R├╝ckblick: World of Warcraft The Burning Crusade

Was ich seiner Zeit bei World of Warcraft Classic sehr vermisste waren die wirklich sehr coolen Charaktere aus dem Strategiespiel Warcaft III The Frozen Throne. Vor 14 Jahren sollte mir dieser Wunsch mit der ersten WoW Erweiterung The Burning Crusade erf├╝llt werden. In diesem ersten Addon hat mich Blizzard in einen anderen Kosmos Teleportiert. Es … weiter

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Meinung zu Blizzard: Wo bleibt die einstige Innovation?

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Retro-Check: World of Warcraft

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World of Warcraft: die Frage nach den Legacy-Servern

Immer wieder liest man die gleichen Meldungen und Foreneintr├Ąge wenn es in der World of Warcraft Community um die Frage nach Classic Servern geht. Dabei ist der Bedarf nach eben diesen bei sehr vielen Spielern sehr hoch. Ob aus Nostalgischen Gr├╝nden oder aufgrund von dem guten Gameplay in dem jede Klasse noch seine eigene Funktion … weiter

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R├╝ckblick: World of Warcraft The Burning Crusade

Dominik am 24.Oktober 2021 um 16:10:54

Was ich seiner Zeit bei World of Warcraft Classic sehr vermisste waren die wirklich sehr coolen Charaktere aus dem Strategiespiel Warcaft III The Frozen Throne. Vor 14 Jahren sollte mir dieser Wunsch mit der ersten WoW Erweiterung The Burning Crusade erf├╝llt werden. In diesem ersten Addon hat mich Blizzard in einen anderen Kosmos Teleportiert. Es ging erstmals durch das dunkle Portal in den verw├╝steten Landen in die Scherbenwelt, einst Draenor die eigentliche Heimatwelt der Orks und Draenei. In dieser neuen Welt werden wir nicht nur unz├Ąhlige neue Gegner und V├Âlker kennenlernen sondern auf ein wohl bekanntes Gesicht von Warcraft III Illidan Sturmgrimm samt Hofstaat treffen. Dieser hat sich im Schwarzen Tempel einst Heimatfestung des Grubenlords Magtheridon verbarrikadiert. Von diesem St├╝tzpunkt aus regiert Sturmgrimm die zerst├╝ckelte Scherbenwelt mit ihrer Flora aus S├╝mpfen, kahlen Gebirgen und tiefen W├Ąldern. Auch die beiden Fraktionen Allianz und Horde bekommen gegen diesen Gegner neue Unterst├╝tzung in Form von Blutelfen, den einstigen Hochelfen im Norden Lordaerons, sowie den auf Azeroth gestrandeten Draenei. Mit diesen beiden V├Âlkern fanden auch der Paladin und der Schamane ihren Weg in die jeweils entgegen gesetzte Fraktion. Somit war dieser Unterschied zwischen Horde und Allianz der noch in Classic bestand hatte aufgel├Âst worden. Da beide Startv├Âlker auch ihre Heimat im alten Azeroth hatten konnte man bis Stufe 20 die neuen Gebiete von Elfen und Draenei bespielen. In die Scherbenwelt konnte man mit seinem Charakter ab der Stufe 58 eintreten. Auf der anderen Seite des dunklen Portals erwartete uns auch gleich die brennende Legion welche das Portal mit ihren D├Ąmonen und H├Âllenbestien zu st├╝rmen versuchte.

Gleich zu Beginn findet Ausr├╝stungstechnisch ein gro├čer Reset statt. Die alten Tier 1 Epics konnte man schon sehr schnell gegen Blaue und gr├╝ne Items der Scherbenwelt eintauschen. Lediglich Gegenst├Ąnde ├╝ber jener Tier 1 Stufe konnten ein wenig l├Ąnger in den Ausr├╝stungsslots verweilen. Die neuen Quests boten auch etwas Abwechslung im direkten Vergleich mit den ├Âden Aufgaben aus der alten Classic Welt. Auf dem R├╝cken eines Windreiters d├╝rfen wir auf Seiten der Horde Bomben auf Soldaten der brennenden Legion schleudern. Haben wir in dieser Quest die Vorgaben an get├Âteten Feinden erledigt wurden wir auch gleich mit tollen Items belohnt. Auf der H├Âllenfeuerhalbinsel wartet auch auf beide Fraktionen die erste Instanz welche ein Merkmal aufweisen wird welches in den gesamten folgenden World of Warcraft Erweiterungen bestand haben sollte. Endg├╝ltig vorbei waren die Zeiten in welchen wir Stundenlang durch eine Instanz wanderten und von Boss zu Boss uns durchschlugen. Das Konzept der mehreren kurzen Instanzen aus dem Scharlachroten Kloster aus Classic fand Einzug in The Bruning Crusade. Die erste Instanz, die H├Âllenfeuerzitadelle, bestand aus mehreren Fl├╝geln mit jeweils daf├╝r vorgesehenen Quests. Auch die Bosse in diesen Instanzen waren gleich richtig coole Modelle die vom D├Ąmonen bis zum Drachen reichten. Dieses Konzept erlaubte mehrere Runs auf die Instanzen welche bereits Jahre zuvor im Kloster f├╝r sehr viel Spa├č sorgten. Der letzte Fl├╝gel dieser Instanzen auf welche wir in fast jeden Gebiet trafen war f├╝r das Endgame vorgesehen.Zudem gab es noch die Unterscheidung zwischen normal und heroisch wobei letzteres den Schwierigkeitsgrad um einige Parameter erh├Âhte.

