zahlreichen Verbesserungen eher schlecht ab. Das deutsche Sturmgewehr STG 44 war eine Waffe welche geschichtlich erst sehr Sp├Ąt und in geringer St├╝ckzahl verf├╝gbar war. Daf├╝r war das Gewehr sehr effektiv und hatte einen gro├čen Munitionsvorrat in Form von Magazinen die in ihrer Form eher an die klassische Kalaschnikow erinnerten. Diese Waffe ist uns bereits zu Spielbeginn, etwa ab Stufe 6, einsatzbereit und bildet einen Mittelweg der durch Visiere und verbesserten Drall auch im sp├Ąteren Level noch gute Dienste leistet. Nichts desto trotz verkommt gerade durch dieses unrealistische Waffenverhalten und deren unkorrekte Verf├╝gbarkeit im Vergleich zu anderen, damals fr├╝her vorkommenden, Schie├čeisen das Spiel mehr zu einem typischen Arcade-shooter was ich schade finde.

Sehr Positiv muss ich dagegen die spielbaren Karten bewerten. Die Maps bieten inhaltlich sowie Optisch sehr viel Abwechslung. Durch das Einf├╝gen von bekannten Karten aus den Vorg├Ąngerteilen wie etwa Shipment aus Modern Warfare oder Carentan aus Call of Duty, in ver├Ąnderten Aussehen, kommen nostalgische Gef├╝hle in mir wieder hoch. Vor allem Shipment bietet uns einiges an Gelegenheit genug Kills zu farmen um die unterschiedlichen Missionen, f├╝r deren Abschluss wir Lootboxen erhalten, zu meistern. Aber auch die neuen Maps liefern uns viele spa├čige Momente. In Kombination mit den vielen Mehrspieler Optionen wie etwa dem Modus Herrschaft offenbaren allerdings manche Karten so ihre St├Ąrken und Schw├Ąchen. Wo wir schon bei dem Thema Herrschaft sind. Neben dem klassischen Team-Deathmatch, Deathmatch und Abschuss best├Ątigt ( Marken sammeln bei Tot von Mitspielern ) liefert uns dieser Modus einen schnellen Schlagabtausch indem wir bis zu drei Flaggen einnehmen und halten m├╝ssen. Die Flaggen A und C befinden sich jeweils im Startgebiet der beiden Teams w├Ąhrend die B-Flagge immer in der Mitte ( der Laufwege ) zu finden ist. Neben Herrschaft gibt es noch einen bisher, in der gesamten Cod Serie, einmaligen Modus namens Krieg. Bei Krieg schl├╝pfen wir Runden basiert in die Teams der Achsen und Alliierten. Ziel ist es in mehreren Etappen Missionsziele zu erf├╝llen die uns dann bei erfolgreichen Abschluss den Weg zum n├Ąchsten Gebiet in der Karte frei geben. Dieser Modus gew├Ąhrt uns au├čerdem auch ordentlich Erfahrungspunkte und die M├Âglichkeit Fahrzeuge zu steuern. Allerdings d├╝rfen wir nur die Gesch├╝tze der Fuhrwerke bedienen. Vorgefertigte Wegstrecken werden automatisch gefahren was, wie ich finde, auch einigen taktischen Anspruch nimmt. Aber taktischer Anspruch ist bei dem Spiel eh minimal vertreten. Um beim Mehrspieler neben diesen vielen Optionen noch etwas Besch├Ąftigung hinzuzuf├╝gen gibt es gegen Waffenkammer – Credits beim Quartiermeister Auftr├Ąge an zu nehmen. Diese bestehen aus Kombinationen von Zielen wie etwa dem erreichen von 10 Wurfmesserabsch├╝ssen oder 25 Absch├╝sse in einem beliebigen Modus. F├╝r das Erf├╝llen dieser Auftr├Ąge gibt es als Belohnung entweder Erfahrungspunkte oder Lootboxen. Die Entwickler haben auch einen Echtgeld shop ins Spiel integriert bei dem man gegen bare Euros epische oder seltene Vorratskisten ( Lootboxen ) ergattern kann. Ich finde diese Option f├╝r ein Vollpreis Spiel von ganzen 60 Euro etwas ├╝bertrieben und frech. Aber bei heutigen Spielen mit den ganzen Online Features scheint jedes Mittel recht zu sein um den Gewinn zu maximieren. Mit den Inhalten der Vorratskisten k├Ânnen wir, wie weiter oben erw├Ąhnt, nicht nur unsere Spielfigur kosmetisch aufwerten sondern auch Sammlungen anlegen. Hat man eine Sammlung komplett erwartet einen eine Belohnung in Form von Waffen, epischen Uniformen oder Tarnungen. Durch diese Komponente wird der Mehrspieler von Call of Duty World War 2 um einiges interessanter. Um mit den neu erworbenen Gegenst├Ąnden auch ordentlich Posen und Angeben zu k├Ânnen, k├Ânnen wir im Hauptquartier uns mit anderen Spielern treffen, deren Statistiken ansehen oder mit verfolgen welche Gegenst├Ąnde sie von ihren Lootboxen erhalten. Das Ganze wird dabei in einer Third-person Ansicht dargestellt. Im Hauptquartier k├Ânnen wir auch neben Mitspielern den Quartiermeister, die Poststelle, den Brigade General, den Schie├čstand sowie andere n├╝tzliche Personen und Orte finden. Bei dem Brigade General k├Ânnen wir beim erreichen der letzten Level Stufe unser Prestige Level frei schalten. Dabei werden alle Stufen, Freischaltungen und F├Ąhigkeiten wieder zur├╝ck gesetzt. Wozu sollte ich das machen ? Nun dadurch erh├Âht sich die Anzahl epischer oder seltener Items in den Vorratskisten. Auch bei den Waffen k├Ânnen wir Prestige Stufen einsetzen. Dies bringt uns zum Beispiel die M├Âglichkeit unseren Clan-Tag auf die Waffe zu platzieren.

