Meinung zu Blizzard: Wo bleibt die einstige Innovation?

Groß angekündigt und eines der Highlights der blizzcon 2018 ist laut mehreren Gaming Magazin unbestreitbar das Remaster von Warcraft 3. Ich muss zugeben ich bin auch sehr angetan, endlich was neues im Echtzeitstrategie-Genre! Haben doch zuletzt Studios wie EA bitter enttäuscht, was etwa den Neustart ihrer Command & Conquer-Reihe betrifft. Aber auch Blizzard schafft es … weiter

Warcraft III – Reign Of Chaos: Test, Review

Ein geheimnisvoller Prophet erscheint dem jungen Kriegshäuptling Thrall und offenbart ihm das Ende der Welt von Azeroth. Während mit Hilfe des Unbekannten der Ork Anführer seine Horde in ein fernes Land führt offenbart sich eine Dunkle Seuche in dem Nordöstlichen Königreich Lordaeron. Kronprinz und Paladin Anwärter Arthas muss auf Befehl seines Vaters, dem König, und … weiter

Rückblick: Warcraft III – Reign of Chaos (PC)

Mit Warcraft III landete Blizzard 2002 eine neue Ära des Echtzeit Strategie genres ein, Mit neuer in 3D gehaltener Comicgrafik, welche zum damaligen Zeitpunkt in der Qualität eine Neuheit war, sowie einer unglaublich gut erzählten Geschichte gehört das Spiel noch heute zur Elite des Strategiespiele.

» Warcraft III Reign of Chaos

Meinung zu Blizzard: Wo bleibt die einstige Innovation?

Dominik am 6.November 2018 um 16:11:11

Groß angekündigt und eines der Highlights der blizzcon 2018 ist laut mehreren Gaming Magazin unbestreitbar das Remaster von Warcraft 3. Ich muss zugeben ich bin auch sehr angetan, endlich was neues im Echtzeitstrategie-Genre! Haben doch zuletzt Studios wie EA bitter enttäuscht, was etwa den Neustart ihrer Command & Conquer-Reihe betrifft. Aber auch Blizzard schafft es uns Fans mit seinem neuen Mobile Ableger wie Diablo Immortals zu enttäuschen. Streng genommen gibt es da kein wirklich neues Spiel.Vieles, wobei ich jetzt nicht wirklich für alles sprechen kann, sind recycelte Grafiken die einfach für Smartphone Auflösungen angepasst worden sind. Da gibt es keine neuen Helden oder Dämonen die man in den Trailern sehen konnte. Einfach altes auf ein anderes System mit Bedienung portiert und schon ist ein neues Spiel geboren. Ich bin ehrlich ich habe keine Ahnung was da programmiertechnisch die Studios geleistet haben aber im Endeffekt ist das doch zu wenig. Ein neues Addon für Diablo 3 hätte vollkommen ausgereicht das mittlerweile eher angestaubte Spiel wieder etwas aufzufrischen. Da werden auch ein paar neue Fähigkeiten der Spielfiguren nicht ausreichen alt eingesessene Fans aus dem Stall zu holen. Sicher bei der neuen Generation an Gamern kann Immortal mit seinem gameplay und Schnitzerei effektiv punkten, es gibt ja auch in dieser Kategorie nicht so viele Apps die dem Spiel da das Wasser reichen werden können.Und doch denke ich das die Spielfirma Blizzard da mehr kann als einfach diesen Mobile Klon auf den Markt zu werfen.Komme ich zurück zu Warcraft 3 Reforged. An für sich eine wirklich nette Zugabe und bei einem vorläufigen Preis von 30 US Dollar auch ein gutes Schnäppchen. Im Vergleich zum Starcraft Remaster mit seinen höher aufgelösten Texturen ein wahrer Segen. Reforged bietet bessere Modelle bei gleichem gameplay das sich von dem im Original kaum unterscheiden wird. Nachdem was ich so bisher gelesen habe soll das Spiel auch einem lang anhaltenden Support unterzogen werden. Das ist natürlich wichtig da letztendlich das Multiplayer Erlebnis darüber entscheiden wird wie lebensfähig das Remaster sein wird.