Eine weitere Neuerung in diesem ersten Addon war die Einf├╝hrung von Flugreittieren mit denen wir allerdings nur in der Scherbenwelt durch die L├╝fte fliegen durften. Wie bereits bei den herk├Âmmlichen Reittieren gab es auch bei ihren Flugversionen epische und normale Mounts. Auch die aus dem Schlingendorntal bekannten Quests zu J├Ągeraufgaben fanden in der Region Nagrand ein Comeback und man war damit ziemlich besch├Ąftigt die vielen Wildtierarten zu jagen. Ebenfalls in Nagrand gab es eine Arena in einem Ogerdorf in welcher wir in einer Gruppe verschiedene Elite Bosse der Reihe nach besiegen konnten. Als Belohnung gab es f├╝r den Einstieg in den Endcontent sehr gute rare Waffen pro Klasse versteht sich. Das Endgame setzte sich aus vielen Raid und Heroic Instanzen zusammen. Welche angefangen mit dem Tier 4 Set aus Karazhan bis zum optisch sehr beeindruckenden Tier 6 Seit aus Illidans schwarzen Tempel bestanden. Mit dem letzten Update f├╝hrte uns Blizzard zum letzten Big Boss auf dem Sonnenplateau in Quel Thalas der Blutelfen wo die wenigsten Spieler auf den D├Ąmonenlord Kil’jaeden treffen konnten. Doch auch im Bereich PvP hat sich damals einiges getan und das alte Ehrensystem mit seinem im Vergleich zu damaligen Tier Sets eher schw├Ącheren Items wurde kr├Ąftig aufgewertet. Es gab einen neuen PvP Modus in welchen kleine Teams gegeneinander in einer Arena antreten konnten. F├╝r jede Arena Season gab es passende Sets und epische Items. Diese Ausr├╝stungen konnten locker mit ihrer PvE Konkurrenz aus den Raid Instanzen mithalten. Auch wirklich n├╝tzlicher Schmuck war bei diesen Gegenst├Ąnden mit von der Partie.

Gab es noch zu Classic Zeiten f├╝r jedes Volk eine eigene Hauptstadt wurde dieses Konzept f├╝r die Scherbenwelt verworfen. In den W├Ąldern von Terokkar gab es eine zentrale Stadt die f├╝r Horde und Allianz gleicherma├čen zug├Ąnglich war. Neutrale Elite W├Ąchter sorgten daf├╝r das sich zumindest schw├Ąchere Charaktere nicht gleich an die Gurgel gehen konnten. Shattrath wurde diese Siedlung im Spiel benannt. In jener gab es auch zwei verfeindete Gruppierungen welchen sich der Spieler anschlie├čen konnte. Die Aldor und die elfischen Seher. Beide Fraktionen waren auf einer Anh├Âhe durch einen Aufzug erreichbar. In Shattrath lie├čen sich auch die Lichtwesen Naaru begegnen. Ebenfalls bekommt man eine kleine Einf├╝hrung in den Aufbau der Stadt durch den aus Warcraft II bekannten Erzmagier Khadgar. F├╝r jenen Charakter wurde damals allerdings noch ein ziemlich altes Charaktermodel verwendet.