Mein Fazit:

Endlich wieder ein Multiplayer der mich zur├╝ck in den zweiten Weltkrieg f├╝hrt. Mir gefallen die alten Waffen und Granaten. Mit Call of Duty World War 2 ist der Publisher Activision Blizzard meiner Meinung nach wieder zur├╝ck bei seinen alten St├Ąrken die die Spiele Serie einst so ber├╝hmt gemacht hat. Die Maps sind sehr sch├Ân gestaltet und bieten zahlreiche Details und Hingucker die aber aufgrund des hektischen Gameplays leider nicht so oft besichtigt werden k├Ânnen. Mit den Divisionen hat das Spiel f├╝r nahezu jede Spielrichtung etwas . Mit dem Erwerben und ├Âffnen der Vorratskisten ( Lootboxen ) l├Ąsst sich fast immer etwas finden das man im Spiel verwerten kann. Leider ist gerade bei zwei erfolgreichen Prestige Stufen der Inhalt h├Ąufig was f├╝r die Verschrottung. Naja immerhin gibt das Waffenkammer-Credits. Denn h├Ąufig ist es so das man die Inhalte bereits besitzt und sie nicht mehr wiederverwenden kann. Spielerisch kommt das Spiel einem Arcade-shooter gleich. Die Waffen verhalten sich historisch vergleichsweise v├Âllig inkorrekt was nervig sein kann wenn man sonst eine andere Balance beim Zielen dieser gewohnt ist. Trotz der M├Âglichkeit Lootboxen gegen Echtgeld zu erwerben finde ich den Mehrspieler von Call of Duty World War 2 spielenswert. Vor allem die beiden Modus Krieg und Herrschaft haben es mir angetan da es bei beiden sehr auf Teamf├Ąhigkeit ankommt. Und nun entschuldigt mich ich muss weiter rattern eh leveln.

 

viele Waffen und Verbesserungen zu sehr Arcade-Shooter
sch├Âne Grafik mit viel Detailtiefe unrealistisches Waffenverhalten
Lootboxen erh├Âhen teilweise Spielspa├č Echtgeld Shop f├╝r Lootboxen
fl├╝ssige realistische Animationen Dunkelh├Ąutige Gesichter Skins bei der Wehrmacht
Carentan Karte dabei !
Abwechslungsreiche Maps
Actionreiches Gameplay
Prestige Level
 

7,5 /10

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (6)