Aber bei aller Euphorie ist das Warcraft-Remaster bei genauerer Betrachtung auch nichts wirklich neues. Die Engine ist die gleiche, Modelle werden aus WoW entnommen oder neu erstellt und eine bereits sehr vorhandene erfolgreiche Geschichte wird mit neuen Polygonen neu aufgetischt. Ich glaube, dass auch hier neue Spieler mehr angesprochen werden als die alten Hasen. Ok, gut, wenn man die Twitch Streams erfolgreicher E-Sportler in der Kategorie Warcraft 3 Frozen Throne anschaut kommen bei den oberen Top Spielern schon ein paar Tausend Aufrufe zusammen. Ich bin aber dennoch überzeugt, dass viele neue junge Spieler die in den Jahren 2012 bis 2018 WoW für sich entdeckt haben nicht wirklich von den Spielen davor wissen, welche diese Reihe erst so berühmt gemacht hatte. Mir ist bewusst, dass so lange WoW noch Millionen Spieler an sich binden wird, kein Nachfolger zu Warcraft 3 erscheint. Ich finde es aber schade, dass ein Remaster von Warcraft 3 mit so wenig innovationen daher kommt. Vielleicht muss es das auch gar nicht?

Der Einzelspieler des Spieles kann mich mit seiner Kampagne nicht hervorlocken. Der ins Battle.net integrierte Multiplayer hat da schon eher die Chance mich über einen längeren Zeitraum zu binden. Ich bin gespannt ob Blizzard da noch einige Bonus Missionen einbauen wird das würde die Story wenigstens etwas aufpeppen.Wir sind von Blizzard gewöhnt das gute Spiele viele Jahre dauern um veröffentlicht zu werden aber die Schnelligkeit und Kurzlebigkeit des Marktes kann auch diese große Firma, obwohl die alten Titel bis heute immer noch sehr viel ausmachen,nicht ignorieren.Das man aber schnell in den Mobile Markt interveniert um sich noch mit seinem Namen aus vergangenen Tagen etwas vom Kuchen abzuschneiden und das auch noch mit einer so starken Marke wie Diablo, welches in einen recycelten schnell zusammen geschusterten Spiel neu auferlegt wurde, finde ich im Endeffekt mehr wie schäbig. Zum Warcraft Remaster kann ich oberflächlich auch nur sagen das da echt der Mehrspieler überzeugen und in gewisser Hinsicht den älteren übertrumpfen muss um möglichst viele Spieler binden zu können.Interessant wird es mit dem Welten Editor der auch zum Inhalt der Remaster Version gehören wird. Damals anno 2004 hatte dieser bei der Erstellung von Titeln wie Dota, WoW Risk oder Footman maßgeblich dazu beigetragen das aus manchen dieser Funmaps eigene Spiele wurden. Ich bin gespannt welche Maps uns die Modder in der Remaster version liefern werden, Defense of the Ancients dürfte wohl eindeutig ausfallen.Alles in allem vermisse ich bei der Firma Blizzard die Innovationskraft die bis zum erscheinen von WoW 2004 immer vorhanden war. Ein wirklich von Grund auf neues Spiel wie seinerzeit Starcraft ode Warcraft gibt es nicht. Stattdessen werden vorhandene Universen ausgebaut,siehe WoW, oder bereits verwendetes kreatives Material neu aufgetischt. Liegt es daran das einfach die Köpfe hinter diesen Welten und spiele mechaniken nicht mehr bei Blizzard beschäftigt sind? Da muss sich einfach einmal etwas mehr tun als Remaster von wahren Klassikern und wieder verbrauchtes Material in neuen Spiel verpackt zu veröffentlichen.

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Warcraft III – Reign Of Chaos: Test, Review

Dominik am 7.Mai 2017 um 08:05:19

Ein geheimnisvoller Prophet erscheint dem jungen Kriegshäuptling Thrall und offenbart ihm das Ende der Welt von Azeroth. Während mit Hilfe des Unbekannten der Ork Anführer seine Horde in ein fernes Land führt offenbart sich eine Dunkle Seuche in dem Nordöstlichen Königreich Lordaeron. Kronprinz und Paladin Anwärter Arthas muss auf Befehl seines Vaters, dem König, und mithilfe seines Mentors Lord Uther Lichtbringer nicht nur Marodierende Orkbanden in Schach halten, sondern auch gegen die Bedrohung der Seuche und ihrer Untoten Auswirkungen vorgehen. Doch ist der junge Prinz in der Lage all diesen Herausforderungen stand zu halten? Ist er nicht selbst ein Spielball in einem weitaus, für die Welt noch bedrohlicheren Plan? Die Antworten darauf erfahrt ihr in unserem neuen Testbericht zu Warcraft 3 Reign of Chaos.