The Burning Crusade war f├╝r mich damals die letzte Erweiterung die ich f├╝r World of Warcraft in vollem Umfang bespielt hatte. Ich muss zugeben weiter als die Raid Instanz Festung der St├╝rme bin ich nicht gekommen konnte aber den weiteren End Content bei einem guten Freund von mir weiterverfolgen. Mit der Neuauflage von WoW Classic ist seit einiger Zeit wieder das erste WoW Addon spielbar was f├╝r Nostalgie Fans sicherlich sehr befriedigenden Charme hat. Ich habe beim Schreiben dieses Artikels s├Ąmtliche Aspekte aufgelistet die f├╝r mich damals nennenswert im WoW Addon waren. Ich hoffe ich habe alle wichtigen Features dieses Addons in diesem Artikel aufgelistet. Falls euch noch ein paar Sachen einfallen sollten die ich vergessen haben sollte zu erw├Ąhnen k├Ânnt ihr mir diese gerne in den Kommentaren schreiben. Wer jetzt wieder Lust auf The Burning Crusade bekommen haben sollte kann das Spiel aktuell wieder spielen.

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Webcomic: Transmogrifikation unter Clowns!

Dominik am 30.Dezember 2018 um 12:12:47

Ein weiterer Comic der diesmal eine beliebte Art der Transmogrifikation aus WoW widerspiegelt.Ob unser Clown damit jedoch Erfolg haben wird steht in den Sternen ­čÖé

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Meinung zu Blizzard: Wo bleibt die einstige Innovation?

Dominik am 6.November 2018 um 16:11:11

Gro├č angek├╝ndigt und eines der Highlights der blizzcon 2018 ist laut mehreren Gaming Magazin unbestreitbar das Remaster von Warcraft 3. Ich muss zugeben ich bin auch sehr angetan, endlich was neues im Echtzeitstrategie-Genre! Haben doch zuletzt Studios wie EA bitter entt├Ąuscht, was etwa den Neustart ihrer Command & Conquer-Reihe betrifft. Aber auch Blizzard schafft es uns Fans mit seinem neuen Mobile Ableger wie Diablo Immortals zu entt├Ąuschen. Streng genommen gibt es da kein wirklich neues Spiel.Vieles, wobei ich jetzt nicht wirklich f├╝r alles sprechen kann, sind recycelte Grafiken die einfach f├╝r Smartphone Aufl├Âsungen angepasst worden sind. Da gibt es keine neuen Helden oder D├Ąmonen die man in den Trailern sehen konnte. Einfach altes auf ein anderes System mit Bedienung portiert und schon ist ein neues Spiel geboren. Ich bin ehrlich ich habe keine Ahnung was da programmiertechnisch die Studios geleistet haben aber im Endeffekt ist das doch zu wenig. Ein neues Addon f├╝r Diablo 3 h├Ątte vollkommen ausgereicht das mittlerweile eher angestaubte Spiel wieder etwas aufzufrischen. Da werden auch ein paar neue F├Ąhigkeiten der Spielfiguren nicht ausreichen alt eingesessene Fans aus dem Stall zu holen. Sicher bei der neuen Generation an Gamern kann Immortal mit seinem gameplay und Schnitzerei effektiv punkten, es gibt ja auch in dieser Kategorie nicht so viele Apps die dem Spiel da das Wasser reichen werden k├Ânnen.Und doch denke ich das die Spielfirma Blizzard da mehr kann als einfach diesen Mobile Klon auf den Markt zu werfen.Komme ich zur├╝ck zu Warcraft 3 Reforged. An f├╝r sich eine wirklich nette Zugabe und bei einem vorl├Ąufigen Preis von 30 US Dollar auch ein gutes Schn├Ąppchen. Im Vergleich zum Starcraft Remaster mit seinen h├Âher aufgel├Âsten Texturen ein wahrer Segen. Reforged bietet bessere Modelle bei gleichem gameplay das sich von dem im Original kaum unterscheiden wird. Nachdem was ich so bisher gelesen habe soll das Spiel auch einem lang anhaltenden Support unterzogen werden. Das ist nat├╝rlich wichtig da letztendlich das Multiplayer Erlebnis dar├╝ber entscheiden wird wie lebensf├Ąhig das Remaster sein wird.

Aber bei aller Euphorie ist das Warcraft-Remaster bei genauerer Betrachtung auch nichts wirklich neues. Die Engine ist die gleiche, Modelle werden aus WoW entnommen oder neu erstellt und eine bereits sehr vorhandene erfolgreiche Geschichte wird mit neuen Polygonen neu aufgetischt. Ich glaube, dass auch hier neue Spieler mehr angesprochen werden als die alten Hasen. Ok, gut, wenn man die Twitch Streams erfolgreicher E-Sportler in der Kategorie Warcraft 3 Frozen Throne anschaut kommen bei den oberen Top Spielern schon ein paar Tausend Aufrufe zusammen. Ich bin aber dennoch ├╝berzeugt, dass viele neue junge Spieler die in den Jahren 2012 bis 2018 WoW f├╝r sich entdeckt haben nicht wirklich von den Spielen davor wissen, welche diese Reihe erst so ber├╝hmt gemacht hatte. Mir ist bewusst, dass so lange WoW noch Millionen Spieler an sich binden wird, kein Nachfolger zu Warcraft 3 erscheint. Ich finde es aber schade, dass ein Remaster von Warcraft 3 mit so wenig innovationen daher kommt. Vielleicht muss es das auch gar nicht?