R├╝ckblick: Der Sezessionskrieg in Videospielen

Dominik am 14.Oktober 2017 um 16:10:31

Der amerikanische B├╝rgerkrieg, auch Sezessionskrieg, genannt war der zweite und letzte Krieg der auf dem Territorium der vereinigten Staaten von Amerika ausgetragen wurde. Allgemein bekannt ist er vor allem bei uns in Europa zwischen dem Konflikt der Industriellen Nordstaaten mit den L├Ąndlich gepr├Ągten S├╝dstaaten um die Frage der Sklaverei, welche in den S├╝dstaaten um Virginia eine bedeutende wirtschaftliche Rolle spielte. Tats├Ąchlich aber tobte dieser Gesellschaftliche Konflikt schon zu fr├╝heren Zeiten. W├Ąhrend des Unabh├Ąngigkeitskrieges gegen das britische K├Ânigreich waren es vor allem die Provinzen um Boston und New York die auf einen eigenen Staat pochten w├Ąhrend die s├╝dlichen Gegenden am liebsten im Vereinigten K├Ânigreich verbleiben wollten. Mit der Kolonialisierung der Westk├╝ste um Kalifornien, nach dem Krieg gegen Mexiko, die vor allem zu den Nordstaaten z├Ąhlten erhielten diese mehr Stimmrechte im Parlament was ein Ungleichgewicht verursachte da die S├╝dstaaten bisher mit dem gleichen Stimmanteil wie die Staaten im Norden vertreten waren. Schlie├člich eskalierte die Situation als die Regierung unter Abraham Lincoln an die Macht kam und die Sklaverei des S├╝dens in Frage stellte. Mit der Belagerung des N├Ârdlichen Forts Sumters durch Milizen der S├╝dstaaten begann die offene Rebellion dieser. Nacheinander erkl├Ąrten die Staaten Virginia, Texas, Mississippi, Alabama, Florida, North Carolina, Arkansas, Tennessee und Louisiana ihre Unabh├Ąngigkeit gegen├╝ber der USA und gr├╝ndeten den Staatenbund CSA ( Konf├Âderierte Staaten von Amerika ). So Begann am 12. April 1861 der amerikanische B├╝rgerkrieg. Jetzt habe ich aber genug von dieser Geschichtsstunde geredet es wird Zeit sich unserem eigentlichen Thema zu widmen, n├Ąmlich den Retro Klassikern welche dieses historische Ereignis aufgreifen. Zugegeben es gibt nicht viele Spiele welche den Sezessionskrieg behandeln. Meist sind in den neueren Spielen der B├╝rgerkrieg eher ein Nebenthema und er wird nur oberfl├Ąchlich angekratzt. Bestes Beispiel daf├╝r d├╝rfte Darkest of Days oder Victoria 2 sowie Call of Juarez sein. Aber es gab auch einige Spiele die das Thema mit Humor oder tieferen gameplay erz├Ąhlten, kommen wir nun zu diesen.

Den Anfang macht der franz├Âsische Publisher Infogrames mit seinem 1989 ver├Âffentlichten Spiel North & South. Das Spiel basiert auf der belgischen Comicreihe ÔÇ×die blauen BoysÔÇť und ist grafisch dementsprechend in einem Cartoon Pixel Look gehalten. Als Spieler k├Ânnen wir die Unionisten sowie die Konf├Âderation steuern. Das Spiel gilt allgemein hin als Vorreiter der Echtzeitstrategie Spiele. Leider ist ein Bau System oder die Verwaltung von Rohstoffen nicht im Gameplay enthalten. Stattdessen steuern wir unsere Armeen ├╝ber eine Karte von Amerikas Ostk├╝ste. Die Truppen werden in den Teilstreitkr├Ąften Infanterie, Kavallerie und Artillerie aufgeteilt. Die Gefechte laufen ├╝ber eine zwei dimensionale Karte ab. Beide Armeen starten auf unterschiedlichen Seiten. Als Spieler k├Ânnen wir die unterschiedlichen Regimenter mit dem Joystick anw├Ąhlen. Ziel der Gefechte ist es den gegnerischen Angriffen auszuweichen und diese zu Kontern. W├Ąhrend Kavallerie und Artillerie nur Seitw├Ąrts und Horizontal bewegt werden k├Ânnen, k├Ânnen die Fu├čtruppen in alle Himmelsrichtungen gesteuert werden. Mittels einer Zeitsteuerung kann die Geschwindigkeit verlangsamt oder beschleunigt werden. Das Spiel erschien Anfangs f├╝r C64, Amiga und Atari ST. Sp├Ąter wurden auch Versionen f├╝r NES und PC ver├Âffentlicht. Aufgrund der eingeschr├Ąnkten F├Ąhigkeiten der letzten Systeme musste die grafische Darstellung sowie der Sound deutlich reduziert werden.

Es dauerte noch eine ganze Weile bis das n├Ąchste Spiel welches das Szenario des amerikanischen B├╝rgerkrieges aufgriff erschien. Im Jahr 1997 ver├Âffentlichte der Publisher EA Sid Meier’s Gettysburg!. Das Spiel wurde vom Entwicklerstudio Firaxis Games produziert und spielte w├Ąhrend der Gettysburg Offensive. Als Kommandanten stehen uns der ber├╝hmte S├╝dstaaten General Robert E. Lee sowie der Nordstaaten Oberkommandierende George G. Meade zur Verf├╝gung. Im Gegensatz zu einem rundenbasierten Spiel muss der Spieler einige schnelle Entscheidungen treffen und dementsprechend reagieren. Befehle werden gegeben, Einheiten bewegen sich und dann geht es in die n├Ąchste Situation. Durch Vergr├Â├čern und Verkleinern der Karte k├Ânnen Spieler kleine Gefechte zwischen den Brigaden beobachten oder einen vollst├Ąndigen ├ťberblick ├╝ber das Schlachtfeld erhalten und feststellen, wo sich Kr├Ąfte bewegen. Es ist jedoch zu beachten, dass nur feindliche Einheiten mit klarer Sicht sichtbar sind. Spieler sollten sich daher nicht zu sehr auf die vollst├Ąndige Karte verlassen, au├čer sie als F├╝hrung f├╝r ihre eigenen Kr├Ąfte zu benutzen („Hey, Ich sehe keine Yankees, ich muss gewonnen haben! „). Diese beiden Elemente, die schnellen Entscheidungen und die Tatsache, dass die Kr├Ąfte des Gegners versteckt werden k├Ânnen, machen Sid Meiers Gettysburg! ziemlich herausfordernd. Die Spieler haben keine Zeit, ernsthaft ├╝ber die Richtung der einzelnen Einheiten nachzudenken, und das macht das Spiel schneller und in vielerlei Hinsicht einfacher zu spielen, w├Ąhrend es gleichzeitig realistischer wird. Schlie├člich werden Schlachten wie Gettysburg gewonnen und in Sekundenbruchteilen verloren. Die Fortschritte in diesem Spiel sind, dass Kriegsspiele f├╝r diejenigen zug├Ąnglich gemacht werden sollten, die weder Verst├Ąndnis noch Geduld f├╝r Bewegungspunkte, Feuer, Sichtweite und all die anderen Dinge haben, die drehbasierte Spiele realistischer machen als das Durchschnitt Echtzeit-Strategiespiel. Das Endergebnis ist, dass Sid Meier Gettysburg! einfach ist , grafisch heute noch akzeptabel aussieht und jede Menge Spa├č macht.

