Im Ausland sparsam surfen mit Windows 8.1 (EU, Roaming, Internet)

Dieser Artikel wurde wohl exakt einen Monat zu spĂ€t veröffentlicht, denn der große Sommerurlaub dĂŒrfte fĂŒr diejenigen, die ihn finanziell stemmen können, schon einige Zeit vorĂŒber sein. Ein wunderschönes FerienhĂ€uschen oder kostengĂŒnstiges Hotelzimmer gefunden und es kommt wie es kommen musste: Es wird kein Internetzugang zur VerfĂŒgung gestellt. Beneidenswert, wer auf diesen einige Wochen heutzutage … weiter

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Im Ausland sparsam surfen mit Windows 8.1 (EU, Roaming, Internet)

Malte am 25.August 2014 um 10:08:40

Dieser Artikel wurde wohl exakt einen Monat zu spĂ€t veröffentlicht, denn der große Sommerurlaub dĂŒrfte fĂŒr diejenigen, die ihn finanziell stemmen können, schon einige Zeit vorĂŒber sein. Ein wunderschönes FerienhĂ€uschen oder kostengĂŒnstiges Hotelzimmer gefunden und es kommt wie es kommen musste: Es wird kein Internetzugang zur VerfĂŒgung gestellt. Beneidenswert, wer auf diesen einige Wochen heutzutage gĂ€nzlich verzichten kann. Surfsticks und Datenguthaben im Ausland kaufen – fĂŒr eine kĂŒrzere Zeitspanne, in die ein paar Urlaubswochen wohl zweifelsohne fallen, ist das in der Regel einfach zu teuer. Am gĂŒnstigsten ist man weiterhin beim heimischen Prepaid-Anbieter aufgehoben; ALDI Talk stellt im EU Internet-Paket gegenwĂ€rtig zumindest 150 MB fĂŒr 7 Tage Ă  4,99€ zur VerfĂŒgung. Wer hierzulande keine „All-in-One“-Flatrate bezieht, kommt wohl nicht gĂŒnstiger ans Tor zur Außenwelt. Da die liebe EuropĂ€ische Union eine bedingungslose Harmonisierung in vielen Bereichen anstrebt, sind die Roaming-GebĂŒhren wahrhaftig Abzocke schlechthin, auch wenn sich tarifmĂ€ĂŸig seit dem letzten Jahr einiges getan hat. Ein Datenkontingent von 150 MB ist fĂŒr ein bisschen Surfen und App auf dem Smartphone vollkommen ausreichend, sofern Hintergrunddaten (Android) limitiert werden und nicht allzu hĂ€ufig große Webseiten via Webbrowser kontaktiert werden. Nur wie schaut’s eigentlich auf dem Notebook oder Netbook aus? Surfen, Schreiben und Lesen ist hier doch weitaus komfortabler als auf dem kleinen 4″ Display des Smartphones, und mit Windows 8.1 wollte Microsoft den Mobile-App-Sektor doch auch ein StĂŒck weit auf jedes unserer Systeme migrieren. Das sollte ja kein Problem sein, bei schlechtem Wetter oder einem Überfluss an Zeit kurz den Hotspot aktivieren und mein Windows 8.1-Notebook verbinden, fĂŒr ein StĂŒndchen surfen. Wer sein Datenkontigent binnen weniger Minuten ausgeschöpft hat und feststellt, dass das gesamte Telefonguthaben aufgebraucht ist, darf sich nicht wundern, denn Windows 8.1 und einige Anwendungen scheint es nicht zu jucken, dass die Internet-Verbindung als „getaktet“ eingerichtet wurde, also eigentlich so wenige Daten wie möglich gesendet oder empfangen werden sollten. Es bedarf weiteren Anpassungen um weitgehend datensparend mit Windows 8.1 zu surfen.

1. Hotspot-Verbindung als „getaktet“ festlegen

Grundvoraussetzung, wie einige Zeilen zuvor angemerkt, ist das Einrichten einer getakteten Internetverbindung. Das bedeutet, die Datenmenge mit empfangenen und gesendeten Paketen wird nach Nutzung in Rechnung gestellt, was bei Prepaid-Tarifen in der Regel zutreffend ist. Ein Blick in die Windows 8.1 FAQ verrĂ€t, dass bei einer getakteten Internetverbindung der Datenverbrauch eingeschrĂ€nkt wird – so viel zur Theorie, denn eine EinschrĂ€nkung jeglicher, externer Programme, die kein Bestandteil von Windows, senden fleißig weiter Daten in unbegrenztem Maße an die jeweiligen Server.

Zur Anwendung dieses Schritts einfach die Windows-Taste drĂŒcken und die W-LAN-Verbindungen aufrufen. Hier Rechtsklick auf Euren im Smartphone oder Tablet zuvor aktivierten W-Lan-Hotspot (so geht’s) und die Verbindung als getaktet festlegen. Nun kann der geschĂ€tzte Datenverbrauch eingesehen werden, auf den auch tunlichst immer mal ein Auge geworfen werden sollte.

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2. Windows-Updates deaktivieren

… die im Rahmen unserer getakteten Netzwerkverbindung eigentlich gar nicht mehr bezogen oder ermittelt werden sollten, nur mich hat es doch in gewisser Weise gewundert, dass der Datennutzungs-ZĂ€hler stetig zugenommen hat, wohl weil die Windows Updates die Microsoft-Server auf neue Versionen untersucht haben.