Der Einzelspieler des Spieles kann mich mit seiner Kampagne nicht hervorlocken. Der ins Battle.net integrierte Multiplayer hat da schon eher die Chance mich ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum zu binden. Ich bin gespannt ob Blizzard da noch einige Bonus Missionen einbauen wird das w├╝rde die Story wenigstens etwas aufpeppen.Wir sind von Blizzard gew├Âhnt das gute Spiele viele Jahre dauern um ver├Âffentlicht zu werden aber die Schnelligkeit und Kurzlebigkeit des Marktes kann auch diese gro├če Firma, obwohl die alten Titel bis heute immer noch sehr viel ausmachen,nicht ignorieren.Das man aber schnell in den Mobile Markt interveniert um sich noch mit seinem Namen aus vergangenen Tagen etwas vom Kuchen abzuschneiden und das auch noch mit einer so starken Marke wie Diablo, welches in einen recycelten schnell zusammen geschusterten Spiel neu auferlegt wurde, finde ich im Endeffekt mehr wie sch├Ąbig. Zum Warcraft Remaster kann ich oberfl├Ąchlich auch nur sagen das da echt der Mehrspieler ├╝berzeugen und in gewisser Hinsicht den ├Ąlteren ├╝bertrumpfen muss um m├Âglichst viele Spieler binden zu k├Ânnen.Interessant wird es mit dem Welten Editor der auch zum Inhalt der Remaster Version geh├Âren wird. Damals anno 2004 hatte dieser bei der Erstellung von Titeln wie Dota, WoW Risk oder Footman ma├čgeblich dazu beigetragen das aus manchen dieser Funmaps eigene Spiele wurden. Ich bin gespannt welche Maps uns die Modder in der Remaster version liefern werden, Defense of the Ancients d├╝rfte wohl eindeutig ausfallen.Alles in allem vermisse ich bei der Firma Blizzard die Innovationskraft die bis zum erscheinen von WoW 2004 immer vorhanden war. Ein wirklich von Grund auf neues Spiel wie seinerzeit Starcraft ode Warcraft gibt es nicht. Stattdessen werden vorhandene Universen ausgebaut,siehe WoW, oder bereits verwendetes kreatives Material neu aufgetischt. Liegt es daran das einfach die K├Âpfe hinter diesen Welten und spiele mechaniken nicht mehr bei Blizzard besch├Ąftigt sind? Da muss sich einfach einmal etwas mehr tun als Remaster von wahren Klassikern und wieder verbrauchtes Material in neuen Spiel verpackt zu ver├Âffentlichen.

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Retro-Check: World of Warcraft

Dominik am 18.Februar 2018 um 15:02:34

Mit World of Warcraft startete im Jahr 2004 ein Videospiel, das den Grundstein f├╝r den heutigen Erfolg vieler MMORPGs legte. Was habe ich mich damals gefreut als endlich wieder ein Spiel im Warcraft-Universum herauskam. Denn nun konnte ich endlich eine Welt, welche ich bereits in Warcraft III kennenlernen durfte, aus der Third-Person-Perspektive meines eigenen Charakters erkunden und betrachten. Damals war World of Warcraft das erste Spiel, das ich von meinem damaligen Auszubildendengehalt gekauft hatte.  Nun rund 14 Jahre sp├Ąter denke ich, dass es endlich an der Zeit w├Ąre, dieses Schwergewicht nochmals unter einen Pr├╝fstand zu stellen und zu erkl├Ąren, was den Reiz an diesem Spiel, der Classic Version, ausmachte. Wir werden f├╝r diesen Testbericht auf einem privaten Server spielen, da es World of Warcraft Classic offiziell nicht mehr gibt und auch von Seiten des Entwicklers Blizzard keine Server mehr zur Verf├╝gung gestellt werden.