 

Etwa im selben Jahr erschien unter dem Titel Civil War Generals 2 ein weiteres Strategiespiel welches im B├╝rgerkrieg spielte. Am 31. Oktober 1997 ver├Âffentlichte der Publisher Sierra Entertainment das Spiel f├╝r den Windows Pc. Wieder toben die K├Ąmpfe der Jungs in Blau und Grau an der Atlantikk├╝ste sowie im Mississippi Valley. Als Kampagne stehen uns dabei als Spieler mehrere Auswahlm├Âglichkeiten zur Verf├╝gung. So k├Ânnen wir eine individuelle Schlacht, eine Minikampagne oder den gesamten Krieg nachspielen. Was vollkommen neu war, war der Terrain Editor. Mit diesem konnte man ein eigenes Schlachtfeld entwerfen und auf diesem dann entweder die Nord- oder S├╝dstaaten spielen. Was f├╝r das Thema ebenfalls v├Âllig neu seiner Zeit war, war der neue Mehrspielermodus in welchen wir als Spieler per lokalen Netzwerk oder Internet gegeneinander antreten konnten. Der Schutz des Spiele-Copyrights war ebenfalls recht originell: Der Spieler musste ein Vergr├Â├čerungsglas (im Lieferumfang enthalten) verwenden, um einen Fingerabdruck auf dem Spielbildschirm zu identifizieren.

Ein weiterer Titel der Strategiegeschichte der jedoch nicht nur den Konflikt des Sezessionskrieges ablichtet ist das im Jahre 2003 ver├Âffentlichte Echtzeit- Globalstrategiespiel Victoria- An Empire Under The Sun. F├╝r Paradox Spiele Typisch findet das Spielgeschehen um den ganzen Globus in den Endjahren des 18. Jahrhunderts statt. Unser Augenmerk richtet sich hier insbesondere auf die vereinigten Staaten von Amerika. Etwa zum Start des Jahres 1861 spaltet sich das Land in die CSA und USA. Wir als Spieler haben nun die freie Entscheidung welchen der beiden Fraktionen wir uns anschlie├čen und den B├╝rgerkrieg f├╝hren. Da in Victoria Schlachten nur eine Nebenrolle spielen ist dieses Spiel generell anders als die vorherigen genannten Titel. So spielen Wirtschaftskraft, Infrastruktur und Bev├Âlkerungsdichte eine entscheidende Rolle um einen Krieg erfolgreich f├╝hren zu k├Ânnen. Dementsprechend benachteiligt ist die CSA in diesen wichtigen Faktoren. Lediglich die milit├Ąrische F├╝hrungskraft f├Ąllt hier zu Gunsten der S├╝dstaaten aus. Mit Robert E. Lee als General alleine kann man jedoch keinen erfolgreichen Feldzug f├╝hren wenn die Wirtschaft hinter den Linien am Schw├Ącheln ist. Und so muss man vor allem als CSA Spieler darauf hoffen, dass aufgrund des Ausfalls von Baumwolle Lieferungen, die Westm├Ąchte Frankreich und Gro├čbritannien in den Krieg intervenieren. Sollten wir als Spieler das Gl├╝ck haben mit den CSA einen Eroberungskrieg durch die USA zu bestehen stehen wichtige politische und soziale Reformen an um aus den Landwirtschaftlich gepr├Ągten Staat eine Industrienation zu machen um letztlich zur Gro├čmacht aufzusteigen. Da das Spiel den Sezessionskrieg nur in einem Teilaspekt ausf├╝hrt ist dieses Spiel nicht als reines B├╝rgerkriegsspiel zu betrachten. Der umfassende Spielumfang l├Ąsst jedoch die Option offen die CSA, Historisch unkorrekt, bis zum Beginn der 1930er Jahre zu spielen.

