Enter The Matrix: Test, Review

Mit Enter the Matrix lieferten die Wachowski Br├╝der 2003 das offiziele Videospiel zu ihrer Matrix Triologie in den Spielemarkt. Das Spiel stellt nicht die Geschichte des Films dar, sondern ist als ein Prequel zu Matrix Revolutions gedacht. In der Hauptrolle ├╝bernehmen anstatt der Filmhelden der Captian des Schiffes Logos, Niobe, und ihr erster Offizier Ghost … weiter

» Zion

Enter The Matrix: Test, Review

Dominik am 17.M├Ąrz 2012 um 18:03:49

Mit Enter the Matrix lieferten die Wachowski Br├╝der 2003 das offiziele Videospiel zu ihrer Matrix Triologie in den Spielemarkt. Das Spiel stellt nicht die Geschichte des Films dar, sondern ist als ein Prequel zu Matrix Revolutions gedacht. In der Hauptrolle ├╝bernehmen anstatt der Filmhelden der Captian des Schiffes Logos, Niobe, und ihr erster Offizier Ghost das Ruder. Kurz vor Spielbeginn hat man die Wahl, mit welchen von den Beiden man Enter the Matrix durchspielen m├Âchte. Dabei unterscheiden sich Niobe und Ghost vor allem in ihren Nahkampftechniken sowie den Bewegungsanimationen. In unseren Testbericht w├Ąhlen wir den ersten Offizier und pr├╝geln uns durch die Matrix um die menschliche Zivilisation vor dem Untergang zu retten.

Die Osiris, ein Rebellenschiff der Menschen, wurde vernichtet und mit ihr die gesamte Besatzung get├Âtet. Doch kurz vor der Zerst├Ârung konnten einige Crewmitglieder eine wichtige Botschaft in einem Postfach in der Matrix hinterlassen. Captian Niobe und ihr Stellvertreter Ghost k├Ânnen das Paket entwenden noch bevor Agenten ihnen zuvorkommen k├Ânnen. Auf ihrem R├╝ckweg werden Sie von Polizeieinheiten und dem Agent Jackson verfolgt. Als Sie die Botschaft entschl├╝sseln erfahren Sie das die Maschinen einen Angriff auf Zion, der letzten Zuflucht der Menschen, vorbereiten. Da die Sentinels bereits mit dem Bohren von Tunnelanlagen nach Zion begonnen haben beginnt ein Rennen gegen die Zeit. Doch bevor die lebenswichtige Nachricht nach Zion gesendet werden kann, muss die Crew der Logos noch einem anderen Team in der Matrix beiseite stehen. Denn Agent Jackson hat es geschafft wichtige Teammitglieder eines anderen Schiffes am Flughafen in der virtuellen Welt abzufangen und gefangen zu nehmen.

Nachdem wir uns f├╝r Ghost oder Niobe als Spielfigur entschieden haben geht es in Third-Person Ansicht ab in die Matrix. Neben zahlreichen Waffen steht uns im Kampf gegen Polizisten, Agenten und Untote die Karatek├╝nste der Beiden zur Seite. Mit beeindruckenden Moves schalten wir mit leichtigkeit die einfachen Polizeibeamten aus. Die sind nicht dumm und attackieren uns meistens in gr├Â├čeren Gruppen. Dagegen hilft nur der Wandel in die Bullet Time Zeitverschiebung die uns schneller werden l├Ąsst. Durch diese F├Ąhigkeit verlangsamen sich die Sch├╝sse der Gegner und auch ihre Bewegungen sind eingeschr├Ąnkt, zum Vorteil f├╝r uns. So kann man den Geschossen ausweichen und die Effektivit├Ąt von Angriffen und Spr├╝ngen erh├Âhen. Doch auch die Bullet Time fordert ihren Preis. Denn nur wenn wir gen├╝gend Fokusenergie haben k├Ânnen wir die Zeit beeinflussen. Sinkt die Anzeige auf Null m├╝ssen wir warten bis sich der Fokus wieder aufgeladen hat. Ohne die Bullet Time ist es dann schon schwieriger gegen die digitalen Feinde vorzugehen. Da uns Features wie an W├Ąnden entlang laufen und Projektielen ausweichen fehlen, k├Ânnen wir uns nur noch auf die automatische Zielvorrichtung verlassen. Sobald man Nahkampfsaktionen durchf├╝hrt wechselt die Perspektive in eine Seitenansicht, die man aber auch w├Ąhrend eines Kampfes verlassen kann. F├╝r Abwechslung w├Ąhrend den ganzen Martial Arts einlagen sorgen die Fahrzeug Missionen. Je nachdem ob man Niobe oder Ghost gew├Ąhlt hat verlaufen diese etwas unterschiedlich. Als Ghost spielt man den Fahrzeugsch├╝tzen der Verfolger und Hindernisse ausschalten muss. In Niobes Rolle steuert man die Wagen selbst und hat eher mit der Fahrmechanik als den Verfolgern Probleme.