Bildquelle: quirkilicious.deviantart.com

In World of Warcraft haben wir die Auswahl zwischen zwei sich bekriegenden Fraktionen, der Allianz auf der einen und Die wilde Horde auf der anderen Seite. Insgesamt d├╝rfen wir aus 8 unterschiedlichen Rassen unseren Charakter erstellen. Dies sind unter anderem Die Menschen, Zwerge, Nachtelfen und Gnome auf der Allianz Seite w├Ąhrend wir auf Seite der Horde zwischen Ork, Troll, Tauren und Untoten w├Ąhlen k├Ânnen. Wir entscheiden uns f├╝r die Allianz und nehmen einen m├Ąnnlichen Nachtelfen. Jetzt ist es an der Zeit eine Klasse f├╝r unser Schlitzohr fest zu legen. Hierbei haben wir die Auswahl zwischen Krieger, Paladin (nicht f├╝r Nachtelfen), J├Ąger, Schurke, Druiden, Priester, Schamane (nur Hordenseite), Hexenmeister (nicht f├╝r Nachtelfen) und Magier (ebenfalls nicht f├╝r Nachtelfen spielbar).

F├╝r unseren Elfen scheint mir der Krieger am spa├čigsten zu sein. Also werfen wir uns den Gefahren Azeroths in der Haut eines Keulen schwingenden, wilden, naturverbundenen Elfen entgegen. Unser Start ist eine vom Festland abgelegene Insel auf der wir bis zur Stufe 10 unsere Sporen verdienen werden. Die zu erlernenden F├Ąhigkeiten unseres Charakters setzen wir im Gegensatz zu den meisten anderen Klassen mithilfe von Wut punkten um. Diese Energie besteht nicht aus einem Vorrat aus dem wir sch├Âpfen k├Ânnen, wie etwa Mana, sondern muss mittels k├Ąmpfen aufgebaut werden. Mit jedem erhaltenen Wut Punkt k├Ânnen wir unsere unterschiedlichen Fertigkeiten effektiv einsetzen. Beim erreichen der Stufe 10 steht uns zudem der Talentbaum offen. Dieser ist in drei Sparten: Berserker, Waffen und Verteidigung gegliedert. Im Berserker Baum k├Ânnen wir einen m├Ąchtigen K├Ąmpfer gestalten w├Ąhrend der Waffen Krieger ein Spezialist in der Handhabung unterschiedlichster Waffengattungen ist. Der letzte Baum l├Ąsst unseren Charakter den Weg des Tanks beschreiten. Tanks sind in World of Warcraft K├Ąmpfer die mittels Aggro die Gegner an sich binden und somit schw├Ąchere Spieler vor deren Schaden sch├╝tzen. In der Regel k├Ąmpft der Tank mit Einhandwaffe und Schild. Tanks sind vor allem im Spiel bei den Instanzen gefragt. In diesen speziellen Bereichen warten Bosse, Quests und besonders starke Elite Gegner auf uns als Spieler. Da die Elitefeinde sehr viel einstecken und vor allem austeilen k├Ânnen ben├Âtigt eine Instanz Gruppe, in der Regel bestehend aus 5 Spielern, einen Tank sowie einen Heiler. Der Rest der Truppe besteht aus Damage Dealer (abgek├╝rzt DD). F├╝r unseren Nachtelfen w├Ąhlen wir den Weg des Verteidigers. Es wird uns genug Gelegenheit verschaffen in Gruppen f├╝r Instanzen aufgenommen zu werden.

Haben wir alle Quests (Aufgaben) und die Stufe 10 erreicht geht es mittels Fluggreif per Schnelltaxi auch gleich zum Festland wo wir an der Dunkelk├╝ste weiter leveln werden. Mit steigender Stufe und den damit einhergehenden neuen Gebieten fallen mir auch gleich die sehr langen Laufwege auf, die wir nehmen m├╝ssen um zwischen den verschiedenen St├Ądten und Kasernen reisen zu k├Ânnen. Mit genug Silber in der Tasche k├Ânnen wir selbstverst├Ąndlich auch den Reiseweg via Greif beschleunigen und anbei einige h├╝bsche Sehensw├╝rdigkeiten der Landschaft aus der Luft begutachten. Doch daf├╝r fehlt meinen Elfen das n├Âtige Kleingeld. Denn ich habe mich f├╝r einen Beruf entschieden um unseren Krieger auch gleich passende Ausr├╝stung herstellen zu k├Ânnen das verschlingt Geld. Dazu wurde ich Schmied und Bergbauer. Andere Berufe wie Lederer, K├╝rschner oder Schneider sind f├╝r einen Ketten tragenden Nahk├Ąmpfer eher ungeeignet. Bis zur Stufe 40 hei├čt es f├╝r uns erstmal dann wohl weiter umher marschieren bis wir das Gold f├╝r unser erstes Reittier ( einen wei├čen Tiger ) zusammengekratzt haben. Mit dem Reitgef├Ąhrten ist das Reisen gleich mal viel angenehmer. Mit dem Bodentier erreichen wir eine h├Âhere Geschwindigkeit als zu Fuss. Wenn jedoch uns Gegner ├Âfters treffen und wir dadurch kritischen Schaden erleiden k├Ânnen wir auch ganz schnell von unserem Reittier herunter geworfen werden. Sollte das passieren hat dies jedoch keinerlei Auswirkungen auf unser Tier, wir behalten es immer.