Im Jahr 2006 erschien das dritte Addon zu American Conquest, Divided Nation, in dem man neben den USA und CSA auch Mexiko und Texas spielen kann. Das Spiel war auch ohne das Hauptspiel spielbar und legte den Fokus nicht nur auf den amerikanischen B├╝rgerkrieg. So war auch der Texanische Unabh├Ąngigkeitskrieg gegen Mexiko ein gro├čes Thema. In dem Spiel konnte man in Isometrischer 2D Perspektive bis zu 16.000 Einheiten auf dem Schlachtfeld kontrollieren. Im Gegensatz zum Hauptspiel gab es keinen Basen Bau und es wurde mehr auf Schlachten im Kampagnenmodus gesetzt. Die Moral der Truppen spielte eine wesentliche Rolle in den Gefechten. Neu im Genre des Sezessionskrieges war auch das Schlachtfeld auf dem Meer. So konnte man als Spieler die CSA oder USA Marine spielen. Auch wenn es im historischen Bezug eher unkorrekt war das die Konf├Âderierten mehr als zwei Panzerschiffe besa├čen. Das Spiel konnte mit seinen tausenden Soldaten und unterschiedlichen Einheiten ├╝berzeugen und machte die Schlacht um Gettysburg so authentisch wie kein B├╝rgerkriegsspiel zuvor. American Conquest Divided Nation wurde f├╝r Windows PC ver├Âffentlicht und hatte zum Zeitpunkt seiner Ver├Âffentlichung eher moderate Systemvoraussetzungen. So konnte man bereits mit einem Pentium 2 mit 450Mhz und 64MB RAM das Spiel in der Mindestaufl├Âsung spielen.

Etwa im gleichen Jahr ver├Âffentlichte der Schwedische Publisher Paradox Interactive sein Strategiespiel zum B├╝rgerkrieg. Mit Take Command: Second Manassas hatten die Entwickler um das Studio MadMinute Games das erste Strategiespiel des Sezessionskrieges ver├Âffentlicht das mit einer 3D Karte aufwartet. ├ähnlich wie Divided Nation wird hier auf einen Aufbau einer Basis verzichtet. Man muss versuchen mit seinen Truppen, die von Anfang an zur Verf├╝gung stehen, auszukommen. Hier ist Strategie gefragt, um mit den vorhandenen Truppen den Sieg zu erringen. Dazu m├╝ssen diese wohl ├╝berlegt eingesetzt werden. Erschwerend kam ein bisher nicht gekannter Realismus hinzu. Alle Befehlshaber auf dem Feld hatten bestimmte F├╝hrungsattribute. Dies konnte dazu f├╝hren, das ein vorsichtiger Kommandant von uns den Befehl zum Angriff bekommt, aber leider nicht vorr├╝ckt, sondern erstmal abwartet und zaudert, so wie es in Wirklichkeit auch vorgekommen ist. Man kann auf mehreren Ebenen eine Schlacht f├╝hren, Armee, Korps, Division oder Brigade. Als Brigadekommandant unterstehen uns 4-6 Regimentern, die direkt an der Front k├Ąmpfen. Alle anderen Einheiten steuert die KI. Als Armeebefehlshaber k├╝mmern wir uns mehr um die Strategie und nicht um die einzelnen Einheiten. Wir m├╝ssen dabei das Zusammenspiel der Truppengattungen wie Infanterie, Artillerie und Kavallerie genau aufeinander abstimmen und nach deren St├Ąrken und Schw├Ąchen einsetzen. Take Command: Second Manassas bot damals einen der Detailliertesten Einblicke in Echtzeitgefechte. St├Ârend waren dennoch die Einheiten welche nicht in 3D modelliert wurden sondern als 2D Sprites eingesetzt wurden.

Mit dem Spiel Darkest of Days des amerikanischen Entwicklers 8monkey Labs gab es einen der ersten Shooter der im B├╝rgerkrieg von Amerika spielte. Leider war der Sezessionskrieg nicht das Kern Thema das Spieles sondern nur ein Teilabschnitt in einer von Zeitreisen dominierten Geschichte. Mit klassischen Revolvern und Vorderlader Gewehren ging es auf Seiten der USA gegen die CSA Truppen. Der kurze Abschnitt welcher im Civil War spielte behandelte inhaltlich die Schlacht von Antietam. Das Spiel erschien am 8. September 2009 f├╝r PC, MAC OS X und Xbox 360.