Warcraft 3 ist der im Jahr 2002 erschienene Nachfolger zu Warcraft 2: Beyond the Dark Portal und gehört mittlerweile zu einem Retro Klassiker. Das Spiel basiert anders als sein Vorgänger auf einer 3D Engine welche die grafischen Darstellungen in einem ansprechenden aber durchaus bunten Comic Stil präsentiert. Das Spiel verfügt über ein ähnliches Spielsystem wie Warlords Battlecry. In diesem Steuern wir mit Maus und teilweise Tastatur ( für Hotkeys) Armeen die von mehreren Helden begleitet werden. Zu diesen Helden zählen unter anderem der Menschenprinz Arthas sowie der Ork Häuptling Thrall. Diese Spezialeinheiten verfügen über einen eigenen Manavorrat und Inventar das wir mit diversen Gegenständen füllen und somit unseren Helden Verbesserungen geben können. Das Mana brauchen wir um die Fähigkeiten der Helden einsetzen zu können. Diese erlangen wir mit dem Aufsteigen jeden Levels bis zur Stufe 10. Ab den 6 Level kann die Spezialfertigkeit frei geschaltet werden. Diese sind bei Arthas das Wiederbeleben Verbündeter Einheiten und bei Thrall ein Erdbeben das feindliche Soldaten verlangsamt. Jeder Einsatz einer dieser Fähigkeiten verbraucht Mana Punkte die wir mit Tränken oder der natürlichen Regeneration auffrischen können. Zum Allgemeinen Spielablauf gehört außerdem das Aufbauen einer Basis und die Produktion von Einheiten. Wir können unser Hauptgebäude bei allen Vier im Spiel zur Verfügung stehenden Rassen, Menschen, Elfen, Untote und Orks, in Drei Stufen ausbauen. Bei jeder neuen Stufe können wir neue Gebäude herstellen lassen welche neue Einheiten zur Rekrutierung bereitstellen. Die Ressourcen dafür sind bei Warcraft 3 Gold und Holz. Das Gold bauen wir mit unseren Arbeitern in Minen ab während das Holz überall wo bewaldetes Gebiet ist besorgt werden kann. Unsere Armee verbraucht samt Helden einen Vorrat den wir mit Höfen erweitern müssen um eine schlagkräftige Truppe aufzustellen. Im Mehrspieler des Spiels kann unsere Armee aus bis zu drei Helden bestehen. Diese verbrauchen einen erheblichen Anteil am Vorrat. Dafür ist es eine recht starke Kombination wenn man mit drei Level 10 Helden und der restlichen Armee seinen menschlichen Gegenspieler angreift. Um seine Recken auf die Maximale Stufe zu bekommen gibt es in den Maps so genannte Creep Lager. Das sind neutrale vom Computer gesteuerte Monster die sich allerdings nicht bewegen und immer an einer Stelle verharren. Mit dem Beseitigen dieses Ungeziefers erlangen unsere Helden Erfahrungspunkte und auch wertvolle Gegenstände. Die Monster haben selbst unterschiedliche Stufen was die Erfahrungspunkte erhöhen kann. Professionelle Spieler nutzen teilweise die Bewegungsrouten der Creeps um ihren Gegnerischen Spieler den Weg abzuschneiden oder selbst einzukesseln. Diese Taktik funktioniert aber meistens nur gegen Menschliche Spieler. Neben den Standart Gefechten bietet das Battle.net, die Mehrspieler Plattform, noch die Möglichkeit auf Modifizierten Karten zu spielen. Das sind durch den Editor von der Community erstellte Mods die man einfach nur im Spiel herunterladen muss. Es ist also keine aufwändige Installation notwendig um diese spielen zu können.

Storytechnisch hat es Warcraft 3 faustdick hinter den Ohren. Das Spiel präsentiert uns seine Geschichte in Form von sehr Hochwertigen CGI Filmsequenzen und Ingame Videos. Die Story ist sehr Abwechslungsreich und wartet mit einigen Überraschungen auf uns. Besonders die CGI Momente lassen die Kinnlade weit herunter klappen.