In World of Warcraft gibt es verschiedene Gegenst├Ąnde und Ausr├╝stungen die farblich voneinander unterschieden werden. Graue oder Wei├če Items stehen f├╝r einen minderwertigen Wert und sind meistens dazu geeignet ein paar Kupfer oder Silberlinge zu verdienen indem man sie verkauft. Gr├╝ne Gegenst├Ąnde geben immer einen Attributbonus, diese Items z├Ąhlen zur Standard Ausr├╝stung im Gegensatz dazu findet man Rare ( Blaue ) Waffen und R├╝stungen meistens in Instanzen bei Bossen oder durch Gl├╝ck auch bei normalen Gegnern. Die letzten epischen ( Lila ) Items gibt es zu 80% nur bei Raid Instanzen. Bei einem Raid besteht die Instanz Gruppe aus 20 bis 40 Spielern. Raids sind der End Content von WoW und finden nur im letzten Level 60 statt. Raid Bosse zeichnen sich besonders durch ihre hochskalierte Gr├Â├če und den starken Attacken aus . Besondere Vertreter dieser Art sind der F├╝rst der Feuerelementare, Ragnaros, sowie der heimt├╝ckische wahnsinnige schwarze Drache Nefarian. Beide Gegner findet man nur in den Schwierigsten Raid Instanzen geschmolzener Kern und Pechschwingen Hort. Bei den weiter oben erw├Ąhnten epischen Items gibt es auch Set Gegenst├Ąnde die, sollte man ein Set vollst├Ąndig haben, sich erg├Ąnzen und sogar Charakter F├Ąhigkeiten verbessern k├Ânnen. Die Sets, namentlich auch Tier Set genannt, sind immer f├╝r eine Klasse zugeordnet. So kann unser Krieger zum Beispiel kein Magier Set tragen. Beim erreichen der Stufe 60 gibt es auch neue Reittiere zum erwerben. Diese epischen und optischen sehr aufgemotzten Modelle erh├Âhen das Lauftempo um ganze 100%. Dementsprechend sind diese Tiere auch sehr Kostenintensiv und m├╝ssen durch Monate langes Gold farmen erwirtschaftet werden. Fernab dieser M├Âglichkeit durch Raids besonders starke Ausr├╝stung zu erhalten gibt es noch den PvP ( Spieler gegen Spieler ) Modus. Was w├Ąre Warcraft ohne den ewigen Konflikt zwischen Horde und Allianz ? Im PvP gibt es bis zu 14 Rangstufen die erspielt werden k├Ânnen. Dies k├Ânnen wir durch Open World Raids zB. Auf St├Ądte der jeweils anderen Fraktion erreichen oder wir besuchen die Schlachtfelder welche eigene PvP Areale untergliedert in Instanzen sind. Bei diesen Instanzen stehen uns die Warsong Schlucht, Das Arathi-Becken und das Alteractal zur Verf├╝gung. Alle drei Gebiete unterscheiden sich in der Zielsetzung f├╝r die Spieler. Im Warsong Gebiet spielen wir einen Capture the Flag Modus, Im Becken m├╝ssen wir S├Ągewerke, Farmen und Minen besetzen um so Punkte zu sammeln und im Tal ist es ein Kriegsspiel von 40 gegen 40 Spielern wobei die Fraktion gewinnt welche den feindlichen Feldmarschall besiegt. Beides ,40 Mann Raids sowie der PvP Modus sind sehr Zeitintensiv und fordern von uns als Spieler eine Menge ab. Ohne eine eng zusammenarbeitende Gilde erreicht man bei beiden F├Ąllen so gut wie gar nichts. 40 Spieler dazu zu bringen erfolgreich Bosse und Elite Gegner zu besiegen fordert viel Planung und soziale Koordination ab. Doch wenn man es schafft erfolgreich zusammen zu spielen macht der End Content umso mehr Spass.