Grafisch war Enter the Matrix nicht auf dem Niveau zeitgleich erschienener Pc Titel. Da das Spiel auch f├╝r mehrere Konsolen umgesetzt wurde handelt es sich bei der Pc Fassung eher um eine Portierung und nicht als eine Entwicklungsplattform. Vor allem die Viereckigen R├Ąder bei Lastkraftwagen fallen besonders schnell ins Auge. Und auch so manche Ingame Szene die nahe Ansichten von Charaktergesichtern darstellt offenbart mehrere technische Fehler. Bugs sind eine menge vorhanden. Dazu z├Ąhlt das Schlagen durch T├╝ren und W├Ąnde auf Gegner zu den Standartprozeduren des Spiels. Besonders possitiv Herausragend sind die eigens f├╝r das Spiel gedrehten Zwischensequenzen. Diese wurden mit echten Schauspielern, die auch in den Filmen auftraten, umgesetzt. Und auch die Blue Screen Technik zeigt dort vollen Einsatz. W├Ąhrend die Kampfanimationen sehr detailreich durch Motion Capture verfahren erstellt wurden, wirken gerade die Bewegungsabl├Ąufe zB. beim klettern auf einer Leiter, sehr k├╝nstlich aufgesetzt. Physikelemente gibt es nur in vorgescripteten Erreignissen. Trotz der eher schwachen Grafiktechnologie sind vor allem die InGame Sequenzen in der Komposition der Kamerawinkel super umgesetzt worden.
Die Soundtracks die im Spiel verwendet werden sind exakt die gleichen, welche auch in der Film Triologie ihren Auftritt haben. Passend in den jeweiligen Situationen eingesetzt wird ein stimmiges Matrix feeling erzeugt. Teilweise wird auch ein gewisses Grad an Spannung aufgebaut. Besonders in dem Schloss Level des Frenchman.

Fazit

Anfangs motivierten mich haupts├Ąchlich die Kampftechniken im Spiel. Da schon sehr fr├╝h die schlechte Grafik bemerkbar war und auch die vielen Fehler im laufe des Spielens immer mehr zunahmen, war ich schon kurz davor das Spiel wieder von der Platte zu schmei├čen und diesen Test beiseite zu legen. Doch dann wechselte das Leveldesign und ich war ├╝berrascht das es auch sch├Âne Missionen mit toll gestalteter Architektur gab. Das gab mir dann wieder gen├╝gend Motivation um weiterzumachen. Bei Enter the Matrix finde ich es schwer das Spiel eindeutig beurteilen zu k├Ânnen. Es wirkt an vielen Stellen wie ein unfertiges Produkt das widerum durch das ausgefallene Kampfsystem und den Features durch die Zeitverschiebung, der Bullet Time, ausgeglichen wird. Action gibt es genug doch das Au├čenherum mitausnahme der Filmszenen wurde einfach nur schlampig umgesetzt.

Bullet Time Zeitverschiebung sehr schlechte Grafik
tolle K├Ąmpfe Leveldesign mit langweiligen Aufbau
fl├╝ssige Kampfanimationen viereckige Reifen
Sequenzen mit echten Schauspielern unfertige Szenen
Verbindungsst├╝ck zwischen den Filmen Fahrzeugmissionen sehen schrecklich aus
F├╝r Fans neue Hintergrundinformationen Viele technische Fehler
  Fehler in Animationen
  mangelnde Details

6,5 /10

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (6)