Rückblick: Splinter Cell Pandora Tomorrow

Im Jahr 2004 erschien der zweite Teil der Splinter Cell Reihe welcher zur damaligen Zeit von mir bereits heiß erwartetet worden ist. Absolute Neuheit war der Mehrspieler Modus von Pandora Tomorrow in welchen wir in die Rolle der Spione und Söldner schlüpfen durften. Diese beiden Fraktionen bekämpften sich in jeweils zwei Mann Teams auf unterschiedlichen Levels gegeneinander. Bevor wir noch weiter auf den Mehrspieler eingehen werden kommen wir zuerst zum gelungenen Einzelspieler mit einer sehr interessanten und mit Spannungen untermalten Kampagne.

Wir spielen wieder den Third Echelon Geheimagenten Sam Fisher. Third Echelon ist eine Black-Ops-Abteilung der amerikanischen NSA. Das Spiel versetzt uns in das Jahr 2006 in das kurz zuvor unabhängig gewordene Land Osttimor. Um das Militär des kleinen Landes im Kampf gegen indonesische Guerillamilizen zu unterstützen, bildet die amerikanische Armee dort Soldaten aus. Das verärgert den Milizenführer Sadono welcher einst von den USA im Kampf gegen den Kommunismus ausgebildet worden war. Die Einmischung der vereinigten Staaten in die Indonesische Souveränität stellt eine rote Linie für Sadono dar der diesen politischen Akt mit einem Anschlag auf die amerikanische Botschaft in Dili beantwortet. Der Agent Sam Fisher wird beauftragt die gefangen genommenen Geißeln darunter viele hohe US Militärs und Diplomaten vor den Terroristen zu retten. Auch Douglas Shetland ein ehemaliger Freund Fishers zählt zu den Geißeln. Bei der Mission entdeckt Sam zudem eine Verbindung zwischen Sadono und einem mysteriösen Mann der nur als mortified_pinguin bekannt ist. Die folgende Reise führt Third Echelon in ein Labor nach Paris wo In sich geschlossene kryogene Behälter zum Transport und zur Lagerung menschlicher Gehirne gestohlen werden. Es stellt sich im Verlauf des Spiels heraus das Sadono einen Plan, der als Pandara Tomorrow bekannt ist, entwickelt hat um mit Pockenviren einen Terror Anschlag auf dem Gebiet der USA zu unternehmen. Welche Rolle mortified_pinguin bei dem ganzen Unterfangen spielt werden wir gegen Ende des Einzelspieler Modus erfahren.

Zu einer großen Neuerung für Splinter Cell 2 Pandora Tomorrow gehört der seit dieser Fortsetzung etablierte Mehrspieler Modus. Wie bereits zum Beginn dieses Artikels kurz angesprochen übernehmen wir dabei entweder die Rolle des Spions oder des Söldners. Alle beiden Fraktionen haben ihre eigenen Ausrüstungen und Fähigkeiten. Als besonderen Unterschied hervor zu heben ist das wir den Spion wie Fisher in der Kampagne aus der Third-person Ansicht spielen während der Söldner in Ego Perspektive gesteuert wird. Der Spion verzichtet ganz auf tödliche Schusswaffen und verfügt über mehrere Sichtgeräte wie etwa die Nachtsicht. Wir können an Wände, Rohre, Kisten oder der Decke hängend uns fortbewegen und mithilfe von Elektroschockern den Söldner lähmen um ihn anschließend das Genick zu brechen. Hauptmissionsziel der Spione ist es verschiedene Terminals zu hacken um dadurch einen weiteren Levelabschnitt frei zu spielen. Gelingt es uns im letzten Level den Terminal zu hacken haben wir das Spiel gewonnen. Die Söldner Spieler müssen versuchen die Spione vom Hacken abzuhalten. Dabei setzen wir als Söldner klassisch auf Sturmgewehr, Bewegungsmelder, Elektroschocker und Granaten. Auch der Söldner verfügt ähnlich wie der Spion über mehrere Sichtgeräte wie etwa Wärmebild Kamera oder Bewegungssensor. Die Söldner müssen alle Leben der Spione ausschalten um das Spiel zu gewinnen. Dieses damals neu eingeführte Game Feature mit den unterschiedlichen Perspektiven beim Spielen der Spione und Söldner sorgte für sehr spaßige Mehrspieler Momente und auch von Seiten diverser Magazine hagelte es Lob und positives Feedback.

Änderungen im direkten Vergleich zum Vorgänger sind unter anderem dass Gesundheitskits kein Inventargegenstand mehr sind und Fisher an seiner Pistole ein Laservisier besitzt. Außerdem kann Sam Feinde mit einem Pfeifen anlocken. Auch das Öffnen von Türen, während man Körper trägt, ist in Pandora Tomorrow möglich gewesen. Während man Kopf über hängt, konnte man mit dem Charakter nun auch eine Swat Wende ausführen. Sich von einer Seite der Tür zur anderen bewegen, während Fisher noch getarnt ist, war ebenfalls machbar. Zusammen genommen waren die Änderungen im Vergleich zum ersten Teil minimal und auch grafisch gab es keine großen Sprünge, auch wenn die Lichteffekte an vielen Stellen einfach nur zur damaligen Zeit überragend aussahen.

Ich habe Splinter Cell Pandora Tomorrow sehr gut in Erinnerung und das Spiel wird zu meinen Lebzeiten einen besonderen Platz in meinem Gedächtnis haben. Dafür das es eines der ersten Stealth Spiele war welche ein Mehrspieler bot der zudem sehr viel Spaß machte hat es seinen Platz in der Splinter Cell Reihe verdient. Der Mehrspieler Modus wurde im Laufe der Zeit angepasster und war seit diesem Teil in jedem anderen Splinter Cell Titel integriert. Ich hoffe ich konnte euch das Spiel näher bringen wobei ich nur abraten kann Pandora Tomorrow auf heutigen Pc Systemen zu spielen da es sehr viele Bugs und Inkompatibilität Probleme gibt. Wer das Spiel nachholen möchte, sollte daher eher auf die Spielekonsolen zurückgreifen.

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