 

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (7)

Victoria 2: Test, Review

Dominik am 12.M├Ąrz 2013 um 17:03:35

Neben seinem Strategie Schwergewichten Europa Universalis und Hearts of Iron pr├Ąsentieren die Schwedischen Entwickler von Paradox mit Victoria 2 eine Strategie Simulation die das Zeitalter der Industrialisierung bis zum Ende des ersten Weltkrieges behandelt. Wie von dem Studio gewohnt sind ausnahmslos alle Nationen des damaligen Weltbildes spielbar. ├ťber das Britische Imperium zu den Sibirischen Steppen des Russischen Zarenreiches, von der W├╝ste Teherans bis zu dem mit W├Ąldern bedeckten Lothringen sind alle V├Âlker spielbar. Nat├╝rlich z├Ąhlt neben Milit├Ąrischer St├Ąrke, guter Infrastruktur und Zufriedenheit der unterschiedlichen Bev├Âlkerungsschichten auch der Aufschwung von Wirtschaft und Forschung. Denn ohne diese beiden letzten Elemente ist euere Nation nur eine unter vielen aufstrebenden Staaten der Westlichen und ├ľstlichen Hemisph├Ąre. Ob sich ein Einstieg mit dem kaiserlichen Japan wohl eher lohnt als gleich mit den Franzosen die W├╝sten Afrikas zu kolonisieren kl├Ąrt unser Ausf├╝hrlicher Test.

F├╝r welche Nation soll ich mich entscheiden? Diese Frage d├╝rfte sich wohl jeder stellen der beim Anblick der Weltkarte, im Startmen├╝, ├╝ber die Kontinente mit dem Mauszeiger schwebt und dabei Volksentscheidende Themen wie zivilisierte Nationen und Teilverwestliche L├Ąnder vorfindet. Generell macht gerade dieser Umstand den Unterschied aus. W├Ąhrend Europa und gro├če Teile Amerikas bereits zu Spielbeginn mit dem Forschen von Hinterladern, Flie├čb├Ąndern und Dampfschiffen beginnen k├Ânnen und ganz nebenbei Sozial und Politikreformen einleiten, kriechen Nationen wie ├ägypten, China oder Afrika noch am unteren Ende ihrer Industrialisierung und m├╝ssen Ausl├Ąndische Investoren und Milit├Ąrberater ins Land einladen um wenigstens einen Teil ihrer maroden Volkswirtschaft retten zu k├Ânnen. Denn ohne den Bau von Fabriken und des damit einher gehenden Wachstums k├Ânnen keine Armeen und Provinzen ausgebaut werden. W├Ąhrend Frankreich nationale Schwerpunkte wie etwa die F├Ârderung von Kapitalisten und Facharbeitern voran treibt ben├Âtigen V├Âlker wie jene des nahen Ostens vor allem Geistliche Wissenskraft um Forschungspunkte f├╝r ihre Verwestlichung zu ergattern. Um den Bau von Fabrikanlagen erstmal zu erm├Âglichen bedarf es einer Umsumme an Geld und Material, die wir nur mit Steuererh├Âhungen und Regulierung der Z├Âlle erreichen k├Ânnen. Als n├Ąchsten Schritt sollte gut ├╝berlegt werden wo das geplante Wirtschaftswunder ├╝berhaupt erstellt werden soll. Kolonien eignen sich hierzu ├╝berhaupt nicht da ihre Bev├Âlkerungen nicht in der Lage sein werden die mit 10.000 Arbeitspl├Ątze ben├Âtigte Raffinerie zu besetzen. Im Fall von Frankreich direkt im Mutterland und in Regionen mit hoher Population platzieren. Der letzte Schritt besteht nun lediglich darin eine in Planung befindliche Fabrik der erforderlichen Ressourcen anzupassen. Sind diese im eigenen Land nicht vorhanden sollte man auf den Bau verzichten und sich eine geeignetere  Anlage suchen. Der Besitz mehrerer Industrieller Komplexe ver├Ąndert neben dem Geldbeutel vor allem die, in den jeweiligen Regionen, vorhandenen Arbeitskr├Ąfte. So werden aus Landarbeitern und Handwerkern schnell Facharbeiter die vor allem zu Beginn der neuen ├ära sehr selten anzutreffen sind. Neben diesen beiden Nebeneffekten steigert die Organisierte Produktion auch unser Weltansehen und ehe man sich versieht landet man auf einen der insgesamt mit Acht Pl├Ątzen belegten Weltrangliste der Gro├čm├Ąchte. Damit spielt nun Frankreich eine fundamentale Rolle im Gepl├Ąnkel um Macht und Einfluss in Europa.