Mein Fazit:

Auch Heute noch 15 Jahre nach Erscheinen des Spiels macht es mir eine Menge Spass Warcraft 3 zu zocken. Die Grafik ist zwar nicht mehr auf der Höhe der Zeit aber dank HD Patch lassen sich die bunten Figuren aus der Ferne weiterhin gut betrachten und kommandieren. Vor allem der Mehrspielermodus und die unendlich große Auswahl an Modifikationskarten machen eine Menge Spaß. Die Kampagne habe ich für diesen Testbericht wieder neu angefangen und ich muss sagen sie ist schön übersichtlich gegliedert und erklärt auch neuen Spielern auf recht einfache Weise das Spielprinzip. Ich kann das Spiel nur jedem empfehlen der es noch nie gespielt oder davon gehört hat.

Drei spielbare Helden bunte und veraltete Grafik trotz HD Patch
Vier verschiedene Völker Gefechte bei Drei Helden etwas unübersichtlich
gut erzählte und Abwechslungsreiche Geschichte Gefechte im Mehrspieler nicht Einsteiger freundlich
flüssiges Gameplay, Spiel wirkt wie aus einem Guss  
viele Mods dank einfachen Editor
Einsteigerfreundliches Tutorial
Actionlastiges Gameplay
sehr schöne CGI Videos
 

8,5 /10

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Rückblick: Warcraft III – Reign of Chaos (PC)

Dominik am 7.August 2011 um 10:08:41

Mit Warcraft III landete Blizzard 2002 eine neue Ära des Echtzeit Strategie genres ein, Mit neuer in 3D gehaltener Comicgrafik, welche zum damaligen Zeitpunkt in der Qualität eine Neuheit war, sowie einer unglaublich gut erzählten Geschichte gehört das Spiel noch heute zur Elite des Strategiespiele. Der dritte Warcraft Teil schaffte es außerdem ganze vier Völker mit einer sehr gut ausgefeilten Balance im Mehrspielermodus aufeinander los zu lassen. Diese wären die menschliche Allianz, die Orkhorde, die untote Geißel sowie die naturverbundenen Nachtelfen. Jedes dieser Völker besitzt einzigartige Stärken und Schwächen. Doch damit nicht genug, denn Blizzard spendierte dem Ganzen noch ein Konzept welches wenige Spiele davor geschafft hatten. Die Vermischung aus Rollenspiel und Echtzeit Strategie.

Jede der Rassen bekam drei unterschiedliche Helden, welche sich in den Attributen Stärke, Intelligenz und Beweglichkeit unterschieden. Durch das Töten neutraler Monster oder Einheiten gegenerischer Partein gewann dieser Held an Erfahrung. Sobald man eine Stufe erreicht hatte, hat man die Möglichkeit eine von drei Fähigkeiten auszuwählen. Ab der sechsten Stufe konnte man die letzte Fähigkeit freischalten, welche die mächtigste darstellte. Dieser Mix machte vor allem im Multiplayer sehr viel Spass.

Wie schon bei Starcraft ist auch bei Warcraft III ein Editor enthalten. Mithilfe diesem mächtigen Tools war fast alles möglich. So konnte man mit ein wenig Programmiererfahrung das komplette Spielprinzip ändern. Das Ergebnis davon sind Weltberühmte Mods wie Tower Defence, AoS, Dota und andere RPG Karten. Nicht zuletzt wegen dem Editor ist Warcraft III noch heute im battle.net gut besucht. Und das bei einem Spiel welches direkter Konkurrent von C&C Generals war.

Zu guter Letzt möchte ich noch ein wenig über die Grafik berichten. Dank des Comiclooks war das Spiel sogar auf Pentium 2 Prozessoren spielbar. Ab einer Geforce 2 Ultra läuft Warcraft III auch in höchster damaliger Auflösung ruckelfrei. Die mit schwachen Polygonen ausgestatteten modelle sahen selbst auf nahen heranzoomen gut aus. Es ist möglich mit dreidimensionalen Programmen wie zB. Maya, ganze Spielfiguren zu bearbeiten und diese Modifikationen im Editor zu implentieren. Nicht zuletzt auch wegen dieser Möglichkeiten der Engine sind Mods wie weiter oben beschrieben machbar gewesen.

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