Wie bei bereits beim Vorg├Ąnger, dem Strategie Spiel Warcraft III Frozen Throne, setzt auch das MMORPG World of Warcraft grafisch auf einen bunten Comicstil. Die Figuren besitzen sehr wenig Polygone und Detailtiefe was ein Spielen auch auf einen 1,3 Ghz Pentium mit einer Geforce 4 Ti sowie 512 MB Arbeitsspeicher erm├Âglicht. Die Darstellung von Wasser wird im Spiel ohne, f├╝r damalige Verh├Ąltnisse ├Âfter eingesetzte, Spiegelung angezeigt. Bei den Texturen hielt sich Entwickler Blizzard ebenfalls sehr zur├╝ck. Nahe zu alle Texturen bestehen aus Handgemalten grafischen Darstellungen das man ihnen auch ansieht. Um das Spiel f├╝r m├Âglichst viele Spieler auch mit eher schlechten Rechnern spielbar zu machen wurde auf dynamische Schatten verzichtet und man hat anstatt eines dem Stand der Sonne korrekt dargestellten Schatten nur einen weich gezeichneten schwarzen Punkt unter den Charakteren. Das GUI ist h├╝bsch aufbereitet und bereichert das Interface mit zahlreichen gezeichneten Symbolen von denen manche schon in Frozen Throne eingesetzt wurden. Das Wettersystem zeigt besonders bei Witterungen wie Nebel oder Schnee sich von seiner sch├Ânsten Seite. Zwar verzichtet Blizzard auch hier auf all zu aufgeladene Effekte aber die Beleuchtungen und Lichtpunkte sind sehr gut gesetzt und lassen die Landschaften sehr sch├Ân erscheinen. Hin und wieder gibt es einige Grafik Bugs wie etwa beim Reiten wenn eingesteckte Schwerter oder ├äxte in das Reittier ragen oder ├äste den Charakter durchbohren wenn man an einem Baum vorbei reitet. Nostalgische Warcraft Gef├╝hle erwachen dann wenn man durch die Ruinen von Lordaeron schreitet um die Hauptstadt der Untoten zu besuchen oder das eindrucksvolle Sturmwind betritt. Die Entwickler haben sich besonders viel M├╝he darin gegeben bekanntes aus anderen Warcraft Spielen grafisch aufgewerteter in WoW in Szene wieder zu geben. Das f├Ąngt bei Gegnern wie etwa Gnollen an und h├Ârt bei Ortschaften und Gebirgen auf.

Mein Fazit:

Nach so langer Zeit mal wieder die Festplatte drehen zu lassen und das in die Jahre gekommene WoW Classic wieder zu spielen lie├č einige alte Gef├╝hle und Erinnerungen in mir aufwecken. Es ist nun mal ein ganz anderes Spiel als die heutige Version von World of Warcraft. Vieles ist komplizierter und anstrengender. So f├Ąllt der Gruppen Finder f├╝r das Suchen von Instanz Mitspielern komplett weg und das Reisen ist vor allem von Stufe 1 bis 40 eine Heiden Qual. Possitiv muss ich anmerken dass das Spiel doch wesentlich sozialer abl├Ąuft als es im heutigen Zustand der Fall ist. Man muss sich mit seinen Mitspielern schon ordentlich koordinieren und Absprachen in Gilden halten um vor allem im End Content des Spiels Aufgaben meistern zu k├Ânnen. Das Klassensystem ist sehr individuell auf die jeweiligen Klassen zugeschnitten auch das ist in der modernen Version des Spiels eher eine Ausnahme wo alle Klassen fast die selben Funktionen besitzen. Die Aufteilung von Paladinen und Schamanen in die Fraktionen gibt vor allen diesen beiden Klassen eine sehr einzigartige Rolle als Hybriden. Trotz der vielen sozialen Kompetenzen und der individualisierten Klassen bleibt Classic WoW ein Zeitfresser. Als Sch├╝ler oder Auszubildender ein interessantes Spiel aber wenn es dann doch Richtung Beruf und Studium geht kann ich von diesem Spiel nur abraten. In der Classic Version des Privat Servers auf dem ich gespielt hatte konnte ich zwar das max Level erreichen aber der End Content blieb mir zum gr├Â├čten Teil verwehrt. Daf├╝r fehlte mir einfach die Zeit und es gibt wichtigere Dinge f├╝r mich als WoW zu zocken. Trotz allem erreicht das Spiel bei mir ein sehr gutes Testergebnis. Nicht umsonst war im Jahr 2004 World of Warcraft das erste MMO welches die breite Masse erreichte.

viele Klassen und Rassen sehr lange Laufwege
verschiedene Berufe Zeitfresser
sch├Âne Comicgrafik wenig Polygone, schwache Detailtiefe
interessanter End Content
PvP Modus
Gro├če offene Welt