Doch machen wir uns nichts vor, nur alleine durch Angebot  und Nachfrage kann man kein Reich und vor allem die Welt regieren. Dazu ben├Âtigt es Soldaten und zwar eine menge Soldaten. Je nachdem wie weit unsere Forschung im Waffensektor voranschreitet ver├Ąndert sich, simuliert dargestellt, die Vorgehensweise unserer Armeen. Vorbei sind die Zeiten von Vorderladern und Bajonetten. Jetzt sind Maschinengewehre und schwere Artillerie gefragt. Denn mit modernen Truppen l├Ąsst sich schnell Land gewinnen. Damit das ganze nicht au├čer Kontrolle ger├Ąt und auf den Globus ein einziges Feuerwerk veranstaltet wird, gibt es Richtlinien die den Krieg realistisch wirken lassen sollen. Ohne Kriegsrechtfertigung marschiert nicht ein Gefreiter ins feindliche Land, zuf├Ąllige Events ausgeschlossen. Unberechtigte ├ťberf├Ąlle steigern den Infamie Wert unseres Staates ins unermessliche. Ist eine gewisse Obergrenze ├╝berschritten kann ein Gro├čb├╝ndnis verschiedener L├Ąnder schnell zur Abr├╝stung zwingen. Und das ist f├╝r eine gro├če Nation wie Frankreich Existenz entscheidend . Befolgen wir stattdessen die Richtlinien kann die Nation im gro├čen Umfang wachsen und neue Bev├Âlkerungsgruppen und Religi├Âse Minderheiten assimilieren. Deren Alttagsbed├╝rfnisse sollten zufriedenstellend gestillt werden sonst stehen Revolten bevor, wenn man sie nicht vorher durch Unterdr├╝ckungspunkte verhindert. Rebellionen sind f├╝r Nationen sch├Ądlicher wie jeder andere Krieg. Kurzerhand k├Ânnen neue Regierungssysteme etabliert werden. Aus Demokratien werden Absolute Monarchien oder Diktaturen. Aus Monarchien werden B├╝rgerherrschaften, Faschisten l├Âsen Liberale ab, Konservative werden durch Kommunisten gest├╝rzt. Knapp Formuliert, alles was wir bisher Poltisch in der Welt gesehen haben hat Paradox in Perfektion in Victoria 2 eingebaut.

Wie bei den anderen Titeln nutzt auch Victoria 2 eine verbesserte Version der Clausewitz Engine. Dabei sollte man vor allem den grafischen Umfang nicht mit anderen Game Engines, die beeindruckende Grafik samt Effekten erzeugen k├Ânnen, vergleichen. Die einzigen im Spiel dargestellten Dreidimensionalen Objekte sind die recht Polygon armen Armeemodelle. Der Rest wird in einer sehr ├╝bersichtlichen 2D Weltkarte pr├Ąsentiert. Ohne diese w├╝rde sehr schnell die ├ťbersichtlichkeit von Land einnahmen und Kolonialisierungen verloren gehen. So ist die gesamte Ansicht Grafisch etwas schlicht gehalten bietet aber eine beachtlich Genauigkeit und Details. Von den Alpen bis zu den Rocky Mountains ist die Welt eins zu eins nachgebildet worden. Paradox setzt dabei nur einige spielwichtigen Elemente bildlich um. Das Versorgungslimit von Provinzen wird in einer Tabelle gemeinsam mit den anderen Eigenschaften des Gebiets angezeigt. Bessere Nachschubsrouten sind vor allem durch Eisenbahnnetze ersichtlich. Den ├ťberblick beh├Ąlt man aber letzten Endes durch das Einschalten von verschiedenen Ansichten die die kulturellen Regionsunterschiede, Die Reichsgrenzen (oder das Reichsterritorium) und die Effektivit├Ąt von Verwaltungsorganen anzeigen. Etwas komplizierter dagegen ist trotz fein gegliederten Reitern das Wirtschafts- und Welthandelssystem. Buchhalter d├╝rften am wenigsten Probleme damit haben die Spielinternen Statistiken auszuwerten. Ein Gro├čteil des Spiels wird so durch die eigene Fantasie dargestellt. Dies betrifft auch die Gefechte im Spiel. Au├čer Moral und Versorgungsbalken sind es lediglich aufflackernde Zahlen die den Status der Armeen wiedergeben. Schlachten wie in einem Total War Spiel zu f├╝hren ist bei Paradox Speielen generell nicht m├Âglich.

Um das Spiel noch zu vers├╝├čen haben die Entwickler aus dem kalten Norden Victoria 2 mit einem Mehrspielermodus ausgestattet. Neben den immer vorhandenen LAN Modus kann man seine Weltherrschaftsfanatasien noch auf den Hauseigenen Metaservern ausleben. An dieser Stelle sei erw├Ąhnt das sich die Community zu diesem Nischen Publisher sehr eigenstirnig verh├Ąlt und man ohne Offiziellen Absprachen in den Foren kaum auf Mehrspielerpartien trifft. Dies hat den Hintergrund das bedingt durch die Spielbarkeit nur sehr wenige gro├če Nationen zur Verf├╝gung stehen denen eine breite Masse an schwachen Staaten gegen├╝ber steht. Um so ein vom Spiel nicht vorgelegtes Gleichgewicht zu bewahren werden vor den Partien eigene Spielregeln aufgestellt, die bei Nichtbeachtung sehr schnell den eigenen Ruf ruinieren. Da bei diesem Spiel nur wenige hundert Spieler vorhanden sind die tats├Ąchlich bereit sind im Online Modus gegen Unbekannte anzutreten ist es nur ratsam sich an diese individuellen Regelwerke zu halten. Die Geschwindigkeit des Zeitraffers kann nur vom Host festgelegt werden. Dadurch entsteht eine gewisse Art Rundenstrategie.

