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Als ich im Jahr 2000 in den kleinen Videospielladen bei mir in der Stadt vorbei schaute gelang ein Strategiespiel für die Playstation 1 in meine Hände welches sehr starke Erinnerungen an Command&Conquer Alarmstufe Rot weckte. Das Spiel taufte sich auf den Namen KKND: Krossfire und war ein isometrisches Strategiespiel welche mit schönen 2D Sprites 3 unterschiedliche Fraktionen in den Krieg schickte. Diese drei Gruppen gliederten sich in die menschlichen Überlebenden eines Nuklearen Konflikts, den Mutanten und den ehemaligen Ernterobotern der Serie 9 die eine eigene Armee gründeten. Durch das nukleare Feuer im Jahr 2079 wurden die Menschen in den Untergrund gezwungen. Dort verharrten sie ganze 40 Jahre ehe sie wieder an die Oberfläche gelangten. Die Mutanten sind Menschen die sich zum Zeitpunkt des Nuklearkrieges an der Oberfläche befanden. Durch extremer Strahlung verunstaltet kam es zu körperlichen Missbildungen die schließlich zu Mutationen führten. Diese Gruppe hat den technischen Anschluss verloren dagegen aber gelernt die gewaltige Natur zu zähmen. So nutzen sie statt gepanzerten Fahrzeugen rießige mutierte Tiere wie zum Beispiel Riesenskorpione oder Wespen. Die Mutanten sind in einzelne Stämme gegliedert und fanatisch gläubig. Sie bezeichnen die überlebenden Menschen als Symmetriker und die Serie 9 werden als Seelenlose Maschinen dargestellt. Kommen wir zu der letzten Gruppe, der Serie 9. Diese Fraktion stellt für die Spieleserie KKND eine neue dritte Gruppierung da. Ursprünglich als Erntehelfer und Arbeitsmaschinen eingesetzt wurden die Roboter ihrer Aufgaben durch die kriegerischen Konflikte der Menschen mit den Mutanten beraubt. Nachdem die Felder verwüstet wurden schworen die Maschinen den beiden Gruppen ewige Rache. Um zu einem ebenbürtigen Gegner zu werden investierten sie viel Zeit in die Adaption moderner Waffensysteme. So wurden aus den landwirtschaftlichen Fahrzeugen der Serie 9 moderne Kriegsmaschinen. Wie das Unkraut das sie einst vernichteten ist es das Ziel der Serie 9 Menschen wie Mutanten auszuschalten.

In verschiedenen Geländetypen wie etwa grünes Hochland oder urbanes Stadtgebiet bekämpfen sich die drei Fraktionen rund um den Globus. Ähnlich wie bei Command&Conquer errichten wir als Spieler eine feste Basis mit Kasernen und Raffinerien. Rohstoffe fördern und Einheiten ausbilden um die feindlichen Armeen zu bezwingen sind der Kern des Gameplays. Im Einzelspielermodus stehen uns für jede Fraktion eine Kampagne zur Verfügung. Mit je 16 Missionen spielen wir die Geschicke der Menschen, Mutanten und der Serie 9. Auf einer Landkarte können wir die Missionen auswählen. Da ich damals nur die Konsolenversion des Spieles hatte konnte ich nur sehr schwer im Mehrspieler gegen andere Mitspieler antreten. Dieser war für den Pc mit bis zu 8 menschlichen Spielern ausgelegt. So musste ich mich am Gamepad mit KI Gegnern begnügen die meine Truppen aber auch ganz schön forderten.

Die zentrale Ressource im Spiel ist das wertvolle Öl. An Ölquellen errichten wir Bohrtürme von denen dann unsere Sammler den Rohstoff zu unseren Raffinerien bringen. Es gab aber auch die Möglichkeit mit anderen Gebäuden wie etwa Windturbinen zusätzliche Einnahmen zu generieren. Es gibt neben Landeinheiten auch Fahrzeuge welche Seen oder das Meer befahren konnten. In Urbanen Landschaften konnte man auch Einheiten hinter Gebäuden verstecken und so Hinterhalte planen. Durch Forschungen in entsprechenden Gebäuden konnten neue Technologien und Einheiten freigeschaltet werden. So können wir etwa die Förderung von Öl erhöhen, die Kosten für weitere Forschungen senken oder Abwehrtürme errichten. Im Hauptgebäude dem Kern einer jeder Basis können wir eine Karte oder ein Radar freischalten lassen. Maximal können bis zu 5 Stufen konnten erforscht werden.

Mir hat Krossfire damals sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn ich “nur“ die Playstation Version gespielt hatte war es ähnlich wie Westwoods Spiel sehr unterhaltsam die pixeligen 2D Einheiten über Wüsten und Gräser zu kommandieren. Vieles war ähnlich wie in Alarmstufe Rot. Errichte eine Basis, sammel die Rohstoffe ein und rekrutiere Truppen um dann mit deiner Armee den Gegner zu zerstören. Auch wenn die Steuerung mit dem Gamepad etwas zögerlich und manchmal auch krampfhaft war konnte mich dieses Spiel Stunden vor meinem Röhrenfernseher fesseln. Für mich ein Grund einen Artikel zu diesem Spiel hier auf Replaying.de zu schreiben. Ich wünschte das Genre dieser Spiele hätte heutzutage wieder so viel Erfolg wie seinerseits Ende der 90er und Anfang der Nuller Jahre. Vielleicht kommt ja mit Age of Empires 4 die Rückkehr der Echtzeitstrategiespiele.

 

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Bewertung: 5.0/5 (4)
Rückblick: KKND Krossfire: Strategie auf der Playstation 1., 5.0 out of 5 based on 4 ratings

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Dominik am 26. Mai 2021.
Dominik ist hier das Urgestein schlechthin. Natürlich nicht wegen seines Alters, aber er ist beinahe seit Gründung von REPLAYING.de an Board und bereichert regelmäßig mit zahlreichen Inhalten! Dominik kümmert sich dabei vorwiegend um Indie-Spiele und Cartoons rund um die Gaming Szene. Er hat 331 Artikel geschrieben.

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