Die Windows-Taste drĂŒcken, Windows Update Einstellungen in die Suche eintippen (öffnet sich bei Eingabe) und die entsprechende Metro-App selektieren. In dieser findet sich ein Label Installationsmethode fĂŒr Updates auswĂ€hlen. Einmal draufklicken, kurz und bĂŒndig: jeden Eintrag deaktivieren, alles aus.

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3. Metro-Apps deaktivieren

Genau dieser Bestandteil von Windows 8.1 ist dem Mobile-Sektor zuzuweisen. Also eigentlich sollte hier doch alles datensparend sein, die Apps, so die logische Annahme, werden schon keinen Mucks mehr von sich geben bei meiner ausdrĂŒcklich getakteten Internetverbindung. Und weit verfehlt, denn die Live-Kacheln aktualisieren sich weiterhin. Und das kostet mal eben bis zu 10 Megabyte pro Sitzung, fĂŒr Roaming-VerhĂ€ltnisse eine nicht zu verachtende Anzahl. GlĂŒcklicherweise ist es ausreichend, die erwĂ€hnten Live-Kacheln einfach zu deaktivieren.

Abermals den Metro-Bildschirm per Windows-Taste öffnen und bei jeder einzelnen Kachel Rechtsklick, im folgenden KontextmenĂŒ auf Live-Kachel deaktivieren. Die Zeitspanne fĂŒr den Deaktivierungsvorgang bei einer Kachel betrĂ€gt ca. 2 Sekunden mit Maus- oder Touchpadkontrolle. Bei 15 Kacheln vergeuden wir also fast 30 Sekunden mit der immer wiederkehrenden Klickabfolge.

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4. Antiviren-Software und Autostart-Programme deaktivieren

Euer Schutz wird Euch zum VerhĂ€ngnis, denn nahezu alle Antiviren-Programme bringen eine Autoupdate-Funktion mit sich und arbeiten teilweise cloudbasiert. Bevor eine Internetverbindung ĂŒberhaupt hergestellt wird, sollten diese unbedingt deaktiviert werden. HierfĂŒr reicht in der Regel das Entfernen des Autostart-Eintrages, das seit Windows 8.1 in den Task-Manager ausgelagert wurde. Jegliche, weitere Programme, die temporĂ€r nicht benötigt werden oder den Anschein erwecken, sie könnten ja ein paar Daten aus dem Netz saugen, sollten ebenfalls deaktiviert werden.
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Im Zweifelsfall bleibt einem der Besuch von msconfig.exe allerdings doch nicht erspart, um die letzten Risiken zu besitigen. Hierzu die Windows-Taste drĂŒcken und einfach nach msconfig.exe suchen. Der erste Eintrag ist das Objekt der Begierde. In der Anwendung auf den Reiter Dienste klicken und zunĂ€chst ein HĂ€kchen bei Alle Microsoft-Dienste ausblenden setzen um ein bisschen Ordnung zu schaffen und einzugrenzen. Anschließend wieder gut selektieren, was wir eigentlich nicht brauchen und Internetdaten im Hintergrund speisen könnte.
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5. Die richtige Zugangssoftware

… ist Opera mit aktiviertem Turbo-Modus. Die offizielle FAQ erlĂ€utert dies als „Opera Turbo reduziert die Datenmenge der Seiten, die Sie mit einem Opera-Browser besuchen, auf einen Bruchteil der UrsprungsgrĂ¶ĂŸe. Diese optionale Einstellung bietet eine Lösung fĂŒr Datenverkehr-Einsparungen wĂ€hrend der Browsernutzung.“ und, ja, es funktioniert. Meine mit professionellsten Methoden durchgefĂŒhrte Analyse ergab eine Einsparung von bis zu 2 Megabyte bei Seitenaufruf ressourcenvernichtender Websites wie focus.de (0.91 Mb zu 2.94 Mb) oder replaying.de (0.76 Mb zu 2.26 Mb). Der Vergleich wurde jeweils mit der gegenwĂ€rtig aktuellsten Firefox-Version durchgefĂŒhrt, sowie einem Werbeblocker. Sollte der Bedarf an vielen Stunden Internet pro Tag sehr hoch sein, ist es außerdem empfehlenswert, Bilder nicht zu laden – Content ist doch alles.

6. Seiten zuhause vorladen

„Cool, ich weiß ja schon, welche Seiten ich unter anderem nutzen werden.“ In diesem Fall die entsprechenden Webseiten einfach noch vor Urlaubs- oder Reiseantritt zuhause vorladen, sprich, die Seite einfach aufrufen und einmal bitte Strg + F5 drĂŒcken, damit Layout-Daten und -Bilder gecached werden.

Abschließend fĂŒhren viele Wege nach Rom aber nur wenige ins datensichere Internet mit Windows 8.1, trotz der integrierten BrĂŒcken zum … Mobileerlebnis. Mit den hier aufgefĂŒhrten Prophylaxen, den Super-GAU auf der Telefonrechnung zu vermeiden, lĂ€sst es sich jedoch weitgehend sparsam und spaßarm surfen. Ob die ganze Vorarbeit lohnt, muss jeder fĂŒr sich entscheiden, die tĂ€glichen News- und Informationshappen bekommt man schließlich auch im Miniformat auf Smartphone oder Tablet prĂ€sentiert.

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