8 /10

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World of Warcraft: die Frage nach den Legacy-Servern

Dominik am 21.April 2017 um 17:04:41

Immer wieder liest man die gleichen Meldungen und Foreneintr├Ąge wenn es in der World of Warcraft Community um die Frage nach Classic Servern geht. Dabei ist der Bedarf nach eben diesen bei sehr vielen Spielern sehr hoch. Ob aus Nostalgischen Gr├╝nden oder aufgrund von dem guten Gameplay in dem jede Klasse noch seine eigene Funktion besitzt WoW Classic ist nach wie vor beliebter denn je. Sieht man sich die unz├Ąhligen privaten Serverbetreiber an die gr├Â├čtenteils Illegal ihre Server betreiben indem sie von Blizzard das kostenpflichtige WoW umsonst anbieten so rangieren die Versionen um die Addons Burning Crusade sowie Lich King nach wie vor neben der Classic Edition an zweiter Stelle. Erst letztes Jahr wurde der ber├╝hmte Nostalrius privat Server von Blizzard dicht gemacht. Dieser Server hatte sage und schreibe ├╝ber 800.0000 registrierte Accounts ! Eine beeindruckende Zahl die das Ph├Ąnomen um den Classic Server mit einer Zahl belegt. Nach der Schlie├čung und einem Gespr├Ąch mit Blizzard mit der Aufforderung so genannte Legacy Server f├╝r Classic Fans einzuf├╝hren konnte das Nostalrius Team den Bedarf nach solchen Servern mit einer Anfrage von 240.000 Spielern rechtfertigen. F├╝r ein B├Ârsen notiertes Unternehmen wie Blizzard ist diese Zahl verst├Ąndlicherweise zu wenig wo doch Millionen Spieler sich derzeit auf den Offiziellen Legion Servern herum treiben. Also kam es wie es kommen musste und das Gesuch nach Legacy Servern wurde abgeschmettert woraufhin Nostalrius jetzt einen neuen Server unter dem Namen Elysium Projekt aufgesetzt hat. Obwohl Illegal und bereits abgemahnt empfinde ich diese Reaktion als reine Provokation aus der sich mir die Frage schlie├čt wo das Team seinen Serverstandort haben wird, Russland vielleicht?

Auch ich habe die Jahre 2004 bis 2006 noch in guter Erinnerung. World of Warcraft kam in die L├Ąden und ich wei├č noch als ob es gestern gewesen w├Ąre, als ich nach meinem Arbeitstag in den Media Markt fuhr und mir das Spiel besorgte. Ein tolles Gef├╝hl die Welt die ich bereits seit Warcraft 3 kannte endlich in der Perspektive eines einzelnen Helden zu sehen. Alles war neu und es hatte sich noch keine Community gebildet wie es sie heute gibt. Im Gegensatz zu heute musste man damals noch ohne Quest Helper &Co durch die Welt rei├čen und die Aufgaben erledigen. Instanzen mussten erst einmal gefunden werden bevor man sie betreten konnte. Dabei war es sehr wichtig mit seinen Mitspielern zusammen zu arbeiten um all diese Dinge zu l├Âsen. Ein heute weitgehend unbekanntes Ph├Ąnomen.

Doch all diese Sonderheiten denen Classic Liebhaber bis heute nachtrauern hatte auch seine Schattenseiten. Das Spiel war ein wirklicher Zeitfresser. Es hatte sehr lange gedauert bis man erstmal die Maximalstufe von 60 erreicht hatte. Und von den ganzen Raids die mit 40 Mann bestritten werden mussten will ich gar nicht erst anfangen.

Das all das noch heute Spa├č machen sollte bezweifle ich sehr. Sicher die Nostalgischen Gef├╝hle werden wieder ihre Wellen schlagen wenn man durch das alte Schlingendorntal oder das von ├äckern befruchtete Westfall schreitet aber alle diese Erlebnisse die man damals bei Release hatte werden sicherlich nicht mehr zur├╝ck kommen. Von daher sollte man World of Warcraft heute so nehmen wie es ist und nicht mehr den alten Zeiten hinterher trauern. Ob man auf Privatservern wie Nostalrius langfristig seine Freude haben k├Ânnte sei dahin gestellt. Ich glaube das man aufgrund des limitierten Content nicht dauerhaft seinen Spielspa├č haben wird. Dann doch lieber den Offiziellen Server besuchen wo man nicht Gefahr l├Ąuft seinen Account nach einigen Monaten durch Server Schlie├čung zu verlieren .

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