Fazit

Als langj├Ąhriger Fan von Paradox Monstersimulationen konnte auch ich der Versuchung nicht widerstehen in der Welt Anfang des 19. Jahrhunderts Fu├č zu fassen. Der Einstieg war mit einer 90 Grad steilen Bergwand zu vergleichen. Die ersten Stunden endeten meistens im totalen Desaster, da ich keine Ahnung hatte was ich alles auf meiner Aufgaben Liste zu erledigen hatte. Erst durch die Zuhilfenahme von Let’s Plays und einiger Tutorials war es mir m├Âglich, mich in diesem Komplexen Spiel zurecht zu finden. Daher kann ich den Kauf nur jeden Abraten der Ungeduldig ist und lieber ein schnelles Spiel sucht. F├╝r Geschichtsstudenten und Historie begeisterte ist auch dieser Paradox Teil das gelobte Produkt. Grafikfetischisten d├╝rften an Victoria 2 ohnehin durch die etwas r├╝ckst├Ąndig wirkende Engine keinen Gefallen finden.

6,5 /10

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (11)

R├╝ckblick: Force 21 (PC)

Dominik am 4.Dezember 2010 um 22:12:52

┬áForce 21 spielt in einer fiktiven Zukunft. Im Jahre 2015 marschiert die Chinesische Armee in Kasachstan ein,um Ihren Wirtschaftlichen Aufschwung mit neuen Ressourcen zu versorgen. An dieser Stelle kommen die USA und Russland ins Spiel und erkl├Ąren China den Krieg.┬á Nun k├Ânnen wir selbst entscheiden auf welcher Seite wir spielen, als Amerikanischer Kommandeur oder lieber Chinesischer General? Beide Seiten bieten ihre eigenen Reize,so f├╝hrt man mit den Vereinigten Staaten eine modern ger├╝stete Armee w├Ąhrend die Chinesen eher auf ihre Infanterie ├ťberlegenheit setzen.┬áForce 21 unterscheidet sich im Gegensatz zu anderen Vertretern von Strategie Spielen dadurch, dass keine Basis errichtet werden muss. Vielmehr haben wir insgesamt bis zu 16 Platoons zur Verf├╝gung, von denen jede einzelne aus mehreren Kampfpanzern,Apache Hubschraubern, Infanteristen und mobiler Artillerie┬á besteht. Zu Beginn jeder Mission hat man also nur eine begrenzte Anzahl von Einheiten mit denen man meistens gegen eine ├ťbermacht antreten muss. Da aber die Computer KI des├Âfteren sinnlos reagiert ,ist dies┬áschaffbar. Mit jeder neu Gewonnenen Mission erh├Âht sich die Anzahl unserer Platoons und somit unsere Armee Gr├Â├če. Die Einheiten sind einigerma├čen Ausbalanciert, so haben Panzer ein Problem gegen Hubschraubern, zerst├Âren Artillerie jedoch mit leichtigkeit. Um den ganzen noch den letzten Feinschliff zu geben haben manche Fahrzeuge spezielle Fertigkeiten so wie zB. der Abrahams Kampfpanzer, dieser kann einen Verteidigungswall um sich aufbauen und dadurch etwas Schaden absorbieren. Jeder ├╝berlebter Einheitenzug sammelt Erfahrung welche┬ádie┬á Bewegungsgeschwindigkeit, Kampffertigkeit und Feind-Erkennung verbessert. Insgesamt k├Ânnen die┬áTruppen vier Formationen einhalten :Linie, Keil, Reverse┬áKeil und Spalte.┬áEin gro├čes Hindernis im Spiel ist die Wegfindung der Einheiten. Diese wird nach Ausf├╝hrungsbefehlt nicht mehr angezeigt. Dadurch k├Ânnen wir weder den Weg der Einheit noch deren Wegfindungsende sehen, was bei einem Spiel wie diesem┬á unverzeihlich ist. Viel Spass bereitet dagegen der Multiplayer Modus,in diesem k├Ânnen bis zu vier Spieler Verb├╝ndet oder Gegeneinander antreten.Force 21 hatte bereits zum releasezeiten nicht die besten Karten. Bei ein paar Stunden Einspielzeit gew├Âhnt man sich aber schnell an die fehlerhaften Funktionen.

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